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Die letzte deutsche Offensive

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AutorBeitrag

waldi44


22.3.02 23:45:09
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Ein gelungener informativer Beitrag! Könnte von mir sein ;), ist es aber nicht :D! Für Interessenten und als eventuelle Diskussionsgrundlage, stell ich ihn mal hier ins Forum!

Die letzte deutsche Offensive sollte eine Wende bringen


Nach dem Plan „Wacht am Rhein“ lief am 16.12.1944 die letzte grosse Angriffsoperation der Wehrmacht auf Befehl Hitlers zwischen Hohem Venn und Nord- Luxemburg an.
Hitler hoffte nach den Niederlagen im Westen Zeit zu gewinnen und den Glauber der Alliierten an einen totalen Sieg zu erschüttern. Strategisches Ziel war die Wiedergewinnung der Initiative im Westen nach einer Reihe von Niederlagen und Defensivkämpfen, ermuntert durch den Erfolg bei der Abwehr der alliierten Luftlandung bei Arnheim. Die Alliierten würden nach einer Niederlage von der geforderten bedingungsslosen Kapitulation absehen und einen Separatfrieden akzeptieren. Der Durchhaltewillen des deutschen Volkes und in der Wehrmacht sollte gestärkt werden. Nach einer erfolgreiche Offensive im Westen wollte Hitler die erwartete russischen Winteroffensive zerschlagen und so das Kriegsglück wenden.
Das operative Ziel war die Ausschaltung von Antwerpen als den wichtigsten Nachschubhafen der Alliierten, das Abschneiden und die Vernichtung aller feindlichen Verbände nördlich der Linie Bastogne-Brüssel-Antwerpen.
Zu diesem Zweck sollten 30 Angriffsdivisionen im Schwerpunktangriff einsetzt werden, um 60 alliierte Divisionen von der Schelde bis zur Schweizer Grenze zu durchbrechen und eine starke feindliche Kräftegruppe zu vernichten.
Es wurden eine Anzahl kampfkräftiger Truppen für diese Operation bereitgestellt:
Im Norden die 6. SS-Panzerarmee (Dietrich) mit 4 PzDiv und 5 InfDiv, die über Lüttich den eigentlichen Schlag gegen Antwerpen führen sollte; im Mittelabschnitt die 5. Panzerarmee (Manteuffel) mit 4 PzDiv und 4 InfDiv, die weiter südwestlich über die Maas vorstossen, Lüttich nehmen und die 6. SS-Pz-Armee gegen Angriffe von Südwesten schützen sollte; im Süden die 7. Armee (Brandenberger) mit nur 4 InfDiv, die einen schützenden Schleier an Manteuffels südlicher Flanke bilden sollte. Damit wäre dann die 21. britische Armeegruppe unter Montgomery eingekreist und könnte im zweiten Teil der Offensive vereinnahmt und vernichtet werden. Dadurch, so hoffte Hitler, würden sich nicht nur die Kanadier, sondern auch die Amerikaner aus dem Krieg zurückziehen, oder jedenfalls nur noch an einer raschen Beendigung dieses Krieges interessiert sein.
Den Oberbefehl hatte formal von Rundstedt, obwohl der GFM kaum an Planung und Durchführung beteiligt war. Die 250.000 deutschen Soldaten mit 1.900 Artilleriegeschützen aller Kaliber sowie 600 Panzern und Sturmgeschützen unterstanden der Heeresgruppe B (Model), die Luftsicherung übernahm das Luftkommando West mit 1.492 Jagdflugzeugen, 262 Bombern und Schlachtflugzeugen sowie 40 Aufklärern. Panzerdivisionen und Panzergrenadier-Divisionen waren von allen übrigen Kriegsschauplätzen abgezogen worden. Alle Ersatzlieferungen gingen nach dem Westen, anstatt - wie üblich - im Osten eingesetzt zu werden. Dieser Streitmacht gegenüber lagen 83.000 amerikanische und britische Soldaten mit 400 Artilleriegeschützen und 700 Panzern sowie 5.000 einsatzbereite Flugzeuge. Trotz des umfangreichen Aufmarsches gelang die fast völlige Überrumpelung des Gegners, der 1. (US) Armee (Hodges). Seitens des alliierten Oberkommandos erwartete man in diesem Frontabschnitt keinen deutschen Angriff; hier lagen ausgeblutete und neu angekommene amerikanische Einheiten zur Auffrischung.
Am frühen Morgen um 5:30 Uhr des 16.12.1944 begann die Operation mit einem gewaltigen Feuerschlag. Mit Hunderten von Scheinwerfern wurde im Abschnitt der 5. Panzerarmee das Vorfeld erleuchtet, als die deutschen Truppen an der Geisterfront zum Angriff antraten. Die Schlacht in den Ardennen war entbrannt. Die hier in Ruhe befindlichen Amerikaner wurden von diesen massierten Panzervorstössen völlig überrascht und zu Tausenden vereinnahmt. Womit niemand im alliierten Lager gerechnet hatte, das war eingetreten: Deutsche Divisionen wichen nicht länger zurück, sie griffen wieder an! Kurze Zeit später waren nicht weniger als fünf tiefe Einbrüche in den Frontabschnitten des VIII. und des V. (US) Korps erreicht worden. Die 7. (US) PzDiv kam zu diesem Zeitpunkt allein in Frage, in die Ardennen verlegt zu werden. Die mächtige Luftüberlegenheit der Amerikanischen Luftwaffe kam dank der schlechten Wetterverhältnisse nicht zum Tragen.
Bastogne wurde von deutschen Verbänden eingeschlossen und entwickelte sich zum Aptraum für die Amerikaner. Auf ihrem weiteren Vorstoss nach Westen erreichte die Panzer-Lehr-Division unter GenLt. Bayerlein den Raum südlich von Rochefort, während die 2. PzDiv bis auf fünf Kilometer an Dinant und damit an die Maas herankam. Die 2. SS-PzDiv war ebenfalls mit ihren mechanisierten Einheiten sehr weit vorgestossen, ehe sie aus Spritmangel liegen blieb. Schliesslich musste sie ihre Panzer sprengen und zu Fuss den Rückmarsch antreten. Die Spitzen der 2. PzDiv wurden vor Dinant zusammengeschossen, und am ersten Weihnachtstag 1944 musste sich auch die PzLehrDiv zurückziehen. Die Kraft und die Reserven hatten einfach nicht mehr ausgereicht, den Sieg der ersten Ardennen-Offensive von 1940 im selben Gebiet zu wiederholen. Jetzt stiessen die Amerikaner mit starken Verbänden gegen die deutschen Spitzen vor und drängten sie wieder auf ihre Ausgangsstellungen zurück.
Die Verluste auf beiden Seiten waren enorm:
Die deutschen Verluste der Ardennenoffensive betrafen über 68.000 Mann. Die 5. PzArmee, 6. PzArmee, 7. Armee erlitten insgesamt 10.749 Tote, 22.388 Vermisste, 35.169 Verwundete. Demgegenüber betrugen die alliierten Verluste über 77.000 Mann. Die 1. US Armee verzeichnete 4.629 Tote, 12.176 Vermisste, 23.152 Verwundete, die 3. US Armee 3.778 Tote, 8.729 Vermisste, 23.017 Verwundete und das im Norden tangierte XXX. Brit. Korps 200 Tote, 239 Vermisste, 969 Verwundete
Wenn auch die deutschen Truppen den erhofften Erfolg nicht erzielen konnten, so hatten sie jedoch eines bewirkt: Die alliierten Vorbereitungen zu einer Offensive ins Reichsgebiet wurden unterbunden und die in Elsass-Lothringen kämpfenden Einheiten der HGr. G konnten verlorengegangenes Gelände wieder zurückzugewinnen. Was allerdings am schwersten wog, war die Tatsache, dass diese Grossoffensive in den Ardennen jene Panzerverbände gekostet hatte, die die Rote Armee an der Ostfront hätten zurückschlagen können, als diese ab dem 12.1.1945 aus den Wechselbrückenköpfen zu ihrer Winteroffensive antrat, die sie direkten Weges bis nach Ostdeutschland und bis zur Oder bringen würde.
Den grossen, vielleicht doch noch kriegsentscheidenden Erfolg in den Ardennen hatte Hitler um Haaresbreite verpasst. Wäre die Ardennen-Offensive erfolgreich gewesen, hätte dies mit aller Wahrscheinlichkeit zu einem Rückzug aller US-Streitkräfte aus Europa geführt, wie die geschichtlichen Vorgänge dies andeuten. Dieser amerikanische Schritt war kein deutsches Wunschdenken, sondern Realität. Als sich die deutschen Truppen bedrohlich ihrem Ziel, der Maas, näherten, war am 27.12. 1944 der US-Kriegsminister Henry L. Stimson, zum Generalstabschef der US- Truppen, General George S. Marshall, gefahren und hatte diesen in seinem Arbeitszimmer gesprochen. Hauptthema dieses Gesprächs war die bange Frage, was geschehen musste, wenn es den Deutschen gelänge, den Kampf in den Ardennen zu ihren Gunsten zu entscheiden. Als Konsequenz zu einer solchen Niederlage hätte man ja eine Reihe neuer Divisionen ausrüsten und nach Europa schicken müssen, um diese Verluste auszugleichen. Ob aber der Kongress dieser weitreichenden Massnahme zugestimmt hätte, ob er in Kenntnis der verheerenden Niederlage dieser weitreichenden Massnahme beigepflichtet hätte, das war mehr als nur unwahrscheinlich. Wenn aber keine neuen Divisionen genehmigt worden wären, dann wäre nur noch ein schleuniger Rückzug der Reste des amerikanischen Expeditionsheeres aus Europa übrig geblieben.
Als Gründe für das Scheitern der deutschen Ardennenoffensive können festgehalten werden:
- Kein rationales, generalstabsmässiges Kalkül, sondern Verzweiflungsakt
- Treibstoffvorräte reichten nicht aus
- Logistik nicht durchgeplant
- Fehlende Luftüberlegenheit
- Unterschätzung des Gegners
Gesamt gesehen, handelte es sich bei der Ardennenoffensive aus dem Jahre 1944 um einen schlecht vorbereiteten, irrationalen Verzweiflungsakt. Es erscheint wahnwitzig, mit einer Offensive das weit gesteckte Ziel Antwerpen zerreichen zu wollen, wenn manche Panzerverbände lediglich Betriebsstoff für die ersten 60 km zur Verfügung hatten. Im Vergleich mit der logitischen Vorbereitung der Westoffensive von 1940 erscheint die Ardennenoffensive von 1944 nur ein Abklatsch wenn nicht sogar eine Persiflage dar.
Dipl.-oec. Ralph W. Göhlert , Militärhistorischer Arbeitskreis, RK Ratingen
Literaturempfehlung:
Kurowski, Franz
Endkampf um das Reich 1944-1945
Hitlers letzte Bastionen
Karl Müller Verlag, ISBN 3-86070-855-4

Trees, Wolfgang
Schlachtfeld zwischen Maas und Rhein
Das Ende des Zweiten Weltkrieges von September 1944 bis zum März 1945
Triangel Verlag 1995, ISBN 3-922974-05-8


Ardennen 1944

Quintus


7.6.02 08:13:14
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Die Ardennenoffensive hieß zunächst "Wacht am Rhein", später - bereits zu Beginn am 16. Dezember 1944! - Operation "Herbstnebel".
Dennoch war die "Wacht am Rhein" - alias "Herbstnebel" - vielfach gegliedert und hieß am Ende gar Operation "Nordwind", die sich allerdings wiederum als eigenständige Offensive (und somit als wahre letze Offensive der deutschen Wehrmacht!) verstand:
Kurz vor Mitternacht des letzten Tages des Jahres 1944 wurde mit acht Divisionen der Wehrmacht, darunter vier Panzerdivisionen und eine Panzerbrigade, nach heftigen Feuerschlag der Artillerie zum Angriff gegen die 7. US-Army im Elsaß angetreten. Das Unternehmen "Nordwind" war zur Entlastung der Ardennenfront gedacht. Vom Saargebiet stieß die 1. Armee nach Süden vor, während die 19. Armee einen Angriff aus der "Kolmarer Tasche" nach Norden führte.
Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Oberrhein war zu diesem Zeitpunkt Himmler, der überhaupt keinen Überblick des Frontverlaufes hatte.
Am ersten Tag des neuen Jahres hielt Hitler um 1 Uhr die obligatorische Rede über alle Sender: "Dieses Volk und dieser Staat und seine führenden Männer sind unerschütterlich in ihrem Willen und unbeirrbar in ihrer fanatischen Entschlossenheit, den Krieg unter allen Umständen erfolgreich durchzukämpfen... Die Welt muss wissen, dass dieser Staat niemals kapitulieren wird... In dieser Stunde will ich daher als Sprecher Großdeutschlands gegenüber dem Allmächtigen das feierliche Gelöbnis ablegen, dass wir treu und unerschütterlich unsere Pflicht auch im neuen Jahr erfüllen werden, des felsenfesten Glaubens, dass die Stunde kommt, in der sich der Sieg endgültig dem zuneigen wird, der seiner am würdigsten ist: dem Großdeutschem Reich!".
Die Amerikaner wichen aus. Die Wehrmacht stürmte weiter vor. Von einem Sieg der Westalliierten konnte bis dahin weder in den Ardennen noch im Elsaß die Rede sein.
Manche wußten es und waren zum Stillschweigen durch ihre Kommondores verpflichtet. Die meisten wußten es nicht. Hitler und Göring hatten diesen Plan ausgedacht: die gesamte Jagdwaffe im Nordwesten des Reiches zusammenziehen, und dann...
Selbst das Bodenpersonal durfte nicht eingeweiht werden. Die Flakabwehr der Westfront nicht, der Flakgürtel entlang der Reichsgrenze ebensowenig wie die Flaksicherung der V2-Abschußbasen.
Ziel des Unternehmens "Bodenplatte": Ausschaltung der gegnerischen Jäger und Jagtbomber im holländisch-belgischen Raum für die nächsten Wochen.
Die Maschinen stürmten um 7.45 Uhr von den verschneiten Pisten im Tiefflug hinaus auf die Nordsee. Formierten sich. Untertauchten den Radarschirm. 1.035 Jäger Focke-Wulf FW 190 und Messerschmitt Me 109 in vier geschlossenen Formationen, der operative, schnell bewegliche Rest des Oberkommandos der Luftwaffe. Jeder Pilot hatte um sich absolute Funksperre, vorsich das genaue Planziel: eine der 27 Luftstützpunkte von Brüssel bis Eindhoven.
Die Maschinen drehten auf den Kontinent ein. Zogen hoch in die Angriffsposition. Görings Flakartilleristen an der Zuidersee, nur auf anfliegende Feindflugzeuge eingestellt, holte das erste Dutzend der eigenen Maschinen aus den geschlossen fliegenden Verbänden herunter.
Dann folgte ein Feuerorkan über die alliierten Feldflughäfen. Sengende Leuchtspuren der schweren Maschinengewehre, Brandmunition, Bordkanonen, Bomben, Raketen. Die Überraschung war vollkommen. Um die 400 alliierte Maschinen wurden zerstört. Sogar die Dakota Montgomerys. Und nur 93 der Angreifer von englischen und amerikanischen Flak abgeschossen.
Im schönsten Siegesbewußtsein drehten die Pulks mit den Balkenkreuz auf Heimatkurs. Aber das Flaksicherungsgebiet der V2-Basen war noch immer nicht unterrichtet. Rohre aller Kaliber holten weitere 200 eigene Flieger vom Himmel. Zwei Kommondores, 17 Staffelführer und 199 Piloten waren auf der Strecke geblieben.
Die deutschen Truppen hatten Befehl, Bastogne - von den Alliierten eingenommen - zu nehmen und die dortigen Kräftemassierungen des Gegners zu zerschlagen. Drei Divisionen aus der OKW-Reserve wurden zur Einschleusung in Manteuffels Front zugeführt. Und Dietrich wurde drei weitere Panzerdivisionen los. Hitler und seine strategischen Berater operierten auf der Karte mit Divisionen, ohne deren Auszehrung zur Kenntnis zu nehmen.
Generalleutnant Patton - im Angriff begriffen - war verblüfft, als die Deutschen ebenfalls angriffen. Zwei Angreifer prallten frontal zusammen. Die erbittertsten Kämpfe der gesamten Ardennenoperation brachen aus. Patton schrieb verzweifelt in sein Tagebuch: "Wir können diesen Krieg noch immer verlieren".
In einer folgenden Nacht setzte sich Winston Churchill mit Zigarre und rotem Füllfederhalter vor ein Blatt Papier. Voller Unruhe über das Scheitern einer Offensive Montgomerys, voller Zweifel über die ergebnislosen Angriffe Pattons im Raum Bastogne, sandte er eine telegrafische Botschaft an UJ, - das war "Uncle Joe" in Moskau:
"Die Schlacht im Westen ist sehr schwer... General Eisenhower hat den großen Wunsch und das Bedürfnis, Ihre Pläne in groben Zügen zu erfahren, da sie natürlich seine und unsere ganz gewichtigen Beschlüsse beeinflussen... Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilten, ob wir im Januar mit einer größeren russischen Offensive an der Weichselfront oder anderswo rechnen können..."
Der Text wurde Generalissimo Stalin am 6. Januar vorgelegt. Sein Kommentar: "Ein delikater und schlau eingefädelter Hilferuf".
Bereits einen Tag später hielt Churchill die Antwort in Händen: "Wir bereiten uns auf eine Offensive vor... Hauptquartier hat jedoch angesichts der Lage unserer Verbündeten an der Westfront beschlossen, in verstärktem Tempo die Vorbereitungen zu beenden und ohne Rücksicht auf das Wetter umfangreiche Angriffsoperationen gegen die Deutschen am gesamten Mittelabschnitt der Front spätestens in der zweiten Januarhälfte einzuleiten."
Das veranlasste den erleichterten englischen Premier zu folgendem Bekenntnis: "Ich bin Ihnen für Ihre mitreißende Botschaft außerordentlich dankbar... Möge viel Glück Ihr großartiges Unternehmen begleiten. Es gibt gute Aussichten, dass die Hunnen mit für sie sehr schweren Verlusten aus ihren Frontvorsprung hinausgedrückt werden. Ihre Nachricht wird General Eisenhower sehr ermutigen..."
Am 8. Januar genehmigte der Wehrmachtsführungsstab, dass die deutschen Divisionen aus dem Raum ostwärts Rochefort auf die Linie Dochamps-Longchamps-Bastogne zurückgeführt werden durften, um ihrer drohenden Einkesselung zu entgehen.
Am nächsten Abend begann die Absetzbewegung auf der einzigen Rückzugsstrasse St. Hubert-Houffalize.
Das Unternehmen "Nordwind" war gescheitert.

Quelle: *Auszug aus meinen alten Aufzeichnungen aus 1000 und einer Quelle, bezüglich eines nie vollendeten Buches*

~Rainer


8.6.02 01:59:34
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Hallo,
für mich ist die Ardennenoffensive eine von vorneherein zum Scheitern verurteilte Offensive gewesen. Es gibt eine Doktorarbeit aus den 660er Jahren, in der u.a. die tatsâchlichen ist-Bestände am 10.12.1944, im Zulauf, in Reparatur angegeben sin. Im Zulauf hiess, die Panzer, Waffen etc hatten die fabriken verlassen.
Es gab quasi kaum deutsche Einheiten,die Sollstärke hatten.
Die Ausstattung mit Treibstoff und anderen Verbrauchsartikeln war das allerstrikteste Minimum. Dazu kommt noch der erbitterte Widerstand der amerikanischen Einheiten, die Kampfgruppe Peiper kam nicht durch, die 150. PzBrig brachte auch nichts, die V. PzA wurde bei bastogne in die irre geleitet und bastogne blieb als Pfahl im Vormarsch als Wellenbrecher stecken. Mit dem besseren wetter kam dann die Luftüberlegenheit der Alliierten zurück und das Ende war absehbar. Die Luftwaffenaktion am 01.01.1945 war schlecht koordiniert und verursachte damit nicht mehr zu ersetzende Verluste. Was juckte es die Alliierten ein paar Hundert Flugzeuge verloren zu haben, eine Sonderschicht in den fabriken und die verluste waren ausgeglichen.
Gruss
Rainer

Quintus


8.6.02 03:50:12
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@ ~Rainer:
Dem kann ich nur beipflichten:
Wäre das Wetter nicht so unglaublich schlecht gewesen, dass die Luftwaffe der Alliierten quasi "Urlaub" machen musste, wäre die Ardennenoffensive womöglich sofort zusammen gebrochen.
Desweiteren ist es aus heutiger Sicht ein absoluter Witz, dass für eine große Offensive, die (nach Wunsch der Wehrmacht bzw. Hitlers! - die Wehrmachtsköpfe wollten eigendlich garkeine Groß-Offensive, denn sie wußten, dass diese in die Hose geht; Hitler musste ja auch später entsprechend einlenken!) DIE entscheidende Wende im Westen bringen sollte, nicht mal ausreichend Diesel vorhanden war, - oder wie Rundstedt diesen benannte: *Betriebskraftstoff*. Und Rundstedts größte Befürchtung war tatsächlich, dass der erfolgreiche Vormarsch wegen Mangels an Betriebskraftstoff für Panzer und LKWs zum stehen komme.
Die Luftwaffe warf zwar etliche Kanister Sprit für die Einheiten ab, nur: die landeten meist nicht dort wo sie gebraucht wurden, sondern vor den Füßen der völlig verblüfften GI's...

waldi44


8.6.02 11:15:34
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@Rainer:Es gibt eine Doktorarbeit aus den 660er Jahren
Vor oder nach Christus ;)?
Ich hielt das erst für einen Filmgak, aber war wirklich so: Den deutschen Soldaten in den Angriffsspitzen wurde ein 1 Meterstück Gummischlauch mitgegeben, damit sie überall wo es ging "Betriebskraftstoff" aus den Tanks abgeschossener Fahrzeuge saugen konnten!
Aus Gefangenenaussagen erfuhren sie frühzeitig von der deutschen Knappheit und vernichteten entsprechend die Vorräte, bzw verteidigten sie vehement!
Die Deutschen eroberten kaum Treibstoff!

Quintus


9.6.02 03:23:57
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Gepostet von waldi44
Den deutschen Soldaten in den Angriffsspitzen wurde ein 1 Meterstück Gummischlauch mitgegeben, damit sie überall wo es ging "Betriebskraftstoff" aus den Tanks abgeschossener Fahrzeuge saugen konnten!

Gute Info, hab' ich noch garnicht gewusst! Danke waldi44!:)

waldi44


9.6.02 14:06:42
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Also, ich hab hier einen Wehrhistorischen beitrag gefunden, der mich in seiner Schlußfolgerung doch sehr überraschte und etwas unlogisch und unglaubhaft erscheint.
Hier also mal der Beitrag:
Die letzte deutsche Offensive sollte eine Wende bringen

Nach dem Plan „Wacht am Rhein“ lief am 16.12.1944 die letzte grosse Angriffsoperation der Wehrmacht auf Befehl Hitlers zwischen Hohem Venn und Nord- Luxemburg an.
Hitler hoffte nach den Niederlagen im Westen Zeit zu gewinnen und den Glauber der Alliierten an einen totalen Sieg zu erschüttern. Strategisches Ziel war die Wiedergewinnung der Initiative im Westen nach einer Reihe von Niederlagen und Defensivkämpfen, ermuntert durch den Erfolg bei der Abwehr der alliierten Luftlandung bei Arnheim. Die Alliierten würden nach einer Niederlage von der geforderten bedingungsslosen Kapitulation absehen und einen Separatfrieden akzeptieren. Der Durchhaltewillen des deutschen Volkes und in der Wehrmacht sollte gestärkt werden. Nach einer erfolgreiche Offensive im Westen wollte Hitler die erwartete russischen Winteroffensive zerschlagen und so das Kriegsglück wenden.
Das operative Ziel war die Ausschaltung von Antwerpen als den wichtigsten Nachschubhafen der Alliierten, das Abschneiden und die Vernichtung aller feindlichen Verbände nördlich der Linie Bastogne-Brüssel-Antwerpen.
Zu diesem Zweck sollten 30 Angriffsdivisionen im Schwerpunktangriff einsetzt werden, um 60 alliierte Divisionen von der Schelde bis zur Schweizer Grenze zu durchbrechen und eine starke feindliche Kräftegruppe zu vernichten.
Es wurden eine Anzahl kampfkräftiger Truppen für diese Operation bereitgestellt:
Im Norden die 6. SS-Panzerarmee (Dietrich) mit 4 PzDiv und 5 InfDiv, die über Lüttich den eigentlichen Schlag gegen Antwerpen führen sollte; im Mittelabschnitt die 5. Panzerarmee (Manteuffel) mit 4 PzDiv und 4 InfDiv, die weiter südwestlich über die Maas vorstossen, Lüttich nehmen und die 6. SS-Pz-Armee gegen Angriffe von Südwesten schützen sollte; im Süden die 7. Armee (Brandenberger) mit nur 4 InfDiv, die einen schützenden Schleier an Manteuffels südlicher Flanke bilden sollte. Damit wäre dann die 21. britische Armeegruppe unter Montgomery eingekreist und könnte im zweiten Teil der Offensive vereinnahmt und vernichtet werden. Dadurch, so hoffte Hitler, würden sich nicht nur die Kanadier, sondern auch die Amerikaner aus dem Krieg zurückziehen, oder jedenfalls nur noch an einer raschen Beendigung dieses Krieges interessiert sein.
Den Oberbefehl hatte formal von Rundstedt, obwohl der GFM kaum an Planung und Durchführung beteiligt war. Die 250.000 deutschen Soldaten mit 1.900 Artilleriegeschützen aller Kaliber sowie 600 Panzern und Sturmgeschützen unterstanden der Heeresgruppe B (Model), die Luftsicherung übernahm das Luftkommando West mit 1.492 Jagdflugzeugen, 262 Bombern und Schlachtflugzeugen sowie 40 Aufklärern. Panzerdivisionen und Panzergrenadier-Divisionen waren von allen übrigen Kriegsschauplätzen abgezogen worden. Alle Ersatzlieferungen gingen nach dem Westen, anstatt - wie üblich - im Osten eingesetzt zu werden. Dieser Streitmacht gegenüber lagen 83.000 amerikanische und britische Soldaten mit 400 Artilleriegeschützen und 700 Panzern sowie 5.000 einsatzbereite Flugzeuge. Trotz des umfangreichen Aufmarsches gelang die fast völlige Überrumpelung des Gegners, der 1. (US) Armee (Hodges). Seitens des alliierten Oberkommandos erwartete man in diesem Frontabschnitt keinen deutschen Angriff; hier lagen ausgeblutete und neu angekommene amerikanische Einheiten zur Auffrischung.
Am frühen Morgen um 5:30 Uhr des 16.12.1944 begann die Operation mit einem gewaltigen Feuerschlag. Mit Hunderten von Scheinwerfern wurde im Abschnitt der 5. Panzerarmee das Vorfeld erleuchtet, als die deutschen Truppen an der Geisterfront zum Angriff antraten. Die Schlacht in den Ardennen war entbrannt. Die hier in Ruhe befindlichen Amerikaner wurden von diesen massierten Panzervorstössen völlig überrascht und zu Tausenden vereinnahmt. Womit niemand im alliierten Lager gerechnet hatte, das war eingetreten: Deutsche Divisionen wichen nicht länger zurück, sie griffen wieder an! Kurze Zeit später waren nicht weniger als fünf tiefe Einbrüche in den Frontabschnitten des VIII. und des V. (US) Korps erreicht worden. Die 7. (US) PzDiv kam zu diesem Zeitpunkt allein in Frage, in die Ardennen verlegt zu werden. Die mächtige Luftüberlegenheit der Amerikanischen Luftwaffe kam dank der schlechten Wetterverhältnisse nicht zum Tragen.
Bastogne wurde von deutschen Verbänden eingeschlossen und entwickelte sich zum Aptraum für die Amerikaner. Auf ihrem weiteren Vorstoss nach Westen erreichte die Panzer-Lehr-Division unter GenLt. Bayerlein den Raum südlich von Rochefort, während die 2. PzDiv bis auf fünf Kilometer an Dinant und damit an die Maas herankam. Die 2. SS-PzDiv war ebenfalls mit ihren mechanisierten Einheiten sehr weit vorgestossen, ehe sie aus Spritmangel liegen blieb. Schliesslich musste sie ihre Panzer sprengen und zu Fuss den Rückmarsch antreten. Die Spitzen der 2. PzDiv wurden vor Dinant zusammengeschossen, und am ersten Weihnachtstag 1944 musste sich auch die PzLehrDiv zurückziehen. Die Kraft und die Reserven hatten einfach nicht mehr ausgereicht, den Sieg der ersten Ardennen-Offensive von 1940 im selben Gebiet zu wiederholen. Jetzt stiessen die Amerikaner mit starken Verbänden gegen die deutschen Spitzen vor und drängten sie wieder auf ihre Ausgangsstellungen zurück.
Die Verluste auf beiden Seiten waren enorm:
Die deutschen Verluste der Ardennenoffensive betrafen über 68.000 Mann. Die 5. PzArmee, 6. PzArmee, 7. Armee erlitten insgesamt 10.749 Tote, 22.388 Vermisste, 35.169 Verwundete. Demgegenüber betrugen die alliierten Verluste über 77.000 Mann. Die 1. US Armee verzeichnete 4.629 Tote, 12.176 Vermisste, 23.152 Verwundete, die 3. US Armee 3.778 Tote, 8.729 Vermisste, 23.017 Verwundete und das im Norden tangierte XXX. Brit. Korps 200 Tote, 239 Vermisste, 969 Verwundete
Wenn auch die deutschen Truppen den erhofften Erfolg nicht erzielen konnten, so hatten sie jedoch eines bewirkt: Die alliierten Vorbereitungen zu einer Offensive ins Reichsgebiet wurden unterbunden und die in Elsass-Lothringen kämpfenden Einheiten der HGr. G konnten verlorengegangenes Gelände wieder zurückzugewinnen. Was allerdings am schwersten wog, war die Tatsache, dass diese Grossoffensive in den Ardennen jene Panzerverbände gekostet hatte, die die Rote Armee an der Ostfront hätten zurückschlagen können, als diese ab dem 12.1.1945 aus den Wechselbrückenköpfen zu ihrer Winteroffensive antrat, die sie direkten Weges bis nach Ostdeutschland und bis zur Oder bringen würde.
Den grossen, vielleicht doch noch kriegsentscheidenden Erfolg in den Ardennen hatte Hitler um Haaresbreite verpasst. Wäre die Ardennen-Offensive erfolgreich gewesen, hätte dies mit aller Wahrscheinlichkeit zu einem Rückzug aller US-Streitkräfte aus Europa geführt, wie die geschichtlichen Vorgänge dies andeuten. Dieser amerikanische Schritt war kein deutsches Wunschdenken, sondern Realität. Als sich die deutschen Truppen bedrohlich ihrem Ziel, der Maas, näherten, war am 27.12. 1944 der US-Kriegsminister Henry L. Stimson, zum Generalstabschef der US- Truppen, General George S. Marshall, gefahren und hatte diesen in seinem Arbeitszimmer gesprochen. Hauptthema dieses Gesprächs war die bange Frage, was geschehen musste, wenn es den Deutschen gelänge, den Kampf in den Ardennen zu ihren Gunsten zu entscheiden. Als Konsequenz zu einer solchen Niederlage hätte man ja eine Reihe neuer Divisionen ausrüsten und nach Europa schicken müssen, um diese Verluste auszugleichen. Ob aber der Kongress dieser weitreichenden Massnahme zugestimmt hätte, ob er in Kenntnis der verheerenden Niederlage dieser weitreichenden Massnahme beigepflichtet hätte, das war mehr als nur unwahrscheinlich. Wenn aber keine neuen Divisionen genehmigt worden wären, dann wäre nur noch ein schleuniger Rückzug der Reste des amerikanischen Expeditionsheeres aus Europa übrig geblieben.
Als Gründe für das Scheitern der deutschen Ardennenoffensive können festgehalten werden:
- Kein rationales, generalstabsmässiges Kalkül, sondern Verzweiflungsakt
- Treibstoffvorräte reichten nicht aus
- Logistik nicht durchgeplant
- Fehlende Luftüberlegenheit
- Unterschätzung des Gegners
Gesamt gesehen, handelte es sich bei der Ardennenoffensive aus dem Jahre 1944 um einen schlecht vorbereiteten, irrationalen Verzweiflungsakt. Es erscheint wahnwitzig, mit einer Offensive das weit gesteckte Ziel Antwerpen zerreichen zu wollen, wenn manche Panzerverbände lediglich Betriebsstoff für die ersten 60 km zur Verfügung hatten. Im Vergleich mit der logitischen Vorbereitung der Westoffensive von 1940 erscheint die Ardennenoffensive von 1944 nur ein Abklatsch wenn nicht sogar eine Persiflage dar.
Dipl.-oec. Ralph W. Göhlert , Militärhistorischer Arbeitskreis, RK Ratingen

Ardennenoffensive

waldi44


9.6.02 14:18:46
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Noch einige Fakten
Auf einer Frontlänge von 100 Kilometern zwischen Echternach und Monschau traten am 16.Dezember 1944 deutsche Verbände zur Gegenoffensive an. 240.000 deutschen Soldaten mit 420 Panzern und 1.900 Artilleriegeschützen gingen gegen 83.000 britische und amerikanische Soldaten mit 700 Panzern, 400 Artilleriegeschützen und überlegenen Luftstreitkräften in die Gegenoffensive. Unterstützt wurden Hitlers letzte Reserven bei ihrer Operation durch das schlechte Wetter in der Eifel, das die alliierte Lufthoheit wesentlich einschränkte. In fünf Stoßkeilen gelang es den deutschen Truppen zunächst, schnell Raum zu gewinnen. Doch der Mangel an Munition und Treibstoff stoppte die Großoffensive. Die Zerstörung der Nachschublinien durch alliierte Bombenangriffe, die Weihnachten 1944 systematisch Bahnstationen und Bahnlinien im Eifler Hinterland bombardierten, führten am 8. Januar 1945 zum Rückzugsbefehl. Am 16. Januar standen die deutschen Verbände wieder in ihren Ausgangsstellungen. Beide Seiten beklagten hohe Verluste. 20.000 Tote, 40.000 Vermißte und 80.000 Verwundete sowie große Verluste in der Zivilbevölkerung waren die traurige Bilanz des letzten Aufbäumens deutscher Truppen an der Westfront.
In der Folge lagen vor allem die Dörfer im Grenzraum monatelang unter schwerem Artelleriebeschuß. Die deutsche Gegenoffensive (Ardennenoffensive) stoppte zwar vorübergehend den Beschuss, führte jedoch zu heftigen Luftangriffen im Eifelraum um den deutschen Nachschub abzuschneiden. Betroffen waren vor allem die Orte mit strategisch wichtigen Zielen wie Bahnhöfen. So wurde an Weihnachten 1944 Gerolstein, Monschau, St. Vith und Malmedy intensiv bombardiert. Zahlreiche Dörfer im deutsch-belgischen Grenzraum wurden im Zuge der Kampfhandlungen verwüstet, Felder und Wälder wurden vermint und fast alle Brücken wurden zerstört. Neben großen militärischen Verlusten sind auch zahlreiche Tote und Verwundete unter der Zivilbevölkerung zu beklagen. Im Altkreis Prüm betrug der Zerstörungsgrad 51%, im Altkreis Bitburg 50%, im Kreis Daun 20,3%. Einzelne Ortschaften wurden bis zu 90% zerstört. Die Verkehrsinfrastruktur des gesamten Raumes, Fabriken und Lagerhäuser lagen in Trümmern. Noch 1949 waren 1701 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche im Altkreis Prüm unbenutzbar; im Altkreis Bitburg waren es 595 Hektar, im Kreis Daun 610 Hektar. Der Bestand an Milch- und Zuchtvieh war im Kreis Prüm um 5400 Stück zurückgegangen, im Kreis Bitburg um 6400 und im Kreis Daun um 2200.
Opfer schwerster Zerstörungen wurden auch die Industriestandorte in der Nordeifel.

~Rainer


9.6.02 15:24:31
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Hallo,
die "6" der Tastatur klemmt manchmal und dann gibt es mehrere. Die Doktorarbeit stammt natürlich aus den neunzehnhundersechziger Jahren.
Gruss
Rainer
P.S.: Ich habe irgendwo noch Fotokopien mit diesen Soll- Ist - etczahlen.

Quintus


6.7.02 05:18:41
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Gepostet von waldi44
Die Verluste auf beiden Seiten waren enorm:
Die deutschen Verluste der Ardennenoffensive betrafen über 68.000 Mann. Die 5. PzArmee, 6. PzArmee, 7. Armee erlitten insgesamt 10.749 Tote, 22.388 Vermisste, 35.169 Verwundete. Demgegenüber betrugen die alliierten Verluste über 77.000 Mann. Die 1. US Armee verzeichnete 4.629 Tote, 12.176 Vermisste, 23.152 Verwundete, die 3. US Armee 3.778 Tote, 8.729 Vermisste, 23.017 Verwundete und das im Norden tangierte XXX. Brit. Korps 200 Tote, 239 Vermisste, 969 Verwundete

Dass die Verluste - auf BEIDEN Seiten - derart hoch waren, muss ich ehrlich gestehen, habe ich noch nicht gewusst. "Normalerweise" hatten die Westalliierten nach Gefechten weit weniger Verluste zu beklagen als die Deutschen. Hier war es - nach obigen Angaben - anders: 77.000 Mann verloren die Alliierten, 68.000 die Deutschen.
Das macht gesamt 145.000 Mann an Verlusten. Das ist (zumindest für die Westfront) nun wirklich enorm!
Danke waldi für diese Info.
Aber bitte: warum postest Du zweimal den selben Text (oben. Ardennen - Herbstnebel-Offensive)? Der Text Deiner Einträge vom 22. März und 9. Juni ist identisch!
Solltest es vielleicht lesen, bevor Du etwas postest. Anders kann ich's mir nicht erklären; oder weißt Du nicht mehr, was Du wann gepostet hast, kann ja passieren,- auch mir (????).

waldi44


6.7.02 11:39:41
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Das 2. Posting hätte ich mir in seiner ganzen länge sparen können, stimmt! Mir ging es auch nur um die recht fraglichen Schlußfolgerungen, die der Autor da so gezogen hat und mir beim ersten Beitrag entgangen sind!
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