Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Gleiwitz lüge / Kriegsausbruch

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AutorBeitrag

Tobias


18.5.04 16:11:35
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Die fadescheinige deutsche begründung der polnischen agression, begründet wegen dem "angriff" der polen auf den sender gleiwitz, ist weitrechend bekannt.

Aber wie haltet es sich mit folgender polnischen (??)radioaussendung am 1.9 39 um 00:00 (also vor kriegsausbruch), die verkündet das dir polnische amree am vormarsch sei und ende der woche (7 september) in berlin sein würde. Ein sender berichtete am 31. 8 38 um 23:00: Deutschland hat vergeblich auf einen polnischen abgesandten gewartet .... deutschlands unverschämte vorschläge hätten bewiesen, wie notwendig die militärische maßnahmen polens seinen.

"Die welt, am 1. oktober 1988 "

Oder ist das auch nur eine erfindung der goebbelspropagande und die polen haben diese worte nie in den mund genommen?!

Edit: Habe das wort deutsche im ersten satz hinzugefügt!

[ Editiert von Tobias am: 18.05.2004 20:12 ]

Axel43


18.5.04 16:41:42
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Welcher Sender, und welche Nachrichtenagentur ?

Hoover


18.5.04 17:16:50
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Mir war so, als wenn die Polen tatsächlich etwas stark auf die "Kacke" gehauen haben, aber wo stand das?

Ich glaube im "Polenfeldzug" von Piekalkievicz

Tobias


18.5.04 19:47:19
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Ich hab das von irgendeiner seite mir runtergeschaut, dort stand als quelle nur die tageszeitung "die welt"! Welcher polnischer sender diese aussage getätigt hat, weiß ich nicht!

Muß aber wohl eine lüge sein, weil sonst geht sich das mit der kriegsschuld deutschland nicht ganz aus oder ?

The Real Blaze


18.5.04 20:26:44
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Also ich habe in der Spiegel Doku die Aussagen von Zeitzeugen gesehen, wo es um Gleiwitz ging.Für mich war das nichts neues, aber der geplante und durchgeführte Vorwand ist doch recht einleuchtend.Eine polnisch nationale Radiomeldung macht noch keinen Krieg, schon weil keine polnische Armee angriff, sondern die deutsche Wehrmacht! Ich persönlich kenne durch einen ARD Beitrag einen einzigen polnischen Sender: Radio Maria, er bringt den ganzen Tag nichts ausser katholische Kirchenmusik:D

Zu Gleiwitz habe ich mich auch schon mal gefragt: Wieso überhaupt solch eine stümperhafte und in der Welt kaum beachtete Vorwandgeschichte? Es ging doch eigentlich in der Propaganda um die drangsalierte deutsche Bevölkerung im Korridor.In Danzig war sowieso alles deutsch,daß wäre ohne Krieg irgendwann auch rückgegliedert worden. Man hätte nur mal in dieser Zeit abstimmen sollen unter internationaler Aufsicht! Und die Deutschen im Korridor(Guderian war auch dort geboren) denen hätte man doch das Selbstbestimmungsrecht zu billigen können!?
Mal ohne Hitler gedacht: Mit heutigen Maßstäben gesehen, hätte Polen nachgeben müßen und die deutsch besiedelten Gebiete zu mindest eine Autonomie gewähren müßen.
Und mit Hitler...Hitler hat den polnischen Staat auslöschen wollen. Ein Versaillesprodukt wie die Tschechei, was weg mußte, schon um eine Grenze zu Russland zu bekommen...für seine kriegerischen Ostvisionen.Nach Hitler sollte es eben ja nur seinen Ostkrieg geben und der Westen hätte sich heraus halten sollen!Es war wohl auch einfach kalkuliert: Hat man Russland besiegt, kontrolliert man Resteuropa auch ohne Krieg.
Im Bezug auf Polen, war ein konstruierter "Gleiwitz vorfall" eigentlich völlig überflüssig.Niemand außerhalb Deutschlands nahm Hitler noch seine "Friedenspolitik" ab.Wie das Ausland ihn sah, wußte er auch(Chaplins Film hat er ja auch gesehen!)Fragt sich eigentlich gibts irgendwo einen Befehl Hitlers,der mit Gleiwitz zu tun hat?
Befahl er das persönlich oder war das ausschließlich SS Sache?

The Real Blaze

waldi44


18.5.04 20:35:09
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Hoppla Real:D- wieso war Polen ein Versaillesprodukt? Das einzigste "Versaillesprodukt" war die Tschechoslovakai, bestehend aus Böhmen und Mähren und der Slovakai!
Östereich, Ungarn, Polen waren irgendwann selbständige Staaten, ja sogar Grossmacht und irgendwann verschwanden sie um dann nach dem 1.WK wieder neu zu erstehen aber sie waren keine "Erfindung" Versailles!

The Real Blaze


18.5.04 21:15:59
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Ja das stimmt schon. Ich hab das ja so setzen wollen,daß Polen durch Versailles wiederentstanden war.Aus Hitlers Sicht war es eben ein Versailles Produkt.Ein reines Produkt war es natürlich nicht.Es war ein "Wiederauferstehungsprodukt". Ohne Verailles hätte es eben Polen nicht mehr gegeben. Kaiser Wilhelms Plan eines Königreiches Polen(kleiner wie das Generalgouvernement) war nur Propaganda. Und ohne 1.WK wäre es weiter russisch geblieben und die hätten heute noch den Zar als Oberhaupt.:D

mfg The Real Blaze

Quintus


19.5.04 06:09:08
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Zum Überfall auf den Reichssender Gleiwitz und der angeblichen polnischen Rundfunksendung am/vom 31. August 1939, dem Vortag des Beginns des Zweiten Weltkrieges (Mittags Weisung Nr. 1 für die Kriegsführung: Operationsplan; Angriffszeit: 4:45 Uhr.), sei folgende eidesstattliche Aussage des SD-Funktionärs Helmut Naujocks vor den westalliierten Untersuchungsbehörden* aufgezeigt:



Eidesstattliche Aussage des SD-Funktionärs Helmut Naujocks vor den westalliierten Untersuchungs-Behörden (Auszug)*:

"Ich, Helmut Naujocks, mache unter Eid und nach voeheriger Einschwörung folgende Erklärung:

1. Ich war von 1931 bis 19. Oktober 1944 ein Mitglied der SS und von seiner Gründung im Jahre 1934 bis Januar 1941 ein Mitglied des SD. Ich diente als Mitglied der Waffen-SS von Ferbruar 1941 bis Mitte 1942 . Später arbeitete ich in der wirtschaftlichen Abteilung der Militärverwaltung von Belgien von September 1942 bis September 1944.
Am 19. Oktober ergab ich mich den Alliierten.

2. Ungefähr am 10. August 1939 befahl mir Heydrich, der Chef der Gestapo und des SD, persönlich, einen Anschlag auf die Radiostation bei Gleiwitz der Nähe der polnischen Grenze vorzutäschen und es so erscheinen zu lassen, als wären Polen die Angreifer gewesen. Heydrich sagte: "Ein tatsächlicher Beweis für polnische Übergriffe ist für die Auslandspresse und für die deutsche Propaganda nötig." Mir wurde befohlen, mit 5 oder 6 anderen SD-Männern nach Gleiwitz zu fahren, bis ich das Schlüsselwort von Heydrich erhielt, dass der Anschlag zu unternehmen sei. Mein Befehl lautete, mich der Radiostation zu bemächtigen und sie solange zu halten, als es nötig ist, um einen polnisch sprechenden Deutschen die Möglichkeit zu geben, eine polnische Ansprache über das Radio zu halten. Dieser polnisch sprechende Deutsche wurde mir zur Verfügung gestellt. Heydrich sagte, daß es in der Rede heißen sollte, daß die Zeit für eine Auseinandersetzung zwischen Polen und Deutsche gekommen sei und dass die Polen sich zusammentun und jeden Deutschen, der ihnen Widerstand leistet, niederschlagen sollten. Heydrich sagte mir damals auch, daß er Deutschlans Angriff auf Polen in wenigen Tagen erwartete.

3. Ich fuhr nach Gleiwitz und wartete dort 14 Tage. Dann bat ich Heydrich um Erlaubnis, nach Berlin zurückkehren zu dürfen, wurde aber angewiesen, in Gleiwitz zu bleiben. Zwischen dem 25. und 31. August suchte ich Heinrich Müller, den Chef der Gestapo, auf, der sich damals in der Nähe in Oppeln befand. In meiner Gegenwart erörterte Müller mit einem Mann namens Mehlhorn Pläne für einen Grenzfall, in dem vorgetäuscht werden sollte, daß polnische Soldaten deutsche Truppen angreifen... Deutsche in der Anzahl von ungefähr einer Kompanie sollten dazu verwendet werden. Müller sagte, er hätte ungefähr 12 oder 13 verurteilte Verbrecher, denen polnische Uniformen angezogen werden sollten und deren Leichen auf dem Schauplatz der Vorfälle liegengelassen werden sollten, um zu zeigen, daß sie im Laufe der Anschläge getötet worden seien. Für diesen Zweck war für sie eine tödliche Einspritzung vorgesehen, die von einem Doktor gemacht werden sollte, der von Heydrich eingestellt war; dann sollten ihnen auch Schußwunden zugefügt werden. Nachdem der Anschlag beendet war, sollten Mitglieder der Presse und andere Leute auf den Schauplatz geführt werden; weiter sollte ein polizeilicher Bericht angefertigt werden.

4. Müller sagte mir, daß er von Heydrich Befehl hatte, einen dieser Verbrecher mir zur Verfügung zu stellen für meine Tätigkeit in Gleiwitz. Das Kennwort, mit dem er diese Verbrechen nannte, war "Konservenz".

5. Der Vorfall in Gleiwitz, an dem ich teilnahm, wurde am Vorabend des deutschen Angriffs auf Polen ausgeführt. Soweit ich mich erinnere, brach der Krieg am 1. September 1939 aus. Am Mittag des 31. August bekam ich von Heydeich per Telefon das Schlüsselwort, daß der Anschlag um 8.00 Uhr abends desselben Tages zu erfolgen habe. Heydrich sagte: "Um diesen Anschlag auszuführen, melden Sie sich bei Müller wegen der Konserven." Ich tat dies und wies Müller an, den Mann in der Nähe der Radiostation an mich abzuliefern. Ich erhielt diesen Mann und ließ ihn am Eingang der Station hinlegen. Er war am Leben, aber nicht bei Bewußtsein. Ich versuchte, seine Augen zu öffnen. Von seinen Augen konnte ich nicht feststellen, daß er am Leben war, nur von seinem Atem. Ich sah keine Schußwunde, nur eine Menge Blut über sein ganzes Gesicht verschmiert. Er trug Zivilkleider.

6. Wir nahmen die Radiostation wie befohlen, hielten eine drei oder vier Minuten lange Rede über einen Notsender, schossen einige Pistolenschüsse ab und verließen den Platz."

Beschworen und unterschrieben vor Leutnant Martin.


*Quelle: Bergschicker, Heinz: Deutsche Chronik 1933-1945. Ein Zeitbild der faschistischen Diktatur. Verlag der Nation Berlin, 1982. Seite 308.


Habe in meinem noch so gewaltigen Archiv leider nur ein einziges authentisches Foto des Senders Gleiwitz (hat jemand andere?):

Richtschuetze


19.5.04 08:14:47
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Mal eine Frage,ist zwar nicht ganz das Thema aber fast!
Stimmt es das Polen schon Anfang (März)1939 teilmobile gemacht und dann Anfang August 1939 Vollmobile gemacht hat?
Wenn dem so wäre(als ich Polen im Urlaub war ist mir das erzählt worden)kann man von einem Überraschungsangriff aber nicht so unbedingt sprechen!?Oder?
Das Polen wohl etwas groß daher geredet hat wie"Wir stehen kurz vor Berlin"ist auch schon auf dem TV Sender Phönix kurz in einem Bericht gesendet worden!

Zum Thema ich denke "The Raeal Blaze"hat recht diese Gebiete wären schon ihrgendwie und -wann nach Deutschland zurück gekommen.Mit Hilfe der anderen Länder hätte man mit Sicherheit eine Lösung gefunden die für beide Deutschland und Polen ok gewesen wäre!Smiley mit dafür-Schild

Gruss

~Rainer


19.5.04 10:14:49
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Hallo,
die deutsche Mobilmachung begann quasi mit der Kündigung des Nichtangriffspaktes mit Polen, war glaube ich im April 1939.
Nach dem Weissbuch zum Kriegsausbruch der damaligen deutschen Regierung war der Überfall nur eine Aktion von vielen "polnischen Übergriffen". Da ist die Rede von Beschiessungen von Zollstationen durch "reguläre" polnische Truppen(waren verkleidete Deutsche), jede Scheune, die durch Selbstentzündung brannte, wurde den Polen in die Schuhe geschoben und und und.
Gruss
Rainer

Erichx


19.5.04 15:26:30
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Poln. Übergriffe / verkleidete Deutsche - Wo kann man darüber nachlesen ???

The Real Blaze


19.5.04 19:18:58
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@Quintus

Ist damit bewiesen, daß Gleiwitz eine eigenständige SS Aktion war? Ging irgendwo vorher der SS ein Befehl Hitlers zu ein polnisches Provokationsszenario zu gestalten dem voraus?

mfg The Real Blaze

Axel43


19.5.04 20:12:42
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Teilmobilisierungen und "Kriegsspiele" gehörten in den 30iger Jahren zum Standardrepetoire der internationellen Diplomatie. Bedeutet also sachlich garnichts.

Quintus


20.5.04 08:02:04
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Gepostet von The Real Blaze
Ist damit bewiesen, daß Gleiwitz eine eigenständige SS Aktion war? Ging irgendwo vorher der SS ein Befehl Hitlers zu ein polnisches Provokationsszenario zu gestalten dem voraus?

Ob es einen direkten Befehl Hitlers gab, weiß ich nicht, den gab es aber zur Durchführung der Wannseekonferenz - oder adäquat der "Endlösung der Judenfrage" - oder beispielsweise der Vernichtung der Besatzung torpedierter feindlicher Schiffe etc. auch nicht! Wenn, dann müsste Hitler eine Weisung direkt an Himmler/Heydrich gegeben haben (die aber möglicherweise nirgens schriftlich festgehalten wurde) - jedenfalls ist nicht vorstellbar, dass hier die SS eigenständig, also ohne Wissen/Befürwortung Hitlers, handelte...

Erichx


20.5.04 16:35:25
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Befehlshaberbesprechung vom 22 August 1939
Hitler:
"...Ich werde den propagandistischen Anlaß zur Auslösung des Krieges geben, gleichgültig ob glaubhaft oder nicht. Der Sieger wird später danach gefragt, ob er die Wahrheit gesagt hat oder nicht...".

Quintus


21.5.04 06:00:35
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Sorry, Erichx, darf man die Quelle erfahren (denn die Quelle ist beinahe ebenso wichtig, wie die Information) - nur der Verifizierbarkeit wegen...

Popski


21.5.04 09:33:15
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Gepostet von Quintus
Sorry, Erichx, darf man die Quelle erfahren (denn die Quelle ist beinahe ebenso wichtig, wie die Information) - nur der Verifizierbarkeit wegen...


Henric Wuermeling, „August '39“, Berlin, 1989, S. 21 wird in aller Regelmäßigkeit als Quelle benutzt. Siehe z.B. hier:

http://www.h-ref.de/dk/krieg/polen/gleiwitz/gleiwitz.shtml

Übrigens, hattest Du nicht auch nach einem „anderen“ Photo vom Sender Gleiwitz gefragt? Evtl. hilft das obige vom angegebenen Link.

Auch hier:






Such ansonsten mit z.B. Google (der Bilder (!) -Suchfunktion) unter „Gliwice“. Wird sich mit Sicherheit einiges (!) finden, z.B. einen noch stehenden Sendeturm)

Grüße

Erichx


21.5.04 10:49:07
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Quelle: Canaris / von André Brissaud / Dt. 1977 /
Über die holländischen und belgischen Uniformen steht fast das gleiche:
Keitel zu Canaris: "der Führer habe es befohlen !"

Quintus


22.5.04 06:12:17
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Popski und Erichx: Smiley mit Danke-Schild

saludos!

Gast


25.5.04 15:27:52
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Eidesstattliche Aussage des SD-Funktionärs Helmut Naujocks vor den westalliierten Untersuchungs-Behörden (Auszug)*:


"Westallierte Untersuchungsbehörden" ...wenn man das schon hört.

Entnommen aus Erich Glagaus "Erdachte Gespräche II"

Die politisch korrekte Geschichtsschreibung verlangt, dass Deutschland an beiden Weltkriegen alleinschuldig ist und Hitler das arme Polen mit einem Trick überfallen hat und damit den Zweiten Weltkrieg auslöste. Bekanntlich schreiben die Sieger immer die Geschichte neu und daher liest man in allen vom System erlaubten Büchern, dass Männer der SD in polnischen Uniformen den Sender Gleiwitz überfallen haben, Tote hinterliessen, um damit Hitler einen Grund für seinen Angriff auf Polen zu liefern. Alles falsch, alles eine Lüge



12. Alfred Naujocks, 18??- nach 1945 (Der Erfinder eines Überfalls)

Otto Schulz: "Herr Naujocks, als Deutscher, und damit Betroffener des Ergebnisses der Rachejustiz von Nürnberg, liegt mir dieses Problem besonders am Herzen: In den Nürnberger Akten gibt es ein Dokument 2751-PS. Es enthält eine eidesstattliche Erklärung mit Ihrer Unterschrift. Erzählen Sie uns bitte etwas über diese Sache."

"Alles ist mir nicht mehr in Erinnerung. Das Papier behandelt meine eidesstattliche Erklärung und hat etwa folgenden Inhalt:

Sie trägt das Datum vom 20. November 1945. Sie basiert auf der Aussage, die ich am 19. Oktober 1944 gemacht habe. Ich war als Sturmbannführer der Waffen-SS beim SD. Mein oberster Chef war Reinhard Heydrich. Am 19. August 1939 wurde ich zu ihm befohlen und bekam den Auftrag, am 31. August 1939 um 21 Uhr den deutschen Sender Gleiwitz mit einem vorgetäuschten Überfall anzugreifen, um der deutschen Reichsregierung die Voraussetzung für den Kriegsbeginn gegen Polen zu verschaffen. Zu diesem Zweck wurden KZ-Häftlinge in polnische Uniformen gesteckt und mit Gewehren bewaffnet. Sie griffen das Gebäude des deutschen Senders Gleiwitz an.

Im Gebäude wurde die Sendung unterbrochen. Man hörte Schüsse. Es wurde in polnischer Sprache ein Aufruf verlesen. Danach hörte man wieder Schüsse. Der Angriff wurde abgeschlagen. Die Angreifer, also die KZ-Häftlinge, wurden alle getötet. Deutschland hatte damit den Vorwand für seinen Überfall auf Polen am nächsten Morgen."

Otto Schulz: "Herr Naujocks, das ist also in etwa der Inhalt Ihrer eidesstattlichen Erklärung, nicht wahr?"

"Ja, so etwa."

Otto Schulz: "Wann und wo haben Sie diese Erklärung abgegeben?"

"Nach meiner Gefangennahme durch die Amerikaner am 19. Oktober 1944."

Otto Schulz: "Waren Sie bei der kämpfenden Truppe, der Waffen-SS?"

"Ja, ich war bei einer Fronteinheit."

Otto Schulz: "Wie kamen Sie zu diesem Fronteinsatz?"

"Können Sie mir diese Antwort nicht ersparen?"

Otto Schulz: "Wir wollen von Ihnen nichts als die Wahrheit hören. "

"Ich hatte mich mit dem NS-Regime überwerfen, bekam aber die Gelegenheit der Bewährung und wurde an die Westfront versetzt..."

Otto Schulz: "Sie zögern? Erzählen Sie bitte weiter!"

"Ich nahm die erste Gelegenheit wahr und lief zu den Amerikanern über."

Otto Schulz: "Sie wußten doch sicher, daß die Amerikaner die Soldaten der Waffen-SS besonders hart behandelten. Kamen Ihnen keine Bedenken?"

"Dafür hatte ich den Amerikanern ja auch etwas anzubieten: Den Bericht über den "polnischen" Angriff auf den Sender Gleiwitz."

Otto Schulz: "Die Geschichte von diesem vorgetäuschten Angriff war bisher nirgends in der westlichen Welt erwähnt worden. Wurden die Amerikaner nicht stutzig?"

"Nein, sie waren froh, etwas zu hören, wovon sie noch keine Ahnung hatten. Es war ihnen alles recht, womit man den Deutschen eins auswischen konnte."

Otto Schulz: "Hitler hat am Morgen des 7. September 1939 eine Rede im Reichstag gehalten und gesagt, seit 4 Uhr 45 wird zurückgeschossen. Er hätte doch von dem Gleiwitzer Überfall der Tölen' wissen müssen. Warum erwähnte er dies nicht?"

"Hitler hat von dieser Sache nichts wissen können, weil ich sie erst am 19. Oktober 1944 erfunden hatte."

Otto Schulz: "Auch später ist nichts herausgekommen? Haben die Amerikaner alles geschluckt, was Sie ihnen auftischten?"

"Sie haben meine Angaben anscheinend nie nachgeprüft."

Otto Schulz: "Sie wären, nach Ihrem Märchen von dem Überfall auf den Gleiwitzer Sender, für den Tod, die Ermordung der KZ-Häftlinge in polnischen Uniformen verantwortlich gewesen. Haben Sie nicht bedacht, daß die Amerikaner Sie dafür hätten zum Tode verurteilen können?"

"In der Aufregung meines Überlaufens habe ich an dieses Risiko gar nicht gedacht. Sehr viel später kamen mir diese Bedenken. Aber als der Nürnberger Prozeß lief, wußte ich, daß von hier keine Gefahr mehr drohte. Die Amis waren zufrieden mit meiner eidesstattlichen Erklärung. Und ich war es auch."

Otto Schulz: "Wie verlief Ihr Leben danach?"

"Ich habe mich, als ich mich völlig sicher fühlte, bei den Amis gemeldet, damit sie mir helfen sollten, wirtschaftlich fußzufassen. Ich hatte Glück. Ich konnte gute Geschäfte machen. Alles lief zu meiner vollsten Zufriedenheit. Erst sehr viel später habe ich jemandem über diese ganze Geschichte reinen Wein eingeschenkt. Das hätte ich nicht tun sollen. Aus heiterem Himmel, ich war gesundheitlich völlig auf dem Damm, passierte dann eines Tages das, was die Ursache meines Hierseins ist... "

Otto Schulz: "Die Aufdeckung dieser Verleumdung durch den Urheber wird die Schulbücherautoren und Medien nicht davon abhalten, weiterhin diese Lüge und tausende andere zu behaupten, damit das deutsche Volk auch die nächsten Jahrhunderte tributpflichtig bleibt.

Es wäre wünschenswert, wenn all die schrecklichen Lügen gegen Deutschland einmal vor Gericht aufgeklärt würden und die Urheber dieser Verleumdungen und ihre Handlanger vor ein Kriegsgericht gestellt, angeklagt und eventuell sogar exekutiert werden. Oder sind Sie anderer Meinung Herr Naujocks?"

waldi44


25.5.04 15:32:42
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Wünschenswert wäre es auch, wenn Lügner, Hetzer und Geschichtsfälscher entlich mal vor Gerichte gestellt werden!
Mir fehlen einfach die Worte über soviel Dummheit und ignoranz!

Auch wenn es vergeblich ist, so möchte ich diese unerwünschten "Gäste" mit ihren braunen Ammenmärchen auffordern, ihren Geschichtsmüll woanders abzuladen!
Hier sind genug Leute, die wissen was war und wie es war, da müsst ihr uns nicht "aufklären"!
Müllt das Board nicht mit eurer neonazistischen revisionistischen braunen Masse zu- tut das in euren Boards und berauscht euch daran!

[ Editiert von Administrator waldi44 am 25.05.2004 15:39 ]

Niwre


25.5.04 16:19:44
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Gepostet von Gast
"Westallierte Untersuchungsbehörden" ...wenn man das schon hört.

Entnommen aus Erich Glagaus "Erdachte Gespräche II"


Ich frage mich, wer subjektiver ist: Erich Glagau.

Axel43


25.5.04 17:33:28
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Gericht hilft nicht, wie typisch deutsch es auch ist, sondern nur geduldige sachliche Diskussion.

Gast


25.5.04 19:51:44
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Also gut ,es war natürlich klar das es niemand glauben würde...wir sind ja hier in Deutschland...Smiley mit verdrehten Augen

Aber! Die Geschichtsschreiber der Sieger mögen mir erklären Warum Adolf Hitler in seiner großen Rede vor dem Reichstag am 1 September 1939 als er der Welt und dem Deutschen Volk erklärte warum es zum Krieg mit Polen kam die Gleiwitz Geschichte nicht mit einem einzigen Wort erwähnte?

Na?

waldi44


25.5.04 19:54:50
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"Gäste" wie Du kennen sowieso schon ALLE Antworten und da wir, wie Du richtig erkannt hast, in Deutschland sind, wird auch dieser (wohl der dritte heute) geschlossen!
Nebenbei "Gast", dass kann ich täglich mehrfach machen- mal sehen, wem zuerst die Lust vergeht!
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