Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

"Sepp" Dietrich Informationen

zurück zur Themenübersicht
AutorBeitrag

Sydney


15.10.03 11:04:56
Direktverweis
hi!
ich brauchn paar infos über den Chef der "Leibstandarte Adolf Hitler" ... hab in ner Doku seinen Namen gehört und würde mich daher für Infos über ihn interessieren...
danke im voraus!

Balsi


15.10.03 11:07:52
Direktverweis

OGLongbeach


15.10.03 23:11:56
Direktverweis
Die "Leibstandarte" und Sepp Dietrich werden in Eberhard Schwarz: Die Stabilisierung der Ostfront, in Zusammenhang mit den geschilderten Ereignissen des öfteren erwähnt. Überhaupt ein sehr gutes Buch !!
MfG OG Longbeach

Axel43


16.10.03 03:14:35
Direktverweis
Eine recht gute Biographie ist "Sepp Dietrich. Hitler's Gladiator", von Charles Messenger, Brassey's, 1988.

Erich


16.10.03 11:39:52
Direktverweis
Wenn ich mich recht erinnere hat der alte Sepp eine Massenorgie mit ??-Prostituierten im Salon Kitty veranstaltet Respekt-Smiley
Oder war das ein anderer ?

Sydney


17.10.03 20:40:04
Direktverweis
is ja mal wieder typisch...während das VOlk unter dem krieg litt und die Soldaten an der Front starben, haben sich die dicken Monster in Berlin mit Kaviar und Sekt vollgestopft, Kunstsammlungen angelegt und sich in den Bordellen vergnügt...:(
(Heydrich is ja mal versehentlich selbst von seinen eigenen Leuten im Bordell abgehört worden :P...es war eigentlich Heydrichs Absicht, über jeden Menschen im Dritten Reich soviel Infos zu sammeln wie es geht...eignet sich gut, um jemanden los zu werden; und im Bordell wurden häufig staatsgeheimnisse ausgeplappert *lol*)

Erich


17.10.03 21:38:45
Direktverweis
War das nicht Himmler ? Der war dort immer zur "Inspektion". Da mußte die Abhöranlage aber immer abgeschaltet sein. Der zuständige Fachmann hat es aber einmal nicht gemacht. Der Himmler hat es erfahren und schon war der schuldige an der Ostfront. - Gott, wo habe ich das gelesen ????

Sydney


18.10.03 11:25:09
Direktverweis
also heydrich is es auf jeden Fall auch mal passiert...steht in der Stern-Reihe "Macht des Bösen - Reinhard Heydrich" *lol* ein sehr peinliche Situation, kann ich mir vorstellen...

Axel43


19.10.03 03:02:38
Direktverweis
Na, na, meine Herren. Schon mal was von Feldbordellen gehört ?!

Erich


19.10.03 14:13:29
Direktverweis
Die hatten aber sicherlich nicht das gleiche Ambiente wie Salon Kitty :rofl: :D

Axel43


20.10.03 03:08:24
Direktverweis
"Man nimmt halt was man hat", wie die Schweden so schön sagen.

Tobias


10.2.04 11:13:29
Direktverweis
also heydrich is es auf jeden Fall auch mal passiert...steht in der Stern-Reihe "Macht des Bösen - Reinhard Heydrich"

Dem stern irgendwas zu glauben, halte ich für sehr verwegen. Hitlers tagebücher, die ku klux klan geschichte, etc.
Wie wird dietrich aber dargestellt in der literatur? Meistens wird er als der anständige aber naive mensch beschrieben! Obergruppenführer bittrich meinte, daß dietrich selbst nach 1,5 stunden lageerklärung noch immer nichts verstanden hat. Rundstedt soll zu einem ami-historiker gesagt haben, er war anständig aber dumm. Ich glaube aber nicht daß er das gesagt hat. Dafür war rundstedt viel zu anständig und außerdem war er of bis in der früh bei feierlichkeiten der lah zugegen. Schwer vorstellbar daß er dann dietrichs gegenwart nicht schätzte.
Interessant einmal der ausrutscher dietrichs bei einer rede vor versammelter mannschaft, sinngemäß: Wir werden uns in unserer treuelosigkeit zum führer von niemanden übertreffen lassen!
Wie haben andere hochrangige soldaten von ihm gedacht?

Ronny22


10.2.04 13:58:11
Direktverweis
Gepostet von Sydney
is ja mal wieder typisch...während das VOlk unter dem krieg litt und die Soldaten an der Front starben, haben sich die dicken Monster in Berlin mit Kaviar und Sekt vollgestopft, Kunstsammlungen angelegt und sich in den Bordellen vergnügt...:(

Wie kommst du darauf das Dietrich sich die ganze Zeit in Berlin vollgefressen hat???
Er war Frontkommandeur...
Das es zu solchen Ausschweifungen kam wenn er in Berlin war ist nachvollziehbar.
Aber er war nicht Göring...er kommandierte schließlich eine SS-Panzerdivision bzw. ein SS-Panzerkorps... Smiley mit Hammer auf dem Kopf

Germania


10.2.04 14:40:06
Direktverweis
Gepostet von Tobias
also heydrich is es auf jeden Fall auch mal passiert...steht in der Stern-Reihe "Macht des Bösen - Reinhard Heydrich"

Dem stern irgendwas zu glauben, halte ich für sehr verwegen. Hitlers tagebücher, die ku klux klan geschichte, etc.
Wie wird dietrich aber dargestellt in der literatur? Meistens wird er als der anständige aber naive mensch beschrieben! Obergruppenführer bittrich meinte, daß dietrich selbst nach 1,5 stunden lageerklärung noch immer nichts verstanden hat. Rundstedt soll zu einem ami-historiker gesagt haben, er war anständig aber dumm. Ich glaube aber nicht daß er das gesagt hat. Dafür war rundstedt viel zu anständig und außerdem war er of bis in der früh bei feierlichkeiten der lah zugegen. Schwer vorstellbar daß er dann dietrichs gegenwart nicht schätzte.
Interessant einmal der ausrutscher dietrichs bei einer rede vor versammelter mannschaft, sinngemäß: Wir werden uns in unserer treuelosigkeit zum führer von niemanden übertreffen lassen!
Wie haben andere hochrangige soldaten von ihm gedacht?

Schwer vorstellbar das die bestausgebildetste Einheit der Waffen-SS sozusagen die Elite der Elite von einem "Dummkopf" geführt worde sein soll. Kann ich so nicht glauben mache ich auch nicht!

Sturm


10.2.04 18:35:59
Direktverweis
hallo Sydney,
was Du da schreibst über Sepp Dietrich ,zwecks Sekt und Kaviar ,glaube ich nicht.Sepp Dietrich war sehr beliebt und wurde Ehrfurchtsvoll "Sepp" genannt.
Außerdem wahr er immer bei seiner Truppe an der vordersten Front zu finden .Auch in Rußland war er bei allen Schlachten dabei !Im Gegensatz zu Himmler,
Göbbels, Göhring und den anderen,die sich nie haben an der
HKL blicken lassen.
Zu seiner Beerdigung,1966, kamen aus Europa sowie aus Übersee ca.7000 (!) Kameraden.So beliebt war er bei der Truppe.Ich glaube kaum,daß bei einen unseren Politikern, soviele Menschen zur Beerdigung kommen würden . Oder ?
Tschüß Wolle.Respekt-Smiley

Axel43


10.2.04 20:09:23
Direktverweis
Nicht gerade eine Intelligenzprotze (dafür hätte er sich selber auch nicht gehalten), aber ein geschickter Taktiker, außerordentlich guter Männerführer, persönlich mutig, ein wenig ein Condottiere alter Art. Alles in Allem der rechte Mann an der rechten Stelle.

Germania


11.2.04 16:31:36
Direktverweis
Woher die Annahme das er kein IntelligenzProtz war?

Axel43


11.2.04 17:51:07
Direktverweis
Da ich ihn persönlich nicht gekannt habe ist meine Beurteilung selbstverständlich auf das gebaut, was ich über ihn gelesen habe....

waldi44


11.2.04 17:59:17
Direktverweis
Einstein war wohl ein "Intelligenzprotz", aber ob er eine militärische Einheit hätte führen könnenSmiley mit Hammer auf dem Kopf?

AK 74 ZF


11.2.04 19:07:45
Direktverweis
Hallo Männer,
ich denke daß die Beurteilung bestimmter historischer Persönlichkeiten sehr subjektiv ist. Erst mehrere Quellen ergeben ein genaueres Bild.
Zur Person von "Sepp" Dietrich gibt es im Internet verschiedene Seiten mit seiner Biografie.
@ Germania -> es war schon immer so daß auch Generale verschiedene "Typen" waren.
Es gab gute Strategen, gute Taktiker und auch exzellente Truppenführer bis hin zu Heerführern.
Ich nehme mal als Beispiel/Vergleich Generalfeldmarschall von Blücher -> verwegener Reitergeneral, guter Taktiker und Truppenführer. Der alte Husar ritt noch mit über 70 Jahren gegen Napoleon und schaffte es seine Männer selbst bei größter Erschöpfung noch zum Kampf zu motivieren. Man nannte ihn auch "General Vorwärts". Papa Blücher wurde von seinen Männern regelrecht geliebt.
Stratege oder Schlachtenplaner war er aber nicht. Dies gab er auch selbst zu. Den Teil der Planung überließ er liebend gern v. Scharnhost und v. Gneisenau und war ihnen dafür auch dankbar. Aber wenn es in die Schlacht ging war er vorn und feuerte seine Männer an. Napoleon verglich ihn mal mit einem tollwütigen Hund, welcher immer wieder angreift und nicht zu bremsen ist.
Auch bei der Wehrmacht und Wa-SS gab es sehr unterschiedliche Typen von General.
"Sepp" Dietrich verfügte, wie einige andere SS-Generale auch, nur über eine normale Schulbildung und auch nicht über eine Generalstabs- bzw. Offiziersausbildung, wie dies z.Bsp. bei der Reichswehr/Wehrmacht üblich war.
Dafür war er aber ein ausgesprochener Praktiker und galt durchaus als Fähig und Begabt. Er war wohl sehr Durchsetzungsfähig, Führungsstark und ein sehr guter Truppenführer.Seine Leistungen sowie Auszeichnungen sprechen durchaus dafür, daß er in seiner Position der richtige Mann war. Er wurde sicher nicht umsonst so hoch dekoriert. Und dumm oder unintelligent war er auf keinen Fall. Halt ich für Blödsinn.Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley
Im Vergleich zur Wehrmacht besaßen viele Wa-SS-Führer geringere Bildungsabschlüsse und auch seltener eine höhere Führerausbildung (Offiziersschule, Generalstabsausbildung, Studien etc.). Dafür war aber die Ausbildung der Wa-SS sehr praxisnah und vor allem weniger Hierarchiebelastet.
Dadurch hatte die Wa-SS ein wesentlich festeres Gefüge (stärkerer Zusammenhalt zwischen Mannschaften und Führern) als dies in den meisten Wehrmachtseinheiten üblich war.
Dies ermöglichte eine durchaus effiziente Truppenführung und sorgte für einen hohen Zusammenhalt.
Die Wa-SS hatte also, ihren Besonderheiten entsprechend, durchaus sehr fähige Truppenkommandeure welche ihre Einheiten sehr gut befehligten und zu extremen Leistungen befähigten. Der Ruf der Wa-SS als Elite und erstklassige Kampfverbände begründete sich ja auf ihren Leistungen an der Front. Und viele Wehrmachtsoffiziere, aber auch Soldaten, waren trotz einiger Animositäten froh wenn sie Wa-SS Einheiten unterstellt bekamen bzw. an ihrer Flanke wußten.
Die Beurteilung der militärischen Fähigkeiten und Leistungen einiger Wa-SS Führer sind diffizil und sicher auch subjektiv bzw. stark vom Zeitgeist beeinflußt.
Aber bei ihren Männern waren die meisten Kommandeure der Wa-SS extrem beliebt. Wie weit dies ging zeigt die Treue ihrer Männer zu ihnen sogar bis nach deren Tod.
Wie weit diese Treue gehen konnte zeigt das Bsp. des SS-OGrFü Theodor Eicke. Dieser hatte selbst in der Nazi-Hierarchie wenige Freunde, aber seine Männer hingen trotz seiner extremen Härte so an ihm, daß sie unter Lebensgefahr sogar seine Leiche aus russischem Gebiet holten um ihn würdig zu begraben.
Zumindest sollte man bei der Beurteilung der Generale der Wa-SS und ihrer Leistungen auch die entsprechenden Bedingungen und Unterschiede zur Wehrmacht kennen und beachten. Gerade bei der Ausbildung gab es da durchaus gravierende Unterschiede.
Was die Prostituierten betrifft -> auch Krieger müssen sich mal entspannen -> die beiden ältesten Gewerbe der Welt traf man schon immer zusammen.
Gruß AK 74 ZF
P.S. Übrigens gab es auch bei der Wehrmacht einige "umstrittene" Generale. Auch da gab es unterschiedliche "Typen". Der "Blutige Ferdinand" Schörner und GFM v. Kluge waren sicher auch zwei völlig unterschiedliche Männer.[ Editiert von AK 74 ZF am: 11.02.2004 19:15 ]

Germania


11.2.04 19:34:58
Direktverweis
Gut Bidlungsstand sagt für mich nichts über Intelligenz aus und das der Bildungsstand der SS Generale tiefer lag als der der Wehrmacht lag wohl eher an traditionellen Dingen. D.h. Offiziere stammten in dieser Zeit überwiegend aus Adel bzw. gehobener Schicht!

AK 74 ZF


11.2.04 21:24:50
Direktverweis
Hallo Germania,
da geb ich Dir Recht. Es lag durchaus auch an der unterschiedlichen sozialen Struktur bzw. der Entwicklung des Offizierskorps. Es gab auch in der SS eine gewisse "Intelligenz-Elite".
Wobei der größte Teil davon in den gehobenen Strukturen des RSHA, SD und den eher politischen Teilen der SS dienten.
In der Wa-SS war der Anteil der Männer mit gehobenen Bildungsabschlüssen prozentual geringer. Dies führte gerade im Vergleich der Führungsebene Offizier -> Einheitskommandeure -> bei der Wehrmacht teilweise zu einigen Überheblichkeiten bzw. Naserümpfen. Allerdings zog sich das Verhältnis der "Bildung" auch bis in die Mannschaften.
Wobei höhere "Intelligenz" nicht unbedingt auch höhere Kampfkraft hieß.
Es gibt da zum Bsp. einen interessanten Vergleich zwischen dem Infanterieregiment 9 (Potsdam) und einer Wa-SS Einheit.
War sehr interessant.Ich schildere den Sachverhalt mal verkürzt.
IR 9 (Potsdam) galt als eines der Vorzeigeregimenter der Wehrmacht und war sehr exclusiv. Viele adlige Offiziere aus besten preußischen Militärfamilien -> darunter auch ein hoher Anteil von Offizieren mit sehr guter schulischer und militärischer Ausbildung. Aber auch der Bildungsstand der Soldaten und Uffz. war sehr hoch, da das Regiment vorrangig aus Berlinern und Potsdamern mit höherer Schulbildung bestand.
Die in diesem Beispiel zum Vergleich dienende Einheit der Wa-SS bestand Größtenteils aus Soldaten aus ländlichen Gebieten, d. h. meist aus Bauernjungen mit relativ geringen Bildungsabschlüssen.
An der Ostfront zeigte sich allerdings daß die Einheit der Wa-SS eine höhere Effektivität und vor allem auch höhere Überlebensfähigkeit besaß.
Neben der Wa-SS typischen Ausbildung -> hart, gefechtsnah und im Einheitsverband (d.h. die Mannschaften und Führer wurden Größtenteils zusammen ausgebildet und waren dadurch aufeinander eingespielt) -> spielte auch eine sehr große Rolle, daß die "Bauernjungs" auf Grund ihrer Herkunft hart im Nehmen waren und sich den Witterungsunbilden und der schlechten Versorgungslage(durch "Selbstverpflegung" in Form von Schlachten requirierter Hühner, Schweine und Schafe) besser anpaßten als die "Städter" des Potsdamer IR 9.
Weiterhin wurde ausgeführt daß die Wa-SS Männer einfacher zu führen waren, da sie nicht dazu neigten jeden Befehl zu "hinterfragen". -> Muß wohl das Phänomen der FeedEX-Werbung sein "Ach sie haben studiert ? Dann muß ich es ihnen erklären !".
Gestandene Wehrmachtoffiziere waren manchmal sehr erstaunt wie einfach und unkompliziert bei der Wa-SS manche Befehle erteilt wurden. Wobei dies teilweise Vor- aber auch manchmal Nachteile hatte.
Übrigens kenne ich den Unterschied zwischen Großstädtern und Soldaten aus eher ländlichen Gebieten aus eigener Erfahrung.
Abgesehen von löblichen Ausnahmen (gute Sportler oder bewußt harte Soldaten aus Überzeugung) waren die Soldaten der ländlichen Gebiete (Kleinstädte und Dörfer) meist körperlich Leistungsfähiger und einfacher zu führen.
Da ich kurz hintereinander eine Kompanie vorrangig aus Großstädtern und danach aus eher ländlichen Provinznestern/Wehrkreisen hatte, habe ich den Unterschied anhand der Leistungsnachweise/Journale sehr deutlich gemerkt.
Der Greuel für Vorgesetzte von Infanterieeinheiten sind übrigens Abiturienten als Soldaten.denkender Smiley
Die versuchen meist in der Ausbildung ständig zu diskutieren bzw. stellen "sauintelligente Fragen" und fühlen sich meist Intelektuell unterfordert, sind aber im Gelände meist nicht zu gebrauchen.Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley(abgesehen von löblichen Ausnahmen, sind ja nicht alle gleich)
Gelacht hab ich mal fürchterlich beim Überlebenstraining, als die Städter ihr Huhn bzw. niedliches Hoppelhäschen schlachten sollten.klatschender Smiley:grabsch:
Als wir schon beim Essen waren, haben die Jungs immer noch überlegt wie sie das Karnickel bzw. Huhn um die Ecke bringen. Auch Schlachten will gelernt sein.
Klingt zwar banal und lustig, aber ich denke daß dies heute (wo es ja alles als Tiefkühlware im Supermarkt gibt)noch viel schlimmer aussieht.Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley
Ich hoffe, daß ich durch diese Beispiele den Vergleich der Wa-SS Einheit und des IR 9 etwas erläutert habe.
Das IR 9 hat sich übrigens auch wacker geschlagen und hohe Leistungen vollbracht. Es sollte durch diesen Vergleich sicher auch nicht abgewertet werden. Der Vergleich erklärte aber an einigen weiteren Beispielen weshalb gerade bestimmte Einheiten der Wa-SS an der Front so zäh und unter schlechten Bedingungen (Hunger, Kälte, schlechte Versorgung etc.) lange kampffähig blieben.
Gruß AK 74 ZF
P.S. Weiß nur nicht in welchem Buch ich diesen Vergleich mal gelesen hab.[ Editiert von AK 74 ZF am: 11.02.2004 21:26 ]

Tobias


18.2.04 20:19:09
Direktverweis
@germania
In rudolf lehmans (ehemaliger 1a der lssah und eichenlaubträger) werk über die lssah, in dem niemals schlecht von dietrich zu lesen war, steht sinngemäß folgendes: dietrich hat sich selbst und anderen eingestanden niemals der hohe literat oder der geistige künstler mit viel wissen gewesen zu sein. Bei lagebesprechungen hat er die groben ziele angerissen und gesagt: " Rudl (lehmann) erklär die details, daß hast du ja gelernt!" Er war einfach der mann der truppe. Einer der ihren sozusagen. Im freiwilligen rundbrief findet man viele anektoten über sepp dietrich, die seinen charakter treffend beschreiben. Ich glaub beim unterschreiben des deutsch-russischen freunderlvertrag, hat hitler unbedingt dietrich als general neben molotov sitzen lassen wollen, da dieser ein "volksgeneral" sei!
Dietrich war ein treuer hitler-anhänger, dies wird wohl einer der gründe sein warum man einen der höchst dekorierten und anständigsten männern (wenn man davon im kriege von jemande soetwas behaupten kann) in vielen quellen als geistiger idiot dargestellt wird. Seine erfolge geben ihm recht.

Rheingold


20.2.04 18:04:45
Direktverweis
Albert Speer erwähnt in seiner Autobiographie eine Begebenheit mit Dietrich während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse, in der dieser ihm gegenüber Hitler als Verrückten bezeichnet hat.

Axel43


20.2.04 19:21:46
Direktverweis
Es war ganz gewiß eine Stärke der WaffenSS, daß sie Männern die in der WH keine Chance hatten, wirklich vorwärts zu kommen, diese Chance gegeben hat. Manchmal ist es eben von Vorteil, keine Traditionen zu haben und ganz ungeniert neu denken zu dürfen. Deswegen überlebt wohl heute mehr von der WaffenSS im modernen Militärwesen als von der WH.

AK 74 ZF


21.2.04 15:04:38
Direktverweis
Hallo Axel,
das stimmt so nicht. Auch die Wa-SS hat die militärische Ausbildung nicht neu erfunden.
Die Ausbildung des dt. Heeres war schon immer sehr gut und vorbildlich. Insbesondere auch die Ausbildung der Führer -> Uffz., Offz. bis hin zur Generalität.
Da hat es bei der Wa-SS teilweise ganz schön gehakt.
Gerade die Erteilung der Gefechtsbefehle bei der Wa-SS war so schlecht (Mangels gründlicher militärischer Vor- und Ausbildung der Führer) das dies Manko nur durch den vollen Einsatz der Männer, aber auch das Führen des Befehlenden vor Ort kompensiert werden konnte. Dieses Phänomen spiegelt sich teilweise auch in den sehr hohen Verlustzahlen, darunter auch Führer, der Wa-SS nieder. Der Befehlgebende "verheizte" also nicht seine Männer, sondern ging meist mit an den Brennpunkt und führte vorn.
Wobei die Wa-SS dieses Problem der Befehlsgebung kannte und nach durchaus schlechten Erfahrungen an der besseren Ausbildung der Führer arbeitete. Dadurch stieg natürlich auch die Effizienz der Führung im Verlaufe des Krieges.
Aber eine Generalstabsausbildung bzw. die Erfahrung zur Führung ganzer Operationen war in der Wa-SS selten. Dies lag aber auch daran, daß man keine 2.Armee neben der Wehrmacht etablieren wollte bzw. konnte. War ja auch nicht Sinn der Sache.
Was aber wiederum bei der Wa-SS vorbildlich war ist die relativ flache Befehlsstruktur und Hierarchie in den Führungsebenen selbst und der kameradschaftliche Umgang über die Grenzen hinweg. Also daß der SS-Schütze und auch höhere Dienstgrade größtenteils sehr kameradschaftlich verkehrten bzw. miteinander umgingen.
Das gab es aber bei den Fallschirmjägern der Luftwaffe auch.
Da war man in erster Linie Fj. und Kamerad und dann kam teilweise erst der Dienstgrad. Auch in den Fj.-Einheiten kämpften, ähnlich wie bei der Wa-SS, die Vorgesetzten an vorderster Front mit. Das schweißte zusammen und vereinfachte auch die Führung.
Auf große Heeresmassen -> mit Logistik und vielen auch sehr notwendigen rückwärtigen Einheiten, ist diese "Frontkameradschaft, nicht immer übertragbar.
Solch tiefe Strukturen besaß die Wa-SS auch nicht, da sie sich dabei ja auf die Wehrmacht stützte.
Dadurch waren große Teile der Wa-SS wirkliche Kampfverbände und auch entsprechend "Elitär".
Aber ständige Frontschweine von im Kampf stehenden Gebirgsjäger, Jäger-, Infanterie- und besonders Fallschirmjägereinheiten standen der Wa-SS in nichts nach.
Auf jedem Fall hatte die Ausbildung der Wa-SS, ich wies ja schon darauf hin, einige Besonderheiten und war sehr Realitätsnah. Basiert hat sie aber auch auf einer besonders gründlichen und harten infanteristischen Grundausbildung.
Wobei Hauser, Dietrich und einige andere für die Ausbildung verantwortliche Führer sich dabei auf die Ausbildung der Sturm- und Stoßtruppen des ersten Weltkrieges besannen.
Viele dieser Stoßtruppspezialisten kämpften dann in den Freikorps und wurden später SS-Männer. Man traf sie aber auch in der Wehrmacht in vielen Einheiten.
Rommel, Guderian, Ramcke u.v.a. Heeresoffz. waren z.Bsp. erfahrene Stoßtruppführer aus dem 1. WK.
Verweise dazu mal auf Literatur (Ich verweise selten auf Quellen, da ich ca. zwischen 1600-2000 Bücher besitze und bei Zitaten/Quellenangabe fürchterlich in meinen Kisten wühlen müßte ! Deshalb schreibe ich meistens aus dem Gedächtnis.) -> Bernhard Ramcke "Vom Schiffsjungen zum Fallschirmjägergeneral" darin wird die Entwicklung eines Stoßtruppführers aus dem I.WK zum Führer einer Eliteeinheit im II.WK sehr deutlich dargestellt.
Und eines der besten Bücher zur Geschichte der Wa-SS (sehr fair geschrieben, bis auf einige kleine Schnitzer -> so z.Bsp. den sogenannten Crossroad-Fall -> der kein Kriegsverbrechen sondern eine Propagandalüge der Amis war um die Flucht/Zersetzungserscheinungen ihrer Truppen in der Ardennenoffensive zu stoppen) Christopher Ailsby "Die Geschichte der Waffen-SS".
Gruß AK 74 ZF

Axel43


21.2.04 17:42:16
Direktverweis
AK hat mal wieder nicht gelesen, was ich geschrieben hatte.

AK 74 ZF


21.2.04 19:37:58
Direktverweis
Hallo Axel,
nun weiß ich mal nicht was Du meinst.
Hab es eigentlich gelesen. Wobei ich es evtl. etwas mißverstanden hab.
Zumindest hab ich mich vorrangig auf den letzten Satz von Dir bezogen (dies hab ich allerdings nicht erwähnt), wonach heute im Militär (nehme mal an dies bezieht sich auf die BuWe) mehr Einflüsse der Wa-SS als von der WH eine Rolle spielen. (das nicht die Politik/Ideologie gemeint ist darüber dürfte ja Einigkeit bestehen)
Und dies seh ich auf jeden Fall anders.
Oder hab ich den Beitrag nun völlig mißverstanden oder falsch interpretiert ?:Schulter: Wäre ja auch möglich.
Gruß AK 74 ZF etwas Ratlos:Schulter:

Rheingold


22.2.04 00:50:56
Direktverweis
Zumindest in der Mannschaftsausrüstung war die Waffen-SS schon ein Trendsetter. Tarnanzug im Sportschnitt, Parka, usw., später auch übernommen von der Wehrmacht, waren schon echte Highlights, welche später von jeder modernen Armee kopiert wurden.
Die Idee, die Aufnahme von Offiziersbewerbern nicht von der gesellschaftlichen Herkunft oder vom Abitur abhängig zu machen und das Leistungsprinzip vor den Dienstgradunterschied zu stellen, war ja auch nicht ganz neu. Ähnlich verfuhr ja schon Napoleon, der beim Aufbau seiner Grande Armee auch Bauernsöhne zu Marschällen machte. So ein System macht aber wohl nur in Kriegszeiten Sinn, ziemlich ausgeschlossen das man derzeit in der BW einen Hauptschüler zum General macht.

Axel43


22.2.04 23:44:28
Direktverweis
Meine (zwar) sehr kurzen Poänten waren 1. die WaSS gab Männern auch mit sehr dürftigem Hintergrund die Chance schnell und weit zu avancieren, vorausgesetzt daß sie das Zeug dazu hatten. Und 2. man war weitgehend vom Traditionsdenken frei (das was mein Vater leicht verärgert "Rauschebärte" nannte und ihn bewog von der WH Artillerie auf die LW umzusatteln)und deswegen hat man viel neues ausprobieren können, und davon lebt auch neute internationell gesehen einiges weiter. Die USArmy u Marines schauen sich die WaSS an, nicht die BuW. Von letzterer weiß ich sowieso kaum etwas.

Germania


23.2.04 19:23:55
Direktverweis
Das Problem der Bundeswehr resultiert meines Erachtens einfach daraus, das man sich der Geschichte nicht annimmt und sich einfach der Tradition entzieht und sie leugnet. Wehrmachtsangehörige, SS Angehörige, etc. haben sowohl BW als auch NVA mit aufgebaut und geprägt aber das wird heute nicht mehr so gesehen und man orientiert sich lieber , ja woran eigentlich?

Indy


23.2.04 21:33:21
Direktverweis
Nicht vergessen: BW steht in Tradition von Stauffenberg :D

Wärn wir doch mit in den Irak marschiert...vielleicht hätte dann schon ein Bundeswehrgeneral Schröder und sein Inkompetenzteam in die Luft gesprengt...Smiley mit verdrehten AugenSmiley mit verdrehten AugenSmiley mit Spam-Schild

Ronny22


24.2.04 13:33:53
Direktverweis
Gepostet von Indy
Wärn wir doch mit in den Irak marschiert...

ich hoffe du meinst das ironisch...
Auf Särge mit unserer Fahne drauf im TV kann jeder gut verzichten...

Indy


25.2.04 22:49:21
Direktverweis
Gepostet von Indy
...Smiley mit verdrehten AugenSmiley mit verdrehten AugenSmiley mit Spam-Schild


Is das nich deutlich? :D
zurück zur Themenübersicht