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Informationen über die 42.Infanterie-Division im 2.WK ???

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AutorBeitrag

Ronny22


22.12.2005 11:23:26
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Genannt die "Regenbogen-Division"...

Sie soll für eine Vielzahl von Kriegsverbrechen in Süddeutschland am Ende des Krieges verantwortlich sein.

Die Mehrzahl der Soldaten sollen wohl ex-Sträflinge gewesen sein, sozusagen eine Art des Straferlass durch Frontbewährung.


Es gab auch ein unoffizielles Motto der Division...aber eher wahrscheinlich ein Spott von anderen Einheiten über diese Division...


"One-third shootin', one-third lootin' and one-third painting rainbows"

Ein Drittel schiesst, ein Drittel plündert und ein Drittel malt Regenbögen...

Man lastet ihr auch Kriegsverbrechen gegen die 17.SS-PzGrn. Division "Götz von Berlichingen" an....dazu mehr im Waffen-SS Board.

Kann einer Informationen über diese amerikanische Infanterie-Division liefern???



Balsi


22.12.2005 12:28:51
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es geht also um die 45. US-ID?

Ronny22


22.12.2005 12:53:59
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Balsi schrieb:
es geht also um die 45. US-ID?

Oh...verdammt...die 45. waren die Thunderbirds!!!!

Hoover


24.12.2005 12:53:41
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Wenn du die 42nd Infantry Division meinst habe ich ziemlich viel, Order of battle, Action Reports etc.

42nd "Rainbow" Division
Aufgesellt 14.07.1943 aus Teilen der Oklahoma Nationalgarde. Aufstellungsstandort war Camp Gruber, Oklahoma.
Sie erreichte am 8.12.44 Frankreich und wurde in marseille ausgeladen. Die ersten Teile wurden sofort zu einer Kampfgruppe zusammengefasst (Task Force Linden) und als Verstärkung in den Raum Straßbourg geworfen, noch bevor alle Teile versammelt waren.
Der erste Einsatz der Division als solches war Straßbourg am 24.12.44. Sie löste dabei die 36th InfDiv ab, die in die Ardennen verlegt wude. Die 42nd sicherte daraufhin eine Frontbreite von 31 Meilen. Am 26th januar 1945 schlug die Division mehrere heftige Gegenangriffe der wehrmacht zurück, wobei sie erste Belobigungen bekam. Anfang Februar lag die Division im Raum Hatten/Elsaß und griff dann gegen Haguenau an. Im März wurde der Westwall durchbrochen. Am 31.03.1945 wurde der Rhein überquert und Wertheim und Würzburg am 5.4.45 eingenommen. Am 19.04. wurde Fürth eingenommen, am 25.4.45 die donau überquert.

Am 26.04.45 wurde Dachau befreit, die Division musste bis zum 30.04.45 die Versorgung der KL-Insassen übernehmen. Bei der Einnahme  Dachaus wurde fast alle SS-Bewacher erschossen. Am 30.04.45 wurde München besetzt, am 05.05.45 Österreich erreicht.

Bis Juni 1946 war die 42nd als Besatzungstruppe in Deutschland stationiert und danach in die USA zurückverschifft und aufgelöst.

die division hatte 106 bestätigte Kampftage (Tage mit Feindkontakt) und verlor 3.971 Mann an Verwundeten, Kranken und Toten.

Das Regenbogensymbol wurde gewählt, weil sie die erste Nationalgarde-Division war, die Mitgleider aus allen Staaten aufnahm (wenn aiuch die Meisten aus Oklahoma kamen).

die Geschichte, dass die division aus Verbrechern bestand ist natürlich Blödsinn, die Amis hatten keine Strafeinheiten in deutschem Sinne.
Das Kriegsverbrechen, was angesprochen wurde ist der "Webling Zwischenfall", wo Soldaten der 42nd InfDiv mehrere (ca 30) SS-Männer gefangennahmen und dann erschossen. Es gibt eine Bilderserie, die dieses bestätigt. Die SS´ler haben sich ergeben und die Waffen niedergelegt. Danach wurden sie getötet.
Es waren Teile, die vom KL aus zur Säuberungin der Nähe dachaus befohlen wurden. Sie gehörten zum 222nd InfRegt der 42nd. ich denke, es war aus Wut über das in Dachau gesehen passiert. Es wurde niemand dafür angeklagt.

Richtschuetze


27.12.2005 07:01:57
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Die SS´ler haben sich ergeben und die Waffen niedergelegt. Danach wurden sie getötet.

ja und eben das ist ein Kriegsverbrechen!

Gruss

Hoover


27.12.2005 10:31:47
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Bestreitet ja keiner 

Rainer


28.12.2005 00:24:32
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Kann mir aber gut vorstellen, dass solche Sachen nach Besichtigung "KL" passierten.

Leclerc liess ja auch französische Waffen-SS Angehörigeim Mai 1945 ohne Verfahren erschiessen

Jan-Hendrik


28.12.2005 09:10:18
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Ups , merkwürdig nur , das Erschiessungen von Verwundeten und sich gefangen gebenden Soldaten seitens der US-Einheiten schon ab Frankreich häufig vorkam , oder ?

Jan-Hendrik

Ronny22


28.12.2005 10:26:10
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Rainer schrieb:
Leclerc liess ja auch französische Waffen-SS Angehörigeim Mai 1945 ohne Verfahren erschiessen

Weil sie ihm eine patzige Antwort gaben...

bani


28.12.2005 10:54:26
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naja, nicht gleich patzig. sie haben auf seine frage nur mit der selben als gegenfrage reagiert ...

Hoover


29.12.2005 00:05:20
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Merke: Freundlich gegenüber dem Sieger sein...

Ronny22


29.12.2005 00:19:15
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Hoover schrieb:
Merke: Freundlich gegenüber dem Sieger sein...

Naja wenn nur noch der andere ne Waffe hat, sollte man nich stänkern... 

KGR Wahl


7.3.2007 00:40:38
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Stänkern ist gut, Ronny.

Sie wurden von Leclerc gefragt,wieso sie als Franzosen eine deutsche Uniform trugen.

Darauf antwortet einer: "Mit Verlaub,Herr General, weshalb tragen sie eine amerikanische Uniform?"

Ob dies der Grund war,kann heute wohl keiner mehr beurteilen.

Kollektivschuld eben.............Auch  in einer Gruppe in Gefangenschaft geraten,bedeutet nicht immer Gefangenschaft,obwohl dies eine der Grundregeln war.

Angehörige der Waffen-SS wussten seit Anfang April was passieren konnte und verstanden sehr wohl das Motto:

Je grösser die Anzahl,je sicherer das Überleben bei der Aufgabe.



Ronny22


7.3.2007 07:17:14
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@KGR Wahl

Ich kenne die Geschichte mit Leclerc auch und sie ist nur eine Episode der "ruhmreichen" französischen Sieger.

Die Franzosen hassten uns und ließen dem unter dem Schutz der Amerikaner dann freien Lauf.


Zuerst wüteten sie nur im eigenen Land gegen Kollaborateure und Frauen die was mit Deutschen hatten....nach dem sie die Reichsgrenze überschritten hatten ging die Party erst richtig los. 

KGR Wahl


9.3.2007 14:29:57
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Hallo Ronny,wie wahr,die "Befreiung" Südbadenes und des Schwarzwaldes,weia.

Aber mir liegt die Div.-Geschichte der "Rainbow" vor,leider aber nur wenige Seiten und Fotokopien.

Official Yearkbbok 148 - Yearbooks Publiishing Company 1949.



"42nd First enter Dachau" ein Hauptteil,weniger und pauschal über Schweifurt und Nürnberg.
Mal so um die 30 Zeilen insgesamt.

Dafür ein halbseitiges Bild über einen "Fürbittegottesdienst" am Palmsonntag in Schwanheim.

Kurz darauf passierte das ja,das du angeschnitten hattest,im Grossraum Nürnberg.
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