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brit. Einheit befreit von dt. Panzerjägern

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AutorBeitrag

Balsi


2.1.04 20:27:40
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hab ich gerade in der Div.Geschichte der 22. ID gefunden:
Bei Waffenstillstand landeten britische Einheiten bei Rethymnion (Kreta). Durch Banden bedrängt, forderten diese per Funk Hilfe an und wurden daraufhin von der Panzerabteilung 212 entsetzt.

waldi44


2.1.04 20:33:18
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Das können nur kommunistische Banden (Widerstandkämpfer) gewesen sein, die in den Briten auch nur Besatzer, vor allem aber Imperialisten sahen!

Hoover


2.1.04 20:53:04
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Ist gar nicht so abwegig. Als die Tommies in Athen landeten fanden die sich in einem ausgewachsenen Bürgerkrieg zwischen Republikanern und Kommunisten wieder.

Verlorene Siege


2.1.04 23:39:28
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Hallo

Interessant hierzu ist vielleicht noch,dass die deutsche Besatzungstruppe auf Kreta ihre Waffen behalten durfte, nach der alliierten Landung.Sie waren mit der "Aufrechterhaltung" der Ordnung betraut.Die letzten Truppen wurden erst Anfang Juli in ein Gefangenenlager nach Nordafrika gebracht.Somit waren eigentlich diese Truppen,die letzten des Deutschen Reiches unter Waffen!
MFG[ Editiert von Verlorene Siege am: 02.01.2004 23:40 ]

Hoover


2.1.04 23:55:00
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Das stimmt wohl nicht.
Die Briten haben in den INternierungsgebieten in Schleswig-Holstein bis September 45 deutsche Truppen als "Ordnungskomponente" unter Waffen gehalten. Dies wurde von den Sowjets zum Anlass genommen, gegen die Aufstellung einer neuen bewaffneten Armee zu demonstrieren. Danach wurden den letzten Waffenträgern die Waffen abgenommen.
Einmal gingen diese bewaffneten dt. Einheiten gemeinsam mit den Engländern gegen ehem. dt. Truppen vor. Die einen sagen es waren Letten, die an die UdSSR ausgeliefert wedren sollten, andere meinen, es seinen SS-Truppen gewesen, die sich nicht entwaffnen lassen wollten. Ich weiß nicht, was wahr ist.
In diesen Internierungsgebieten wurden verschiedentlich dt. Stabsoffiziere herausgezogen und nach England gebracht, um Informationen über die Rote Armee zu erlangen. DAs haben die Amis sicher auch gemacht.

The Real Blaze


3.1.04 16:39:37
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Naja zwischen einer Ordnungskomponente und eine komplette bewaffnete Einheit ist doch schon ein großer Unterschied!
mfg The Real Blaze

Hoover


3.1.04 16:51:00
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Ich habe gerade den Wälzer "Decline of Nazi Germany" in den Pfoten, da sind ne Menge Infos drin. Aber ich finde nur die 22. VGD im Mai 45, ist das dieselbe wie die 22.ID im Mai 45?
Wenn ja, wurden schon große Teile der Division nach Griechenland übergesetzt und zogen sich durch Jugoslawien in Richtung Österreich zurück, als der Krieg endete.
Auf Kreta blieben nur Restteile der 22. zurück.
Waren es dieselben?

Axel43


3.1.04 17:50:03
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Auch in Norwegen behielten die deutschen Truppen eine zeitlang nach der Kapitulation ihre Waffen.

Indy


3.1.04 20:23:51
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Gepostet von Hoover
In diesen Internierungsgebieten wurden verschiedentlich dt. Stabsoffiziere herausgezogen und nach England gebracht, um Informationen über die Rote Armee zu erlangen. DAs haben die Amis sicher auch gemacht.


Die Amis haben sich u.a. Gestapo-(Heinrich) Müller geschnappt.

Hoover


3.1.04 20:42:40
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Die verschiedenen Partei- und SS-Bonzen meine ich gar nicht, sondern die Militärs, die von den West-Alliierten ausgequetscht wurden. Sie haben ja nicht nur die Leute gekascht, sondern auch die Unterkagen.
U.a. wurden in einem Salzstock (nicht das Bernsteinzimmer :D) sondern die Unterlagen über das gesamte Wasserstraßennetz Ostpreußens und Schlesiens gefunden und mitgenommen bevor die Russen kamen.

Ronny22


4.1.04 20:36:56
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Gepostet von Hoover
Einmal gingen diese bewaffneten dt. Einheiten gemeinsam mit den Engländern gegen ehem. dt. Truppen vor. Die einen sagen es waren Letten, die an die UdSSR ausgeliefert wedren sollten, andere meinen, es seinen SS-Truppen gewesen, die sich nicht entwaffnen lassen wollten. Ich weiß nicht, was wahr ist.

Könnte nicht beides zutreffen???
Versprengte lettische SS-Einheiten entkamen 1945 den Fängen der Russischen Armee und ergaben sich Briten und Amerikanern.
Und das diese wiederrum an die Russen ausgeliefert werden sollten ist auch bekannt und eine Gegenwehr dagegen sehr gut vorstellbar...

waldi44


4.1.04 20:58:17
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In Polen und im Baltikum gab es bis Ende der 40 Jahre noch Kämpfe zwischen Nationalisten und Kommunisten. An diesen namen ettlich versprengte Deutsche und wohl auch SS Männer teil. Ob und wieweit vielleicht sogar noch kleinere geschlossene Verbände, weiss ich nicht, wäre aber denkbar.
Natürlich nicht in Form einer regulären deutschen Einheit, eher als Partisanen bzw Widerstandskämpfer, schliesslich verleibte sich Moskau das Baltikum erneut ein!

Ronny22


4.1.04 22:02:37
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Gepostet von waldi44
In Polen und im Baltikum gab es bis Ende der 40 Jahre noch Kämpfe zwischen Nationalisten und Kommunisten. An diesen namen ettlich versprengte Deutsche und wohl auch SS Männer teil. Ob und wieweit vielleicht sogar noch kleinere geschlossene Verbände, weiss ich nicht, wäre aber denkbar.
Natürlich nicht in Form einer regulären deutschen Einheit, eher als Partisanen bzw Widerstandskämpfer, schliesslich verleibte sich Moskau das Baltikum erneut ein!

Ich habe mal davon gelesen das intakte baltische SS-Einheiten mitsamt ihrer Ausrüstung in die Wälder gingen und bis 1950 einen Partisanenkrieg gegen die Russen führten, nachdem sie von ihren Kommandeuren entlassen worden waren.
Es kann sich nur um Litauer oder Esten handeln, über die lettischen Einheiten wurde genau berichtet. Aber nur von den Litauern ist von sogenannten "Waldbrüdern" die Rede die nach dem Krieg Partisanenkämpfe gegen die Russen führten. Bei den Esten liegt das Ende mehr im Dunkel...

Axel43


4.1.04 22:20:13
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Soweit ich mich erinner kann, gab es noch Anfang der 50iger Jahre litauische Widerstandskämpfer, angeblich von England aus mit Schnellbooten versorgt.

Tobias


15.1.04 20:07:14
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Ein Ritterkreuzträger aus lettland ist laut krätschmer im jahre 56 von russischen jagdkommandos im kampfe getötet worden. Das unterstützt wohl eure aussage, daß sich die letten vehement gegen die auslieferung gewehrt haben.

~Rainer


25.1.04 01:55:58
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Hallo,
in der Ukraine kämpften noch bis Anfang der 50er Jahre Leute gegen die NKWD-Einheiten.
Was das Behalten von Waffen angeht, so hatte mein Vater seine Privatpistole erst am 15.08.1945 in Norwegen in den Bach geworfen.
Die deutsche Truppenverwaltung funktionierte dort noch so lange, bis die letzten Einheiten nach Deutschland abgeschoben waren. Seltsamerweise gab es nach Kapitulation noch Verleihung von Lapplandschild und Versetzungen.
Gruss
Rainer

Hoover


25.1.04 18:24:36
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Ja, es gibt die Buchserie von "Petersson" (Pseudonym, der (angeblich) von 1947 bis 1950 in Lettland gegen die Russen gekämpft hat. 1950 sind einige Deustche dann in die Westzone geflüchtet (Lüneburger Heide).
Die Buchreihe umfasst "Ein sonderlicher Haufen", "Waldwölfe" usw.
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