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US-Soldaten gestehen Gefangene exekutiert zu haben

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AutorBeitrag

Ronny22


27.8.2008 22:57:02
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US-Soldaten haben eingeräumt, im Irak vier schiitische Milizionäre nach der Gefangennahme erschossen zu haben.

Jeder der beiden Soldaten habe einen der Iraker, die gefesselt gewesen seien und die Augen verbunden gehabt hätten, per Kopfschuss getötet. Die zwei anderen habe ihr Truppführer erschossen, der auch den Befehl dazu gegeben habe.

Dem Bericht zufolge hatten die Unteroffiziere den Auftrag, die Iraker freizulassen, weil keine ausreichenden Beweise gegen sie vorgelegen hätten, um sie weiter in Haft zu halten.

Danach hätten die Soldaten ihnen die Plastik-Handfesseln und die Augenbinden abgenommen und die Leichen ins Wasser geworfen. Dies habe eine Vergeltung für den Tod zweier US-Soldaten der gleichen Einheit sein sollen, die durch Heckenschützen und eine am Straßenrand deponierte Bombe getötet worden sind.


N-TV - Bericht


Eiskalter Mord, der hoffentlich auch so geahndet wird.....keine Affekt-Handlung nach einem Gefecht, sondern Rache weil man
die Gefangenen nicht so davon kommen lassen wollte. 

Richtschuetze


1.9.2008 13:12:28
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Dies habe eine Vergeltung für den Tod zweier US-Soldaten der gleichen Einheit sein sollen, die durch Heckenschützen und eine am Straßenrand deponierte Bombe getötet worden sind.


Ich nehme die Amis ja sehr ungerne in "Schutz" aber ein wenig verstehen kann ich das schon!!!

Gruss

Ronny22


2.9.2008 01:00:50
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Richtschuetze schrieb:
Ich nehme die Amis ja sehr ungerne in "Schutz" aber ein wenig verstehen kann ich das schon!!!

Soldaten sollen Profis sein, sich im Griff haben.....

Und wie erwähnt war das keine Kurzschluss-Reaktion nach dem Gefecht, wo man das halbwegs nachvollziehen
könnte. Wenn man den Gegner vor sich hat der eben noch auf einen geschossen hat.

Aber hier sollten Männer freigelassen werden denen man nichts nachweisen konnte.

Und ich denke das spricht schon für sich..........die Amis schleifen sonst beim kleinsten Verdacht die Leute
nach Guantanamo. Diese hier wurden nicht mal an die Iraker überstellt sondern sollten freigelassen werden.... 

Richtschuetze


2.9.2008 09:16:59
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vier schiitische Milizionäre nach der Gefangennahme erschossen zu haben


Wobei die Frage wäre ob diese Milizionäre wirklich immer so zuverlässig/unschuldig sind!!

Gruss

waldi44


2.9.2008 11:14:54
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Was sind denn das für Leute:"schiitische Milizionäre"? Verbündete?
Um ehrlich zu sein, wage ich es nicht, in solchen Kriegen zu urteilen. Das war schon im Vietnamkrieg so. Wer erschoss warum wen. Wer war warum woran Schuld? Wer war Kämpfer, wer nicht? Wer ist Verbündeter und warum bzw. wer nicht und warum nicht? Gibt es in solchen Kriegen überhaupt Regeln und wenn ja, welche und vor allem, wer hält sich daran?
Können ja dürfen wir das aus unserem Wohnzimmer heraus so einfach beurteilen?  Sowohl in Afghanistan als auch im Irak schützen ausländische Truppen eine gewählte demokratische Regierung, die sich allein kaum an der Macht halten kann. Ähnlich war es in Vietnam. Kaum waren die Verbündeten weg, brach das Regime zusammen.
Welche Legitimationen haben diese Regierungen, wenn sie schon seit Jahren von Ausländern beschützt und an der Macht gehalten werden müssen? Und welchen Sinn macht es, am Hindukusch die Demokratie und Freie Welt gegen barbarische "Gottes"krieger zu verteidigen, wenn sie daheim still und leise daran arbeiten Staat und Gesellschaft zu unterwandern?

Ronny22


3.9.2008 01:30:06
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waldi44 schrieb:
Was sind denn das für Leute:"schiitische Milizionäre"? Verbündete?

Sie waren Kämpfer der sogenannten Mahdi-Armee, eine paramiltärische Einheit bzw. Miliz des schiitischen Scheichs Muqtada al-Sadr.
Diese Einheit unterscheidet sich von den anderen Widerstandsgruppen dadurch das sie gut organisiert, größtenteils
uniformiert (in schwarz) und scheinbar ziemlich effektiv agiert.

UND sie geht auch gegen Al-Kaida vor, da deren Terror ja zumeist die Zivilisten trifft und sich auch gegen die Schiiten richtet.

waldi44


3.9.2008 09:30:14
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Also wieder so ein "Verein" von erst nützlichen "Idioten", die bewaffnet und ausgerüstet werden und die irgendwann später die "Hand beissen, die sie fütterte"! Ein ewiger Kreislauf....

Ronny22


3.9.2008 23:46:27
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waldi44 schrieb:
Also wieder so ein "Verein" von erst nützlichen "Idioten", die bewaffnet und ausgerüstet werden und die irgendwann später die "Hand beissen, die sie fütterte"! Ein ewiger Kreislauf....

Die wurden ganz sicher nicht von den Amis aufgepäppelt oder aufgebaut.

Wenn dann bekommen die ihre Unterstützung und ihr Training bei den Ayatollas nebenan.... 



Und ich find das schon nachvollziehbar, sie kämpften gegen die Terroristen....und durch die zunehmenden Verluste unter der
Zivilbevölkerung aufgrund von allierten Luftangriffen, das "daneben benehmen" der US-Soldaten etc. is die Stimmung dann
umgeschlagen.

IM


3.9.2008 23:50:17
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Der von Waldi sogenannte "Verein" der Mahdi-Armee wurde von den Amerikanern einmal auf rund 60.000 Mann geschätzt. Das dürfte dann aber wohl nur der harte Kern sein, ...

Ronny22


3.9.2008 23:53:23
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IM schrieb:
Der von Waldi sogenannte "Verein" der Mahdi-Armee wurde von den Amerikanern einmal auf rund 60.000 Mann geschätzt. Das dürfte dann aber wohl nur der harte Kern sein, ...

Wenn man sich dann überlegt wieviel Mitläufer so eine Organisation hat....

waldi44


4.9.2008 00:52:09
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Schätzungen von Truppen, sind wie Statistiken. Traue nur denen, die du selber gefälscht hast !

Richtschuetze


10.9.2008 06:47:49
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Traue nur denen, die du selber gefälscht hast !

@Waldi Zitat Churchill???

Gruss

Ronny22


1.4.2009 23:44:04
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Um mal das ursprüngliche Thema wieder aufzugreifen......


In Vilseck in der Oberpfalz hat ein amerikanisches Militärgericht einen US-Soldaten wegen Mordes zu 35 Jahren Haft verurteilt. Der Oberfeldwebel Joseph Mayo gestand 2007 in Bagdad vier Iraker gefesselt und mit Kopfschüssen getötet zu haben.

35 Jahre Haft wegen Mordes an vier Irakern
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