Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Deutsche verbrennen eigene Verwundete???

zurück zur Themenübersicht
AutorBeitrag

Balsi


30.7.05 22:52:27
Direktverweis
Hallo,

lese gerade ein Büchlein mit dem Titel: Der Krieg der deutschen Wehrmacht und der Polizei 1941 - 1944 - Sowjetische Überlebende berichten

Da schreibt der Autor (Paul Kohl):

"[...]Südlich von Mogilew liegt Rogatschow (habe da nur Rogatschew gefunden) Da gab es ein Krankenhaus für deutsche Offiziere. Die Deutschen sind so schnell abgezogen, daß sie nciht einmal Zeit hatten ihre Verwundeten mitzunehmen. Da haben sie ihre Verwundeten einfach erschossen. Sie übergossen sie mit Benzin und steckten sie an. [...]"

Haltet ihr sowas für möglich?

JanHendrik


30.7.05 23:05:51
Direktverweis
Ehrlich gesagt : NEIN ...

Wenn ich den Aufwand bedenke , mit dem Nehring 1941 die Verwundeten aus dem Kessel an der südlichen Mittelfront im Winter 1941 rausboxte ...

Sicher mag es öfters vorgekommen sein , das sich einzelne , nicht transportfähige Verwundete lieber erschißen ließen , als sich von der Roten Armee überrollen zu lassen . Aber in dem Fall trau ich sowas eher der Roten Armee zu .

Meine bescheidene Meinung ...

Jan-Hendrik

Hoth


31.7.05 12:57:51
Direktverweis
Völlig abwegig! Selbsterschießungen waren ja wohl keine Seltenheit wenn ein Abtransport nicht mehr möglich war, aber ansonsten wurde wohl alles dafür getan das ein solcher möglich wurde. So wie das jedenfalls offensichtlich in dem Buch beschrieben wird halte ich dies für völlig unmöglich, denn das hieße Tod durch Kameraden gegen den eigenen Willen, was wohl selbst in harten Zeiten eines Krieges undenkbar ist.

Allein schon die zusätzliche Verbrennung deutet wohl eher auf russ. Kriegsverbrechen und dessen nachträgliche Verschleierung hin. Wenn die Abziehenden schon angeblich keine Zeit mehr haben die Verwundeten mitzunehmen und diese töten, weshalb dann noch verbrennen? Das macht überhaupt keinen Sinn und spricht vor allem gegen jede mir bekannte dt. Handlungsweise in solchen Fällen.

[ Editiert von Hoth am 31.07.05 13:02 ]

The Real Blaze


31.7.05 20:21:38
Direktverweis

P.Kohl

dazu diesen Satz gefunden:Seit 1970 lebt er in Berlin. Er recherchiert seit Jahren über die Verbrechen von SS und Wehrmacht in Weißrussland während des Zweiten Weltkrieges.

Also er ist da kein Neuling im Geschäft. Der Haken an seinen Recherchen( er war selbst in Rußland dafür , also ein ganz Besessener...) sind die Aussagen "sowjetischer Überlebender"

Das was sie berichteten, beruht sicher nicht auf eigenes Erleben, denn wenn sie dabei gestanden hätten, hätten sie das sicher nicht überlebt.Sie haben also nur ihre Storys aus zweiter Hand.Heißt: Ihnen wurde erzählt was, da "passierte".Und was da wirklich passierte ,liegt doch wohl auf der Hand: Russen sind in das Krankenhaus eingedrungen und haben sämtliche Verwundete umgebracht und verbrannt. Und so was war russischerseits die Regel, wenn man auf HVPs ,Lazarette oder Krankenhäuser stieß, die im Rückzugschaos zu spät geräumt wurden.Das "Rote Kreuz" war bei den Russen immer eine Einladung Wehrlose zu meucheln.

The Real Blaze
http://www.nexusboard.net/index.php?siteid=6365

[ Editiert von The Real Blaze am 31.07.05 20:23 ]

logo


1.8.05 11:27:00
Direktverweis
Bis zu Letzt wurden bei den Durchbruchsschlachten, die Verwundeten so weit es geht auf den Fahrzeugen mitgenommen, da gibt es gute Bilder aus 1945.
Das glaubt doch nun wirklich keiner....
logo

Felix S


1.8.05 11:54:22
Direktverweis
Quote Logo:
die Verwundeten so weit es geht auf den Fahrzeugen mitgenommen,

Da hast Du recht, Logo. Aber... beim Ausbruch aus dem Kessel von Halbe zum Beispiel sind auch Geschichten bekannt (bestätigt von deutschen Augenzeugen) daß deutsche Panzer über deutsche Verwundeten hinweggefahren sind. Könnten ja Panik-Reaktionen gewesen sein.

Aber wie gesagt, verbrennen der eigenen Verwundeten. Das gab es bestimmt nicht. Verheimlichung der Kriegsgräuel der Russen.

logo


1.8.05 12:10:46
Direktverweis
korrekt FelixS!
Da gibt es aber einen Unterschied!
Es geht ja hier um Vorsatz, in Halbe ums überleben!
Der Durchbruch mußte erzwungen werden, die Dorfstraße war voll mit Verwundete. Der konzentrische Beschuß verhinderte die Sicherung der Verwundeten. Die Panzer erhielten von der Pz Sperre Feuer, so dass sie zurücksetzen mußten,dabei überrollten sie leider auch Verwundete. Erst nach der Niederringung der Sperre durch Do-Werfer,konnten die Kettenfahrzeuge wieder antreten und nahmen auch Verwundete mit.
logo

Osmanische Reich


1.8.05 12:26:25
Direktverweis
Ich finde das auch einen Schmarn. Außerdem ist Benzin wertvoll und wieso sollte man es für eine solche Tat denn benutzen!?!?

Balsi


1.8.05 15:59:44
Direktverweis
also ich glaub es ehrlich gesgat auch nicht.. zumal das sicherlich keiner verantworten wollte... es gibt Schilderungen wo die Verwundeten um Waffen baten um sich teuer zu verkaufen.

Benzin war aber dann doch nicht so rar. Immerhin nutzte man tausende Tonnen um bspw. Leichen zu verbrennen...

The Real Blaze


1.8.05 17:16:59
Direktverweis
Das was Kohl gemacht hat ist eigentlich der Skandal: Hat eine Geschichte aus zweiter hand oder gar Dritter Hand, als quasi Augenzeugenbericht aufgebauscht. Er konnte also was schreiben, worüber man in Deutschland reden würde. Und als ruheloser NS Verbrechensschnüffler weiß er auch: Hauptsache ich habe eine Trendstory, für das offizielle Geschichtsbild im heutigen Deutschland. Und damit kann Kohl gut leben.Egal ob das eine erfundene Propagandakiste ist:awm2:

The Real Blaze
http://www.nexusboard.net/index.php?siteid=6365

Wilden


28.11.05 21:42:55
Direktverweis
Wer hätte denn so etwas fertig bringen sollen? Den eigenen Kameraden mit Benzin übergießen und anzünden? Hallo? Wir reden hier von deutschen Soldaten.

Die Story ist für mich Unsinn. Wie die Russen in eingenommen deutschen Lazaretts "gehaust" haben ist ja von der Krim bekannt.

waldi44


28.11.05 21:45:36
Direktverweis
Man(Mann) übergoss seinen eigenen Führer mit Benzin...

Wilden


28.11.05 21:48:57
Direktverweis
Gepostet von waldi44
Man(Mann) übergoss seinen eigenen Führer mit Benzin...

Auf dessen Befehl hin, richtig.

Richtschuetze


29.11.05 07:24:54
Direktverweis
Ja nach dem Er sich selbst erschossen hat!

Ich kenne nur die Aussagen meines Vaters Sie haben sogar die nicht gefähigen Verwundeten auf die Panzer gelegt(um sie mit zunehmen)selbst auf die Gefahr hin das 1) sie selber nicht mehr kämpfen können(weil Turm nicht mehr zu drehen)2)die Verwundeten herrunter fallen oder herunter geschossen werden!
Alles besser als den Russen in die Hände zufallen!

Gruss

P.S und Bensin hatten Sie sowieso nie genug für die Fahrzeuge!

Also wieder so eine "Story" von der Art ich habe was neues!

Hoth


29.11.05 10:30:44
Direktverweis
Gepostet von waldi44
Man(Mann) übergoss seinen eigenen Führer mit Benzin...


Das ist ja wirklich nun ein ganz schlechtes Bsp. oder Vergleich, Waldi! Und auch noch ausgerechnet als Antwort zu den Horrorgeschichten!

Richtschuetze


29.11.05 11:03:16
Direktverweis
Ja Waldi in den Staub mit Dir!!!Smiley mit Hammer auf dem Kopf

Gruss

Gardes du Corps


29.11.05 12:22:56
Direktverweis
Gepostet von Balsi
... Die Deutschen sind so schnell abgezogen, daß sie nciht einmal Zeit hatten ihre Verwundeten mitzunehmen. Da haben sie ihre Verwundeten einfach erschossen. Sie übergossen sie mit Benzin und steckten sie an. [...]"

Haltet ihr sowas für möglich?

Nein!
Es haben sich immer Sanis gefunden, oder auch Ärzte, die geblieben sind und auf ein Fünkchen Menschlichkeit bei den Bolschewisten hofften, auch wenn die Chance eher gering war.
Es ist aber typisch für bolschewistische Propaganda, eigene Untaten dem Klassenfeind anzulasten.

Gepostet von Balsi Rogatschow (habe da nur Rogatschew gefunden)

Das kann ein Transliterierungsfehler sein. Je und jo werden je nach Dialekt von einem Buchstaben dargestellt. Probleme gibt es auch mit den russischen namen unkrainischer Ortschaften.
So sagen wir Ki-ef
die Russen Ki-jef und
die Ukrainer Ki-jiv

murr


30.11.05 03:36:48
Direktverweis
Ich halte das für möglich. Es zählen die Rahmenbediengungen, das ganze hat sich wohl während der sowjetischen Sommeroffensive 1944 zugetragen. Es wäre doch nicht das erste mal das Deutsche Soldaten in den Tod geschickt werden wie z.B in Stalingrad.

Hoth


30.11.05 10:35:56
Direktverweis
Gepostet von murr
Ich halte das für möglich. Es zählen die Rahmenbediengungen, das ganze hat sich wohl während der sowjetischen Sommeroffensive 1944 zugetragen. Es wäre doch nicht das erste mal das Deutsche Soldaten in den Tod geschickt werden wie z.B in Stalingrad.


Im Krieg werden Soldaten leider immer in den Tod geschickt. Ein wesentlicher Unterschied aber zu dem bisher besprochenen Thema. Der Hinweis auf Stalingrad ist wohl daher unpassend.

murr


30.11.05 19:20:57
Direktverweis
Warum? Es waren beide male Militärisch ausweglose Situationen. Und die Devise lautete halten oder Sterben.

Es könnte ja rein theoretisch so gewesen sein: Die Soldaten waren schwer verwundet, bei Gefangen nahme wohl nicht mehr zu retten, die Soldaten ließen sich lieber umbringen als so in gefangenschaft zu geraten. Selbstmorde sind oft der Gefangenschaft vorgezogen worden, am meisten bei den einfachen Soldaten weil es denen in gefangenschaft am schlechtesten ging.


Wie gesagt, nur ein Szenario, das sehr bizarr ist und auch WENN es passierte die absolute Ausnahme aber grundsätzlich auszuschließen ist das meiner Meinung nach nicht!

JanHendrik


30.11.05 19:30:05
Direktverweis
....dann war man auf dt. Seite wenigstens so nett und gab ihnen ne Pistole um es zu vollenden!

Mit Benzin?Sorry,Kamerad,das ist so unglaubwürdig wie ein italienischer Kriegsheld oder ein judenliebhabender Himmler Smiley mit Ironie-Schild


Smiley mit dagegen-Schild


Jan-Hendrik

murr


10.12.05 05:07:00
Direktverweis
Weshalb unglaubwürdig? Willst du auf den Streibstoffmangel hinaus? Das ist ein Trugschluß. Im Sommer 1944 waren die Deutschen Treibstoffreserven etwa so hoch wie nach dem Frankreichfeldzug wo die Wehrmacht große Treibstoffmengen erbeutete.

JanHendrik


10.12.05 12:26:48
Direktverweis
Hupp , des wegen mußte ja auch zu diesem Zeitpunkt beireits Panzer- und Fliegerausbildung zusemmengespart werden ...

Smiley mit verdrehten Augen


Jan-Hendrik

Wilden


11.12.05 13:26:43
Direktverweis
Gepostet von murr
Weshalb unglaubwürdig? Willst du auf den Streibstoffmangel hinaus? Das ist ein Trugschluß. Im Sommer 1944 waren die Deutschen Treibstoffreserven etwa so hoch wie nach dem Frankreichfeldzug wo die Wehrmacht große Treibstoffmengen erbeutete.

Und warum blieb dann kurz darauf die Ardennen-Offensive u.a. wegen Treibstoffmangel liegen? Wo waren die von Dir genannten Reserven denn hin?

murr


12.12.05 06:35:50
Direktverweis
Gepostet von Wilden
Gepostet von murr
Weshalb unglaubwürdig? Willst du auf den Streibstoffmangel hinaus? Das ist ein Trugschluß. Im Sommer 1944 waren die Deutschen Treibstoffreserven etwa so hoch wie nach dem Frankreichfeldzug wo die Wehrmacht große Treibstoffmengen erbeutete.

Und warum blieb dann kurz darauf die Ardennen-Offensive u.a. wegen Treibstoffmangel liegen? Wo waren die von Dir genannten Reserven denn hin?


Verbraucht. Die Hydrierwerke sind im Mai/Juni vernichtet worden. Zumal bei fortschreiten des Krieges der Verbrauch höher wurde.

[ Editiert von murr am 12.12.05 6:36 ]

murr


12.12.05 06:36:17
Direktverweis
doppelt.

[ Editiert von murr am 12.12.05 6:36 ]

Richtschuetze


12.12.05 08:25:11
Direktverweis
Die Hydrierwerke sind im Mai/Juni vernichtet worden. Zumal bei fortschreiten des Krieges der Verbrauch höher wurde.


@murr es sind keine Verwundete verbrandt gib es auf!(oder hättest Du das gerne?)


Gruss

P.S zur Not ist es doch einfacher/humaner gewesen sie zuerschiessen oder?

Wilden


12.12.05 12:27:34
Direktverweis
Gepostet von murr
Gepostet von Wilden
Gepostet von murr
Weshalb unglaubwürdig? Willst du auf den Streibstoffmangel hinaus? Das ist ein Trugschluß. Im Sommer 1944 waren die Deutschen Treibstoffreserven etwa so hoch wie nach dem Frankreichfeldzug wo die Wehrmacht große Treibstoffmengen erbeutete.

Und warum blieb dann kurz darauf die Ardennen-Offensive u.a. wegen Treibstoffmangel liegen? Wo waren die von Dir genannten Reserven denn hin?


Verbraucht. Die Hydrierwerke sind im Mai/Juni vernichtet worden. Zumal bei fortschreiten des Krieges der Verbrauch höher wurde.

[ Editiert von murr am 12.12.05 6:36 ]

Wieso wurde der Verbrauch höher?

Hoover


12.12.05 15:30:43
Direktverweis
P.S zur Not ist es doch einfacher/humaner gewesen sie zuerschiessen oder


Munitionsmangel...Smiley mit Hammer auf dem Kopf

Merlin61


12.12.05 18:03:25
Direktverweis
Wilden hat geschrieben:

Wieso wurde der Verbrauch höher?

Ganz einfach, weil die Produktion an Fahrzeuge(= Panzer, Flugzeuge usw.) gegen Kriegsende ihren Höhepunkt erreichte.





P.S.
Bitte zitier(t) zukünftig nicht immer die ganzen Postings von anderen Forenmitgliedern.
Da blickt 1. keiner mehr durch und 2. wird es sehr unübersichtlich und die eigene Meinung geht unter.

Ich denke es reicht, wenn man die Person z.B. mit einem @Wilden und einem bestimmten Satz zitiert ;)

Richtschuetze


13.12.05 12:49:03
Direktverweis
Munitionsmangel...

@Hoover gut dann halt erwürgen!


Gruss

P.S und komm jetzt bloss nicht mit keine Kraft weil nichts zum Fressen!Smiley mit Hammer auf dem Kopf

Hoover


13.12.05 13:06:25
Direktverweis
und komm jetzt bloss nicht mit keine Kraft weil nichts zum Fressen
!

...es lag mir auf der Zunge...

murr


22.12.05 10:49:09
Direktverweis
Ich weiss nicht ob leichen Verbrannt wurden. Es wäre gut möglich gewesen.

Richtschuetze


22.12.05 13:30:04
Direktverweis
ob leichen Verbrannt wurden!

Nun das würde die sache in ein anderes Licht rücken!


Gruss

oberfeldmaus


22.12.05 16:16:25
Direktverweis
glaube nicht das unsere auch die eigenen gefallenen verbrennen würden, denke mal waren die russen die nach der kämpfenden truppe alle niedergemacht haben und dann der einfachheit halber alle(s) verbrannt haben.

verwundete, tote - sieht man ja in den russischen kriesengebieten was dort für sadistische sachen laufen.
zurück zur Themenübersicht