Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

FRONTAL 21

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AutorBeitrag

indy


26.11.02 23:24:28
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Hallo zusammen, hat einer eben Frontal 21 gesehen?
War wieder ein zusammengeschnittener Beitrag von Hobbyhistoriker Knopps SS Saga.
In gewohnt objektiver und enthüllender Weise klärte Frontal den Mythos der W-SS auf.
U.a. zu Wort kamen 2 SSler die sich fasst mit s*** H*** verabschiedet hätten u. 2 die alles bereuten...
Genial diese völlig neuen Fakten: Die WSS war nämlich gaaanz böse!
Naja die Kernaussage kam dann von Prof.Dr. Wilhelm Benz vom Institut für Antisemitische Forschungen:
Die Soldaten der W-SS machten keine Gefangenen, Partisanen werden grundlegend erschossen- Juden sind grundsätzlich Partisanen,...
Dann kam noch das moralisch wertvolle von Theo 'schläfert alle Kampfhunde ein' Koll:
Die Waffen SS ist, nicht wie Adenauer es sagte der 4. WM-Teil, sondern eine, vom alli. Militärtribunal i. Nürnberg , bezeichnete Verbrecherorganisation! Boohhaa das nenn ich Fakten, weiter so!


Gruß indy

Balsi


27.11.02 08:02:34
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naja... das typische Schema wieder.... habe mir den Beitrag zuvor angesehen... ich glaube Willy Seidel wird dank seiner Aussage "Ich war gerne SS-Mann" seines Lebens nicht mehr froh sein. Es hat also bewusst und mit Wonne die Leute erschossen (bzw. war bei den Einsatzgruppen dabei). Die Frage ob er auch geschossen hätte wenn mane s verlangt hätte. Kann wohl niemand im nachhinein beantworten. Auch wir können uns da nicht sicher sein. Es gibt bestimmt einige ehem. SS-Soldaten die nichts mit Erschiessungen zu tun hatten und einfach "nur" Soldaten waren. Dürfen die nicht sagen sie waren gerne bei der Waffen-SS?
Wenn ich derartige Beiträge sehe denke ich immer an meinen grossvater.... denn laut des Beitrages.. war er streng auf Kurs, Nationalsozialist pur und Judenhasser hoch 3, immerhin war er 34 in der SS .. Musiker.

indy


27.11.02 20:02:07
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Was ich am schlimmsten finde, das diese selbstgerechten, quotengeilen'Moralapostel' diesen m.e. dilletantischen Bericht als "die" Wahrheit überhaupt ansehen.
Natürlich mit neusten Forschungen(neue Filmchen...), Zeitzeugenaussagen(immerhin 4 von 900000), sog. Experten (prof.dr. Benz) erbracht.
Und dann stellt man die ganze Truppe ganz objektiv als ideologisch-verpeilte,naive Kriegsverbrecher dar, die sich nie an die Haager Konventionen gehalten haben.
Und die 'dumme' Masse nimmt das natürlich so zur Kenntnis, wie alles was einem so 'Beigebracht' wird.
Frei nach dem Motto: Ich weiß es, das ZDF hat es gesagt...
:headshot:
Wer steckt eigentlich hinter FRONTAL 21 ?

Gruß Phillip

panzerjaeger


27.11.02 21:17:55
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Naja ich finde es sehr schwierig neutral zu sein...
1. Stimmt sicher ein Teil.
2. Können die die das recherchieren nicht aus eigenem ermessen und erfahrung berichten....Es kann sein das viele die heute sagen pfui damals selber mitgemacht hätten...
Selbst die RK träger vom Hauptmann an hatten sicher dreck am stecken...egal welche einheit...Mir tut immer der schütze Arsch leid...
;( ;( ;(

Guenther


27.11.02 23:47:55
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Panzerjäger, bei Satz 2 stimme ich Dir 100% zu.
Guenther

indy


4.12.02 18:01:39
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Wie war denn Gestern der 5. Teil von Knopps SS Doku...hab das total vergessen...

Gruß indy

Balsi


4.12.02 19:39:44
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naja war wie immer... schau das nur noch wegen den Bildern und Filmen..es ging grösstenteils um Massaker...

Micha77


4.12.02 19:42:38
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Alles wie immer.Die Waffen-SS wurde als heidnischer,alles ausradierender(sowie ab und zu besoffener) Haufen dargestellt.Es war immerhin erstaunlich das die enormen Leistungen dieser Truppe im Kampf nicht geleugnet wurden.Trotzdem erreicht das ZDF mit dieser Serie genau das was man auch will.Dem weniger Geschichts-Interessierten weissmachen das alles sch.... war.Eine absolute Frechheit gegenüber noch lebenden(besonders aber gegenüber den gefallenen)Soldaten der Waffen-SS war der letzte Satz ''...halt doch keine Soldaten wie andere.''

Balsi


4.12.02 20:02:27
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richtig den hab ich mir auch gemerkt... ich finde das ein film von betrunkenen Soldaten nun wirklich nciht ein indiz für mordgierig sein kann... das passt nun aber garnicht.. ich meine wurde bei den Amis nicht gesoffen?
Ich frage mich.. wieso finden sich immer wieder ehem. Soldaten die solche Sendungen unterstützen? ich meine jeden veteranen den ich kenne verurteilt solche Art von Sendungen. Dennoch finden sich immer wieder welche.

Micha77


4.12.02 21:12:10
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Leider war es schon immer so(und wird auch immer so sein)das
der Sieger die Geschichtsbücher schreibt.In einem Buch über die Waffen-SS steht folgendes,zum nachdenken anregende Zitat:
Es ist nichts Grosses dabei,
wenn ein Volk seine
Krieger ehrt,
die da siegreich heinkehrten.
Aber wie gross und edel
müsste ein Volk sein,
das seinen Männern,
die geschlagen zurückkommen
noch Kränze flicht.

panzerjaeger


4.12.02 21:19:42
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Naja ich kann die kerle verstehen wollten auch mal abschalten....Aber ein Typ der W-SS der interviewt wurde fand ich net schlecht der hies irgendwie G... der hat eigentlich gut erzählt...Der rest...Brauchen wir nicht viel reden.

indy


4.12.02 22:04:23
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Ja stimmt, das mit der besoffenen Leibstandarte hatten die auch in Frontal gebracht, natürlich ganz objektiv...wenn nicht gemordet wurde, ham`se gesoffen...

Gruß indy

Micha77


5.12.02 00:27:04
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In diesem,unserem Vaterland(in dem sogar das oberste Staatsoberhaupt mit nem Lied verarscht wird ohne das Jemand was dagegen unternimmt...)zählen halt Charaktereigenschaften wie Ehre,Treue und Vaterland nichts mehr.Was soll man auch erwarten wenn jetzt schon 10 % unserer Mitbürger Yildiray,Ütschwütsch und was weiss ich noch heissen.In 20 Jahren wird man garantiert auf der Strasse dumm angemacht wenn man so ausgefallene Namen wie Müller oder Meier hat...

waldi44


5.12.02 18:03:33
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Na Freunde, nun bleibt mal schön auf dem Teppich ;)! Wer was anderes lesen, sehen oder hören will, findet doch ganz leicht was anderes...
Vieles was in diesem Bericht gesagt wurde deckt sich mit dem, was ich schon anderswo, unter anderem beim Maeder, gelesen habe!
Warum eigentlich fragt niemand nach dem Massaker an den 185 ermordeten britischen Soldaten vor Dünkirchen? Ich habe davon noch nie was gehört und es würde mich schon näheres dazu interessiern.
Worüber genau regt ihr euch eigentlich auf? Das einzigste, was ich absolut daneben fand, waren die Bilder der Besoffenen! Die hätte man wohl bei jeder Armee und allen Waffengattungen so oder so ähnlich drehen können!
Wer hat denn ernsthaft etwas Neues erwartet? WAS soll es denn da neues geben und wie hätte man sonst über die Waffen SS berichten sollen?
Mich hat eigentlich eher gewundert, dass der Querverweis auf die Totenkopfverbände fehlte, oder habe ich den verschlafen :D?

OGLongbeach


5.12.02 19:22:08
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Sehr schön, Waldi !!
Hatte leider noch keine Zeit mich so oder so ähnlich zu äußern.
@ Micha:
Dir will ich nur sagen das diese Ötztürks, und wie sie alle heißen, in den 60er 70er Jahren geholfen haben, den Lebensstandart zu erarbeiten, in dem Du heutzutage lebst !!
Außerdem, was beschwerst Du dich. Ohne Zuwanderung gehts in den nächsten Jahrzehnten eh nicht, weil der gute Deutsche zu egoistisch für Kinder geworden ist, mal ganz davon abgesehen das man in Deutschland mit mehr als 2 Kindern eh schon als asozial abgetan wird.
Das ist in meinen Augen ärmlich !!

OG Longbeach

Steffen72


7.12.02 19:55:53
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Auch ich habe die sehr stark Klischee belastete Sendung im ZDF über die Waffen-SS gesehen und wie zu erwarten auch nichts Neues erfahren. Schon frühere Sendung wie die 3teilige Doku über die Waffen-SS verliefen in einem ähnlichen Stil. Auf meine persönl.Rücksprache mit Hendrik Verton, einem ehem. SS-Uscha.der Div. Wiking konnte ich erfahren das diese Sendung nicht das wiedergegeben hatte,was er vor der Kamera ausgesagt hatte.Und darüber war er sehr verbittert denn solange diese falsche Berichterstattung gesendet wird dürften die meisten Menschen die Nase rümpfen. Eigentlich Schade,also Herr Knoop
"Bei der Wahrheit bleiben".

waldi44


7.12.02 23:28:25
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Ich denke aber auch, dass es in 3x45 Minuten sowieso kaum möglich ist dem Thema gerecht zu werden ohne neue Fragen aufzuwerfen bzw Missverständnisse auszuräumen. Eher entstehen neue!
Mit "Verbrecherbande" allein, ist es wohl nicht getan, aber mit "heldenhafter Truppe" auch nicht und selbst ein "Zwischending" zwischen beidem triffts wohl nicht. Das Thema SS ist einfach zu vielschichtig, so vielschichtig, wie die allgemeine Meinung zum Thema überhaupt!
Wahrheit? Wessen Wahrheit?

Sniper


7.12.02 23:43:26
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Die Wahrheit? Was ist die Wahrheit?
Ich sehe das so. Wir haben den Krieg verloren. Also sind wir deutschen die Verbrecher. Hätten wir ihn gewonnen wären die deutschen Soldaten egal ob Wehrmacht oder SS die Helden dieses Krieges.
Verbrechen, ob an Soldaten in Gefangenschaft geratenen oder Zivilisten gab es auf allen Seiten. Und wird es im Krieg auch immer geben. Es gibt halt keinen sauberen Krieg.
Also was bleibt uns, den Verlierern dieses Krieges weiter übrig als uns vor der Welt als die Bösen zu outen? Was würde es für eine Geschrei geben wenn im deutschen Fernsehen Heldenberichte über den ruhmreichen Kampf der SS gezeigt würden. Und was erwartet ihr in einem Land in dem der grüne Umweltminister das Wort "deutschen" von seinen Briefkopf verbannt? Er ist nur Mitgleid des Bundestages nicht Mitglied des deutschen Bundestages.
Gruss Sniper

Micha77


8.12.02 01:07:18
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Der Sieger schreibt die Geschichtsbücher(habe ich etwas weiter oben schon mal geäussert).So ist nun mal der Lauf der Geschichte.

Quintus


8.12.02 06:33:54
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gepostet von gast-Sniper
Wir haben den Krieg verloren. Also sind wir deutschen die Verbrecher. Hätten wir ihn gewonnen wären die deutschen Soldaten egal ob Wehrmacht oder SS die Helden dieses Krieges.
Verbrechen, ob an Soldaten in Gefangenschaft geratenen oder Zivilisten gab es auf allen Seiten. Und wird es im Krieg auch immer geben. Es gibt halt keinen sauberen Krieg.

Im Prinzip ist das nicht falsch, aber es gibt bezüglich den Verbrechen der Deutschen während des Zweiten Weltkrieges qualitative Unterschiede - ich erinnere nur an die hinter der Front geschehenen Massenerschießungen von Juden. Das war eindeutig Völkermord! Oder der Kommisarbefehl über die sofortige Erschießung der Polit-Offiziere der Roten Armee, was ein unvergleichliches Kriegsverbrechen war. Das kann man nicht mit der Aussage abtun, dass es keinen sauberen Krieg gibt.
Als Vergleich möchte ich mal den Vietnamkrieg heranziehen, denn da wurden innerhalb der US-Army solche Exzesse streng geahndet - sofern sie denn angezeigt und bekannt wurden. Denn solche Aktionen waren weder von der militärischen, noch von der politischen Führung substantiiert.

ralph


8.12.02 13:55:22
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naja, wie das mit den interviews im fernsehen läuft kann ich mir schon denken, da werden die XX-angehörigen angeschrieben sie sollen was zu ihrer geschichte erzählen und dann werden die beiträge so zurechtgeschnitten, daß die redakteure am ende genau das haben was sie haben wollten, was die leute dann eigentlich mit ihren erzählungen sagen wollten kommt so in einem völlig anderen licht wieder zu tage. vom prinzip her sehe ich das schon fast als betrug an !
zu micha muss ich sagen, daß er sich mit seinen äußerungen etwas zügeln sollte, das ist eine ebene von der wir uns hier ganz klar distanzieren ! sicher ist es bitter, daß man uns deutschen für immer und ewig den "schwarzen" peter zuschieben wird, obwohl viele anklagende nationen in keinster weise eine bessere geschichte aufweisen können, allerdings brauche ich zu diesem thread nichts weiter beifügen, denn das haben wir hier schon oft genug erörtert.

mproper


8.12.02 14:08:43
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was mich bei diesen themen immer ärgert ist das der krieg vor fast 60 jahren verloren ging und man hat das gefühl das die deutsche seite irgendwie nen klops im kopf hat immer wieder zu betonen wie schlimm wir deutschen waren ,die anderen waren auch nicht besser ,immer wieder diese asche auf mein (unser) haupt nummer und wie können wir es wieder gut machen ,sprich wer will geld ,da fließen nach so langer zeit immer noch summen da wird einem schwindelig und unser staat ist bankrott ,irgendwann muß doch mal schluß sein mit der selbstzerfleischung ,sicher sind da sachen gelaufen die schlimm waren ,aber das ist lange her und irgendwann muß doch mal normalität einkehren ,weiterhin habe ich mexikanische verwandschaft die haben garnicht verstanden wo das problem liegt zb. das man das hakenkreuz abdecken muß (86a)und eins möchte ich doch noch zu den kindern loswerden wir haben auch zwei kleine "engelchen" und bekommt ständig stöcke zwischen die beine geworfen egal ob es um den kindergarten platz geht oder meine frau keine arbeit mehr findet ,denn wenn ein arbeitgeber schon hört 2kleine kinder hat sich das vorstellungsgespräch schon erledigt ,da kann ich mir nicht vorstellen das es nun einfacher ist ausländerfamilien mit kindern hier zu integieren als ein bißchen was für sein eigenes volk zu investieren ,auch die ausländer mit denen ich zusammen arbeite sind nicht hell auf begeistert wie es hier läuft ,ein pole meinte wenn es hier noch schlimmer wird geht er halt nach polen zurück

Balsi


8.12.02 15:00:18
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ALSO ICH SAG MAL SO:: traditionsbewusst und Stolz aufs eigene Land ist ja nciht gleichzusetzen mit Ausländerfeindlichkeit.. Unsereins kauft auch nur dort (meistens jedenfalls) wo es gute Qualität gibt. Gibts es in Deutschland nun bessere Lebensqualität nehme ich die halt als Ausländer.
Der Deutsche Staat schafft aber auch die nötigen Grundlagen dafür. Ich für meinen teil sehe keinen grund warum man Russland-deutsche nciht nach Deutschland holen sollte. Habe in meiner Fahrschule einige, die haben alle erzählt, das sie in Russland verachtet werden, bekommen keine Arbeit usw. Die haben ihr ganzes Bauerngehöft verkauft .. für 4000 Mark... und nun sind sie hier und werden fast ähnlich so behandelt wie in Russland. Wenn man sich vorstellt das die ein Leben land ihr Deutschtum bewahrt haben und nun endlich in IHR!!! Land zurückgehen.. muss es schrecklich sein das zu erleben was sie hier erleben. Das tut mir leid.
Allerdings verstehe ich nicht das jemand stolz einen deutschen Pass vorzeigt und dann nur russisch spricht...
Die Frage allerdings ist.. ob diese liberale Ausländerpolitik auch eine Folge des 2. WK ist. Ich meine ist eine Politik wie sie die USA macht bspw. auch in Dtl. möglich?

Micha77


8.12.02 18:04:12
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Ich habe vielleicht die etwas falschen Worte gewählt,denn ich gehöre nicht zu den Leuten die mit Nazi-Fahne durch die Stadt ziehen und Dönerstände anzünden.Trotzdem ist das von mir Gesagte meine(wenn auch nicht politische)Meinung.
P.S.Ich habe zu Hause auch keine Hakenkreuzfahne an der Wand hängen falls das Jemand vermuten sollte...
Micha

ralph


8.12.02 20:40:49
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diesen vorwurf habe ich dir ja auch nicht gemacht. meiner meinung nach gehört das asylrecht komplett überarbeitet, aber diese fehler hat man schon in den 60er jahren gemacht als man in deutschland dachte der aufschwung halt die nächsten 100 jahre an ! verfolgte und kriegsflüchtlinge sollten ohne bedenken asyl gewährt bekommen, bei den sogenannten wirtschaftsflüchtlingen sollte man allerdings genauestens prüfen ob einem asylantrag stattgegeben werden könnte. nur weil es in rumänien, kasachstan oder wer weiß wo schlechter zu leben ist als hier....da sollte man anderst vorgehen, mit subventionen etc. denn zahlen müssen wir ja so oder so, dafür sorgen schon unsere "aufpasser".
balsi hat ganz recht mit seiner äußerung, daß immer noch alles mit den folgen des 2. weltkrieges zu tun hat !

Sniper


9.12.02 03:43:56
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ich erinnere nur an die hinter der Front geschehenen Massenerschießungen von Juden. Das war eindeutig Völkermord! Oder der Kommisarbefehl über die sofortige Erschießung der Polit-Offiziere der Roten Armee, was ein unvergleichliches Kriegsverbrechen war
Quintus da gebe ich dir vollkommen Recht. Ich wollte damit auch nur ausdrücken das Kriegsverbrechen halt auch mit zweierlei Maß gemessen wird. Die Verbrechen der Verlierer und die der Gewinner sind und beleiben Verbrechen nur das die Verlierer für ihre bezahlen müssen, wärend sich die Gewinner für ihre Denkmäler setzen. Ich erinnere nur an Bomber Harris. Bombenterror gegen Zivilisten. Massenmord? Völkermord? Wie würde wohl das Kriegsverbrecher-Tribunal urteilen wenn er zu den Verlierern gehört hätte?
Polen-Katyn. Massenmord an polnischen Offizieren. Jahrzehntelang den deutschen angelastet. Heute wissen wir es besser. Begangen von den Gewinnern.
Russische Juden, Wolga-Deutsche, Krim-Tataren ......... zu tausenden auf Befehl von Stalin in Lagern vernichtet. Kriegsverbrecherprozess? Fehlanzeige.
Und man könnte die Liste mit Verbrechen beider Seiten endlos verlängern. Büßen für ihre Verbrechen müssen aber leider nur die Verlierer. Daher mein ausspruch es gibt keinen sauberen Krieg, auf keiner Seite.
Gruss Sniper

Quintus


9.12.02 05:15:11
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@ gast-Sniper:
Richtig, der alliierte Bombenterror gegen Kinder, Frauen und Alte war (jedenfalls für mich) ohne Zweifel ein Kriegsverbrechen von der Größenordnung eines Völkermords. Und was die Russen seit einigen Jahren in Tschetschenien treiben, ist das Selbe!
In diese Kategorie fällt auch der Massenmord von Katyn.
Und die Täter all dieser Verbrechen werden in ihren jeweiligen Ländern noch heute als Helden gefeiert, ob Bomber-Harris oder z.B. Alexander Marinesko, Kapitän des russischen U-Bootes S 13, welcher nach einer Sauftour am 30. Januar 1945 die "Wilhelm Gustloff" mit ca. 10.000 Flüchtlingen versenkte (weitere Infos bei Bedarf).

gepostet von mproper
das der krieg vor fast 60 jahren verloren ging und man hat das gefühl das die deutsche seite irgendwie nen klops im kopf hat immer wieder zu betonen wie schlimm wir deutschen waren ,die anderen waren auch nicht besser ,immer wieder diese asche auf mein (unser) haupt nummer und wie können wir es wieder gut machen

Der springende Punkt ist der exessive Judenmord, mit dem sich die Deutschen eine unsägliche Last auferlegt haben. Wäre dieser Massenmord nicht geschehen, würde man heute kaum von moralischer Schuld belastet sein.
das man das hakenkreuz abdecken muß

Das war Anfangs garnicht so streng, das kam erst mit dem Mißbrauch durch die Neo-Nazis.

gepostet von balsi
Die Frage allerdings ist.. ob diese liberale Ausländerpolitik auch eine Folge des 2. WK ist. Ich meine ist eine Politik wie sie die USA macht bspw. auch in Dtl. möglich?

Die klassischen Einwanderungsländer wie USA oder Kanada haben seit langem eine strenge Quotenregelung, und damit hat niemand Probleme. Nur die deutsche Politik kann sich nicht zu solcher Regelung durchringen...

Sniper


10.12.02 02:27:25
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Alexander Marinesko, Kapitän des russischen U-Bootes S 13, welcher nach einer Sauftour am 30. Januar 1945 die "Wilhelm Gustloff" mit ca. 10.000 Flüchtlingen versenkte (weitere Infos bei Bedarf).
Ist mir bekannt Quintus. Tausende Tote Frauen und Kinder und kaum einer spricht drüber. Dagegen war der Untergang der Titanic wie das Kentern eines Paddelbootes auf dem Dorfteich.
Du sprichst davon das es an der Vernichtung der Juden lag das wir auch 60 Jahre nach dem Krieg noch als die Bösen dastehen. Einerseits richtig. Aber ich denke es liegt auch daran das wir deutschen, mal wieder, vor aller Welt im Dreck kriechen und uns selber als die Bösen darstellen. Die Amerikaner haben die Indianer fast ausgerottet, auch noch nicht viel länger als bischen über 100 Jahre her. Die Russen ihre Juden in den 30iger und 40iger Jahren. Die Franzosen und Engländer als Kolonialmächte in Indochina, Südostasien, Afrika .........usw. Selbst heutzutage gibt es noch Kriege die auf die Schuld der Kolonialmächte zurück zu führen sind. Als Beispiel seien nur ein paar Striche auf der Landkarte genannt die heute Israel sind. Ausgeführ von den Engländern. Ergebnis Krieg, Terror und tausende Tote jedes Jahr. Kaschmir geteil durch einen Strich auf der Landkarte von der Kolonialmacht England. Gegenstand des Streites zwischen Indien und Parkistan und wenn die Welt irgendwann mal Pech hat auslöser eines Atomkrieges.
Fühlt England sich schuldig?
Zahlt Amerika millionen Dollar Entschädigungen als Wiedergutmachung an seine Ureinwohner? Ich glaube nein.
Aber wir zahlem jedem der mal von einem deutschen Schäferhund gebissen wurde eine Entschädigung. Und so lange wir uns selber als die Schuldigen hinstellen anstatt endlich mal anzufangen auch auf unser Land stolz zu sein werden wir ewig für alle Welt die Bösen bleiben.
Gruss Sniper

ralph


10.12.02 12:40:29
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...nur wie willst du das anstellen ?

mproper


10.12.02 19:45:28
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Zitat

Der springende Punkt ist der exessive Judenmord, mit dem sich die Deutschen eine unsägliche Last auferlegt haben. Wäre dieser Massenmord nicht geschehen, würde man heute kaum von moralischer Schuld belastet sein.
der satz "mit dem sich die deutschen eine unsägliche Last auferlegt haben " entspricht zumindest nicht ganz meinem empfinden den ich (gebr.1970) und ein großteil der heute hier lebenden deutschen hat sich nicht schuldig gemacht ,der judenmord war ohne frage eine große tragödie aber deswegen habe ich keine schuldgefühle ,ich hab nichts getan und selbst wenn einer meiner vorfahren was damit zu tun hatte ist das doch nicht mein problem ,sind alle lange tot und nun muß doch mal irgendwann vorbei sein

indy


10.12.02 22:45:35
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Hi zusammen, es ist doch so:
Wenn ein Deutscher(Politiker)es wagen sollte irgendetwas über Alliierte (oder israelische) Kriegsverbrechen zu verláutbaren (oder einfach nur Kritik im allgemeinen), wird dieser Mundtot gemacht.
Ob das nun inländische 'Moralhüter' sind oder Ausländische- meist sogar beide- durch die 50 jährige Indoktrination (ich nenn das jetzt einfach mal so) besteht gar keine Möglichkeit einer anderen Meinung zu sein...was der Zentralrat d. J. i. D. alles für sich beansprucht, oder ein vermeintlich objektiv-wahrheitsgemäßes Magazin wie Frontal oder Monitor...wodurch der 'einfache Bürger' zu Einstellungen hingelekt wird, dann die Rede von Bush letztes jahr, wo nochmal klargestellt wurde, wer Deutschland (und die ganze welt) vom Faschismuss befreit hat...
Der Holocust und Hitler usw. ist DAS ideale politsche Druckmittel!
So bekommt man dann hier ein U-Boot geschenkt, da wird auf Beutekunst verzichtet...oder halt Kriegsverbrechen toleriert.
Und wehe man vergleicht einen gottgleichen SuperAmi namens G.Bush mit Hitler...buaaha.
Stimmt doch eigentlich.
Ein US Offz. bezüglich komm. Irakkrieg 2003:'Wir mussen unser Land verteidigen, Sir!'
Hatten wir das nicht schonmal 1941 in Russland???
Und was kriegen wir da alles in der Schule beigebracht...
Der Göbbels is böse weil er die Menschen belügt(Propaganda)
Na und? Das gibt es ja heute nicht mehrSmiley mit verdrehten Augen
Und wie schlecht waren die Menschen damals-in der Geschichte einmalig- wie kann man nur ein Wesen vergasen???
Genauso wie heute auch! Zwar 'nur' bei Tieren dafür dann aber in Dimensionen die das Geschichtliche einwenig übersteigen...mit dem gleichen Motiv: Billigste 'Lösung'!
Was waren wir alle erstaunt als wir Heydrich mit seinen Sohn boxen gesehen haben...tatsächlich er war ein Mensch!
Was man nicht alles aus Egoismuss tut?
Oder einfach weil es einem gleichgültig ist...

Gruß indy, dernurmalaufdiemenschlichenabgründeaufmerksammachenwollte und der kein Linker Ökoterrorist ist

Micha77


11.12.02 11:44:27
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Dem ist überhaupt nichts hinzuzufügen.Ich sehe es ganz genau so.

waldi44


11.12.02 12:44:44
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Hmm, also erst mal was zu dem: ER WAR EIN MENSCH!
Jack the Ripper war auch einer, oder Smiley mit verdrehten Augen !
Gestern kam wieder Frontal 21 und diesmal äusserte sich der Sohn von Franke. Das klang aber gaaaanz anders, als das was hier so rüber kam!
Allerdings stimme ich dem hier gesagten in vielem zu und unsere Politiker, die Juden in Deutschland(Zentralrat) und die Israelis, tun auch alles, um dieses Vorurteil(?) zu nähren!
Wie liesst man doch auf Schildern an Baustellen: Eltern haften für ihre Kinder! Naja, bei und ist's wohl eher umgekehrt:P! Ich sag euch aber was: ICH KANN DAMIT LEBEN Smiley mit verdrehten Augen !

ralph


11.12.02 15:07:25
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...schlisst diesen threat, diskussion hatten wir schon und sie führt zu nichts !

PsychoJoker


11.12.02 15:46:29
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Ich stimme euch im Großen und Ganzen zu, was die Vergangenheits-"Bewältigung" betrifft. Sogar Norbert Blüm (dem man nun wirklich keine rechtsgerichtete oder antisemitische Einstellung vorwerfen kann) sagte, dass dieser Vorwurf des Antisemitismus vom Zentralrat der Juden i.D. "wie eine Keule" gegen alle Kritiker des Staates Israel (bei dessen Politik Kritik schon mehr als angebracht ist) geführt wird. Aber einige Aussagen hier sind schon hart an der Grenze:
Gepostet von indy
Der Göbbels is böse weil er die Menschen belügt(Propaganda)
Na und? Das gibt es ja heute nicht mehrSmiley mit verdrehten Augen
Und wie schlecht waren die Menschen damals-in der Geschichte einmalig- wie kann man nur ein Wesen vergasen???
Genauso wie heute auch! Zwar 'nur' bei Tieren dafür dann aber in Dimensionen die das Geschichtliche einwenig übersteigen...mit dem gleichen Motiv: Billigste 'Lösung'!
Was waren wir alle erstaunt als wir Heydrich mit seinen Sohn boxen gesehen haben...tatsächlich er war ein Mensch!
Was man nicht alles aus Egoismuss tut?
Oder einfach weil es einem gleichgültig ist...

Das ist meiner Ansicht nach schon sehr sehr haarscharf an der Verunglimpflichung des Holocausts vorbei. :(

indy


11.12.02 20:20:33
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Gepostet von PsychoJoker
Ich stimme euch im Großen und Ganzen zu, was die Vergangenheits-"Bewältigung" betrifft. Sogar Norbert Blüm (dem man nun wirklich keine rechtsgerichtete oder antisemitische Einstellung vorwerfen kann) sagte, dass dieser Vorwurf des Antisemitismus vom Zentralrat der Juden i.D. "wie eine Keule" gegen alle Kritiker des Staates Israel (bei dessen Politik Kritik schon mehr als angebracht ist) geführt wird. Aber einige Aussagen hier sind schon hart an der Grenze:
Gepostet von indy
Der Göbbels is böse weil er die Menschen belügt(Propaganda)
Na und? Das gibt es ja heute nicht mehrSmiley mit verdrehten Augen
-> Bezog ich auf die gezielte politische Meinungsmache der DDR/BRD (und anderer)- von wegen Klassenfeind, Aussenpolitik, Geschichte usw.

Und wie schlecht waren die Menschen damals-in der Geschichte einmalig- wie kann man nur ein Wesen vergasen???
Genauso wie heute auch! Zwar 'nur' bei Tieren dafür dann aber in Dimensionen die das Geschichtliche einwenig übersteigen...mit dem gleichen Motiv: Billigste 'Lösung'!
-> Wollte hier nichts verharmlosen...mir geht nur dieses ständige Geschwätz auf die Nerven "wir sind ja moralisch so anständig, und wie konnten die Deutschen damals, wir könnten sowas ja nie... Der Holocaust war absolut einmalig..." Das ist doch überhaupt das politische Druckmittel, es darf mit nichts gleichgesetzt werden (was ich auch nicht schrieb, das 'System' wird nur weiterhin angewendet ohne das es jemanden stört). Aber bitte, das 'sadistische Potenzial' ist doch nach wie vor da-gefoltert und gemordet wurde vorher und nachher.

Was waren wir alle erstaunt als wir Heydrich mit seinen Sohn boxen gesehen haben...tatsächlich er war ein Mensch!
-> Hatte das aufgeführt weil die meisten Leute über die zwispältigkeit des Charakters ziemlich erstaunt waren.
Was man nicht alles aus Egoismuss tut?
Oder einfach weil es einem gleichgültig ist...

Das ist meiner Ansicht nach schon sehr sehr haarscharf an der Verunglimpflichung des Holocausts vorbei. :(

Ich hab mich zwar ziemlich hart ausgedrückt, es war aber keine verunglimpfung des Holocaust...vielmehr ein Angriff auf die fragwürdigen Moralvorstellungen einiger Menschen!

Gruß indy

PsychoJoker


11.12.02 21:53:25
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Ok, so gesehen geb ich dir Recht. Mir geht das auch ziemlich auf den Geist mir online immer anhören zu müssen, ich sei ein Scheiss-Nazi etc. nur weil ich sage ich spreche Deutsch (bin nicht mal deutscher Staatsbürger Smiley mit verdrehten Augen ). Andererseits geht mir auch auf die Nerven wie selektiv manche Leute mit der Geschichte umgehen. Beispiel: Südtirol (meine Heimat). Ich hör imemr nur "Wir armen Opfer des Faschismus". Sicher die Südtiroler sind unter den Faschisten übelst diskriminiert worden, aber es ging ihnen noch lange nicht so schlecht wie den Juden im Dritten Reich. Außerdem scheinen viele Leute einfach vergessen zu wollen, dass in den 2 Jahre, in denen Südtirol zum Deutschen Reich gehörte, im hiesigen KZ 10mal soviele Italiener und Südtiroler Juden umgebracht wurden, wie Südtiroler unter 22 Jahren faschistischer Herrschaft. Und sowas find ich einfach zum Kotzen.
Wie gesagt, hab dich falsch verstanden. Kam vorher nicht so richtig rüber bei dir... (benutz mal ein paar Smiley mit verdrehten Augen-Smilies :D)
Nix für ungut. ;)

Gast


11.12.02 22:54:47
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Gepostet von ralph
...schlisst diesen threat, diskussion hatten wir schon und sie führt zu nichts !

NEE, nicht doch! Selbst wenn wir das schon x - mal hatten! Na und? Wenn sich Leute finden, die zum x-ten mal darüber reden wollen , lasst sie doch!
Ausser.... Balsi, das Board geht in die "Knie"? Die Kosten, gehen dingsda, aber dann weisst Du ja...Smiley mit verdrehten Augen !
Ich meine, HIER sollte so wenig wie möglich "geschlossen" werden!!
Ähh Ups, das bin ja ich, ich meine Waldi44!

Balsi


12.12.02 08:35:33
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geschlossen wir hier nichts... das eine mal war eine Ausnahme ich meine das war jetzt in über einem jahr das einzigste mal wo ich einen beitrag geschlossen ahbe... der dabei war zu eskalieren.... also weiter so....:)

Gast


13.12.02 18:47:33
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Sehr interessante Diskussion, aber wer wirklich historisch belegbares Material über die Waffen-SS lesen will, sollte sich die Bücher des führenden deutschen Historikers auf diesem Gebiet,Prof. Dr. Bernd Wegner, ansehen. Außerdem kann ich das Buch von Charles W. Sydnor empfehlen. Es behandelt die Divisionsgeschichte der 3.SS Division in einem historisch einwandfreiem Design und liesst sich wie ein Politthriller!!!
MfG Stefan

Micha77


13.12.02 19:10:32
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Ich hab auch ein Buch über die 3.SS-Pd(ist von Karl Ullrich-Eichenlaubträger der Waffen-SS),allerdings ein Bildband. Diskussion Waffen-SS hin oder her aber zum Thema Totenkopf-Division habe auch ich eine eher negative Einstellung(ohne den Kampfwert der ''Feuerwehr der Ostfront''zu schmälern).
Denn die Division wurde nun mal zum grössten Teil aus Wachen und Posten der KZ und Vernichtungslager rekrutiert.
Ich glaube das gerade in der 3.SS-Pd so fanatisch gekämpft wurde weil Jeder in der Division wusste was ihm blüht wenn der Krieg verloren wird.

Gast


13.12.02 19:21:08
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Die Divisionsgeschichte von K. Ullrich besitze ich auch, aber glaub mir das Buch ist viel zu subjektiv(PS:Ich hab es mit dem Buch von Sydnor verglichen).
MfG Stefan

Micha77


13.12.02 19:36:42
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Das Buch heisst ''Wie ein Fels im Meer''und ist wie gesagt ein Bildband(das Gleiche Buch gibts noch als Textband,ich glaube den hast Du).Das Buch ist ja echt gut aufgemacht aber es gibt darin nicht wenige Bilder bei denen man von Humanitätsduselei sprechen kann.Ich glaube nämlich das es gerade bei der 3.SS-Pd sehr Wenige gab die mit dem Iwan so kameradschaftlich umgegangen sind wie es da geschildert wird
(schon aus Ideologischen Gründen nicht...).Mit Gefangenen Iwans gleich um die Ecke zu gehen war da garantiert Alltag und wurde auch billigend in Kauf genommen(noch dazu wo die eigene Truppe selbst nicht genug Proviant hatte).Ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung.

indy


13.12.02 21:23:22
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Laut FRONTAL waren ja ALLE W-SS Angehörigen KZ Teilbeschäftigte...in Knopp warens dann glaub nur noch alle SS-Division, die teilweise aus KZ Bewachern bestanden...mit Ausnahme von Ausländern und Zwangsrekrutierten, die keine Kriegsverbrecher waren.

Gruß indy, der wieder Öl ins Feuer gibt... :rofl:

Gast


13.12.02 21:50:26
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@Micha77
Natürlich bin ich auch deiner Meinung, dass die "Kameraden" der Waffen-SS sehr gute, wenn nicht sogar elitäre Soldaten waren, aber das lag wohl zu großem Teil auch an der fanatischen Ausbildung/Erziehung. Da ich selber Offizier der Bw bin, kann ich die Ausdauer und Härte gegenüber dem Wetter und dem Feind nur bewundern. (PS: Bei unseren heutigen Rekruten findet man das eher selten)
MfG Stefan

Balsi


13.12.02 22:06:45
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@ Stefan,
wie steht die Bundeswehr eigentlich zu den Soldaten der Waffen-SS? Nehmen wir jetzt mal an die Soldaten der Waffen-SS kämpften nicht aus politischen Gründen sondern vielmehr weil sie tatsächlich eine bessere Ausbildung, Ausrüstung und Taktik hatten als Heerestruppen. Lassenw ir auch mal den Aspekt der Massaker aussen vor (ausnahmsweise).
Gleiche Frage würde mich auch für die RK-träger interessieren... 1998 zum bsp. liess Scharping verlauten das die BW sich von den RK-trägern lossagen soll, da sie vertreter eines bösen regimes waren udn dessen interessen vertraten.
Wie geht man im Offz.-Koprs der BW heute damit um, das die Grundlagen der BW eigentlich durch Soldaten der Wehrmacht gebaut wurden und Soldaten der Waffen-SS im eigentlichen Sinne doch Soldaten sind waren, wie sie sein sollen, sprich ohne zu fragen dem Staate dienen...

OGLongbeach


14.12.02 13:58:12
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Apropos Bundeswehr und Ausbildung:
Was sich da bei der Bundeswehr Grundausbildung schimpft ist ja wohl der absolute Witz. Außer der SWA, war so ziehmlich alles für den Arsch. Wüßte nicht wie ich in einem konventionell geführten Krieg wenigstens ansatzweise eine Chance haben sollte, mit dem bißchen Grundausbildung !!

MfG OG Longbeach

Micha77


14.12.02 15:52:11
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Genau so siehts aus!Wenn ich an meine Unterführer(von meinem Zugführer mal ganz zu schweigen...)denke dann kann ich echt nur hoffen das bei uns nie der V-Fall eintritt.Davon mal abgesehen war ich Soldat beim Schirrmeister von meinem GrenBtl. und habe somit hautnah mitbekommen(müssen)das der grösste Teil der Fahrzeuge von 6 Kompanien in einem teilweise erbärmlich Zustand war.Aber das Eine ergibt nun mal das Andere.Wenn der Staat immer weniger Kohle an die Bundeswehr abdrückt leidet natürlich der Gesamtzustand der Truppe(inklusive Moral der Soldaten).

Balsi


14.12.02 16:22:32
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also ich hatte eine Grundausbildung beim ABC-Abwehrbataillon 805 in Prenzlau.. viel passiert ist nicht .. ok der Grund war auch das wir alle T7er waren ..Smiley mit verdrehten Augen aber unser Hauptmann sagte am Ende wir wären seine besten Rekruten gewesen (Zeit des Oderhochwassers). Mein gruppenführer sagte mir am Ende das man ihn vor mir gewarnt hätte.. warum weiss ich beim besten Willen nicht.. ist ja auch egal er war ein Fahnenjunker und ein Kleinkind hätte es nciht schlechter machen können. Wie ein irrer 5jähriger turnte er beim Schiessmanöver durch die Gegend.. hab ihm gesagt ob er schon noch weiss das wir nciht in Russland sitzen .. völlig irre...
dann sollten wir eine Stellung beziehen.. man muss sich vorstellen vor uns ein freies überschaubares Feld Sicht nach vorne na ca. 1 km... wir sitzen auf einem Hügelrans, eine Art Wall... ich als alter Landser-Leser natürlich die MG-Stellung auf der Wallkrone gebaut... super Schussfeld und super Sicht.. da wär keine rangekommen... ich schön am Werkeln.. kommt das Hauptmännchen samt Anhang und befiehlt.. schlechte Stellung .. MG muss in den Hinterhang.. ich .. aber Herr Hauptmann dann kann ich den "Feind" ja erst sehen wenn er 5 Meter vor mir ist".. Hauptmann "Keine Diskussion was ich sage ist richtig".. murrend fang ich an.. wupps gleich ne Rüge bekommen... .. dann kam der "Feindangriff"... 5 Meter vor mir seh ich den "Gegner".. ich nur noch meine Fresse was für Deletanten...Hab dann meinen Gruppenführer angeschrien (der war ein Jahr jünger als ich) er solle mal 2,50 DM investieren dann wüsste er wie man ne Stellung baut.. :-))).
War dann in der Alarmtruppe fürs Oderhochwasser, als Alarmtruppe galten wir als der "harte Haufen" :D und durften eine Frontstellung inmitten einer 12 m tiefen hecke bauen.. also erstmal 12 meter durch s Gestrüpp nen Durchgang hauen und dann das Schützenloch zusammenbudeln... also cih sag mal da hat sich das jahrelange üben bei Omma im garten echt gelohnt.. selbst das Hauptmännchen hat nichts mehr gesehen und ist prompt in meine Trittfallen gefallen.. hahaha.. Fuss umgeknickt... leider konnten wir nichts ausprobieren da wir Alarm hatten...

Gast


14.12.02 17:37:35
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Guten Abend zusammen,
so schlimm ist die Bw nun auch wieder nicht und was meine Person betrifft kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass ich meine Rekruten (als ZgFhr und stellv. Chef) in der AGA bestmöglich ausgebildet habe. Soll heißen: jeder beherrscht den Umgang mit den Handwaffen, Karte und Kompass, sowie das Verhalten im Gelände.
Zu den Fragen bezüglich Umgang der Bw mit Waffen-SS bzw. RK-Trägern: Das Thema Waffen-SS ist immer noch sehr schwierig und leider gibt es viele Hobby-Historiker, die irgendwo mal was gehört haben (bes. Uffz.Korp). Für die Rk-Träger sieht das etwas anders aus. Trotz offiziellem Verbot herrscht in der Truppe (soweit ich das beurteilen kann) immer noch eine sehr hohe Meinung vor. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die älteren Kameraden noch von RK-Trägern ausgebildet wurden. Meine Inspektion (= Kp.) beispielsweise hat im Uffz.keller eine Ehrenwand einiger RK-Träger. Sicherlich hat bei solchen Sachen der Reg.Kmdr. einigen Ausschlag, was zu unterschiedlichen Urteilen in den einzelnen Kasernen kommt.
MfG Stefan

Balsi


14.12.02 17:42:14
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ohh.. das ist interessant von solchen traditionszimmern hört man des öfteren.. hab selber noch keine gesehen.. ob es möglich wäre zu erfahren welche RK-Träger dort hängen?
Viele RK-Träger haben ja die BW aufgebaut von daher muss ja ein bestimmtes verhältnis da sein. Scharping hat sich 1998 von den RK-trägern losgesagt.. warum erst jetzt bzw. warum überhaupt?
Mein ehemaliger Brigade und Divisionskommandeur. v. Scotti hat sich in seiner Abschlussrede massiv dagegen ausgesprochen und muniert, das die BW die Tradition und Erinnerung an die RK-Träger vernachlässigt....

Gast


14.12.02 18:40:18
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Guten Abend Balsi,
ich glaub du hast mich falsch verstanden, der Raum ist kein Traditionszimmer, sondern eher eine Art "Ruheraum" (Keller für Feten,etc.) des Uffz.Korps. Das bedeutet er ist nicht frei zugänglich, sondern wird nur von Uneroffizieren (mit entsprechender Genehmigung des Spieß) genutzt. Wer da nun genau hängt kann ich dir leider nicht sagen, da ich seit 1,5 Jahren in der UniBw bin.
Stefan

Ronny22


24.12.02 16:55:12
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Hallo!
Nu mal zum Thema! Bundeswehr...
Ich war Angehöriger der Pionierbrigade 80, stationiert in Storkow/Mark.
Es gab da mal vor meiner Zeit Probleme mit unserem Brigadenamen, der bezog sich nämlich auf unseren geografischen Standort und der Herkunft der meisten Soldaten!
KURMARK (von Kurmark Brandenburg)
Ergo tauchten ein paar PDSler und sogenannte Linke vor der Kaserne auf und vertraten die Ansicht, die Brigade betreibt Traditionspflege mit der Waffen-SS!
In der Nähe liegt nämlich der ehem. Übungsplatz der
Waffen-SS "Kurmark", auf dem verschiedene Divisionen den letzen Schliff für die Ostfront bekamen. Und von dort auch an die Ostfront verlegt wurden.

In der Anfangsphase wurde die Bundeswehr auch durch Ritterkreuzträger der Waffen-SS aufgebaut...
Willi Fey...Standartenjunker der Waffen-SS zuletzt
Bw-Hauptmann d. R.

Ronny22


24.12.02 17:14:07
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@waldi

Du wolltest was über das Dünkirchen-Massaker wissen!?
Bei den Vormarschkämpfen kommt es am 27.Mai bei Le Paradis zu einem Massaker an 89 britischen Kriegsgefangenen.
Der Kompanieführer der 3.Kompanie des
2. SS-Totenkopfregimentes, Hauptsturmführer Fritz Knöchlein, befahl seinen Soldaten die wehrlosen Briten zu erschießen.
Wie durch ein Wunder überleben zwei Soldaten und sagen nach dem Krieg gegen den SS-Offizier aus, der von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet wird.
Die zahlen schwanken dabei, manche Quellen sprechen auch von mehr Opfern!
Knöchlein gab damals an, die Briten hätten eine Hakenkreuzfahne gehisst um seine Männer zu täuschen und sie dann niederzuschiessen. Weiterhin warf er den Briten die Verwendung von Dum-Dum Geschossen vor.
Desweiteren wird davon gesprochen das er außer sich war aufgrund der hohen Verluste die seine Einheit bei diesem Kampf erlitten hatte.
Knöchlein wurde auf Grund dessen auch gerügt, den kommandierenden Wehrmachtsgenerälen war besonders die Totenkopfdivision zu wider. Weil deren Führung auch auf eigene Verluste keine Rücksicht nahm! Ihre Verluste waren übermäßig hoch.
[ Editiert am: 24-12-2002 17:28 ]

Indy


24.12.02 18:47:38
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Gepostet von Ronny22

In der Nähe liegt nämlich der ehem. Übungsplatz der
Waffen-SS "Kurmark", auf dem verschiedene Divisionen den letzen Schliff für die Ostfront bekamen. Und von dort auch an die Ostfront verlegt wurden.

Nicht nur das...dann gabs da noch die Pz.Gren.Div. 'Kurmark' (GD-Einheit)...und die haben an der Oder sogar unschuldige russ. Soldaten erschossen :O Smiley mit verdrehten Augen ;)

Gruß Phillip

waldi44


25.12.02 20:22:13
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@Ronny22: Danke, war mir nicht bekannt aber irgendwie Typisch wegen der vielen, äh ich sag mal "Ausreden" und vor allem wegen der, der hohen Verluste, die sich die SS in der Regel selbst zuzuschreiben hatte!
Na, wo bleibt der Widerspruch ;)! Ich denke aber, da wird es keinen geben Smiley mit verdrehten Augen!
@Balsi: Eben gelesen. Also, was "Deine" Mg- Stellung anbelangt, so sollte man nicht vergessen, dass der Gegner auch über andere(schwerere) Waffen verfügen könnte und eine gut sichtbare Stellung am Vorhang oder auf dem Kamm bietet für einen Granatwerfer oder einer Kanone ein lohnendes Ziel.
Tarnung allein nützt da auch nichts und wenn Du den Gegner frühzeitig erkennen kannst, kann er es unter Umständen auch. Andererseits; Siehst Du ihn erst fünf Meter vor der eigenen Stellung ist für ihn aber die Überraschung noch grösser, da er Dich ja auch erst fünf Meter vorher erkennt und da ist es für ihn zu spät!

Ronny22


3.1.03 13:47:36
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Wegen der MG-Stellung...
Ich denke mal das bei einer solchen Lage 2 Stellungen sinnvoll gewesen wären.
Eine Feuerstellung und eine "Ruhestellung"
Wenn der Gegner 5m an Dich herankommt braucht er nicht mal
Handgranaten werfen, es würde reichen dir einen Stein an den Kopf zu werfen!
Die optimale Wirkung erzielt das MG3 zwischen 200-600m und genau dafür ist die Waffe konzipiert!
Damit sollst du den Gegner weit vor den eigenen Stellungen niederhalten und ihm den Angriffsschwung nehmen!
Wenn er auf 5m heran ist bist du in 2 Minuten tot!
So ein Scheiß fällt BW-Offizieren immer ein weil sie ja nur in Zugstärken denken und handeln! (Auf Übungen usw.)
Was wäre wenn der Angriff von einem Infanteriebattalion oder Regiment ausgeführt wird??? 800 Mann die über freies Schußfeld auf dich zukommen...5m vor Dir erwischst du dann 20 von ihnen...und aus der nächsten Gruppe jagt dir einer sein halbes Magazin durch den Brustkorb....
Es klingt zwar blöd aber vielleicht sollte sich die BW an historischen und aktuellen Kriegshandlungen orientieren und neue Einsatzkonzepte erarbeiten!

Leutnant


28.2.03 13:57:44
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Schon mal was von der Anleitung "Kriegsnah ausbilden gehört? Diese wird von uns(Bw) in den meisten Truppenschulen noch verwendet. Über eine Wechselstellung bei nem MG wäre noch zu dikutieren ... ist aber meiner Meinung nach vom Gelände und Tages/Nachtzeit abhängig.

The Real Blaze


28.2.03 16:46:03
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Warum Scharping die Lossagung erst 98' verlangte?Ganz einfach:1. er ist ein Sozi,bei den Schwarzen wäre wohl niemand auf so eine meiner Meinung nach hirnrissige Idee gekommen.
2.Wieviele RK leben den noch,die es betroffen hätte.Nur noch sehr wenige!Tote können sich nicht wehren.
3.Scharping rechnete mit keinerlei Volksentrüstung,weil das Ansehen Wehrmacht durch diverse Ausstellungen difamiert wurde!
mfg The Real Blaze

Indy


28.2.03 23:23:41
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Also das Ansehen der Wehrmacht leidet BESTIMMT weit weniger unter der WH Austellung als unter dem dt. Geschichtsunterricht in die Medien, Politiker usw.

Gruß Phillip

Svenson


2.3.03 17:36:13
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Glaub ich nicht. Die Ausstellung schadet mehr als sie nützt. Ich kann die ehemahligen Wehrmachtsangehörigen verstehen.
Naja und einige Politiker labern auch nur so darüber weil sie wissen wo der Stachel steckt und sich dadurch "volksnäher" vorkommen.
Und die Medien? Wer die Macht der Medien kennt und nutzt der hat ganz einfach die Macht.:D
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