Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Wer war der Chef der Totenkopf-SS?

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AutorBeitrag

Gast


18.2.03 14:40:55
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Hallo,
meine Frage geht um das Thema Auschwitz. Könnt ihr mir bitte einige Namen von Führern der Totenkopf-SS und der Lagerleitern von Auschwitz sagen.
Ich bitte um gute Informationen, weil diese Informationen sollen in ein Schulreferat wandern.
Danke

waldi44


18.2.03 17:11:52
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Zuerst empfehle ich mal diese Seiten:
Auschwitz
Auschwitz
Die Totenkopfverbände
Und natürlich hier!

Gast


18.2.03 20:07:48
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Danke

Gast


18.2.03 20:11:08
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Die Frage über Theodor Eike habe ich ja selber ins Netz gestellt und die mit dem Grafen zu Waldeck und Pyrmont war ich auch.

Quintus


22.2.03 06:34:52
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Kommandant von Auschwitz war ab Mai 1938 Rudolph Höß. Er war es, der auf die Idee kam, in den Gaskammern Zyklon B, eine kristallisierte Blausäure, zu verwenden.
Höss wurde am 16.04.1947 in Auschwitz hingerichtet.
Rudolph Höß

Balsi


22.2.03 07:25:49
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Eicke war ja Inspekteuer der Konzentrationslager von daher hatte er auch die Lagerbesatzung unter sich... weiss jetzt nur nich ob er das später auch in Personalunion mit seinem Divisionskommando inne hatte...

Gast


22.2.03 08:24:24
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Hallo,
ich habe aber gelesen, dass der Pudolf Höss nur bis 1943 Kommandant von Auschwitz war. Stimmt das?
Mein Geschilehrer meint er wäre bis zum Ende Kommandant gewesen.

Balsi


22.2.03 08:39:03
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o Rudolf Höss 4. Mai 1940 bis November 1943
o Arthur Liebehenschel 11. November 1943 bis Mai 1944
o Richard Baer 11. Mai 1944 bis 17. Januar 1945

Quintus


22.2.03 09:16:41
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Also in der oben genannten Seite zu Höß - meines Threets - heißt es:
1944
Mai: Höß kehrt in das KZ Auschwitz zurück, um die geplante Vernichtungsaktion gegen Hunderttausender von Juden in die Tat umzusetzen.
1946
11. März: Er wird durch die britische Militärpolizei verhaftet.
Während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse sagt Höß als Entlastungszeuge für Ernst Kaltenbrunner aus. Höß sieht sich als Befehlsempfänger und weist alle Schuld und Mitverantwortung für den Tod von Millionen Menschen von sich.

Vor Jahren las ich auch mal sein Buch über seine Zeit als Chef von Auschwitz, wo er explizit genau beschreibt, wie er versuchte, den Massenmord zu rationalisieren, wie er durch einen Zufall auf Zyklon B kam, u.s.w. Aber an Einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern - weiß auch nicht, wo das Buch abgeblieben ist. In meiner Bibliothek finde ich es jedenfalls nicht mehr - seltsam!

Balsi


22.2.03 09:21:58
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empfehle dazu das Buch "Der Tod ist mein Beruf" von Robert Merle... liest sich hervorragend

Quintus


22.2.03 09:28:08
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Balsi, ich glaube, genau DAS Buch meinte ich, welches ich damals las. Sehr empfehlenswert!

Balsi


22.2.03 09:37:39
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hab das mal durch Zufall in die Hände bekommen.. fängt an das er darüber schreibt wie das Leben als kleiner Junge war.. der Vater war Pastor und die Familie hatte tierische Angst vor ihm... und dann führt sich die Geschichte fort... konnte es nicht weglegen..

Gast


22.2.03 10:02:17
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Hallo,
was hatte Höss denn für einen Posten, als er 1944 nach Auschwitz zurück kehrte?

Balsi


22.2.03 10:09:26
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Am 8. Mai 1944 kehrte Höß auf Wunsch Heinrich Himmlers nach Auschwitz zurück, um die "Aktion Höß" durchzuführen - die Vorbereitungen der Vernichtungsanlagen in Birkenau für die Tötung der ungarischen Juden. Er hate also keine Kommandantentätigkeit sondern ich würde sagen... Sonderbauftragter...

Gast


22.2.03 12:18:47
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Danke

Panzermeyer


23.2.03 11:45:57
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Ich empfehle mal die Seite www._gesperrt_ aufzuschlagen.
Aumeier,Hans geb.20.VIII.1906, SS-Nr.2700 war zuerst 1. Schutzhaftlagerführer im KL Auschwitz. Wurde wegen Übertretungen nach Estland Lager Vaivara versetzt.Dann übernahm er versch. kleinere Lager. Er wurde am 22.12.1947
zum Tode verurteilt.Das Urteil wurde vollstreckt.
Die sogenannten Höss-Geständnisse, wie sie gern in vielerlei Literatur erwähnt werden weiß man das die Geständnisse alle unter
schwerster Folter zustande kamen. Den Wert solcher Geständnisse sinkt dann gegen Null.

Ronny22


23.2.03 12:19:02
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Gepostet von Panzermeyer
Ich empfehle mal die Seite www._gesperrt_ aufzuschlagen.
Aumeier,Hans geb.20.VIII.1906, SS-Nr.2700 war zuerst 1. Schutzhaftlagerführer im KL Auschwitz. Wurde wegen Übertretungen nach Estland Lager Vaivara versetzt.Dann übernahm er versch. kleinere Lager. Er wurde am 22.12.1947
zum Tode verurteilt.Das Urteil wurde vollstreckt.
Die sogenannten Höss-Geständnisse, wie sie gern in vielerlei Literatur erwähnt werden weiß man das die Geständnisse alle unter
schwerster Folter zustande kamen. Den Wert solcher Geständnisse sinkt dann gegen Null.

Natürlich waren die Allierten bei ihren "Verhören" mehr als kriminell vorgegangen, aber die Richtigkeit seiner Angaben sind wohl schwer bestreitbar. Aber die Allierten wollten komplette Aussagen, Höss hätte sicher keine Einzelheiten verraten.
Aber die Vorgänge in Auschwitz sind wohl trotzdem kaum bestreitbar...

Quintus


24.2.03 06:41:42
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Gepostet von Ronny22
Natürlich waren die Allierten bei ihren "Verhören" mehr als kriminell vorgegangen, aber die Richtigkeit seiner Angaben sind wohl schwer bestreitbar. Aber die Allierten wollten komplette Aussagen, Höss hätte sicher keine Einzelheiten verraten.

Nun, Höß wurde von einem Polnischen Gericht verurteilt und gerichtet. Somit wäre ich mit Unterstellungen, wie "kriminell" oder Folter der Alliierten, eher vorsichtiger (Polen war kein Alliierter)! Auch sei hier erlaubt, nach den Quellen zu Fragen.
Ausserdem: würde hier mal das Buch "Verhöre. Die NS-Elite in den Händen der Alliierten 1945" von Richard Overy* empfehlen, in dem komplette Verhörprotokolle abgedruckt sind, die zeigen, dass es garkeiner Folter bedurfte - sondern eher geschickter psychologischer Diskussionsführung! Die waren ALLE sehr Gesprächsfreudig, die alten Nazi-Chefs!
Freilich handelt es sich in dem Buch nur um die oberste Spitze der NS-Führung, und auch nur um Gefangene der Westalliierten.
* 2002 by Econ Ullstein List verlag GmbH & Co. KG, München - Berlin. ISBN 3-549-07163-9
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