Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Familiengeschichte recherchieren

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AutorBeitrag

Unbekannt


13.10.03 22:29:36
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Dabei bin ich gerade. Auch was die SS-Vergangenheit meines Grossvaters angeht.
Eins geht mir allerdings zu weit (obwohl ich es vielleicht bald getan hätte, wenn ich ein gescanntes Bild gehabt hätte): Nämlich ein Bild meines Opas in dieses Forum zu stellen!
Was meint ihr dazu ? denkender Smiley

Balsi


14.10.03 12:34:14
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ähm.. was willste du uns jetzt fragen? Ob wir was dagegen ahben das du das bild hier reinstellst?...:Schulter:

Unbekannt


14.10.03 13:48:19
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Das meinte ich nicht damit, dass ihr möglicherweise etwas dagegen habt.
Aber ich bin nicht das einzige Enkelkind meines Grossvaters, da sind noch etliche andere Familienmitglieder.
Und das Internet ist ja auch eine Art Öffentlichkeit. Und obwohl mein Grossvater seit 1944 vermisst ist, finde ich trotzdem Bilder gehören irgendwie noch zur Privatsphäre.

Niwre


14.10.03 14:18:48
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Selbstverstaendlich gehoeren Bilder zur Privatsphaere. Du musst daher selbst entscheiden (evtl. in Absprache mit dem Rest der Familie), was Du von Dir und Deinen Vorfahren preisgibst. Wenn Du Hilfe bei der Recherche benoetigst etc. sind mehr Informationen immer gut.
Aber bis jetzt wissen wir ja so gut wie nichts ueber Dich und Deinen Grossvater :).

Unbekannt


14.10.03 14:41:16
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Mir und meiner Familie selber fehlen ja auch wichtige Informationen. Solange der Antrag bei der WaSt nicht durch ist, kann ich nicht sagen, bei welcher Einheit er war.
Geboren worden ist er 1904 in Schlesien. Seine Mutter war Reichsdeutsche, sein Vater aber nicht (der soll im zaristischen Russland geboren worden sein !). Da ist noch die Rede von einem eingedeutschten Nachnamen.
In die Lehre gegangen ist mein Grossvater dann in Berlin. Bis er meine Grossmutter geheiratet hat (1931) hat er in Berlin gewohnt. In Berlin muss er in die Allgemeine SS eingetreten sein.
In seinem Dorf war er dann Ortsbauernführer. 1940 ist er eingezogen worden, und zwar zur Schweren Flak nach Polen.
Um 1943 haben sie ihn dann nach Rumänien zur Waffen-SS gezogen. Im August 1944 wurde er dort vermisst.
Als es auf die Flucht ging, hat meine Familie alle Papiere vernichtet (ein Teil der Familie war bei Kriegsende bereits in Bayern bei den Amis, der Rest ist den Russen in die Hände gefallen). Auch von denen in Bayern gibt es keine Familienunterlagen mehr! Es ist aber kein einziger Zivilist aus meiner Familie im Krieg umgekommen. Wir haben einfach verdammtes Glück gehabt. Von Schlesien aus wurde der Rest der Familie nach Niedersachsen vertrieben (das war 1946).
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