Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Gerücht über das Festsetzen Hitlers durch W-SS

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AutorBeitrag

endzeit


24.9.02 17:25:53
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Hi
Im Tieke Buch Das Ende... steht drin das Steiner mit dem SS-Pol.-PzGrReg. 7 (4.SS-Pol.-PzGrD) Hitler in Berlin im April 1945 festsetzen wollte.
Was ist dran an diesen Gerücht?
Jan

Gast


14.1.03 14:10:36
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Ich weis nicht was daran dran sein soll, habe aber eine andere Frage. Stimmt es das die SS-Generäle Dietrich und Bittrich dem Feldmarschall Rommel angeboten haben wenn das Attentat auf Hitler geklappt hätte den Wiederstand mit ihren Divisionen zu unterstützen?
Und ich habe noch eine 2 Frage, ist es wahr das Dittrich dem General Speidel durch ein gutes Wort, das Verfahren vor dem Gerichtshof erspart zu haben?

Patrick1001


14.1.03 23:18:58
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Hallo!
Das mit den Generälen Bittrich und Dietrich kann ich mit ziemlicher Sicherheit bestätigen. Auch das mit Speidel meine ich schonmal gelesen zu haben!
Gruß,
Patrick

Gast


15.1.03 15:48:56
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Danke für die Auskunft,aber mich würde interessieren von welcher Internetseite oder aus welchem Buch du die Informationen hast. Ich habe dies in Biografien über Ritterkreuzträger auf einer Internetseite gelesen.
Danke und viele Grüße
Tobias

Ronny22


23.1.03 17:51:50
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Das kann ich auch nur bestätigen!
Ich hab das in einem Fernsehbericht gesehen und auch schonmal gelesen!
Bittrich und Dietrich sagten wohl zu Rommel, das er ihr Kommandierender General sei und sie ihm bedingungslos folgen würden!
Dabei ging es darum im Westen vor den Allierten zu kapitulieren!
Das bedeutete das ein komplettes SS-Panzerkorps freiwillig die Waffen gestreckt hätte und sich dem Befehl Hitlers entzogen hätte!
Interessant wäre dann nur, wie hätten die beiden SS-Generäle gehandelt wenn sie einen direkten Führerbefehl erhalten hätten und gegen Rommel hätten handeln sollen...

Gast


23.1.03 19:20:36
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Hallo und danke für die Auskünfte,
aber was ich an der Sache besonders krass finde ist, dass die 2 SS-Generäle, zu den wichtigsten Soldaten in Hitler`s Privatarmee gezählt haben und sich ihrem Eid wiedersetzt hätten, den sie auf Hitler geschworen haben.
Das hätte in meinen Augen ein riesiges Blutvergiesen gegeben, wenn das dazu gekommen wäre, dass SS-Truppen die zum Wiederstand gehörten, gegen ihre eigenen Kameraden gekämpft hätten.
Aber wäre es dazu gekommen, dass das Ende Hitler`s durch seine eigene Privatarmee besiegelt worden wäre, könnte man in der schrecklichen Geschichte der SS doch noch ein paar kleine Lichtblicke erkennen.
Ich hoffe man sieht meine Sichtweise der Geschichte nicht falsch und dies soll auch keine Entschuldigung für den millionenfachen schrecklichen Mord an den Menschen in Europa sein. Denn die Menschen sollten aus den Fehlern der Geschichte lernen und sich nie mehr auf solche Deppen reinfallen.

Ronny22


27.1.03 12:24:24
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Ich glaube nicht das die SS-Truppen aufeinander losgegangen wären!
Bittrich und Dietrich kommandierten die Speerspitzen der Waffen-SS und waren hoch respektiert!
Wenn die Leibstandarte, die Das Reich und die Hitlerjugend Hitler den Befehl verweigert hätten, dann wäre sicher auch Steiners Wiking und die Totenkopf gefolgt, ebenso die Nordland. Und alle anderen SS-Einheiten hätten sicher ihre Kameraden nicht angegriffen!
Der Korpsgeist und die Kameradschaft waren in der Waffen-SS immer große Faktoren und schon deshalb nicht!
Außerdem reden wir hier von den größten und stärksten SS-Divisonen, wer sollte ihnen gegenübertreten???
Für viel Kommandeure (auch der Wehrmacht) wäre das der Stein zum Anstoss gewesen, alles fallen zulassen!
Sie brauchten ein Zeichen um zu wissen das sie kapitulieren können. 1944 wollten alle ein schnelles Ende des Krieges...

Gast


27.1.03 13:10:23
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Hallo, ich glaube nicht das Sepp Dietrich oder auch Wilhelm Bittrich nur im geringsten von irgendwelchen Attentatsplänen wussten. Die größte Sorge der Attentäter war bei einem gelingen des Attentates auf Hitler die Waffen-SS, allen voran Sepp Dietrich. Er war nach dem 20.07.1944 der einzige General der beim Besuch bei Hitler seine Waffe tragen durfte und ohne weiteren Sicherheitskontrolle in jedes Führerhauptquartier durfte. Dietrich hatte sich in Lebzeiten auch immer sehr negativ über die Vorgänge im Juli 44 und derer Personen geäußert, auch noch in den späten 50ziger, bzw. frühen 60ziger Jahre. Woher habt ihr solche Abenteuerliche Theorien, das Dietrich und Bittrich mit Rommel darüber verhandelt hätten ?
Kurz vor Beginn der Ardennenoffensive im Dezember 1944 glaubte noch das ganze Führungskorps der 6.SS-Panzerarmee an einen Endsieg. Erst beim Scheitern des Unternehmens Frühlingserwachen in Ungarn gegen einen hundertfach überlegenen Feind, als Hitler seine geliebte Waffen-SS mit Hohn und Wut überschüttete, war Dietrichs Loyalität gebrochen. Er schlug wütend seinen Führen vor: =Wir nehmen einen Nachttopf, werfen alle unsere Orden hinein und binden einen Ärmelstreifen der Division „Götz von Berlichingen“ herum= - eine deutliche und jedem Deutschen verständliche Anspielung. Gruß .... Jan-Uwe

Balsi


27.1.03 13:14:36
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die bemerkung kam in der Dokumentationsreihe "Rommel der Wüstenfuchs" iun der ARD

waldi44


27.1.03 13:54:36
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Sollte dem so gewesen sein, würden mich die Bewggründe interessieren. War es späte Einsicht, einem Verbrecher gefolgt zu sein? War es die Einsicht in die militärische Realität oder nur die Hoffnung mit heiler Haut davon zu kommen?

Gast


27.1.03 14:55:44
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Hallo,
ich habe das erste mal, von der Verstrickung Bittrichs und Dietrichs in Biografien auf einer Internetseite gelesen.Ich war mir aber net sicher, ob das stimmt, deshalb habe ich ja euch Hobbyhistoriker um eure Meinung gebeten. Und in der Doku Reihe Mythos Rommel haben sie auch davon gesprochen, das Dietrich von der Verschwörung wusste.Ihr habt wahrscheinlich mehr Ahnung von dem Thema, wie ein 17 jähriger Junge, der ich bin.
Aber vielleicht, hat die Invasion in der Normandie und die Mengen an feindlichen Truppen auch bei den Generälen der W-SS die Augen geöffnet. Denn in der W-SS ist man zwar schnell aufgestiegen, aber auch Generäle wie Bittrich und Dietrich haben eine Grundausbildung in Strategie gehabt und konnten ihre Truppen eischätzen.
Deshalb halte ich es für möglich, das wirklich die beiden Generäle und teile ihrer Kommandeure den Wiederstand unterstützt hätten.
Dies ist meine Meinung und wenn jemand eine andere Meinung zu dem Thema hat ist das eine Sicht der Dinge.

Ronny22


6.2.03 07:12:17
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Die Generäle der Waffen-SS hatten nicht nur eine "Grundausbildung" die meisten stammten aus der Reichswehr und hatten Kampferfahrungen des 1.Weltkriegs.
Dietrich und Bittrich waren nicht im aktiven Widerstand gegen Hitler, es ging ihnen um ihre Männer sie wollten sie nicht einfach sinnlos niedermetzeln lassen.
Dietrich hätte seine Divisionen sicher zurückgezogen und gen Osten in Marsch gesetzt.
Außerdem wurde Rommel von den Generälen der Wehrmacht und Waffen-SS sehr respektiert, er war der Wüstenfuchs...
Und auch die Generäle der Waffen-SS wußten im Spätsommer 1944 das der Krieg verloren ware, nicht erst in Ungarn.
Sie waren keine Traumtänzer wie Hitler...
Warum glaubst du haben sie am Ende sich allen Führerbefehlen widersetz und ihre Truppen nach Westen marschieren lassen um sich den Westallierten zu ergeben?
Steiner war sehr bedacht darauf das seine "Wikinger" nicht nach Berlin reingezogen werden.

Gast


6.2.03 14:26:50
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Hallo,
ich glaube aber, das es den Generälen von der Waffen-SS daran lag ihre Truppen nicht in die Hand von der Roten Armee kommen zu lassen. Deshalb haben sich die Divisionen gerne von den Amerikanern und Briten festnehmen lassen.
Denn die Soldaten von der SS, die in die Hand der Roten Armee gekammen, haben nur sehr wenige deutschen Boden wieder betreten. Denn die Verbrechen der SS an der Bevölkerung Russlands waren einfach zu schlimm.

Gast


8.2.03 13:44:28
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Ob alle Generale der Waffen-SS schon im Spätsommer 1944 von einer deutschen Niederlage überzeug waren glaube ich kaum. Die Verweigerung von Führerbefehlen innerhalb der Waffen-SS gab es abgesehen von Paul Hausser in Charkow 1943 erst in der Endphase des 2.Weltkrieges. Im Spätsommer 1944 wurde bei Arnheim noch der letzte deutsche Sieg durch die Waffen-SS erzielt, so was lies immer wieder hoffen. Es ist Richtig das Felix Steiner mit seinem III.SS-Pz.korps (bzw.11.SS-Panzer-Armee) sich allen Führerbefehlen zur Beteiligung am Endkampf um Berlin widersetzte um seine Einheiten mit den vielen tausend Flüchtlingen nach Westen vor der Roten Armee zuretten. Wäre Adolf Hitler nicht so ein Traumtänzer gewesen und hätte die 6.SS-Panzerarmee nach der Ardennenoffensive zur Verteidigung nach Berlin gezogen, dann hätte der Krieg noch etwas länger gedauert

Gast


12.2.03 16:29:00
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Hallo,
aber auch Generäle der Waffen-SS haben spätestens ab dem Sommer 1944 gesehen, das es zu Ende geht. Sie kannten ja die Lage an der Ostfront und wussten, dass es nach der Operation "Zitadelle" nur noch den Rückzug für die deutschen Truppen gab. Sie konnten bestimmt auch beurteilen, ob die "Wunderwaffen", von denen immer so schön geredet wurde auch wirklich die Wirkung haben, die sie haben sollten. Auch wenn die Waffen-SS noch einige Panzerdivisionen gehabt hätte, die der Stärke einer "Leibstandarte Adolf Hitler" oder der Division "Das Reich" entsprochen hätten, der Krieg war ab 1944 verloren. Hätte Hitler nicht eine Menge Fehler gemacht, hätte es besser für ihn ausgesehen. Aber es ist besser, das er Tod ist, wie das wir den Krieg gewonnen hätten. Ich hätte nicht die Lust in einem Deutschland zu leben, das so intolerant gegenüber anderen Kulturen ist wie es in Nazi-Deutschland der Fall war.
Es wäre besser gewesen, wenn es einen Adolf Hitler nie gegeben hätte. Deutschland wäre um einiges größer. Aber das Gute an Hitler war, das er der Welt gezeigt hat, wie man mit Diktatoren umgehen soll. Sich nie von einem Diktator verarschen lassen und wenn dieser aufmuckt gleich eins auf die Fresse. Hätte man Hitler gleich nach Polen in seine Schranken gewiesen, wäre es vielleicht nie so schlimm gekommen und einige millionen Juden hätten ein längeres Leben führen können.
Aber dies alles ist Geschichte und für mich steht meine Meinung fest, jeder General der Waffen-SS der 1944 noch an einen Endsieg geglaubt hat, konnte die Lage nicht richtig einschätzen.

Spirit Wake


12.3.03 19:51:23
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Hallo,
ja es stimmt, es gab Pläne, Hitler durch die SS festsetzen zu lassen. Diese Pläne stammten von Himmler und dessen Umfeld. Bereits 1942 dachte man da über "Alternativlösungen" nach. Es wurden Friedensfühler zu den West-Alliierten ausgestreckt, aber ohne Erfolg. Himmler hatte auch Kontakt zu Widerstandskreisen, er wußte vom Attentat und hoffte insgeheim, daß es gelingen würde und er nicht in die Notwendigkeit kam, handeln zu müssen. Himmler hat das Auflehnen gegen Hitler immer wieder vor sich hergeschoben, und damit seine Umgebung schier zur Verzweiflung gebracht. Schließlich entschloß er sich dazu, Hitler durch Ärzte für verrückt erklären und festsetzen zu lassen. Man fühlte bei den Ärzten vor, die wollten aber nicht mitstpielen und so hat Himmler wieder nicht gehandelt. Alles beschrieben in den Memoiren von Walter Schellenberg.
Grüße

Panzermeyer


13.3.03 19:38:38
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Ja ja ich bestätige dies und das und sonst noch irgend etwas. Diese Behauptungen stehen ausschließlich in den diversen W-SS Dokumentationen etc. In der heutigen histor.Forschung war davon nie die Rede. Die Trp. war auf den Führer vereidigt und eingeschworen. In Verbrechen war sie verstrickt und trotzdem kamen ihr nie Zweifel,erst bei der Götterdämmerung. Ich will nicht vorschnell urteilen aber auch wenn in heutigen Dokus ala Guido Knopp sicherlich viel falsches berichtet wird so gibt es auch eine Wahrheit und die ist nun mal bewiesen. Der W-SS ein Freifahrtschein zu attestieren und zu sagen womöglich wären sie gegen ihren obersten Feldherren angetreten kann nur ins Märchenbuch gehören.

Tobias


14.3.03 15:18:17
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Hallo,
aber auch ein General der Waffen-SS hat ab den Niederlagen in Stalingrad und in Afrika sehen müssen, das es zu Ende geht und das die Befehle Hitlers nichts bringen, weil Hitler nicht die Ahnung hatte um einen Krieg zu führen. Und man kann nicht die Soldaten der Waffen-SS und der normalen SS über einen Kamm scheren. Die meisten Verbrechen haben die Soldaten von der normalen SS begangen. Es gab zwar auch Verbrechen bei der Waffen-SS und die will ich auch nicht beschönigen, aber welche Armee begeht im Krieg keine Kriegsverbrechen? Selbst die Amerikaner begehen Kriegsverbrechen. Oder ist eine Atombombe kein Kriegsverbrechen. Oder ist der Einsatz von Napalm gegen die Bevölkerung Vietnams kein Verbrechen. Auch die neue Superbombe der USA ist ein Verbrechen, in den technischen Daten für diese Bombe heißt es, das sie nur 13 Meter von ihrem Ziel abweicht. Aber das ist doch scheiß egal, wenn im Umkreis von ein paar hundert Meter alles Leben ausgelöscht wird.
Ich sehe es so, Krieg ist oder sollte nicht die Lösung sein.

Indy


14.3.03 17:03:52
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So ist es!
Es hat im 30Jährigen Krieg verbrechen gegeben, im 1.Weltkrieg, im 2.weltkrieg, in Korea, in Vietnam, im Golfkrieg, im Afganistankrieg und im nä#chsten Golfkrieg...und in den Kriegen und Konflikten daszwischen auch!

Tobias


14.3.03 18:21:19
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Hallo,
aber das Problem ist nun mal, das bei uns sich die Verbrechen gehäuft haben und auch sehr schrecklich waren.

Quintus


15.3.03 06:50:46
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Sicher, Indy, hat es in jedem Krieg Verbrechen gegeben! Nur, was bei der Betrachtung der Verbrechen Nazi-Deutschland erschreckend ist, sind die von der Führung befohlenen, sanktionierten oder geförderten Verbrechen (z.B. Holocaust, Oradur-sur-Glane, Komissarbefehl etc.) - aber was will man von einer Regierung erwarten, dessen Vertreter sich selbst des Mordes schuldig gemacht haben (z.B. "Röhm-Nacht")...
Vergleichbares fand man übrigens auch im Vorgehen Serbiens gegen Bosnien - und das, OBWOHL die UNO anwesend war!
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