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Grösste Niederlage der Waffen-SS in Budapest?

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AutorBeitrag

Jens


24.3.04 16:57:15
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Hallo!

Stimmt es, das es in Budapest die Waffen-SS die größte Niederlage hinnehmen mußte? Dort sollen 17.000 SS Leute nicht mehr zurückgekommen sein. Weiß jemand mehr darüber?

Danke Jens

Westwall


25.3.04 22:55:36
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Ob man hier auf Grund der gefallenen SS-Soldaten von der größten Niederlage der Waffen-SS sprechen kann ist fraglich, jedenfalls wurden in Budapest 2 SS-Divisionen völlig aufgerieben.
Zudem werden es im Zusammenhang des Unternehmen „Frühlingserwachen“ der 6.SS-Panzerarmee, der Entsatzangriff auf die ungarische Hauptstadt mehr Tode SS-Soldaten gewesen sein als 17000.

Ronny22


26.3.04 01:27:53
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Gepostet von Westwall
...jedenfalls wurden in Budapest 2 SS-Divisionen völlig aufgerieben


Waren das die beiden SS-Kavalleriedivisionen, "Maria Theresa" und "Florian Geyer"???

Westwall


26.3.04 02:13:56
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Genau diese beiden !

Balsi


26.3.04 10:41:04
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also ich hab mal irgendwo gelesen.. weiss echt nicht mehr wo.. das Budapest als Garant dafür stehen soll das der Mythos der Waffen-SS hier unterging... wenn ich mich nciht irre sollen hier hohe Offiziere die Ärmelbänder "AH" angerissen haben.. war doch Budapest oder?

Blanker Hans


26.3.04 17:30:40
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Moin,

das mit den Verlusten bei Budapest ist ja wirklich interessant! Kann jemand die Gründe dafür erläutern? Haben die einfach bis zum sprichwörtlichen letzten Mann gegen eine erhebliche Übermacht gekämpft, oder wo lagen die Ursachen?

Tobias


26.3.04 19:31:41
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Gepostet von Balsi
wenn ich mich nciht irre sollen hier hohe Offiziere die Ärmelbänder "AH" angerissen haben.. war doch Budapest oder?


Du meinst wohl abgerissen oder ? Hitler hatte befohlen, daß die teile, die unter sepp dietrichs befehl standen, dieses ärmelband nicht mehr tragen durfte. Dietrich selbst hat diesen befehl aber nicht weitergeben. Oder war das erst nach der kampflosen aufgabe von wien? Ich glaube ich bringe da jetzt was durcheinander!

waldi44


26.3.04 19:44:17
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Stimmt schon, das mit den Armbinden, aber das stand nicht direkt mit dem Fall von Budapest zusammen, sondern mit dem Scheitern der Operation "Frühlingserwachen", die aber wiederum eine Folge des Falls von Budapest warSmiley mit verdrehten Augen!
Diese Offensive dauerte ganze zehn Tage und was die hohen Verluste angeht, so kann man sagen: Waren eben auch viele SS Einheiten dort ;)!

Ronny22


26.3.04 20:31:26
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Hab das auch mal gelesen, aber entweder verwechsle ich das jetzt aber ich bin mir nicht mehr sicher ob es die Ärmelbänder oder ihre Orden waren...

Ich meine mich zu erinnern das die Offiziere ihre Orden abnahmen und in einen Stahlhelm warfen und dieser zu Hitler geschickt wurde/werden sollte...

Hitler war wohl ausser sich wegen dem scheitern der Offensive und die Offiziere hielten eben ihre großen Verluste dagegen, die ein Beweis der Tapferkeit ihrer Männer darstellte...

Und die hohen Verluste hängen damit zusammen das Budapest eingeschlossen war...und die Reste der beiden Kavalleriedivisionen beim Ausbruchsversuch fast vollkommen aufgerieben wurden.

waldi44


26.3.04 21:25:38
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Naja, etwas Legende muss sein:D! Das mit den Ärmelstreifen stimmt aber, nur dass Sepp Dietrich diesen Befehl Hitlers, an seine Männer NICHT weiterleitete.
Im Grunde kann man dass als EINE Schlacht bezeichnen, die Verteidigung Budapest's und die unmittelbar folgende Offensive, bei der übrigens wieder ein Verbündeter "absprang"- die Ungarn!

Kampffeldforscher


8.4.04 18:03:41
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Hallo, und sorry, dass ich erst jetzt dazu komme, aber ich war in Ungarn.

Also, eins möchte ich hier klar stellen. Obwohl die Ungarn gerne den Krieg beendet hätten, kämpften die "ungarische Verbündete" bis zum 9.Mai weiter. Die versprengte ung. 3. Armee und einheiten der ung.Waffen SS waren immer treu !
Ich muß zugeben, dass Anfang Oktober (16-17. Okt.) eine komunistische Regierung (unt. russ. Einfluss)in Debrecen unter Oberst Vörös gegründet wurde, doch diese wurde nie akzeptiert. Es gab sogar ein Arbeiter-Aufstand in Miskolc nach dem die Russen schon vor der Stadt standen, doch die Mehrheit stand hinter die deutsche "Besatzung" .
Viele Soldaten desertierten- stimmt, aber wieso ? Die meiste deutsche Einheiten waren 1000 mal besser ausgerüstet und mit der verpflegung sah genau so aus. Ich spreche aus Erfahrung,denn wir sehen es oft in den Schützengräben. Die deutschen haben dutzend weise Konserve (sogar Schmelzkäse !)
gehabt und die ungarn bekamen nur "Forstschutzsalben" !
Was erwartet man ? Die Leute waren einfach hungrig, krank und ständig wurden die in die erste Linien geschoben, worüber gerne nicht gesprochen wird !!!!
Oft lese ich in alte Divisionsgeschichten, dass die deutsche Offiziere die ung. Einheiten als feige bezeichnen oder sogar als Verräter. Die einfache deutsche Soldaten aber wusten was vorne in den Schützengraben mit ihren ung. Kamaraden geschah. Sie sprechen von tapfere Männer, die nur die Verteidigung des Heimats vor die Augen hilten.
Einfache soldaten wussten ganz genau, dass die Russen keine unterschiede machen zwischen deutsche "nemec faschist" oder ungarische " wengri faschist" Soldaten.
Und noch etwas.... in Meine Sicht war diese "Frühlingerwachen" eine absolut idiotische Entscheidung. Es war von vorne klar, wenn die Russen Budapest einnehmen, dann werden Sie ihre Kräfte sammeln und richtung Wien marschieren, dann wozu ist diese unnötige und idiotische Offensive Richtung Südost (Zwischen Plattensee und Velencersee). Statt die Linien verstärken und Reserven zu bilden, den man schnell einsetzen kann. ...Daran sieht man, dass Herr Hitler keine Ahnung hatte was in Ungarn los war. Er hatte nur eins in Schädel.. nichts...., denn es war schon längst entschieden wer hier etwas gewinnt !
Und dass schlimmste is, dass alle deutsche und ungarische Offiziere permanent über diese bevorstehende russische offensive sprachen. Sogar der Hauptstoßrichtung war eindeutig !

Zurück zu den Verlusten. Nach meine Vorschungsarbeiten vielen die meiste Soldaten nicht während der Offensive (Frühlingserwachen) sondern kurz danach. Am 16-17 März wurde der Div. Totenkopf fast aufgeriben. Diese Einheit stand nördlich von Stuhlweißenburg, wo die Russen zuerst die 2. ung. Panzerdiv. (diese Einheit stand ín der erste Linie!!!!) völlig vernichtet haben. Dann kamm die Div. Wiking. Diese kämpfte bis zum 21 März in Stuhlweißenburg und wurde auch aufgerieben. Die viele Massengräber, die wir vor Litér und Küngös fanden zeugen auch über die Butige verluste. Am 22.März verlor inerhalb 10 minuten der 12.SS (HJ) Pionierbat. von 4 Kompanien 2 bei Jásd ! Die zwiete Kompanie (über 120 Mann) wurde in einer Wassermühle niedergeschossen !
Es sind nur beispiele aber gut sichtbar wo die Einheiten wirklich verluste hatten.

Ich kann über Budapest nur sagen, dass die hier kämpfende Einheiten bis zum letzten Augenblick (Seite an Seite-Deutscher und Ungarn) kämpften. Mein Vater erläbte diese Blutige kämpfe als 10 jährige Junge.
Die Russen plünderten 3 Tage lang und zerstörten oder nahmen alles mit was sichtbar war. Mit langen Spiesen bohrten die Gartenerde durch um versteckte Lebensmittel zu entdecken.
100.000 Menschen (Soldaten und Ziviliste)waren auf dem Burg
zusammengeschlossen. Wenn jemand schon dort war kann die Verhältnisse gut vorstellen. So viele Leute auf so eine kleine Fläche. Als sie ausbrechen wollten waren die meisten schon zum T. verurteilt !
Wer ein SS uniform trug wurde sofort ohne Gnade erschossen.
In der 80-er Jahren fanden Bauarbeiter bei Renovirungsarbeiten in der Nähe der "Zahnradbahn" einen Massengrab- ca.500 deutsche und ungarische Soldaten wurde hier verschart. Wie viele Gräber gibt es noch ?
Ich möchte hier keine Vorwürfe machen, aber die ungarische Volk und mein Land musste 6 Monate den Krieg tragen ! Es ist eine Lange Zeit auch für die Zivilbevölkerung .

Ich könnte noch einiges erzählen und Literaturhinweise machen, doch ich möchte nur eins sagen:
Wenn jemand über die Geschichte diskutiren möchte, sollte eins nicht vergessen: Immer neutral und Sachlich bleiben !

Schöne Grüsse
Zoltán

waldi44


8.4.04 20:57:34
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Hein Mueck


9.4.04 14:06:25
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Budapest ist so eine Schmach für die Waffen SS, weil Sie da alles gab was noch ging und trotzdem verlor. Die Wehrmacht war nicht dabei und darum ist es den SSlern etwas peinlich.

So habe ich es letzt in etwa im TV gesehen.

unknown


9.4.04 17:07:02
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Yep, habs auch gesehen ein ehemaliger Soldat der Waffen SS sagte, das wenn etwas misslang man es gerne auf die Wehrmacht oder die verbündeten geschoben hat, aber dort galt das nicht Smiley mit verdrehten Augen
Ist vieleicht jetzt ne blöde Frage, aber warum misslang eigentlich der Entsatz von Budapest? waren die kräfte in dem Raum nicht eigentlich nahezu ausgeglichen?
:Schulter:

Hoover


9.4.04 18:15:58
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Von der theoretischen Zahl her vielleicht, aber wie sah es mit tatsächlichen Stärken aus?

Noch was zu den Ungarn: An der Aller (Niedersachsen) und in der Lünebrger Heide kämpften noch Mitte April ungarische Truppen auf deutscher Seite. Teilweise sehr tapfer und unter hohen Verlusten.

Kampffeldforscher


9.4.04 18:18:26
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Hallo,

diese sogenante "Entsatzversuch" sollte nur theoretisch stattfinden. Eine Belagerung zu sprengen hätten die Einheiten Herbet o.Gille nie schaffen können. Diese Operation, der unter d. Name "Konrad" lief sollte nur eine Verbindung schaffen zwischen die belagerten. Versorgung und Moralische Unterstützung für die Verteidiger. Die Umschliesung von Budapest war schon am 24. Dec. vollendet. Die d.-ung. Einheiten wurden auf einen halben Radius von 70km zurückgedrängt. Konrad 1 wurde am 1.Januar begonnen, und die russ. Belager haben zeit genung gehabbt die notwendigen Divisionen um die Stadt zu stellen. Die IV.SS Pz.Korps hat sich richtig mühe gegeben und hätte auch eine Verbindung schaffen können über den Pilis-gebirge, doch Herrn Hitler war der Vorstoss zu langsam. Angeblich war der Überaschungseffekt schon längst vorbei, doch diese Gebirge ist nicht nur für die SS-Einheiten waren schwer befahrbar. Die Russen haben ebenso wenig möglichkeiten gehabt in diese Gelände eine gute Abrigelung zu schaffen, denn der Trost war mit Budapest beschäftigt und die deutschen rückten täglich näher. Für gut ausgebaute Stellungen,nach dem die IV. Pz.Korps über 30 km Frontbreite wieder gewann, hätten sie nie Zeit gehabt. In diese gelände (vor Pilisszentkereszt kämpfend) wurden die "Wiking"-Leute von Hitler persönlich gestoppt. Die Südlösung lief an (Konrad3)was eigentlich nichts anderes war wie später "Frühlingerwachen". Doch am 18 Januar waren die Einheiten schnell umgruppiert (enorm viel Sprittverbrauch!)
und konnten wieder die Sovjets überraschen. Stuhlweßenburg wurde wieder genommen und der Krieg wurde um 3 Monaten in Ungarn verlängert.

Viele Historiker, (die gerne andere Büchern kopieren) fahren nie an die Einzelne Kampfstellen hin, um die Erreignisse zu überprüfen. Die Leute halten von uns Freizeithistoriker wenig, doch eins möchte ich wieder bemerken: Durch Abschreiben werden auch die Fehler weiter leben, und so "kämpfen" Einheiten oft 5 sogar 20 km von der wahre Stelle entfernt in unsere Geschichtsbüchern weiter.
Schriftsteller können fehler machen, doch abschreiben ist kein Kunst ! Die Geschichte überprüfen und ergänzen sollte man vor die Augen haben.

Gruß
Zoltán

Hitlerkaput


15.5.04 15:11:05
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Gepostet von Kampffeldforscher
Was erwartet man ? Die Leute waren einfach hungrig, krank und ständig wurden die in die erste Linien geschoben, worüber gerne nicht gesprochen wird !!!!

***gilt`s auch fuer Ungarn in hinteren Gebieten Russlands 41/42?

Einfache soldaten wussten ganz genau, dass die Russen keine unterschiede machen zwischen deutsche "nemec faschist" oder ungarische " wengri faschist" Soldaten.

***wirklich so?! bitte die Fakten! Bis 1948 waren fast alle ung. Kriegsgefangenen zu hause. Ich spreche da nicht davon, das sie die besseren Bedingungen in Lager bekommen (wie auch manche andere)

Ich kann über Budapest nur sagen, dass die hier kämpfende Einheiten bis zum letzten Augenblick (Seite an Seite-Deutscher und Ungarn) kämpften. Mein Vater erläbte diese Blutige kämpfe als 10 jährige Junge.
Die Russen plünderten 3 Tage lang und zerstörten oder nahmen alles mit was sichtbar war.

***na ja, die beruehmten Bruecken von Bp. auch... wissen Sie etwas davon, das es bei Russen verboten war, die Stadt mit schweren Bomben zu bombardieren? wissen Sie etwas davon, warum das Dom in Esztergom nicht zerstoehrt war und wer genau dieses Denkmal vor Zerstoehrung gerettet hatte? Ihr Vater wusste es natuerlich nicht.

Wer ein SS uniform trug wurde sofort ohne Gnade erschossen.

***und mit Recht, aber nicht immer.

In der 80-er Jahren fanden Bauarbeiter bei Renovirungsarbeiten in der Nähe der "Zahnradbahn" einen Massengrab- ca.500 deutsche und ungarische Soldaten wurde hier verschart. Wie viele Gräber gibt es noch ?

***fuer Ungarn war es noch 1944 klar, wie auch fuer Rumaenien, - womit das alles endet. Sie sprechen hier aber nichts davon, wie sich die beiden danach strebten, aus dem Krieg auszugehen und bessere Bedingungen vom Stalin zu bekommen (Transilvania-Frage). Und das Ungarn bei Hitler geblieben war, da spielte Kameradenschaft keine Rolle.

Ich möchte hier keine Vorwürfe machen, aber die ungarische Volk und mein Land musste 6 Monate den Krieg tragen ! Es ist eine Lange Zeit auch für die Zivilbevölkerung .

***widerum mit Recht, das Krieg bagann nicht 1944 oder 1945

Wenn jemand über die Geschichte diskutiren möchte, sollte eins nicht vergessen: Immer neutral und Sachlich bleiben !

***genau so, Respekt

The Real Blaze


15.5.04 15:51:07
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Und noch etwas.... in Meine Sicht war diese "Frühlingerwachen" eine absolut idiotische Entscheidung. Es war von vorne klar, wenn die Russen Budapest einnehmen, dann werden Sie ihre Kräfte sammeln und richtung Wien marschieren, dann wozu ist diese unnötige und idiotische Offensive Richtung Südost (Zwischen Plattensee und Velencersee
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Nein so idiotisch war sie nicht, sie war nur ein letzter Versuch, Hitlers katastrophale Endsiegsstrategie umzusetzen.Hauptsächlich ging es nicht nur um Budapest, sondern um das westungarische Erdöl für die deutsche Kriegswirtschaft. Ohne Sprit rollt kein Panzer mehr und das rumänische mußte man schon abschreiben.
Tatsächlich überraschte das Unternehmen Frühlingserwachen die Russen und erwischte sie auf dem falschen Fuß. Und das obwohl Dietrich den Angriffsbefehl wegen der Witterungslage (Tauwetter,moorastiger Grund,schlecht für Panzer)kritisierte.Stalin mußte wiedermal tief in seinem fast leeren Reserveressort(Gardeschützendivision) greifen,um den deutschen Angriff zu stopen.Auf deutscher Seite war nicht mehr drin,weil die zum Ende hin glücklose Ardennenoffensive die Panzerwaffe ausbluten lies.
Es hätten wesentlich bessere Erfolge erzielt werden können, wenn man den vorhandenen Kräften machbare Aufgaben gestellt hätte.In den Ardennen keinen Stoß zur Maas versucht sondern nur sichelförmig einen frontnahen Raum ausgeräumt hätte.Die Panzerwaffe wäre so nicht ausgeblutet worden und in Ungarn wären erheblich mehr Kräfte vorhanden gewesen.Objektives Kräftehaushalten wäre angesagt gewesen. Nur eine objektive Kriegslage erfuhr Hitler zum Kriegsende nicht mehr. Er handierte mit nicht mehr existenden Einheiten herum und die Frontlage war meist von vorgestern.

Frage: Welche Rolle spielten die Pfeilkreuzler bei der Verdeitigung Budapests?

The Real Blaze

Hitlerkaput


15.5.04 16:28:01
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Gepostet von The Real Blaze

Hauptsächlich ging es nicht nur um Budapest, sondern um das westungarische Erdöl für die deutsche Kriegswirtschaft. Ohne Sprit rollt kein Panzer mehr und das rumänische mußte man schon abschreiben.

***welche Rolle spielte es damals fuer deutsche Kriegswirtschaft?

Auf deutscher Seite war nicht mehr drin,weil die zum Ende hin glücklose Ardennenoffensive die Panzerwaffe ausbluten lies.

***wieviel Panzer gab es in Ardennen und im Balatonschlacht auf deutscher Seite?

Kampffeldforscher


17.5.04 21:55:25
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Hallo Herr „Hitlerkaput“,

Sie haben vermutlich mein Beitrag falsch verstande. Ich möchte nicht die Tatsachen schön machen, sonder die Ereignisse, besser gesagt die deutsch-ungarische Beziehung während die Kämpfe in Ungarn darzustellen. Was möchten sie Beweisen? Welchen Standpunkt vertreten Sie? Können Sie auch Sachlich bleiben, oder nur auf einen „Level“ kommunizieren, den man als „gebalte Ladung“ bezeichnen kann ?


Zurück zum Thema:


Gepostet von Kampffeldforscher
Was erwartet man ? Die Leute waren einfach hungrig, krank und ständig wurden die in die erste Linien geschoben, worüber gerne nicht gesprochen wird !!!!

***gilt`s auch fuer Ungarn in hinteren Gebieten Russlands 41/42?

Antwort:
1941-42, oder die „Eroberung Russlands“ stand nicht zum Diskusion. Welche Einheiten wie gut im Jahre 1941-42 verpflegt waren kann ich nicht beurteilen.Wir reden hier über die Belagerung von Budapest und die letze Kämpfe in Ungarn.

Gepostet von Kampffeldforscher
Einfache soldaten wussten ganz genau, dass die Russen keine unterschiede machen zwischen deutsche "nemec faschist" oder ungarische " wengri faschist" Soldaten.

***wirklich so?! bitte die Fakten! Bis 1948 waren fast alle ung. Kriegsgefangenen zu hause. Ich spreche da nicht davon, das sie die besseren Bedingungen in Lager bekommen (wie auch manche andere)

Antwort:
Wir sind immer noch bei der Belagerung von Budapest, und nicht was danach war. ...aber wenn wir schon soweit sind; Marschall Malinowski hat 100.000 Gefangene gemeldet nach der Eroberung, ....doch so viele? Nur Leider gab es so viele nicht. Die meisten waren davon Zivilisten, die zum „malenkij robot“-kleine Arbeit- nach Russland verschleppt worden sind. Mein Onkel wurde mit 15 mitgenommen und kamm ers nach 6 Jahren zurück. Rechnen wir geschwind: 1945+6 sind 1951...doch nicht 1948.
...aber das sind nur Einzelbeispiele, die man nicht Verallgemeinen darf....
Nur eine Frage habe ich; Wissen Sie wie viele Menschen nach dem Krieg zwische 1945 und 1956 zum Tode verurteilt worden sind, wegen Hochverrat ? ...

Gepostet von Kampffeldforscher
Die Russen plünderten 3 Tage lang und zerstörten oder nahmen alles mit was sichtbar war.

***na ja, die beruehmten Bruecken von Bp. auch... wissen Sie etwas davon, das es bei Russen verboten war, die Stadt mit schweren Bomben zu bombardieren? wissen Sie etwas davon, warum das Dom in Esztergom nicht zerstoehrt war und wer genau dieses Denkmal vor Zerstoehrung gerettet hatte? Ihr Vater wusste es natuerlich nicht.

Antwort:
Die Brücken wurden von den deutschen gesprenngt, obwohl Ivan von Hindy(Kom.General der ung.Verteidiger) mehrmals die Zerstörung verhindern wollte....doch leider war er nicht in der Lage irgend welche Entscheidungen zu treffen......übrigens ein Kireg ist immer mit Zerstörung verbunden.
das es bei Russen verboten war, die Stadt mit schweren Bomben zu bombardieren ....Darf ich Fragen wo Sie diese Behauptung „gefunden“ haben ?
Wissen Sie was ein Petljakow (Pe 2)-russ.Flugzeug transportieren kann?...max. 1,2t ...wahrscheinlich in „Schokoladen“ gemessen...übrigens haben die amerkanische Bomber ebenso Budapest erreicht, wie Wien oder Stuttgart....
Dass die Russen geplündert haben hat ein Grund:
Budapest wurde nicht eingenommen, sondern erobert !

Lassen wir mein Vater aus dem Spiel, den er und ich behaupte ebenso wenig, dass die russische Soldaten schlecht waren. Seine Füsse waren fast erfroren als die Kämpfe zu Ende waren. Eine russische Ärztin hat ihn Wochen lang gepflegt !

Gepostet von Kampffeldforscher
ca.500 deutsche und ungarische Soldaten wurde hier verschart. Wie viele Gräber gibt es noch ?

***fuer Ungarn war es noch 1944 klar, wie auch fuer Rumaenien, - womit das alles endet. Sie sprechen hier aber nichts davon, wie sich die beiden danach strebten, aus dem Krieg auszugehen und bessere Bedingungen vom Stalin zu bekommen (Transilvania-Frage). Und das Ungarn bei Hitler geblieben war, da spielte Kameradenschaft keine Rolle.

Antwort:
Ich rede nicht über politik, denn es stand nicht zu Debate. Die ursprüngliche Aussage war, dass die ungarische Soldaten bei der deutschen Heeresleitung einen schlechten „Ruf“ hatten. Ich schrieb und deutete damals darauf hin, dass die Kamaradschaft trotzedem, wenn auch nicht in jedem (politischen) Hinsicht, oft bis zum Tode bestand. Hier geht es um die einfache Menschen, die gewolt oder ungewolt Starben.
Mit mir brauchen Sie nicht darüber zu Steiten welche Politiker oder Diktator wann und wo welche Entscheidungen getroffen hat, oder hätte treffen sollen. Ich forsche nach militärhistorschen Ereignisse, die mit Augenzeugenberichten ergänzt werden.

Gepostet von Kampffeldforscher
Ich möchte hier keine Vorwürfe machen, aber die ungarische Volk und mein Land musste 6 Monate den Krieg tragen ! Es ist eine Lange Zeit auch für die Zivilbevölkerung .

***widerum mit Recht, das Krieg bagann nicht 1944 oder 1945

Antwort:
Wir reden immer noch von der Belagerunszeit und von den Kämpfe in Ungarn.
Mit diesem Satz wollte ich nur bekräftigen, dass „mein“ Land seinen Anteil an Leid und Zerstörung auch bekommen hat.

Gepostet von Kampffeldforscher

Wenn jemand über die Geschichte diskutiren möchte, sollte eins nicht vergessen: Immer neutral und Sachlich bleiben !

***genau so, Respekt

Antwort:
Ich bin nur ein einfacher Fernsehtechniker, der keine große Bildung hat...und es freut mich sehr, dass Sie meine Aussage „respektieren“
Tipp: Wenn sie nächste mal schreiben wählen Sie bitte einen anderen Name /anstat Hitlerkaput/ , dann werde ich es wissen, dass Sie auch „neutral und sachlichl“ die Dinge sehen können

Trotzem möchte ich mich bedanken,... denn es freut mich sehr, dass mein Bericht eine interessante Diskusion geworden ist.

Gruß aus Ungarn
Zoltán


Smiley mit Danke-Schild

Kampffeldforscher


17.5.04 21:57:33
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Hallo Real Blaze,

Gepostet von Kampffeldforscher
Und noch etwas.... in Meine Sicht war diese "Frühlingerwachen" eine absolut idiotische Entscheidung. Es war von vorne klar, wenn die Russen Budapest einnehmen, dann werden Sie ihre Kräfte sammeln und richtung Wien marschieren, dann wozu ist diese unnötige und idiotische Offensive Richtung Südost (Zwischen Plattensee und Velencersee)
Antwort:

Ich habe vergessen hier etwas deutlicher zu schreiben:

Es war „idiotisch“, denn Konrad 3 und Frühligserwachen haben den selben Richtung gehabt. Konrad 3 (18Januar45) war die sogenante Südlösung. Ein Durchstoßversuch zwischen Plattensee und Velence-see in Richtung Budapest. Fast 2 Monate später versuchten die Deutschen an der selben Stelle mit noch mehr „Kraft“ die Stellungen, die schon stark befestigt wurden, mit allem Gewalt durchzubrechen. (In der Ortschaft Dég(ca.10km südlich von Stuhlweißenburg) gibt es ein Denkmal für die gefallene Soldaten des I.Pz.Korps. Kurt Schmidt, ehemaliger Soldat der 1./12 SS.Pionierbat. hat dieser Denkmal gestiftet. Er hat mir vor 2 Jahren,- bevor er starb-,erzählt,dass die Minenfelder so dicht waren, dass sie inerhalb eine Stunde über 900 Miene entschärften.) Außerdem ist diese Gegend sehr Sumpfig und in den Märzwochen nützen die Panzer hier überhaupt nichts.
Stalin hate persönlich befohlen die Stellungen zu halten. Nach meines Wissen haben die hier Kämpfende russische Garden keine Unterstützung von anderen Einheiten bekommen.
...Und die Ölfelder liegen um die Stadt Nagykanizsa, was im Bereich der 2Pz.Armee war. Eine Entfernung in südwestlichen Richtung von ca.150km!

Frage: Welche Rolle spielten die Pfeilkreuzler bei der Verdeitigung Budapests?

Sie waren die neue Ordnungshüter und kümmerten sich um die Säuberung der Nation. Es gab Kampfgruppen, doch diese waren oft zusammengewürfelt in Alarmbataillonen. Die meisten von denen waren militärisch nicht ausgebildet. ...die Pfeilkreuzler waren „politisch“ unterwegs !
Nach einer Erzählung von meinem Bekannten Tibor Dietrich:
„..als 12 Jährige Junge habe ich die Belagherung erlebt. Mein Vater war bei der 22. SS.Kav.Div. Ende November konnte uns besuchen in Budaörs. Als er uns wieder verlassen musste, begleitete ich ihn bis zum Tor unser Mietkasserne. Dort standen zwei junge (ca.17-18 J.alt)Pfeilkreuzler und verprügelten unseren Nachbar, der Roma war. Er war immer nett zu uns und meine Eltern kannten ihn schon lange. Der Mann war am Boden und die Jungs traten ihm ständig mit den Füssen. Mein Vater nahm sein Koppelschloß und haute auf die Jungs, worauf sie abhauten. Sie schrien und drohten meinen Vater mit Vergeltung.......Nach dem Krieg war mein Vater im Gefangentschaft und als er wieder nach Hause kamm wurde er erneut festgenommen. Er wurde 1952 Angeklagt weil er damals SS Soldat war. Der alte Roma wurde von meiner Muter aufgesucht, und er entlastete mein Vater, worauf er nur 2 Jahre bekommen hat....“

Gruß
Zoltán
:)

The Real Blaze


17.5.04 22:35:17
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Danke für die Antwort, sehr informativ!

mfg The Real Blaze

Hitlerkaput


18.5.04 10:16:25
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Gepostet von Kampffeldforscher

...Gruß aus Ungarn
***Köszi, Zoli, nagyon szeretem az országát! :)

Antwort:
Wir sind immer noch bei der Belagerung von Budapest, und nicht was danach war. ...aber wenn wir schon soweit sind; Marschall Malinowski hat 100.000 Gefangene gemeldet nach der Eroberung, ....doch so viele? Nur Leider gab es so viele nicht. Die meisten waren davon Zivilisten, die zum „malenkij robot“-kleine Arbeit- nach Russland verschleppt worden sind.

***ist doch klar, sowas war auch immer mit den von Deutschen gefangenen Russen. Oder im Westen - mit den Amerikanern gefangenen Deutschen.

Mein Onkel wurde mit 15 mitgenommen und kamm ers nach 6 Jahren zurück. Rechnen wir geschwind: 1945+6 sind 1951...doch nicht 1948.

***und trotzdem, die Ungarn gingen unter ersten zurueck, meistens ab 1948.

Nur eine Frage habe ich; Wissen Sie wie viele Menschen nach dem Krieg zwische 1945 und 1956 zum Tode verurteilt worden sind, wegen Hochverrat ? ...

***ja, das weiss ich. Die Zeitrahmen aber wuerde ich konkretisieren.

das es bei Russen verboten war, die Stadt mit schweren Bomben zu bombardieren ... Darf ich Fragen wo Sie diese Behauptung „gefunden“ haben?

***ein eh. Pilot hat es mir erzaehlt. Nach dem Krieg stand sogar ein Denkmal den Nacht-Piloten (Po-2 od. U-2) naeher Parlament-Gebaeude (pesti oldalán)

Dass die Russen geplündert haben hat ein Grund:
Budapest wurde nicht eingenommen, sondern erobert !

***nach dem Ultimatum und nach dem Erschossen zwei Parlamenteure (jetzt wird diskutiert wie, wo und von wem).

Lassen wir mein Vater aus dem Spiel, den er und ich behaupte ebenso wenig, dass die russische Soldaten schlecht waren. Seine Füsse waren fast erfroren als die Kämpfe zu Ende waren. Eine russische Ärztin hat ihn Wochen lang gepflegt!

***eine ungarische Schriftstellerin (und Zeuge) hat mal sehr gut ueber Mentalitaet der Russen geschrieben, die als Eroberer ung/oder Befreiter kamen. Und/oder... - fuer manche Ungarn galt es als Eroberung, fuer die anderen - als Befreiung.

Tipp: Wenn sie nächste mal schreiben wählen Sie bitte einen anderen Name /anstat Hitlerkaput/ , dann werde ich es wissen, dass Sie auch „neutral und sachlichl“ die Dinge sehen können

***wieso? Neutral zu dieser Regime bin ich nicht. Sachlich ... ich versuche die Geschichte von beiden seiten und kritisch zu analisieren.

Richtschuetze


18.5.04 11:18:17
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Ich verstehe an der ganzen Offensive in Ungarn eines nicht,warum hat man die Reste der WaffenSS nicht nach Berlin gesendet!Es ist doch wichtiger die eigene Hauptstadt zu verteiligen als eine ich sage mal fremde!Was sollte der Mist! In Berlin hatte man in erster Linie nur Hitlerjungen/ Volkssturm sowie Polizei/Feuerwehr und was weiss ich noch! Hat da einer eine Erklärung?

Gruss

P.S lag da noch ein Gedanke bei den Ölfelder in Ploest(oder wie das geschrieben wird):Schulter:

waldi44


18.5.04 11:30:12
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Nein, wenn Öl, dann die ungarischen Ölfelder(wesentlich kleiner als die rumänischen, aber eben die letzten)!
Ausserdem glaube ich mal wo gelesen zu haben, dass man sich in Berlin nicht so sicher war, woher der Hauptschlag tatsächlich auf Berlin zielte und schlussendlich darf man nicht vergessen, dass Hitler in und um Berlin noch über reichlich Divisionen und sogar ganze Armeen verfügte- wenn auch nur auf dem Papier, aber das wusste er ja nicht(bzw wollte es nicht wahrhaben) und seine Militärst hatten sowieso nichts mehr zu melden!

Hitlerkaput


18.5.04 11:50:14
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Gepostet von Richtschuetze
Ich verstehe an der ganzen Offensive in Ungarn eines nicht,warum hat man die Reste der WaffenSS nicht nach Berlin gesendet!
***weil selbst die Haupstadt nicht immer eine wichtigere Rolle spielt

In Berlin hatte man in erster Linie nur Hitlerjungen/ Volkssturm sowie Polizei/Feuerwehr und was weiss ich noch!
***und was wissen Sie noch? Waa gab es da vor Berlin auf deutscher Seite? :)

Richtschuetze


18.5.04 12:23:45
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@Hitlerkaput ich verstehe nicht so ganz was Du meinst?Was für weitere Verbände?Natürlich auch Wehrmacht und WaffenSS ist klar aber ich meinte das,die Verteiliger so einen Verband wie die 6.SS Panzerarmee bestimmt nicht abgelehnt hätten!Und das ist mit Sicherheit allemal besser als auf diese von mir genannten "Hilfskräfte" zurück greifen zu müssen!

Gruss

P.S das hätte auf jedenfall etwas "Erleichterung"gebracht!wenn auch nur wenig!
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