Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

06.06.1944 Omaha

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AutorBeitrag

tiger88


21.3.05 07:31:28
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hi,

gestern sah ich einen bericht über die landung der alliierten am Omaha-abschnitt am 06.06.1944. darin hieß es, weil die shwimm-shermans der allierten versanken und daher keine unterstützung geben konnten, waren die verluste der amerikaner so hoch. aber hatten die amerikaner u engländer nicht genügend schiffe und flugzeuge um diesen strandabschnitt mit ihren bomben und granaten ein paar mal "umzupflügen"?


gruß

andré

Merlin61


21.3.05 07:58:34
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Tiger88 hat u.a. geschrieben:
...aber hatten die amerikaner u engländer nicht genügend schiffe und flugzeuge um diesen strandabschnitt mit ihren bomben und granaten ein paar mal "umzupflügen"?

Die Abschnitte mit den Bunkern, Laufgräben und selbst das
Hinterland (Gerüchte zufolge, wurden dort sogar einige 100(?)
Kühe getötet) haben die Alliierten diese im Vorfeld der Landung,
bereits in einer Mondlandschaft nicht unähnliche Optik verwandelt.

Das Problem der (schwimmfähigen-)Shermans war meines Wissens
jedoch mehr der Wellengang, der die Konstruktion zum vollaufen
und absaufen brachte und weniger der "Einfluss" der Verteidiger.

Ob "nur deshalb" der Omaha-Abschnitt fast in einem Fiasko endete,
könnte aber durchaus AUCH am fehlenden Feuerschutz gelegen haben.

Da es aber auch jede Menge Panzersperren am Strandabschnitt
gab und sicher auch einige noch funktionierende Geschütze / PFs,
wäre es sicher interessant zu spekulieren, ob durch eine
erfolgreiche (An-)Landung "der meisten" Shermans, sich die
(beiseitigen!) Verlustzahlen wesentlich verändert hätten Smiley mit verdrehten Augen

[ Editiert von Merlin61 am 21.03.05 7:59 ]

Hoover


21.3.05 08:31:26
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Stimmt so nicht. Die unmittelbaren Strandanlagen wurden von den Bombern fast gar nicht getroffen. UNd die Shermans versanken, weil die LST-Kapitäne die Shermans viel zu weit auf See absetzten und auf dem Weg und durch die rauhe See viele versanken. Bei Utah und den brit. Beaches gab es nur wenige Verluste, weil da die Kapitäne die DD-Shermans viel näher an der Küste absetzten.

Nebenbei: Soo wichtig würde ich die Shermans nicht einschätzen, denn an allen Stränden haben die Soldaten den endgültiogen Durchbruch geschaffen, die Shermans spielten eine eher untergeordnete Rolle.

Osmanische Reich


21.3.05 08:40:58
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So ist es! War schon letztes Jahr an der Normandie (wegen Austausch) und da haben wir Omaha Beach besichtigt und da waren vor dem D-Day sehr viele Bomber im Einsatz. Man muss sagen, dass sich die Amis in Omaha zu verschätzt haben. Die Deutschen hatten eine gut organisierte Abwehrstellung. Dieser Teil des Strandabschnittes war besser bewacht und gesichert als Utah, Gold oder Sword.

~Rainer


22.3.05 18:05:48
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Hallo,
die Alliierten wussten auch nicht, dass die kampferprobte 352. ID dort eingeschoben worden war. Die Bombardierung der Küste durch die Bomber wurde um einige Sekunden verzögert und der Segen pflügte nur die im Hinterland liegenden Wiesen um. Ausserdem geht es am Omahabeach leicht aufwärts.
Gruss
Rainer

waldi44


22.3.05 18:33:39
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Auf die deutschen Befestigungen am "Omaha Beach" vielen KEINE Bomben! Diese wurden ca 5 Km HINTER diesen Abgeladen und dabei kann es auch einige Kühe erwischt haben!
Übrigens, wer den Bericht richtig verfolgt hat (ich hab einen mal früher gesehen, weiss also nicht ob's der selbe war) wird herausgehört haben, dass vor allem seemännische Unkenntnis der Panzerbesatzung PLUS der rauen See an den Verlust der Panzer Schuld war!
Ein erfahrener Segler(wegen der Strömungsverhältnisse) auf jedem Panzer und es wären mehr angekommen als die zwei die es dann tatsächlich geschafft hatten, um von der deutschen Artillerie abgeschossen zu werden!

[ Editiert von Administrator waldi44 am 22.03.05 18:38 ]

Michael 60


22.3.05 19:08:05
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Dann wurden die amerikanischen Soldaten durch die starke Strömung bedingt total falsch abgesetzt. Eine Kompanie landete sogar im Sword-Abschnitt. Weiterhin wurden auch die Soldaten von den Landungsbooten sehr weit vor der Küstenlinie entfernt abgesetzt, so dass sie mehrere hundert Meter weit waten mussten. Viele sie dort durch die schwere Ausrütung einfach so ertrunken.
Die dort liegnede 352. ID wird immer in vielen Publikation (vor allem amerikanischen) als Super-Einheit bezeichnet. Dies ist insoweit falsch, als es sich um eine bodenständige handelt.

Gruß Michael

Hoth


22.3.05 23:11:17
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Da kann man mal sehen, was so ein bißchen MG-Feuerzauber, viel mehr hatten sie ja nicht, und das auch nur an einzelnen Pkt., ausgemacht hat. Schon denken die Amis, sie haben es mit einer "Eliteinheit" zu tun.

waldi44


23.3.05 00:03:12
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Nana, da gab es deutlich mehr als nur "MG- Feuer"!

Aber etwas anderes wird hier deutlich: Pseudowissen!

Ich bin auch schon falschen Infos aufgesessen, wie neulich beim ollen Porsche und dem Panther. Aber D-Day gehört doch eigentlich zum "Allgemeinwissen" des Hobbyhistorikers und da sind solche Aussagen, dass die deutschen Stellungen bei "Omaha Beach" von alliierten Bomben in eine Mondlandschaft verwandelt wurden, doch recht suspekt aber deswegen reden wir ja darüber:D!

~Rainer


23.3.05 00:03:30
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Hallo,
Zitat: "Die dort liegnede 352. ID wird immer in vielen Publikation (vor allem amerikanischen) als Super-Einheit bezeichnet. Dies ist insoweit falsch, als es sich um eine bodenständige handelt."
Die 352. ID war aus den kampferprobten Resten der 321. ID neu aufgestellt worden. Das Buch von Hein Severloh gibt sehr gut Auskunft über die Verhältnisse am Omaha-Beach und im speziellen vor WN 62. WN 62 hatte zwei tsechische 7.5 cm Geschütze(verbunkert, zwei 5 cm Pak, ein 5 cm Granatwerfer, 2 MG 42, zwei wassergekühlte polnische MG, ein ZwillingsMG auf Drehlafette zur Fliegerabwehr
und Festungsflammenwerfer.
Insgesamt gesehen, waren die deutschen verteidigungsanlagen stärker als an den anderen Landungsstränden. Im WN 62 waren die MG-Stellungen auch sehr gut ausgewählt.
Bisschen MG-Zauber? Nach Hein Severloh hat er etwa 12000 Schuss mit MG und 400 mit Karabiner verschossen. Das isdt etwas mehr als ein bisschen MG-Zauber und Franz Gockel hat da ja auch noch mit seinem MG mitgemischt.
Gruss
Rainer

Hoover


23.3.05 00:05:30
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Nun, die 352. ID war eine eher mittlemäßige Division, von der man nach dem D-Day auch nicht mehr viel hörte. In den Ardennen hatte sie noch einmal einen Glanzauftritt, als sie den Abschnitt Diekirch befehlsgemäß besetzte.
Balkowski hat in seinem Standartwerk "Beyond the Beachhead" eindrucksvoll die amerikanische 29th, die 352. deutsche und die ebenfalls deutsche 3. FJD verglichen. Die 352. hatte den Vorteil, dass sie aus befestigten Stellungen her die landenden Amis beschießen konnte. Mehr nicht. Von den ganzen Divisionen im landungsabschnitt hat sie sich sicher am Besten geschlagen.

Zu den Sherman DD: Die amerikanischen LST-Kapitäne tragen die Verantwortung für die Verluste der DD.

Die Shermans waren schon unbeladen nicht seetauglich, überladen (wie am D-Day) waren sie wie Bleiklumpen. Das Freibord betrug gerade mal 40 cm, da reichte eine Welle und der Sherman soff ab. Am Utah-Strand und an Sword und Gold wurden die shermans fast bis aufs Watt gesetzt und haben dort recht viel Ärger gebracht (zusammen mit den Churchill AVRE mit dem Petard-Mörser als Kanone).

Ich denke, man kann im Falle der Landung nicht von Elite sprechen, denn einen Abwehrkampf konnte auch eine HJ-Einheit führen. Und da die deutschen Strandbefestigungen spätestens zum Mittag überall durchbrochen waren zeugt auch vom Kampfgeist der alliierten Truppen, oder nicht? Immerhin haben die deutschen Truppen nciht ein Landungsunternehmen von See her erfolgreich durchgeführt (nein, auch nicht die Einnahme von Ösel, Moon usw).

waldi44


23.3.05 00:33:29
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Übrigens kam eben wieder so ein Blödsinn im Fernsehen!
"Welt der Wunder" nette, interessante Sendung, aber historisch(ausser Urzeit) völlig daneben, sieht die Ursache der hohen Verluste der Alliierten im Untergang der Panzer!
Nicht die intakten deutschen Stellungen (nach vorhergegangenem Fehlbombardemant), sonder das Fehlen der Panzer! Naja, das Gegenteil ist aber auch nicht belegt....

Hoover


23.3.05 00:41:56
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Ach, die Panzer waren nicht die große Hilfe. Bei den Briten hat man es sehr gut gesehen. Da kamen fast alle Funnies an Land, trotzdem haben Infanteristen den Durchbruch geschafft.

Hoth


23.3.05 08:53:41
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Mir ging es mit meiner ironisch gemeinten Aussage nicht so sehr um die abgegebene Schußzahl, sondern um die Aufwertung der Amis von gegn. Einheiten, so bald sie mal ein bißchen Dampf bekommen. Aus welchen Leuten diese Div. bestand und welchen Vorteil diese gegenüber anderen Div. hatte, haben Reiner und Hoover ja schon beschrieben. Das war´s dann auch schon.

Ich habe das Buch von Severloh auch gelesen. Zwei tsechische 7.5 cm Geschütze(verbunkert, zwei 5 cm Pak, ein 5 cm Granatwerfer, 2 MG 42, zwei wassergekühlte polnische MG, ein ZwillingsMG auf Drehlafette zur Fliegerabwehr
und Festungsflammenwerfer sind nun für so einen Abschnitt wahrlich keine unbedingt beeindruckende Streitmacht, wenn man dazu noch bedenkt, das ein Großteil dieser Waffen sehr schnell außer Gefecht gesetzt war und die beiden MG-Schützen bald praktisch allein wirkten.

Aber wie gesagt, mir ging es gar nicht darum, sondern um diese ständige Heroisierung auch der kleinsten Anlässe seitens der Amis. Die können nur froh sein, daß sie es selbat auch nach der Landung nicht mit den kampfstarken und tatsächlichen Eliteeinheiten zu tun hatten.

[ Editiert von Hoth am 23.03.05 8:57 ]

Hoover


23.3.05 09:02:12
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Vergiss nicht, dass die Hälfte von Severlohs Schilderungen etwas...geschönt sind. Der Ghostwriter, der supertolle "Fachmann" Keusgen, hat viel dazugeschrieben, was Severloh so vorher nie erzählte.

Auch der Ablauf und die Zeitzen sind für die Hose. Daher nehme ich Serverlohs Buch auch nur als subejktive Information und nicht als historische Fakten.

Hoth


23.3.05 09:05:15
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Ich auch nicht Hoover, wollte damit nur aussagen, daß mir das Buch bekannt ist. Was die Aufzählung der vorhandenen Waffen an diesem recht großen Strandabschnitt betrifft, ist die angeführte Aufzählung jedenfalls korrekt. Auch hat er ja beschrieben, aus welchen Leuten seine Div. zumeist bestand.

Also alles in allem, keine "Elite-Div.", keine ausreichende und wirkungsvolle Bewaffnung für die Größe der Abschnitte und für mich viele Übertreibungen amerikanischerseits über die Verhältnisse und Ablauf.

[ Editiert von Hoth am 23.03.05 9:09 ]

tiger88


23.3.05 12:15:08
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hätte man nicht über funk luftunterstützung von jabo´s bzw. artillerieunterstützung von see anfordern können? oder waren in den landungswellen keine funkgeräte vorhanden bzw. wurden alle funker vor erreichen des strandes ausgeschaltet?

gruß

andré

~Rainer


23.3.05 12:18:22
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Hallo,
WN 62 war 410 Meter breit und 360 Meter tief, Anstieg so von etwa 10 bis knapp 50 Meter. Die anderen WN hatten ähnliche Bewaffnungen und Grössen.
Gruss
Rainer

Hoover


23.3.05 12:25:33
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hätte man nicht über funk luftunterstützung von jabo´s bzw. artillerieunterstützung von see anfordern können? oder waren in den landungswellen keine funkgeräte vorhanden bzw. wurden alle funker vor erreichen des strandes ausgeschaltet?


Einfacher gesagt. Die Sturmbataillone waren gut mit Funk ausgestattet, aber in der Tat gingen viele Geräte verloren (die meisten werden weggeworfen worden sein), auch gab es laut den Berichten Probleme mit den Verbindungen. Das Wichtigste aber wird gewesen sein, dass niemand Ari- oder Luftunterstützung auf einen Stützpunkt anfordert, wenn man nur 100 m davor liegt.

Auch gab es am Strand selber keine Jabo-Unterstützung am D-Day, ich denke, weil es einfach zu gefährlich war, da in der Luft herumzukurven, während tonnenweise Granaten druch dei Luft fliegen.

tiger88


23.3.05 14:14:06
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Das Wichtigste aber wird gewesen sein, dass niemand Ari- oder Luftunterstützung auf einen Stützpunkt anfordert, wenn man nur 100 m davor liegt.


gut, das ist ein argument ... aber man hatte doch zu der zeit jabo´s wie die typhoon mit raketen. da wäre eine gefährdung der truppen auf ein minmum beschränkt gewesen.

[ Editiert von tiger88 am 23.03.05 14:14 ]

Hoth


23.3.05 18:05:52
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Nicht nur die schweren und mittleren alliierten Bomberkräfte hatten ihre festen und genau abgestimmten Angriffspläne, sondern auch die takt. Fliegerstaffeln, die mit ihren Jabos die Anlandung ja zumeist durch die Niederhaltung von dt. Annäherungsverkehr im Hinterland unterstützten und den Landungsraum in der ersten Zeit so abschirmen sollten. Zudem hatte man sich ja ganz offensichtlich auf die Wirkung des des Bombenangriffs verlassen. Für die unmittelbare Unterstützung in der Küstenlinie war zunächst ausschließlich die Schiffsari vorgesehen. Insofern konnte man nicht einfach so mal eine Jabostaffel ordern.

Insofern waren intakt gebliebene WN ganz sicher eine herbe Überraschung, weil das in den Planungen der Militärs einfach nicht "vorgesehen" war.

[ Editiert von Hoth am 23.03.05 18:08 ]

Michael 60


23.3.05 19:38:40
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Na ich glaube kaum, dass ein Einsatz von Jabo's in dem unübersichtlichen und engen Landungsabschnitt gut gelungen wäre. Die Flieger hätten bei dem Qualm der Ari-Einschläge m.E. nicht viel getrofffen und wären höchst wahrscheinlich noch durch eigene Granaten vom Himmel geholt worden. Die Truppen lagen viel zu nahe aneinander.

Gruß Michael

~Rainer


23.3.05 20:35:09
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Hallo,
wer von den hier Schreibenden war denn schon einmal in der Normandie und hat sich die diversen Landungsstrände angesehen? Mich würde auch interessieren wer hier eine militärische Ausbildung mit Dienstgrad Feldwebel oder h¨her hat?
Von Hoover ist es mir bekannt.
Gruss
Rainer

Hoth


23.3.05 21:17:38
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Warum muß es denn Fw. und höher sein?

Osmanische Reich


23.3.05 23:09:41
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Wie schon gesagt, war ich letztes Jahr in der Normandie. Grund war mein französischer Austausch (Le Havre) und wir haben Omaha Beach + Deutsche Kriegsgräber angeschaut. Ich muss da einige korigieren. Es gab schon Bomben in Mitten der Strandabteilung, aber nicht so hart.

Illuminatus


23.3.05 23:12:27
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Smiley mit Ironie-Schild
Wahrscheinlich weil dem einfachen Soldaten nicht zusteht über Taktik was zu wissen, dass gibt es erst ab dem Unteroffizier aufwärts. Das Rückgrat der Armee war ja nicht zum denken da, sondern zum kämpfen und sterben. Musst in der Grundausbildung schon ab und zu mal hinhören.
Smiley mit Ironie-Schild

@ ~Rainer

Ham se jedient?

~Rainer


24.3.05 10:56:53
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Hallo,
Zitat:
"@ ~Rainer

Ham se jedient?"
Ein bisschen.

WN 62 wurde nicht von den alliierten Luftwaffen bombardiert. Der Segen kam im Hinterland runter. Was es gab, war Beschuss durch Schiffsartillerie. Aber davon sieht man heute nur noch wenig, da die Trichter, wie auch viele Laufgräben zugelaufen sind.
Auf der Pointe du Hoc kann man noch die Bomben- und Granattrichter sehen. Dort ist es im Prinzip noch so mit Trichtern übersäht wie 1944. Allerdings wurde der Beobachtungsbunker direkt am Steilhang mittlerweile abgesperrt, da es einige Felsabgänge gab und der Bunker auch abzustürzen droht.
Gruss
Rainer

Hoth


25.3.05 00:30:24
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Gepostet von ~Rainer
Hallo,
wer von den hier Schreibenden war denn schon einmal in der Normandie und hat sich die diversen Landungsstrände angesehen? Mich würde auch interessieren wer hier eine militärische Ausbildung mit Dienstgrad Feldwebel oder h¨her hat?
Von Hoover ist es mir bekannt.
Gruss
Rainer


Was genau sollte diese Frage also?

Ging es Dir um die Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten der hier Postenden, was grundsätzlich nachzuvolziehen ist, oder ging es Dir um die Anzweiflung historischer, operativer oder taktischer Begebenheiten, Fakten und Fähigkeiten unterhalb der Fw-Linie?!;)

[ Editiert von Hoth am 25.03.05 0:33 ]

~Rainer


25.3.05 03:47:04
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Hallo,
@ Hoth:
mir ging es mit dieser Frage darum, wer überhaupt etwas Ahnung von Militär und Militärgeschichte hat. Wenn ich mir so einige Postings ansehe, nicht nur in diesem Forum, dann kann ich mich nur über Unkenntnis wundern. Da gibt es Wehrpflicht 1933 und was operativ mit F am Omaha-Beach zu tun hat entzieht sich meiner Kenntnis.
Osmanisches Reich hat ja schon so einiges korrigiert. Was Ohama-Beach angeht nicht unbedingt korrekt aber französische Publikationen zu D-Day sind mit Vorsicht zu geniessen.
Gruss
Rainer

Balsi


25.3.05 11:31:47
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also mach das ja nun auch schon lange mit der Militärhistorik.. was einem da manchmal so alles vorkommt...
EK`s die Ritterkreuze sein sollen, Leutnantte die 1943 das DKiG erhielten 1944 aber Unteroffiziere waren und wo Schörner als GO unterschreibt obwohl er schon 3 Monate FM war.
Oder einer der "Initiative gegen falsche Glorie".. der Kammhuber deswegen verurteilt wissen will.. weil er 1923 als Ausbildungsoffizier (Leutnant) nicht gegen den Hitler-Putsch vorging, selbiger schickte Mölders zum Kampf über der Krim, da war er schon längst tot.
Das Problem ist, das jeder Bücher schrieben kann.. Kurowski bspw. hat eins zwei gute Bücher geschrieben den Rest hat er aus anderen Büchern zusmamengeschrieben.
Wenn man etwas in einem Buch liest dann geht man vielerorts davon aus, das es stimmen muss. Ähnlich ist es wenn man heute Bücher aus der DDR liest.. es gibt einfach Punkte die man jetzt besser beurteilen kann.
Nehmen wir auch mal den einen Historiker aus der ARD-Doku... war im 2. WK Offizier der Roten Armee (als Deutscher Emigrant) und in der DDR bekannter Historiker.. er muss sich sicherlich auch den Vorwurf gefallen lassen... geschrieben zu haben was nicht stimmt. Ob er prädestiniert ist über den 2. WK zu reden.. naja ich weiss nicht. Er hat im Sinne einer "Diktatur" gehandelt und das auch die Historik regimekonform war wissen wir alle.
Nehmen wir bspw. mal Theodor Eicke.. lese gerade den 1. teil von Vopersal`s Chronik der TK-Division... er schriebt im Vorwort das es nicht darum gehen kann Eickes Taten und Stellungen vor dem krieg zu zeigen.. das interessiere nicht, sondern nur der Krieg. So wurde etwas ausgeblendet was man nicht ansprechen wollte und nicht negieren konnte.

waldi44


25.3.05 12:27:12
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Die Beurteilung eines historischen Ereignisses ist auch immer abhängig vom jeweiligen politischen Standpunkt des Betrachters.
Man SOLL neutral sein, ist es aber meistens nicht!
Wenn man zB den Mut, die Tapferkeit, den Edelmut, die Opferbereitschaft und was weiss ich, der Wehrmacht(Waffen SS) über alles schätzt und die Gegner Deutschlands IMMER Feige und Hinterhältig sind, wird man JEDES, auch militärische Ereignis, anders beurteilen als jemand anderes!

Da wird dann eben der Strand von Omaha in eine Mondlandschaft verwandelt, in der nur Supermänner überleben konnten, da verzichtete die Wehrmacht freiwillig darauf in Moskau einzumarschieren.....

Es ist auch DIE Frage, welcher Quellen man sich bedient! Von uns hat wohl kaum jemand Zutritt zu Quellen, die der andere nicht auch hat. Aber was macht man damit, welcher Quelle schenkt man Glauben oder mehr Glauben als der anderen.

Im Falle von Omaha wird eben "übersehen", dass die Bomben fehlgeleitet wurden, dass die Sherman grösstenteils versanken und dass die bis 30 m hohen Steilhänge und Klippen für die Vertidiger optimal und für die Angreifer eher erschwehrend waren.
Für die einen war Hein Severloh die "Bestie von ,Omaha Beach", für die anderen "Der Held im Widerstandsnest 62"!

Merlin61


26.3.05 06:01:59
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Waldi hat u.a. geschrieben:
Da wird dann eben der Strand von Omaha in eine Mondlandschaft verwandelt, in der nur Supermänner überleben konnten(...)

1. habe ich geschrieben,
Zitat: "in einer Mondlandschaft nicht unähnliche Optik verwandelt..."
und dies bezog sich auf den Atlantik-Wall im Allgemeinen und auch, aber NICHT nur, auf den Omaha-Abschnitt.
Selbst wenn bei Omaha "auch" einiges unbestreitbar vom Himmel fiel und "ein paar" Krater(=nicht unähnlich wie auf dem Mond)
dabei hinterliesen, habe ich damit noch lange nicht behauptet, das es dort auch tatsächlich wie eine reine Mondlandschaft aussah.

Obwohl, schau dir doch einfach mal diese Bilder und die zugehörigen Links dazu näher an:


Bildunterschrift: "Das (2.) Bild zeigt eine in Beton gegossene, 3-dimensionale Karte der Umgebung."

Gefunden auf
Deutsches Atlantikwall-Archiv


...und speziell von Omaha-Beach (Jahrzehnte danach):


Bildunterschrift: "Wenn man das Glück hat, die Batterie relativ touristenfrei anzutreffen,
sind die Ausmaße der schweren Bombardements auch heute noch zu erkennen."



Auf Grund der beiden Bilder ein ganz spezieller Tipp @Waldi:
Bitte zuerst ein Posting nur so lesen wie es gemeint war und weniger dabei mutmaßen was man alles
NOCH darunter verstehen / AUCH hineininterpretieren kann, "könnte" zukünftig evtl. hilfreich sein ;)




2. und zu deiner "...in der nur Supermänner überleben konnten"-Bemerkung noch etwas.
Auf dem Mond gab und gibt es bis heute wohl auch keine Bunker, damit das was alles z.B. auf den AW einschlug
auch jemand überleben konnte, ohne deshalb gleich als Supermann in die Geschichte einzugehen - oder doch ? :D


*Nachtrag*
Hier eine, wie ich finde, interessanter Seite zu Der Atlantikwall, von der auch das erste Bild stammt.
Und die Hauptseite, wo ich das zweite Bild gefunden habe hier =>Der Atlantikwall in Frankreich

Dann wünsche ich noch viel Vergnügen allen die Interesse daran haben.

[ Editiert von Merlin61 am 26.03.05 6:04 ]

~Rainer


26.3.05 11:39:00
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Hallo,
Pointe du Hoc(zweites Bild) kann man nicht mit dem normalen Omah-Beach vergleichen. Pointe du Hoc wurde am Morgen des 6.6.1944 mit etwa 600 schweren Schiffsgranaten belegt. Danach wurde die Batterie noch einmal von 18 Maraudern gebombt. Die anderen Stellungen von Omaha wurden durch die Luftwaffenbombardierungen nicht betroffen.
Dann könnte man auch das Gelânde auf dem Mont Canisy fotografieren und behaupten, so wurde der Atlantikwall gebombt.
Gruss
Rainer

waldi44


26.3.05 12:35:43
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@Merlin61: War nicht persönlich gemeint und ich denke, ich habe Dein Post schon richtig verstanden:D!
Hier ging es weder um den Pointe du Hoc im speziellen und den Atlantikwall im allgemeinen, sonder nur um Omaha Beach!

Ich wollte Dir auch nichts unterstellen, vertue mich ja auch manchmal, aber es gibt da eine gewisse Tendenz(nicht unbedingt bei Dir oder nur bei Dir:D), die ich zu Ausdruck bringen wollte:)!

Hoth


26.3.05 14:20:21
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Gepostet von ~Rainer
Hallo,
@ Hoth:
mir ging es mit dieser Frage darum, wer überhaupt etwas Ahnung von Militär und Militärgeschichte hat. Wenn ich mir so einige Postings ansehe, nicht nur in diesem Forum, dann kann ich mich nur über Unkenntnis wundern. Da gibt es Wehrpflicht 1933 und was operativ mit F am Omaha-Beach zu tun hat entzieht sich meiner Kenntnis.
Osmanisches Reich hat ja schon so einiges korrigiert. Was Ohama-Beach angeht nicht unbedingt korrekt aber französische Publikationen zu D-Day sind mit Vorsicht zu geniessen.
Gruss
Rainer


Das mag alles gut sein und auch mich nervt in manchen Foren, mit welchem Unwissen vor allem die Kiddies dort auftauchen. Dennoch ist es schon sehr anmaßend wie ich finde, hier in der von Dir gewählten Form nicht nur Wehrzeit abzufragen und diese tatsächlich auch noch in einen Zusammenhang mit wehrhistorischem Wissen und Interesse zu bringen, sondern dies auch noch "dienstgradmäßig" in Relation bringen zu wollen!Smiley mit LoooL-Schild

Also so viel Schwachsinn und Frechheit zur "Kategorisierung" von Forumsmitgliedern habe ich so noch nicht gelesen!

Ich will das gar nicht weiter vertiefen, schon gar nicht in diesem Thread, aber anmerken wollte ich dies auf jeden Fall.

[ Editiert von Hoth am 26.03.05 14:22 ]

Illuminatus


26.3.05 14:26:17
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Hast recht Hoth, dass diskutieren wir in einem anderen Thread (http://www.nexusboard.net/showthread.php?threadid=229724&siteid=332).

Merlin61


26.3.05 16:07:28
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@Rainer & Waldi

Das auf dem Bild speziell "nur" Pointe du Hoc zu sehen ist, konnte ich vor dem Posten leider nicht erkennen - sorry.

Hinter Deutsches Atlantikwall-Archiv: Landeabschnitt Omaha ist Eingangs auch zusammengefasst, worüber wir uns unterhalten:
Am OMAHA-Landeabschnitt erlitten die alliierten Truppen die höchsten Verluste. Es kamen dabei mehrere für die Landungstruppen widrige Umstände zusammen. Hinter den Befestigungsanlagen waren, von der Résistance unbemerkt und folglich dem alliierten Nachrichtendienst verborgen geblieben, deutsche Verstärkungen eingeschoben worden. Die Schwimmpanzer versanken zumeist aufgrund des hohen Seeganges, die Bomber warfen ihre vernichtende Last zu weit ins Hinterland und die Raketenwerfer kamen nicht nahe genug an die Küste heran.

Wobei hier noch 2 zusätzliche Faktoren mit dazu kommen(=eingeschobene Verstärkungen und die Raketenwerfer),
welche wir (hier im Thread) noch gar nicht extra erwähnt haben - zumindest sind mir diese noch nicht aufgefallen.

Vielleicht könnte man auf diese 2 Punkte auch noch weiter eingehen,
welche Auswirkungen diese u.U. hatten - oder auch keine entscheidende ?

Markus Becker


26.3.05 17:38:29
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Gepostet von Merlin61


Wobei hier noch 2 zusätzliche Faktoren mit dazu kommen(=eingeschobene Verstärkungen und die Raketenwerfer),
welche wir (hier im Thread) noch gar nicht extra erwähnt haben - zumindest sind mir diese noch nicht aufgefallen.


Ich möchte noch eine Punkt erwähnen, dem in englischsprachigen Foren besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Die Verteidiger von Omaha-Beach waren zum Zeitpunkt der Landung bereits in voller Alarmbereitschaft,alle Stellungen waren bemannt, alle Waffen bereit. Angeblich hat das betr. Regiment zufällig zu diesem Zeitpunkt eine Übung durchgeführt.




Vielleicht könnte man auf diese 2 Punkte auch noch weiter eingehen,
welche Auswirkungen diese u.U. hatten - oder auch keine entscheidende ?


M.A. kamen da viele Probleme zusammen. Bessere und alarmierte Verteidiger, schwierigeres Gelände, stärkere Befestigungen, abgesoffene Schwimmpanzer, wirkungsloses Bombardement von See und Luft...

Für sich allein, wäre jeder Punkt nicht von großer Bedeutung gewesen, aber die Kombination war tödlich.


Gruß Markus
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