Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

19. 20. Lettische Waffen SS Divisionen

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AutorBeitrag

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11.12.05 11:25:47
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Weiß einer über diese Divisionen Bescheid ?
Sind diese Divisionen in Kriegsverbrechen (Judenvernichung, Partisanenbekämpfung etc.)beteiligt gewesen oder nur reine Frontdivisionen ?
Habe hier noch nichts gefunden....
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JanHendrik


11.12.05 11:44:13
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Die 20. war die estnische Nr. 1....

Die 15. war die lettische Nr.1 !

Erstmal als kleine Anmerkung am Rande , ich würde vorsichtig sein Partisanenbekämpfung automatisch mit Kriegsverbrechen gleichzusetzen .

Die 20. wurde zum Beispiel erst 1944 in der Heimat ( http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/GrenadierdivisionenSS/20SSGD.htm ) aufgestellt , dort bei der Verteidigung der Heimat zerschlagen . Später wurde versucht , diese Einheit auf Reichsgebiet im Osten neu aufzustellen , doch konnte dies nicht voll durchgzogen werden , die Teileinheiten kämpften gg. die Rote Armee und gingen dabei unter. Einigen Esten gelang es trotzdem sich nach Westen durchzuschlagen.


Jan-Hendrik

bani


11.12.05 12:08:54
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Was soll das denn werden???

Die 19. u. 20 lettische Division? am Kopf kratzender Smiley


ALSO:
Es gab die 15. Waffen-Grenadier-Division der SS ( lettische Nr. 1 ) und die 19. Waffen-Grenadier-Division der SS ( lettische Nr. 2 ).

Und SEHR GUTE - und ich glaube bisher leider auch die einzigen - Informationen zum Thema gibt es in DIE LETTISCHEN DIVISIONEN von Hans Stöber.
LEider ist das Buch nur noch antiquarisch zu bekommen und das auch nur sehr selten ...

[ Editiert von bani am 11.12.05 12:10 ]

[ Editiert von bani am 11.12.05 12:10 ]

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11.12.05 14:26:25
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Hallo Freunde nicht so aggressiv, wollte bloß mal detaillierte Auskünfte haben. Bin dabei in der Stammtafel etwas "ausgerutscht" :D.
Natürlich meine ich die von Euch angegebenne Divisionen !
Ich diskutiere gerade in einem anderen Forum über die Ehrenmale die die baltischen Länder für ihre Gefallenen aufgestellt haben. Dort wird behauptet das diese Esten und Letten beim Holocaust aktiv beteiligt waren !
Ich wiederum behauptete, das die Waffen SS Divisionen an vorderster Front standen und gar nicht am Holocaust beteiligt waren (z.b. Judenerschiessungen 1941 in der Ukraine oder die 70.000 umgebrachten in Estland).
Nun bräuchte ich auch mal ein bischen Euer Wissen.....Smiley mit Hammer auf dem Kopf
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bani


11.12.05 14:31:31
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Sowohl als auch.

Sowohl Du hast recht wie auch die Gegenseite.
Die 15. u. 19. waren natürlich Frontverbände die äußerst tapfer gekämpft haben.

Die, die hier gemeint sind, das sind die diversen Schutzmanschaften der baltischen Staaten.
Die waren - wie übrigens im Osten allgemein üblich - nicht gerade als judenfreundlich bekannt und haben da auch heftig reingehalten!

Sind also 2 völlig verschiedene Sachen, um die es hier geht.

JanHendrik


11.12.05 14:36:09
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Logo , da sieht man mal wieder , daß es sich lohnen würde mit mehr Mühe die Ausgangsfragestellung zu formulieren ;)

Wie Bani bereits sagte , die an derartigen Dingen beteiligten Einheiten waren eher Schutzmanschaften,lokale Polizeiverbände sowie lokale Milizen. Diese sollte man halt , wie gesagt , ncith pauschal mit den baltischen Fronttruppen in einen Topf werfen !

Anbei , hat jemand was zu den estnischen Grenzschutzregimentern , die 1944 im Rahmen der Division z.b.V. 300 eingesetzt waren ?

Jan-Hendrik

Balsi


11.12.05 15:19:00
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aber kamen nicht bspw. die estn. Schutzmannschaften in die Divisionen mit rein?

Gardes du Corps


11.12.05 15:42:13
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Gepostet von bani
... Die waren - wie übrigens im Osten allgemein üblich - nicht gerade als judenfreundlich bekannt und haben da auch heftig reingehalten!

Wenn man über die Geschichte der baltischen Waffen-Divisionen recherchiert muss man wissen, dass dies eine Vorgeschichte hat, die bis in die zeit nach dem ersten Weltkrieg reicht.
Die baltischen Staaten erwarben zwischen 1918 bis etwa 1922 ihre Unabhängigkeit und Eigenstaatlichkeit. Dafür haben sie viele Jahre gekämpft.
In 1940 wurden diese Staaten politisch von Stalin erpresst und wenig später überfallen und annektiert.
Mit Stalins Truppen kamen seine Kommissaren, die meist Juden waren. Diese zogen ein grausames Regiment auf. Akademiker, Offiziere, Priester... wurden verhaftet, erschossen oder in Lager gesperrt. Bei den Drangsalierungen taten sich auch Juden hervor, die mit den Truppen ins Land strömten. Waren diese Staaten ohnehin nicht judenfreundlich, entlud sich viel angestaute Wut und Hass mit dem Herannahen der Wehrmacht.
Im weiteren meldeten sich viele Balten für den freiwilligen Dienst in der Wehrmacht oder den nationalen Polizeitruppen und Milizen, die dann zum Teil 1944 für die Aufstellung von Waffen-Einheiten verwendet wurden.
Bandenkrieg? Gegen welche Banden im Baltikum? Die baltische Bevölkerung war überwiegend deutschfreundlich. Die "Partisanen" waren überwiegend russische Diversionstruppen.
Mit der deutschen Kapitulation war aber der Kampf der Balten gegen den Bolschewismus nicht vorbei. Die letzten, die durch Verrat und Terror aufgeben mussten, waren die estnischen Waldbrüder Anfang der 50-er.
Mit dem Erreichen der Unabhängigkeit von der Sowjetunion Anfang der 90-er bekannten sich auch viele Widerstandskämpfer gegen den Bolschewismus zu ihren Traditionen. Allerdings wurden die baltischen Staaten unter Druck gesetzt und die Beitrittsverhandlungen zur EU wurden mit Bedingungen verknüpft, die eben das allzu engagierte Verhalten des Staates bei der Vergangenheitsaufbereitung bremsen sollten.
Wer heute über die baltischen Staaten spricht, sollte wissen, dass etwa 50 % der Bevölkerung Russen sind, die bei der 50-jährigen Besetzung des Landes angesiedelt wurden.
Die Masse der baltischen Intelligenz, des Offizierskorps oder der Priesterschaft wurde repressiert oder getötet. Man spricht von über 20 % Bevölkerungsverlust.

Was das "reinhalten" betrifft, sollte man sich mal Bogdan Musial "Konterrevolutionäre Elemente sind zu erschiessen" reinziehen. Geht zwar nicht direkt um das Baltikum, aber ähnlich um Ostpolen. Nur, dass da das Morden schon 1939 im September begann und nicht erst wie 1940 im Baltikum!

[ Editiert von Gardes du Corps am 11.12.05 15:46 ]

bani


11.12.05 16:30:10
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@ Gardes du Corps:

Ich bezog das judenfeindlich auch nicht speziell auf die beiden genannten Divisionen sondern auf die Völker im Osten allgemein.
Gerade in Polen, Rußland/Sowjetunion, Ukraine oder auch den baltischen Staaten gab es doch schon immer Pogrome gegen Juden.

Gut, gern gesehen war der Jude eigentlich in ganz Europa nicht und Pogrome gab es seit Jahrhunderten eigentlich überall - auch schon bei uns.
Allerdings hat man da meist immer nur einen Schuldigen für irgendwelche Sachen gesucht.

In den östlichen Staaten allerdings ( und das gerade in Polen! ), scheint daß ein richtig tiefer Haß zu sein.
Allerdings fehlt mir da als "geborener Heide" das entsprechende Hintergrundwissen.

Und so richtig zur Frage gehört es ja auch nicht.

Gardes du Corps


11.12.05 20:29:50
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Gepostet von bani
@ Gardes du Corps:

Ich bezog das judenfeindlich auch nicht speziell auf die beiden genannten Divisionen sondern auf die Völker im Osten allgemein.

So habe ich das auch nicht verstanden. Nur liest man heute in der veröffentlichten pc Geschichtsschreibung immer SS = Judenverfolgung ohne Ausnahme.

Gepostet von bani
Gut, gern gesehen war der Jude eigentlich in ganz Europa nicht und Pogrome gab es seit Jahrhunderten eigentlich überall ...

Ich kenne keinen Staat, in dem sie gemocht werden oder wurden.

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12.12.05 09:09:40
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Waren nun diese Schutzmannschaften oder Ziviltruppen Beteiligte an den Judenmorde oder nicht?
Sind diese Mannschaften integriert worden in die Waffen SS oder/und fester Bestandteil gewesen?
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Ronny22


13.12.05 10:14:25
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Gepostet von logo
Waren nun diese Schutzmannschaften oder Ziviltruppen Beteiligte an den Judenmorde oder nicht?
Sind diese Mannschaften integriert worden in die Waffen SS oder/und fester Bestandteil gewesen?
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Zu den Schutzmannschaften und Milizen ist zu sagen, das sie der SD-Einsatzgruppe A unterstanden...was dessen Aufgaben im Baltikum war weiß man ja... Smiley mit verdrehten Augen


Hier steht etwas darüber...wie glaubhaft die Quelle ist kann man nicht beurteilen.

Aber meist ist an jeder Geschichte ein Körnchen Wahrheit dran.

Involvement of the Lettish SS Legion in War Crimes in 1941-1945

Und die Gegendarstellung der anderen offiziellen Seite...

Außenministerium Lettlands nimmt Stellung zu der russischen Erklärung

Felix S


13.12.05 10:49:56
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Diese Quelle der Ambassade der Russischen Federation ist wie z.B. folgendes Beispiel zeigt, extrem wertvoll und objektiv.:P

When Latvia joined the USSR, the German intelligence vitalized its ties with illegal Lettish nationalist organizations in order to arrange an armed mutiny by the time of German invasion of the USSR. These plans ended in failure thanks to the steps taken by the Soviet State security bodies.


@logo
Waren nun diese Schutzmannschaften oder Ziviltruppen Beteiligte an den Judenmorde oder nicht?
Sind diese Mannschaften integriert worden in die Waffen SS oder/und fester Bestandteil gewesen?


Die Jagdkommandos vom Major der Polizei Viktor Arajs (später Sturmbannführer) waren berüchtigt. Er wurde 1979 wegen gemeinschaftlichen Mordes an mindestens 13.000 Juden zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
Diese Verbrechen sind jedoch für die überwiegende Zahl der lettischen Hilfspolizisten und Legionäre untypisch.
(Quelle: An deutscher Seite - Neulen)

Kann Dir gerne die Scans der Seiten betr. entstehen der lettischen Legionen per Email schicken.

Ronny22


13.12.05 11:09:07
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@zum Thema "Jagdverband unter Viktor Arjas"

hier noch ein Artikel über einen Angehörigen dieser Einheit...

Lebensabend eines Massenmörders

Der mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher Konrad Kalejs reist unbehelligt aus Großbritannien aus

Ein Altersheim in der grünen britischen Provinz Leicestershire ist in den vergangenen zwei Wochen zum Brennpunkt einer Kontroverse um internationale Justiz geworden. Hier lebte bis gestern der sechsundachtzigjährige Konrad Kalejs, nachdem er aus den Vereinigten Staaten und Kanada ausgewiesen worden war. Kalejs, ein australischer Staatsbürger, wird beschuldigt, Teil des berüchtigten Arajs-Kommandos gewesen zu sein, das während des Zweiten Weltkrieges in Lettland und Weißrussland 30 000 Juden und Zigeuner ermordete. ...

Kalejs war ein Leutnant in der lettischen Armee als Lettland 1940 von der Sowjetunion annektiert wurde. Er wurde Mitglied der Roten Armee. 1941 zwang die "Operation Barbarossa" die Sowjets aus Lettland hinaus. Nach Belegen des US-Deportationsverfahrens 1994 schloss Kalejs sich einer lettischen Truppe an, die die Schmutzarbeit der neuen deutschen Herren verrichtete: die Ermordung von Juden. Der Kommandeur der Gruppe, Viktor Arajs, wurde 1979 von einem deutschen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt. ...

Nach Angaben von Raul Hilberg, einem führenden Historiker des Holocaust, hatte das lettische Einsatzkommando der deutschen Armee und SS nur 170 Mitglieder und bediente sich einheimischer Milizen und Polizeieinheiten als Instrumente der Unterdrückung. Kalejs, Hilberg zufolge ein hoher Offizier des Arajs-Kommandos, war demnach maßgeblich mitverantwortlich für die Verbrechen seiner Truppe. Neben der Ermordung von Juden arbeitete das Arajs-Kommando auch für die SS in "Anti-Partisanen-Aktionen", der Terrorisierung der Zivilbevölkerung, und als Wachen im Konzentrationslager Salaspils....

Als das US Justice Department 1984 auf seine Vergangenheit aufmerksam wurde und den Fall untersuchte, wurde Kalejs als "Schlüsselfigur" des Mordes tausender Unschuldiger 1994 ausgewiesen. Auch Kanada, sein nächstes Domizil, fand ihn schuldig an der Ermordung von 30 000 Juden beteiligt gewesen zu sein und deportierte ihn. ...







Berliner Zeitung - Artikel Jahr 2000

Ronny22


13.12.05 11:40:35
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Sind diese Mannschaften integriert worden in die Waffen SS oder/und fester Bestandteil gewesen?


Dazu das....

The 19. and 21. Schuma battalions were with the 2. SS-Infanterie Brigade since mid-1942. They then formed the 1st Regiment of the Latvian Legion, along with the 16. and 24. Schuma battalions. The 21. became the I. Bataillon, the 19. became the II. Bataillon, and the 16. became the III. Bataillon. The 24. was then used as the cadre for the 2nd Regiment, becoming its I. Bataillon. These four were the original units of the Latvian Legion/Waffen-SS. The 1st Regiment, eventually WGR 42 VV, was always meant to be three infantry battalions strong, but frequently, casualties caused it to be reduced to two battalions, with the third rebuilt when circumstances allowed. So at any given time it might have two or three infantry battalions. I hope this is what you sought.
(BTW, the information is taken from Arturs Silgailis' Latvian Legion book)

Parabellum


13.12.05 17:34:58
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Lettische Nr. 1

Nachdem die Sowjets erfolgreich aus Lettland vertrieben worden waren, stellten die Deutschen mehrere lettische Polizeiregimenter unter deutscher Führung auf. Diese sollten wichtige Versorgungslinien vor möglichen Angriffen sowjetischer Partisanen schützen.
Anfang 1943 kamen einige dieser Polizeieinheiten sowie einige deutsche Offiziere und Unteroffiziere an die Ostfront zur Heeresgruppe Nord, um Kampferfahrung zu sammeln.

Als es bekannt wurde,dass eine lettische Legion gegen die Sowjets aufgestellt wird, meldeten sich an die 32.000 Freiwillige. Am 9.3.1943 wurde der ehemalige lettische Kriegsminister, General Rudolf Bangerskis, zum Kommandanten der Einheit ernannt. Er erhielt dafür den Dienstgrad eines SS-Obergruppenführers.

im November 1943 hatten die lettischen Freiwilligen zum ersten mal Feindberührung bei Novosokolniki.
Ss galt die sowjetische Winteroffensive abzuwehren. die Letten konnten die Angriffe des Feindes zeitweise erfolgreich stoppen. Die Verluste waren jedoch hoch.
Eine russische Angriffswelle folgte der anderen und die Division sah sich ständig in verzweifelten Abwehraktionen.
Aber es war umsonst - im Juli 1944 stand der Feind wieder auf lettischem Boden.
Trotz der Verluste kämpfte die Division weiterhin hervorragend und erwarb sich den Respekt der deutschen Kameraden.
Sie wurde dann rechtzeitig zurückgenommen um einer Einkesselung zu entgehen und nach Westpreußen verlegt.

Reader die lettische Hauptstadt fiel am 13 Oktober 1944 an die Russen. Der unerbittliche Vormarsch der sowjetischen Truppen trieb dann die Division schrittweise nach Westen wo sie sich schließlich im April 1945 den britischen Truppen ergab.

Fünf Soldaten der Division, SS-Brigadeführer Nikolaus Heilmann ( ein Deutscher ), Waffen-Standartenführer Karlis Aperats ( ein Lette ), SS-Oberführer Adolf Ax ( in Flandern geboren ), SS-Sturmbannführer Erich Wulff ( ein Deutscher ) und Waffen-Unterscharführer Karlis Sensbergs ( ein Lette ) erhielten das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.


Estnische Nr. 1

Nach dem ihr Land von der Sowjetunion gewaltsam annektiert worden war, flüchteten viele estnische Soldaten in die Wälder und kämpften als Partisanen gegen die sowjetischen Unterdrücker. Diese Männer sahen die Deutschen 1941 natürlich als Befreier.
Diese wiederum nutzten die Gelegenheit ausgebildete Soldaten die glühende Antikommunisten waren für ihre Zwecke zu verwenden.
Zu diesem Zweck bildeten die Deutschen mehrere Selbstverteidigungseinheiten.
Die Reaktion der Esten war aber so gewaltig, das drei komplette Armeebataillone, mehrere Polizeibataillone und noch sechs Grenzwachregimenter aufgestellt werden konnten.

der Leiter der Verwaltung, Generalkommissar Litzmann, forderte 1942 die Aufstellung einer ethnischen Legion, um gemeinsam mit den Deutschen an der Ostfront zu kämpfen.
Die Reaktionen waren sehr ermutigend da die Deutschen ihren Aufruf schlauer Weise am ersten Jahrestag der Befreiung Tallins, der estnischen Hauptstadt gemacht hatten.

Es melden sich genügend Rekruten, und drei Bataillone für das neue formierte 1. SS-Freiwilligen-Grenadierregiment zu bilden. Ein Bataillon des Regiments hatte als Teil der Elitedivision Wiking Feindkontakt.

Im Mai 1943 wurden die Rechte des Regiments zu einer Brigade ausgebaut und zur estnischen 3. SS-Freiwilligenbrigade umbenannt.

die Brigade bestand aus den SS-Freiwilligen-Grenadierregimentern 45 und 46.

im Verlauf des Jahres 1944 beschloss Himmler, aus dieser Brigade und bereits bestehenden estnischen Freiwilligen-Bataillonen der deutschen Wehrmacht und einigen Polizeibataillonen eine neue esthnische Division zu formieren.

Eine dieser Wehrmachteinheiten war das estnische Polizeibataillone 658 unter dem Kommando eines estnischen Offiziers, Major Alfons Rebane.

Dieser Soldat hatte bereits einen Wert bewiesen, indem er im Februar 1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen bekam.

Im April 1944 kehrte das der Division Wiking angegliederte Bataillon als SS-Füsilierbataillon 20 zur neuen Division zurück.
Der Divisionskommandeur war SS-Brigadeführer Franz Augsberger, ein Österreicher, er seine neue Division Mitte 1944 in die Schlacht von Narwa führte.
Trotz ihrer Tapferkeit wurde die Division quer durch ihre Heimat in den Kessel von Kurland zurückgedrängt.
Die meisten von ihnen konnten von dort erfolgreich nach Deutschland evakuiert werden.
die Division kehrte mit Dezember an die Ostfront zurück, um den sowjetischen Vorstoß nach Schlesien und dann in die Tschechoslowakei aufzuhalten.
Franz Augsburger iel am 17.3.1945 im Kampf, als Division der sowjetischen Klammerung bei Falkenberg zu entgehen versuchte.
Sein Nachfolger als Divisionskommandant war SS-Oberführer Berthold Maack.
Im Mai 1945 fiel ein Teil der Division in die Hände der Sowjets.

Quelle: Die SS - Hitlers Instrument der Macht ( Gordon Williamson )
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