Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Monte Cassino-Kunstschätze

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AutorBeitrag

Martin 222


22.10.04 09:52:19
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Hallo,

..ich las letztens in einem Buch das ein Faschisten Oberstleutnant,ich glaube Julius Schlegel,ca 1200 Bücher und andere Kunstschätze aus dem Kloster Monte Cassino retten ließ und nach Rom verbrachte um sie dort zu übergeben,da er einen Bombenangriff der Befreier auf diese gedenkwürdige Stätte vermutete.Wertvolles Benzin sowie deutsche LKW wurden angeblich dafür benutzt.Ist das passiert bzw,wollte man wirklich das Kloster grundlos bombardieren?Ich halte das für ein Gerücht...

Viele Grüße

Balsi


22.10.04 09:58:21
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huch... natürlich ist das genauso passiert.. wieso Faschist?
Monte Cassino lag nah an der HKL... das es durchaus Entscheidungen geben kann die eine Bombardierung des Klosters zur Folge haben.. war Schlegel anscheineng klar und so lies er zunächst auf eigene Faust die Kunstschätze räumen..(mit Einverständnis des Klosterabtes).. ital. Partisanen glaubten das die Deutschen die Schätze rauben wollten und griffen die ersten Konvois an, wobei viele dt. Soldaten umkamen.. die Kunstschätze kamen nach Rom zum Vatikan.. deutscherseits wurde es übrigens offiziell und man führte Transportraum aus allen Teilen der Region zusammen..Das Kloster wurde übrigens in Schutt und Asche gelegt.. bevor ein Deutscher Soldat dort STELLUNG bezog...

Martin 222


22.10.04 10:46:28
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Hallo

..na wenn man aber ein solches Bauwerk bewusst und ohne Skrupel zerstört,ist das nicht ein Verbrechen?
Der grund der zerstörung,was hatte man denn da für verdachtsmomente?

Max Hansen


22.10.04 11:03:34
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Hoffentlich hat man die verantwortlichen Faschisten, vom Fahrer bis zum General nach dem Krieg ordentlich bestraft.

Hoover


22.10.04 11:04:58
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nein, es war kein Verbrechen, weil die HKL 300 meter davor verlief und es den Alliierten wohl nicht übelgenommen genommen werden kann, wenn sie an eine Besetzung glaubten.

Zumal die deutschen Truppen davor und danach auch von Kirchtürmen usw Feuer geleitet haben. Immer Kriegsverbechen zu schreien scheint Mode zu werden.

Martin 222


22.10.04 11:07:46
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Hallo

ich glaube Albert Kesselring,der damals befohlen hatte das das Kloster Cassino nicht durch Deutsche Soldaten betreten werden darf,und von Kampfhandlungen verschont bleiben soll,wurde nach dem Kriege zum Tode verurteilt.Aber leider wurde der Nazi-General 1952 entlassen...


Ja,das mit einer Funkstelle der Okkupanten im Kloster hatte ich auch gelesen,nur schade das die Alliierten so etwas nicht orten konten wie einzelne Funker in der Normandie...
Und eine 300 Meter entfernte HKL kann man ruhig im Flächenbombardement bekämpfen.Solch 1,50 breiter Schützengraben ist wahrhaft schwer zu treffen...

[ Editiert von Martin 222 am: 22.10.2004 11:10 ]

Hoover


22.10.04 11:10:50
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Aber leider wurde der Nazi-General 1952 entlassen...


Puh, Nazi-General. Mein Opa war auch ein Nazi-Obergefreiter...

Martin 222


22.10.04 11:14:46
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Hallo,

..dein Opa war Obergefreiter?Warum ist er aber dann nicht desertiert und hat das Regime bekämpft wie die vielen anderen.Beim Russen ging es ihnen doch gut...
Heute hätte er dafür ne Sonderzahlung erhalten...verstehe nicht

Max Hansen


22.10.04 11:18:50
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Für die Vertreibung und "Besiegung" der faschistischen Okkupanten ist jedes Mittel recht, schließlich konnten im Kloster Waffen und Munition oder Schlimmeres aufbewahrt worden sein. Man weiß ja nie, zu was Faschisten in der Lage sind.

Ähnlich wie in Dresden in der Frauenkirche, wo vielleicht sogar Massenvernichtungsmittel gehortet wurden oder zumindest ähnliche Pläne vielleicht schon ausgeheckt waren.

Dracula


22.10.04 11:20:41
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Gab es denn überhaupt noch Hitlerfaschisten zum Verurteilen, die den glorreichen Angriff der Alliierten überlebt hatten?

Ich meine, die Nazis haben doch ca. 20.000 Mann verloren während dieser 4 Monatigen Schlacht und 500 Tonnen Brand- und Sprengbomben auf den Deckel bekommen?

Max Hansen


22.10.04 11:21:35
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Mein Opa war auch ein Nazi-Obergefreiter...

Du solltest vorsichtig sein mit solchen Äußerungen. Ich hoffe, er hat später seine Fehler eingesehen und die Beteiligung an der faschistischen Wehrmacht bereut?

Martin 222


22.10.04 11:22:17
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Hallo,

...ich meine das Oberstleutnant Schlegel sich bereichern wollte.Verstehe nicht wie man ihn zum Ehrenbürger der Stadt machen konnte und er ein Dankesschreiben des Erzabtes erhielt.
Ausserdem;Das Kloster passte da eh nicht in die Landschaft...

Balsi


22.10.04 11:26:35
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hach irgendwie werd ich das Gefühl nciht los.. das hier mächtig viel ironie im Spiel ist...

das Schlegel nun die Kunstschätze evakuierte ist sehr löblich und zeigt ein gutes Bild.. deshalb lässt sich aber nicht pauschal sagen das ALLE dt. Soldaten derart gut waren/sind...

In Monte Cassino waren keine dt. Soldaten in Stellung vor der Bombardierung.. das wurde von der dt. Seite bewiesen und auch von den Mönchen der Abtei.. die Bombardierung ist aber letztlich auch kein Beweis für die Blutrünstigkeit der Alliierten...

übrigens von Hitlerfaschisten zu redne.. ist inhaltlich mehr als falsch.. und weiterhin ein Jargon aus längst vergangenen Zeiten...

Martin 222


22.10.04 11:34:26
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Hallo,

..dennoch verstehe ich die Verbortheit einiger einzelner Hitler-Soldaten nicht,das sie vier Schlachten und wer weiß wievielen Bombardements trotzen und Standhalten.
Ich vermute es war eher Zufall wie der Westfeldzug,und die Alliierten stellten sich etwas dumm an mit ihren Bomberflotten,Panzerrudeln und Menschenmassen.
Die Fallschirmjäger werden auch bald vor der Geschichte bloßgestellt,denn elitär waren diese auch nicht,pfui Spinne sage ich da bloß...

Dracula


22.10.04 11:39:18
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@Balsi:
Zitat:
<< übrigens von Hitlerfaschisten zu redne.. ist inhaltlich mehr als falsch.. und weiterhin ein Jargon aus längst vergangenen Zeiten... >>

Da gibts im Forum aber verschiedene Meinungen:

Zum Thema "Nationalsozialismus in Frankreich und England?" hat Waldi am 18. Oktober 2004 geschrieben:

<< Faschismus aber war keine deutsche "Spezialität", eher schon der "Deutsche Faschismus" oder ganz genau: "Hitlerfaschismus"! >>

Hoth


22.10.04 11:46:56
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Das hier so urplötzlich auftauchende und verwendete Vokabular einiger kann wohl wirklich nicht ernst gemeint sein....!;)

Wirklich lustig ist das Lesen solcher Posts aber nicht. Da kann man sich ja gleich entsprechende Literatur vornehmen.

Also fahrt mal so langsam wieder runter, Jungs...!



[ Editiert von Hoth am: 22.10.2004 11:47 ]

Hoover


22.10.04 12:06:24
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Die Fallschirmjäger werden auch bald vor der Geschichte bloßgestellt,denn elitär waren diese auch nicht,pfui Spinne sage ich da bloß...


Auch hier musst Du natürlich Fallschirmjäger und Fallschirmjäger unterscheiden. Die späteren Divisionen waren es nur dem Namen nach. aber die ausgebildeten Fallschirmjäger waren eine Elite.


In Monte Cassino waren keine dt. Soldaten in Stellung vor der Bombardierung


Nicht in der Abtei, aber davor. Die Abtei hätte umgekehrt auch ein dt. Truppenführer geplättet, rein präventiv...

Kübelfan


22.10.04 12:09:44
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Also ich muß sagen, das ich dieses Thema und die dazugehörigen Postings ziemlich kindisch finde. Man kann es auch übertreiben.

Hoth


22.10.04 12:17:45
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Muß ich auch sagen. Laß uns mal wieder vernünftig reden, Martin!;)

The Real Blaze


22.10.04 16:00:20
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Mist ,zu spät hier rein geschaut, wollte gerade einen kleinen Beitrag vollgestopft mit Hitlernazifaschistenwortwendungen schreiben... Na egal spar ich mir halt das für anderswo aufLaola-Smileys

The Real Blaze

Max Hansen


22.10.04 18:07:23
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..dennoch verstehe ich die Verbortheit einiger einzelner Hitler-Soldaten nicht,das sie vier Schlachten und wer weiß wievielen Bombardements trotzen und Standhalten.

Ja und sie hätten sich auch schon viel früher alle ergeben können, womöglich wären die Befreiungs-Angriffe aus der Luft ausgeblieben, damals, als die Rosinen noch explodierten beim Aufprall...

Mal ehrlich, die Alliierten hatten doch 1943 glaube ich den Sieg beschlossen, was sollte da das sinnlose Weiterkämpfen der verborten Faschisten? Ich kann so was nicht verstehen!

Balsi


22.10.04 18:31:09
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ja mensch.. schlimm sowas.. versteh ich auch nich...Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley

waldi44


22.10.04 18:59:18
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Komischer Verlauf dieses Beitrages:dito:! Ging es nun darum die Frage zu beantworten ob die Kunstschätze von deutschen Soldaten gerettet wurden oder um die Begriffsauslegung bzw Zuweisung, was oder wer nun Faschist war oder wer nicht?
Das war aber bei weitem nicht der einzigste Akt der Rettung von Kulturgütern, die allerdings erst durch den Krieg in Gefahr geraten waren!

Faschisten und faschistische Staaten gab es mehrere in der Welt und da ist die Unterscheidung durch den Zusatz "Hitlerfaschisten" angebracht.

Wer sich mal über den Faschismus etwas kundig machen möchte: Faschismus

Balsi


22.10.04 19:06:10
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nein ging es nciht.. augenscheinlich will man anhand der Rettung der Kulturgüter zeigen das deutsche Soldaten IMMER nur gut waren...und die anderen die waren die alles hinterhältig kaputtmachen..

Markus Becker


22.10.04 22:06:35
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Gepostet von Balsi
nein ging es nciht.. augenscheinlich will man anhand der Rettung der Kulturgüter zeigen das deutsche Soldaten IMMER nur gut waren...und die anderen die waren die alles hinterhältig kaputtmachen..



Volltreffer! Schwarz-Weiß-Malerei wenn´s gegen den ehem. Feind geht, Differenzeirung bis zum absurdesten Extrem bei der deutschen(eigenen??) Seite.

Gruß Markus

Balsi


22.10.04 22:20:10
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also überleg doch erstmal was Du schreibst.. Du wirfst mir was vor.. was man ja nun echt nicht halten kann...unsinnig ist es das zu beweisen was einige hier bewiesen haben wollen.. nur wiel ein dt. Oberst Kunstschätze gerettet hat weil er möglicherweise stark gläubig oder kunstinteressiert war...da fehlts doch wohl am Verständnis...der hat es doch nciht getan weil er zeigen wollten wie toll Hitlerdeutschland ist. es war eine persönliche Entscheidung..

interessant finde ich aber auch immer wieder.. das einerseits geschrien wird.. wir werden heute immer für das verantwortlich gemacht was damals passierte.. und andererseits von der damaligen eigenen Seite sprechen...was nun? Eigene Seite oder nicht verantwortlich?


die deutschen Soldaten liegen mehr sehr am Herzen und ich kämpfe für ihre Rehabilitierung und ihre Rechte.. ich kämpofe dagegen das bspw. die RK-Träger als Nazis verschrieen werden und ich kämpfe dagegen das die dt. Generale alle Feiglinge gewesen sein sollen.. Ich bin dagegen die alliierten Bombenangriffe als rechtens anzusehen und Zivilopfer als Collateralschaden anzusehen... usw. .. dies alles gilt aber genauso für die Gegenseite

Smiley mit Hammer auf dem Kopf

[ Editiert von Administrator Balsi am 22.10.2004 22:45 ]

Niwre


22.10.04 22:28:49
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Gepostet von Balsi
ich kämpofe dagegen das bspw. die RK-Träger nicht als Nazis verschrieen werden


Haette ich nicht gedacht...

Markus Becker


22.10.04 22:38:37
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Gepostet von Balsi
also überleg doch erstmal was Du schreibst.. Du wirfst mir was vor.. was man ja nun echt nicht halten kann...unsinnig ist es das zu beweisen was einige hier bewiesen haben wollen..


Meinst du mich? Ich stimme deiner Feststellung "augenscheinlich will man anhand der Rettung der Kulturgüter zeigen das deutsche Soldaten IMMER nur gut waren...und die anderen die waren die alles hinterhältig kaputtmachen.." voll und ganz zu. Einige(nicht du) messen m.a. mit zweierlei Maß. Das wollte ich damit sagen.


edit: Zu "Zivilopfer als Collateralschaden". Im Falle der engl. Nachtangriffe kann man getötete Zivilisten kaum als bedauerliche, aber unvermeindliche Kollateralschäden abtun, da der Zweck der englischen Angriffe die Tötung eben dieser Zivilisten war. Bei den amerikanischen Tagangriffen oder dem bekannten dt. Angriff auf Coventry dagegen schon.


Gruß Markus

[ Editiert von Markus Becker am: 22.10.2004 22:43 ]

[ Editiert von Markus Becker am: 22.10.2004 22:43 ]

Balsi


22.10.04 22:45:19
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hmm.. achos.. dann hab ichs flasch verstanden.. hab gegrübelt..)))..ähm..Niwre.. hast auch recht.. doppelt verneint.. jetzt wärens ja welche..)) wird geändert..)))

Balsi


22.10.04 22:50:55
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zu den Kollateralschäden...heute wird einem schon des öfteren versucht klarzumachen...das man nur die Industrie zerschlagen wollte.. das dies jedoch dadurch geschah.. das keine Arbeiter in den Fabriken arbeiten konnten.. wird gern verheimlicht... egal wie man es dreht und wendet.. Zivilopfer sind Zivilopfer und wenn man Zivilopfer will.. dann mordet man und das ist ja ein Verbrechen...

aber hast sicher recht Markus.. das diese dann keine Kollateralschäden sind sondern.. naja man kann sagen.. "Mission accomplished" - sozusagen Treffer.. und das ist das makabere.. aber das steht an anderer Stelle hier im Forum.. Mir geht es darum.. das Schlegel eine Tat vollbrachte die Ehre gebührt und die zeigt das nicht jeder dt. Sooldat das war/ist was uns heute gerne erzählt wird.. genauso wie viele hier sagen nicht jeder Waffen-SS Soldat war böse.. genauso war auch nciht jeder Soldat gut...

Markus Becker


22.10.04 23:08:46
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Gepostet von Balsi
zu den Kollateralschäden...heute wird einem schon des öfteren versucht klarzumachen...das man nur die Industrie zerschlagen wollte.. das dies jedoch dadurch geschah.. das keine Arbeiter in den Fabriken arbeiten konnten.. wird gern verheimlicht... egal wie man es dreht und wendet.. Zivilopfer sind Zivilopfer und wenn man Zivilopfer will.. dann mordet man und das ist ja ein Verbrechen...



?? Meinst du, daß durch die Nachtangriffe auf Wohngebiete die Arbeiter der Fabriken getötet werden sollten, damit dann die Produktion zusammen bricht? Nun, das haben die Engländer nicht beweckt. Nach General Giulio Douhets Theorie sollte durch die Zerstörung einiger Städte und der Tötung einiger zehntausend Zivilisten die Bevölkerung in Panik versetzt werden und ihre Regierung zwingen den Krieg zu beenden.

Die Amerikaner haben davon im Gegensatz zu Bomber-Harris überhaupt nix gehalten und die Industrie auf´s Korn genommen. Wenn bei einem Angriff auf eine wichtige Kugellagerfabrik etliche Bomben nicht die Fabrik, sondern die unmittelbar angrenzende Werkssiedlung getroffen haben, gab es zwar auch tote Zivilisten, aber deren Tod war nicht(!) Sinn des Angriffs, sondern eine unvermeidbare Nebenwirkung eines Angriffs auf ein legitimes Ziel. Egal ob es nun Schweinfurt, Coventry oder wie auch immer geheißen hat.


Gruß Markus

Balsi


23.10.04 08:48:42
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ich hab da mal ein gutes Beispiel... hier wo ich wohne in berlin (Randbezirk) steht heute noch ein altes Treibstofflager (gebaut während der 30er Jahren) Bei kriegsende stand das Lager noch (fast unbeschädigt).. die Wohngebiete drumherum waren alle zerstört...

Harris.. sagte (nach Zitaten).. das er nciht die Industrie wolle sondern er wolle die Arbeiter .. dennn diese griffen ja aktiv in den Krieg ein und wären daher keine Zivilisten siondern Gegner .. wenn man das wieterspinnt.. legalisiert das bspw. auch Vergewaltigungen.. denn die Frauen könnten ja Männer gebären die mal unsere Gegner sind und sind somit Gegner...

[ Editiert von Administrator Balsi am 23.10.2004 8:50 ]

The Real Blaze


23.10.04 11:47:23
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Harris hat das von Churchill und er ließ Flugblätter abwerfen, wo jeder deutscher Arbeiter als Soldat bezeichnet wurde, wenn er zur Arbeit geht. Und Soldaten müßen deshalb tot gebombt werden...

The Real Blaze

Max Hansen


23.10.04 15:20:01
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aber hast sicher recht Markus.. das diese dann keine Kollateralschäden sind sondern.. naja man kann sagen.. "Mission accomplished" - sozusagen Treffer.. und das ist das makabere.. aber das steht an anderer Stelle hier im Forum.. Mir geht es darum.. das Schlegel eine Tat vollbrachte die Ehre gebührt und die zeigt das nicht jeder dt. Sooldat das war/ist was uns heute gerne erzählt wird.. genauso wie viele hier sagen nicht jeder Waffen-SS Soldat war böse.. genauso war auch nciht jeder Soldat gut...

Nur Hirnis oder verborte Antifa erzählen heut noch, "daß jeder dt. Soldat oder jeder Waffen-SS Soldat ein "Böser" oder gar "Verbrecher" war". Ich denke, auf dem Niveau braucht man sich in einem "Deutsche Geschichte-Forum" nicht begeben, oder??

Ich meine die Bombenangriffe sind nichts anderes als Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder durchaus auch als Terrorismus zu bezeichnen. Denn immer schon gab es Kriege, ein Land, ein Territorium wurde erobert, es wurde auch mal geplündert, vergewaltigt, einige totgeschlagen. Das geschieht in einem Krieg. Aber gezielt und isoliert auf die Zivilbevölkerung im allgemeinen loszugehen, das gabs vorher nicht und egal ob dies Deutsche in kleinerem Umfang taten, niemals haben sie eine Tat wie Dresden oder Hiroshima begangen.

Max Hansen


23.10.04 15:25:38
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?? Meinst du, daß durch die Nachtangriffe auf Wohngebiete die Arbeiter der Fabriken getötet werden sollten, damit dann die Produktion zusammen bricht? Nun, das haben die Engländer nicht beweckt. Nach General Giulio Douhets Theorie sollte durch die Zerstörung einiger Städte und der Tötung einiger zehntausend Zivilisten die Bevölkerung in Panik versetzt werden und ihre Regierung zwingen den Krieg zu beenden.

Die Amerikaner haben davon im Gegensatz zu Bomber-Harris überhaupt nix gehalten und die Industrie auf´s Korn genommen. Wenn bei einem Angriff auf eine wichtige Kugellagerfabrik etliche Bomben nicht die Fabrik, sondern die unmittelbar angrenzende Werkssiedlung getroffen haben, gab es zwar auch tote Zivilisten, aber deren Tod war nicht(!) Sinn des Angriffs, sondern eine unvermeidbare Nebenwirkung eines Angriffs auf ein legitimes Ziel. Egal ob es nun Schweinfurt, Coventry oder wie auch immer geheißen hat.

Das ist so was von Unfug und Lügen, die du hier aufstellst, daß es einem die Nackenhaare hochtreibt! Deine Amerikaner flogen den vierten und letzten "Angriff" auf Dresden, auf eine völlig zerstörte, brennende Stadt und weißt du was sie angriffen? Die Überlebenden die sich an den Elbwiesen und dem Großen Garten gesammelt hatten, den wenigen Inseln der brennenden Hölle. Ein "legitimes Ziel" ? Dresden lag weder im Angriffsgebiet der Westalliierten, noch war es von irgend einer Bedeutung oder wurde verteidigt. Hier wurde versucht, eine unverteidigte Stadt samt all der unschuldigen Zivilisten auszutilgen, ohne Grund, ohne Hirn. Ein Verbrechen sondersgleichen. "Durch Tötung einiger Zehntausend" sollte was? Das ist ja so was von menschenverachtend... mir fällt nichts mehr ein.

Max Hansen


23.10.04 15:29:44
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Wer sich mal über den Faschismus etwas kundig machen möchte: Faschismus

Du mußt die anderen für ganz schöne Idioten halten, oder denkst du jemand hier braucht solch Site? Sicher hat jemand eine aus der rechten Ecke, da können wir uns dann ein Bild machen, denn die Wahrheit liegt meistens irgendwo dazwischen.

waldi44


23.10.04 19:03:55
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Was hat das mit Idioten zu tun? Wenn Du manche Beiträge richtig lesen würdest, hättest Du bemerkt, dass es durchaus Bedarf an Information gibt, auch an dieser!
Geh mal raus und frage die Leute was Faschismus ist- das hat mit rechter oder linker Ecke nichts zu tun!
Eher wundere ich mich über deine Reaktion! Fühlst Du dich in irgend einer Weise auf den "Schlips" getreten- seilspringender SmileyHerr Allwissendseilspringender Smiley oder ist sie Dir zu link?

Dracula


23.10.04 19:10:21
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Hallo Max,

Könntest Du bitte darauf achten, wenn Du andere Mitglieder zitierst, daß auch die Mitgliedsnamen hingeschrieben werden?

Damit man Zitate und Beiträge von einander trennen kann!

Smiley mit Danke-Schild

Gruß,

Rick.







[ Editiert von Dracula am: 23.10.2004 19:30 ]

Markus Becker


23.10.04 23:03:51
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"Durch Tötung einiger Zehntausend" sollte was? Das ist ja so was von menschenverachtend... mir fällt nichts mehr ein.



Beschäftige dich mal mit der Idee des Douhetismus, dann verstehst du auch, warum jemand auf so eine Idee der Kriegführung kommt und warum sie so populär war.




Das ist so was von Unfug und Lügen, die du hier aufstellst, daß es einem die Nackenhaare hochtreibt! Deine Amerikaner flogen den vierten und letzten "Angriff" auf Dresden, auf eine völlig zerstörte, brennende Stadt und weißt du was sie angriffen?



Ja in diesem einen Fall -was haben sie eigentlich seit Mitte 1942 sonst so angeriffen- die Bahnhöfe: "12.17 Uhr: 311 Liberator-Bomber der amerikanischen Luftwaffe fliegen einen zehnminütigen Angriff auf die Zerstörte Stadt. Ihre Ziele sind vor allem wichtige Verkehrseinrichtungen. Die Bomber werfen 1.800 Sprengbomben und 136.800 Stabbrandbomben ab.
Zwischen 11.51 Uhr und 12.01 Uhr: Erneuter Angriff der 8. US-Luftflotte. Es werden nochmals 3.700 Sprengbomben abgeworfen."


Du lieferst hier ein schönes Beispiel in Punkto Schwarz-Weiß-Malerei wenn´s gegen den "Feind" geht ab, bei der Kriegsschuldfrage hast du ja sehr *hüstel* differenziert geantwortet. Ich denke nicht, daß ich in der nächsten Zeit auf deine *ähh* Ansichten reagieren sollte, also kannst du dir eine Antwort sparen. Neben deinem Umgangston solltest du auch an der halbwegs korrekten Kennzeichnung von Zitaten arbeiten.



Gruß Markus



PS: In englischsprachigen Foren wird Dresden immer als Ziel von herrausragender militärischer und industrieller Bedeutung beschreiben und der Angriff -auch der der Engländer bei Nacht-als 100% in Ordnung dargestellt. Die Wahrheit dürfte wie so oft irgendwo zw. den hochemotionalen Extrempositionen zu finden sein.

patrickbateman


24.10.04 10:36:14
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Ich wage es mal, zum ursprünglichen Thema zurückzukommen. Es ist sehr lobenswert, dass deutsche Soldaten Kunstschätze auselagert haben. Dies sagt jedoch nichts über die Menschlichkeit des einzelnen Soldaten aus. Göring hat schließlich auch tausende Kunstwerke "in Sicherheit" gebracht. Wenn man bedenkt, was im Krieg alles zerstört wurde, kann man trotzdem froh sein, dass einige Kunstwerke des Klosters ausgelagert wurden.
Die anderen Aspekte gehören hier eigentlich nicht rein, da es so viele andere Threads gibt in denen dies behandelt wird. Ich bin zwar noch nicht so lange hier, merke aber, dass vor allen Dingen von vielen Neuen immer wieder dieselben Themen reingebracht werden. Das muss, vor allen Dingen für Balsi und Waldi, ermüdend sein, immer auf das selbe zu antworten.schnarchender Smiley
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