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WaffenSS Helm als Vorlage für mod. Bundeswehrhelm

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AutorBeitrag

Heat


12.5.05 13:00:13
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Hi ich hab da so ein Bild auf dem die WaffenSS einen anderen Helm als die Wehrmacht anhat...dass ist mir auch schon in diversen Filmen aufgefallen aber auf dem Bild sieht man es perfekt...und die Ähnlichkeit zum Bundeswehr Helm ist einfach unübersehbar...zufall oder was?

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[ Editiert von Heat am 12.05.05 15:20 ][img=<a href="http://img222.echo.cx/my.php?image=waffenssmitmg42nsnazi88hitler5.jpg" target="_blank"><img src="http://img222.echo.cx/img222/6095/waffenssmitmg42nsnazi88hitler5.th.jpg" border="0" alt="Free Image Hosting at [url=www.ImageShack.us]www.ImageShack.us[/url]" /></a>]

[ Editiert von Heat am 12.05.05 15:21 ]

Michael 60


13.5.05 00:40:36
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Hallo,

der Helm hat nur den typischen Waffen-SS Helmbezug, sonst gab es doch keinen anderen Helm.

Gruß Michael

Petronelli


13.5.05 07:24:11
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Das täuscht ein wenig Heat.
Die Helmbezüge waren Einheitsgröße bei unterschiedlich großen Helmglocken. Konnte also gern mal aussehen wie ein Faltenbalg. Daurch werden die Konturen des Helms natürlich verzerrt, war aber auch zum Teil so gedacht.
Allerdings wird der Pendant zum Gefechtshelm der BW, bei der US-Army "Fritz" genannt, weil er von der Kontur her, ich finde vor allem von vorne, an den alten 35iger erinnert.
Aber im WK2 sind im zum Teil der M16-M18 aus WK 1 und eben die bekannten M35 und M42 mit ihren wirklich nur marginalen Unterschieden benutzt worden.
Ich glaube da hätte es noch eher passieren können, dass man einem Vorläufer des NVA-Helms im Truppenversuch begegnet.
Gruß
Peter

AK 74 ZF


13.5.05 09:01:13
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Heat,

Petronelli hat Recht daß es durch den Helmbezug täuscht.
Die BuWe-Möhre ist kein deutscher Stahlhelm sondern ein Ami-Blech-Helm. Da dürfte Null-Verwandschaft vorhanden sein.

Der spätere NVA-Helm dagegen basierte auf einer Entwicklung/Versuchsmuster der Wehrmacht bei welchem einige der Schwachstellen des alten dt. Stahlhelms (vorgezogene Strirntraufe störte beim Umgang mit Optiken, der Helmknick war eine ballistische Schwachstelle und sorgte außerdem für schlechteres Hören und auch die heruntergezogenen Helmteile hatten einige schlechte Eigenschaften) beseitigt wurden.
Das verbesserte Modell kam jedoch nicht zur Einführung. Meiner Meinung nach aus Kapazitäts- und Prioritätsgründen einige Quellen meinen auch er hätte Hidolf persönlich nicht so gefallen.
Zumindest an einem der ersten KVP/NVA-Modelle dem M-54 ist noch die eindeutige Verwandschaft zum ehemaligen Wehrmachtsstahlhelm zu erkennen.
Also wenn nach 1945 eine Armee deutsche Uniformen, deutsches Exzerzierregelement bis hin zu einigen anderen Details repräsentierte dann war es eher die NVA. Ausnahme bei dieser Aufzählung war die ideologische und weltanschauliche Ausrichtung -> da distanzierte sich die NVA vollends von der Wehrmacht.

AK 74 ZF - der bei den Roten Preußen von Brandenburg gedient hat -

P.S. Stahlhelm und Blechhelm tragen sich unterschiedlich ! Schon vom Gewicht her .....

Heat


13.5.05 10:23:22
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Ok das mit dem Helmbezug ist möglich, der schirm wird damit auch kaschiert, das ganze wirkt runder schüsselartiger...aber nochmal zum Bild, wenn man sich dass so anschaut dann kann man da schon auf dumme Gedanken kommen vorallem wenn man den aktuellen Kevlarhelm gerade in der Hand hat(man beachte vorallem den 2.ten weiter hinten stehenden Soldaten, einfach aufs Bild klicken)

Petronelli


13.5.05 10:59:48
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Hallo nochmal,
der Gefechtshelm der BW ist der Kevlarhelm, der andere heißt offiziell Stahlhelm! Er Kev. ähnelt stark dem amerikanischen "Fritz"-Modell!
Die Amis haben schon vor Jahren zugeben diese Form dem Deutschen Stahlhelm entlehnt zu haben, da die Nackenschutzfunktion gut gewährleistet ist.
Ja, bei dem zweiten Mann ist der Helmbezug anscheinend nicht durch die drei üblichen Haken, sondern durch Kordelzug am Helm befestigt, damit sieht der Rand natürlich viel dicker aus, man hat den Eindruck er hätte die gleiche Wandstärke wie heutige Kevlars.
Gruß
Peter

[ Editiert von Petronelli am 13.05.05 11:02 ]

AK 74 ZF


13.5.05 11:29:59
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Mit den neuen Kevlarhelmen kenn ich mich nun wieder nicht aus. Bin noch aus der Stahlhelmgeneration/Fraktion.

Denke mal daß das Kevlar durch sein geringeres Gewicht bessere Trageeigenschaften bei trotzdem guten Schutzeigenschaften ermöglicht. Technischer Fortschritt hat auch Vorteile.
Manch "Schutz" ist allerdings auch trügerisch ! Wobei die "Versicherungsmentalität" für die heutige Fun-Generation irgendwas hat. Level 8 mit 20 Unsterblichkeitspunkten !klatschender Smiley Da sind dann Fragen wie : "Schützt die Weste auch gegen AK und Dragunov-Geschosse ?" in bestimmten Foren typisch. "Counterstrike-Krieger" eben.
Ob nun Weste oder Stahl-/Kevlarhelm -> eine 100%ige Lebensversicherung sind beide nicht. Wobei beide Schutzsysteme trotzdem schon viele Leben gerettet haben.
Auch der alte Stahlhelm hat häufig seinem Träger das Leben gerettet. Ich kenne aber aus meiner Jugendzeit noch Gräber auf denen Stahlhelme mit Durchschüssen lagen. Findet man ja heute kaum noch. Die Helme sind entweder weggerostet oder wurden "entfernt".

AK 74 ZF - der ohne Schutzweste noch wußte daß man bei Treffern drauf geht -

Hoover


13.5.05 11:45:36
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In Hammelburg haben wir auf Lehrgängen ausreichend Beschussversuche gemacht. Der Kevlarhelm der Bw (eigentlich Aramid-Gewebe) ist sehr viel bequemer als die Stahlmurmel, schützt aber hauptsächlich gegen Splitter. AK und 5,56 gehen durch wie Butter.

Ja, unsere Counterstrike-Generation sieht die Sache anders.

Dazu ein kleiner Gag total Off-Topic:
Beim Schulschießen war ich auf der Scheißbahn (weil Schießlehrer). Ein Soldat schoss immer rechts verkantet. Ich ging hin und sagte ihm, er solle auf die Prägung des Hülsenbodens schauen. Wenn dort die Endung "004" eingeprägt erscheint hieße das, er verkantet beim Schuss. (004 war ie Endnummer des MunLoses). Er sah auf seine Patrone und es stimmte :D

Beim Waffenrenigen hatte ich die Aufsicht und sagte den Jungens, alle G3 ab Baujahr 1975 könnten diese Diagnose machen und würden den Fehlerkode auf die Hülse einstanzen. Am nächsten Tag kamen etwa 20 Mann und wollten ihr G3 umtauschen! Mein Chef verzweifelte, die GrpFhr waren ratlos. Ich aber hatte 1 Woche meinen Spaß...

Fazit: Diese Computergeneration hat teilweise gar keinen Bezug mehr zur Realität und verstehen erst recht nicht mehr einfachste technische Vorgänge einer Waffe.

Niwre


13.5.05 12:32:04
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Smiley mit LoooL-Schild

Faellt mir gerade ein: wir hatten mal einen ganz genialen Uffz. (gerade von der Schule, theoretisch Bestnoten in der Praxis staendig im Wald verlaufen und bei Orientierungsmaerschen von OGs begleitet - sicher ist sicher ;)). Der war 100%ig der Meinung, wenn ein Vorgesetzter bei der Einweisung sagt, man muesse auf der Panzerueberrollbahn nicht den Kopf einziehen, dann muss man das auch nicht. Neben mir machte es dann nur noch zweimal Klack - einmal dumpf Helm an Panzer und einmal Helm dumpf an Rueckwand :). (Kevlar bricht uebrigens an Panzerboeden :))

Petronelli


13.5.05 13:00:10
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Ja,
unsere Knöpflesdrückergeneration ist für althergebrachtes anscheinend nur noch bedingt tauglich.
Aaaber:
Diese Mentalität kann entscheiden, wenn es darum geht wer einen Hochtechnologiekrieg gewinnt...wahrscheinlich irgendwann wieder die Fraktion die mit dem Pfeil und Bogen noch umgehen kann... (jetzt mal überspitzt gesagt)
Wer es irgendwann schafft die Computer oder Satelliten auszuschalten, sei es durch eine Stratosphärenzündung einer A-Waffe oder etwas gezielterem, lähmt quasi alle strategische Kriegführung. Die Soldaten ohne GPS werden nicht mehr in der Lage sein nen Kompass zu benutzen. Und auch viele computergestützte Zieleinrichtungen an Einzelsystemen könnten nutzlos werden.

Was sind denn das für Scheíß-Helme???
Der Kevlarhelm gehört zu den faserverstärkten Bauteilen, der Kohlefaser vergleichbar, die bei der Formel-1 Verwendung findet. Es ist eine der besten Verstärkungsfasern überhaupt. Normalerweise sollte der Herr diesen Aufprall nicht überlebt haben, wenn der Helm futsch gegangen ist. Und ich weiß worüber ich rede, da das quasi mein Beruf ist mit faserverstärkten Polymeren zu konstruieren und zu arbeiten, ich weiß auch die Schadensbilder und -bildung zu interpretieren.
Sowas zerbricht nicht einfach in zwei Teile das franst höchstens an Kanten etwas aus oder bekommt Risse, die aber nur im Extremfall durchgehen. Kevlar versagt Schichtweise, sonst wäre es nutzlos. Um so einen Helm zum Zerbrechen zu kriegen müsste man ihn schon mit irgendeinem schwereren Fahrzeug seitlich überrollen, also der Helm müsste auf der Seite liegen...
Gruß
Peter

[ Editiert von Petronelli am 13.05.05 13:11 ]

Hoover


13.5.05 13:31:21
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Der einfache Soldat muss mit seiner einfachen Technk umgehen können. Der Funker muss mit seinem Funk umgehen können usw.

Ich sehe das Problem darin, dass der normale Soldat nicht mal mit seiner normalen richtig umgehen kann.

Zum Kevlar-Helm: Er ist bequem und schützt. Ich kenne nur die erste Generation des Helmes aus eigenem Erfahren, allerdings hatten wir viele defekte Helme, wo die Nieten des Innenfutters rausbrachen.

Aber sonst waren wir schon recht zufrieden mit den Dingern.

Niwre


13.5.05 15:12:52
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Gepostet von Petronelli
Normalerweise sollte der Herr diesen Aufprall nicht überlebt haben, wenn der Helm futsch gegangen ist. Und ich weiß worüber ich rede, da das quasi mein Beruf ist mit faserverstärkten Polymeren zu konstruieren und zu arbeiten, ich weiß auch die Schadensbilder und -bildung zu interpretieren.

Ui, dann genauer: der Helm hatte einen, etwas mehr als handbreiten, horizontalen durchgehenden Riss an der Stirn. Eben da, wo der Panzer gegenknallte. Hinten, wo er gegen das Beton stiess, war nur ein Kratzer. Dem Uffz. war es nur peinlich, sonstige Schaeden hatte er nicht (zumindest keine, die von seinem Normalverhalten abwichen ;)).

Heat


13.5.05 15:52:34
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ich dachte der Kevlarhelm sei imstande Pistolenmunition auszuhalten...
Naja was soll man schon machen gegen Projektile die locker 1cm Stahl durchlöchern...da fällt mir eigntlich nur ein ne 2cm Stahlplatte mit mir rumzuschleppen...
Wenn man überlegt das der Fallipanzer Wiesel nichtmal gewehrmun abhällt...wie soll das dann irgendwass am SOldaten erst packen...

[ Editiert von Heat am 13.05.05 15:53 ]

Hoover


13.5.05 16:11:09
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Der Wiesel hält bis zu einer gewissen Entfernung Weichkern-Gewehrmunition ab. Und Splitter.

Und 9mm geht unter 50m nicht glatt durch, aber das Gewebe reißt kaputt und zerlegt den Helm. Und den Kopf nebst Genick evtl auch. Für Direktbeschuss ist der Helm ja uch nicht gemacht.

Petronelli


17.5.05 14:31:56
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Hi Niwre,
ja, wenn der Helm eingeklemmt wurde, dann kann das so schon passieren. War durch Deine erste Schilderung nicht ganz ersichtlich, sorry. Trotzdem hatte der Mann ziemlich viel Glück!

Wusste nicht, dass der Wiesel so schlecht gepanzert ist!!
Dachte ausreichende Panzerung wäre heute normal!
Aber naja, der M113 war ja auch so ein Weichei, aber da wars wenigstens nur Alu.

Übrigens sollte man allgemein den Aufprall eines Splitters oder sonstigen Geschosses nicht unterschätzen! Der Helm überlebt es vielleicht, aber das Genick des getroffenen Menschenexemplars nicht immer.
Ein 20g schweres Geschoss prallt in etwa bei 800m/s mit einer Energie auf, wie ein 1kg schwerer Körper mit ca. 110m/s. (das sind ca. 400km/h)
Was das für die Halswirbel bedeutet, möchte ich nicht erleben. Die Frage nach der Resistenz gegen Feuerwaffen-Geschosse stellt sich also nur auf größere Distanzen.
Oder man schafft es dämpfende Elemente in den Körperschutz einzbauen, die die ungesunde Geschoßenergie ausreichend unschädlich machen. Ein Teil geht zwar bei der Geschoßverformung verloren, aber längst nicht alles.
Gruß
Peter

Niwre


17.5.05 15:04:03
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Gepostet von Petronelli
ja, wenn der Helm eingeklemmt wurde, dann kann das so schon passieren. War durch Deine erste Schilderung nicht ganz ersichtlich, sorry. Trotzdem hatte der Mann ziemlich viel Glück!

Nee, nich eingeklemmt. Mit der Stirnseite gegen den Panzer geknallt und dann nach hinten geworfen gegen die Mauer - so breit ist das Standloch ja nicht.

Petronelli


17.5.05 15:16:36
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Also doch ein Scheißhelm!

Hoover


17.5.05 15:47:22
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Der Gefechtshelm der BuWe ist Zur Zeit einer besten in der Welt!

Die britische MK. VI-Möhre und der US-PASGT-Helm ("Fritz") sind eher mau, ich kenne einige Amis, die haben für den Irak einen BuWe-Gefechtshelm bei mir gekauft.

Klar hat er seine Schwächen, aber die hat jedes Ausrüstungsteil.

Hauptmann Fuchs


15.8.05 21:15:12
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Gepostet von AK 74 ZF
Auch der alte Stahlhelm hat häufig seinem Träger das Leben gerettet. Ich kenne aber aus meiner Jugendzeit noch Gräber auf denen Stahlhelme mit Durchschüssen lagen. Findet man ja heute kaum noch. Die Helme sind entweder weggerostet oder wurden "entfernt".

AK 74 ZF - der ohne Schutzweste noch wußte daß man bei Treffern drauf geht -


Kopfschuss war eine der häufigsten Todesursachen - auch durch den Helm hindurch. Das Problem war eben, selbst wenn Du mit der Fresse im Dreck liegst, guckt Dein - neben dem Arsch - empfindlichstes Körperteil vor.
Guckt man sich Fotos von Grabstellen vorrückender Wehrmachtseinheiten an, findet man fast immer Helme mit Loch.

Der NVA-Helm war tatsächlich ein Entwicklungsmodell der Wehrmacht, es kam nur nicht mehr zum Einsatz. Wie so vieles.

Chavez


19.8.05 16:25:24
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Horrido!
1. Zur Berechnung der Energie im Ziel und dem daraus folgenden potentiellen Genickbruch:
800m/s ist Geschwindigkeit von Gewehrmunition. Diese geht ja aber eh glatt durch, insofern ist es egal.
Man sollte also lieber mit 300m/s rechnen, das ist ´v0 von Pistolenmunition.
Damit kommen wir zu...

2. Wir haben mal nen Beschusstest gemacht auf den Gefechtshelm.
Entfernung 10m, 2 Schuss 9x19mm, 2 Schuss .45ACP, beide aus HK USP (P8), Direktbeschuss.
Ergebnis: Kein einziges Geschoss ist durchgeschlagen, die sind unter den oberen Schichten über die Rundung zur Seite abgeglitten und steckten dann unter der Helmoberfläche.
Hatte ich nicht mit gerechnet... ;)

Gruß
Chavez, der sich jetzt unglaublich sicher fühlt...

[EDIT]
Achja...

3. den Genickbruchverhindern soll ja eigentlich der Helmverschluß, der nachgibt wenn genug Kraft draufkommt.

[ Editiert von Chavez am 20.08.05 18:55 ]

Mike16


25.9.05 12:16:18
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@ Heat

Der Helmbezug läßt in der Tat eine Ähnlichkeit der Zuammensetzung des Flecktarnmusters mit dem der Bw erkennen.

Warum glaubst du wohl, hat die Bw so lange mit der Einführung dieses jetzt aktuellen Flecktarnmusters gewartet ? am Kopf kratzender Smiley


Mike

Petronelli


27.9.05 09:36:22
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Weil es noch mindestens 2 andere Varianten gab, und man rausfinden wollte, welche die beste ist.
Man begann bereits Ende der 70iger Jahre Truppenversuche mit Tarnmustern vorzunehmen.
Die anderen mir bekannten Variante, wobei die Farben bei allen fast gleich sind:
Eine mit Flecken, ähnlich der Sumpftarnung, also mit sich locker auflösenden Rändern, die ineinanderlaufen.
Eine weitere mit rundfleckigen wie gebrushten Flecken, die sich wie Strahlen langsam auflösen und ineinanderlaufen.

Die ersten sah ich allerdings vereinzelt erst in Hammelburg Ende der 80iger, das war dann aber schon die heute bekannte.
Das Märchen von der Ähnlichkeit mit der Waffen-SS und den daraus angeblichen moralischen Skrupeln stimmt einfach nicht!
Zwar ähnelt das Muster einer Mischung aus Erbsen- und Platanentarnung, aber die Farbzusammenstellung ist eine ganz andere.
Auf dem Helm des MG-Schützen ist eine Platanenvariante zu sehen, wenn auch nicht sehr deutlich (Überdruckte Eiche)
Gruß
Peter

Mike16


27.9.05 11:58:19
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Das Märchen von der Ähnlichkeit mit der Waffen-SS und den daraus angeblichen moralischen Skrupeln stimmt einfach nicht!


Diese Aussage würde ich so nicht unterschreiben !

Man muß sich nur mal mit der Geschichte der Bw Uniform beschäftigen und die Diskussion darum..denkender Smiley


Mike

Petronelli


27.9.05 14:36:02
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Das sind olle Karmellen!
Die ersten Flecktarnuniformen waren ja noch in einem absolut wehrmachtkonformen Splittermuster gedruckt und bis auf weniger Strichlein und einer eher türkisen Grundfarbe nahezu identisch in Muster und Farbe!
Außerdem wollte man den Falli-Helm einführen.
Damals gab es tatsächlich die abwertende Meinung der etablierten, dass diese Kombination "zu Deutsch" aussähe.
Mant trug diese dann auch nicht lange und orientierte sich an den Amis.
Die Einführung der neuen Flecktarnung erzeugte dann auch Vergleichsgelaber mit der Waffen-SS aber das hatte nie Verzögerungen mit sich gebracht. Denn die von mir erwähnten weiteren Varianten waren in der Tarnwirkung nicht viel schlechter und sahen in keinster Weise einem traditionellen "Böse-Buben"-Muster ähnlich.
Im Gegenteil, hat man sich noch für das ähnlichste entschieden.
Gruß
Peter

Mike16


29.9.05 08:37:01
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Damals gab es tatsächlich die abwertende Meinung der etablierten, dass diese Kombination "zu Deutsch" aussähe.


Sag ich doch .

Petronelli


29.9.05 10:36:50
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Ja schon, aber diese Aussage über das "zu Deutsch" hat nichts mit der Entwicklungsgeschichte der heutigen Flecktarnung zu tun. Diese Meinung war geprägt vom gerade mal ein paar Jahre zurückliegenden 2. WK und bezog sich nur auf das Splittermuster der ersten BW-Uniform in den Anfängen der 50iger Jahren gepaart mit dem geplanten Falli-Helm, der ja dann im Prinzip in der GSG-9 Einzug fand,
Sowie der WH-Helm bei BGS und Bereitschaftspolizei.
Übrigens hatte man kurz auch mal ein wendbare Zeltbahn in Herbst und Sommer-Variante, eine kuriose Mischung aus Splitter und Platanentarnung, unter Sammlern als "Amöbe" bekannt.
(SS-Schlupfjacken im Film "Die Brücke von Arnheim" sind daraus gemacht worden)
Also was ich damit meine ist dass die Konsequenz sich über Tarnungen aufzuregen nicht sooo allumfassend war.
Ich dachte Du meinst nur das aktuelle Tarnmuster.
Falls ich Dich falsch verstanden haben sollte, sorry.
Gruß
Peter

[ Editiert von Petronelli am 29.09.05 10:41 ]

AK 74 ZF


29.9.05 13:35:32
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Hi Männers,

hier mal eine der inzwischen raren BuWe-Fj-Uniformen der 50er Jahre. Das Muster ist doch etwas anders als bei Opas altem Fj-Knochensack. ... Aber Herkunft der Tarnung ist schon noch erkennbar. Übrigens ... wer mal ganz alte Fotos aus der Anfangszeit des BGS betrachtet (hab noch welche auf der Platte ... müßt ich aber elendig suchen) kann die Uniformmäßig sehr leicht mit der Wehrmacht verwechseln.

Was für "Sammler" - Bild von meinen damaligen "Lieblingsfeinden"
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