Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Ausländeranteil in der Waffen-SS

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AutorBeitrag

Ronny22


11.11.02 00:28:05
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Das ist bestimmt ganz interessant für einige...
400.000 Reichsdeutsche
310.000 Volksdeutsche
40.000 Holländer
22.000 Flamen
16.000 Wallonen
12.000 Franzosen
100 Engländer
100 Liechtensteiner
1350 Schweizer
5000 Tschechen
8000 Dänen
3000 Finnen
300 Schweden
8000 Norweger
16.000 Albaner
4000 Serben
6000 Slowaken
18.000 Bosniaken
1000 Griechen
10.000 Italiener
800 Spanier
50 Portugiesen
3000 Bulgaren
5000 Rumänen
40.000 Ungarn
25.000 Esten
35.000 Letten
4000 Litauer
3000 Armenier
4000 Georgier
15.000 Kaukasier
2000 Kirgisen
35.000 Kosaken
20.000 Russen
10.000 Tartaren
8000 Turkestaner
25.000 Ukrainer
2000 Uzbeken
3000 Inder
5000 Türken

unknown


10.3.04 01:30:46
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Hi

Sorry das ich den alten Beitrag nochmal nach vorne hole, aber was mir auffält ist das es anscheinend keine Polen in der Waffen SS gab. Aus jedem Europäischen Land (ausser den kleinstaaten) gab es angehörige in der Waffen SS, bei Polen etwa nicht?

Popski


10.3.04 11:57:32
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Unknown schrieb:

"Aus jedem Europäischen Land (ausser den kleinstaaten) gab es angehörige in der Waffen SS, bei Polen etwa nicht?"

Bemerkenswert nicht wahr? Die Polen brachten keine eigene Einheit zusammen, jedenfalls nicht in Divisionsgröße. Es mangelte schlicht an Freiwilligen (ach, die Polen waren mir schon immer sympathisch). Einige Polen (Anzahl unbekannt, zumindest mir) dienten in der 30. Waffen-Grenadier-Division der SS (russische Nr 2). Auf alle Fälle im 1. bzw. 2. Regiment. Gerade diese beiden Regimenter hatten massive Fahnenflüchtige (sie werden mir immer sympathischer). Im Herbst 44 kam es sogar zur Meuterei (der pure Wahnsinn! Ich zieh den Hut!). Es wird auch vermutet, dass in der 14. Waffen-Grenadier Division der SS (ukrainische, auch "galizische" genannt) einigen dienten. Soll aber auch nicht verschwiegen werden, dass es offensichtlich bis Ende 1944 einen Erlaß (mal wieder) vom Gröfaz (siehe unten, auch für Link), der untersagte, dass Polen einrücken dürften (zum Glück für die Polen!).

Die Polen sind bis zum heutigen Tag stolz darauf (mit Recht), dass nicht Scharen von Polen zur Waffen-SS überliefen (wie in anderen Ländern) und grundsätzlich auch nicht mit den Deutschen kollaborierten. Verkompliziert wird es jedoch dadurch, dass etliche sog. "Volksdeutsche" im damaligen polnischen Staatsgebiet lebten. Etliche von diesen waren nur zu gern bereit mit Kriegsausbruch sich zur Wehrmacht zu melden, oder einer Art Polizeischutztruppe. Mit Sicherheit werden etliche von diesen zu den obigen Waffen-SS Freiwilligen gehören.

Quellen: Meine Erinnerung (keine Ahnung mehr, wo vor ja gelesen), knappe Hinweise hier (jedoch ohne Primärquellen):

http://www.wssob.com/030divrus.html

Siehe auch hier ("Vorschläge, polnische bewaffnete Einheiten zu bilden, die ihm sowohl von Teilen des deutschen Establishments wie von bestimmten polnischen Kreisen unterbreitet wurden, hat Hitler bis Ende 1944 stets abgelehnt.") !:

http://www1.ku-eichstaett.de/ZIMOS/forum/docs/kochan.htm

Grüße

[ Editiert von Popski am: 10.03.2004 11:58 ]

Erich


10.3.04 13:04:19
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Deutschland hat versucht aus den Bergbewohnern ein Góralenvolk zu bilden. Das ganze ist dann aber kläglich gescheitert. Das gleiche war mit den Kaschuben. In Polen gab es nur vereinzelte Kollaborateure, Mitläufer und zwangsweise Rekrutierte in der Wehrmacht.
Die polnische Polizei hatte eine -"gespaltene Funktion". In den Ostgebieten wurden glaube ich 2 oder 3 Schutzbataillone aufgestellt um die poln. Bevölkerung vor den Ukrainern zu schützen.
Bei den "Polen" in den W-SS Divisionen, da würde ich vorsichtig sein. Viele Ukrainer haben sich 1945 als Polen/poln. Staatsbürger ausgegeben um nicht an die Sowjets ausgeliefert zu werden.

waldi44


10.3.04 13:32:03
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Ronny, die Zahlen sind nicht neu und standen in der Vergangenheit schon mehrfach hier im Forum.
EINES daran ist interessant und zeigt eigentlich die Unfähigkeit eines Himmlers und Hitlers, der militärischen Situation, speziell der personellen, gerecht zu werden.
Lediglich:
3000 Armenier
4000 Georgier
15.000 Kaukasier
2000 Kirgisen
35.000 Kosaken
20.000 Russen
10.000 Tartaren
8000 Turkestaner
25.000 Ukrainer
2000 Uzbeken

konnten rekrutiert werden- doch eher kläglich, wenn man bedenkt, wieviel Gefangene Russen es gab.
Die Balten hätte man besser in eigene Armeen aufstellen sollen, da wären vielleicht einige hunderttausend zusammen gekommen und 12.000 Franzosen sind nicht wirklich viel, da schon eher die 40.000 Holländer....
Man darf dabei auch nicht vergessen, dass alle nichtnordischen Ausländer(16.000 Albaner, 4000 Serben, 6000 Slowaken, 18.000 Bosniaken) eher als Pack gesehen und behandelt wurden und oft auch selbst so handelten!
Nur zu gebrauchen im Kampf gegen ihre eigenen Landsleute und Titos Partisanen!

"Deutsche" Wehrmacht

Gast


10.3.04 13:32:06
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Gepostet von Ronny22
Das ist bestimmt ganz interessant für einige...
Woher stammen die Zahlen?

Hofboy86


10.3.04 18:10:43
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schön,heute suchte ich ne halbe stunde nach dieser statistik und finde sie fast ganz vorne- gestern war sie noch auf seite 3 oder so...
jetzt hab ich sie ja gefunden!
Somit gilt wieder der Spruch des Tages: "Das was du suchst findest du immer da, wo du zuletzt nachschaust! :tzzzz:" *g*

Gast


10.3.04 18:35:20
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und noch ca. 300 Luxemburger von denen bis zur Eindeutschung des Großherzogtums 1942 alles Freiwillige waren.

Lucky


10.3.04 21:11:52
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Gepostet von unknown
Hi

Sorry das ich den alten Beitrag nochmal nach vorne hole, aber was mir auffält ist das es anscheinend keine Polen in der Waffen SS gab. Aus jedem Europäischen Land (ausser den kleinstaaten) gab es angehörige in der Waffen SS, bei Polen etwa nicht?

Es kann aber sein, dass die Polen einfach unter dem Begriff Volksdeutsche gelaufen sind. Es wurde damals mit einer "Volksliste" versucht, Leute aus Polen einzudeutschen.

Viele Grüsse
Lucky

Seyffardt NL


16.3.04 10:44:44
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Woher kommen diese Zahlen?:harlekin:

Balsi


17.3.04 21:22:30
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is ja mal interessant.. in mein Gästebuch hat augenscheinlich ein holländischer Leser geschrieben.. das es in der Waffen-SS 20.000 Holländer gab.. dagegen in der holländischen Brigade (auf alliierter Seite) nur 1800...davon waren wohl nur die Hälfte Freiwillige

wie kann man das bewerten?

[ Editiert von Administrator Balsi am 18.03.2004 9:31 ]

unknown


18.3.04 20:24:23
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wäre holland von den alliierten besetzt gewesen wären die zahlen wohl umgekehrt

waldi44


18.3.04 23:18:54
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Ja, das sollte man auch bedenken. Bei den "Ausländern" im alliierten Heer handelte es sich entweder um Flüchtlinge, Emigranten oder Evakuierte- klar, dass da manchmal nicht soviel zusammen kommen konnte, weil nicht mehr da waren!
Die SS hingegen rekrutierte ihre Soldaten ja direkt aus dem besetzten Lande, also aus einem Millionenpulk und dafür meine ich, kamen doch recht wenige zusammen!

Balsi


19.3.04 10:29:58
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naja.. die Polen hatten doch weitaus mehr Soldaten auf Seiten der Alliierten oder? Also direkt daran liegen kann es doch dann eigentlich nicht

waldi44


19.3.04 10:35:52
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Die Polen konnten damals mit grösseren Truppenkontingenten über Rümänien flüchten. Allein die Armee Anders (stand im Iran) hatte um die 100.000 Mann.
Überhaupt empfinde ich es als eine der grossen Ungerechtigkeiten des 2. Wk bzw der "Neuordnung" hinterher, dass die Polen "leer" ausgingen! Sie waten in meinen Augen mehr "Siegermacht" als Frankreich und hatten für ihre Freiheit mehr gekämpft und mehr Opfer gebracht als irgend ein anderes Volk, die Russen mal ausgenommen(die Juden kann man in diesem Zusammenhang nicht "mitzählen" und die Deutschen auch nicht!

Anders, Wladyslaw, *Blonie bei Warschau 11.8.1892, +London 12.5.1970, poln. General (1936); im 1. Weltkrieg Dragoneroffizier in der russ. Armee, nach der Oktoberrevolution im poln. Heer, Kampf gegen die Rote Armee, 1921-24 Ausbildung in Frkr., danach als Kavallerie-Inspekteur bemüht um die Hebung des Ausbildungsstandes der poln. Offiziere. Als Kommandeur einer Kavallerie-Brigade kämpfte A. im Polenfeldzug zunächst an der ostpreuß. Front, zog sich auf Warschau zurück und stand beim Eingreifen der sowjet. Truppen (17.9.1939) bei Lemberg. Vergebl. versuchte er sich nach Ungarn oder Rumänien durchzuschlagen und geriet in russ. Gefangenschaft. Nach dem dt. Angriff auf die Sowjetunion (22.6.1941) kam es zu einem Übereinkommen zw. Moskau und der poln. Exilreg. in London über die Aufstellung einer poln. Armee in Rußland, die A. führen sollte, nachdem er dem Schicksal seiner Kameraden in Katyn entgangen war. Wegen der rasch vorstoßenden dt. Truppen trat A. mit seinen Verbänden (60,000 Mann) und zahlr. poln. Zivilpersonen 1942 zur brit. Orientarmee und kämpfte mit dem II. poln. Korps in N-Afrika und Italien. Ihm glückte, was Amerikaner und Neuseeländer vergebl. versucht hatten: die Einnahme von Monte Cassino im Mai 1944, die den Weg nach Rom freimachte. Im Febr. 1945 wurde A. OB aller poln. Truppen im W, fast 200,000 Mann, die zu 80 % wie er nach der Bolschewisierung Polens die angebotene Repatriierung ablehnten und im engl. Exil blieben.

Seyffardt NL


19.3.04 18:02:57
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Gepostet von Balsi
is ja mal interessant.. in mein Gästebuch hat augenscheinlich ein holländischer Leser geschrieben.. das es in der Waffen-SS 20.000 Holländer gab.. dagegen in der holländischen Brigade (auf alliierter Seite) nur 1800...davon waren wohl nur die Hälfte Freiwillige

wie kann man das bewerten?

[ Editiert von Administrator Balsi am 18.03.2004 9:31 ]


Das Zahl 20.000 stimmt nicht; dass sind ja nur die gewesen die sich in den Niederlanden angemeldet haben (um 23.000) aber es gab auch manche Fremdarbeiter (die schon vor dem Krieg in Deutschland arbeiteten und wohnten) die sich dort als Freiwillige gemeldet haben. Diese männer sind also nicht in den Niederlanden registriert.

In alliierter Dienst gab es über 2.500 Niederländische Freiwillige (Prinses Irene Brigade, RAF, Royal Navy, no. 2 Dutch troop, usw.):kiffkuff:

Casi


22.3.04 23:08:12
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gab es bei der SS nicht auch eine Handvoll Afganen? :Schulter: Ich glaube mal so etwas gelesen zu haben. Kann aber auch eines der "Landserheftchen" - die man sowieso mit Vorsicht geniessen sollte - gewesen sein.
hab keinen Schimmer.
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