Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division

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AutorBeitrag

Balsi


13.8.05 11:58:27
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soedel im Zuge der Seite zum III. (germ.) SS-PK hier die Seite zur 11. SS-Division: http://www.balsi.de/Weltkrieg/Einheiten/SS-Divisionen/11-SS-Div-Startseite.htm

bevor Beschwerdne kommen.. ist nur der Anfang.. die einzelnen Einheiten kommen noch genauer beschrieben, ebenso die Ordensträger usw.

@ Jan-Hendrik.. würde dann ja gerne nen Hinweis auf das Projekt III-PK einfügen.. gibts denn schon nen Link?
Würde dann halt runterschreiben das diese Seite zum Projekt "XYZ" gehört.. woran beteiligt sind: X, y, z (also die jewieligen seiten)

Westwall


13.8.05 12:45:04
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Hallo Balsi, und was macht die 36. ID ( mot. ) bzw. 212. ID ….. ?
Du hast doch von mir ausführliche Kurzchroniken mit Stellenbesetzungen bekommen, die du so übernehmen wolltest ?

[ Editiert von Westwall am 13.08.05 13:11 ]

Balsi


13.8.05 19:43:34
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ähmm.. ich muss weg..))) neee... ich versuch die Beiträge grad zu suchen... wo haben wir die denn? Bin grad dabei ne neue Rubrik auf der Seite einzurichten "mot-Divisionen"

JanHendrik


15.8.05 17:15:07
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Sorry das ich mich erst jetzt melde , aber ich hatte des ganze Wochenende mit dem Panzer-Archiv-Treffen 2005 zu tun ( Update der RK-Träger erfolgt auch erst morgen . Robert , ich geb Dir Bescheid sobald Jan & Jan die Seite oben haben .

Jan-Hendrik

P.S: Du wolltest doch den Link auf Deiner 503er-Seite mal aktualisieren :D

JanHendrik


23.8.05 15:31:30
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Ganz interesant hierzu vielleicht noch :



Das Schicksal des SS-Panzergrenadier Ersatz- und Ausbildungsbataillon 11

Das SS-Panzergrenadier Ersatz- und Ausbildungsbataillon 11 mit Standort Graz ist eine der Einheiten, die dem Befehlshaber des linken Flügels der 6.Armee, Gerneralleutnant Krause, Ende März als Verstärkung geschickt wird. Dieses Bataillon ist die Ersatzeinheit der 11. SS-Panzergrenadierdivision 'Nordland', die zur gleichen Zeit vor Berlin kämpft und dort in den letzten Kriegswochen untergeht. Das Stammpersonal des Ersatzbataillons setzt sich daher auch hauptsächlich aus Offizieren und Unteroffizieren der 'Nordland'-Division zusammen und hier hauptsächlich aus Männern des SS-Panzergrenadierregiment 23 'NORGE'. Die Mannschaften sind meist junge Holländer, von denen viele erst 16 oder 17 Jahre alt sind und noch keine Fronterfahrung besitzen.
Nachdem die Rote Armee die Reichsschutzstellung am 29. März bei Rechnitz durchbricht, wird das SS-Ersatzbataillon am 30. März, dem Karfreitag, in Graz alarmiert. Die Rekruten und Genesenen aus denen sich das Bataillon zusammensetzt werden rasch in sechs Kompanien gegliedert. Die ersten fünf Kompanien bestehen aus den holländischen Freiwilligen, eine sechste Kompanie aus Österreichern. Die 2.Kompanie wird von SS-Untersturmführer Willig Wagner, die 6. Kompanie von SS-Obersturmführer Peter Pongraz geführt, die Namen der anderen Kompanieführer sind nicht mehr bekannt. Das SS-Bataillon selbst wird von SS-Sturmbannführer Willi Schweitzer befehligt.
Während Generalleutnant Walter Krause in seinen Erinnerungen von einer gut ausgerüsteten und gut geführten Truppe schreibt, wird von Angehörigen des Bataillons vorallem die Bewaffnung beklagt, die nur aus Infanteriewaffen und einigen wenigen schweren Waffen besteht.
Noch am Karfreitag wird das SS-Bataillon von Graz mit Postomnibussen nach Großpetersdorf verlegt. Am nächsten Tag, dem 31.März, soll das Bataillon über Weiden ausholend den Angriff auf Rechnitz durchführen. Das Bataillon, nun 'Kampfgruppe Schweitzer' genannt, wird mit einer Ersatzschwadron der 3.Kavalleriedivision verstärkt. Aufgrund der schwierigen Wegeverhältnisse gelingt die Bereitstellung für den Angriff nicht rechtzeitig, sodaß dieser erst am 1. April stattfinden kann. Vom Feinde unbemerkt erfolgt am Ostersonntag, dem 1.4., die Bereitstellung für den Angriff auf den Höhen nordwestlich von Rechnitz. Gegen 11.00 Uhr greifen die SS-Männer überraschend die russische Besatzung von Rechnitz an und schlagen diese in die Flucht. Es gelingt den deutschen Angreifern sogar die alte Reichsschutzstellung wieder zu beziehen und diese für die nächsten Tage zu sichern. Die SS-Männer kommen in ein Dorf, daß während der kurzen Besatzung durch die Rote Armee schwer unter den Ausschreitungen gegen die Zivilbevölkerung (Vergewaltigungen, Plünderungen) gelitten hat.
Der Erfolg des deutschen Gegenschlages bei Rechnitz basiert neben dem Überraschungseffekt auch auf der Tatsache, daß die russische Besatzung von Rechnitz zu einer Einheit gehört, die auf ihre Ablöse durch nachfolgende Kräfte der Roten Armee wartet. Die Besatzer der Ortschaft gehören zum XXXVII.Gardeschützenkorps, das als Bestandteil der 9.Gardearmee für den Vorstoß auf Wien vorgesehen ist. Dieses Gardeschützenkorps wartet auf die nachrückenden Einheiten der 26. Armee um der eigenen 9.Gardearmee folgen zu können und ist daher auf den deutschen Gegenangriff nicht richtig vorbereitet.
In den nächsten Tagen versucht das SS-Bataillon seinen Erfolg auszubauen und greift am 3.4. nach Süden an, um Anschluß an die anderen deutschen Einheiten zu bekommen. Dieser überraschende Angriff gelangt bis zum Bahnhof, wird dann aber von russischen Panzerkräften abgefangen. Die deutschen Angreifer müssen sich nach diesem Mißerfolg wieder unter hohen Verlusten auf ihre Ausgangsstellungen zurückziehen.
Am 4.4. hat das Gros der nachrückenden 26.Armee die Reichsgrenze erreicht. Im Kampfraum Rechnitz marschieren das XXX. und Teile des CXXXV.Schützenkorps auf. Nur einen Tag später, am 5.4. um 8.00 Uhr beginnt der russische Großangriff entlang der Reichsgrenze, der binnen Stunden alle deutschen Kräfte südlich von Rechnitz hinwegfegt, lediglich das SS-Bataillon hält nach wie vor seine Stellungen.
Von allen Seiten von russischen Kräften umzingelt befiehlt die Bataillonsführung am 6.4. den Ausbruch in Richtung Westen. Unter Mitnahme der Leichtverwundeten (die Schwerverwundeten müssen zurückgelassen werden) kämpft sich die Restkampfgruppe über den Hirschenstein, Glashütten, an Schlaining und Alt-Schlaining vorbei auf Unterschützen zurück. Ständig umgeben von überlegenen Feindkräften marschieren die jungen Holländer um ihr Leben. Bei Unterschützen kommt es zum Kampf mit Trosseinheiten der Roten Armee. Ein letzter großer Opfergang ist dann die Überquerung des Pinkatales nördlich von Oberwart beim Josefsberg am 7.4.. In den Wäldern rund um Oberwart wimmelt es nur so von russischen Kampftruppen und das SS-Bataillon wird daher bei der Durchquerung des 2 Kilometer breiten Wiesengelände im Pinkatal von allen Seiten beschossen. Den SS-Männern gelingt es einige russische Gefechtsfahrzeuge abzuschießen, die von Oberwart heraus versuchen dem Bataillon in die Flanke zu fallen. In den Waldstellungen auf den Westhängen des Pinkatales müssen außerdem noch einige Pakstellungen niedergekämpft werden, ehe am Morgen des 8. Aprils die ersten SS-Männer die eigenen Linien erreichen.
Der Einsatz des SS-Panzergrenadier Ersatz- und Ausbildungsbataillons 11, der am 1.4. bei Rechnitz begonnen und am 8.4. bei Markt Allhau/Buchschachen geendet hat, kostet dieser Einheit einige Hunderte an Toten. Allein bei den Kämpfen um Rechnitz verlieren 300 bis 400 Mann ihr Leben. Ein Augenzeuge berichtet, daß sich nach dem geglückten Durchbruch etwa 150 Überlebende bei der Sammelstelle in Grafendorf einfinden, dazu kommt noch der eine oder andere Verwundete, der ins Hinterland verfrachtet worden ist. Der Bataillonsführer SS-Obersturmbannführer Willi Schweitzer wird beim Ausbruch am Hals verwundet und muß die Führung der Einheit abgeben. Er wird am 24.4. für den Opfergang seiner Männer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Die Überlebenden werden neu gegliedert und der Kampfgruppe ARKO 3, einer Wehrmachtseinheit, zugeteilt.

Bei der Durchquerung des Pinkatales gerät eine Gruppe von etwa 50 SS-Männern in Gefangenschaft. Obwohl die meisten dieser jungen Holländer noch nie in ihrem Leben sowjetischen Boden betreten haben, reicht das Tragen der SS-Uniform für die Rote Armee aus, um sie zu liquidieren. Wie Zeitzeugen berichten, wurden die Gefangenen nicht nur einfach erschossen sondern regelrecht abgeschlachtet. Am Güterweg Buchschachen-Oberwart steht heute das sogenannte 'Soldatendenkmal', das an dieses Kriegsverbrechen erinnert.

(Originalquelle: Prof. Friedrich Brettner, Die letzten Kämpfe des II.Weltkrieges, Pinka-Lafnitz-Hochwechsel,
Telefonische Bestellung direkt beim Autor unter 02662/43430)
Die blaue Linie auf der obigen Karte zeigt entsprechend der Augenzeugenberichte in Prof. Brettners Buch ungefähr den Rückzug des SS-Panzergrenadier Ergänzungs- und Ausbildungsbataillons 11 aus Rechnitz zu den deutschen Linien bei Markt Allhau.
Der Rückzug beginnt am 6. April und führt von Rechnitz über den Hirschenstein nach Glashütten, von dort weiter in Richtung Schönau/Rauhriegel, an Stadtschlaining und Alt-Schlaining vorbei nach Süden und dann weiter in Richtung Westen zwischen Drumling und St.Martin hindurch. Am 7.April wird von Unterschützen her kommend das breite Pinkatal nördlich von Oberwart beim Josefsberg durchquert. Im Waldgebiet westlich von Oberwart werden sowjetische Feldstellungen überwunden und am Morgen des 8. Aprils werden die deutschen Linien (schwarz gezeichnet) erreicht. Das grüne Rechteck zeigt den heutigen Standort des Soldatendenkmals, das an das Massaker an den 50 Angehörigen des SS-Bataillons errinnert, die offenbar bei den Durchbruchsgefechten in Gefangenschaft geraten sind.


Jan-Hendrik

Hauptmann Fuchs


23.8.05 18:26:35
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Gepostet von JanHendrik
Bei der Durchquerung des Pinkatales gerät eine Gruppe von etwa 50 SS-Männern in Gefangenschaft. Obwohl die meisten dieser jungen Holländer noch nie in ihrem Leben sowjetischen Boden betreten haben, reicht das Tragen der SS-Uniform für die Rote Armee aus, um sie zu liquidieren. Wie Zeitzeugen berichten, wurden die Gefangenen nicht nur einfach erschossen sondern regelrecht abgeschlachtet. Jan-Hendrik


Darin lag der "Fanatismus" der jungen Freiwilligen, die sich zum Kampf gegen den Bolschewismus verpflichtet hatten. Um dieses Wissen, was ihnen blüht, wenn sie in die Hände entmenschter Kreaturen fallen.

Genügend Beispiele bei:
Franz W. Seidler "Verbrechen an der Wehrmacht"

Ihnen ewigen Ruhm!

Hauptmann Fuchs


23.8.05 18:40:50
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Ein Beispiel, wie die Russen auch nach 60 Jahren "Grosser Vaterländischer Krieg" hausen:

http://www.hls.sha.bw.schule.de/konflikt/tschetsc/reports/rep1.htm

Hoth


23.8.05 20:31:55
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Ausgerechnet nun den Tschetschenienkonflikt als Beleg für etwas zu nehmen scheint mir nun nicht geeignet, auch wenn Du in vielen Bereiche durchaus richtig liegst, HF! Erinnert mich dieser "Krieg" jedoch eher an den Partisanen/Bandenkrieg in Rußland 1941-1944. Hier verschwimmen genauso beiderseitiges Unrecht, Verbrechen und Sinnlosigkeit in gleicher Weise wie damals. Und niemand weiß später noch wie es begann oder wer mit den Brutalitäten angefangen hat und irgendwann interessiert es auch niemanden mehr.

Wer die Liveaufnahmen der Abschlachtungen russ. Soldaten von fanatischen und religiösen tschetsch. Rebellen gesehen und selbst gedient hat, kann zumindest nachvollziehen, wie schnell sich hier beidseitige Verbrechen übelster Machart und unvorstellbarer Grausamkeit und Rache auf beiden Seiten aufschaukeln, gepaart mit der ewigen dort herrschenden Verachtung des menschlichen Lebens und einer allgemeinen für uns undenkbaren Verrohung und Primitivität.

Grundsätzlich mag man den Konflikt und das russ. Vorgehen an sich dort zu Recht verurteilen, aber bei der Wertung der Grausamkeiten muß man sicher vorsichtig sein.

Hauptmann Fuchs


23.8.05 20:46:07
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Ich gebe Dir recht, natürlich hinkt der Vergleich.
Im allgemeinen sagt man, es seien die Mongolen in Stalins Heer gewesen, die am schlimmsten gehaust haben.
Aber das kann nicht sein.
Die Bilder, die sich den deutschen Soldaten beim Vormarsch in Richtung Osten in Ostpolen, im Baltikum, in Galizien boten, aber auch die massakrierten Kameraden, Sanitätskolonnen ...
das waren keine Mongolen, weil diese erst ab Dez. 41 an die Front kamen.
Hochschaukeln der Grausamkeiten - ja, ich glaube, das ist es. Deswegen führten Sanitäter an der Ostfront auch eine Pistole mit sich, obwohl das laut Genfer Konvention nicht erlaubt war.
Der "Kommisarbefehl" wurde weitgehend nicht befolgt, weil man sich nicht vorstellen konnte, wie der Bolschewist haust.
Russische Grausamkeiten sind aber auch in Europa von Küstrin 1758 und aus Ostpreussen 1914 bekannt.
Aber auch ohne Tschetschenien wird der heutige russische Soldat zur sinnlosen Grausamkeit erzogen - durch die eigenen Kommandeure und Soldaten. Jede russische Familie, die es sich leisten kann, kauft heute ihren Sohn vom Militärdienst frei. Vielleicht lehne ich mich jetzt etwas zu weit raus, aber ich war oft genug in Russland, ich kenne Land und Leute - auch Militärs:
- der Russe, der heute dient, ist in Masse ein primitiver, brutaler und grausamer Mensch
In Verbindung mit den Parolen eines Ilja Ehrenburg bedurfte es schon eines grosssen Charakters, nicht zum Tier zu werden. Offiziere wie Lew Kopelew waren darum auch eher die Ausnahme, als die Regel.

Hoth


23.8.05 21:10:03
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HF, ich stimme mit diesem letzten Post von Dir bis zum letzten Wort völlig überein! Und glaube mir, da brauchst Du zumindest mir keine Lehrstunde geben, ist mir alles bekannt und bewußt! Aber der "Vergleich" oder das Bsp. zu Tschetschenien hinkt eben, gerade weil diese Situation eben nicht mit der Situation der dt. Soldaten vergleichbar ist. Insofern, weil in Tschetschenien beide Seiten Verbrecher sind, um es mal so auszudrücken. Leute die sich beide nichts nehmen, ob gewollt oder ungwollt, so erzogen oder aus Tradition.

Daher hinkt ein Vergleich zwischen diesen beiden Seiten und wäre völlig unpassend zu den Soldaten der Wehrmacht. Aber den Vergleich hattest Du ja auch nicht gezogen.

Ich habe übrigens nicht umsonst auf die in diesen Regionen vorherrschende Menschenverachtung hingewiesen, die neben den kaukasischen und asiatischen Völkern auch die Russen mit einschloß.

Man kann sicher an Bildern von Kasernen, Unterkünften und selbst an einfachen Fotos von russ. Soldaten in Uniform unschwer belegen, wie primitiv dort und in Rußland heute noch gehaust wird und wie wenig sich zu 1941 und früher eigentlich verändert hat. Für denjenigen der die Russenkasernen in der DDR nicht live genießen konnte sicher immer ein Erlebnis, aber ein Beleg dafür, daß nur die eine Seite dort so wütet und die andere rein aus unschuldigen Zivilisten besteht taugt der Link jedenfalls nicht!

[ Editiert von Hoth am 23.08.05 21:18 ]
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