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Irak - Rebellen oder Terroristen???

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AutorBeitrag

Ronny22


19.1.2006 15:09:06
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Um mal Waldis Fragestellung aufzunehmen hab ich mal ein neues Thema aufgemacht.


Die USA bezeichnen eigentlich generell alle ihnen feindlich gesinnten Iraker als Terroristen...damit sind nur die gemeint die wirklich aktiv kämpfen.


Ich denke man muss da differenzieren, die Situation ist: die USA sind in dieses Land eingedrungen und können nicht erwarten überall mit offenen Armen empfangen zu werden.
Nach einem strengen Embargo und wiederholten Luftangriffen in den Jahren zuvor denen auch viele Zivilisten zum Opfer fielen...unabhängig davon dass das Regime Husseins eine brutale menschenverachtende Diktatur war.


Nun finden sich natürlich Kämpfer vor Ort ein die aus Terror-Organisationen wie Al-Kaida kommen und da teilweise mit äußerster Brutalität agieren und auch Unschuldige töten. Geiseln brutal hinrichten... Autobomben in Menschenmengen zünden...usw.

Diese Leute würde ich als Terroristen bezeichnen.


Und dann sind da Iraker die die Waffe in die Hand nehmen, weil sie die Amerikaner aus dem Land haben wollen oder um sich für erlittenes Leid zu rächen.
Die dann die Amerikaner offen bekämpfen, Hinterhalte legen oder auch Bombenanschläge auf US-Truppen verüben.

Diese würde ich dann als Rebellen mit einer Hit-and-Run - Strategie bezeichnen.

Und als Guerilla oder Partisan bleiben dann nur heimtückische Aktionen um gegen eine solche Militärmacht einen Erfolg zu erzielen. Also Scharfschützen-Attacken, Sprengfallen am Strassenrand, Mörserangriffe auf US-Lager etc. oder offene Aufstände wie in Falludscha / Kerbela.


Das solche Aktionen dann gefilmt werden und veröffentlich werden ist sicher geschmack- und pietätlos, aber nicht weniger geschmacklos wie veröffentlichte Jagd-Videos aus Bordkameras von US-Helikoptern, die auf Menschenjagd gehen.

Jan-Hendrik


20.1.2006 07:43:33
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Das Problem da unten ist doch wesentlich komplexer !

Hier gibts es inzwischen nicht nur den Kampf Besatzungsmacht vs. Widerstandskämpfer sondern doch auch längst , wenn auch gerne unter den Teppich gekehrt , den durch dein Einmarsch der USA entfesselten Bürgerkrieg der Iraker untereinander , der immer mehr eskaliert !

Leider begreifen die US-"Think-tanks" nicht im mindesten , das sie durch ihren Einmarsch den Staat total destabilisiert haben und gleichzeitig die die Zentrifugalkraft der inner-irakischen Konflikte , resultierend aus der heterogenen Bevölkerungs- respektive Religionszugehörigkeit , total unterschätzt haben .

Selbiges wurde ihnen allerdings im Vorfeld ihres Einmarsches bereits von kompetenter Seite prophezeit 

Operation ....vermasselt 

Jan-Hendrik

Ronny22


20.1.2006 09:52:41
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Meiner Meinung nach wollte George Bush günstig an Öl kommen und suchte einen besiegbaren Sündenbock für den 11.September, nebenbei noch alte Rechnungen mit Saddam Hussein begleichen.

Nach und nach wurden ja alle Einmarschgründe zurückgenommen und als falsch bezeichnet.

Die Hintermänner kommen aus Afghanistan und die US-Militärpräsenz dort gegenüber dem Irak ist lächerlich gering.
_________________________________________

Und genau wie in  Afghanistan bedienen sich die Amerikaner im Irak einheimischer Kräften ohne Rücksicht darauf dass das die inneren Spannungen weiter forciert.

Es wäre interessant zu wissen wie lange die USA noch im Irak verweilen wollen, die alltägliche Situation wird sich wohl kaum ändern, wahrscheinlich nur noch schlimmer werden und die Zahl der Verluste weiter steigen. 

waldi44


20.1.2006 12:44:16
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Jan-Hendrik schrieb:
Das Problem da unten ist doch wesentlich komplexer !


Selbiges wurde ihnen allerdings im Vorfeld ihres Einmarsches bereits von kompetenter Seite prophezeit 

Operation ....vermasselt 

Jan-Hendrik

Mehrfach und schon  als sie sich damals in Afghanistan im Kampf gegen die Russen bei den Mushahedin durch Waffenlieferungen anbiederten. Wenig später wurden sie und ihre Verbündeten mit eben diesen Waffen bekämpft!
Die Amerikaner sind diesbezüglich für mich die allerletzten. Die können nur Quartalsweise denken und planen. Selbst Wahlperioden sind schon zu lang um die Folgen ihres Tuns abschätzen zu können und wenn sie ihren Fehler bemerken, versuchen sie den Teufel mit Beelzebub auszutreiben und machen den Bock zum Gärtner!
Unmöglich und sowas macht Weltpolitik!

Ronny22


21.6.2006 11:35:50
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Den Terroristen geht wohl so schnell nicht die Luft aus...und durch die immer mehr bekanntwerdenen Übergriffe von US-Soldaten spielen die USA den Radikalen immermehr in die Hände.


Und die grausame Rache für ihren getöteten Anführer Sarkawi folgte...mit der grausamen Folterung & Ermordung der beiden jungen US-Soldaten:

 
Thomas Lowell Tucker (25)


Kristian Menchaca (23)

Derweil wurde bekannt, dass die Leichen der zwei im Irak verschleppten US-Soldaten so stark verstümmelt aufgefunden wurden, dass eine Identifizierung durch einen DNA-Test notwendig ist. Ein Militärsprecher erklärte am Dienstagabend in Bagdad, die Bergung der Leichen habe mehrere Stunden gedauert, weil diese von Sprengfallen umgeben gewesen seien. Die Soldaten waren am Freitag entführt worden.

Auf einer Internetseite von Islamisten hieß es, der Nachfolger des von den Amerikanern getöteten El-Kaida-Anführers Abu Mussab al-Sarkawi, Abu Hamsa al-Muhajir, habe die beiden Geiseln eigenhändig enthauptet. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Bagdad sagte am Mittwoch, "an den Leichen sind Spuren von Folter zu erkennen gewesen. Die Männer sind auf primitive Art und Weise umgebracht worden."


Quelle: Gmx.de

Hoover


21.6.2006 12:05:47
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Die Männer sind auf primitive Art und Weise umgebracht worden."

So abscheulich die Tat war, aber solche Bezeichnungen rufen ein Schmunzeln bei mir hervor.
Als ob es weit zivilisierter ist, Gefangene zu mißhandeln und über Jahre hinweg eingepfercht zu erniedrigen. Naja, eine Rakete, die das Opfer zerreist oder schwer verwundet ist da natürlich vorzuziehen...

Mastercloser


21.6.2006 13:33:15
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interessante Bilder zerstörter amerikanischer Fahrzeuge im Irak

Teil 1

Teil 2

Ronny22


21.6.2006 17:25:46
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@Hoover

Ich denke den US-Militärs ist die mittelalterliche Art der Hinrichtung zuwieder....die Videos dazu tauchen sicher bald auf...aber wie du schon gesagt hast. Das Ergebniss ist dasselbe ob von einer Kugel getroffen oder von einer Rakete zerrissen oder enthauptet wie vor 2000 Jahren...die Opfer unterscheiden sich nicht.

Auch wenn wie gesagt die Art die grausamste ist...und das Opfer unglaubliche Qualen leiden muss bis es vom Tod erlöst wird.


@Mastercloser

Interessante Bilder....







Welche Sprengkraft muss die IED gehabt haben um so einen M1 zu zerreissen....siehe auch den Krater in dem er liegt... 

Muss ja auch eine interne Explosion gegeben haben....der Turm liegt hinterm Heck...

Mastercloser


21.6.2006 17:46:56
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Ronny22 schrieb:
Muss ja auch eine interne Explosion gegeben haben....der Turm liegt hinterm Heck...

Nö, die Türme sind ja nur aufgesetzt. Wenn so ein Fahrzeug vorne durch die Explosion hochkommt, kippt der Turm "einfach" ab.

Aber warum sehe ich überhaupt kein Bild, beim Zitat-Edit (also jetzt beim schreiben) nur ein Bild, du hast aber zwei verlinkt?
Merkwürdig. 

Edit: jetzt sehe ich beide Bilder. An der Ladezeit kann es auch nicht liegen.

Ronny22


22.6.2006 11:48:46
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@Hoover

Heute las ich im Videotext das 8 US-Soldaten in Untersuchungshaft sitzen.
Sie sollen im April 2006 in Hamdania einem 52-jährigen, behinderten Iraker ins Gesicht geschossen haben und dann neben
die Leiche ein Gewehr und eine Schaufel gelegt haben um damit den Eindruck zu erwecken, der Mann sei dabeigewesen
eine Bombe an der Straße zu vergraben.


Meiner Meinung nach sollten US-Soldaten die solche Taten begehen entweder vor ein irakisches Gericht gestellt werden oder
nach Den-Haag überstellt werden. Aber das haben die USA wohl in weiser Vorraussicht schon zu verhindern gewußt.... 

Wenn ich mich recht entsinne wurden aber Amerikaner in Afghanistan an afghanische Behörden überstellt, ich weiß aber nicht
ob es sich dabei um US-Soldaten oder Söldner von Privatfirmen handelte.

Hoover


22.6.2006 12:23:32
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Meines Wissens wurden bis jetzt noch nie US-Soldaten an außeramerikanische Gerichte übergeben.

Tja, wer mächtig ist kanns ja machen...

Hoth


22.6.2006 12:39:06
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Ronny22 schrieb:
@Hoover

Ich denke den US-Militärs ist die mittelalterliche Art der Hinrichtung zuwieder....die Videos dazu tauchen sicher bald auf...aber wie du schon gesagt hast. Das Ergebniss ist dasselbe ob von einer Kugel getroffen oder von einer Rakete zerrissen oder enthauptet wie vor 2000 Jahren...die Opfer unterscheiden sich nicht.

An dieser Art zu töten ist nichts rituelles, mittelalterliches. Zumindest nicht bei den Sakawi-Verbrechern. Im Mittelalter galt die Köpfung und damit der schnelle Tod ja in der Tat noch als ehrenvoll und ritterlich. Sakawis-Leute schneiden den Menschen einfach die Köpfe ab, wie Schlachtvieh. Und genau auf diese Stufe wollen diese Mörder ihre Opfer stellen. Wer die Videos von diesen Kopfabschneidungen gesehen hat weiß was ich meine und wie das aussieht. Das hat nichts mit "dem Köpfen" zu tun, daß im MIttelalter vor allem einen schnellen und "schmerzlosen" ehrenhaften Tod zum Ziel hatte.

Ronny22


22.6.2006 15:42:10
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Hoth schrieb:
An dieser Art zu töten ist nichts rituelles, mittelalterliches. Zumindest nicht bei den Sakawi-Verbrechern. Im Mittelalter galt die Köpfung und damit der schnelle Tod ja in der Tat noch als ehrenvoll und ritterlich. Sakawis-Leute schneiden den Menschen einfach die Köpfe ab, wie Schlachtvieh. Und genau auf diese Stufe wollen diese Mörder ihre Opfer stellen. Wer die Videos von diesen Kopfabschneidungen gesehen hat weiß was ich meine und wie das aussieht. Das hat nichts mit "dem Köpfen" zu tun, daß im MIttelalter vor allem einen schnellen und "schmerzlosen" ehrenhaften Tod zum Ziel hatte.


Stimmt schon, es hat in dem Sinne nichts mit der Art der Hinrichtung laut der Scharia zu tun. Es ist ein "einfaches" schächten und Kopfabschneiden wie es sonst nur bei Schlachtvieh gemacht wird. Ich weiß was du meinst....aber bis zum Ende kann man
sich sowas eigentlich nicht ansehen. Verstehe auch nicht wie solche Videos Leute positiv beeindrucken kann und sie motiviert
ihren Machern zu folgen.

Leider ist das Al-Kaida-Standard...es gibt diesselben Bilder und Videos aus Bosnien, Kosovo und Tschetschenien....

waldi44


22.6.2006 17:30:24
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Hoover schrieb:
Meines Wissens wurden bis jetzt noch nie US-Soldaten an außeramerikanische Gerichte übergeben.

Tja, wer mächtig ist kanns ja machen...

Übergeben wohl nicht, aber seinerzeit im Vietnamkrieg, gab es durchaus öffentliche Prozesse gegen Amerikanische Poloten, den "Piloten im Pyjama"! Ob sie aber auch verurteilt wurden, weiss ich nicht.

http://www.mdr.de/doku/805800.html

Hoover


23.6.2006 10:31:01
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Die Piloten In Vietnam waren Kriegsgefangene. Und das Gericht kein sicher ein gerechtes.

Ich meine, die USA würden nie zulassen, dass einer ihrer Soldaten vor ein ordentliches ausländisches Gericht gestellt würden, wie Den Haag oder so.

Mario


23.6.2006 20:07:31
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Zumindest bleiben die Amis ihrer "Geschichte" treu:
Schon in Vietnam wurden Frauen, Kinder, Greise als Vietmin-Kämpfer bezeichnet, nachdem "Strecke gelegt" wurde!!!
Die Amis werden schon wissen, warum alle anderen nach Den Haag sollen, nur ihre Leute nicht!


In diesem Sinne
Tschaudi

Hoover


24.6.2006 15:04:41
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Schon in Vietnam wurden Frauen, Kinder, Greise als Vietmin-Kämpfer bezeichnet, nachdem "Strecke gelegt" wurde!!!

Stimmt schon, ist ja auch einfacher.

Aber: Amis = VietCong
Franzosen = Viet Minh

Ronny22


24.6.2006 16:06:16
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Interessant dazu folgender Artikel:

Irak: Risse in der Waffenbrüderschaft

von Ralph Kutza

Britische Medien berichteten in den vergangenen Tagen von zunehmenden Spannungen zwischen britischen und amerikanischen Besatzern im Irak.

Im Telegraph wurde ein britischer Security Contractor, so die euphemistische Umschreibung für Söldner, zitiert, der über seine amerikanischen Kollegen meinte, er „hasse diese Bastarde mehr als die Mistkerle von Rebellen.“

Erstaunlich klingt auch das Zitat eines hohen britischen Offiziers, eines Oberst, der nach seiner Rückkehr von einer Fahrt durch den Irak meinte, er „würde in unserem nächsten Krieg eher an der Seite der Russen kämpfen als an der der USA“. 

Ein weiterer Security Contractor distanzierte sich dahingehend, daß „der amerikanische Weg nicht seiner“ sei. Er sei davon überzeugt, daß viele Amerikaner die Iraker haßten, nicht nur die Aufständischen, sondern alle. Letzteres ist nachzulesen im neu erschienenen Buch „Highway to Hell“, das von einem ehemaligen sog. Elite-Soldaten der SAS-Einheiten (Special Air Services) unter dem Namen John Geddes herausgebracht wurde.

Am Wochenende wurde zudem bekannt, daß bereits zuvor ein anderer SAS-Soldat, Ben Griffin, den weiteren Kampfeinsatz im Irak verweigert und die Armee verlassen hatte. Er teilte nach dreimonatigem Einsatz in Bagdad seinem Kommandeur mit, er sei Zeuge „Dutzender illegaler Akte der US-Truppen“ gewesen, die alle Iraker als „Untermenschen “ betrachteten. Viele unschuldige Zivilisten würden während nächtlicher Überfälle verhaftet und durch amerikanische Soldaten befragt, im berüchtigten Gefängnis von Abu Ghraib inhaftiert oder den irakischen Behörden übergeben und „höchstwahrscheinlich“ gefoltert. An diesem „illegalen Krieg“ habe er nicht länger teilnehmen können.

Mit diesem unter SAS-Soldaten einmaligen Schritt einer Kampfeinsatzverweigerung aus Gewissensgründen endete Griffins militärische Karriere nach insgesamt acht Jahren, davon zwei bei den SAS. Das britische Verteidigungsministerium lehnte jeden Kommentar ab.


Richtschuetze


24.6.2006 16:26:20
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Aber: Amis = VietCong
Franzosen = Viet Minh

kann mir das einer erklären?verstehe nicht was bedeutet der unterschied?

Gruss

Ronny22


24.6.2006 18:50:18
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Richtschuetze schrieb:

Aber: Amis = VietCong
Franzosen = Viet Minh

kann mir das einer erklären?verstehe nicht was bedeutet der unterschied?

Gruss

 
Vietminh = Populäre Bezeichnung für Viet Nam Doc Lap Dong Minh (Front für den Kampf um die Unabhängigkeit Vietnams, gegründet im Mai 1941) ab 1945/46 mehrheitlich kommunistisch.


Die Regierungen Südvietnams und der USA hielten sich nicht an das Abkommen von 1954 und verweigerten die Durchführung von Wahlen in der Angst, Hồ Chí Minh könnte als Nationalheld gesehen werden, die Wahlen gewinnen und Nord- und Südvietnam wiedervereinen. Diese Verweigerung führte dazu, dass sich Guerillas, die der antikommunistischen Regierung gegenüberstanden (darunter auch viele ehemalige Việt Minh), in Südvietnam zur Front National de Libération (FNL) (Nationale Front für die Befreiung Vietnams) zusammenschlossen, im Westen auch bekannt als Viet Cong.


VietCong = Die Nationale Front für die Befreiung Südvietnams (vietnam. Mặt Trận Giải Phóng Miền Nam Việt Nam; franz. Front National de Libération) ist eine Guerillaorganisation unter kommunistischer Vorherrschaft, die während des Vietnamkriegs im von den USA unterstützten Südvietnam den bewaffneten Widerstand führte.

Vom US-Militär wurde die FNL in Abkürzung der vietnamesischen Wendung Việt Nam Cộng Sản (deutsch: „vietnamesischer Kommunist“) Viet Cong genannt.

Mario


25.6.2006 16:28:10
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Wobei sich die südvietnamesischen "Waffenträger2 ( Guerillas, Partisanen, Volksbefreiungsstreitkräfte etc. ) ja selbst als VietMinh weiterhin bezeichneten und auch in amerikanischen Berichten von Vietminh, natürlich viel seltener als Vietcong, die Rede war. Im Endergebnis bleibt es gleich, mich wundert nur, daß Kinderwagen nicht als "APCs" gerechnet werden, sieht bestimmt toll aus, so ein Kinderwagen aufs Geschützrohr gemalt als Kill-Marking!!!


In diesem Sinne
Tschaudi

Hoover


26.6.2006 09:51:27
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In der US-Militärsürache von 1965 an hießen die irregulären Kämpfer VietCong (abgekürzt VC oder "Charlie"). VietMinh wurde sehr selten benutzt.

Natürlich gab es noch die NVA als reguläre, nordvietnamesiche Armee.

Ronny22


26.6.2006 12:14:16
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Anklage gegen US-Soldaten
 
Im Irak ist gegen zwei US-Soldaten Anklage im Zusammenhang mit Todesschüssen auf einen wehrlosen Zivilisten erhoben worden. Es ist der jüngste Fall in einer ganzen Reihe von mutmaßlichen Übergriffen der US-Truppen im Irak.
 
Wie das US-Militär am Sonntag mitteilte, wird dem Soldaten Nathan B. Lynn wegen des Vorfalls vom 15. Februar Totschlag vorgeworfen. Zudem müssten sich Lynn und sein Kamerad Milton Ortiz wegen Justizbehinderung verantworten. Sie hätten sich mit einem anderen Soldaten verschworen, der eine Waffe neben den tödlich getroffenen Zivilisten gelegt haben soll. Beide Soldaten wurden auf einen Militärstützpunkt in Bagdad gebracht, wo sie sich mit ihren Verteidigern beraten können.
 
Das US-Militär untersucht derzeit drei andere Fälle, bei denen mehrere Soldaten Zivilisten und Gefangene im Irak getötet haben sollen. Dazu zählt auch das angebliche Massaker von Haditha, bei dem US-Marines im vergangenen November 24 Iraker getötet haben sollen. Gegen zwölf US-Soldaten wurde bislang die Mordanklage erhoben. Damit droht ihnen unter dem Militärrecht die Todesstrafe.

Quelle: www.n-tv.de


Warum wird in dem Fall "nur" wegen Totschlags ermittelt? Die Soldaten zerrten einen 52 Jahre alten, behinderten Mann auf die Strasse und schossen ihm ins Gesicht. Das ist Mord und kein Totschlag!!! 


Der Fall:

US-Soldaten wegen Mordes an Iraker angeklagt
Wegen vorsätzlichen Mordes an einem Iraker sind acht US-Marinesoldaten vor einem US-Militärgericht angeklagt worden. Ihnen droht die Todesstrafe oder lebenslange Haft. (22.06.2006, 12:00 Uhr)
Camp Pendleton - Auf Grundlage der bisherigen Ermittlungen würden sieben Marineinfanteristen und ein Marinesoldat der Entführung, des Mordes und des Komplotts im Zusammenhang mit dem Tod eines irakischen Zivilisten in Hamdania beschuldigt, sagte Armeesprecher Stewart Navarre am Mittwoch auf dem Militärstützpunkt Camp Pendleton in Kalifornien.


Die Anklageschrift geht nicht auf die genauen Umstände der Tat ein. US-Medien berichteten jedoch, die Soldaten hätten in Hamdania westlich von Bagdad einen Mann gefesselt aus seinem Haus geholt und dann erschossen. Neben seine Leiche sollen sie eine Schaufel gelegt haben, um den Eindruck zu erwecken, der Mann sei dabei gewesen, einen Sprengsatz neben der Straße zu legen. Zu den Anklagepunkten gehören auch der Diebstahl einer Schaufel und eines AK-47-Sturmgewehrs, Einbruch, Falschaussage und Behinderung der Justiz. Irakische Gemeindevertreter hatten das US-Militär bei einem Treffen am 1. Mai auf den Fall aufmerksam gemacht, wie Navarre sagte. Daraufhin seien die Ermittlungen eingeleitet worden.

Insgesamt seien im Zuge der Ermittlungen zwölf Soldaten aus dem Irak nach Pendleton zurückbeordert worden, sagte Navarre weiter. Vier von ihnen seien jedoch wieder freigelassen worden. Wegen der laufenden Ermittlungen wollte er sich zu ihnen nicht weiter äußern. Alle acht Angeklagten hätten sich neben einem Militäranwalt außerdem einen Zivilverteidiger genommen.


Quelle: Tagesspiegel.de

Ronny22


30.6.2006 19:19:46
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Grade im Netz gefunden...

Soldat aus "Fahrenheit 9/11" getötet


Marine - Staff Sgt. Raymond J. Plouhar - 3rd Battalion, 5th Marine Regiment, 1st Marine Division, I Marine Expeditionary Force


29. Juni 2006

In Michael Moores umstrittenem Film "Fahrenheit 9/11" war Raymond J. Plouhar als Rekrutierungsoffizier auf einem Parkplatz in der Stadt Flint im US-Bundestaat Michigan zu sehen. Der Marine war in der Heimat, weil er seinem Onkel eine Niere gespendet hatte. Nach der Rekonvaleszenz musste er jedoch in den Irak. Dort kam er nun bei einem Bombenanschlag in der Provinz Anbar ums Leben. Er wurde 30 Jahre alt.

In Moores Film wurde er zu seiner Rekrutierungstechnik befragt und beantwortete die Fragen des Regisseurs offen und höflich. Allersdings, so sein Vater, habe er damals nicht gewusst, dass es ein kriegskritischer Film werden würde. "Ich bin stolz, dass mein Sohn, die Freiheit unseres Landes beschützen wollte, ob wir nun alle dem Krieg zustimmen oder nicht."

Plouhar war in der Nähe von Detroit aufgewachsen, er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.


Quellen: (N24.de, Netzeitung) & Department of Defense

Hoover


4.7.2006 17:43:47
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Ich war am Wocheende in Baumholder. Die Grenadiere von dort sind seit 3 Wochem im Irak und haben bereits 11 Tote. 7 davon erscheinen in keiner Statistik, da sie an ihren Verwundungen gestorben sind und somit nicht als KIA erfasst werden. Wer weiß, wie hoch die Zahl der Gefallenen wirklich ist?

Ronny22


4.8.2007 14:44:04
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In dem Fall bei dem US-Soldaten einen 52-jährigen behinderten Iraker ermordet haben, wurde jetzt das letzte Urteil gesprochen.

Wir erinnern uns es ging um Mord und Behinderung der Justiz in Tateinheit mit Verschwörung....es drohten die Todesstrafe oder lebenslange Haft....

Der Mann wurde aus seinem Haus gezerrt, erschossen und an die Strasse gelegt und neben ihn eine Schaufel, damit der Eindruck erweckt wird er wäre dabei gewesen eine Sprengladung zu platzieren....


Eine Militärjury auf dem Stützpunkt Camp Pendleton (Kalifornien) verurteilte den Haupttäter und Rädelsführer zu 15 Jahren Haft, außerdem, wird der Marineinfanterist Lawrence Hutchins unehrenhaft entlassen, auf den niedrigsten Dienstrang zurückgestuft und gerügt.

Hutchins gehört zu einer Gruppe von acht Soldaten, die wegen des Vorfalls im April 2006 in der irakischen Stadt Hamdanija angeklagt worden waren. Er ist der Einzige, der wegen Mordes schuldig gesprochen wurde und erhielt somit auch die höchste Strafe. Kameraden hatten im Prozess ausgesagt, er sei der Anführer bei der Tat gewesen. Ein der Verschwörung zum Mord für schuldig befundener weiterer Marineinfanterist aus der Gruppe, Marshall Magincalda, wurde ebenfalls am Freitag zu 448 Tagen Haft und Rückstufung auf den niedrigsten Rang verurteilt. Die Gefängnisstrafe ist mit der entsprechenden Dauer seiner Untersuchungshaft abgegolten.

Den Soldaten war vorgeworfen worden, den 52 Jahre alten gehbehinderten Hashem Ibrahim Awad aus seinem Haus gezerrt und erschossen zu haben. Dann legten sie der Anklage zufolge die Leiche zusammen mit einer Schaufel an den Straßenrand, um vorzutäuschen, es habe sich um einen Aufständischen gehandelt, der gerade eine Straßenbombe legen wollte.

Fünf der Soldaten hatten vor Beginn ihrer Prozesse durch ein Schuldeingeständnis Haftstrafen zwischen 12 Monaten und acht Jahren ausgehandelt. Ein achter Soldat wurde wie Magincalda wegen Verschwörung zum Mord zu einer Gefängnisstrafe von der Dauer seiner Untersuchungshaft verurteilt und befindet sich somit auf freiem Fuß.



15 Jahre für einen kaltblütigen Mord.....in Amerika werden Leute auf Grundlage von Indizien in die Todeszellen geschickt, hier kommen die Mörder mit einem blauen Auge davon, für die Verhältnisse der amerikanischen Justiz.


Das Opfer, Hashem Ibrahim Awad war Vater von 11 Kindern.......

waldi44


4.8.2007 15:16:51
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15 sind aber dennoch mehr als nur "ein Blaues Auge"! Wichtig finde ich, dass solche Taten überhaupt vor Gericht landen und dann auch noch abgeurteilt werden. Mord bleibt Mord, aber auch in den USA haben die Richter einen gewissen Ermessensspielraum und der endet auch nicht immer beim Todesurteil!

Ronny22


4.8.2007 16:13:45
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waldi44 schrieb:
15 sind aber dennoch mehr als nur "ein Blaues Auge"! Wichtig finde ich, dass solche Taten überhaupt vor Gericht landen und dann auch noch abgeurteilt werden. Mord bleibt Mord, aber auch in den USA haben die Richter einen gewissen Ermessensspielraum und der endet auch nicht immer beim Todesurteil!

Naja es hiess lebenslang oder Todestrafe, dasselbe erwartet in Amerika jeder Mörder vor einem Strafgericht.

Und dann mit 15 Jahren davon zu kommen, dafür das man aus niederen Beweggründen den Vater von 11 Kindern ermordet....

Der Hinweis auf seine Gehbehinderung soll denke ich auch unterstreichen wie hilflos das Opfer gegenüber seinen Mördern war und wie absurd es anmutet aus ihm einen Rebellen zu fabrizieren.


Für mich gehört dieser US-Soldat lebenslang hinter Gittern und das wäre er auch, hätte er einen Amerikaner ermordet.
Die USA schätzen halt das Leben von Irakern als weniger wert ein als das der eigenen Landsleute. Nur ist der öffentliche Druck auf solche Vorfälle so groß geworden, das man Ergebnisse vorweisen muss.

Hätten sie ihn doch ins Land seines Opfers ausgeliefert, schließlich ist der Irak ja ein Verbündeter der USA.......   

Ronny22


5.8.2007 19:40:52
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Wenigstens gibt es im Fall des US-Soldaten Jesse Spielman ein gerechtes Urteil.

110 Jahre Haft......

Der 23-jährige hatte zusammen mit anderen US-Soldaten eine 14-jährige Irakerin vergewaltigt und anschliessend ermordet und zur Vertuschung der Tat auch ihre Familie ermordet, darunter die 6-jährige Schwester des Mädchens.


Die anderen beteiligten US-Soldaten erhielten Strafen zwischen 50 und 100 Jahren, einem bereits entlassenen Soldaten droht jetzt vor einem Zivilgericht die Todesstrafe.

Quelle 

waldi44


5.8.2007 19:52:26
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Ronny22 schrieb:
Wenigstens gibt es im Fall des US-Soldaten Jesse Spielman ein gerechtes Urteil.


Die anderen beteiligten US-Soldaten erhielten Strafen zwischen 50 und 100 Jahren, einem bereits entlassenen Soldaten droht jetzt vor einem Zivilgericht die Todesstrafe.

Quelle 

Na dann doch lieber 100 Jahre..............

IM


5.8.2007 21:23:49
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Die Strafe über 100 Jahre Haft ist doch wohl eher als Farce zu betrachten. Der Verurteilte kann bereits nach 10 Jahren auf Bewährung freigelassen werden, ...

Ronny22


6.8.2007 00:30:44
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IM schrieb:
Die Strafe über 100 Jahre Haft ist doch wohl eher als Farce zu betrachten. Der Verurteilte kann bereits nach 10 Jahren auf Bewährung freigelassen werden, ...

Bist du Dir da ganz sicher???

Er wurde ja nach Militärstrafrecht verurteilt....glaube nicht das man da von 110 Jahre einfach mal auf 10 Jahre verkürzt.
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