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Rommel-wirklich ein Wüstenfuchs?

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AutorBeitrag

The Real Blaze


21.6.03 18:46:23
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Ich möchte hier nicht ein Denkmal einreissen.Aber im Verlauf des Afrikafeldzuges hat auch Rommel selbst ein paar mitunter schwerwiegende Fehlentscheidungen getroffen.
Im ersten Anlauf gegen das unzureichend aufgeklärte Tobruk! wurde sinnlos in Unterzahl gegen ein stark befestigtes Tobruk angerannt.Die Verbände des 104 und 115 Schützenregiments verbluteten in aussichtsloser Lage!
Auch das Angriffsgelände war so das alles gegen einen Erfolg stand.Hier wäre eine bessere Aufklärung von Nöten gewesen,dann hätte Rommel erkannt,daß er nie und nimmer das mit diesen schwachen Kräften geschaft hätte.Hatte hier der Ehrgeiz über den Verstand gesiegt?
Jetzt zu El Alamein,wo auch hier das gleiche Dilemma in die Katastrophe führte: Unzureichende Aufklärung!
Der Schlachtenplan für El Alamein sah vor die 8.Armee großräumig im Süden zu umgehen und dann zum Meer durchzustoßen.Man griff in erschreckender Unterzahl an und ohne Luftherrschaft!Man wußte der Gegner war stärker aber nicht wieviel stärker!Man verließ sich auf Italienische Zusagen,für die Spritversorgung"ihr könnt angreifen Sprit ist unterwegs!"Sämtliche Tanker wurden torpediert!Von Malta aus!Auch hier muß man feststellen:Mit einem englischen Malta im Rücken soweit nach Ägypten hineinzustoßen war zum scheitern verurteilt!Rommel hätte sich hier weigern müßen nachzustoßen,wenn ihm nicht der Rücken/Malta freigemacht wurde.Ohne Maltaproblem wäre auch dieser Sprit und wer weiß wieviele Panzer und anderes Material nach Afrika gekommen.Wie man bereits weiß scheiterte Herkules an der italienischen Forderung nach 20000 Liter Öl für die Italienische Flotte,was Hitler ablehnte!
Am 31.August nachts griff das DAK im Südraum an und wollte 50 Kilometer östlich nach Norden einschwenken.Sie schafften nur 12- 15 Kilometer womit sich nur noch die kleinere Lösung aufdrängte.Wie sich Bayerlein erinnerte überlegte man sich den Angriff abzublasen,weil die Engländer durch den Nachtangriff wußten, wo das DAK jetzt stand.Rommel entschied sich in völliger Verkennung seiner Mittel und wiederum unzureichender Aufklärung für die kleinere Lösung.Spritmangel,englische Luftherrschafft und die neue bei Alam Halfa eingegrabene 44.britische Infantriedivision(von der niemand bei Rommel was wußte!) stopten dann den Angriff.Rommel hätte auch hier den Angriff abblasen müßen und zu einer flexiblen Verdeitigung übergehen müßen.Die El Alamein Schlacht am 1.September war schon im Vorfeld zum scheitern verurteilt.Mit den vorhandenen schwachen Kräften die Entscheidung zu erzwingen war Wahnsinn!Selbst ein Durchbruch zum Meer,wo nur noch 18 Kilometer gefehlt hätten,hätte nicht den Sieg gebracht.Hat Rommels Ehrgeiz auch in der Nacht zum 1.September über seinen militärischen Verstand gesiegt?
Er wußte doch,daß seine Kräfte unzureichend waren.Sein Kommentar zur Verleihung zum GFM"Mir wären zwei Divisionen lieber gewesen."
mfg The Real Blaze

waldi44


22.6.03 23:18:37
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Stimmt wohl, aber was hätte er machen sollen? Er hatte nicht mehr und es gab auch keine Aussicht darauf, dass sich das ändern würde.
Womöglich hätte ein Zögern bzw Verweilen in den Stellungen, den Engländern in die Hände gespielt.
Mit dem Atlantikwall war es doch ähnlich! Er wusste oder zumindest ahnte, dass dieses zweifelhafte unfertige Bauwerk eine ernstgemeinte Offensive nie abwehren würde und auch seine "Rommelspargel" und die unzähligen Minen nicht!
Aber was hätte er machen sollen? Das Kommando ablehnen? Ausserdem denke ich mir, dass jeder hohe Militär irgendwie auch auf sein "Glück" baut(hofft) und nicht selten entschied dieses ja auch die eine oder andere Schlacht....

The Real Blaze


22.6.03 23:45:42
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Ich fand auch im Bezug zum Atlantikwall,Rommel noch ziemlich befehlsorientiert,wo er doch in Afrika viel selbstbewußter auftrat.Ich meine da,daß er entgegen Hitlers Befehl(den Brester Raum zu halten), die Panzertruppe der HG C aus dem Brester Gebiet in den Invasionsraum führen sollte.Er hätte wie Hauser bei Charkow mehr Rückrat zeigen sollen.
Seine taktischen Führungsprinzipien(er führte ja auch vorn),hätten wohl beim rechtzeitigen Eintreffen dieser Panzer nocheinmal den Invasionsraum mächtig eingedrückt.Er hätte da viel mehr intervenieren müssen,als Afrikaheld hatte sein Wort Gewicht und bei Hitler war er noch nicht in Ungnade gefallen.(oder irre ich mich da zeitlich,wegen den Stauffenberg Ermittlungen?)
mfg The Real Blaze

waldi44


23.6.03 02:00:08
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DAS ist wieder so ein "Problem" der Nachgeborenen(weil wir ja wissen wie es ausgegangen ist): Er hätte!
Er HAT aus der Situation heraus so gehandelt, wie hatte handeln können(sollen, müssen- dürfen), in Afrika, wie in Frankreich!
Wieder die Frage: Was hätte er machen sollen?!

The Real Blaze


23.6.03 16:41:43
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Ja sicher kann als General oder GFM nur von seiner Position ausgehen und hoffen man liegt richtig.Ich finde aber,daß Rommel eben mehr der ehrgeizige Hitzkopf war,der zu oft sich taktisch mit überflüssigen Angriffsbefehlen übernahm.Afrika war Nebenkriegsschauplatz,den Rommel erst mit seinen Erfolgen aufwertete.Der Duce tat noch sein übriges,als er seinen Wunsch eröffnet mit einen weißen Schimmel nach Kairo hineinzugallopieren.
Die erfolgreiche 41' er Abwehrschlacht bis November 41 im Raum Sollum,war auch flexibel und erfolgreich gestaltet,bis die Engländer mit Übermacht angriffen.Rommel setzte sich dann intelligent ab,um später wieder zurückzuschlagen.
Bei El Alamein war man wissend in Unterzahl und verbratete das DAK in der kleinen Lösung,obwohl Rommel wußte das die Engländer gewarnt waren.Hier hätte er wie bei 41' bei Sollum denken sollen.Er hat hier in der nacht zum 1.9 die falsche Entscheidung getroffen.Obwohl später Montgomery haushoch angriff,hätte Rommel mit einem intakten DAK mehr gerissen,als einem schwer angeschlagenen.Womöglich wäre die Cyrenaika erstmal wieder Endstation gewesen(jedenfalls zwischenzeitlich) für die Engländer,sie hatten ja auch Nachschubprobleme.
Ich weiß ich treffe da sicher auf geteilter Meinung,aber in der Rangliste der besten deutschen Herrführer steht für mich Erich von Manstein ganz oben,danach folgt Guderian und dann erst bei mir Rommel.
mfg The Real Blaze

The Real Blaze


23.6.03 16:43:25
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sollte natürlich Heerführer heißen....:D
mfg The Real Blaze

ralph


6.7.03 20:51:04
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zu dieser zeit war rommel ja auch noch fest von seinem führer überzeugt und wollte sich bei ihm beweisen, seinen spitznamen wüstenfuchs hat er denke ich eher den umständen zu verdanken, mit wie wenig er in afrika doch so viel erreicht hat und vor allem mit welchem geschick, taktischen finessen und vor allem hinterlist !
ich meine, daß er genau wußte, daß kein nachschub zu erwarten war, bzw. wenig. er wußte von den umständen um malta und auch kreta, er hatte ja immer und immer wieder von göhring verlangt ihm den dorn malta und kreta zu nehmen.
die luftwaffe war allerdings nicht fähig den sieg und die lufthohheit über dem mittelmeer herzustellen.
rommel war durchaus ein guter stratege, lkws mit flugzeugturbinen beladen und durch die staubaufwirbelungen den engländern ein heranrollen einer ganzen panzerdivision vorzugaukeln, er war beliebt bei den landsern, weil er sich nicht drückte und stets mitten im geschehen dabei war, an vorderster front mehrmals nur sehr knapp einer gefangenschaft entging !

The Real Blaze


6.7.03 21:30:12
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Da geb ich dir Recht,daß Rommel ein guter Menschenführer war und seine Truppen vorn führte.Nur war seine Stärke die Taktik,während er auf strategische Belange keinen großen Einfluß hatte.Als Nebenkriegsschauplatz bekam das DAK auch nur untergeordnete Unterstützung.Dem hätte er eben hauptsächlich vor El Alamein Rechnung tragen müßen.Als nichts mehr ging eben kein Großangriff in Unterzahl, sondern eher taktischer Rückzug um aus der Nachhand zurückschlagen,ähnlich wie in der Cyrenaika 41'.
Natürlich wäre es im Endeffekt wegen der allierten Übermacht auch so rückwärts gegangen,aber mit einem intakten DAK niemals so schnell.
mfg The Real Blaze

ralph


7.7.03 17:20:16
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ich vermute eher, daß er wußte, was auf ihn zukam und lieber mit wehenden fahnen unterging als in schmach auf dem rückzug aufgerieben zu werden ! man bedenke, daß ihm am ende über 1000 nagelneue panzer, darunter die 1941 den deutschen panzern weit überlegenen neuen amerikanischen shermans, gegenüberstanden.
mit jedem tag wurde das englische heer immer gewaltiger, vor alamein lagen am tage des angriffs 11 englishe, australische und indische divisionen, zudem hatte der tommy einen abwehrriegel und mienengürtel vor die stadt gelegt der es wahrlich in sich hatte.
dem gegenüber standen 3 ausgeblutete deutsche panzerdivisionen, die 90. leichte, die 164. und die 20. italienische motorisierte.
rommel wußte daß seine einzige chancen in der überraschung und in der schnelligkeit saß, hätte er wie am anfang des krieges einen general auchinleck gegenüber gehabt, wären seine chancen immens gestiegen, doch mit montgommery und seinen neuen auf rommels plänen angepaßten taktiken war der krieg mit den vorhandenen mitteln nicht mehr zu gewinnen.
auch war durch die hervorragende abwehr und spionagearbeit der engländer kein plan mehr geheimzuhalten.[ Editiert am: 07-07-2003 17:25 ]

jeannen


7.7.03 17:26:04
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Der Sherman war nach meiner Kenntnis ein ziemlich schlechter Panzer, der von den Besatzungen mehr gefürchtet wurde als von den Gegnern. Selbst ein Panzer IV konnte es mit dem Sherman aufnehmen.
Der einzige Pluspunkt war die Masse der verfügbaren Panzer, sonst nichts.

indy


7.7.03 21:41:48
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Jub, der Sherman war aber besser gepanzert als der IVer, und der war ja auch 1942 noch nicht überall vetreten.
Zu Rommel:
Als Divisions oder Korpskmdr. hervoragend; als HGr-Führer mangelhaft!
Wen hat es denn 1941-43 einen ziemlichen Scheiß interesiert, wo der Nachschub war und wie er kommen sollte (oder WOHER!).
Sein Auftrag in Afrika war, Ital. Kolonien zu VERTEIDIGEN, und nicht Richting unbedeutender Wüstenkaffs vorzurücken...weil der Herr Rommel halt Offensiv denkte...ENDE.
Am Ende passierte dann das was immer wieder vorkam, und einen Sieg verschenkt hat - man wollte alles auf einmal, und schaffte doch gar nichts.
Ich denk an der Ostfront hätte man die Divisionen eher gebrauchen können.

The Real Blaze


8.7.03 19:38:10
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Genau Indy,er war kein guter Heerführer.Er besaß meines Erachtens nicht den Weitblick,wie ihn Manstein hatte.Ich glaube aber auch keinesfalls,daß er mit wehenden Fahnen untergehen wollte.So was kennt man höchstens von der Waffen SS.

rommel wußte daß seine einzige chancen in der überraschung und in der schnelligkeit saß,
Die Überraschung war eben vor El Alamein zum 1.9.42 nicht mehr gegeben.Das wußte auch Rommel(wie Bayerlein es mitgeteilt hatte).Trotzdem entschloß er sich zu diesen sinnlosen Angriff ,in erschreckender Unterzahl und ohne Luftherrschaft!Er hätte nur die Rochade 41' noch einmal versuchen sollen--mit einem intakten DAK.Und bei einem geordneten Rückzug hätten sich auch die Nachschubwege wieder verkürzt.So wurde eben alles sinnlos verpulvert,zur Freude Montys,denn ihm tat er damit einen Gefallen.
Afrika war ein inkonsequenter Feldzug und nach Ansicht Mansteins ein Umweg um England zu schlagen.Er hatte schon damals richtig erkannt,daß die Mittelmeerpositionen England nicht kriegsentscheident waren und wenn schon dann konsequent alles erobern und nicht da und dort was aussparen.Um Italiens Position zu stärken hätte man sogar auf Nordafrika verzichten können und nur Malta eingenommen.
mfg The Real Blaze

OGLongbeach


8.7.03 22:14:49
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Malta wäre der Schlüssel für den Afrikafeldzug gewesen. Hitler scheute aber einen erneuten Sturm auf eine stark befestigte Insel (Kretaverluste). Und ich denke Malta hätte sich besser verteidigen lassen als Kreta zuvor. Als die Luftwaffe den Hafen von Malta zeitweise lahmlegte, hatte Rommel auf Anhieb eine spürbare Entspannung seiner Nachschubsituation. Die Zahlen kann ich bei Bedarf noch recherchieren (OKW-KTB).

MfG OG Longbeach

The Real Blaze


8.7.03 22:27:31
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Sicher befürchtete Hitler einen Opfergang,aber...Operation Herkueles ist nicht daran gescheitert,sondern an dem Starrsinn Hitlers!Alles war bereit,Malta sturmreif gebombt uuf Behelfsflugplätzen auf Sizilien deutsche und italienische Truppen zusammengezogen.100000 Luftlandesoldaten waren geplant und wären wohl auch eingesetzt worden.Nur als die Italiener nach 20000 Tonnen Treibstoff für ihre Flotte fragten stellte Hitler sich stur.OP Herkules war mit dieser Absage gestorben.Ohne Flottenunterstützung wollte danach niemand mehr das durch ziehen.Oder hätte man sie überhaupt als ganzes gebraucht?Malta,inklusive Häfen war ja zerbombt....
mfg The Real Blaze

indy


8.7.03 23:37:10
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Ja, aber auch die 20000t Sprit mussten irgendwo herkommen(warscheinlich zu ungunsten der Ostfront)!
Würde nicht sagen das jetzt Hitler wegen dieser Ablehnung von "Herkules" den Krieg in Afrika "versaut" hat...vielmehr hat er den Krieg in Italien verpfuscht - das aber in Afrika.

The Real Blaze


9.7.03 16:37:54
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Ich glaube doch schon,wenn Hitler den Wert eines eroberten Maltas erkannt hätte,wäre dieser Treibstoff geflossen und die Herkules angelaufen.Im Endeffekt wären auch die Tanker der Achse ungehindert nach Tobruk gelaufen und ohne große Verluste dort die Ladung gelöscht.Es wäre also hintenraus viel mehr gewonnen gewesen(spritmäßig) als was diese 20000 Tonnen erstmal ausgemacht hätten.Das DAK wäre ab April/Mai 42' durchgehend mobiler gewesen und hätte auch mehr Material erhalten.
Rommel stand auf ziemlich verlorenen Posten-versorgungstechnisch.Schon im April/Mai41' wollte man Malta besetzen,nur warum da es nicht geschah,weiß ich nicht genau.Es waren wohl die furchtbaren Verluste der Fallschirmjäger auf Kreta.Trotzdem wäre es schon damals möglich gewesen,wo doch sogar Churchill fest mit dem Fall Maltas rechnete.

Was mich im übrigen sowieso beschäftig: Hatten wir die Italiener überhaupt als Verbündeter gebraucht?Die hatten sich doch sogar quergelegt als Österreich eingegliedert wurde.Das hatte denen Anfangs überhaupt nicht gepaßt.Die hätte ich schön allein rumwursteln lassen und Rommel hätte sich anderswo nützlicher gemacht als bei den Beduinen und Arabern.
mfg The Real Blaze

indy


9.7.03 22:58:35
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Schon klar das man durch den Einsatz von den 20000t Sprit weitere zig tausende sparen kann...aber wofür denn?
Rommel hätte noch mehr Divisionen ´gefordert, noch mehr treibstoff, noch mehr Flugzeuge...und noch viel mehr Panzer.
Das dann für ein paar 1000 km² Wüste...wo soll sich das lohnen:Schulter:
Monty hatte 1942 1000 Panzer, davor hatte man auch 1000 und danach hätte man dann halt wieder 1000 geliefert.
Die Afrika-Spinnerei hätte sich nur gelohnt wenn man, wie geplant, Gibraltar besetzt hätte...
Russland zu bezwingen war schwierig genug, da hätte sich das Dt. Reich net noch son Firlefanz in der Wüste liefern müssen.

The Real Blaze


10.7.03 20:09:36
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Gibraltar war ohne Zustimmung Spanien nicht möglich.Hitler begann das Afrikaunternehmen halbherzig und verpasste wiedereinmal(wegen seiner Englandgefühlsduselei?)gute Chancen noch dem Ostfeldzug dort unten Positionen zu erreichen,die England quasi aus dem Teich herausgeworfen hätte,ohne Gibraltar.Dazu hätte er nur zwei Divisionen aus Frankreich mehr schicken müßen,also nichtmal aus dem schon aufmarschierenden Ostheer.Ok,etwas Risiko wäre das gewesen,aber England war von einer Gegenlandung 41' noch Lichtjahre entfernt.Für den Polenfeldzug hatte man schließlich auch den Westen entblöst.
Malta hätte also noch vor dem Ostfeldzug erobert werden können und mit freien Rücken und verstärktem DAK auch noch Tobruk im Sommer 41'.Ohne zu übertreiben,Rommel wäre dann bis zum Suez Kanal durchgestoßen und hätte dort das Mittelmeer vernageln können.Ein El Alamein hätte es dann nicht gegeben.
Einen weiteren Stoß in den Nahen Osten hätte man sich sparen können,es sei man hätte noch dem Irak irgendwie helfen können.Aber der Kanal wäre ein ideale Stellung gewesen und hätte Ägypten herausgebrochen.
Wahrscheinlich hätte man dann das DAK anders besetzt den Rommel war kein Defensivstratege.Sein Stärken lagen in taktischen Operationen und wurde deshalb eifrig von seinen Gegnern studiert.
Also insgesamt fand ich die Afrikaoperation schon sinnvoll um den schwachen Bündnispartner zu stützen.Nur eben war das eben mehr Aktionismus,als geplanter Feldzug.Wie eben schon von dir erwähnt war Rommels Auftrag die "Verdeitigung" gewesen.Aber für sowas war er eben der falsche Offizier.Er suchte sein Heil im Angriff,selbst als es schon sinnlos war,leider...
mfg The Real Blaze

ralph


16.7.03 18:17:09
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es gibt ja auch spekulationen, daß rommel und montgomery am ende ein abgekartetes spiel spielten, kannten sich wohl beide aus der schul- bzw. internatszeit und waren eng befreundet !

The Real Blaze


16.7.03 21:41:03
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Das ist mir neu,daß die sich gekannt haben.Kannst du da mal nachgraben?
Davon abgesehen glaube ich aber nicht,daß da etwas abgekartet sein könnte.Wenn Rommel mit Absicht den Angriffsbefehl gab,weil er von Montys Truppen wußte,wäre das sogar verbrecherisch gewesen.Da war Rommel zu sehr ehrgeiziger Soldat,als sich auf sowas einzulassen.
Auch wenn er im Vergleich zu Oktober/November 41' vor El Alamein eine völlig andere,also erfolglose Taktik anwandte,statt wieder aus der Nachhand zu operieren,würde ich ihn auf Grund dessen nicht soetwas zu trauen.
Die Frage die mich da nur beschäftigt,was ihn bewog sein DAK so aufs Spiel zu setzen obwohl das Überraschungsmoment weg war.Und die Überraschung war auch das einzigste gewesen,auf das Rommel überhaupt bauen konnte.In allem anderen hatte er eindeutig das nachsehen(nachschub,Stärke,Lufthoheit)
mfg The Real Blaze

ralph


19.7.03 01:23:20
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muss mal schauen ob ich da was finde, mein opa hat das mal erwähnt !

The Real Blaze


22.7.03 21:49:36
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Zu Rommel gehört aber noch zu erwähnen,daß er später hinter dem Kasserine Paß(Tunesien) wieder richtig entschieden hatte und seine Truppen zurücknahm,anstatt sinnlos wie vor El Alamein anrennen zu lassen.Da hatten seine schlechten Erfahrungen ihn wieder umdenken lassen.
mfg The Real Blaze

Petronelli


23.8.04 10:31:32
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Vielleicht sollte man auch mal betrachten, wer Rommel denn zum "Wüstenfuchs" gemacht hat?
(Die Briten haben gerne mal einen Gegner nach dem Sieg als besonders gefährlich und genial beschrieben, um die eigene Genialität zu unterstreichen)
Er war halt ein Mensch mit all seinen Schwächen!
Er war vor allem beliebt, weil er, wie andere allerdings auch, dem Landser auch mal auf die Schulern klopfte!
Das macht aber noch kein Genie in allen Lagen aus! ( Newton hat alle seine Physikalischen Glanzleistungen gemacht ehe er dreißig war, danach versuchte er nur noch komische Experimente, unter anderem Gold herzustellen, es kam nix mehr bei raus!)
Ich denke Rommel ist auch ein wenig zum Mythos stilisiert worden! Seine Erfolge in Afrika waren halt unverhofft und spektakulär (Er sollte ja von befehls wegen nur die Italiener unterstützen)! Er hatte lange einfach auch Glück!
Afrika war für Hitler immer ein Nebenschauplatz!
Deswegen auch der lasche Einsatz für sichere Nachschubwege zu sorgen! (Übrigens wollte man Malta mal über Kreta angreifen (auch Luftlande) ist aber nichts daraus geworden!)

Hier mal ne Anmerkung an die Board-Cheffes:
Ich lese eigentlich wenig über den Afrika-Feldzug, wäre doch schön mal gleich auf dem Board einen Themenkomplex anzulegen!
Gruß
PeterSmiley mit dafür-Schild

[ Editiert von Petronelli am: 23.08.2004 10:32 ]

Chavez


23.8.04 16:51:33
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Hat jemand von Euch mal "Infanterie greift an" gelesen.
Ist denke ich ganz aufschlussreich über Rommels Charakter und Charakterbildung.
Er hat halt im Wk1 mit seinem kühnen Handeln meist Erfolg gehabt - auch gegen stark überlegenen Feind. Das wird ihn sicher bewogen haben im Wk2 das gleiche zu versuchen. Desweiteren muß man sagen, daß Rommel seine Operationen immer gut geplant und den Feind gut aufgeklärt hat. Und letzlich kann niemand immer Erfolg haben, die eine oder andere Schlappe muß man immer hin nehmen und sollte man deswegen nicht dramatisieren und denken es wären große Fehler gemacht worden.
Gruß
[76]Chavez

The Real Blaze


23.8.04 17:21:23
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Deswegen auch der lasche Einsatz für sichere Nachschubwege zu sorgen! (Übrigens wollte man Malta mal über Kreta angreifen (auch Luftlande) ist aber nichts daraus geworden!)
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Über Kreta??? Smiley mit LoooL-Schild Wer hat sich den solchen Unfug ausgedacht? Operation Herkules sollte ausschließlich über Sizilien laufen,der kürzeste Weg, um auch eine gewisse taktische Überraschung zu haben. Scheiterte am Öl für die italienische Flotte(20000Liter die Hitler nicht rausrücken wollte)

The Real Blaze

ZensiertWeilZuBloed


23.8.04 18:09:27
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Scheiterte am Öl für die italienische Flotte(20000Liter die Hitler nicht rausrücken wollte


Was sich als schwerer Fehler herrausstellen sollte.

Aber andere Entscheidungen hätten auch andere Konsequenzen nach sich gezogen. Die 20 Tonnen hätten dann wohl woanders gefehlt.

Petronelli


24.8.04 06:49:43
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Hi Blaze,
Du hast recht, habe mal wieder schluddrige Gedankensprünge gemacht!
Es sollte besser heißen: "Nach" Kreta, wollte man auch Malta angreifen.....so in den Erinnerungen von Herrn von der Heydte überliefert!
Gruß
Peter

Hoth


24.8.04 07:18:01
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Ob da nun einige Autoren in jüngster Zeit der Meinung sind, ein vorhandenes oder nichtvorhandenes milit. Genie Rommels in Zweifel zu ziehen ist doch eigentlich irrelevant. Sicher hat jeder Heerführer auf den jeweiligen milit. Fachgebieten seine Stärken und Schwächen, vielleicht war Rommel eben ein besserer Taktiker als Stratege, für die Bewertung spielt das sicher keine große Rolle.

Man muß bei der Bewertung auch immer die Verhältnismäßigkeit zwischen Möglichkeiten, Zielen und Ergebnissen sehen.

Fakt ist, daß es Rommel über einen großen Zeitraum gelang, deutlich überlegene alliierte Streitkräfte in Nordafrika unter schwierigsten Nachschubbedingungen nicht nur in geschickten Operationen zu schlagen und durch halb Nordafrika bis an die ägyptische Grenze zurückzudrängen, sondern sie an den Rand der völligen Niederlage zu bringen.

Auch der von ihm geleitete Rückzug nach Tunesien und damit die Erhaltung der Masse des Afrika-Korps war ein operatives Glanzstück. Das die falsche Bewertung der dt. Führung dieses Kriegsschauplatzes ihn im Verlauf des Feldzuges immer mehr in die Rolle eine Improvisateurs statt eines gut ausgerüsteten Heerführers versetzte ist nicht seine Schuld. Zu oft hat er angemahnt und gefordert. Im übrigen eine Situation von der ich behaupten möchte, daß die meisten alliierten Befehlshaber eine solche als unlösbar angesehen hätten.

Ich denke, daß sich Rommel und die Männer seines Afrika-Korps nicht ohne Grund die Hochachtung der ehemaligen Gegner erkämpft haben.

Und auch hier zeigt sich die Qualität des dt. Soldaten, der in großer Unterlegenheit dennoch hervorragende Siege erzielte und dem Gegner deutlich größere Verluste beibrachte.

[ Editiert von Hoth am: 24.08.2004 7:23 ]

[ Editiert von Hoth am: 24.08.2004 7:32 ]

Petronelli


24.8.04 08:11:41
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Tach Hoth,
ja sehe ich eigentlich auch so, man will heute irgendwie die letzten noch möglichen positiven Themen und Personen relativieren! Das ist ganz deutlich, mit der Umbenennung von Straßen, Häusern, Kasernen usw...nachdem diese Jahrzehnte so hießen!
So ist auch Rommel ins Fadenkreuz geraten, weil er vielleicht rechten Gruppierungen als Ikone dienen könnte, die auch in der Öffentlichkeit Respekt und positivere Erinnerungen auslöst!
Das die Gegner sich in Afrika respektierten liegt wohl auch daran, dass es dort, soweit mir bekannt ist, von keiner Seite Greueltaten gab! Es waren reinste militärische Handlungen, mit viel Improvisation und List, von beiden Seiten!
Ein Beweis mehr, dass die "Deutschen" damals keine Mordbuben waren, solange keine Partisanen o.ä. "mitgespielt" haben, die sie zu solchen Handlungen zwangen!
Dass sich "Monty" und Rommel von der Schule od. äh. gekannt hätten höre ich zum erstenmal, halte ich für Quatsch!
Wieder so ein Beispiel für pseudohistorische Wichtigtuerei, von Leuten die unbedingt was zu nem Thema schreiben wollen, aber schon alles wichtige geschrieben worden ist!
Rommels Lebensgeschichte ist lückenlos nachvollziehbar!
Gruß
Peter

Hoth


24.8.04 08:37:58
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Gepostet von Petronelli
Dass sich "Monty" und Rommel von der Schule od. äh. gekannt hätten höre ich zum erstenmal, halte ich für Quatsch!
Wieder so ein Beispiel für pseudohistorische Wichtigtuerei, von Leuten die unbedingt was zu nem Thema schreiben wollen, aber schon alles wichtige geschrieben worden ist!
Rommels Lebensgeschichte ist lückenlos nachvollziehbar!
Gruß
Peter


Also, daß wäre schon ein großer Zufall, wenn sich der Schwabe mit dem Briten irgendwo getroffen hätten. Ist mir auch neu und wäre sicher auch irgendwo zu lesen gewesen. Wer hat das denn eigentlich behauptet?

[ Editiert von Hoth am: 24.08.2004 8:38 ]

Markus Becker


24.8.04 10:19:24
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Gepostet von The Real Blaze
Scheiterte am Öl für die italienische Flotte(20000Liter die Hitler nicht rausrücken wollte)



Wirklich? M.W. standen weder Hitler noch Mussolini voll hinter dem Unternehmen. Als dann Kesselring -DER Befürworter eines Angriffs auf Malta- unvorsichtigerweise gegenüber dem Duce damit angab, daß seine Bomber Malta ausgeschaltet hätten, hatten die den Vorwand alles abzublasen. Stattdessen durfte Rommel seinen Angriff auf Kairo versuchen - mit den Resultaten, die Kesselring vorhergesehen hatte.


Gruß,

Markus

Petronelli


24.8.04 10:26:00
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Hi,
Malta wurde in der Tat recht intensiv bombardiert, soweit, dass es sogar zu Versorgungsengpässen und infolge dessen zu Seuchen kam! Nur hörte man dann damit auf, und die Insel erhohlte sich wieder, durch Versorgung von See her!
Gruß
Peter

The Real Blaze


24.8.04 17:17:00
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Das Öl war das einzige Hemmnis ,was Maltas Besetzung verhindert hätte. Malta war sturmreif gebombt und 100000 Luftlandesoldaten waren zusammengezogen worden(deutsche und italienische).Die gesamte italienische Flotte sollte deswegen deckend auslaufen. Die englischen Kräfte hätten kaum eine Woche durchgehalten,so unterlegen war man dort.Churchill hat den Inselkommandanten 1942 mit Worten verabschiedet,daß er sowieso bald die Aufgabe hätte die Insel der Achse zu übergeben.Es war kein großartiger Endkampf geplant(mit was auch...)Die deutsche Seite ahnte von diesen Verhältnissen,wußte es aber letztlich nicht ganz genau was sich so alles in den fast bombensicheren Felshöhlen versteckt.

The Real Blaze

Rheingold


24.8.04 18:01:57
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Im Prinzip hatte Malta mit der amerikanischen Intervention in Nordafrika eh seine strategische Bedeutung verloren. Rommel selbst blieb nach dem Fall von Tobruk ja nur die Wahl, entweder die Verfolgung der 8. Armee einzustellen oder aber die Verfolgung aufzunehmen in der Hoffnung bis zum Suezkanal vorzustoßen. Mit der starken brit. Gegenwehr bei El Alamein hat er erst mal gar nicht gerechnet.

Man darf auch nicht vergessen, das die Briten ab Juni 1942 in der Lage waren, die deutschen Funksprüche innerhalb weniger Stunden zu dechiffrieren. Bereits am 17. August wussten die Briten über die Planungen Rommels sowie das ungefähren Angriffsdatums. Außerdem wusste man auch über sämtliche auslaufenden Versorgungsschiffe Bescheid, die nicht lange auf die Royal Air Force zu warten brauchten.

Rheingold

Markus Becker


24.8.04 20:18:07
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Gepostet von The Real Blaze
Das Öl war das einzige Hemmnis ,was Maltas Besetzung verhindert hätte.

The Real Blaze


Hmm, englische Quellen stellen das anders dar. Außerdem haben die Deutschen den Italienern alles Mögliche in die Schuhe geschoben. So war man seinerzeit davon überzeugt, dass italienische Spione –sogar Namen wurde unter dt. Offizieren genannt- für die Schiffsverluste verantwortlich sind. Daher halte ich es lieber mit der differenzierteren Sichtweise.

Gruß Markus

Hoth


24.8.04 21:04:19
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Gepostet von Markus Becker
Gepostet von The Real Blaze
Das Öl war das einzige Hemmnis ,was Maltas Besetzung verhindert hätte.

The Real Blaze


Hmm, englische Quellen stellen das anders dar. Außerdem haben die Deutschen den Italienern alles Mögliche in die Schuhe geschoben. So war man seinerzeit davon überzeugt, dass italienische Spione –sogar Namen wurde unter dt. Offizieren genannt- für die Schiffsverluste verantwortlich sind. Daher halte ich es lieber mit der differenzierteren Sichtweise.

Gruß Markus


Hi Markus!

Differenzierte Sichtweise ist gut, hat aber nicht nichts mit der militärhistorisch tatsächlich schwierigen Lage im Luftkampf um Malta oder im Afrikafeldzug zu tun. In der Tat war Malta in monatelangen aufopferungsvollen und auch verlustreichen Luftangriffabemühungen der dt.-ital. Fliegerkräfte mehr oder weniger sturmreif gebombt worden. Und das gegen die neben London und Moskau stärkste Bodenluftabwehr der Welt.

Das dennoch der Zugriff nicht erfolgte ist Tragik der Kriegsgeschichte und der dt. Luftwaffe, die hier große Erfolge erzielte, insbesondere durch die sich in diese Hölle stürzenden Stuka Ju-87 und Ju-88-Verbände, die aber gleichzeitig schwere Verluste an kampferprobten und unersetzlichen Besatzungen erlitt.

All dies hätte mit der Einnahme Malta´s relativiert werden können, aber ohne dem war dies ein uneinholbarer Aderlaß.

[ Editiert von Hoth am: 24.08.2004 21:05 ]

Popski


25.8.04 08:49:32
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Zum Thema schrieb Hoth u.a.:

Ich denke, daß sich Rommel und die Männer seines Afrika-Korps nicht ohne Grund die Hochachtung der ehemaligen Gegner erkämpft haben.

Viel könnte geschrieben werden, aber ich denke das bringt es gut auf den Punkt (ohne großartig zu differenzieren). Bei den Briten z.B. genießt Rommel bis zum heutigen Tag höchsten Respekt, trotz seiner Fehler und Schwächen (waaaas? Rommel war auch nur Mensch??!??). Selbst wenn man früheren brit. Militärhistorikern unterstellen wollte, sie hätten Rommel hochstilisiert, um die Rolle und Leistungen von Monty zu beweihräuchern.

Chavez fragte:

Hat jemand von Euch mal "Infanterie greift an" gelesen.

Ja, ist aber lange her. Ist z.B. selbst bis zum heutigen Tag Lesestoff in Vorlesungen der brit. Militärakademie Sandhurst.

Grüße

[ Editiert von Popski am: 25.08.2004 8:50 ]

Chavez


11.9.04 22:51:36
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Kleiner Filmtip zu diesem Thema:
"Gegenspieler - Rommel gegen Montgomery"
Eine britische Doku aus den 60ern.
Ist ganz interessant, daß sich die Briten dort selbst schlecht machen und den Sieg und das Geschick Montgomery´s anzweifeln.
Gruß
Chavez

Martin 222


12.9.04 13:16:23
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Hallo,

..ich finde es schön das das deutsche Fernsehen mit seiner Strategie auch langsam Früchte trägt.Nun wird nach Diffamierung der Taten der Soldaten auch nach und nach das Ansehen irgendwelcher Männer geschmälert,die bis dahin als geachtet galten.
Ich kann nur voller Staunen bedenken,wie schwer es sein musste,auf solch verlassenem Posten und mit ständigen Nachschubproblemen kämpfend solche Führerleistungen zu erbringen.Desweiteren denke ich da an seine Erfolge,schon 1940,nicht umsonst hatte man seine Panzerdivision,die Gespensterdivision genannt.
In Afrika hatten Deutschlands Soldaten nichts zu suchen,genausowenig wie in Griechenland.Italien informierte Deutschland erst,als alles bereits angelaufen war.War sollte man da machen..
Von solchen Stammtischparolen halte ich nichts,Öl hin oder her,und von den Leistungen der Italiener will man mal ganz absehen..

Viele Grüße Martin

Westwall


12.9.04 14:18:10
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Eben Martin, nur waren der Balkan- und Afrikafeldzug eine Ursache von begangenen Fehlern in Dünkirchen 1940.
Man hätte da durchaus den Kader der britischen Armee vernichten können, ohne das ein Soldat über den retteten Ärmelkanal gekommen wäre.
Das Unternehmen Seelöwe wäre unter dieser Vorraussetzung viel Erfolg versprechender gewesen, wenn nicht sogar unter diesen Bedingungen für eine britische Kapitulation überflüssig.
Auch die wegen des Balkanfeldzuges zwei Monatiger Verschiebung des Unternehmens Barbarossa war eine dramatische Folge diese begangenen Fehlers.
Ich will sogar behaupten dass dieser strategische Fehler, die deutschen Panzertruppen vor Dünkirchen zu stoppen, der größte Fehler von deutscher Seite im 2 Weltkrieg gewesen ist.
Die daraus entstandenen Folgen konnten auch solche brillanten Generäle wie Rommel nicht meistern.

Martin 222


13.9.04 12:13:10
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Hallo Westwall...

..ja,ich habe auch immer so gedacht,bis ich mal bei Giseler lass,welche Beweggründe es gab,bei Dünkirchen nicht weiter die Briten zu verkloppen.
Es wurde erstens erwähnt,das sich der Franzose wieder festsetzen würde wenn die Deutschen sich bei Dünkirchen aufhalten lassen durch die zerschlagung der Briten,zweitens sollte das Gelände nur bedingt geeignet gewesen sein sollen für Panzer,und man befürchtete große Verluste an Panzerkampfwagen.Einige Generäle sahen das ähnlich.
Heutzutage ist das diskutieren immer sehr einfach,nur finde ich es dümmlich,wenn mittlerweile aus Bewältigungsgrüngen angefangen wird,ehemalige gute Heerführer als dumm darzustellen.Bald ist wahrscheinlich General Hube dran,und dann kommen die normalen Soldaten,wie Jagdflieger.Ich vermute Hartmann hat garnicht so viele Flugzeuge abgeschossen,die sind alle durch Motorschaden abgeschmiert..usw.
Ich glaube keine Armee hätte so lange solch Übermacht trotzen können,wenn sie nur durch Deppen geführt wäre...

Viele Grüße Martin

Westwall


13.9.04 23:32:08
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Uneingeschränkt richtig Martin, dem ist nichts mehr hinzuzufügen !!!!

Martin 222


15.9.04 07:24:32
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Hallo Westwall,

..da stand auch drin warum der Schwerpunkt von Seelöwe abgelenkt wurde,denn Giseler schrieb noch,wie man hätte das Millionenvolk der Briten ernähren sollen,dazu gehört auch eine umfangreiche Besatzungsmacht,während sich die britische Regierung sicher mit der Flotte irgendwohin abgesetzt hätte,jedoch weiterhin eingegriffen hätte.Das alles waren interessante Sachen die man so vorher garnicht in Betracht gezogen hat...
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