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Festung Kanalinseln

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AutorBeitrag

The Real Blaze


10.1.05 17:19:58
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Zu diesen Thema gab es zu letzt einen erstklassigen Landser.
Nr. 2423 "Unternehmungen 5 vor 12". Behandelt die Kanalinseln und von durchgeführte deutsche Kommandounternehmen gegen die alliierte Festlandsküste 44/45!
Ich hab ihn erst angelesen, aber die Infofülle ist dicht!Die Unternehmen gegen Grainville und Cherbourg werden darin geschildert(filmreife!).Der Verfasser erlebte selbst seine Schulzeit in Grainville und recherchierte dort vor Ort und auch auf den Kanalinseln.
Zunächst einmal der Hergang der deutschen Eroberung, die ohne deutsche Verluste ablief... Ein deutscher Oberleutnant landete mit einer Do 17Z auf Jersey und vereinbarte mit dortigen Flughafenchef! die Übergabe aller drei Inseln.Und kurz drauf wurden auch sofort überall weiße Fahnen aufgezogen. Es war tatsächlich ein reibungsloses Miteinander, ganze englische Ziviliverwaltung plus Polizei blieb englisch. Erst mit der Invasion verschlechterte sich die Lage der 25000 Mann Besatzung(hatten die Inseln festungsmäßig ausgebaut) und der Bewohner, wegen knapper werdenden Lebensmitteln.Jeder verfügbare Quadratcentimeter wurde für die Nahrungserzeugung genutzt(meist Rüben).Von Widerstand war überhaupt keine Rede, die hatten mit sich selbst zu tun, um über die Runden zu kommen.
Festungskommandant war Vizeadmiral Hüffmeier, der vorletzte "Scharnhorst" Befehlshaber.(Spitzbergenraid mit Tirpitz war er noch dabei)
Wegen der wohl bekannten Festungsanlagen, dachten auch die Alliierten überhaupt nicht daran, die Kanalinseln zurück zu erobern.Auf Gunersey stand immerhin die "Mirus" Batterie: 30,5 cm ,50km Reichweite.Hüffmeier war die Rumsitzerei leid und der Zufall spielte ihn Infos zu, um diese Kommandounternehmen durchzuführen...

Achja, Hitler war dermaßen über die reibungslose Übernahme der Kanalinseln erfreut, daß er sie nach Friedensschluß auf jeden Fall behalten wollte für Deutschland.

Spannend und kurzweilig geschrieben, ein Highlight unter den Erstausgaben!

The Real Blaze

Westwall


10.1.05 17:32:58
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Interessanter Beitrag Real, nur wurden vorher 22.600 von den dort lebenden 94.000 ( 1940 ) Engländern aufs britische Festland evakuiert und Großbritannien lehnte deshalb eine Verteidigung bzw. eine Eroberung ab um ihre Landleute nicht zu gefährden.

Markus Becker


10.1.05 22:06:34
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Warum hätten Die Engländer die Inseln auch zurückerobern sollen? Sie lagen weit weg von den Nachschubwegen und waren daher militärisch bedeutungslos. Eigene Soldaten zu opfern, um eine sowieso isolierte feindlich Stellung einzunehmen? Dumme Idee! Mit Dünkirchen haben sie es genauso gemacht.


Gruß Markus

The Real Blaze


10.1.05 23:08:43
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Ja die Engländer dachten da geostrategisch solange richtig, bis die ärgerlichen Kommandounternehmen,von da aus anliefen..:firedev:

Man muß die Kanalinselübergabe unbedingt mit dem Hergang, der ähnlich geplanten Übergabe von Malta gleichsetzen. Als 1942 im Frühjahr erneut Kesselring dort zu schlug, verabschiedete Churchill den dort eingesetzten Inselcommander mit den Worten,"daß er wohl die undankbare Aufgabe hätte, die Insel den Achsenmächten zu übergeben.
Zu "übergeben",also nicht Kampf bis zum sprichwörtlich letzten Blutstropfen. Es wäre zu keinerlei Opfergang wie auf Kreta gekommen, weil eben schon dort vorexerziert wurde, daß es aussichtslos war eine erfolgreiche Verdeitigung zu Stande zu bringen.
Die hatten quasi die Insel schon abgeschrieben, es wäre bei der ersten Landungswelle der schon zusammen gezogenen Fallschirmjäger wohl fast ähnlich abgelaufen, wie auf den Kanalinseln: "Einen sinnlosen Kampf überhaupt erst gar nicht mehr aufnehmen."
Hätte man davon irgendwie Wind bekommen...

Die Besatzungsgeschichte der Kanalinseln ist aber auch ein wichtiger Hinweis, wie in etwa eine Besatzungszeit in England ausgesehen hätte.Große Zurückhaltung insgesamt und nur wenn nötig in Erscheinung treten. Hitlers Englandgefühlsduselei hätte eben mehr auf Zusammenarbeit gesetzt. Und sobald Frieden gewesen wäre, wieder runter von der Insel.


The Real Blaze

waldi44


11.1.05 13:47:13
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Na, ob man die Besatzungssituation auf den Kanalinseln mit der, auf der vergleichsbaren riesengrossen Mutterinle, vergleichen kann, wage ich zu bezweifeln, zumal von offizieller britischer Seite Vorkehrungen für einen landesweiten Guerillakrieg getroffen waren, denen ein zurückhaltendes deutsches Verhalten nur entgegengekommen wäre!
Ähnlich wie die Kanalinseln, wurden auch die U-Bootbunker bei Lorient von einer Eroberung ausgenommen. Wozu unnütze Opfer, fiehlen die Bunker und die Inseln ihnen kampflos in die Hände!

The Real Blaze


11.1.05 16:37:33
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Ist schon klar das England selbst ein anderes Kaliber gewesen wäre. Und sicher hätte es auch eine Untergrundorganisation gegeben.
Auf den Kanalinseln gab es gegen die Besatzungsmacht überhaupt keine! Anschläge. Das einzige was überhaupt passierte, war eine nächtliche Vermehrung der "V" Schilder(Victory).Es kommt eben schon darauf an, wie die Besatzungspolitik aussieht. Eine zurückhaltende Politik muß nicht zwangsläufig, den Untergrundkampf fördern. Den auf der anderen Seite steht eine beträchtliche Vermehrung der Kollaboration.

The Real Blaze

The Real Blaze


12.1.05 00:01:17
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Bevor die deutschen Kommandos anliefen, trainierte man natürlich das ganze.An Hand gescheiterter englischer Kommandos gegen die deutsch besetzten Kanalinseln, wollte man natürlich alles besser machen.Gegen die Kanalinseln gab es nur Mißerfolge gegen die deutsche Besatzung, bis auf einer Ausnahme: am 2.September 1942 wurde eine deutsche Leuchtturmbesatzung ausgehoben.....

Zur Verdeutlichung, wie die Briten agierten hier das Unternehmen am 14 Juli 1940...Die zerstörer "Saladin und " Saracen" (kamen wohl aus den arabischen Kolonien des Empires..) transportieren 140 Mann des "No.3 Commando" vor die Küste Guernseys.Sie sollten von 7 Seenotrettungsbooten an Land gesetzt werden.Plan: Eine Gruppe sollte den Flugplatz angreifen, eine deutsche Unterkünfte auf der Jerbourghalbinsel angreifen und Gefangene machen und eine dritte Gruppe das Heranführen deutscher Reserven verhindern.Es lief von Beginn an alles schief...
Zwei der sieben Seenotrettungsboote blieben zunächst unklar.Für die Deckungsgruppe blieb nur noch ein Boot übrig. Da der Zerstörer seine Entmagnetisierungsanlage in Betrieb hatte, fiel der Kompass des kleinen Schiffes aus. Von "Saladin" unbenachrichtigt gelassen, verschwand es in die Nacht, aber in die falsche Richtung, man landete auf einer Insel schließlich an, wo es keine deutsche Besatzung gab...
Das Flugplatzunternehmen sollte durch Lichtsignale von Agenten von der Insel her unterstützt werden.Die mehrfache Verschiebung des Angriffstermins wurde nicht übermittelt.Niemand war da,der eventuell mit einer Taschenlampe rumgefuchtelt hätte...
Die drei Boote der Flugplatzgruppe waren sämtlich leck und machten Wasser...peinlich für eine Seefahrernation.Ihre Landestellen fanden sie auch nicht.Daraufhin kehrte eins nach England zurück, die anderen zu den Zerstörern.
Nur die Gruppe, die es auf deutsche Unterkünfte abgesehen hatte, erreichte durch Waten und Schwimmen im mannshohen Wasser die Jerbourghalbinsel.Nur da waren gar keine deutschen Stellungen und erst recht keine Unterkünfte.
Zeitgleich röhrten am Himmel zwei RAF Maschinen rum,um den Motorenlärm der Seenotboote zu übertönen.Bei einem Überflug knippste man auf der Insel Scheinwerfer an und leuchteten in die nacht hinein.Und wie es der dumme Zufall will: Colonel Dunford-Slaters Gruppe fand sich plötzlich im Lichtkegel eines Scheinwerfers wieder.Blödsinnigerweise löste sich aus dem Revolver des Colonels auch noch in dieser Minute ein Schuß...Sofort Aufruhr in der Gegend,irgendwo begannen deutsche MGs zu hämmern...
Colonel Dunford Slater blieb nur der Abbruch übrig.Aber die Pechsträhne war noch immer nicht zu Ende.
Das Wiedereinschiffen wurde zum Chaos. Weitere Seenotboote fallen aus,Schlauchboote die zwischen Insel und Zerstörer pendeln wollen kentern,ein Soldat wird in seiner Schwimmweste abgetrieben,kommt erst nach Kriegsschluß wieder nach Hause.Andere Soldaten schaffen es nicht mehr zu den Booten zurück und erst jetzt bemerkt der englische Colonel: Wir haben ja Nichtschwimmer dabei....
Aus Erschöpfung bleiben viele zurück auf der Insel. Zum Totaldesaster kommt aber noch das: In einem Boot, das man versenkt glaubte, treiben die Pläne des Unternehmens "Ambassador" an Land zu den Deutschen.Zusammen mit den gesprächigen Gefangenen bekam man dort ein lückenloses Bild über die Feindabsichten und den Ausbildungsstand.Plus erbeutete Ausrüstung für Kommandos...

The Real Blaze

Hoth


12.1.05 06:40:29
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Na , das klingt ja nun nach Landserheftchen pur!

The Real Blaze


12.1.05 17:02:45
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Ist das etwa zwielichtig, weil es aus einem Landserheft kommt? Der Autor lebte selbst in Grainville und hat vor Ort recherchiert. Und ein gescheitertes englisches Kommandounternehmen darzustellen ist doch interessant! Eine Weltmacht blamiert sich dort bis auf die Knochen.
Sie hatten ja auch erfolgreiche Kommandos, hinreichend bekannt, durch Film und Literatur.

Im übrigen lief auch bei den deutschen Kommandos gegen die französischen Häfen nicht alles glatt. Unter dem Strich war es aber ein Erfolg,weil der wichtige Kohlehafen eine Woche ausfiel.Der Hintergrund des Unternehmens war aber ein anderer, viel wichtigerer.

Es ist von jeder Seite her beschrieben und für mich eben filmreifer Stoff. Da ist alles drin: Schneidige mutige Befehlshaber und Soldaten, Fatalismus, deutsche Gefangene die nicht alle erfreut waren befreit zu werden(20 von 80 verdrückten sich nach der Befreiung) und auch Offiziere die gegen Hitler waren.

The Real Blaze

Hoth


12.1.05 17:31:33
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Genau, Landserheftchen eben! Oder Drehbuch ala "Wir waren Helden"!

[ Editiert von Hoth am 12.01.05 17:32 ]

Markus Becker


12.1.05 17:53:08
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Kommandounternehmen hin, Kommandounternehmen her mehr als "ärgerlich" dürften die nicht gewesen sein. Eine Erstürmung der Inseln wäre dagegen "tödlich" gewesen und hätte ein Vielfaches an Verlusten gefordert. Genauso wie die 25.000 Mann mit ihrer Artillerie auch viel Schaden hätten anrichten können, hätten sie nicht auf den Inseln festgesessen.

Insofern waren die Kanalinseln strategisch völlig bedeutungslos. Das erinnert mich an die Bezeichnung von Anzio als "selbstversorgendes Kriegsgefangenenlager" mit dem Unterschied daß der Brückenkopf bei Anzio weitaus störender für die Deutschen war, als es die Kanalinseln für die Alliierten waren.


Gruß Markus

The Real Blaze


12.1.05 18:49:03
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Ähm Hoth, lese erst mal, dann wirst du sehen, daß du dich da gewaltig irrst. Die Episode des gescheiterten Unternehmens war nur die Einleitung. Aber da du doch so urteilst, wo liegt den bei dir die Meßlatte, was bei dir lesenswerter Kriegsrealismus in der Literatur ist? Gibs irgendetwas, was du empfehlen kannst, wo keine Helden vorkommen? Oder besser gefragt, was sind bei dir überhaupt Helden die man in der Literatur erwähnen sollte? Sind sie überhaupt erwähnenswert bei dir? Oder darf man keine Heldengeschichten aus deutscher Sicht schreiben, weil es von staatswegen lieber tot geschwiegen wird?
Deutsche 2.WK Helden sind aus Fischers Sicht Militaristen.
Ist das auch deine Meinung?


M.Becker: Die Kanalinseln wurden erst mit der erfolgreichen Invasion entwertet. Was aber nicht heißt, das die Alliierten sie nicht gern gehabt hätten. Immerhin fühlten sie verhandlungsmäßig vor, ob was drin wäre die Inseln durch Kapitulation zu bekommen.

Und wenn das Kommandounternehmen, ein paar Wochen früher angelaufen wäre, hätten sich die Kanalinseln plus Besatzung in der Weltgeschichte für immer verewigt. Zu dieser Zeit war in Granville Eisenhower vor Ort und hat mit Russen verhandelt. Da Granville derart schlammpig verdeitigt war, wäre wohl Eisenhower gefangen genommen worden. Zu dieser Zeit war Roosevelt schon durch Krankheit weitestgehend handlungsunfähig.

The Real Blaze

Hoth


12.1.05 20:48:41
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Ich denke Real, was meine Meinung zum dt. Soldaten und seine Leistungen und Opferbereitschaft usw. betrifft weißt Du ganz sicher wie ich darüber denke. Diese Frage kann also nicht ernst gemeint sein, wenn Du auch mal Posts von mir gelesen haben solltest.

Das aber hat überhaupt nichts mit der von mir geübten Kritik an Landserheften zu tun. Ich habe sehr viele Bücher zum Thema 2.WK und davon eine ganze Reihe von Büchern mit Berichten von Kampfhandlungen und Einzelschicksalen. Darin kann man sehr oft nicht nur realistisch die Grausamkeit des Krieges nachlesen, sondern eben auch ein Vielzahl von unglaublichen Soldatenleistungen, die Du in Deinem Post als Heldentum bezeichnest und meinetwegen auch so benennen kann.

Auch ich zieh´mir ab und zu mal bei Gelegenheit so ein Heftchen rein. Aber jedes dieser Hefte hat zumindest mit den mir vorliegenden realistischen Beschreibungen von Kampfhandlungen nicht viel gemein.

Um auf Dein Bsp. des gescheiterten brit. Kommandounternehmens zurückzukommen, macht mich bei so einer Schilderung allein schon stutzig, wie glatt oder wie schlecht es für die jeweilige Seite immer abläuft. Und ich kann mir z. B. beim besten Willen solchen Dilletantismus von brit. Kommandos(Nichtschwimmer erst beim Einsatz bemerkt usw.) nicht vorstellen.

Welchen Landser man auch liest, es ist letztlich immer dasselbe Schema und einfach zu sehr Schwarz-Weiß.

Ich weiß nicht, ob Du gedient hast, aber wenn, dann weißt Du auch was ich mit "zu glatt ablaufen" weiter oben meinte.

[ Editiert von Hoth am 12.01.05 20:56 ]

The Real Blaze


12.1.05 21:29:50
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Na wenn es dir nur, um den Wahrheitgehalt geht, das lässt sich doch herausbekommen, ob da der Autor übertrieben, schwarz weiß gemalt hat. Ich hab sehr viele dieser Hefte gelesen und es ist eben nicht immer das gleiche Schema, was dich kritisch abstößt. Fast 90% der Hefte sind pure Unterhaltung, nur die Hintergrundinfos stimmen und bestimmte berühmte Zeitzeugen. Schon im Vorwort wird immer darauf hingewiesen: Die Namen der Soldaten wurden erfunden usw. Für mich die Schnittstelle, wo ich den Realitätsgrad unterscheide. In diesen erwähnten Heft aber kämpfen nur tatsächlich existierte und namentlich erwähnte Soldaten und Offiziere. Es läßt sich alles mühelos recherchieren.Ich habe hier keinerlei Zweifel am Wahrheitsgehalt. Ich glaub wenn du das Heft liest, merkst du sofort den Unterschied. Ich hätte auf gar keinen Fall ein Thema aufgemacht, wenn es ein Heft des zweifelhaften Schemas gewesen wäre.

The Real Blaze

Hoth


12.1.05 22:03:33
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Nun gut, dann ist es eben so wie Du sagst!;)

~Rainer


13.1.05 02:30:40
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Hallo,
Landserheftchen als nonplusultra ausgeben ist ja schon fast macho. Tatsache ist, dass ausser den paar Erschreckversuchen die Deutschen auf den Kanalinseln sich quasi als Kriegsgefangene selbstversorgt haben.
Die normalen Landserhefte sind nach einem tausendfachen Strickmuster geschrieben, und Wahrheit wird/wurde nicht gerade gross geschrieben.
Gruss
Rainer
P.S.: Die Namen wurden erfunden, was Du nicht weisst, die Handlung auch und noch so einiges mehr, dann noch ein paar belegbare Zitate und der Landser hat Dokumentencharakter. Ich frage mich manchmal mit welchen Zeitzeugen ich es zu tun habe.
Gruss
Rainer

The Real Blaze


13.1.05 16:31:24
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P.S.: Die Namen wurden erfunden, was Du nicht weisst, die Handlung auch und noch so einiges mehr, dann noch ein paar belegbare Zitate und der Landser hat Dokumentencharakter. Ich frage mich manchmal mit welchen Zeitzeugen ich es zu tun habe.
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Sag mal hast du hier alles gelesen, oder nur den letzten Satz des letzten Beitrags? Das was du hier über den normalen Landser erzählst, haben wir hier schon behandelt.Jetzt noch dazu einen altklugen Kommentar darüber abzulassen ist oberlächerlich. Ich frage mich ob du auch in deinem sonstigen Leben als Dauerechofierer auftrittst! Vor allem dieses "was du nicht weisst" sag doch alles, daß du alles nur gefiltert liest. Das ich das weiß steht weiter oben in einen Beitrag. Mußt also hier nicht eins auf Klugscheißer zu machen.

The Real Blaze

The Real Blaze


14.1.05 19:02:34
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Bei der Verdeitigung St. Malos gegen die Amis spielte die Insel Cezembre, die fünf Kilometer vor der Rance Mündung lag eine bezeichnende Rolle. Auf ihr standen schwere Eisenbahngeschütze und stoppten mit ihrere Kampfkraft mehrfach die Alliierten. Auch während der deutschen Offensive bei Mortain, war die zähe Verdeitigung der Insel, ein Dorn in den Augen der Amerikaner. Fast pausenlos wurden deshalb dort amerikanische Bomben abgeladen.
Die Besatzung Cezembres bestand zu großen Teilen aus Russen und Italienern! Hauptwaffe die 19,4 cm Eisenbahngeschütze, 360° schwenkbar in offenen Betonständen.
Bei den Bombénangriffen waren auch Unmengen von Phosphorbomben dabei und sogenannte Jelly Gasoline Kanister, deren eingedickter Benzin nicht zu löschen war.

Amerikanische Parlamentäre wurden immer wieder erfolglos abgewiesen. Trotz des Bombenhagels meuterte niemand auf Cezembre.Auch 240mmm Feldartillerie trommelte auf Cezembre, ohne Erfolg. Die "HMS Warspite" mußte ran und das Schlachtschiff schickte tonenweise panzerbrechende Schiffsgranaten nach Cezembre. Erst als die Geschütze Cezembres schwiegen, weil unbrauchbar, setzte sich die Besatzung größtenteils Richtung Kanalinseln ab.

Die unglaubliche Standhaftigkeit Cezembres mit ihrer russisch italienischen Besatzung, wirft auch die Frage auf, was eine voll einsatzbereite "Wlassow"-Armee an der Invasionsfront bewirkt hätte...

The Real Blaze

Hoth


14.1.05 19:10:07
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Auch aus einem Landserheftchen? Wieso wurden die Geschütze trotz dieser heftigen Angriffe von See und aus der Luft und trotz OFFENER Feuerstellungen denn nicht vernichtet?

The Real Blaze


14.1.05 19:17:10
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Es ist kommt alles aus dem gleichen Heft. Ich erwähnte ja bereits diese dichte Infofülle.
Warum die Geschütze erst so spät zerstört waren, lag wohl auch an der Entfernung und an der Tatsache,daß ständig ein Rauchvorhang über die Insel war, wegen der Brände. Die "Warspite" hatte wohl die beste Stellung, weil sie wohl nicht im Rauch stand.Auf den Kanalinseln herrscht meist ein Nordwest, also die Sicht vom Land her ,muß entsprechend schlechter gewesen sein.

The Real Blaze

Hoth


14.1.05 19:25:55
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Ich meinte weniger die Warspite sondern die Bombenangriffe. Bei offenen Feuerstellungen, die ganz sicher voll erkannt waren, wäre es doch recht einfach gewesen.

The Real Blaze


14.1.05 19:32:09
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Kam wohl auf die Insel und die Lage der Stellungen an. In der Beschreibung wurde als lange schmale Insel bezeichnet(wie ein Walfisch).
Vielleicht war es deshalb schwer ,genau zu zielen.

The Real Blaze

Hoth


14.1.05 20:43:41
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Nichts für ungut Real, aber ein langes schmales Ziel ist mit einem Bombenteppich einfacher und wirkungsvoller zu treffen als z. B. ein großes rundes Ziel. Einfach nur in genügender Breite hintereinander und der Länge nach plattmachen. Zumal die Feuerstellungen sicher voll erkannt waren.

Also wie auch immer, kann alles sein, aber bei solchen Stories bin ich immer etwas skeptisch.

Das soll Dich aber natürlich von nichts abhalten oder überzeugen.

The Real Blaze


14.1.05 21:50:53
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Na ich habe da keine großen Zweifel, den mit dem Auftreten der "Warspite", hat man einen wertvollen Anhaltspunkt, die Richtigkeit dieser Kriegsepisode nachzuprüfen.Da ist also nichts schleierhaftes ,nebulöses zu erkennen.

Übrigens Grainville, die Stadt die im März 1945 für mehrere Stunden,wieder unter Kontrolle der Wehrmacht war, war die erste Franzosenstadt nach dem Krieg, die bundesdeutsche Marineeinheiten einlud. Es waren nur Tage dazwischen und es wäre jene Stadt gewesen, wo Eisenhower gefangengenommen wäre...so kurz vor Kriegsschluß...

The Real Blaze
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