Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Die Japaner und ihr Krieg

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AutorBeitrag

The Real Blaze


29.5.03 16:53:13
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Die Japaner steuerten eigentlich unabhängig von den europäischen Konflikten in den Krieg.Grundsätzlich aber ging es ihnen aber auch um Rohstoffe ,Absatzmärkte und die Machterweiterung in Asien.
Erst die fortdauernde Kriegsführung der Japaner gegen Restchina,brachte die USA auf Konfrontationskurs.Bis heute gibt es Indizien,daß die USA den Angriffstag wußten und nichts dagegen unternahmen,um die Japaner als Agressor einzuladen.Seltsamerweise zogen sie vorher von Hawaii noch ihre Trägerflotte in den offenen Pazifik ab.
Was wäre aber geschehen,wenn die Japaner gleich Invasionstruppen angelandet hätten,was sie später bei Midway ja wiederholen wollten?Ich bin der Meinung,egal wie der Krieg in Europa verlaufen wäre,sie hätten mit einer Eroberung Hawais sich mindestens ein Jahr Zeitaufschub erkämpft,wenn nicht noch mehr.Zwischen diesen Archipel und der amerikansichen Westküste gab es keinerlei Stützpunkte mehr.Also gleich ein entschloßener Schlag zu Beginn und der zweite Weltkrieg hätte sich sofort schlagartig verlängert.Die schlacht im Korallenmeer hätte bei einem japanischen Hawaii nie stattgefunden.Das restliche Neuguinea wäre also auch gefallen.Es hätte in diesen Raum keine alliierten Stützpunkte mehr gegeben , die eine Invasion Australiens verhindert hätten.Wenn das geschehen wäre,hätte es auch eine ganz andere amerikanische Strategie gegeben,die ihren Schwerpunkt nach Australien verlegt hätte.Liege ich mit dieser Einschätzung falsch?Was meint ihr dazu?
mfg The Real Blaze

waldi44


29.5.03 20:03:40
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Ich vertrete ja schon immer die Meinung, dass dieser "Sieg" auf Hawaii sowieso keiner war und schlussendlich zum Eigentor wurde!
Eine grossartige logistische Leistung der Japaner und eine gewaltige seemännische, aber das war es dann auch schon!
Sicher hätten die Amis bei einer Invasion ganz schön alt aushesehen. Thaiti oder einige andere Inseln wären zwar noch als eventuelle Stützpunkte nutzbar gewesen, oder Australien, aber alles sehr weit südlich gelegen und hätte erst noch ausgebaut werden müssen.
Die Schlachtschiffflotte wäre ganz verloren und vielleicht teilweise in den Besitz der Japaner gegangen....

The Real Blaze


29.5.03 20:46:14
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Was auch so eine sinnlose Kräfteverzettelung war ist der Stoß nach Alaska.Ich glaube auf Hawaii stand kaum was an Truppen,um einer Invasion zu trotzen.Oder gibts da genaue Infos?
mfg The Real Blaze

Axel43


29.5.03 21:17:49
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Admiral Yamamoto, der den Angriff auf Hawaii plante und durchführte, wußte daß der Krieg verloren war, als das Ergebnis des Angriffes vorlag. Keiner der US Flugzeugträger war auch nur beschädigt, da die USA diese alle vorher verlegt hatten (nicht "seltsamerweise", sondern vernünftigerweise). Yamamoto war Marineattache in den USA gewesen und kannte sehr gut das industrielle Potential der Amerikaner. Der Angriff auf Pearl Habor war alles auf eine Karte gesetzt. Und verloren...
Pres. Roosevelt wußte bestimmt,daß etwas los war, wenn er auch vielleicht nicht genau wußte, wo. Die Amerikaner brauchten einen Kriegsanlaß und warteten darauf, daß die Japaner ihn ihnen liefern würden. Der Krieg wurde dann allerdings sehr viel härter und schwieriger als es sich die Amerikaner vorgestellt hatten.

The Real Blaze


29.5.03 21:54:25
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Also wenn man schon etwas auf ein Karte setzt,wäre bei dem Wissen der Japaner über die USA nur ein gleichzeitige Landung erfolgversprechend.Schließlich wollten sie das bei Midway eben nachholen.Was hinderte sie also diese Landung nicht schon Dezember 41 durchzuführen? Eine zerstörte Marinebasis kann wiederaufgebaut werden,Schiffe ersetzt werden.Das mußte doch Yamamoto auch gewußt haben,wenn er sich so gut auskannte.Oder übernahmen sie sich am Anfang,weil sie gleich zu viel wollten?Guam und Wake wurden ja auch besetzt...
mfg The Real Blaze

Axel43


30.5.03 17:59:41
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Ein Krieg im Stillen Ozean war mit der damaligen Flugtechnik nur mit Großkampfschiffen bzw Flugzeugträgern zu führen. Solche Schiffe baut man nicht im Handumwenden, nicht einmal die Amerikaner. Der japanische Plan war, die US Navy zumindest für eine Zeit lang brach zu legen, um sich im Großraum Südostasien ("The Greater South East Asia Co-Prosperity Zone")festzusetzen. Das mißlang, und damit war der Krieg nicht mehr zu gewinnen.
Eine Landung auf Hawaii wäre ein Schlag ins Wasser gewesen, da die Insel nicht für das US Festland wichtig ist, und auch als japanische Basis sehr große Probleme mit den Nachschubwegen gehabt hätte. Die Amerikaner hatten sich übrigens auf eine Besetzung von Hawaii durch Japaner vorbereitet.

waldi44


30.5.03 21:29:46
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Pha, welche Probleme hätten die Amerikaner den Japanern bereiten können, ein erobertes Hawaii zu versorgen? Mit ihren vier Trägern, die versenkbar waren, während der Träger Hawaii unversenkbar gewesen wäre?
Der Stoss nach Attu und Kiska diente nur der Irreführung und wurde mit nur geringen Streitkräften durchgeführt!

The Real Blaze


31.5.03 09:17:50
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Also ich bin auch der Meinung,daß ein japanisches Haiwaii möglich war,wenn sie es gewollt hätten.Die ausgelaufenen US Träger hätten entweder noch bei dieser Invasion noch eingegriffen (wären wohl dann wohl verheizt worden),oder was wahrscheinlicher war Rückzug zur Ostküste. Axel falls du Daten hast,was auf Hawaii an US Kräften stand schreib es doch mal hier rein.Dann werden wir doch schnell wissen,wie vorbereitet die USA war oder eben nicht.Immerhin hätten die Japaner kampferprobte Truppen geschickt,die auf Kriegneulinge gestoßen wären.
Die versenkten US Schiffe in Pearl Harbor,hätte man eben nicht mehr heben können und instandsetzen,wenn es eine Invasion gegeben hätte.An Lufteinheiten wurde ja auch alles zerschlagen auf Hawaii.Eine japanische Invasion hätte durchaus großen Erfolg gehabt,wenn sie Truppen mitgebracht hätten.Es war ein präziser logistisch gut durchdachter Schlag,dem eben die Endkonsequenz einer Landung gefehlt hätte.
mfg The Real Blaze

waldi44


31.5.03 18:18:09
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Battleships
Arizona BB-39, (Sunk Total Loss)
California BB-44, (Sunk Raised And Repaired)
Maryland BB-46, (Light Damage)
Nevada BB-36, (Beached Heavy Damage, Repaired)
Oklahoma BB-37, (Capsized -Raised Not Repaired)
Pennsylvania BB-38, (Light Damage, Repaired)
Tennessee BB-43, (Light Damage, Repaired)
West Virginia BB-48, (Sunk Raised And Repaired)
Heavy Cruisers
New Orleans CA-32, (Light Damage, Repaired)
San Francisco CA-38, (Light Damage, Repaired)
Light Cruisers
Detroit CL-8, (Light Damage, Repaired)
Helena CL-50, (Light Damage, Repaired)
Honolulu CL-48, (Light damage, Repaired)
Phoenix CL-46
Raleigh CL-7, (Heavy Damage, Repaired)
St. Louis CL-49
Destroyers
Allen DD-66
Aylwin DD-355
Bagley DD-386
Blue DD-387
Case DD-370
Cassin DD-372, (Damaged Beyond Repair, Parts Salvaged and Built into new hull)
Chew DD-106
Conyngham DD-371
Cummings DD-365
Dale DD-353
Dewey DD-349
Downes DD-375, (Damaged Beyond, Repair Parts Salvaged and built into new hull)
Farragut DD-348
Helm DD-388, (Light Damage, Repaired)
Henley DD-391
Hull DD-350
Jarvis DD-393
Mc Donough DD-351
Monaghan DD-354
Mungford DD-389
Patterson DD-392
Phelps DD-360
Ralph Talbot DD-390
Reid DD-309
Schley DD-103
Selfridge DD-357
Shaw DD-373, (Very Heavy Damage, Repaired)
Tucker DD-374
Worden DD-352
Submarines
Cachalot SS-170
Dolphin SS-169
Narwhal SS-167
Tautog SS-199
High Speed Mine Sweepers
Perry DMS-17
Trever DMS-16
Wasmuth DMS-15
Zane DMS-14
Light Mine Layers
Breese DM-18
Gamble DM-15
Montgomery DM-17
Preble DM-20
Pruitt DM-22
Ramsey DM-16
Sicard DM-21
Tracy DM-19
Mine Layer
Oglala CM-4, (Capsized Raised, Repaired)
Mine Sweepers
Bobolink AM-20
Grebe AM-43
Rail AM-26
Tern AM-31
Turkey AM-13
Vireo Am-52
Coastal Mine Sweepers
Cockatoo ACM-8
Condor ACM-14
Crossbill AMC-9
Reedbird AMC-30
Gunboat
Sacramento PG-19
P T Boats
PT-20
PT-21
PT-22
PT-23
PT-24
PT-25
PT-26
PT-27
PT-28
PT-29
PT-30
PT-42
Ammunition Ship
Pyro AE-1
Cargo Ship
Vega Ak-17
Destroyer Tenders
Dobbin AD-3
Whitney AD-4
General Stores Ships
Antares AKS-3
Castor AKS-1
Hospital Ship
Solace AH-5
Miscellaneous Auxiliaries
Argone AG-31
Sumner AG-32
Utah AG-16, (Capsized Not Raised Or Repaired)
Ocean Going Tugs
Keosangua AT-38
Navajo AT-164
Ontario AT-13
Sunnadin AT-28
Oilers
Neosho AO-23
Ramapo AO-12
Repair Ships
Medusa AR-1
Rigel AR-11
Vestal AR-4 Heavy Damage
Sea Plane Tenders
Curtiss AV-4 Light damage
Tangier AV-8
Sea Plane Tender- Destroyer
Hulbert AVD-6
Thornton AVD-11
Small Sea Plane Tender
Avocet AVP-4
Swan AVP-7
Submarine Rescue Vessel
Widgeon ASR-1
Submarine Tender
Pelias AS-14
Unclassified
Chengho IX-52
Service Craft
District Yard Craft
YP-108
YP-109
Ferry Boat
Manuwai YFB-17
Fuel Oil Barges
YO-21
YO-30
YO-43
YO-44
Garbage Lighters
YG-15
YG-17
YG-21
Gate Vessel
YNG-17
Harbor Tugs
Hoga YT-146
Nokomis YT-142
Osaeola YT-129
Sotoyomo YT-9, (Sunk Raised and Repaired)
YT-119
YT-1130
YT-152
YT-153
Motor Tug
YMT-5
Net Tenders
Ash YN-2
Cinchona YN-7
Cockenoe YN-47
Marin YN-53
Wapello YN-56
Torpedo Testing Barges
YTT-3
Water Barge
Yw-16
U.S.Coast Guard Vessels
Coast Guard Boat
CG-8 ( Honolulu Harbor )
AB-27 ( Honolulu Harbor )
Cutters
Reliance USC-150 ( Honolulu Harbor )
Taney WPG-37 ( Honolulu Harbor )
Tiger WSC-152 ( Off Honolulu Harbor Entrance )
Notes
Before you write to ask, The Former Battleship UTAH (ex-BB-31) is listed under "Miscellaneous Auxiliaries as AG-16" and the Destroyer WARD DD-139, was on patrol off the harbor enterance and Not In Pearl Harbor at the time of the attack.
Air Raid Pearl Harbor This Is No Drill !!!

The Real Blaze


31.5.03 21:26:04
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Ok das war die Marine:D
Hast du auch Infos über die Landstärke Waldi?Also was tatsächlich dort einer hypothetischen japanischen Invasionsarmee entgegen getreten wäre.
mfg The Real Blaze

Axel43


1.6.03 03:33:26
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Die Herren werden von UBooten gehört haben ?! Man schaue sich mal den Stillen Ozean an und überlege sich, wie die Japaner eine Armee auf Hawaii unterhalten könnten... Die US Navy hat es ihnen dann vorgemacht, später im Krieg, als die Japaner praktisch nichts mehr zwischen Japan und den besetzten Gebieten transportieren konnte. Und die Abstände waren viel kleiner !
Hawaii war nur als Flottenbasis interessant, aber auch als solche total vom Nachschub vom Festland abhängig.
Nee, die Japaner waren klüger als die Herren.
Die Amerikaner hatten garnicht vor, Hawaii energisch zu verteidigen, sondern hatten vor, sich aufs Festland zurückzuziehen. Man hatte schon eine spezielle Version des US Papiergeldes auf Hawaii in Umlauf gebracht, um dieses Geld ggf schnell u leicht ungültig zu machen.
Admiral Yamamoto war eine erstklassige Kapazität und wußte genau, um was es hier geht. Die Herren sollten mal eine gute Biographie über ihn lesen. Admiral Matume Ugaki hat auch hochinteressante Tagebücher hinterlassen, die sehr lesenswert sind.

The Real Blaze


1.6.03 12:04:29
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Ich wußte gar nicht wie unbedeutend Hawaii warSmiley mit verdrehten Augen
Ich dachte immer Hawaii war Dreh und Angelpunkt der US Flotte dort und auch Stützpunkt der dortigen U-Boote.Wenn man sieht was alles wieder repariert wurde ist es für mich noch immer logischer dort Truppen anzulanden und dort dem allen den Rest zu geben.Davon hätte sich die USA erst viel später erholt als ohne Landung.Die US U-Boote hatten soweit ich es weis keine Milchkühe die sie etwa von der Ostküste aus unterstützten.Auch die Logistik sowas schiffsgestützt aufziehen fehlte.Sie waren sämtlich stützpunkttaktisch ausgelegt.So mir nicht dir nichts mit einer zerschlagenen US Pazifikflotte danach eine Gegenlandung aufzuziehen hätte verdammt viel Zeit verschlungen.In der Zwischenzeit wären etliche japanische Transporter dort eingelaufen und hätten die Truppen dort versorgt.
Also ein aufgegebenes Hawaii hätte zur Folge gehabt,daß es erstens einen gewaltigen Zeitvorteil für die Japaner gegeben hätte und zweitens keine reperarierten US Schiffe in Pearl Harbor gegeben hätte.Schlachten wie die im Korallenmeer hätte es auch nicht gegeben,weil diese US Task force von Hawaii kommend dort operierte.Von der Zig tausende Meilen entfernte Ostküste war sowas undurchführbar.Da hätte es schon eine Stützpunktkette bis zu den Salomonen geben müßen,die erst aufgebaut werden mußte.
Und was hätten den die Japaner den gemacht in dieser gewonnen Zeit?Sicher nicht Däumchen gedreht.Sie hätten sich weiter etabliert.Neuguinea und alle Salomoneninseln wären gefallen.Eventuell auch das Fidschi Archipel,die Hebriden und Neukaledonien,wenn die Japaner nicht an die Grenzen ihrer Kapazitäten gestoßen wären.Selbst eine Landung in Australien wäre da noch drin gewesen(wenn auch nur um australische Stützpunkte zu zerstören,dieser Kontinent war zu groß).
Bis zu einer akzeptabelen US Offensive(das alles ohne Hawaii gedacht)hätten auch die japanischen Burmatruppen noch mehr Unterstützung bekommen und dort mit Sicherheit den Bramaputra erreicht.Eine ideale Flußfront um erreichtes zu verdeitigen.
mfg The Real Blaze

waldi44


1.6.03 20:07:40
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Die 24. und 25. Infanterie Division war dort stationiert mit rund 35.000 Mann. Was an schweren Waffen vorhanden war weiss ich nicht, könnte aber Axel am ehesten rauskriegen!
Real hat es schon angedeutet, so aus dem Stand kann man keinen U- Bootkrieg führen. Die Boote, obwohl wesentlich grösser als die deutschen, dürften schon knapp mit Diesel gewesen sein, ehe sie Pearl Harbor überhaupt erreicht hätten.
Man hätte PH ja auch nicht unbedingt auf Dauer besetzen müssen, sondern nur gründlich unbrauchbar machen. Was aber haben sie, die Japaner, alles stehen lassen: Die Treibstofftanks- gefüllt bis an den Rand mit Treibstoff aller Art und die Werftanlagen, die noch während des Angriffs ihre Bergungsarbeiten begannen!
Die Kasernen der Infanterie wurden überhaupt nicht angegriffen... naja, wenn man sowieso nicht landen wollte und schlussendlich wurden 100.000 Japaner der nun folgenden Willkür der Amerikaner ausgeliefert!

The Real Blaze


1.6.03 21:02:22
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Wenn man alles so zusammenrechnet verstehe ich nicht warum die Amis überhaupt ein sogenanntes Pearl Harbor Trauma hatten,was sie wiederum in dutzenden Filmen aufzuarbeiten versuchten.Der dümmlichste war wohl jener Film wo Flugzeugträger Nimitz mit hochmodernen Flugzeugen in einer Art Zeitstrudel genau zum Zeitpunkt des japanischen Angriffs zurückgebeamt wurde und dann alles aufmischte.
Und das alles wegen eineshalbherzigen Angriffs...Alles hat funktioniert nur die Landung hatte gefehlt erst dann würde ich von einen Trauma sprechen,wenn die US Pazifikflotte vollständig zerschlagen wäre.(ausgenommen die vorerst abgedampften Träger).
35000Mann gut das hätte für wochenlange Kämpfe gereicht.Durch ihre Agenten auf Hawaii hatten das die Japaner sicher gewußt und auch was sie deshalb benötigt hätten.(Da gab es auch diese Konzentrationslager für jeden Japaner auf Hawaii...)
mfg The Real Blaze

Axel43


2.6.03 01:58:48
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Hawaii ist eine Ansamlung von Inseln ganz schön weit weg von der US Westküste, und von sehr begrenzter industrieller (praktisch nichts) und strategischer Bedeutung. Der wirklich wichtige US Navy Stützpunkt war und ist San Diego, California. Der industrielle Schwerpunkt war damals Philadelphia, Pennsylvanien, und Camden, New Jersey, alle weit außerhalb japanischer Reichweite, aber mit Hilfe des Panamakanals doch mit Zugang zum Pazifik.
Pearl Harbor war selbstverständlich von praktischem Nutzen für die Navy, aber wirklich nicht notwendig. Für die Japaner war die einzige Attraktion eben die Flotte, und ganz besonders die Flugzeugträger. Das war der ganze Sinn des Schlages, und der ging daneben.
Das Trauma für die Amerikaner besteht nicht in den Verlusten, die relativ gesehen mäßig waren, sondern in dem Faktum, daß die Japaner es geschafft hatten, die US Navy in einem Zustand des Halbschlafes zu erwischen. Hier spielt ein gewisser Rassismus auch eine Rolle. Die japanischen "Schlitzaugen" wurde nicht als wirklich ernstzunehemende Gegner betrachtet, sondern als orientalische Nachahmer, mit denen man schnell und leicht fertig werden würde. Pearl Harbor war da ein Wecker, und es kam noch schlimmer...

The Real Blaze


2.6.03 19:00:41
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Naja wenn sie es nicht für unbedingt notwendig gehalten hatten das Hawaii Archipel,hätte es aber trotzdem eine Gegenlandung gegeben,falls die Japaner es erobert hätten.Das hätte schon die amerikansche öffentlichkeit gefordert.
Und ohne Atombombe hätte der Kaiser niemals aufgegeben.Da hätte man schon auf den Hauptinseln kämpfen müßen,der amerikanische Blutzoll wäre dann um ein vielfaches von Okinawa angestiegen.
mfg The Real Blaze

Axel43


3.6.03 16:56:16
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Hawaii war damals nicht einmal eine Teilstaat der USA und im Bewußtsein der Amerikaner eher schwach vertreten - abgesehen von Pearl Harbor, was gab es da schon mehr als Zucker und Ananas ?! Ich glaube nicht, daß die Öffentlichkeit eine Gegenlandung gefordert hätte.

The Real Blaze


3.6.03 17:55:00
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Ok gut mag sein das Hawaii damals nicht diesen Stellenwert hatte,als es ihn im Nachhinein aber eigentlich hatte.Das ist ersichtlich,daß als gut funktionierende Basis im nördlichen Zentralpazifik gelegen,es keine andere Stützpunktalternative gab.Wake und Guam eigentlich vor dem Krieg relativ sicher gelegen,fielen relativ schnell!Nach Pearl Harbor wurde sogar Hawaii als exponiert betrachtet,was später bei Midway bestätigt wurde.Stützpunktmäßig war Hawaii die letzte Bastion vor der Ostküste.Falls hawaii im Dezember japanisch geworden wäre und der Ausfall der US Flotte noch totaler gewesen wäre ,war an ein Inselspringen nicht mehr zu denken,wie es bei Guadalcanal seinen anfang genommen hatte.Ein amerikanischer Atombomber hätte es also ohne Stützpunkte niemals bis Japan geschafft.Ehe von San Diego aus eine wiederaufgebaute US Flotte wieder in Erscheinung getreten wäre,wären Jahre vergangen.Also muß man resümieren,daß ein erobertes Hawaii Japan reale Siegeschancen eingebracht hätte,oder zumindest nicht als totaler Verlierer dagestanden wäre.
mfg The Real Blaze

Axel43


4.6.03 18:10:38
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WC. Die Amerikaner hatten schon damals das erste Modell des B-17 Bombers und hätten ohne größere Probleme die Japaner auf Hawaii fertig machen können.
Wie gesagt, die Japaner wußten um was es ging.

waldi44


5.6.03 11:53:26
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Hier noch was zu den Luftstreitkräften auf und über PH:
WW II Pacific, Dec 7, 1941
Aircraft at Pearl Harbor
Flag

United States
USAAF: Hawaiian Air Force (7th AF)
o Hickam Air Base 33 Douglas B-18 Bolo 2-engine standard bomber, 1936
o 12 Boeing B-17D Flying Fortress 4-engine heavy bomber, 1939
o 13 Douglas A-20A Havoc 2-engine attack/light bomber, 1940
o 2 Douglas C-33 (DC-2) 2-engine freighter
Wheeler Air Base
o 6 Boeing P-26A Peashooter open cockpit pursuit, 1934
o 6 Boeing P-26B Peashooter open cockpit pursuit, 1935
o 39 Curtiss P-36A Mohawk pursuit, 1937
o 87 Curtiss P-40B Tomahawk pursuit, 1940
o 11 Curtiss P-40C Kittyhawk pursuit, 1941
o 3 Martin B-12 2-engine medium bomber, 1934
o 3 Grumman OAF-9 Goose observation amphibian
o 2 Douglas BT-2 biplane basic trainer
o 2 North American AT-6 Texan advanced trainer
o 1 Seversky AT-12A Guardsman, advance trainer
Five Mohawks engaged Zeros, flaming two, with the loss of one P-36.
Bellows Air Field
o 6 North American O-47B observation plane
o 2 Stinson O-49 Vigilant L-1 observation plane
Three P-40s on training at Bellows attempted to take off and were shot down before gaining altitude.
Haleiwa Air Field
o 2 Curtiss P-36 Mohawk pursuit
o 8 Curtiss P-40 Kittyhawk pursuit
The only unattacked air field launched at least 2 P-40s and 1 P-36 on three sorties each and claimed 7-8 Japanese diver bombers with the loss of a P-36 to anti-aircraft fire.
On the 7th of December 1941, there were 223 military aircraft based in Hawaii.
Airplane Total Destroyed Damaged Combat Ready
B-17 D 12 4 4 4
B-18 A 33 12 10 11
A-20 A 12 2 5 5
P-40 C 12 5 5 2
P-40 B 87 37 25 25
P-36 A 39 4 19 16
P-26 14 0 0 14
Total 223 64 82 77

Twelve USAAF B-17 bombers arrived during the attack. They were unarmed, stripped for the overseas journey to Philippines. One was shot down, three others badly damaged.
Marine Corp
o Ewa Marine Corp Air Station pronounced e'vee 11 Grumman F4F-3 Wildcat fighter
o 8 Vought SB2U-3 Vindicator scout/bomber
o 20 Douglas SBD-1 Dauntless scout/dive-bomber, 1940
o 3 Douglas SBD-2 Dauntless scout/dive-bomber, 1941
o 2 Grumman J2F-4 Duck utility floatplane, amphibian
o 1 Lockheed JO-2 Electra Junior, six seat transport
o 1 Sikorsky JRS-1 Twin-engine, 18 passage flying boat
o 2 Douglas R3D-2 (DC-5) 2-engine paratroop transport
o 1 North American SNJ-3 Texan advanced trainer
Midway NAS
o 18 Vought SB2U-3 Vindicator scout/bomber
Wake NAS
o 12 Grumman F4F-3 Wildcat fighter
U S Navy:
Naval Base Defense Air Force
o Pearl Harbor (Ford Island) Naval Air Station 19 Grumman J2F Duck single engine utility amphibian
o 9 Sikorsky JRS 18 passenger amphibian flying boat
o 2 Consolidated PBY-1 Catalina patrol bomber, flying boat, 1936
Puunene (Lahaina Roads) NAS
o 4 Beech JRB 2-engine utility
o 4 Northrop BT-1 torpedo bomber (or Douglas basic) trainer
o 1 Grumman JRF Goose, 2-engine amphibian
o 1 Grumman J2F Duck, utility floatplane, amphibian
Kaneohe NAS
o 1 Vought OS2U Kingfisher amphibian
o 36 Consolidated PBY-5 Catalina patrol bomber, flying boat, amphibian, 1939
Pearl Harbor (Ford Island) NAS
o 15 Consolidated PBY-3 Catalina scout bomber, flying boat, 1937
o 18 Consolidated PBY-5 Catalina scout bomber, flying boat, amphibian, 1939
USN Air Battle Force
Pearl Harbor (Ford Island) NAS
o (spares, repairs, replacement, and training) 8 Brewster F2A-3 Buffalo fighter, 1939
o 5 Grumman F4F-3 Wildcat fighter, 1940
o 5 Grumman F4F-3A Wildcat fighter, 1941
o 3 Douglas SBD-2 Dauntless scout/dive-bomber, 1941
USN F4F fighters and SBD scout bombers from Enterprise arrived during the attack. They too were unarmed having flown ahead of the returning task force that had just reinforced Midway Island. Ten were lost.
USAAF Aircraft Types
Bombers
o Martin B-12. Twin engine, dual cockpit, medium bomber designed in 1932 and entered service in 1934 as YB-10, 117 built for the U.S. and over 200 for export. First US bomber to fight in Pacific flown by Dutch. B-12 had larger engines with 32 built. Three remained at Wheeler Field.
o Douglas B-18 Bolo. Twin-engine design was a militarized DC-2 airliner. Evaluated in Aug 1935, ordered into production, Jan 1936 for 133 aircraft with followup orders in 1937-38 of 217 aircraft. This was the standard air force bomber; 33 were with the 7th AF were at Pearl Harbor. Phased into reconnaissance work when replaced by B-17 for combat duty.
o Boeing B-17 Flying Fortress. Four engine heavy bomber designed in 1934, flew July 1935, delivered 13 prototypes started Aug 1937. Delivery started for an order of 39 on June 1939. B-17B order for 38 flew July 1940 with 20 sent to U.K. Twelve B-17s were based at Pearl Harbor for long range sea defense. [story] An estimated 200 were required to adequately protect the approaches to Hawaii. A squadron of twelve B-17s were staging through Pearl Harbor for the Philippines and landing to refuel during the attack. B-17s were a key element in MacAuthur's defense plans; however, he did not allow the 35 he had to make an early strike on Formosa and most units were destroyed on the ground by aircraft attacking from Formosa. It was soon discovered that horizontal bombers could seldom hit a moving warship at sea, but provided a long range reconnaissance and attack role through the Pacific War. 13,000 were built.
o Consolidated B-24 Liberator. This second generation heavy bomber did not enter service until 1942. Designed in 1939, the prototype flew before year-end. The first units arrived in the U.K Coastal Command Jun 1941. 19,000 were built in all variants including the Navy PB4Y and the single tailed PB4Y-2 Privateer.
Attack Bomber
o Douglas A-20 Havoc (Boston). This twin engine light bomber was originally designed in 1936 and an upgraded version flew Aug 1939 with 100 ordered by the French for delivery by year-end with 12 attacking German columns when the war began in Europe. A squadron of twelve were at Hickam Air Base and made the first bomber sortie in an attempt to find the Japanese fleet. Over 7,000 were built.
Fighters
o Boeing P-26 Peashooter. Designed in 1932 as the air force's first all metal fighter, open cockpit, fixed landing gear.
o Seversky P-35 Guardsman. Delivery of 77 started July 1937. 48 were in the Philippines and only 8 remained at the end of the second day. This design lead to the Republic P-43 with turbocharger with 272 ordered in 1940.
o Curtiss P-36 Mohawk. First modern design for the USAAF fighter; all metal, closed cockpit, retractable landing gear. Designed 1935. 210 delivered in 1937.
o Curtiss P-40 Warhawk series developed from the P-36 and P-37 (1937 export model) with a larger, in-line engine. 524 ordered in Aug 1939 with 200 delivered to UK Apr 1940 and US delivery in May. UK ordered 930 more; China ordered 100 of which 90 served with the Flying Tigers. Sept 1940 UK ordered 1,500. Superior to enemy fighters of 1941 except the Zero and Messerschmitt. Pearl Harbor had a hundred. A total of 15,000 were built.
See Naval Aircraft.
Japanese Aircraft
Distribution of the attacking planes :
Carrier A6M B5N D3A Total
Zero Kate Val
Akagi 18 27 18 63
Kaga 18 27 27 72
Soryu 18 18 18 54
Hiryu 18 18 18 54
Shokaku 18 27 27 72
Zuikaku 18 27 27 72
Total 108 144 135 387
w/spare (126 162 153 441)
Three aircraft of each type on each carrier were carried disassembled as spares, a total of 54 spare aircraft.
Combat air patrols were flown over the fleet by 48 Zeros.
Six scouting seaplanes from the cruisers flew reconnaissance over Pearl Harbor and the sea surrounding the attacking fleet. Tone and Chikuma were specifically designed as seaplane carrying, heavy cruisers.
See Naval Aircraft.
Full discussion of planes engaged on both sides. Order of Battle
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