Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Das Drama von Demmin.

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AutorBeitrag

waldi44


28.6.05 18:48:09
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Nemmersdorf war damals überall im Vormarschgebiet der Roten Armee und Demmin war das Nemmersdorf von Vorpommern.

In den Morgenstunden des 30.April 1945 erreichte die 1. Mech. Brig. des 1. Gardepanzerkorps der 65. Armee den Stadtrand von Demmin.
Die Brücken über die Tollense und Peene waren gesprengt, aber ansonsten war die Stadt unverteidigt. Uber die Tollense wurde eine Pontonbrücke gebaut und die Russen zogen in die Stadt ein.
Allerdings fielen doch einige Schüsse, abgefeuert von Fanatikern, die meinten noch kämpfen zu müssen....
In der Stadt befanden sich etwa 30.000 Menschen. Die Hälfte davon Flüchtlinge aus dem Osten.
Beim durchkämmen Demmin's entdeckte man neben dem Marinedepot ein Proviant- und Ausrüstungslager und, sehr zum späteren Leidwesen der Bevölkerung, ein ebenfalls völlig intaktes(!) Alkohollager der Demminer Getreidebrennerei.
Angeblich als Vergeltung für die gesprengten Brücken und den Schüssen aus dem Hinterhalt, wurde Demmin für drei Tage der Plünderung preisgegeben.
Die sich dem Trunk hingebenden Rotarmisten wurden zu wilden Tieren, die, Ehrenburgs Worten gedenkend, raubten, mordeten und "...den Rassenhochmut der germanischen Frauen" mit Gewalt brachen.
Wie gross nun dieser Akt der Barbarei wirklich war, bleibt verborgen, denn neben den tatsächlichen Morden und Vergewaltigungen, brach vornehmlich unter den Frauen eine Massenhysterie aus. Auch als späte Folge der Nazigräulpropaganda.....
Viele Frauen, zT. in ganzen Gruppen, oft mit ihren Kindern zusammen nahmen sich das Leben mit allem was ihnen zur Verfügung stand - Gift, dem Strick, man schnitt sich die Pulsader auf oder erträngte zuerst seine Kinder und dann sich selbst!
Am Ende waren es 900 Todesopfer, die es zu beklagen gab. Überwiegend Frauen und Kinder! Die Zahl der Vergewaltigungen wird wohl für immer im Dunkeln bleiben und wohl auch ihre Folgen.

Die Kriegsgräberführsorge hat den Opfern jener schrecklichen Tage ein eigenen Friedhof als Denk- und Mahnmal errichtet.

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3.7.05 12:44:57
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Der "BeFreier" und Kommandeurs des 1.Gardepanzerkorps steht bestimmt immer noch im goldenen Buch der Stadt....
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waldi44


3.7.05 18:09:31
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Das glaub ich kaum!
In "Wiki" steht's jedenfalls ähnlich wie oben von mir beschrieben Wiki

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4.7.05 10:46:02
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Mensch @waldi das war ein Witz, bezogen auf Bersarin und Berlin!
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waldi44


4.7.05 11:11:04
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Ich hab den Witz schon verstanden! Könnte aber möglich gewesen sein. In der DDR sah man, zumindest offiziell, die Ereignisse rund um die Befreiung etwas anders als sie von der Bevölkerung(vor allem im Osten) erlebt wurden und auch heute versucht man sich irgendwie zu distanzieren.
Ich denke, das liegt vor allem daran, weil man Konflikte mit rechten und linken Aktivisten befürchtet.
Möglichst keine Schlagzeilen und nicht auffallen...

Niwre


4.7.05 11:31:59
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Besarin wurde zumindest aus der Ehrenbuergerliste gestrichen. Wieso eigentlich?

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4.7.05 11:42:05
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Nein !
Der Rot-rote Senat ließ Ihn wieder einschreiben und einen Baum für Ihn pflanzen.
Man strich Ihn 1990 (CDU) weil er keine Sorge dafür trug, das die tagelangen Vergewaltigungen, Brandschatzungen und Plünderungen aufhöhrten.
Man ließ Ihn wieder zu ,weil der rot-rote Senat der Meinung war, er hätte als Stadtkommandant nicht die Mittel gehabt dies zu unterbinden. Richtig ist, das er sich für die Versorgung der Stadt von Anfang an einsetzte.
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Niwre


4.7.05 12:17:19
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Gepostet von logo
Man strich Ihn 1990 (CDU) weil er keine Sorge dafür trug, das die tagelangen Vergewaltigungen, Brandschatzungen und Plünderungen aufhöhrten.

Dachte mehr im Dreh '92...

Man ließ Ihn wieder zu ,weil der rot-rote Senat der Meinung war, er hätte als Stadtkommandant nicht die Mittel gehabt dies zu unterbinden. Richtig ist, das er sich für die Versorgung der Stadt von Anfang an einsetzte.

Seh ich fast auch so. Also gibt es keinen Beleg, dass er es geduldet hat und auch sonst nichts gegen ihn?

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6.7.05 15:01:51
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Nee, Bersarin hatte keine Macht (schon traurig) seine entmenschten Soldaten zu kontrollieren. Seine Befehle lauteten dann schon am 3.5.45 wie folgt: alle Truppen (so weit entbehrlich), so schnell wie möglich wieder raus aus der Stadt und buchstäblich in die Wälder! Im Umland gingen die Vergwaltigungen und Plünderungen dadurch bis in den Juni'45 noch weiter, besonders an Kontrollpunkten.
Lag damit aber nicht mehr im Verantwortungsbereich Bersarins!
Ihn selber ist überhaupt nichts vorzuwerfen, außer das er seiner Verantwortung nicht Genüge getan hat.
Er selber, so munkelt man ,ist unter Alkohohleinfluß in Berlin Motorrad gefahren und wurde von einem LKW überfahren.
Die Kreuzung war eigentlich gut einsehbar, na ja.....
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AK 74 ZF


6.7.05 17:52:24
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Logo - das seh ich etwas anders. Bersarin hat nachweislich Befehle erteilt daß Vergewaltigungen und Plünderungen zu unterbleiben haben. Er tat auch alles was in seiner Macht stand dies durchzusetzen. Das Problem war - seine Macht und Disziplinargewalt war Anfangs sehr begrenzt ! Er war nicht der "allmächtige Kommandeur" sondern eher ein "kleiner" General.

Das Problem der Vergewaltigungen, Plünderungen u.a. Greultaten durch die Rote Armee liegt tiefer und komplizierter. Ist ein trauriges und auch beschämendes Kapitel welches bis heute zum Teil Tabuisiert, aber auch in Diskussionen häufig mißbraucht wird. Eigentlich eher ein Totschlagsargument bzw. häufig emotionales Ende der Diskussion. Übrigens kenne ich die Diskussion sogar schon aus meiner Jugend - die Greultaten der Roten Armee waren trotz Propaganda und Abwürgen der Diskussion selbst in Teilen der älteren DDR-Bürger kein Geheimnis. Allerdings waren offene Diskussionen bzw. Gespräche darüber gefährlich und Tabu. Galt als "faschistische Propaganda" gegen die Sowjetarmee und war strafbar.

Mann muß und sollte aber in Diskussionen auch aufpassen damit man die Sowjetsoldaten nicht alle in das Klische des Vergewaltigers einordnet. Denn dies ist nicht so !
Übrigens gab es auch an der Westfront böse Fälle organisierter Massenvergewaltigungen durch Amerikaner, Engländer und besonders durch französische Truppen ! Glaube irgendwo hier im Forum wurde zu einem Dorf etwas geschrieben wo französische Kolonial auch hunderte Vergewaltigungen begangen haben. Das Problem von gehäuften Vergewaltigungen - die Frau als Beute des Kriegers - zieht sich übrigens als leidiges Thema durch die Jahrtausende und ist nicht ein spezielles Thema nur hinsichtlich der Rotarmisten.Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley Einzelvergewaltigungen und Plünderungen, aus unterschiedlichen Gründen, gab es in jeder an Kriegen beteiligten Armee. Das Problem des gehäuften Auftretens von solchen Verbrechen hängt aber von verschiedenen Faktoren ab.
Sei es Kultur, Erziehung (wobei da die Dauer der Verrohung der Leute hinsichtlich des Krieges auch eine Rolle spielt), Ideologie, Haß, Duldung oder sogar evtl. Förderung solchen Verhaltens, Disziplin und Ordnung in der Truppe und vieles mehr. Speziell bei der Roten Armee spielte da der lange aufgebaute Haß inclusive der direkten Aufrufe zu solchen Greultaten (man denke nur an die Haßaufrufe von Ilja Ehrenburg - angeblich ja nicht wahr lt. heutiger linker Fans des Herrn - gibt ja in Berlin sogar ein Kaffee mit dem Namen dieses Verbrechers) aber auch die schwierige Führung der aus vielen Kulturen bestehenden Armee eine Rolle. Gerade bei vielen mongolisch-tartarischen Soldaten spielte da auch eine andere "Kriegskultur" und Einstellung zur Frau eine Rolle. Viele Verbrechen waren eine Folge mangelnder Disziplin und Ordnung in einigen Einheiten. Folge waren nicht nur Kriegsverbrechen sondern auch zusätzliche Verluste - durch geminderte Kampfkraft, Disziplinlosigkeit, härterer Gegenwehr der Deutschen aber auch durch Gewalt unter den Truppen selbst. Es wurden sowohl Plünderer und Vergewaltiger durch strenge Kommandeure erschossen als auch Vorgesetzte welche Ordnung schaffen wollten durch Marodeure. Es gab viele Offiziere und Generale bis hin zu einfachen Soldaten der Roten Armee welche das Problem der Plünderungen, Vergewaltigungen u.ä. KV als Problematik erkannten und dagegen einschritten. Und nicht wenige davon bezahlten ihr Einschreiten vor Ort selbst mit ihrem Leben !Auch dies muß man zur Ehre der Sowjetsoldaten anerkennen !

GO Nikolai Bersarin war einer jener sowjetischen Kommadeure welcher sehr kultiviert war und auch gegenüber den Deutschen Menschlichkeit walten ließ. Er sorgte sogar schon während der Kämpfe !!! für die Widerherstellung der Versorgung bzw. Aufrechterhaltung ziviler Infrastruktur und kümmerte sich um für die Berliner Bevölkerung lebenswichtige Probleme.Er befahl - bzw. genehmigte - auch die Versorgung der Berliner Bevölkerung aus den Truppenvorräten seiner Einheit. Daß er nicht in der Lage war seinen Befehl zum Verbot von Plünderungen, Vergewaltigungen u.a. Verbrechen durchzusetzen lag sicher nicht an ihm. Immerhin waren nicht alle Kommandeure so menschlich eingestellt.
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Und wenn wir da mal verdammt ehrlich sind - es gab auch genug deutsche Vorgesetzte welche für die völlige Vernichtung der "Untermenschen" skandierten und hart und grausam im Osten vorgingen ! Gerade gegenüber den "Sowjet-Bolschewiken" wurde auch manch Deutscher zum Schwein- sprich "Unmensch".Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley
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Der frühe Tod von Bersarin (und sei es per Motorrad und nach einer Feier) war durchaus ein Verlust für die Berliner Bevölkerung. Mehr solche Männer wie N. Bersarin auf verantwortlichen Posten bzw. mit seiner Einsicht daß die Deutschen auch als Menschen zu behandeln seien hätte sicher dem Ansehen der Roten Armee in der dt. Bevölkerung gut getan. Wobei man auch sagen muß daß sowjetische Soldaten in Berlin, teilweise sogar noch unter Beschuß !!!, selbständig anfingen an die hungernde Bevölkerung Lebensmittel auszuteilen. Auch das gehört zum Bild der Roten Armee !

Ich zumindest fand die Streichung Bersarins aus dem Ehrenbuch Berlins eine Sauerei und bin durchaus damit einverstanden daß er 1993 wieder als Ehrenbürger eingeschrieben wurde.

In dem Fall "Ehre wem Ehre gebührt". - Er hat es verdient.

AK 74 ZF - der sehr unterschiedliche Berichte über Sowjetsoldaten kennt -

P.S. Schlimm war es wenn die Truppen an Unmengen Alkohol gelangten. Übrigens auch bei deutschen Soldaten ! (Selbst heute ist übermäßiger Alk-Genuß häufig Problem bzw. Auslöser von "Diszilinlosigkeiten" - und das im Frieden !)

Hoth


6.7.05 19:29:14
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Guter Beitrag AK, der es sehr gut trifft. Zumindest sollte man aber auch über diese Dinge offen sprechen dürfen, wenn man uns schon immer den Spiegel vorhält und diese Generation Deutscher vor allem in Deutschland selbst immer wieder und immer noch in vielen Dingen verteufelt.

Das hat nichts mit Aufrechnen oder Relativieren zu tun, sondern mit Wahrheit, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit. Das dies leider heute immer noch nicht so gehandhabt wird schmerzt wohl heute viele Menschen mehr, als die begangenen Untaten selbst.

[ Editiert von Hoth am 06.07.05 19:31 ]

AK 74 ZF


6.7.05 20:20:47
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Hoth - da bin ich genau Deiner Meinung.
Das Problem ist leider daß viele dieser Taten heute auch wieder instrumentalisiert werden. Und sei es nur zu nachträglichen Haß. Es ligen inzwischen 60 Jahre dazwischen - ich kenne noch einige ältere Damen welche Schlimmes erlebt haben - seltsamerweise spielt Haß in den Erzählungen kaum eine Rolle. Emotionen - von Unverständnis, Empörung, sicher auch teilweise Wut oder Haß (aber nie pauschal gegen die "Russen" als Volk selber) - aber meist Traurigkeit und Wut darüber daß dieses Thema auch heute noch von einigen (schon wieder) als Tabu-Thema behandelt wird, weil es ja "unangenehm" ist. Das Schlimmste sind die Typen - vorwiegend aus der linken Szene - welche den Frauen quasi eine Art Mitschuld (weil ja Angehörige des "Tätervolkes") geben und das noch im Namen der "Völkerverständigung". Hinterher jammern dieselben Schwachköpfe rum daß sich die Rechten mit Inbrunst dieses Themas annehmen.
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Den direkten Opfern des Krieges (egal welcher Nation !) habe ich als lange danach Geborener nicht vorzuschreiben wie sie zu denken, fühlen oder damit um zu gehen haben - dies steht mir nicht zu ! Aber alle Nachgeborenen sollten aus der Geschichte zumindest die Lehre ziehen daß soetwas nie wieder geschehen darf ! Und das fängt damit an daß man nicht die "Kriege" der Vorfahren fortsetzt sondern friedliche Wege wie Verständigung und Freundschaft zwischen den Völkern beschreiten sollte. Zur Aussöhnung gehört aber auch der Umgang mit Schuld - übrigens der Schuld aller beteiligten Seiten ! Und da haben wir Deutsche bisher ziemliche Vorarbeit (bis hin zur Übertreibung) geleistet.
Aber trotzdem haben auch wir noch genug zu tun. Themen wie dieses aber auch das Sudeten- oder Polenthema zeigen dies. Und da mach ich übrigens keine Ausnahme. Auch ich habe noch einige böse Ressentiments welche durchaus noch vorhanden sind.Wenn mir jemand das ehemalige slawische Fischerdorf und spätere deutsche Stadt Stettin als "Ur-Polnische Stadt verkauft - .....Kopf-an-die-Wand-hau-Smileykrieg ich Anfälle von "Polenhaß"Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley über den Anteil auch der Slawen an der deutschen Geschichte incl. des deutschen Volkes (was auch slawische bestandteile und Wurzeln hat !) sollte man schon reden - sie gehört sogar dazu (auch wenn dies einige nicht gern wahr haben wollen !).
Daß auch die Deutsch-Polnische Geschichte dazugehört - und ordentlich aufgearbeitet werden muß - ich stelle keinen Antrag hinsichtlich Vermögensanspruch auf das Haus in der ehemaligen Horst-Wessel-Gasse 13 in Jauer - weil es mir irgendwie nicht zusteht ! Denn ich hab es bisher noch nie gesehen. Sollt ich es doch einmal, solange mein Onkel es mir noch zeigen kann, besuchen - bin ich da maximal Gast.
Mit den "Russen" ist es ähnlich - meines Großvaters Haß auf die "Russen" (bedingt durch den Krieg) ist nicht meiner ! Ich habe/hatte inzwischen russische Freunde, habe Rußland besucht - wurde da übrigens als Deutscher sehr gastfreundlich aufgenommen - und irgendwie sogar lieben gelernt. Der teilweise plumpe "Russenhaß" mancher seltsamerweise meist sehr jungen Wessis ist für mich immer total unverständlich. Die Bürschlein haben doch teilweise noch nie "Russen" gesehen oder erlebt ! - Wie gesagt-> mein Großvater hat hart und verbissen bis zum Kriegsende gegen die Russen gekämpft und war bis 1949 in russ. Gefangenschaft -> aber ich kann doch nicht den Haß meines Großvaters gegen die "Russen" (wobei er nie die "Russen" als Volk gehaßt hat !) heute noch "kultivieren". Ist doch Schwachsinn !

AK 74 ZF

Hoth


6.7.05 20:54:27
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Auch hier hast Du Recht, AK. Man sollte niemals trotz allem Nationalstolz oder Patriotismus ein ganzes Volk verdammen oder gar hassen. Es gibt nie nur GUT oder nur BÖSE.

Erstaunlicherweise sind es oft viele der ehemaligen Soldaten, die für ihren ehemaligen tapferen russ. Gegner hohe Achtung empfinden und auch menschliche Seiten kennengelernt haben. Oft mehr Achtung als vor dem ehemaligen Westgegner, der zumeist nur materiell gesehen und soldatisch oftmals verachtet wird.

Wie auch immer, es kann jedenfalls nicht sein, daß zu diesem Thema heute noch über diese in diese unglückselige Zeit hineingeborenen und großteils unschuldigen Menschen von den Goldhagens, Seamans, Volkers und Veiths dieser Welt hier stets vom Tätervolk oder von den Faschisten in abnormaler und menschenverachtender Weise völlig einseitig und unwahr vokabulisiert wird.

Insofern kann ich Deine Ansichten absolut teilen.

[ Editiert von Hoth am 06.07.05 20:54 ]

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7.7.05 11:03:55
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Zwei hervorragende Beiträge von AK !
Ich persönlich bin nicht vom Haß beseelt und kann dem vorbehaltlos zustimmen.
Ich dachte eigentlich, ich hätte mich konkret ausgedrückt gegenüber Bersarin:...er hatte nicht die Macht..... usw. !
Ich schrieb auch etwas früher schon über die Verdienste der Versorgung der Bevölkerung.
Etwas muß man aber klarstellen, wenn ich verantwortlich bin (Stadtkommandant) und auch wenn ich es nicht durchsetzen kann ,ist dies zu verantworten!
In Politik, wie in Wirtschaft, wie beim Militär !
Auch wenn ich keine Macht zur Durchsetzung habe, bin ich vor der Geschichte verantwortlich!
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Niwre


7.7.05 11:36:09
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Er war Stadtkommandant, nicht Kommandeur aller russ. Truppen in Berlin. Oder liege ich da falsch? MMn. hatte er nicht die Befehlsgewalt, um etwas aendern zu koennen.

waldi44


7.7.05 11:46:06
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Normalerweise hat man als Stadtkommandant alle zivilen Rechte inne. Eigentlich auch die militärischen, eben ALLE Rechte. Zumindest so lange, bis zivile Institutionen eingesetzt wurden und die Vollmachten offiziell übergeben wurden.
Wer die Macht hat, hat auch die Verantwortung, unabhängig davon, ob er die Macht hatte sie/sich auch durchzusetzen. Das mag ein "mildernder Umstand" sein, den man jedem Stadtkommandanten zugute halten kann, im Zweifelsfall aber schützt er nicht vor dem Gericht, es sei denn, man ist selber das Gericht!

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8.7.05 08:21:11
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So sehe ich das auch @waldi!
Er ist vor sich selber und der Geschichte verantwortlich.
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Hoover


11.7.05 10:11:52
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Übrigens gab es auch an der Westfront böse Fälle organisierter Massenvergewaltigungen durch Amerikaner, Engländer und besonders durch französische Truppen !


Von en Franzosen hab ich schon gelesen, aber zu den Massenvergewaltigungen durch Amis und Engländer hätte ich gerne mehr Infos. Wäre mir nämlich neu.

pew78


16.7.05 01:03:35
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Bin neu hier, komme aber aus der Ecke.
Ich weiß, meiner ist kein substanztieller Beitrag ... aber die meisten gucken doch lieber "Fernsehen" Ich bin hier, weil ich dies ab heute nie wieder tue.
Bestimmt bin ich falsch ,dann verschiebt mich...!

Habe immer gedacht, die "Nordmänner" wären die Ritter zwischen 1940-45 gewesen , aber dann dies...

http://www.deutsche-zeitung.com/Vorhof/Redaktion_1/Danische_Nachrkriegsverbrechen/body_danische_nachrkriegsverbrechen.html
oder....
Zehntausende Todesfälle durch verweigerte medizinische und humanitäre Hilfe für deutsche Flüchtlinge in Dänemark 1945.

In einer grundsätzlichen Übersicht über die Literatur zur deutschen Besatzung Dänemarks hat Palle Roslung Jensen anlässlich des 50 jährigen Jubiläums ....

[ Editiert von pew78 am 16.07.05 23:39 ]

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27.7.05 09:18:30
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Sie waren ja alle Unschuldslämmer, gerade die ,die im Verhältnis am wenigsten am Krieg zu leiden hatten (Tschechen, Dänen, Norweger)waren mit die größten Racheengel.
Hippokratischer Eid? Nie gehört,aber Demokraten waren sie schon immer.....
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