Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Zwangsrekrutiert=Deserteure auf Ewig

zurück zur Themenübersicht
AutorBeitrag

Werne


20.6.04 16:05:32
Direktverweis
Hallo hab da eine Frage bezüglich der Zwangsrekrutierung
im Osten (su) ,wie hat man es geschafft, dass diese Leute
nicht den eigenen Truppen in den Rücken fallen oder im Gefecht desertieren und hat man diese ausgebildet oder sofort an die Front geschickt und verheizt?
und wie /womit wurden sie ausgestattet?


danke für Antworten

Balsi


20.6.04 16:09:50
Direktverweis
sprichst DU jetzt von sog. Osttruppen?

Man hatte gerade mit denen viele Probleme... siehe besonders Partisanenbekämpfung (Brigade Kaminski) ausgebildete Einheiten liefen bei Kampfhandlungen schnell zum feind über und waren besonders in den Augen der höheren Befehlshaber unzuverlässig...

Ronny22


21.6.04 16:06:02
Direktverweis
Die sogenannten Osttruppen waren oftmals mit Beutewaffen aus verschiedenen Ländern ausgerüstet.

Die baltischen SS-Einheiten hingegen meistens mit deutschen Waffen.

Bei den Balten war die Kampfmoral hoch, weil für sie die Russen der ausgesprochene Feind waren und sie von den Russen bei Gefangennahme wenig Gnade zu erwarten hatten. Umgedreht genauso...

Die Osttruppen wurden auf Grund ihrer Unzuverlässigkeit auch oft im Westen eingesetzt um sie nicht zum Überlaufen zu motivieren.
Bei der Invasion standen die Allierten zuerst oftmals Russen, Georgiern oder auch Polen gegenüber.

Tobias


21.6.04 16:29:13
Direktverweis
Wenn man den vielen truppengeschichten glauben schenken darf, hatte ja zumindestens jede kompanie "ihre russen". Diese waren den deutschen immer treu ergeben und auch von den deutschen akzeptiert. Warum sind diese überläufer nicht für den kampfeinsatz herangezogen worden, sondern immer nur für verpflegungseinsätze, sprich "hinten" beim troß? Obwohl sie mit den deutschen gehungert und gelitten haben, haben sie nie die volle deutsche uniform getragen, sondern immer nur teile davon! Gibt es dafür einen speziellen grund?

Ich meine aber nicht die ostvölker, die zu eigenen verbänden zusammengezogen worden sind, sondern nur diejenigen russen die direkt bei der deutschen truppe waren.
Falls dies aus meinen oberen sätzen nicht ganz hervorgegangen ist.

Ronny22


21.6.04 16:42:32
Direktverweis
@Tobias

Du meinst die HIWIS ("Hilfswillige") die bei der Truppe waren und alle Möglichen Arbeiten gemacht haben.

Stallbursche, Krankenträger, Sanitäter, Küchenjunge, Träger etc.

Klingt nach Sklaven-Status aber so wurden wieder deutsche Soldaten für die 1.Linie frei...

Aber es waren ja keine Sklaven!

Kampfeinheiten gab es aber auch und die trugen komplette deutsche Uniformen. Bei größeren Einheiten wie RONA oder Waffen-SS zusätlich noch Ärmel-Wappen etc.

[ Editiert von Ronny22 am: 21.06.2004 18:57 ]

Parabellum


21.6.04 17:25:10
Direktverweis
Klingt nach Sklaven-Status


Stimmt nicht so richtig. Viele wurden für ihre Verdienste auch ausgezeichnet.

Es gab während des 2.Weltkrieges ca. 200 000 Hiwis.

Das Verhältniss zwischen Hiwis und den den deutschen Soldaten war sehr gut.

waldi44


21.6.04 20:55:29
Direktverweis
Was eigentlich zählt man alles zu den Hilfswilligen? Die RONA Leute, die Kosacken, Kaminski und sein Haufen, die Ukrainer in den Lagern oder doch eher diejenigen, die halboffiziell eben mal das Essen holten, Granaten schleppten, den Landsern die Stiefel putzten und dafür Unterkunft, Kleidung und Verpflegung bekamen, aber wohl auf keiner Stärkelist auftauchten!

Parabellum


21.6.04 22:05:03
Direktverweis
Die Hiwis setzten sich zum Teil aus russischen Kriegsgefangenen, Zivilisten oder Überläufern zusammen. Kein Hiwi wurde zwangsrekrutiert.

Sie wurden am Anfang zum tragen von Munition oder Verwundetentransporten zugeteilt.
Später konnten sie Troßdienste tuen, brachten Verpflegung nach vorne, Verwundete nach hinten, fungierten als Dolmetscher, Fahrer und waren Pferde- und Wagenpfleger.

Zur üblichen deutschen Uniform ( ohne Hoheitsabzeichen ) trugen sie dunkelgrüne Kragenplatten von russischer Form mit einem weißen Mittelstreifen, außerdem dunkelgrüne Schulterklappen mit roter Umrandung und anden Mützen eine blau-rote Kokarde. Dienstgrade gab es dort auch.

Erichx


22.6.04 00:41:23
Direktverweis
Viele Panjewagen wurden samt Bauer zwangsweise eingezogen. Zuerst nur als Fuhrmänner, später bekamen die Gewehre in die Hand gedrückt.

Datcheffe


22.6.04 08:00:03
Direktverweis
Nun es war doch so, das die Hiwies, die bei den Deutschen mehr oder weniger freiwillig gedient, hatten beim Überlaufen sofort platt gemacht wurden, oder?

[ Editiert von Datcheffe am: 22.06.2004 8:00 ]

Balsi


22.6.04 09:06:34
Direktverweis
ja klar... es gab übrigens auch Auszeichnungen für Angehörige der Ostvölker

Datcheffe


22.6.04 10:00:27
Direktverweis
Also , ich meinte , das russ. Hiwies von den Sowjets sowieso als Verräter angesehen wurden.
Da gab es kein Pardon.

Ist doch wohl mehr oder weniger verständlich , das sie dann bei den Deutschen blieben.

[ Editiert von Datcheffe am: 22.06.2004 10:01 ]
zurück zur Themenübersicht