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Entstehung der SS

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AutorBeitrag

[TSS] Steiner


7.11.01 11:09:30
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Bin dabei einen Bericht über die SS bzw. die Waffen-SS zu verfassen, aber bei einem so komplexen Thema dauert es noch ein Weilchen bis ich ihn hier Wiedergebe
Mfg. euer Steiner

Balsi


7.11.01 12:12:41
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das stimmt...überaus komplex... habe ja selbst ein paar Seiten dazu formuliert... aber man findet kaum das Ende... jeden tag kommen neue Sachen hinzu oder wird anderes in Frage gestellt... nun ja ...die Aufarbeitung läuft halt noch...
viel spass...

waldi44


7.11.01 14:22:20
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Balsi


7.11.01 14:43:14
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sag mal Waldi... hast Du sowas wie ne eigene Suchmaschine oder einen eigenen Linkkatalog...??
wuff wuff

[TSS] Steiner


7.11.01 15:48:43
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@waldi44
Schaust du dir die Sites auch an bevor du hier einen Link dazu setzt oder startest du irgendeine Suchmaschine (wenn ja von wann ist die) dazu?
Denn bei allen Seiten in deinen letzten Post hier bekomme ich nur folgendes zu sehen:
Fehler404
Seite nicht gefunden

waldi44


7.11.01 20:04:23
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waldi44


1.3.02 19:52:27
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Referat von Daniel Reuscher Kl.13 Geschichte LK 96/97
Die Waffen-SS
Die Wurzeln,
die Entstehung,
die Rolle im Krieg
und im Frieden,
die Verbrechen
und ihre Bewertung

"Die Waffen-SS ist als eine Privatarmee Adolf Hitlers zu verstehen. Sie war vom ersten Tag an direkt dem "Führer", und nicht der Partei angebunden."
Die Wurzeln
Bereits nach Hitlers Amtsantritt 1933 stellte er seine persönliche Leibstandarte "Adolf Hitler" (LSSAH) auf. Ihre Angehörigen mußten alle, auch die späteren Waffen-SS-Angehörigen, einen Eid auf Hitler schwören. Sein Wortlaut war folgender: "Ich schwöre dir, Adolf Hitler, als Führer und als Kanzler des Reiches, Treue und Tapferkeit. Ich gelobe dir und den von dir bestimmten Vorgesetzten Gehorsam bis in den Tod, so wahr mir Gott helfe." Dieser Schwur bestimmte den Charakter der Leibstandarte bis hin zur eigentlichen Waffen-SS. Er war Garant dafür, daß hier eine stehende Truppe geschaffen wurde, die weder dem Staat und Partei, noch dem Reichspräsi-denten Hindenburg verantwortlich war, sondern nur Adolf Hitler. Ein wichtiger Schritt zur Errichtung einer Diktatur.
Die Entstehung
Im Jahr 1936 finden wir erstmals den Begriff "SS-Verfügungstruppe", die die spätere Waffen-SS darstellen sollte. Neben dieser Verfügungstruppe gibt es die sogenannten SS-Totenkopfver-bände, die anfangs als Lagerwachmannschaften (KZs und Vernichtungslager) eingesetzt, bis zum Jahr 1941 aber vollständig in die Waffen-SS eingebunden wurden. Die nachfolgenden Lagerwachmannschaften waren Männer der allgemeinen SS, die nur nominell den Status der Waffen-SS erhielten. Kern der Leibstandarte Hitlers bildeteten also die SS-Verfügungstruppe und die SS-Totenkofverbände. Sie erhielten somit als ständiger militärischer Verband einen festen Platz neben Wehrmacht und Polizei. Aus diesen beiden sollte die Waffen-SS hervorge-en. Am 17. August des Jahres 1938 stiftete ein Führererlaß große Verwirrung. Auf der einen Seite sollte die SS-Verfügungstruppe von der Wehrmacht getrennt werden, auf der anderen Seite aber auch Bindegliederzwischen beiden Organisationen geschaffen werden.
Bestimmungen bezüglich der Trennung:
- SS-Verfügungstruppe steht zu persönlicher Verfügung Hitlers
- kein Bestandteil der Polizei oder Wehrmacht
- im Frieden: Himmler als Chef dieser Einheit
- Verband der NSDAP
- finanziert aus den Mitteln des Polizeietats
Bestimmungen bezüglich der Verknüpfung:
- Anrechnung des Dienstes in der SS-Verfügungstruppe als Wehrdienst möglich
- vom Heer mit Waffen und Gerät versorgt
- Teilnahme der Führer der Verfügungstruppe an Lehrgängen der Wehrmacht
- Sold und Versorgung richteten sich nach denen der Wehrmacht
- Mobilmachungsfall: Verfügungstruppe steht unter taktischer Führung der Wehrmacht
Den SS-Totenkopfverbänden oblag, wie bereits erwähnt, die Rolle der Wachmannschaften in den verschiedenen Lagertypen bis spätestens 1941, aber nicht die Rolle als Hitlers "Haus-truppe", also die Verfügungstruppe. Doch die SS-Verfügungstruppe wurde nie zu einer Konkurrenz zur Wehrmacht oder gar zu einer neuen politischen Armee. Diesen Wettstreit ließ Hitler erst gar nicht aufkommen, denn er konnte sich einen solchen kurz vor "seinem" Krieg partout nicht erlauben. So wurden auf die Hoffnungen und Erwartungen Himmlers und der Männer der Verfügungstruppe nicht eingegangen. Diese Einheit blieb somit ersteinmal nur die persönliche Schutzstafel Hitlers.
Doch bei Kriegsbeginn war sie zu einem kleinen Berufsheer von rund 28 ooo Mann herange-wachsen. Die strenge Personalauslese und die gründliche, militärische und weltanschauliche Schulung hatten die Vorraussetzung für den Ruf einer Elitetruppe geschaffen, der trotz großer Erweiterungen der späteren Waffen-SS in den letzten Kriegsjahren, bis zum letzten Kriegstag gewahrt bleiben konnte.
Hitlers Entscheidung, die SS-Verfügungstruppen doch an der Front einzusetzen, hatte zwei Beweggründe. Auf der einen Seite hatte er die Befürchtung, das "seiner" Truppe kein Respekt
der deutschen Bevölkerung mehr zukäme, auf der anderen sollte sie durch die Verherrlichung des Nationalsozialismus dem Heer ein Beispiel geben. Hitler versicherte seinen Generalen be-reits 1940, daß der Waffen-SS nach dem Kriege, nur die Rolle einer "militarisierten Staatspoli-zei" zukomme.
Rivalin des Heeres ?
Ab dem Jahr 1940 wird nicht mehr von der SS-Verfügungstruppe, sondern von der Waffen-SS gesprochen. Sie wurde in den Heeresbrichten der Allierten meist mit der Kennzeichnung "fana-tisch" oder "Elitetruppe" versehen - ein Indiz für den Respekt vor diesen Einheiten.
Hitler hatte, trotz großer Erfolge der Waffen-SS und den Ersuchen Himmlers, nie die Absicht einen vierten Wehrmachtsteil neben dem Heer, der Luftwaffe und der Kriegsmarine zu schaf-fen. Fakt ist jedoch, daß die Einheit zwar langsam, aber stetig wuchs, ab 1943 sogar sehr schnell, sie aber in der Praxis einen vierten Wehrmachtsteil darstellte, allein durch die Kame-radschaft und das Verhalten und Vorgehen der Truppe im Kampf. Hinzu kommt ihre gewaltige Dimension - 1944 war sie 6oo ooo Mann stark. Ferner sind es die ständigen Versuche die Kommandounabhängigkeit zu erreichen und ein eigenes Materialbeschaffungssystem aufzubau-en, die aber beide nur teilweise Erfolg hatten. Bei allem hin und her dürfte wohl die deutsche Kapitulation am 9. Mai 1945 in Berlin als letzte Instanz gewertet werden. Hier wurde die Waffen-SS weder eingeladen, noch offiziell erwähnt
Die Waffen-SS kann folglich nicht als eine Rivalin des Heeres gewertet werden.
Die Erfolge, aber auch die Folgen
Den Titel Elitetruppen haben die Verbände der Waffen-SS, militärisch gesehen, sehr wohl verdient. Sie stellten im gesamten Krieg die besten Verbände des deutschen Militärs und waren bei jedem militärischen Abenteuers Hitlers von Anfang an dabei, man denke ans Rheinland, Österreich, Polen etc.. Im Jahre 1941 verfügt sie allein über sechs Divisionen. Aber sie de-monstrierte auch Hitlers größte Tugend: trotz einer Niederlage den Kampfgeist nicht zu ver-lieren (Paradebeispiel: Winter 1941/42 vor Moskau). Doch die Leistungen der Waffen-SS hat-ten, aus deutscher Sicht gesehen, eine Kehrseite, nämlich die hohen Verlustzahlen. Wir können davon ausgehen, daß der größte Teil der "alten" Garde an der Ostfront gefallen ist.
Diese Entwicklung hatte zur Folge, daß die Aufnahmekriterien zum Eintritt in die Waffen-SS ganz erheblich geändert werden mußten. Ende 1942 nahm die Waffen-SS Männer auf, die le-diglich den Tauglichkeitsvoraussetzungen der Wehrmacht entsprachen. Rassische und beson-dere körperliche Ausleseprinzipien konnten und wurden nicht mehr beachtet. Der erhöhte "Menschenbedarf" führte schließlich dazu, daß ab 1943 mehr Ausländer in der Waffen-SS dienten als Deutsche - und das in Hitlers persönlicher Armee. In der Waffen-SS dienten Nie-derländer, Norweger, Dänen, Finnen, Schweizer, Schweden, Flamen, Wallonen, Franzosen und ein paar Briten, sowie Letten, Esten, Ukrainer, Kroaten, Bosniaken, Italiener, Albanier, Kau-kasier, Russen, Turko-Tataren, Aserbeidschaner, Rumänen, Bulgaren, Ungarn und einige In-der, sowie eine große Anzahl Volksdeutsche aus dem Elsaß, aus Dänemark, der Tschechoslo-wakei, Italien, Ungarn, Rumänien, Polen und Jugoslawien. Möglicherweise ist die Waffen-SS die größte Vielvölkerarmee der Welt gewesen, die jemals unter einer Flagge kämpfte.
Aber diese massive Mobilisierung führte jedoch nicht zu einer entsprechenden Steigerung des Kampfwertes. Man kann die Waffen-SS demnach durchaus in drei verschiedene Kategorien einteilen.
1. Die Westeuropäer, mit dem größten Anteil Deutscher, kämpfte - alles in allem - gut.
2. Bei den Volksdeutschen schwankten die Leistungen zwischen ausgezeichnet und kümmerlich.
3. Die Osteuropäer waren, mit wenigen Ausnahmen, wohl eher eine Last.
Die nichtdeutschen Verbände, meist nach Nationalitäten getrennt, wurden im allgemeinen als "Waffengrenadierdivisionen der SS" bezeichnet.
Die ursprüngliche Bestimmung wird aufgegeben
Die Wende des Krieges im Winter 1942/43 (Stalingrad) stellte das Reich, aber auch die Zu-kunft und der Bedeutung der Waffen-SS vor neue Schwierigkeiten, ja sogar in Frage.
Überall waren die deutschen Verbände auf dem Rückzug. Somit verlor Hitlers Konzept gegenüber der Waffen-SS als "militarisierte Polizei" nach gewonnenem Krieg an Bedeutung. Stattdessen wurde der Ruf nach einer zuverlässigen Einsatztruppe immer lauter. Hitler erkannte den Ernst der Lage ebenfalls, und veranlaßte somit die Vergrößerung der Waffen-SS - pro Jahr wurde die Kampfstärke bis zum Ende des Krieges etwa verdoppelt.
Die eigentlichen Vorzüge lagen jedoch nicht in der Personalstärke, sie war im Vergleich zur Wehrmacht nie sonderlich hoch, sondern in ihrer besseren und moderneren Ausrüstung, der hohen Anzahl von Spezialeinheiten (1944: ein Viertel der Panzerdivisionen und ein Drittel der Panzergrenadierdivisionen) und dem höheren Kampfwert einer Waffen-SS-Einheit. Hier kommt vor allem den Panzerdivisionen eine besondere Bedeutung bei, die im wesentlichen aus Deutschen bestanden und somit die Nachfolger der "alten Garde" waren.
Waffen-SS-Einheiten standen stets an der Spitze von Hitlers Armeen. Die wichtigste Rolle spielten sie jedoch in der zweiten Kriegshälfte. Wir können davon ausgehen, daß das Dritte Reich ohne diese Eliteverbände wesentlich schneller zusammengebrochen wäre. SS-Divisionen wurden in den letzten beiden Kriegsjahren an allen Fronten eingesetzt. Sie war die Feuerwehr des Reiches, sei es bei Charkow, in den Ardennen oder in der Normandie. Sie standen an der Spitze von Gegenangriffen, durch die der Vormarsch der Allierten zeitweilig aufgehalten oder gar zurückgeworfen wurde.
Die Waffen-SS genoß sowohl in den eigenen, aber auch in den feindlichen Reihen große Anerkennung und Respekt (man denke an das Märchen der Alpenfestung). Doch dieser Kam-pfesgeist, ja Fanatismus forderte einen hohen Blutzoll: rund ein Drittel der insgesamt einer Million Eingesetzten fiel oder wurde zumindest schwer verwundet. Desweiteren fielen 36 Ge-nerale - etwa einer pro SS-Division.
Wer war in der Waffen-SS ?
Die Waffen-SS bestand, wie lange Zeit angenommen, nicht größtenteils aus aktiven Nazis. Wir können heute sagen, daß der größte Teil der aktiven Nazis in der Wehrmacht diente. In den Reihen der Waffen-SS standen junge Idealisten neben zähen Abenteurern, stumpfsinnigen Töl-peln, entmenschten KZ- und Vernichtungslagerwärtern, begeisterten Hitlerjungen, verwirrten Zwangseinberufenen, fanatischen Nazis und Tausenden von Ausländern, die wenig oder gar kein deutsch verstanden, von der NS-Weltanschauung ganz zu schweigen. Es gab also weder einen spezifischen Waffen-SS-Typ, noch wurde so gut wie keiner zur SS zwangseinberufen. Dies galt im Übrigen auch für die KZs und Vernichtungslager. Außer Zweifel steht jedoch, daß die Waffen-SS einen typischen Charakter hatte, der sie vom Heer unterschied. "Es gab vielen naiven und knabenhaften Idealsimus in den Reihen der Waffen-SS in Verbindung mit wildem Abenteuergeist." (Eugen Kogon, Der SS-Staat). Man kann sagen daß der Geist und die Bewe-gung der alten Freikorps nach dem Ersten Weltkrieg in der Waffen-SS weiterlebten.
Die Greueltaten und die Mitverantwortung am Holocaust
Man darf keinesfalls die Greueltaten der Waffen-SS vergessen. Es seien hier stellvertretend das Massaker unter britischen Soldaten in Le Paradis 1940, die Niedermetzelung französischer Zivilisten in Oradour 1944 und das Massaker unter amerikanischen Soldaten in Malmédy Ende 1944 erwähnt. Doch dies waren keine Morde, die auf die Nazi-Ideologie zurückgeführt werden könnten, denn die Ermordeten gehörten nicht zu den Verfolgten der Nazis. Diese Verbrechen wurden allesamt von niederen Offizieren an Ort und Stelle verübt, besessen von einer Art des Piratendenkens.
Die Waffen-SS kann auch nicht der Beteiligung an der Massenvernichtung freigesprochen werden. Es gab, zwar nur einen schwachen, aber doch ständigen Zusammenhang zwischen der Waffen-SS und jener SS, die Hitlers Rassenpolitik vollstreckte. Es waren meist nur Einzel-aktionen wie die Auflösung des Warschauer Ghettos oder die Vernichtung der Juden in Minsk, aber auch der laufende Personaltausch zwischen den Lagerwachmannschaften und den SS-Einheiten an der Front.
Freisprechen kann man die Waffen-SS jedoch teilweise von den Verfolgungen, Ausrottungen und Zusammentreiben der Zivilbevölkerung, Juden, Zigeuner etc. hinter den Frontlinien.
Die meisten Verbrechen werden der Waffen-SS im Zusammenhang mit der Partisanenbe-kämpfung zu Lasten gelegt. Diese Aktionen waren nur allzu oft von der Willkür der verant-wortlichen Offizieren abhängig, man denke nur an Minsk, Charkov oder Oradour, denen zahlreiche Zivilisten zum Opfer gefallen sind.
Die Bewertung der Waffen-SS
Wenn wir von den falschen Anschuldigungen gegen die Waffen-SS einmal absehen, bleiben immer noch genug "Abweichungen von den Regeln der Kriegführung", um den Soldaten der SS-Divisionen den Anspruch auf "Soldaten wie alle anderen" zu verweigern.
Ferner ist daran zu denken, daß die Waffen-SS eine andere Rolle im Krieg spielte, als ihr ei-gentlich zugeteilt worden war. Als Elitetruppe des Führers und "militarisierte Polizei" der Nazirevolution geplant, wurde sie zur Elitewaffe Hitlers. Doch die Waffen-SS schaffte es nicht aus dem Schatten ihrer Schwesterorganisation herauszutreten:
Himmlers SS.
Letztlich sollte noch erwähnt werden, daß es stets Unterschiede zwischen der Wehrmacht und der Waffen-SS gab. Sie sind niemals verschwunden, obgleich die Waffen-SS einige Merkmale ihres ursprünglichen Charakters einbüßte. Sie war geprägt vom nationalsozialistischem Ethos und doch war sie ein Teil der Wehrmacht. Generaloberst der Wehrmacht Heinz Guderian schrieb einmal: "Und je länger der Krieg dauerte, desto mehr wurden sie die unseren."
Quellen:
Eugen Kogon Der SS-Staat
George H. Stein Geschichte der Waffen-SS
Friedrichshafen
im Dezember 1996
Daniel Reuscher

Die SS

Balsi


1.3.02 22:32:24
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also schon interessant, aber den Kogon ranzuziehen ist dann doch etwas trügerisch.. das Buch gibts seit ich glaub 1950... heute weiss man dann doch schon einiges mher und genauer... damals eben nicht

Guenther


2.3.02 00:21:54
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da gebe ich Balsi recht, und der Stein ist auch von 1966
( im amerik. Original )
aber als Quelle durchaus nutzbar. Ansonsten ist es gut abgeschrieben. Hier wurde nur hinterhergeplappert.
G.

waldi44


2.3.02 15:10:15
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Tja, so sind sie halt, unsere Abiturienten! Pisa eben nicht nur in Rechtschreibung ;)!

xmen


4.3.02 19:08:24
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Also im grossen und ganzen scheint das doch das zu sein was die Allgemeinheit (ich eingeschlossen)so weiss und denkt!
wenn da Grobe Fehler drin sind dann führt die doch bitte mal auf, damit (ich:D) etwas schlauer werde und über Pisa hinwegsehen kann! :)

Balsi


4.3.02 20:25:00
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also zum Beispiel habe ich grad einen Bericht von otto Weidinger gelesen über Tulle und Oradour-sur-Glane ... seit ich Kind war weiss ich, das Oradour ein inbegriff der Verbrechen der SS war, doch nun sieht es allerdings auch etwas anders aus, ok.. die SS hat die Leute erschossen keine Frage und ein Verbrechen war es allemal.. aber ich will mal kurz umreissen wie es Weidinger erklärt (eheml. Kommandeur eines Rgt. in der "Das Reich"):
im Gebiet der Stationierung kam es zu regelrechten Schlachten zwischen den Resistance-Leuten und der Waffen-SS, ganz Orte, Dörfer und Landstriche waren isoliert... der Kampfauftrag sah vor, diese Ortschaften wieder einzunehmen, hinzukommt, das insgesamt im Raum Oradour ca. 170 dt. Soldaten getötet wurden und zwar nach deren Gefangennahme, da gibts einige unschöne Episoden, wie man die Leichen fand... französische Zivilisten sagten aus, das im Dorf Oradour sowas wie eine Zentrale der Resistance-Armee war, nun trug es sich zu, das ein Bataillonskommandeur der SS-Division in die Hände der Franzosen geriet ... deutscherseits wollte man diesen Mann unbedingt austauschen und zwar gegen 30!!!! Franzosen nebst 30.000 Franc Lösegeld... der Truppenteil mit dem Auftrag nach diesem Mann zu suchen (Kaempfe) wurde nach Oradour geschickt um die Verhandlungen zu führen... jetzt lässt sich allerdings nur noch mit Augenzeugenberichten deutscher UND französischer Seite berichten: der deutsche Verband erfuhr wohl in diesem Dorf, das Kaempfe tot sei und es sich daher nciht lohne Gefangene zu machen (laut Befehl sollte er dies tun um Kaempfe auszutauschen), nach schweren Feuergefechten... wurden die Frauen angeblich in die Kirche getrieben um nicht von den Kugel getroffen zu werden, die Männer wurden in eine Scheune getrieben... als dann die Häuser in Brand gerieten... explodierte die in ihnen befindliche Munition und der Sprengstoff der Resistance... noch heute sagen einem die dortigen bewohner diese Geschichte... in diesem Feuergefecht starben sämtliche Menschen Oradours... ein Nebeneffekt war allerding, das die resistance in diesem gebiet für die nächsten 3 Monate kampfunfähig war, da man fast alle Kämpfer erschossen hatte, der verantwortliche SS-Offizier wurde zur Verantwortung gezogen und die beteiligten SS-Männer (43) , die nach dem krieg in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurden, fielen alle in der Normandie... im Verfahren nach dem krieg stellte es sich heraus, das viele Elsässer beteiligt waren diese waren nun aber Franzosen und wurden aus diesem Grund anders behandelt als die Deutschen, die Gerichtsakten wurden 1954 von der franz. Regierung in Einverständnis der Deutschen Regierung bis ins Jahr 2039 geschlossen..
Sicherlich wird der ein oder andere noch Ergänzungen haben...Grundgedanke ist aber der, das mit dem franz.-dt. Vertrag von 1940 festgelegt wurde, das jeglicher Angriff gegen die Besatzungsmacht entsprechend geahndet wird,
Die Genfer Konvention erlaubt es der Besatzungsmacht rigoros einzugreifen, wenn Kampfhandlungen seitens paramilitärischer Kämpfer vollzogen wird, "echte Soldaten" müssen sich erkennbar machen, uniform, Armbinde oder sonstiges...alles gab es nicht.. und dennoch machte Eisenhower die resistance zu einer französischen Befreiungsarmee, was von dt. seite nie entsprochen wurde...demnach also einseitig war... dennoch für die Verhandlungen die Grundlage bildete
soll sich jeder selbst ein Bild davon machen... kann auch nur das Buch empfehlen.. mal zu lesen

Balsi


4.3.02 20:27:57
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ach und noch was... zu Richard Heydrich und dessen Tod in Prag... F. Höhne schreibt in seinem Buch, das Heydrich die Prager Bevölkerung fast zu gut behandelte, das die Untergrundkämpfer befürchteten die Bevölkerung würde die Seite wechseln... kann ir das jemand bestätigen... will jetzt nicht extra das ganze Buch lesen
noch was zur SS-Waffen-SS

ich denek man muss zwischen beiden unterscheiden.. Allgemeine SS und Waffen SS.. wie sagt mir letztens ein Nolländer.. die Macht Himmlers endete an Steiners Kasernentor

waldi44


4.3.02 22:38:58
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Balsi, das ist definitiv nicht richtig! Diesen "Beitrag" hab ich schon lange vor Dir gefunden gelesen und als erlogen verworfen!
So und nun (aber nicht heute), bringe ich mal die anderen Beweise und ich hoffe, den Beitrag zu finden, der sich mit dem Obigen auseinandersetzt!
Was Richard Heydrich anbelangt, kann ich Dir allerdings Recht geben! Heydrich war sehr Intelligent und daher besonders gefährlich! Er verstand es seine wahren Absichten vor den Tschechen zu verbergen und er buhlte um ihre Kolaborationsbereitschaft.

Balsi


4.3.02 22:44:15
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lass ich da gerne aufklären...

waldi44


5.3.02 00:50:09
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Oradour-sur-Glane
Unmittelbar nach der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 erhielt die in Südwestfrankreich stationierte 2. SS-Panzer-Division "Das Reich" unter General Heinz Lammerding (1905-1971) den Marschbefehl zur Invasionsfront nach Norden. Auf ihrem Weg dorthin verübte sie als Vergeltung für den wachsenden französischen Widerstand gegen die deutschen Besatzer massive Kriegsverbrechen an der Bevölkerung. So erhängten am 9. Juni 1944 Mitglieder der 2. SS-Panzer-Division 99 Geiseln in Tulle. Gegen Mittag des darauffolgenden Tags erschienen 120 Angehörige der 3. Kompanie des 1. Bataillons des 4. Regiments dieser Division im 30 Kilometer nordwestlich von Limoges gelegenen Oradour-sur-Glane. In dem Dorf vermuteten sie Kämpfer und ein Waffenlager der Résistance.
Auf Befehl von SS-Obersturmbannführer August Dieckmann (1912-1944) wurden die Dorfbewohner zunächst auf dem Marktplatz zusammengetrieben. Während die Männer, in fünf Gruppen aufgeteilt, in Scheunen erschossen wurden, sperrten die SS-Soldaten Frauen und Kinder in die Dorfkirche ein, die sie anschließend in Brand steckten. Außerhalb des Gebäudes postierte Einheiten erschossen die Frauen und Kinder, die versuchten, dem Feuer zu entkommen. Danach betraten die Soldaten das Kirchengebäude, um die Überlebenden zu erschießen. Nach der Plünderung des Dorfs brannten sie es nieder.
Insgesamt kamen bei dem Massaker 642 Dorfbewohner ums Leben, unter ihnen 245 Frauen und 207 Kinder. Nur wenige Einwohner konnten entkommen. Obwohl die SS am 11. Juni 1944 zur Beseitung der Spuren ihres Verbrechens die Opfer verscharrte, wurde das Ausmaß des Massakers bald bekannt. Als Symbol deutscher Kriegsverbrechen im besetzten Frankreich trug Oradour dazu bei, den Widerstand gegen deutsche Besatzer und französische Kollaborateure zu verstärken.
Offiziell wurde die Ermordung der Zivilbevölkerung Oradours vom NS-Regime als "Vergeltungsmaßnahme" hingestellt, da die von Toulouse an die Invasionsfront marschierende 2. SS-Panzer-Division durch Angriffe von Résistancekämpfern schwere Verluste erlitten habe.
Erst in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg konnte in Frankreich eine gerichtliche Verfolgung der an dem Massaker Beteiligten eingeleitet werden. Am 13. Februar 1953 verurteilte ein Militärtribunal in Bordeaux 21 von 65 überlebenden SS-Soldaten zu Todes- und mehrjährigen Haftstrafen.
Die Ruinen Oradours sind als nationale Mahn- und Gedenkstätte erhalten, der Ort selber wurde in unmittelbarer Nähe wieder aufgebaut.
oradour
Am 6. Juni 1944 landen die Alliierten in der Normandie. Überall in Frankreich verstärken die Widerstandsbewegungen ihre Aktivitäten. Von Toulouse aus setzt sich die SS-Division "Das Reich" in Richtung Normandie in Bewegung. Es beginnt, was in Frankreich der "blutige Marsch" genannt wird. Am 8. Juni 1944 wird in dem Dorf Frayssinet-le-Gélat, wo die Division Pause macht, ein SS-Mann erschossen. Das Dorf wird in Brand gesetzt, viele seiner Einwohnerinnen und Einwohner werden erschossen. Am 9. Juni werden in der Stadt Tulle 99 Menschen erhängt, an den Balkons der Häuser, an Laternen und Telefonmasten. Über einen Verstärker lassen die Deutschen Tangomusik durch die Straßen dröhnen.
Die Deutschen, durch die Aktionen der Partisanen zunehmend zermürbt, ziehen mordend weiter. Als die Partisanen am selben Tag, an dem das Massaker von Tulle stattfindet, den SS-Sturmbannführer Kämpfe entführen, befiehlt der SS-Bataillonskommandant, den Ort Oradour-sur-Glane bei Limoges zu zerstören und alle Einwohnerinnen und Einwohner, gleich welchen Alters, zu töten. Das geschieht am 10. Juni 1944. 642 Menschen fallen der Rache der SS zum Opfer; nur 52 von ihnen können identifiziert werden.
Barth ist überall dabei. Auf dem Weg nach Oradour ruft er seinen Kameraden zu: "Heute werdet ihr viel Blut sehen."
jungle_world

ABER!
"Mörder von Oradour"
Kriegsverbrecher Heinz Barth erhielt Opfer-Rente zu Recht - Sozialgericht entschied über Klage
Opfer-Rente Opfer-Rente 2
Franzosen!
mairie-strasbourg
Was allgemeines:
Das Gesetz ist Mord
Nichts bestimmte diesen Marktfleck fernab allen Weltgeschehens für seine Rolle im nationalen Gedächtnis Frankreichs, und nichts bereitete ihn darauf vor. Aber am 10. Juni 1944, vier Tage nachdem die Alliierten in der Normandie gelandet waren, erschienen kurz nach zwei Uhr nachmittags einhundertzwanzig SS-Regimentsoldaten der zweiten Panzerdivision "Das Reich" am südöstlichen Ortseingang und trieben alle Dorfbewohner auf dem Marktplatz zusammen. Gegen drei Uhr wurden die Frauen und die zweihundertfünf Kinder in die Kirche eingesperrt. Ein deutscher Offizier erklärte, man wisse von einem Versteck mit Waffen und Munition. Und er forderte die Dorfbewohner auf, es zu verraten. Dies führte zu nichts, da es weder Munition noch Waffen gab. Daraufhin trieben die Deutschen die Männer in fünf Scheunen und Schuppen, erschossen sie mit Maschinengewehren und setzten die Gebäude in Brand. Gegen fünf Uhr zündeten SS-Soldaten einen Sprengsatz in der Kirche, öffneten in dem darauf folgenden Chaos die Kirchentür und mähten die Frauen und die Kinder nieder. Dann setzten die Deutschen das Dorf systematisch in Brand. Sechshundertzweiunvierzig Menschen kamen in diesem Inferno ums Leben. Am Morgen des 11. Juni war Oradour nur noch ein Ort der Toten.
Ein Ort der Toten

NUR MAL EBEN AUF DIE SCHNELLE!

xmen


5.3.02 08:57:26
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Beides interresant aber wer kann Beweise für die jeweilige Aussage machen? sind die Akten wirklich unter Verschluss oder steht das nur irgendwo?
Sollte es so sein gibts wohl noch eine andere Wahrheit, ob es allerdings rechtfertigte Kinder und Frauen zu erschiessen oder gar zu verbrennen möchte ich arg bezweifeln!

Balsi


5.3.02 09:08:35
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ja sicherlich .. ich sagte ja ein Verbrechen bleibt es trotzdem ... allerdings sind die Umstände anders als ich sie früher kannte, ich dachte die fahren hin morden und hauen wieder ab.. sprich die Aktion war sagen wir aus purer Langeweile...ich weiss auch nicht inwieweit man Weidinger heranziehen kann.. kann mir aber auch nciht vorstellen, das er Falschaussagen macht, denn wenn man ihm die wiederlegt steht ja nicht nur er dumm da ... allerdings stellt sich dann auch die Frage.. inwieweit es menschlich verarbeitbar ist wenn man 100 Leichen sieht, die entsprechend wiederlich bearbeitet worden sind... ähnliches sieht man doch zum beispiel in Vietnam-Filmen.. ein GI wird bestialisch irgendwo aufghängt und das nächste Dorf wird niedergemacht (Platoon)
wie gesagt es sind 2 Seiten welche nun die richtige ist.. weiss ich nicht... allerdings stellt sich immer die Frage, wieso die akten verschlossen sind... dann gilt es doch immer etwas zu verheimlichen oder sehe ich das falsch???

waldi44


5.3.02 11:40:57
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Erschwerend kam hinzu, dass er den Mathematik-Unterricht dazu mißbrauchte, den Schülern in Mathematik-Aufgaben menschenverachtende Berechnungen zur Sterblichkeitsrate in den Vernichtungslagern der Nazis zu präsentieren.[1]
Das Resultat seiner Aktivitäten ist eine Publikation zu dem Massaker von Oradour, bei dem alle Einwohner des Ortes durch die SS-Division "Das Reich" auf grausamste Weise getötet wurden. Die Veröffentlichung erscheint 1997 bei Vrij Historisch Onderzoek (VHO) in Berchem, Belgien, unter dem Titel "Le Massacre d'Oradour, Un demi siècle de mise en scène". Schon kurz nach Erscheinen kommt es zur Indizierung durch das französische Innenministerium. Die deutsche Übersetzung erscheint in dem einschlägigen Druffel-Verlag in Berg am Starnberger See.[2]
Unter Beiziehung bekannter "revisionistischer" Quellen behauptet darin Reynouard, das Massaker von Oradour könne nicht der SS angelastet werden, sondern ginge vielmehr auf das Konto der Résistance. Gruppen der Résistance, schreibt Reynouard (und vor ihm schon Herbert Taege), hätten in der Kirche, in der die Menschen bei lebendigem Leibe verbrannten, Sprengstoff gelagert, weshalb es bei einer Schießerei zu einer "Explosion mit der Wirkung einer Hohlgranate" gekommen sei. Es überrascht nicht, dass dieser Entlastungsversuch gerade bei deutschen Rechtsextremisten und ehemaligen SS-Leuten große Resonanz findet. Hans Werner Woltersdorf widmet ihm in der Zeitschrift Deutschland - Schrift für neue Ordnung, die der einschlägig vorbestrafte Ernst Günter Kögel herausgibt, eine Buchbesprechung unter dem Titel "Oradour, Symbol ohne Moral".
Le Massacre d'Oradour

waldi44


5.3.02 11:42:59
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Die Waffen-SS war eine ganz normale Einheit…
Immer wieder taucht bei Rechten, und hier vorallem bei FPÖ-Anhängern, das Argument auf, die Waffen-SS sei eine "normale" Einheit wie viele andere auch gewesen, ihre Mitglieder seien zum Großteil zwangsverpflichtet gewesen. Die Wahrheit sieht anders aus...
Die 1933 aus ausgesuchten Leuten der SS (»Schutzstaffel«) gebildete »Leibstandarte Adolf Hitler«, eine bewaffnete Mannschaft, die dem neuen Führer und Reichskanzler unterstellt und auf ihn persönlich vereidigt war, wurde erstmals im Sommer 1934 bei der Ermordung Röhms und der Ausschaltung der SA ("Sturmabteilung") eingesetzt. In der Folgezeit wurde die bewaffnete SS ausgebaut zur "SS- Verfügungstruppe" (VT): die von der SA eingerichteten Kon-zentrationslager wurden, soweit sie bestehen blieben, von der SS übernommen. Die SS-Wachmannschaften der Kon-zentrationslager erhielten 1936 die Bezeichnung "SS-Totenkopfverbände", (TV). SS-Verfügungstruppcn und SS-Totenkopfverbände bildeten zusammen die bewaffneten Verbände der SS, die von Anfang an an Hitlers Krieg teil-nahmen und ab Ende 1939 "Waffen-SS" genannt wurden. Wie schon vorher VT und TV war die Waffen-SS eine Truppe, die unter dem Kommando des Reichsführers-SS und Chefs der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler, der unmittelbaren Führergewalt unterstand und einen Teil der Führerexekutive jenseits von Partei und Staat bildete. Hit-ler selbst sah vor, die Waffen-SS nach dem erfolgreichen Krieg als eine Art Staatspolizei in den eroberten Gebieten einzusetzen. Auch die Konzentrationslager bildeten bis zum Ende einen Teil der Waffen-SS. und es erfolgte laufend ein Personalaustausch zwischen den Wachmannschaften der Konzentrationslager und den Kampfverbänden der Waffen-SS. Es ist falsch, die Waffen-SS als einen Teil der deutschen Wehrmacht zu bezeichnen, wie dies oft geschieht. Sie wurde zwar wie andere paramilitärische Verhände (Reichsarbeitsdienst, "Organisation Todt") gemeinsam mit und teilweise auch unter dem Kommando der Wehrmacht im Kriege eingesetzt, hatte aber verfassungsorganisatorisch mit dieser nichts zu tun. "Die Wehrmacht war ein Organ der Staatsgewalt, die Waffen-SS ein Organ der Führergewalt" (Hans Buchheim). Von der Wehrmacht wurde die Waffen-SS anfangs nur widerwillig geduldet. Seit 17. Oktober 1939 hatte sie eine eigene Gerichtsbarkeit. Wesentliches Merkmal der Waffen-SS war nicht so sehr die Schulung im national-sozialistischen Geiste als vielmehr die Herausbildung einer besonderen Mentalität: Kampf um des Kampfes willen, Gehorsam ohne Überlegung, Härte als Abhärtung, aber auch Verhärtung gegenüber mitmenschlichen Regungen, Verachtung aller "Minderwertigen", Kameradschaft und Kameraderie, übersteigerter Heroismus.Die Waffen-SS verkörperte die nationalsozialistische Vorstellung vom "politischen Soldaten"". Ein General der Wehrmacht hat einmal treffend gesagt, die Angehörigen der Waffen-SS seien keine Soldaten, sondern "Kämpfer". Die Waffen-SS galt mit Recht in den ersten Kriegsjahren als eine nationalsozialistische Elite-Truppe: im Zuge ihres Ausbaues wurden aber ab Ende 1942 die ursprünglich strengen "rassischen" und körperlichen Ausleseprinzipien aufgegeben. Die 1939 28.000 Mann starke Truppe erreichte bis 1945 einen Umfang von etwa 90.0000 Mann, von denen mehr als die Hälfte keine "Reichsdeutschen" waren. Unter der Parole des Kampfes gegen den Bolschewismus hatte man zahlreiche Freiwillige in den besetzten Ländern Europas angeworben, unter den Volksdeutschen und den als deutschstämmig angesehenen Bewohnern annektierter Gebiete (Elsaß, Lothringen, Luxemburg, Krain) aber auch mehr oder weniger zwangsweise Rekrutierungen für die Waffen-SS vorgenommen. Es gab nicht nur "germanische" Legionen der Waffen-SS, sondern auch ost- und südosteuropäische und mohammedanische Einheiten, deren Kampfkraft und Einsatzfreudigkeit allerdings sehr unterschiedlich waren. Schon die ""Leibstandarte"" als Kerntruppe der Waffen-SS hatte jedes der militärischen Abenteuer Hitlers mitge-macht: die Remilitarisierung des Rheinlandes, die Besetzung Österreichs, des Sudetenlandes und der Tschecho-slowakei, die Invasion Polens, den Feldzug im Westen, den Balkanfeldzug und den Überfall auf die Sowjetunion. Ein-heiten der Waffen-SS wurden fast an allen Fronten eingesetzt, besonders wenn die Lage kritisch wurde. Sie kämpf-ten fanatisch und verbissen, errangen bedeutende Siege, hatten aber auch besonders hohe Verluste. Zumindest in der zweiten Kriegshälfte war die Ausrüstung der Panzer- und Panzergrenadierdivisionen der Waffen-SS oft besser als die der Wehrmacht und ihr Einsatz entsprechend effektiv. Als Wachpersonal in den Konzentrations- und Vernichtungslagern, in Zusammenarbeit mit den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (SD) der SS bei den als "Partisanenbekämpfung" ausgegebenen Judenerschießungen in Polen und in der Sowjetunion, aber auch bei dem Massaker unter britischen Soldaten in Le Paradis 1940, bei der Niedermetzelung französischer Zivi-listen in Oradour 1944 und bei der Ermordung amerikanischer Kriegsgefangener bei Malmédy im Dezember 1944 haben sich Angehörige der Waffen-SS in besonders eklatanter und unehrenhafter Weise schuldig gemacht. Diese und andere Greueltaten hatten zur Folge, daß der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg 1946 außer der Allgemeinen SS ausdrücklich auch die Waffen-SS nicht nur wegen allgemeiner Kriegsverbrechen, sondern auch wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur "verbrecherischen Organisation" erklärte.

Rechte Geschichtslügen

Guenther


5.3.02 13:45:40
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Gerade dieser Barth hat doch umfassend vor den DDR Behörden ausgesagt. Darüber gibts auch ein Buch.
Klar dreht sich das jeder hin wie er es braucht.
Ich bleibe weiter dabei, wenn ein Soldat sich an so etwas beteiligt ist er ein Verbrecher.
G.
PS: Ich kenne auch andere Fälle, wo ich persönlich es verstehe, daß es zu Übergriffen gekommen ist. ( affektähnliche Handlungen )
( Wen es interessiert, der sollte zB. Pichler, Truppenarzt und Zeitzeuge lesen. )

Balsi


5.3.02 14:35:40
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Verbrechen bleibt Verbrechen.. aber man sollte dennoch den handlungsursprung kennen... zum thema Waffen-SS.. die Leute sind ja dort nicht eingetreten, weil sie morden wollten... muss man immer beachten... mein opa war Musiker, hat Tuba gespielt er gilt aber als waffen-SS Mann auch als Verbrecher und politisch geschult... weiterhin z. Bsp. die Kosaken... sie sind dann genau solche Verbrecher wie die Leute in den KZ`s..übrigens wurden die Kosaken, nebst Kindern, Frauen und Alten nach dem Krieg von alliierter Seite an die Russen übergeben obwohl man wusste das sie alle ermordet werden ... so erschossen sich hunderte vor der Auslieferung... muss ein ziemlich trauriges Bild gewesen sein...
doch zurück zum thema... ich kann es daher nicht vertreten wenn man sagt die Waffen-SS wäre schlimm... da würde ich meinen Grossvater mehr als verunglimpfen

Guenther


5.3.02 14:52:01
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richtig Balsi, und deshalb bin ich auch der Meinung jedes Vorkommnis muß für sich behandelt werden um nicht pauschal zu verurteilen, genau dies wird aber getan
G.

xmen


5.3.02 18:47:30
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Ja,dann möchte ich mal dazu sagen das mein Vater bei der SS war ....weil er dahin abkommandiert war ...und auch nicht weil es der Hammer in jener Zeit war! Ich verfalle auch oft zu sagen ,das waren alles Schweine,ein großes Problem ist aber die Vertuschung vieler Dinge durch Aussen...vertuschen tut nur der der was zu vertuschen hat.
Und einzelne Vorkommnisse sollten auch als solche behandelt werden! Im grossn und ganzen, so mehr ich mich damit beschäftige,kommen mir Zweifel ob wirklich alles so war wie es scheint,bis auf den Holocaust scheint mir da doch verdammt viel im argen zu liegen!

Stachel


5.3.02 21:35:31
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@xmen "Bis auf den Holocaust?" lies mal : "Die Holocaust Industrie" von Norman Finkelstein.
Traurig aber leider wahr!

waldi44


5.3.02 22:42:29
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Tja, wo wir wieder an dem Punkt der seriosität sind! Wie Glaubwürdig ist Finkelstein? WILL man ihm glauben, weil man es ja schon IMMER wußte und noch dazu ist er ja selbst Jude! MUß also stimmen! MUß es wirklich?
Das mit dem Holocaust auch "Geschäfte" gemacht werden und sich manche 'ne goldene Nase verdient haben stehz ja wohl außer Zweifel, aber wie hat man weiter oben so richtig bemerkt: Es kommt auf jeden einzelnen Fall an und was für die SS billig ist, sollte für ihre Opfer recht sein ;)!

xmen


6.3.02 08:11:28
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Holocaust Industrie hin oder her ist doch blödsinn!
Es kommt für mich auch nicht drauf an ob es 6 Milli. oder nur 3 Millio. waren...allein die Tatsache das ist das Ding.
Zumal die Juden damals voll intregiert waren ist es nicht verständlich für mich wie sowas zustande kommen konnte.

Balsi


6.3.02 09:00:16
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ich stelle mir schon lange zeit immer die gleiche Frage... was war der grund dafür??.. Ich denke Hitlers Hass während seiner jahre in Wien..können doch nciht der ausschlaggebende Punkt sein... die Auseinandersetzung Judentum - Christentum kann es auch nicht sein, war es einzig und allein die Finanzkraft??? Immerhin hat man durch den Mord an den juden rieige Geldmittel in der hand gehabt..
nochwas.. habe im OKW-Tagebuch gelesen, das nach dem Fall der Brücke von Remagen, in den USA das Gerücht herrschte, das Hitler jetzt ein Friedensangebot machen wird... daraufhin sanken die Börsenkurse erheblich

waldi44


6.3.02 13:13:12
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Ich denke, es war ein Mix aus allem, aber sicher hatte das deutsche Finanzkapital ein großes Interesse daran ihre jüdische Konkurenz nicht nur auszuschalten, sondern auch ihre Vermögenswerte zu übernehmen.
Für das "WIE" interessierten sie sich dann schon nicht mehr!
Tja und was die Börsenkurse anbelang: Ist doch heute nicht viel anders und ich persönlich bin gegen diesen Börsenboom, wo alles an die Börse ströhmt und wenn in China ein Sack Reis umfällt sinken sofort alle Agrarwerte und millionen Verluste entstehen, die der kleine Mann dann ausbaden muß!!

xmen


6.3.02 17:14:16
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Also ich glaube das kanns auch nicht gewesen sein... den Wunsch ein Volk auszurotten nur wegen Geld (das ginge auch anders)..und selbst wenn mich jemand umhauen würde ,gleich sein ganzes Volk dafür zu vernichten? ich weiss nicht!
Einen richtigen Beweggrund kann ich nicht finden, ausserdem haben doch Juden im 1WK für Deutschland gekämpf und beim Volk waren sie eigentlich auch beliebt...irgendwie sehr merkwürdig.

Stachel


6.3.02 20:33:57
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Also ich halte Finkelstein für sehr glaubwürdig. Vieles von dem was er in seinem Buch schildert hat man auch in den Medien (natürlich nicht in der Form) mitbekommen. Das es immer wieder Forderungen für NS-Zwangsarbeiter gibt wissen wir ja alle. Und ehrlich gesagt hab ich bis heute keinerlei konstruktive Kritik über ihn gelesen. Er wird oft einfach nur als ein Spinner bezeichnet.
Ich finde einfach nur traurig das einige Perosnen die traurige Geschichte ihres Volkes in so wiederlicher Weise für sich missbrauchen.

xmen


7.3.02 08:09:30
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Natürlich ist das wiederlich aber -Geld stinkt nicht-!
Und sei mal ehrlich...wenn Du früher betroffen gewesen wärst würdest Du auch denken das die dafür bis ultimo zahlen sollen oder?;)

Balsi


7.3.02 08:25:23
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also ich sag mal so... die Juden wurden eigentlich nie richtig geliebt... denn aufgrund ihrer religion war ihnen ja das handwerkliche Arbeiten verboten.. also konnten Sie nur in der Finanzwelt Fuss fassen.. und da bei geld bekanntlich die Freundschaft aufhört... machte man bei jeder Finanzkrise, bei jeder Kreditforderung usw... immer die Juden verantwortlich .. es war eben so, das Kredithaie Juden waren und dadurch der Unmut in der bevölkerung geschürt wurde... in ganz Europa!!!!
Unter Hitler und den Nürnberger Rassegesetzen... verbot er ihnen die Arbeit usw. wir kennen das ja... eigentlich war es damit doch aber behoben, es sei denn er wusste von Anfang an das sein 1000 jähriges Reich nicht 1000 Jahre Bestand haben wird... also versuchte er so die späte Rache der Juden zu umgehen indem er sie ermordete... denn die Wannseekonferenz war doch 1942 und Genozid begann erst richtig 1944 ,.. also als man wusste das der krieg verloren war

waldi44


7.3.02 12:04:32
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Es warem 2 Kriege, die da gaführt wurden!
1. Der mit den Waffen der Heere und
2. Der der Rasseidiologen!
Dieser Rassekrieg wurde um so brutaler, je klarer wurde, daß der Waffengang verloren war!

Gast


7.3.02 14:14:32
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@xmen natürlich würde ich wollen das die bis an ihr Lebensende zahlen, aber das zynische an der ganzen Sache ist das es ja nicht die Zwangsarbeiter sind die solche Forderungen stellen sondern sogenannte "gemeinnützige" Organisationen. Im Namen der Häftlinge holen die sich das Geld und stecken es dann in die eigene Tasche. Die eigentlichen Ofer sehen von dem Geld meist keinen Pfennig (oder Cent; wie mans will)
Noch was zum Ursprung der Judenverfolgung. Ich halte es für falsch zu sagen das die Wurzel des Hasses auf Juden durch die Jahrhunderte sich (auch beim Volk) "durchgezogen" hat. Wenn da nicht von Oben her die richtige Stimmung gemacht wird gibts sowas beim Volk auch nicht. Da muß eine andere Quelle dahiterstecken.

Stachel


7.3.02 19:10:26
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Upps war nicht eingeloggt, letzter Eintrag war von mir

xmen


8.3.02 08:17:24
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Tja das Problem das Geld selten ankommt ist nicht nur in diesem Fall ein Problem...aber sehen die Geschädigten das auch so? Übrigens waren Juden auch Ärtzte und nicht nur Kredithaie und mal was zu dem Thema...heute wo es ja angeblich so wenig Juden hier gibt sind Kredithaie,Banken u. Wirtschaftsbosse noch viel schlimmer, also ein klarer Beweis dafür das die Legende des Jüdischen Kredithais nicht
stimmen kann!;)

Balsi


8.3.02 09:40:20
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ich meinte das ja auch mit den Augen von damals ... ging es einem schlecht lieh man sich Geld... schlechter Kurs, hohe Zinsen... dann suchte man sich das Feindbild... da kam ein jude doch gerade recht... "arbeitet nicht hart und fühlt sich als was besseres" (man bedenke in Anführungsstrichen!!!) ..na der hat sie wohl nicht alle ... dann hört man das von einem anderen und schon pauschalisiert man und der Jude an sich ist schlecht... so schnell kanns gehen... hab das mal irgendwo gelesen... das aus dem Mittelalter dieser Hass entstand ... die Banken von heute sind ja auch eher mit Vorständen bestückt, wer aber ist deren Eigentümer??? Ich möchte auch nochmal Finkelstein rannehmen ... denn dort kann er nicht irren, weil es leicht nachweisbar ist, und zwar an der Zahl der Millionäre in den USA.. die Juden sind der größte Prozentsatz, sagt er... also spielt wie immer das Geld die grosse Rolle

xmen


8.3.02 14:16:50
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Na warum sollte er nicht recht haben...aber ob allein die Sichtweise von damals ausreichte um sowas zu planen und auszuführen!

waldi44


8.3.02 15:07:44
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Bei der "Judenfrage" wird eines immer oder fast immer vergessen: Die meisten ermordeten Juden stammten aus Osteuropa und von denen waren die wenigsten auch nur annähernd soetwas wie vermögend und sie stellten schon gar keine Gefahr für das deutsche Kapital dar.
Ich glaue fast, die Sache mit der Judenermordung entwickelte eine ungewollte Eigendynamik, so nach dem Motto: Wenn man mal schon damit angefangen hat...
Die Enteignung und Vertreibung der deutschen Juden ließe sich ja noch erklären (siehe weiter, ganz weiter oben)aber die sinnlose Ermordung der anderen?
Andererseits, waren die vielen millionen osteuropäische Juden ja auch den germanischen Kolonialisationsplänen im Wege und als Zwangsarbeiter brauchte man sie auch nicht, da hatte man ja die Polen und die andern Völker, die nach der faschistischen Rassenideologie, rassisch zwar weit unter den nordischen Menschen standen, aber immer noch weit höher als die Juden!
Ich gehe mal zu Shoa.de und schau mal ob ich da was finde!

xmen


8.3.02 19:23:01
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Also...ich bin so frei und oute mich mal als (in heutiger möchte gern Sicht) Nazi!
Das bedeutet, ich verteufele nicht Grundlos und ohne Grund mein Land...nicht wie bei anderen meist die Opas, sondern in meinem Fall meinen Vater...und egal was dieser Mann getan hat ich bin stolz auf ihn,liebe ihn und werde ihm immer in meinem Herzen tragen, auch bin ich der Meinung das das Deutsche Volk einen ganz besonderen Platz in der Geschichte einnimmt und das positiv gesehen.
Aber das Ding mit den Juden hab ich ehrlich nie verstanden und es hat ein Riss in meinem Verstand erzeugt den ich nicht in der Lage bin zu schliessen.
So viel ich auch drüber nachdenke es ist mir einfach unverständlich...ich verstehe auch nicht warum die Welt nicht bei geht und den Juden endlich zum Frieden verhilft,nein statt dessen wird immer noch drauf geschimmpft! Stellt euch mal vor ihr lebt in einem Land groß wie NRW vieleicht und die gesammte Arabische Welt wollte euch vernichten,jeden Tag irgendwelche Bombenatentate
auf Zivilisten und wenn Ihr zurückschiesst heisst es ..ja so gibts keinen Frieden ,da müsst ihr euch nicht wundern!
Also mir fehlt da das Verständniss,oder bin ich mit meiner Einstellung da schon wieder Nazi?

Balsi


8.3.02 23:40:42
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nun ihc seh das etwas anders... stell Dir vor ich bin Franzose und marschier in Baden-Würtemberg ein ... logisch das die anderen 15 Bundesländer gegen mich sind... so ists im Nahen Osten... 1969 marschierte Israel in Palästina ein und hält es bis heute besetzt... Fakt.. und ich meine was gibt es daran zu deuteln???.. Sharon will die BESETZTEN Gebiete nicht zurückgeben, die Palästinenser wollen ihr Land und ihre Autonomie zurück.. sprich sie hatten sie früher und ein "demokratischer Staat" nimmt sie weg...

Stachel


9.3.02 00:15:21
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Die Gründung des Staates Israel war einfach widerrechtlich. Nicht das ich den Juden keinen eigenen Staat zugestehen würde, aber die Art und Weise wie sie sich ihr Land angeeignet haben war schon , hm ich sag mal "unter aller Sau". Auch das Argument "Dies ist unser Land den es hat uns vor 3000 Jahren schon einmal gehört" zieht nicht.Dann müssten die USA auch ihr Land den Indianern zurückgeben, und die Mexikaner,Brasilianer usw. den Nachfahren der Inkas und Mayas.

xmen


10.3.02 08:14:24
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Das ist schön und gut aber auch wir haben Gebiete abgeben
müssen und haben uns damit abgefunden, also soviel Theater um son bisschen scheiß Land ist doch nicht zu glauben!
Wüste und Steine und wenn die Araber alle so schön zu denen halten wäre es dann nicht möglich das die ihnen ein bisschen Land abgeben?;)
Grenzverschiebungen und Landbesetzungen hat es doch schon immer gegeben und meint ihr die Araber würden die Juden auf einmal lieben wenn sie denen das land wiedergeben?

waldi44


10.3.02 15:40:48
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Pälästinenser sind doch Araber und Schlesier Deutsche!
Die Schlesier habe ihr Land durch Hitler und seinen Krieg verloren!
Die Palästineser ihr Land, daß eigentlich auch nicht ihr Land war, denn die Westbank mit Jerusalem gehörte zu Jordanien und der Gazastreifen zu Ägypten, verloren es im 6 Tagekrieg von 1969.
Schlesier findet man in ganz Deutschland und wenn man sie nicht gerade am Dialekt erkennt, weiß keiner woher sie bzw ihre Vorfahren stammen.
Die Palästinenser dagegen sitzen schon seit Jahrzehnten in Lagern und das nicht nur in den Besetzten Gebieten, sondern auch außerhalb israels Machtbereich!
Da stimmt doch was nicht mit der Brüderlichkeit der arabischen Brüder? Am Geld kann's ja nicht liegen, Petrodollar hat es da unten ja genug!
Und die Zeit, als die Schlesier, Sudeten, Ostpreußen und sonst noch wer ernsthaft von der Rückgabe ihrer alten Heimat sprachen, sind gottlob lange vorbei und nur noch wenige ewig Gestrige treffen sich im Bierrausch zu irgendwelchen Landsmannschaftstreffen und träumen in schönster Bierseeligkeit den Traum von ihrer alten Heimat!
Warum kalppt das bei den Palästinensern nicht? Liegts daran, daß die da unten kein Bier haben;)?

waldi44


7.7.02 16:47:35
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Nichts Neues und nur wegen der Vollständigkeit! Ist nicht von mir, finde den Link aber nicht mehr!!
Am 17.10.1939 wurden Waffen-SS und Polizei der Militärgerichtsbarkeit entzogen und einer eigenen Sondergerichtsbarkeit unterstellt. Das bedeutete eine neuerliche Bestätigung der Unabhängigkeit der SS von Wehrmacht und Staat.Waffen-SS war seit 1940 die offizielle Bezeichnun für die im Rahmen des Heeres eingesetzten Truppen der SS. Mit dieser Begriffsbestimmung wurde die Bezeichnung auch nach dem 2. Weltkrieg in den Sprachgebrauch übemommen, obwohl sie eine unrichtige Einengung beinhaltet.Tatsächlich umfaßte die Waffen-SS alle Teile der SS, die nicht von der Partei, sondern vom Staat finanziert wurden: Neben den militärischen Verbänden, deren Einsatzeinheiten, den Totenkopfstandarten und den SS-Junkersschulen, die den Offiziernachwuchs für die SS-Verfügungstruppe ausbildeten, gehörte die gesamte Konzentrationslagerorganisation mit Verwaltung und Überwachungspersonal nach den Unterlagen über den "Haushalt der Waffen-SS"aus dem Jahre 1942 zur Waffen-SS.
[...]
1940 waren bereits 150000 Mann bei der Waffen-SS, im Dezember 1944 betrug ihre Gesamtstärke 950.000 Mann, davon waren etwa 400.000 Reichsdeutsche, 350.000 Mann Volksdeutsche und 200.000 Freiwillige aus fast allen Ländern Europas und des Nahen Ostens.
Die Freiwilligkeit der Meldung zur Waffen-SS - nach wie vor die Voraussetzung für die Aufnahme in die Verbände - war bei den Reichs- und Volksdeutschen seit etwa 1940 nur noch bedingt gegeben. Bei den Werbeaktionen der SS, zum Beispiel in Schulen und Hitlerjugendeinheiten, wurden die Männer häufig mit unterschiedlichen, aber eindeutigen Drohungen aufgefordert, sich zur Waffen-SS zu melden. Die freiwilligen Angehörigen der Waffen-SS aus anderen Ländern kamen vornehmlich aus Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Norwegen, Finnland, aber auch aus Osteuropa, aus der Ukraine und z.B. aus Georgien und dem Kaukasus (Tschetschenien). Eine Besonderheit ist die fast 20.000 Mann starke Hanjar-SS, ausschließlich aus Muslimen bestehend und organisiert von Hajj Amin el-Husseini, dem Großmufti von Jerusalem und politischen Führer der Palästinenser (übrigens Onkel von Jassir Arafat). Husseinis Hanjar-SS umfasste Kosovo-Albaner, Bosnier und Palästinenser. Diese Truppe wurde gegen Serben auf dem Balkan und in Nordafrika (Tunesien) eingesetzt. Daneben gab es auch eine indische SS-Truppe aus Sikhs und Anhängern des Gandhi-Stellvertreters Bose.
Die ausländische Gruppe der SS-Freiwilligen stellte eine Mischung dar aus Abenteurern, Söldnern, eindeutigen Anhängern des Nationalsozialismus und Gegnern des Kommunismus. Die bedingungslose Einsatzbereitschaft der Waffen-SS bei ihren militärischen Aktionen wurde von der Wehrmacht anerkannt, die dabei entstehenden hohen Menschenverluste, die Grausamkeit gegen die Zivilbevölkerung und gegen die Kriegsgefangenen dagegen immer wieder kritisiert, in den meisten Fällen aber doch geduldet. Im Verlauf des Krieges nahmen Einheiten der Waffen-SS an der Tötung von Kriegsgefangenen teil und stellten Mannschaften und Offiziere für die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD, die mordend den kämpfenden Truppen des Heeres folgten.
Die Waffen-SS stellte während des Zweiten Weltkrieges sowohl militärische Division für den Fronteinsatzes auch Führer und Mannschaften für die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD. Seit der Wannsee-Konferenz 1942 fuhren Massentransporte aus ganz Europa die Juden in die Gaskammern der von der SS errichteten Vemichtungslager. Millionen Juden wurden Opfer der von den nationalsozialistischen Führern beschlossenen und von der SS ausgeführten Endlösung der Judenfrage." 1942 wurden die Konzentrationslager zwar dem Wirtschafts-Verwaltungshauptamt der SS unterstellt, aber auch danach blieb das SS-Führungshauptamt/Kommandoamt der Waffen-SS zuständig für die Bewachungsmannschaften, Z.B. für ihre Versetzung von einem KZ in ein anderes. Die allgemeine SS bestand 1944 aus 40000 Mann. 1944 mußte die Wehrmacht wesentliche Teile ihrer Befugnisse der Waffen-SS und der SS übergeben z.B. das Kriegsgefangenenwesen, daß Ersatzheer und den militärischen Geheimdienst. Im Nürnberger Prozeß ( 20.11.1945 - 1.10.1946 )wurde die gesamte SS einschließlich der Waffen-SS, der SS Totenkopfverbände, der SS-Polizeiregimenter und des SD als verbrecherische Organisation verurteilt.

Quintus


20.7.02 06:15:07
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Gepostet von waldi44
Warum kalppt das bei den Palästinensern nicht? Liegts daran, daß die da unten kein Bier haben;)?

Das unlösbare Problem liegt in den unterschiedlichen Religionen. Jerusalem und ex_Palästina_heute_Israel ist den Juden heilig, da sie vor tausenden Jahren hier lebten, ihren Staat hatten, und ihre religiösen Kultstätten.
Den Arabern - sprich: Palästinensern - ist selbiger Boden heilig, da sie hier seit tausenden Jahren leben und ihre religiösen Kultstätten haben.
Wer maßt sich an, hier Ordnung und Gerechtigkeit rein zu bringen?!
Die Westmächte maßten es sich an, nach dem Holocaust, - mit IHREM Verständnis.
Das Resultat sehen wir seit mehr als 50 Jahre.
Man könnte sich zu der Arroganz verleiten lassen zu sagen: weil vor mehr als zweitausend Jahren Juden auf dem umstrittenen Gebiet lebten, leiten sie heute daraus ihr Recht ab, dort einen (IHREN) Staat (nach jahrtausendelanger Verfolgung!) errichten zu dürfen.
Nun, betrachten wir Deutschen meinetwegen Ostpreußen als kultische Stätten..., und fordern im Jahre 3945 (obwohl alle Deutschen längst ausgewandert wurden) dort den preussischen Staat...
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