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Le Paradis 1940

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AutorBeitrag

Tobias


3.3.04 14:20:05
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An diesem ort wurden knapp 100 britische gefangene von der 4.kompanie der totenkopfdivision mit 2 mgs erschossen. Der damalige batallionskommandant fritz knöchelein wurde 1949 dafür hingerichtet.

Hier eine interessante (englischsprachige) seite dazu: http://mackillers.8m.com/paradis.html

Knöchelein gab bei seiner verhandlung die erschießung auch zu, wand aber ein daß von den engländern dum-dum geschoße benutzt worden sind. Es wurde von der verteidigung aber auch der begriff mis-using a flag of truce genannt. Das ist mir nicht klar was das bedeuten sollte. Heißt es das die weiße fahne gehißt worden ist und dann trotzdem weiter gefeuert worden ist? (oft vorgekommen im westen)

Interessant ist die gegendarstellung von krätschmer in seinem rk werk über die waffen-ss. Krätschmer war ja selber totenkopfangehöriger und dementierte die massenerschießung da in diesem gebiet nur wenige englische gefangene eingebracht werden konnten. Dies hat er mit eigenen augen gesehen!

Hier also zwei komplette gegenteilige versionen, bin gespannt welche quellen es dazu noch gibt!

[ Editiert von Tobias am: 03.03.2004 22:33 ]

Popski


3.3.04 23:37:45
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Tobias schrieb:

"Knöchelein gab bei seiner verhandlung die erschießung auch zu, wand aber ein daß von den engländern dum-dum geschoße benutzt worden sind. Es wurde von der verteidigung aber auch der begriff mis-using a flag of truce genannt. Das ist mir nicht klar was das bedeuten sollte. Heißt es das die weiße fahne gehißt worden ist und dann trotzdem weiter gefeuert worden ist? "

Richtig. Nur ... und das ist der Kernpunkt, Knöchelein's Verteidigung ist völlig wertlos. Denn selbst wenn seine Behauptung stimmen sollte (Benutzung von illegaler Munition, Flaggenmißbrauch), hatte er kein Recht auf seiner Seite die Briten kaltblütig ohne Verhandlung etc. zu massakrieren. Simpelste Logik zeigt doch schon auf, dass er nicht auf der einen Seite angebliche Unrechtmäßigkeit auf Seiten der Briten anführen kann, selbst diese jedoch vermissen läßt. Ein kleiner Witzbold ... der richtigerweise am Galgen endete.

"Interessant ist die gegendarstellung von krätschmer ... Dies hat er mit eigenen augen gesehen!"

Hat er nur Pech, dass zwei Überlebende etwas anderes "gesehen" und erlebt haben, plus eine weitere Zeugin.

Grüße

Tobias


4.3.04 12:02:36
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Tatsache ist daß die totenkopfdivision zu diesem zeitpunkt gar nicht so viel britische gefangene gemacht hat.
Die Erschießung wäre sicherlich auch anderen stellen aufgefallen und 1940 hatten die deutsche noch eine gerichtsbarkeit, daß sie knöchelein damit wenigstens auf die finger klopfen könnten. Falls es nur den geringsten verdacht auf ein verbrechen gibt, ist der betroffene solange bei beförderungen und auszeichnungen zurückzustellen, bis der fall restlos geklärt ist. Dies war bei knöchelein nicht der fall. Er wurde trotzdem befördert und trotzdem ausgezeichnet.
Und die frau als zeugin aufzuführen, ist sinnlos. Die kennt das geschehen nur vom hören sagen und hat 2 privates mit schußwunden gesehen. Außerdem war krätschmer nicht der einzige, der das gesehen hat, schwer vorstellbar daß er da allein dicht hinter front rumlatscht!

Natürlich anders gesehen, ist eine erschießung, wegen dum-dum geschoße, maßlos übertrieben.



[ Editiert von Tobias am: 04.03.2004 12:05 ]

Ronny22


4.3.04 12:38:48
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Gepostet von Tobias
Es wurde von der verteidigung aber auch der begriff mis-using a flag of truce genannt. Das ist mir nicht klar was das bedeuten sollte. Heißt es das die weiße fahne gehißt worden ist und dann trotzdem weiter gefeuert worden ist? (oft vorgekommen im westen)


Das bedeutet eigentlich das die Weiße Fahne gezeigt worden ist, wortwörtlich übersetzt. Aber ich habe in Berichten über das Massaker gelesen das die Briten wohl eine Hakenkreuzfahne hochgezigen haben sollen, woraufhin die 4.Kompanie annahm die Stadt sei in deutscher Hand. Dadurch unvorsichtig und siegesgewiss geworden sollen die Männer dann schwere Verluste bekommen haben weil die Briten weiterfeuerten.

Hin oder her, das Massaker fand statt. Und es wurde wohl auch eine Untersuchung eingeleitet. Über das Ergebnis kann ich leider jetzt noch nichts konkretes sagen.
Und auch wenn die Briten so oder so gehandelt haben sollten wie von Knöchlein angeführt, rechtfertigt das nicht die Massenerschiessung von über 100 unbewaffneten Kriegsgefangenen, dieses Recht stand ihm nicht zu. Darüber hätte ein Militärtribunal urteilen müssen.
Und ich bin auch nicht so sicher das die Briten so gehandelt haben, man spricht ihnen im Normalfall eigentlich hohe Ritterlichkeit im Kampf zu. Siehe Operation Market-Garden, als Sanitäter und Ärzte von den Briten und der Waffen-SS gemeinsam ihre Verwundeten versorgten und mit Material aushalfen.

Aber auf die Aussagen eines Totenkopf-Mannes würde ich mich nicht vollkommen verlassen. Die Totenkopf war leider besonders anfällig für Übergriffe auf Gefangene, wenn man berücksichtigt aus welchem Hintergrund die Division stammt, besonders zu Anfang des Krieges.

Sturm


4.3.04 13:44:14
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Hallo ,

zu Le Paradis gibt es einen Augenzeugen,der auch bei der Waffen-SS war.Herbert Brunnenegger .In seinen Buch "Saat in den Sturm " gibt es einen ausführlichen Bericht darüber .Die Schande von Le Paradis ,so lautet ein Kapitel (Seite 75 ).Die Engländer haben in diesen Abschnitt eine Munition verwendet, die Handgroße Löcher aufwiesen .Das bedeutete ,fast jeder der getroffen wurde,war sofort tot.
Außerdem berichteten Deutsche Verwundete :Ihre Gruppe brach während des Vorgehens in feindliche Stellung ein .Die Engländer ergaben sich nach kurzen Nahkampf und baten für zwei unter der Decke liegende Verwundete um Versorgung . Als die Gruppe weiterzog ,warfen die Angeblich verwundeten Handgranaten nach den Soldaten ,die sie verschonten hatten.

Die durch die Sondermunition angerichteten Verwundungen und die Kampfesweise (Bericht der Verwundeten )der Engländer ,haben wahrscheinlich dazu Beigetragen ,daß Knöchelein den Befehl zur Erschießung der Gefangenen gab.

Tschüss Wolle .

Axel43


4.3.04 16:55:02
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Sachen mit "Sondermunition" sollte man mit größter Vorsicht und Skepsis betrachten. Auch von Deutschen wird ab und zu behauptet, sie hätten spezielle und nicht zugelassene Munition verwendet. Wirkliche Belegstücke sind aber bei den Munitionssammlern nicht zu finden. Auch aus dem Gesichtspunkt der Versorgung etc etc scheint mir die Angelegengheit etwas windig.

Ronny22


5.3.04 00:55:48
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Gepostet von Axel43
Sachen mit "Sondermunition" sollte man mit größter Vorsicht und Skepsis betrachten. Auch von Deutschen wird ab und zu behauptet, sie hätten spezielle und nicht zugelassene Munition verwendet. Wirkliche Belegstücke sind aber bei den Munitionssammlern nicht zu finden. Auch aus dem Gesichtspunkt der Versorgung etc etc scheint mir die Angelegengheit etwas windig.


DumDum-Munition gabs ja auch nicht auf dem Versorgungsweg...die wurden wenn von der Truppe hergestellt.

Auf deutscher Seite kam des öfteren auch die "Beobachtungspatrone" zum Einsatz, eine Sprengpatrone. Deren Einsatz auch nich legal war, die Russen setzten sie ja auch ein.

Gast


5.3.04 11:50:20
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Wie schon erwähnt:

"Die Engländer haben in diesen Abschnitt eine Munition verwendet, die Handgroße Löcher aufwiesen .Das bedeutete ,fast jeder der getroffen wurde,war sofort tot.
"

Die Engländer haben angeblich ... und wenn schon? Gibt der SS noch lange nicht das Recht ein Massaker anzurichten. Ganz einfach. Was ist daran so schwer nachzuvollziehen?

Grüße

Sturm


5.3.04 14:30:26
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Hallo Gast ,

die Engländer haben !(Nicht angeblich )eine andere Munition
verwendet .Ich stimme Dir zu,es gibt nimanden das Recht, dafür Gefangene zu erschießen .Aber hier haben wir wieder das Vorurteil -SS- Massacker ! Weil einer (Knöchelein ), dafür
nach 45 zum Tode verurteilt, den Befehl gegeben hat,wird gleich die gesammte SS niedergemacht.Mehr als eine Millonen
haben in der Waffen-SS gedient ,davon sind über Dreihunderttausend gefallen .Alle haben damals gedacht,daß sie es richtig machen .Mindestens ein Drittel davon kamen aus anderen Ländern und haben für Deutschland gekämpft bzw.
ihr Leben geopfert.Unter welchen Bedingungen sie z.B. in Rußland gekämpft haben ,ist heute unvorstellbar.

Also nicht alle über einen Kamm scheeren !

Es gab auch genügend Grausamme Verbrechen an SS ,Wehrmacht
und der Deutschen Bevölkerung .

Tschüss Wolle.

Axel43


5.3.04 16:46:28
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...da sitzen also die Tommies, und die GIs, und die Krauts/Fritzen, und die Iwans (was mit den Franzmännern ?!)nur so herum und feilen aus lauter Langeweile die Spitzen ihrer Patronen ab...tausende und abertausende, darf man wohl annehmen ?

Verlorene Siege


5.3.04 19:46:45
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Hi


In Charles W. Sydnor Jr.´s Buch " Soldaten des Todes"
steht,nachdem den Briten die Munition ausgegangen ist,haben sie die weiße Fahne gehisst und die Waffen weggeworfen.Danach sei es zu diesem Massaker gekommen.
Ich gehe davon aus,da die Briten starken Widerstand geleistet haben und eine Reihe von SS Soldaten dabei ums Leben gekommen sind war das vielleicht ein Akt der Frustration.Ich meine es waren "kampfbedingte Umstände"die diese Greultaten verursacht haben.
Interessant ist auch,dass die T.Div. an diesem 27. Mai
155 Tote,483 Verwundete und 53 Vermißte zu beklagen hatte.
Das sind sehr hohe Verluste,selbst für die T.Div..
Hier wird glaube ich deutlich welcher Frust sich aufgebaut haben könnte.


Mfg

Germania


6.3.04 11:21:24
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Gepostet von Verlorene Siege
Hi


In Charles W. Sydnor Jr.´s Buch " Soldaten des Todes"
steht,nachdem den Briten die Munition ausgegangen ist,haben sie die weiße Fahne gehisst und die Waffen weggeworfen.Danach sei es zu diesem Massaker gekommen.
Ich gehe davon aus,da die Briten starken Widerstand geleistet haben und eine Reihe von SS Soldaten dabei ums Leben gekommen sind war das vielleicht ein Akt der Frustration.Ich meine es waren "kampfbedingte Umstände"die diese Greultaten verursacht haben.
Interessant ist auch,dass die T.Div. an diesem 27. Mai
155 Tote,483 Verwundete und 53 Vermißte zu beklagen hatte.
Das sind sehr hohe Verluste,selbst für die T.Div..
Hier wird glaube ich deutlich welcher Frust sich aufgebaut haben könnte.


Mfg


Syndor ist nicht unbedingt eine glaubwürdig Quelle schon gar keine Instanz!

Germania


6.3.04 11:23:01
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Gepostet von Ronny22
Gepostet von Tobias
Es wurde von der verteidigung aber auch der begriff mis-using a flag of truce genannt. Das ist mir nicht klar was das bedeuten sollte. Heißt es das die weiße fahne gehißt worden ist und dann trotzdem weiter gefeuert worden ist? (oft vorgekommen im westen)




Aber auf die Aussagen eines Totenkopf-Mannes würde ich mich nicht vollkommen verlassen. Die Totenkopf war leider besonders anfällig für Übergriffe auf Gefangene, wenn man berücksichtigt aus welchem Hintergrund die Division stammt, besonders zu Anfang des Krieges.


Wem wenn nicht Zeitzeug willst du sonst glauben? Wieso war die Totenkopf besonders anfällig für Übergriffe auf Gefangene? Das Argument ist meines erachtens nicht haltbar!

Verlorene Siege


6.3.04 12:46:48
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Hi

Das ist ja interessant.

Würde mich doch mal interessieren worauf du diese Behauptung stützt.
Er führt zu einem großen Teil Primär Quellen auf!
Zum Thema Le Paradis kann er zwar nur auf sekundär Litaratur verweisen,wie "The Vengeance von Pooley",der ja einer der beiden Überlebenden dieses Massakers war.
Halte das also schon für eine glaubwürdige Quelle,vielleicht strittig dieses Thema,doch der Rest des Buches besticht zum größten Teil durch gute und deckende Quellenangaben.

Mfg

Popski


6.3.04 14:44:26
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Wolle (alias Sturm) schrieb u.a.:

" ... die Engländer haben !(Nicht angeblich )eine andere Munition verwendet .Ich stimme Dir zu,es gibt nimanden das Recht, dafür Gefangene zu erschießen."

Dann ist ja alles klar. Um mehr geht es mir ja nicht. Egal wie man es dreht und wendet, es war Unrecht. Wobei, könntest Du mir Beweise dafür liefern, dass die Briten "andere Munition" benutzen haben?

"Aber hier haben wir wieder das Vorurteil -SS- Massacker!"

Nicht "Vorurteil", sondern eine "Urteil" darüber das es ein solches war.

"Weil einer (Knöchelein ), dafür nach 45 zum Tode verurteilt, den Befehl gegeben hat,wird gleich die gesammte SS niedergemacht."

Kein vernünftiger Mensch behauptet oder schreibt, dass wg. z.B. Le Paradis "die gesamte SS" niedergemacht werden müsse, sie alle Verbrecher etc. wären. Die Gesamtheit der verbrecherischen Taten belastet das Ansehen der Waffen-SS. Nicht eine einzelne Tat. Ganz einfach. Ich kenne auch keinen vernünftigen Menschen der auch behauptet "alle" Waffen-SS Angehörigen (auch nicht unter den Veteranen auf z.B. allierter Seite!) wären Verbrecher. Dies schließt sich z.B. aus, wenn man in Arnheim es erlebt hat (leider nicht mehr lange) sich britische Paras und Waffen-SS Angehröige die Hand geben, zusammen den Gefallennen gedenken, feuchte Augen bekommen, sich gegenseitig Ihre Familien und Nachkommen vorstellen ... und zum Schluß sich gegenseitig ein, zwei ... Bier ausgeben.

"Mehr als eine Millonen haben in der Waffen-SS gedient ,davon sind über Dreihunderttausend gefallen .Alle haben damals gedacht,daß sie es richtig machen."

Einigen wir uns auf die "meißten." Man tut sich keinen Gefallen mit Pauschalierungen.

"Mindestens ein Drittel davon kamen aus anderen Ländern und haben für Deutschland gekämpft bzw. ihr Leben geopfert.Unter welchen Bedingungen sie z.B. in Rußland gekämpft haben ,ist heute unvorstellbar."

Sagt nur was aus? Die Sept.11 Al-Qaida Killer (nur beispielhaft) "kämpften" und opferten auch ihr Leben. Und "dachten" nicht nur sie machen es "richtig", sondern "wissen" es aus ihrem tiefen Glauben heraus, eben "wahre Gläubige." Die Tat und Opfergang als solcher beweist grundsätzlich zuerst ... nix.

"Es gab auch genügend Grausamme Verbrechen an SS ,Wehrmacht
und der Deutschen Bevölkerung."

Was widerum kein vernünftiger Mensch bstreitet. Aber wieder ... was beweist das? Spricht es einen Verbrecher frei, das andere Verbrechen begegehen? Keinesfalls.

Grüße

Germania


6.3.04 19:10:21
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Gepostet von Popski
Wolle (alias Sturm) schrieb u.a.:

" ... die Engländer haben !(Nicht angeblich )eine andere Munition verwendet .Ich stimme Dir zu,es gibt nimanden das Recht, dafür Gefangene zu erschießen."

Dann ist ja alles klar. Um mehr geht es mir ja nicht. Egal wie man es dreht und wendet, es war Unrecht. Wobei, könntest Du mir Beweise dafür liefern, dass die Briten "andere Munition" benutzen haben?

"Aber hier haben wir wieder das Vorurteil -SS- Massacker!"

Nicht "Vorurteil", sondern eine "Urteil" darüber das es ein solches war.

"Weil einer (Knöchelein ), dafür nach 45 zum Tode verurteilt, den Befehl gegeben hat,wird gleich die gesammte SS niedergemacht."

Kein vernünftiger Mensch behauptet oder schreibt, dass wg. z.B. Le Paradis "die gesamte SS" niedergemacht werden müsse, sie alle Verbrecher etc. wären. Die Gesamtheit der verbrecherischen Taten belastet das Ansehen der Waffen-SS. Nicht eine einzelne Tat. Ganz einfach. Ich kenne auch keinen vernünftigen Menschen der auch behauptet "alle" Waffen-SS Angehörigen (auch nicht unter den Veteranen auf z.B. allierter Seite!) wären Verbrecher. Dies schließt sich z.B. aus, wenn man in Arnheim es erlebt hat (leider nicht mehr lange) sich britische Paras und Waffen-SS Angehröige die Hand geben, zusammen den Gefallennen gedenken, feuchte Augen bekommen, sich gegenseitig Ihre Familien und Nachkommen vorstellen ... und zum Schluß sich gegenseitig ein, zwei ... Bier ausgeben.

"Mehr als eine Millonen haben in der Waffen-SS gedient ,davon sind über Dreihunderttausend gefallen .Alle haben damals gedacht,daß sie es richtig machen."

Einigen wir uns auf die "meißten." Man tut sich keinen Gefallen mit Pauschalierungen.

"Mindestens ein Drittel davon kamen aus anderen Ländern und haben für Deutschland gekämpft bzw. ihr Leben geopfert.Unter welchen Bedingungen sie z.B. in Rußland gekämpft haben ,ist heute unvorstellbar."

Sagt nur was aus? Die Sept.11 Al-Qaida Killer (nur beispielhaft) "kämpften" und opferten auch ihr Leben. Und "dachten" nicht nur sie machen es "richtig", sondern "wissen" es aus ihrem tiefen Glauben heraus, eben "wahre Gläubige." Die Tat und Opfergang als solcher beweist grundsätzlich zuerst ... nix.

"Es gab auch genügend Grausamme Verbrechen an SS ,Wehrmacht
und der Deutschen Bevölkerung."

Was widerum kein vernünftiger Mensch bstreitet. Aber wieder ... was beweist das? Spricht es einen Verbrecher frei, das andere Verbrechen begegehen? Keinesfalls.

Grüße


Es spricht einen Verbrechern nicht frei das andere Verbrechen begehen, aber sollte man es eben auch in Feld führen, führen dürfen und gegeneinander aufwiegen können! Und das ist eben nicht immer oder selten der Fall!

Ronny22


8.3.04 11:59:39
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Gepostet von Germania
Gepostet von Ronny22

Aber auf die Aussagen eines Totenkopf-Mannes würde ich mich nicht vollkommen verlassen. Die Totenkopf war leider besonders anfällig für Übergriffe auf Gefangene, wenn man berücksichtigt aus welchem Hintergrund die Division stammt, besonders zu Anfang des Krieges.


Wem wenn nicht Zeitzeug willst du sonst glauben? Wieso war die Totenkopf besonders anfällig für Übergriffe auf Gefangene? Das Argument ist meines erachtens nicht haltbar!


Zeitzeuge ja...aber bitte kein Beteiligter, der versucht seine eigene Vergangenheit zu schönigen.
Verbrechen haben immer die anderen begangen...
Und wenn von ehem. Totenkopf-Soldaten Rechtfertigungen ins Feld geführt werden sind deren Aussagen für mich nicht glaubhaft, da sie parteiisch sind.
Hättest du mein Zitat vollständig genutzt dann wäre Dir auch der Sinn hinter meiner Aussage nicht verborgen geblieben... :Schulter: nochmal der Vollständigkeit halber...

Gepostet von Ronny22
Aber auf die Aussagen eines Totenkopf-Mannes würde ich mich nicht vollkommen verlassen. Die Totenkopf war leider besonders anfällig für Übergriffe auf Gefangene, wenn man berücksichtigt aus welchem Hintergrund die Division stammt, besonders zu Anfang des Krieges.


Die T-Division wurde aus den Totenkopfstandarten gebildet und gerade zum Anfang des Krieges dienten dort kaum andere SS-Männer oder gar Gezogene. Also überzeugte Nationalsozialisten...geprägt durch Eike...

[ Editiert von Ronny22 am: 08.03.2004 12:03 ]

Ronny22


8.3.04 12:08:54
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Gepostet von Germania
Es spricht einen Verbrechern nicht frei das andere Verbrechen begehen, aber sollte man es eben auch in Feld führen, führen dürfen und gegeneinander aufwiegen können! Und das ist eben nicht immer oder selten der Fall!


Sorry, aber man kann kein Verbrechen gegen ein anderes aufwiegen. Und wenn die SS ein Verbrechen verübt hat kann man es nicht damit aufwiegen das die anderen auch eins verübt hätten.

Der Antrieb bei solchen Massakern war selten Rache für ein Verbrechen sondern Befehl und Überzeugung. Allierte Verbrechen folgten meist als Reaktion vorausgeganger deutscher Verbrechen.

Und nochmal zur Erinnerung, wir reden hier über ein Massaker verübt im Jahre 1940...da gab es noch nichts zu rächen oder aufzuwiegen.

Und unsaubere Kampfmethoden rechtfertigen keinesfalls die Erschiessung...

Will hier jemand mal wieder nicht wahrhaben wer den Krieg begonnen hat und das wir dabei ne Menge Schuld auf uns geladen haben... :tzzzz:

Verlorene Siege


9.3.04 15:57:06
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Hi

Würde mich doch mal interessieren worauf du diese Behauptung stützt.[/quote]

Germania diese Frage war eindeutig an dich gerichtet,ich kann nur annehmen du hast meinen Post nicht gelesen,darum wiederhole ich meine Frage und weise für den restlichen Text auf meinen vorigen Post zurück.

Mfg

Gast


9.3.04 16:18:15
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Gepostet von Ronny22
Gepostet von Germania
Gepostet von Ronny22

Aber auf die Aussagen eines Totenkopf-Mannes würde ich mich nicht vollkommen verlassen. Die Totenkopf war leider besonders anfällig für Übergriffe auf Gefangene, wenn man berücksichtigt aus welchem Hintergrund die Division stammt, besonders zu Anfang des Krieges.


Wem wenn nicht Zeitzeug willst du sonst glauben? Wieso war die Totenkopf besonders anfällig für Übergriffe auf Gefangene? Das Argument ist meines erachtens nicht haltbar!


Zeitzeuge ja...aber bitte kein Beteiligter, der versucht seine eigene Vergangenheit zu schönigen.
Verbrechen haben immer die anderen begangen...
Und wenn von ehem. Totenkopf-Soldaten Rechtfertigungen ins Feld geführt werden sind deren Aussagen für mich nicht glaubhaft, da sie parteiisch sind.
Hättest du mein Zitat vollständig genutzt dann wäre Dir auch der Sinn hinter meiner Aussage nicht verborgen geblieben... :Schulter: nochmal der Vollständigkeit halber...

Gepostet von Ronny22
Aber auf die Aussagen eines Totenkopf-Mannes würde ich mich nicht vollkommen verlassen. Die Totenkopf war leider besonders anfällig für Übergriffe auf Gefangene, wenn man berücksichtigt aus welchem Hintergrund die Division stammt, besonders zu Anfang des Krieges.


Die T-Division wurde aus den Totenkopfstandarten gebildet und gerade zum Anfang des Krieges dienten dort kaum andere SS-Männer oder gar Gezogene. Also überzeugte Nationalsozialisten...geprägt durch Eike...

[ Editiert von Ronny22 am: 08.03.2004 12:03 ]


Ich empfehle dir einmal das Buch "Wie ein Fels im Meer" zur Entstehung der T-Division aber das ist von einem Zeitzeugen geschrieben und auch noch von einen beteiligten also wohl für dich eher nicht glaubwürdig.:tzzzz:

Sturm


9.3.04 20:23:53
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Hallo ,
noch ein Zeuge ,mit 15. Jahren der jüngste Soldat der Waffen -SS .Herbert Brunnegger.Auch von Anfang an dabei,
Totenkopf-Division .Auch nicht Glaubwürdig ?
Dann Bitte bei Amazon die Beurteilung über das Buch lesen !

"Saat in den Sturm ".Eines meiner,für MICH ,besten Bücher.

Gruß Wolle.

Petronelli


29.7.04 09:59:47
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Hallo,
zu dem Vorfall kann ich leider nicht viel sagen, obwohl ich auch Saat in den Sturm gelesen habe!
Ist Euch mal aufgefallen, dass es zu jedem Scheiß immer irgendwo einen Überlebenden oder einen Augezeugen gibt?
Da ist immer die Frage: Wann kam er dazu? Kann er die Lage wirklich beurteilen? Aussagen von Waffen-SS und auch die von Zivilisten sind immer subjektiv einzuschätzen und damit fraglich, vor allem wenn die Prozesse 10 Jahre später laufen!
Wisst Ihr noch alle Einzelheiten eines beliebigens Geburtstages oder Weihnachtsfestes bei Euch zu Hause, wenn es länger als 5 Jahre zurückliegt?
Zum Thema Explosivgeschosse:
Hat jemand von Euch mal Schußwunden aus den Weltkriegen gesehen? Ist jemand von Euch Jäger?
Ein solches Geschoß kann unterhalb 300m Kampfentfernung die tollsten Kapriolen im Körper schlagen!
Es gibt Fotos von aufgeplatzen Unterschenkeln, man denkt die wären von Innen raus aufgeplatzt! Liegt daran, dass das Gewebe zu 75% aus Wasser besteht! Wasser ist inkompressibel und gibt nicht nach bei schockartiger Belastung (Bauchklatscher vom Sprungbrett----Aua)
Die Energie einer einschlagenden Kugel verteilt sich sofort Schockwellenartig im Gewebe! Da gibt es Bilder...Mahlzeit!
Vielleicht glaubte man aufgrund solcher Wunden nur, man hätte Sprenggeschosse eingesetzt?
Zum Thema Spezialmunition:
Mein Vater war Pionier und berichtet mir einmal dass die Deutschen Granaten mit flüssiger Luft eingesetzt haben!
Beim Aufschlag erzeugen sie in einigem Umkreis einen hohen Überdruck, Betroffene sterben an Lungenrissen!
Der sowjetischen Drohung mit Gas zu kontern veranlasste die Wehrmacht die Sache einzustellen!
(Hat jemand noch mehr Infos zu dieser Munition?)
Gruß
Peter

~Rainer


31.7.04 01:14:10
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Hallo Peter,
diese sogenannten oder auch "Pressluftgranaten" haben nicht existiert. Es waren normale Nebelwerfer im Kaliber 35 cm, die diese tödlichen Verletzungen verursachten.
Gruss
Rainer

waldi44


31.7.04 10:34:49
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Aber die Gerüchte darüber halten sich hartnäckig. Hab's damals auch so gehört, das mit den Pressluftgranaten....
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