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Unternehmen Zitadelle

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waldi44


8.2.02 15:48:28
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Dies erste Beschreibung der Schlacht bei Kursk stammt aus der Feder eines der vielen "Wittmanns" und wird durch einen weiteren Beiträge ergänzt! Nach dem Motto: Was im einen fehlt, steht im andern!
Unternehmen Zitadelle
Unternehmen Zitadelle 1943; Beschreibung von "Wittmann"
Das Unternehmen "Zitadelle", fand in der Zeit vom 05.07.-14.07.1943 statt.
Durch den guten Nachrichtendienst der Sowjets und den dauernden Verschiebungen, war das Unternehmen bereits vor dessen Beginn, zum Scheitern veruteilt. Durch Partisanen und russischen Helfern bei den deutschen Einheiten, waren der russischen Führung sämtliche Einzelheiten über das Unternehmen "Zitadelle" bekannt. Der Frontvorsprung wurde durch die deutschen Einheiten im Norden bei Orel und im Süden bei Bjelgorod (Belgorod) angegriffen. Der eigentliche Beginn war für den 03.05.1943 vorgesehen, da Hitler auf die neuen Panzertypen warten wollte, wurde der Angriffsbeginn verschoben. Er baute dabei auf die neuen Typen Tiger I, Panther und Ferdinand. Die russischen Streitkräfte hatten aber bereits ein tiefgstaffeltes und sehr gut ausgebautes Verteidigungssystem an den bekannten Angriffspunkten errichtet.
In Zahlen ausgedrückt befanden sich auf deutscher Seite: 37 Divisionen davon waren 17 gepanzerte Verbände(2700 Panzerkampfwagen und Sturmgeschütze was 46 % des Gesamtbestandes waren). Eine gewaltige Streitmacht, wenn man bedenkt, dass zu Beginn des Rußlandfeldzuges nur 2 motorisierte Disvisionen und 600 Panzer mehr zur Verfügung standen. Die Luftwaffe bot 1800 Kampfflugzeuge auf. Auf sowjetischer Seite befanden sich: 54 Schützendivisionen, 12 Panzerkorps(3300 Panzer und Selbstfahrlafetten was 35 % des Gesantbestandes waren) und 16 mechnisierte Brigaden. Die sowjetische Luftwaffe verfügte über ca. 3500 Flugzeuge.
Die Heeresgruppe Süd unter Generalfeldmarschall von Manstein verfügte über 1081 Panzer und 376 Sturmgeschütze. Die 4. PzArmee begann ihren Angriff im Raum Bjelgorod mit folgenden Einheiten: 11 PD und PzGrenDiv Richtung Butowo rechte Flanke 3 Sturmgruppen des II. SS PzKorps Richtung Jachontow und Strelezkoje. Die 7. PzDiv des III. PzK ging westlich Dorogoboshino über den Donez. Im Raum von Bjelgorod und nördlich davon rollte die 6. PD in Richtung Stary Gorod vor, während die 19. PD ihren Angriff auf Michailowka, aus dem Brückenkopf bei Bjelgorod, führte. In diesem Abschnitt war ebenfalls die sPzAbt. 503 eingebunden, die durch den Schlamm an der Furt des Donez erste Ausfälle zu verzeichnen hatte. Im Zusammenwirken mit der 168. ID kamen die Einheiten aber langsam vorwärts. Als der Angriff zum Erliegen kam, deckten die noch verbliebenen Tiger I den Rückzugsweg
Fazit: Auf Grund der hohen Menschen- und Materialverluste gab es keine Ruhepausen oder Auffrischungen mehr. Der deutschen Panzerwaffe brach dieser Mißerfolg das Rückrat und konnte sich auch nicht wieder davon erholen.

Es wurden insgesamt 200 Panther, 129 Tiger I und 90 Ferdinand eingesetzt, also ein geringer Teil im Vergleich zur Gesamtzahl. Das kann aber auch durch einige Veröffentlichungen hervorgerufen worden sein, die von insgesamt 2000 (Zweitausend) Tigern sprechen. Es wurden zwischen 1942-1944 aber nur 1355 Stück gefertigt. Die PzDiv wurden noch durch P III bestimmt und auch verstärkt durch den P IV. Die SS Div erhielten im direkten Vergleich den größeren Anteil an modernen PzKpfwg. Innerhalb der 7. PzDiv waren zu diesem Zeitpunkt sogar noch 4 Stück P II vertreten (Stand: 11.07.43).
Die Panzerschlacht am Kursker Bogen „Operation Zitadelle“
Durch die Ereignisse des Winters 1942/43 war es zu einem Einschnitt in die deutsche Front gekommen, in dessen Zentrum sich die Stadt Kursk befand.
In Deutschland erwartete man durch die sowjetische Kräftekonzentration in diesem Raum eine mögliche Sommeroffensive. Manstein wollte dieser durch eine weit ausholende und umfassende Bewegung aus dem Raum Charkow heraus begegnen. Hitler lehnte ab und befahl statt dessen einen Angriff auf den um Kursk entstandenen Fronteinschnitt. Genau damit rechnete man in der sowjetischen Führung.
Am 15.04.43 erging der Operationsbefehl Nr.6 für das Unternehmen „Zitadelle“. Nach der Einschätzung Hitlers würde die Rote Armee hier einen Großteil ihrer Truppen und Reserven aufbieten und bei einem Gelingen der Operation würde es schon sehr bald zu einer Entscheidung an der Ostfront kommen.
Der Chef des Generalstabes, General Zeitzler, trat für eine beidseitige Umfassung des entsprechenden Frontabschnitts ein. Manstein hielt den Plan für durchführbar, aber er schätzte die Chancen mit fortdauerndem Zögern der deutschen Seite immer schlechter ein. Guderian und Speer sprachen sich gegen die Offensive aus, da sie erstens einen zu hohen Kräfteeinsatz nicht befürworten wollten und zweitens die neuen Panzertypen nicht fronttauglich waren. Der Generalstab erhoffte sich einen leichteren Durchbruch durch Einsatz der neuen Modelle der Typen „Ferdinand“, „Tiger“ und „Panther“. Einzig der Tiger war fronttauglich. Beim „Ferdinand“ mangelte es sowohl an Beweglichkeit wie auch an Waffen zum Panzernahkampf mit der feindlichen Infanterie. Dieses war später besonders schmerzlich, als sich die Panzer alleine und ohne ausreichende Unterstützung durch die eigenen Grenadiere vorwärts kämpften und sich schließlich von abgesessenen Rotarmisten umgeben sahen, welche sie nur recht unzureichend mit ihrer Bordkanone bekämpfen konnten, es kam zu schweren Verlusten an Besatzungen und Material. Etwas anders, wenn auch nicht besser war es um den „Panther“ bestellt. Von der Konzeption her der wohl beste Panzer des zweiten Weltkriegs. Er wurde während der Konstruktion aber vielen Veränderungen, vor Allem im Bezug auf seine Panzerung unterzogen, was das Fahrzeuggewicht in die Höhe schnellen lies, das Fahrwerk war überfordert. Es kam zu Brüchen in den Vorgelegen. Zwei weitere Probleme die unzureichende Kühlung des Triebwerks, was zu Motorbränden führte, sowie eine anfangs mangelhafte Ausbildung der Besatzungen, was aus Zeitgründen auch gar nicht anders hätte sein können. Viele „Panther“ fielen daher schon auf dem Transport aus, andere mussten von ihren Besatzungen gesprengt werden, da sie in vorderster Front ausfielen und dem Feind nicht in die Hände fallen sollten.
Hitler, lange unschlüssig wegen des möglichen Angriffs auf Kursk sah sich durch die Ereignisse in Afrika zum Handeln gezwungen. Die Entscheidung zum Angriff wurde gefällt und der Termin auf den 05.07.1943 festgelegt.
Mehrere Vorschläge über den Ablauf der Operation wurden unterbreitet, Hitler entschied sich aber dann doch für die beidseitige Umfassung nach Zeitzler. Dazu wurden zwei Angriffstruppen gebildet. Im Süden trat die Heeresgruppe „Süd“ unter General Manstein mit sieben Panzerdivisionen und sieben Infanteriedivisionen sowie ein SS-Panzerkorps an. Dazu kam noch die Luftflotte 4 mit etwa 1.100 Flugzeugen aller Klassen.
Im Norden standen unter dem Oberkommando von Generaloberst Model sieben Panzerdivisionen, zwei Panzergrenadierdivisionen sowie 9 Infanteriedivisionen. Für Luftunterstützung sorgte hier die Luftflotte 4 mit 740 Maschinen.
Die Gesamtstärke der deutschen Truppen belief sich damit auf 900.000 Mann, 2.700 Panzer und Sturmgeschütze, 10.000 Artilleriegeschütze sowie 1.800 Flugzeuge. Das sind 70 % der Panzer und 65 % der Flugzeuge über die die Wehrmacht an der gesamten Ostfront verfügte.
Auf sowjetischer Seite standen im Süden die „Woronescher Front“ unter Armeegeneral Watutin sowie im Norden des Kursker Bogens die „Zentralfront“ unter Marschall Rokossowski. Beide hatten zusammen verfügten über 10 Panzerkorps und 5 Infanteriekorps, mit zusammen 1.350.000 Soldaten, 4.000 Panzer und Sturmgeschütze, 20.000 Artilleriegeschütze, dazu kommen noch 1.600 Flugzeuge. Hinzu kommt noch, dass sich die sowjetischen Truppen in einem extrem gut ausgebauten Stellungssystem befand. Dieses war in acht Verteidigungsstreifen gegliedert und erstreckte sich über eine Tiefe von 300 km. Die Gesamtlänge der Schützen- und Verbindungsgräben belief sich auf über 9.000 km, zu deren Bau Hunderttausende von Zivilisten herangezogen wurden. Pro Kilometer wurden ungefähr 1.500 Panzerminen vergraben. Nicht zu vergessen die unzähligen Bunker, bestückt mit Pak’s, Flammenwerfer oder MG’s. Für die Panzer wurden Stellungen ausgehoben.
Am Abend des 04.07.43 begann die Rote Armee, durch Geheimdienstmeldungen über den genauen Angriffszeitpunkt informiert, mit einem Bombardement der deutschen Stellungen.
Am 05.07.43 um 0500 begann die 4.Panzerarmee ihren Angriff von Süden her mit dem Angriffsziel Obojan. Zwar kam man anfangs recht gut voran, so blieb der Angriff jedoch recht bald stecken und konnte nur unter ungeheuren Kraftanstrengungen weiter voran getrieben werden. Bis zum 10.07.43 kam man nur 32 km voran.
Im Norden war die Sache noch schlimmer. Model, der von Anfang an vorsichtiger vorging und erst durch Pioniere, Infanterie und Artillerie eine Bresche in die Verteidigung schlagen ließ, ehe er die Panzer vorschickte, stieß gleich zu Beginn des Angriffs auf erbitterten Widerstand der Roten Armee. Er kam bis 10.07.43 nur 10 km voran und rannte sich dann an der Bahnstation Panyri fest.
Am 11.07. ging die Rote Armee dann zum Gegenangriff über. Bei Prochorowka kam es zum Aufeinandertreffen von Hoths 4. Panzerarmee und der 5. Gardepanzerarmee unter Rotministrow, was sich zur größten Panzerschlacht der Geschichte entwickelte, bei der allein die Deutschen 400 Panzer und 10.000 Soldaten verloren. „Woronescher Front“ und „Steppenfront“ gingen zum auf Belgorod und Charkow über, die deutschen Truppen mussten ausweichen.
Im Norden gingen die „Zentralfront“ und die nördlich angrenzende „Brjansker Front“ zum Angriff über, wobei sie im Orelbogen in den Rücken der 9.Armee unter Model. Dieser musste daraufhin alle Angriffe einstellen und seine Truppen schnell zurückziehen, um einer Einkesselung zu entgehen.
Am 13.07.43 befahl Hitler die Operation „Zitadelle“ einzustellen.
Das Ergebnis von 8 Tagen erbittertem Ringen waren 250.000 Tote und über 3.500 zerstörte Panzer. Für die Deutschen waren die Verluste viel schwerwiegender, da die Ostfront erstens personell sowieso schon unterbesetzt war und zweitens die Panzer als Totalverlust anzusehen waren, da man sie nicht bergen und reparieren konnte. Die Industrie war nicht in der Lage, in den Folgemonaten die fehlenden Panzer zu ersetzten. Die Panzertruppe hörte auf als Speerspitze der Wehrmacht zu existieren und wurde nur noch als „Feuerwehr“ und nicht mehr im großen Rahmen und in Kompanie oder Bataillonsstärke eingesetzt.
Die Rote Armee hatte eine größere Anzahl an Ausfällen zu beklagen. Bei den Panzern war es nicht so kritisch, da viele wieder instand gesetzt werden konnten.
Kursk stellt den Punkt des zweiten Weltkriegs da, ab dem die Wehrmacht nicht mehr zum Akteur an der Ostfront wurde. Sie reagierte nur noch auf die Aktionen der Roten Armee und zog sich nur noch zurück. Militärisch gesehen war die „Zitadelle“ ein Fiasko für Deutschland.
Ein weiterer interssanter Beitrag:"Der Ausbruch zur 12. Armee "

waldi44


4.4.02 21:17:40
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Armeen graben sich um Kursk ein!
So meldete die Heeresgruppe Mitte am 3. Mai 1943dem Oberkommando des Heeres für die Frontbereiche der ihr unterstellten Armee (mit Ausnahme der 3. Pz. Armee) 26.000 ausgebaute Feuerstellungen, 25.000 Unterstände, 1860 Km Kampf- und Verbindungsgräben (d.i. die Strecke Hamburg München und zurück), 800 Km Hindernisse, 230 Km Minenfelder und das alles ohne Bagger und Bulldozer!
Auch auf sowjetischer Seite wurde eifrigst gebuddelt: 5.000 Km Gräben wurden ausgehoben und 500.000 Minen verlegt. Die russischen Abwehrstellungen waren zwischen 25 und 150 Km tief gestaffel!
In dem 50 minütigem Vorbereitungsfeuer der deutschen Artillerie wurden mehr Granaten verschossen als im Polen- und Frankreichfeldzug zusammen!
Außerdem wurden 19.000.000 Flugblätter über den sowjetischen Linien abgeworfen, die immerhin 6.574 Soldaten zum Überlaufen bewegten.
Was man(n) so alles brauchte vor Kursk
50.000 Vierbeiner nahmen an der Schlacht teil und benötigten täglich 12 Kg Futter.
11.182 m³ Betriebsstff wurde für "Zitadelle" benötigt, der in 82 Güterzügen herbeigeschafft wurde(keine Ahnung mit wievielen Waggons).
Für 10 Tage rechnete man mit 5.320 t Verpflegung für die Truppe.
In 28 Munitionszügen wurden 12.300t derselben beigebracht.

waldi44


31.8.02 21:17:40
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Noch was interessantes zu dem Thema gefunden!
Nachschubprobleme
Die Panzertruppe benötigte für die Operation Zitadelle 250 Panther, die bis zum 12. Mai 1943 geliefert werden sollten, damit der Angriffstermin am 15. Mai gehalten werden konnte. Bis März erreichten aber nur 77 Panther die Aufmarschräume und im April wurde kein einziger Kampfpanzer von der Industrie geliefert. Der erste Angriffstermin mußte wegen dieser Nachschubprobleme verschoben werden. Damit gewannen die russischen Truppen Zeit ihre Stellungen weiter auszubauen und sich auf die deutsche Offensive vorzubereiten. Im Mai erreichten sind 324 Panther zu den neu aufgestellten Panzerabteilungen 51 und 52 geliefert worden. Allerdings gab es wieder technische Probleme mit dem biokularen Turmzielfernrohr (TZF) des Richtschützen. Lange und zeitaufwendige Reparaturen und Verbesserungen wurden notwendig. Weitere 98 Panther erreichten im Juni die Front. Zu diesem Zeitpunkt war der Angriffsbeginn erneut verschoben worden. Die Schlacht um Kursk begann am 5.Juli 1943.

Panther-Verluste

Die Schlacht um Kursk begann für die mit dem Panther ausgerüsteten Verbände mit einem Desaster. Genau 197 Panzerkampfwagen Panther erreichten kurz vor dem Operationsbeginn Zitadelle die Bereitstellungsräume der einzelnen Panzerdivisionen. Die eingesetzten Panther fuhren trotz bekannter Mängel am Morgen des 6. Juli 1943 in die Kursker Schlacht. Schon in den ersten Stunden gingen rund 70% aller Panther durch technische Mängel verloren. Die restlichen 10% durch Feindeinwirkungen. Vielfach mußten waghalsige Bergungsmanöver gestartet werden, um die beschädigten Panther nicht in die Hände der Roten Armee fallen zu lassen. Dennoch mußte ein Teil noch auf dem Schlachtfeld gesprengt werden. Am zweiten Tag der Kursker Schlacht waren nur noch 38 Panther einsatzbereit. Ein schlechter Start für das neue deutsche Waffensystem. Dies sahen die deutschen Panzerbesatzungen ganz anders. Der gefürchtete T-34 konnte jetzt schon auf einer Schußentfernung von 1.500 Metern erfolgreich bekämpft werden. Der russische T-34 hatte einen gleichwertigen Gegner auf dem Gefechtsfeld gefunden, der durch seine technischen Leistungsparameter und Feuerkraft der Masse von russischen Panzern auf dem Schlachtfeld begegnen zu konnte. Der Überlegenheitsfaktor im Feuerkampf sollte mehr als 5 zu 1 betragen. Ein hoher Anspruch, der aber trotz technischer Mängel des Panther durch die motivierten und gut ausgebildeten Panzerfahrzeugbesatzungen erfüllt werden konnte. Überliefert von der Roten Armee ist folgender Dialog: “Der Feind hat einen neuen Panzer eingeführt! Äußerlich ähnlich dem Tridsatchedverka (T-34). Der Panzer ist schwer gepanzert und sein Gewicht könnte 40 oder 50 Tonnen betragen! Wahrscheinlich bewaffnet mit einer 88 mm Flakkanone! Wir haben starke Verluste auf Entfernungen über 2.000 Metern....!(Quelle: Panzerlexikon)
Ein weiteres Beispiel zeigt die Leistungsfähigkeit des Panzers. Am 13. September 1943 stießen sieben Panzer vom 1 Bataillon des 2 SS Panzerregiments der Division ”Das Reich” unter dem Kommando von Hauptsturmführer Holzer (Turmnummer 101) auf eine Gruppe von 70 russischen T-34 Panzern in der Nähe von Kolomak. Nach einem zwanzigminütigem Feuerkampf zwischen Panthern und T-34 blieben 28 zerstörte russische Panzer auf dem Schlachtfeld zurück. Die Russen zogen sich fluchtartig zurück. Am 28. und 29. Juli 1944 stieß das 2. Bataillon des 5. Panzerregiments der 5. SS Panzerdivision Wiking auf 107 russische Panzer vom Typ T-34 und einigen Shermans aus amerikanischer Produktion. Bei diesem Gefecht gingen über 80 Prozent aller russischen Panzer verloren, während nur ein Panzer IV und fünf Panther zerstört wurden.
Unternehmen Zitadelle

The Real Blaze


23.2.03 23:55:54
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Da ja Zidatelle ein vorherbestimmtes Fiasko war und niemand flexibel reagierte muß man sich fragen,ob es überhaupt einen Reserveplan gab,der mehr Erfolg versprach.Denn nachdem Charkow wieder zurück erobert wurde,war ja wieder sowas wie Oberwasser da,daß hätte man sicher besser nutzen können.Die Luftaufklärung hat doch ganz klar festgestellt,welche Festung der Kursker Bogen war.Ein Typ wie Hausser hätte vielleicht was gerissen... Man hätte bei Kursk nur abwarten brauchen und die Russen erst ins Messer laufen lassen und dann ausmanövrieren wie bei Charkow.
mfg The Real Blaze

waldi44


24.2.03 20:55:46
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Schon, aber wenn ich mich recht erinnere, war da der grösste Feldherr aller Zeiten, anderer Meinung!
Es ist schon irgendwo blöd, dem Gegner wochenlang klar zu zeigen wo man gedenkt anzugreifen, ihm noch rechtzeitig seine neuesten Waffen präsentiert Tiger/Panther, damit er sich darauf einstellen kann, ihm Gelegenheit gibt sich bis unter den Scheitel einzugraben, alles zu verminen wie selten vorher und nachher, der eigenen Aufklärung nicht trauen und mit viel zu geringen Reserven anzugreifen und das noch unter dem vorzeitig einsetzenden Trommelfeuer der russischen Artillerie!

The Real Blaze


24.2.03 22:06:56
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Ein Verzicht auf Zidatelle war ab Juni die einzigste Alternative für die deutsche Ostfront.Mansteins Vorschlag die Front weiter zu verkürzen und die Russen aus der Nachhand zu schlagen,hätte die größeren Chancen gehabt die Ostfront zu halten,auch wenn man erst erneut größere Gebiete hätte räumen müßen.Als klar wurde,daß als Angriffsbeginn der Mai nicht mehr in Frage kam hätte man das ganze abblasen sollen.Stalin war ja 43'sowieso geneigt einen Sonderfrieden auszuhandeln weil der Westen eine zweite Front für 43' nicht eröffnen konnten.Ein Remie im Osten wäre womöglich drin gewesen,hätte die Bombe in Hitlers Flugzeug 43' gezündet...
mfg The Real Blaze
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