Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Schlacht um Colmar Herbst 1944

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AutorBeitrag

verwundet121944


27.10.05 21:41:56
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Verehrte Leser,

ich such Kameraden aus dem Gefecht gegen die Amerikaner bei Reichenweiher (Elsaß) nähe Colmar.

"Kampfgruppe Reimer"

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Informationen über diese Zeit erhalten könnte, da ich als 18-jähriger in diesen Kämpfen verwundet wurde.
Leider wurde durch meine Gefangenschaft und Verwundung der Kontakt zu meinen Kameraden zerstört. Gerne würde ich auch Informationen über die Sicht anderer erfahren, die vielleicht mehr Einblick in die Geschehnisse hatten als ich.

Verehrte junge Leser,

vielleicht hat euer Vater oder Großvater auch noch im gesetzteren Alter den Zugang zum Internet gefunden oder kann Ihn über die junge Generation finden. Vielleicht könnt Ihr Euren Eltern oder Großeltern dazu befragen.

Für uns Kriegsveteranen ist der Austausch dieser lebensgefährlichen Situationen sehr wichtig, auch noch zum späten Verarbeiten dieser Situation.

Grüße

Verwundet121944

Felix S


27.10.05 23:05:40
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Guten Tag Verwundet121944,

Super daß Sie trotz Ihres Alters "den Zugang zum Internet" gefunden haben. Willkommen.

Darf ich fragen zu welcher Division die KG Reimer (etwa Major Reimer?) gehörte?

verwundet121944


28.10.05 19:10:59
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Sehr gehrter Felix S,

die Kampfgruppe Reimer stand unter Befehl von Major Reimer.
Ich persönlich habe einen Gefechtsbericht über den Angriff der 5/13 IX auf Reichenweiher. Er wurde von Leutnant W. Polenz am 21.01.1945 in Köntringen ausgeschrieben.
Der Bericht geht über 2 DIN A 4 Seiten.
Bei diesem Angriff wurde ich am Vormittag am 12.12.1944 verwundet.

Die Recherche mit Hilfe meines Sohnes hat uns auf folgende Seite gebracht:

http://www.witzgilles.com/bataille_colmar_20janvier.htm#d%E9cembre

Wir haben diese Seite mit dem Programm @promt übersetzt.

Leider spiegelt die Beschreibung nicht das wieder was aus meiner Sicht geschehen ist.

Leider habe ich nicht mehr darüber erfahren können.

Sollten Sie mir Hilfestellung geben können, ob ich in diesem Forum oder an anderer Stelle Kontakt mit ehemaligen Kameraden finden kann ?

Für Sie:

Ich war MG-Schütze 1 und wurde liegend im Anschlag getroffen, sodass mein Körper ca. 30 cm in die Höhe gehoben wurde. Der Treffer, "ein Treffer", streifte meine Schläfe, brach mir den Kiefer drang in meine Schulter ein und aus dem Rücken (8-te Rippe)wieder aus (Lungenschuß), riß das Gesäß auf (ca, 5 cm tief) und traff mich auch noch am Waden. Es ist ein Wunder das ich das überlebt habe.

Unser Angriff startet viel zu spät (geplant war 7 Uhr, ausgeführt wurde er um 8:45), sodass der Feind nur aufgeschreckt war.

Im Lazaret war ich in Bacharach (Mireillecourt, Marseille ,Lusson Normandie). Danach wurde ich in das Lager Carrentan als PW gesund "entlassen". Entschuldigen Sie bitte, wenn ich die französischen Name nicht exact wiedergeben kann.

Ich versuchte drei mal nach Hause zu kommen, aber ein Fluchtversuch wurde verraten und die anderen beiden kamen durch mißliche Umstände nicht zum Erfolg.

Viele Grüße

verwundet121944

uwys


29.10.05 16:54:06
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da würden mir spontan eine menge fragen an sie einfallen!
ich finde es auch toll das sie in ihrem "alter" noch ins www finden!

gruss
uwys

Balsi


29.10.05 22:38:43
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Hallo,

hab mich erstmal versucht schlau zu machen über die Gegend. Aber leider nichts konkretes gefunden.

Leider ist mir die Bezeichnung der Einheit noch nicht ganz klar: 5/13/XI.. ist also eine Einheit aus dem WK 9. Eine Kampfgruppe 13/IX ist leider nicht unter den Wehrkreiseinheiten, die auch erst im Januar 1945 ausgehoben und an die Ostfront bei Schneidemühl verlegt wurden.

Also was wir machen können, ist eine Anzeige im Heft "Kameraden" aufgeben.. sehe ich zumindest als einzigste Chance an. oder aber die Kämpfe im gesuchten Raum schildern und auf die Seite stellen. Aus Erfahrung heraus.. kommen die daran Interessierten dann meistens von allein. Dauert aber halt.

Ich könnte weiterhin mal einen Buchautor fragen.. ist zwar was über den Hürtgenwald.. aber viell. hat der ja auch was weiter südlich herausgefunden.

Bräuchte dafür aber halt genaue Informationen.

Balsi


29.10.05 22:57:15
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also laut OKW griffen am 16.12.1944 Gebirgsjäger in den Kampf ein.. das kann dann nur die 2. Geb.Div. gewesen sein.
Laut Tessin aber wieder nciht. Zumindest scheint dies der raum der 1. Armee gewesen zu sein mit LXXXIX. AK; XIII. SS-AK; LXXXII. AK, Reserve: 11. PD

Felix S


30.10.05 08:33:55
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In dem französischen Link von Verwundet129144 ist aber der Rede von der 19. Armee.

Laut Diedeutschewehrmacht.de mit folgender Kriegsgliederung. Bei Stand 08.01.1945 wird ein "Reg.13/IX" erwähnt:

Kriegsgliederung der 19.Armee: Stand 31.12.1944
LXIII.AK:
338.ID, 159.ID, 269.ID
LXIV.AK:
198.ID, Pz.Brig.106 "Feldherrnhalle", 708.VGD, T.716.ID, 189.ID, 16.VGD

der Armee direkt unterstellt: XIV.SS-AK, XVIII.SS-AK, Div.Nr.405, T.716.ID, stv.Gen.Kom.V.AK

Kriegsgliederung der 19.Armee: Stand 08.01.1945
LXIII.AK:
338.ID, 159.ID, 716.ID, Sich.Reg.99, Fla.Btl.808, Sich.Reg.Stab 200, T.Pz.Jg.Abt.269, Pz.Kp.V, Bau.Btl.72, Bau.Btl.785, Pi.Brück.Btl.601 (russ.)
LXIV.AK:
198.ID, Pz.Brig.106 "Feldherrnhalle", 708.VGD, 269.ID, 189.ID, 16.VGD, Stug.Brig.280, Schn.Abt.602, s.Pz.Jg.Abt.654, Fest.Reg.Stab 13, Reg.13/IX, SS-Reg."Radolfzell", MG-Btl.40, T.Gren.Reg.P/V, SS-Btl."Ellwangen", Btl.z.b.V.292, Freiw.Stamm-Reg.5, Kos.Reg.360, GW-Btl.21, s.I.G.Kp.710, H.Fla.Btl.607 (mot.), Pi.Reg.Stab z.b.V.A.O.K.19, Bau-Btl.73, Bau-Btl.797, Fest.Pi.Btl.54, Fest.Pi.Btl.56, Pi.Btl.746
24.Armee

der Armee direkt unterstellt: Fest.Reg.Stab 19, Pi.Btl.Kimmich, H.Geb.Jg.Btl.201

Balsi


30.10.05 10:01:55
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stimmt.. hast recht... war die 19. Armee.. Kolmar steht dort auch in den gefechtsbezeichnungen.. fein fein...

verwundet121944


30.10.05 16:32:44
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Vielen Dank für die rege Beteiligung an meiner Suche.

Meine Einheit ist die 5, Kompanie (5/13/IX) gewesen.
Der mir vorliegende Gefechtsbericht stammt vom 21.01.1945.

Inwieweit der Ablauf in diesen brisanten Zeiten, wo wohl kaum der Schwerpunkt auf der Berichtsschreibung gelegen haben dürfte, sind 5 Wochen spätere Erstellung eventuell im Detail lückenanfällig. Allerdings ist dieser Bericht das einzige kopiere Dokument, das ich nach meiner Gefangenschaft von einem Kriegskollegen, der nicht im Einsatz war, beschaffen konnte.

Kommandierender war nach meiner Erinnerung General Wiese (19. AK).

Was ich aus der französischen Seite erfahren habe wußten wir damals nicht, nämlich, dass OK SS-Himmler vor Ort gewesen sein soll. Unser Horizont/Wissenstand ersteckte sich vornehmlich mehr oder weniger auf uns direktes Umfeld, daher auch mein Interesse mehr zu erfahren.

Nochmals vielen Dank für den Hinweis über die Zeitschrift "Kamerad". Wo ist diese denn erhältlich ?

Welches Forum, Veröffentlichung hatten Sie denn alternativ gemeint, in dem es länger dauern kann?

Ich stelle gerade noch ander Erinnerungen schriftlich zusammen und möchte gerne auch auf die Zeit vor dem Kampfeinsatz eingehen, um zu erzählen, wie schnell man "frontreif" war, was nicht unbedingt negativ zu verstehen ist.

verwundet121944

Balsi


30.10.05 16:53:06
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hallo,

also die Zeitschrift erhält man hier: Klick. Bin dort selbst Abonnent und ab nächster Ausgabe ständig vertreten als Vorsitzender der 50. ID. Sehr empfehlenswert und aufgrund der Verbreitung sicherlich eine der besten Möglichkeiten etwas herauszufinden.

Einen Bericht könnte ich bspw. auf meine Seite stellen. Mit der Einheit und genaueren informationen, falls diese zu beschaffen sind.
Das IX weisst ja darauf hin, das die Einheit aus der WK IX stammt. Allerdings finde ich dort nur Kampfgruppen und eine 13 ist nicht dabei.

Aber das wäre doch gelacht wenn wir da nicht näher rankomemn können. Bspw. war ja die PzBrig. 106 "FHH" im bereich. Darüber gibts ja eine Geschichte (übrigens grad neuverlegt für 37€). Ich muss mal in meine Ausgabe (alt) schauen ob es da Karten gibt usw.

Felix S


30.10.05 18:51:55
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Hallo Verwundet121944,

Haben Sie meine E-Mail erhalten die ich ihnen gestern oder vorgestern geschickt habe?

In dem Link sind über 200 Kameradschaften, etc. Wie ich schon schrieb, leider nicht mehr seit Februar 2005 aktualisiert.

Z.B. Die Kameradenwerke, die die Zeitschrift "Kamerad" herausgeben, sind da als Erste.

Gruß.

verwundet121944


31.10.05 21:59:25
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Sehr geehrter Felix S,

ich habe Ihre E-mail erhalten und war sehr gerührt für Ihre Anteilnahme und mein ehrliches Mitgefühl für das dort gesagte.

Vielen herzlichen Dank.

Es wird allerdings einige Zeit brauchen, um das möglicherweise richtige zu finden.


Sehr geehrter Balsi,

auch Ihnen herzlichen Dank für den Hinweis auf die Zeitschrift "Kameraden".


Wenn Sie beide etwas über Operation "Nordwind" erfahren wollen, kann ich sagen, dass ich der bereits erwähnten Quelle unter Google folgende Abhandlungen angeführt sind:

* "From the vosges to Alsac"
* "Bataille de alsac"
* "Bataille de Colmar 20. Januar"
* "Hitler in Wintzenheim"

Meine Einheit war ja nur ein "kleiner Haufen" junger Offiziersanwärter, der nicht explizit erwähnt worden ist.

Die Grundausbildung habe ich in Wiesbaden, Oranierkaserne
in 4. Monaten erhalten.

Die Grundausbildung beinhaltete Waffengebrauch, Nahkampf, Panzervernichtung bis zu Anstandsverhalten (z.B.:Handkuß) ausgebildet. Man hat auch den Wintereinsatz simuliert, indem wir auf Fichtennadelbahnen auf Skiern im Sommer den Wintereinsatz geprobt haben. Auch die "politische Bildung" wwar darin beinhaltet. Das bedeutete Geschichtsunterricht, NICHT irgendwelche Rassenwahn Phrasen.

Anschließend sind wir nach Butzbach in Hessen verlegt worden und als 2. Kompanie mit 4-6 weiteren Zügen (Abteilungen/Kompanie) für weiteren Fortbildung sogenennten U-Schule (Unteroffizierslehrgang).

Inzwischen wurde ich zum OB (Offiziersbewerber) ernannt, nicht befördert, die gab es damals nicht.

Ende November wurde wir alarmmäßig als Kampfgruppe "Major Reimer" an die Westfront über Pirmasens, Bühl in Baden Freiburg Zährungen, dann nach Colmar mit dem Zug gefahren.
Nach Wintzenheim marschiert (ca. 8 km).

Ich möchte aber jetzt schließen und werde gerne an einem der baldmöglichst weiters erzählen.

Nochmals vielen herzlichen Dank für die Unterstützung

Mit freundlichen Grüßen

verwundet121944

JanHendrik


2.11.05 14:38:04
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Kann auf jeden Fall zu dem Thema das Buch von Friedrich Bruns über die Panzerbrigade 106 empfehelen , wie Balsi schon erwähnt hat zu beziehen über die Kameradschaft der 106. Das findet man Telefonprotokolle & jede Menge Auszüge aus den KTBs der Einheit , der 19.Armee sowie der Heeresgruppe !

Jan-Hendrik

JanHendrik


3.11.05 17:25:11
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So , im genannten Buch nachgeschlagen

- Das Rgt. "Reimer" , bestehend aus 2 Btl. Reserve-Offiziers-Bewerbern war der HGr. Oberrhein als Heerestruppe nachgeschoben worden . Nahm unter anderem am Unternehmen "Habicht" Anfang Dezember teil , in dessen Zuge die Amis wieder aus Schlettstett wieder rausgeworfen werden sollten !

Im oben genannten Buch finden sich SEHR ausführliche Informationen zu den Gefechten um Kolmar und Schlettstett , inkl. Originalgefechtsberichten .


Jan-Hendrik

uwys


3.11.05 17:49:58
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zu diesem thema gibt es auch eine Landser

2068 Der Brückenkopf von Colmar
Herbst 1944.- Krieg am Ostrand der Vogesen.-Ein Frontbogen wurde gehalten.-
Einsatzszenen vom Kampf der 19. Armee
hab ich leider nicht mehrweinender Smiley

verwundet121944


3.11.05 21:59:11
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Sehr geehrter Jan-Hendrik,
sehr geehrter Uwys,
sehr geehrter Balsi,
sehr geehrter FelixS,


vielen Dank für die Hinweise und Auszüge aus dem Buch "Friedrich Bruns über die Panzerbrigade 106". Ich werde mir diese Buch besorgen. Ist es frei erhältlich ? Meines Wissens sind viele Bücher verboten, da diese evtl. den Nationalsozialismus verherrlichen. Ich suche Informationen über meine persönliche Vergangenheit und nichts Anderes.

Ich möchte noch ein wenig aus meiner Vergangenheit berichten:

Als wir nach Wintzenheim marschiert waren, wurden wir gegen den 10. Dezember von General Wiese inspiziert. Wir würden von Ihm begrüßte und er sprach uns Mut zu. Der Besuch dauerte ca. 1. Stunde.

In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1944 ging unsere Einheit über das Gebirge und durchquerte Gebirgsbäche Richtung Ortsrand Reichenweiher (Riquewire). Schnee lag noch nicht.

Ich war bei der Gruppe Unteroffizier Schlack am besagten Ortsrand, linke Angriffseite. Die Erkundung war von befehlhabender Seite nur nach Karte erfolgt, was sich herausstellte, dass damit wir in einen Trichter, vorne der Ortseingang und hinter uns die Granatwerfer der Amerikaner, gelaufen waren. Damit konnten wir nichtmehr zurück. Wir wären entweder in das offene Feuer der Amerikaner gelaufen oder in das Granatfeuer geraten.

Nachdem meine Kameraden von der Bergseite her das Feuer mit Gewehren eröffnet hatten, habe ich das Feuer eröffnet (MG-Schütze 1) und auf die Granatwerferstellung geschossen. In der Aufregung kann ich garnicht sagen, ob ich getroffen habe. Es war mein/unser erster Einsatz im Kampf.

Ein Teil meiner Kameraden ist Richtung Ortseingang vorausgegangen, ich habe Ihren Vormarsch gedeckt. Die nachkommenden wurde durch mein Feuer geschützt. Nach dieser Aktion waren alle Soldaten meiner Gruppe wieder zusammen.

Danach habe ich mich alleine Richtung Ortrand vorgetastet, um an einer Biegung das MG in Stellung zu bringen.
Nach dem ersten Feuerstoß in den Ort hinein hatte ich Ladehemmung und beim Absetzen des MGs von dem oben beschriebenen Schuß getroffen.

Kurioserweise hatt ich keine Schmerzen, ich konnte nur meine rechten Arm nichtmehr bewegen. Intuitiv habe ich mich nichtmehr bewegt. Nach einer Zeit, ca 5. Minuten, habe ich mich über meine nicht getroffene Seite gerollt, um auser Sichtweite des Gegners an einer Mauer liegen zu bleiben.

Nach einer Zeit, ich weiß nichtmehr wie lange es war, habe ich ca. 10 Meter zurückarbeiten können. An einem Treppenaufgang zu einem Weinberg, haben mich meine Kameraden aufgenommen und mit drei Verbandspackungen notdürftig verbunden.

Alle Mann nahmen Deckung in Treppenaufgängen von Wingerten oder Mauern.

In der Zwischenzeit habe ich aus Neugierde geatmet und gleichzeitig die Nase zugehalten, dabei habe ich gemerkt wie es die Luft auf meinem Rücken entweichen konnte.

Nach ca. 4 Stunden nach Angriffsbeginn kamen ungefähr 20 amerikanische Soldaten hinter einem Panzer aus der Ortschaft
und haben uns gefangen genommen.

Unsere Gruppe bestand aus einem Unteroffizier und 10 Soldaten, davon 2 Verwundeten. Wir wurden in Reichenweiher auf einen Verbandsplatz gebracht. Meine Kameraden haben mich dorthin getragen.

Am Verbandsplatz haben Amerikaner, ob Arzt oder nicht weiß ich nicht mehr, die Oberbekleidung ausgezogen und mich notdürftig versorgt.

Meine unversehrten Kameraden wurde nach einem Verhör in einem Keller gesperrt. Was mit Ihnen weiter passiert ist weiß ich nicht !!

Sofort nach der Erstehilfe-Versorgung wurde ich nach Rappoldsweiler (Ribeauville) gebracht. Dort war ein weiterer Verbandsplatz. Hier wurde ich nackt ausgezogen auf einen "Sanga" (Sanitätskraftwagen) gelegt und am selben Tag weiter gefahren. Unterwegs mußte ich meine Notdurft verrichten, aber der Amerikaner konnte meine Worte nicht verstehen. Mir blieb nichts anders übrig, als "es" so geschehen zu lassen. dabei habe ich nach meinem Gesäß gegriffen und habe festgestellt, daß mein Po aufgerissen war. Zielort war Bacharach. In B. bin ich in ein Schulhaus gebracht worde, das als Lazaret diente. Dort hat mich ein Capitain "Kleitsch ?" betreut. Nach einigen Röntgenaufnahmen an Kopf und Brust hat mich Cptn. "Kleitsch" die Schußwunde am Backen ca 15 cm lang genäht. In dem provisorischen Lazaret habe ich noch einen Kameraden getroffen, der die Augen verbunden hatte.
Er hatte einen Garantsplitter oberhalb der Nase abbekommen.
Ihn habe ich nochmals in Marseille getroffen, wo ich leider feststellen mußte dass er erblindet war. Es war der einzige Kamerad, den ich von unserer Einheit getroffen habe.

Nach dem Krieg habe ich durch Zufall einen blinden Mann in Worms in das Kriegsversehrtenabteil einsteigen sehen. Ich habe Ihn direkt gefragt, ob er Walter K. sei. Er antwortete mit "Ja", ich kann mich an Dich erinnern. Er fuhr mit seiner Braut zu einem Kirchenmusikstudium nach Heidelberg.

Viele Grüße

verwundet121944






Nach der ersten

JanHendrik


3.11.05 22:16:37
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Vielen Dank für Ihre Ausführungen ! Wie war denn Ihr Eindruck von General Wiese ? Ich kenn ja nur seine trockene Ausdrucksweise aus den KTBs und Fernsprechprotokollen ...

Friederich Bruns ist leider dies Jahr verstorben , aber das Buch is über den Vorsitzenden der Kameradschaft der 106er erhältlich :

Klaus Voß
Schlossplatz 1
63913 Amorbach

T: 09373/1451

Einfach anrufen , Herr Voß ist sehr freundlich !

Jan-Hendrik

schwarzermai


4.11.05 08:55:26
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Literaturtip zu den Kämpfen der 19. Armee:

Quelle:

Friedrich Bruns

"Die Brücke von Neuenburg"

Eigenverlag, A4 Format mit 620 Seiten


Dokumentation zum Endkampf der 19. Armee im Elsaß 1945

(Schwerpunkt speziell 20.1.-9.2.45, siehe Vorwort zur erweiterten Ausgabe der "Chronik 106", aber auch kurz die Zeit November/Dezember 1944, in Original Dokumenten, KTB und Befehle etc.)

Colmar wird hier Kolmer genannt...

JanHendrik


4.11.05 09:13:04
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Auch noch haben wollen ....

Aber des dürfte sehr schwer zu kriegen sein ;(

Uwe , Du kriegst heut noch Post von mir bezüglich des III.SS-PzKps !

Jan-Hendrik

verwundet121944


8.11.05 21:29:51
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Sehr geehrter Jan-Hendrick,
sehr geehter SchwarzerMai,

vielen Dank für die Informationen. Ich habe mir das Buch gekauft, leider steht zu meiner Einheit nur sehr wenig geschrieben. Nach meinem Kenntnisstand waren diese Kampfgruppe Reimer bestehend aus einer Reserveoffiziersanwärter und einem aktiven Offiziersanwärterbataillion. Beide stammen aus der Kaserne Butzbach, zu der ich auch gehört habe.

Zu General Wiese:
Zu diesem Herrn habe ich leider keine große Erinnerung außer dem bereits Gesagten.

Wenn ich meine Erlebnisse noch etwas ausführen darf:

Nach dem in Bacharach meine Verletzung im Gesicht genäht worden war wurde ich nach Mireillecourt in ein Lazaret verlegt. Alle drei Stunden bekam ich zur Genesung eine Penicilin-Spritze. An Heilig Abend wurde die Verletzung am Gesäß genäht, wiel die Wunde nicht durch Haftverband zusammengahelten werden konnte. Mein Kiefer wurde mit Stahldrähten und Gummiringen fixiert. In dieser Zeit bin ich durch die Nase ernährt worde. Nach einigen Tagen bin ich mit einem Lazaretzug nach Aix en Provence in ein Marinelazaret "St. Idesbald" transportiert worden. Bei dem Transport habe ich mich stark erkältet. Danach wurde ich gröngt. Dabei ist festgestellt worden, daß der rechte Lungenflügel mit Wasser gefüllt war. Mit einer Punktion sind 1 Ltr. Blut und Serum entfernt worde. Dieser Eingriff ist nach zwei Tagen wiederholt worden. Das Ergebnis 0,35 Ltr.. In diesem Lazaret war ich bis Anfang 1945. Dan wurde ich wieder verlegt. Diesmal nach Lusson (Normandie). Dort verbrachte ich einige Monate im Lazaretzelt, bis zu meiner "Entlassung" zu den gesunden Gefangenen.

Wieder wurde ich verlegt, diesmal nach Carentan (Normandie). Da es mir besser ging wurde ich zur Küchenarbeit (Kaffeküche) eingeteilt. Diese Lager (Lazaretlager) wurde im Oktober 1945 aufgelöst. Wieder wurde ich verlegt, wir sind mit einem offenen Zug nach Belgien transportiert worden. Das dortige Lager war im Aufbau begriffen. Zirka 250 PWs waren bereits dort, dazu kamen wir 500. Später sind nochmals 1750 Gefangene eingelagert. Der Ort war Hofstaden bei Mechelen. Direkt neben unsrem Lager (1457th Supervision; Camp 0654 Hafstade Belgien) war ein sehr großes Kriegsdepot mit allem erdenklichem Kriegsgerät. Untergebracht waren wir in "Ein-Mann-Zelten" die mit 10 Mann belegt wurden. Die Innenausstattung habe wir selbt gebaut. An kälteren Tagen hatten wir einen Ofen im Zelt genutzt. Wir Gefangenen haben auch die Gelegenheit gehabt eine Kirche, eine Großküche mit Speisesaal und ein Lichtspieltheater zu bauen. Baumaterial war Holz. Es gab die Möglichkeit sich sportlich zu betätigen, z.B. mit Fußball, Handball oder auch Tischtennis und Schach.

Die Gefangenverwaltung hat mich später zum Wachdienst für das besagte Depo eingeteilt, obwohl belgisches Personal auch Wache halten mußte. Der Handel mit gestohlenen Geräten florierte. Die Belgier und wir wurden daraufhin durch polnische Wachmänner ersetzt, damit der Schwarzhandel eingeschränkt werden konnte. Als Gegenleistung für das Material wurden Dinge des täglichen Bedarfs getauscht (z.B. Nahrungsmittel, ...). In dieser Zeit wurden ca. 140 Jeeps, GMC, Doges verschwunden. Nicht jeder hat sich an dieser Masche beteilgt. In diesem Lager habe ich die ersten Pfälzer getroffen. Die Panzer sind im Depot seetüchtigt verpackt, verklebt worden und nach Antwerpen verbracht worden. Die Amerikaner haben wohl Lebensmittel die für uns vorgesehen waren verschoben. Daraufhin sind wir auf Bohnenraitonen gesetz worden, was drei Wochen dauerte. Wir haben daraufhin die Verpackungsarbeiten eingestellt, kurz wir haben gestreickt. Die Vorgänge wurden vom Lagerleiter untersucht und schon bekamen wir wieder abwechslungsreicheres Essen.
Die Ausbruchsversuche, die ich inn dieser Zeit unternommen hatte sind für mich gut ausgegangen, da ich rechtzeitig zu den anderen Gefangenen zurückkehren konnte. Die anderen kameraden, die erwischt worden sind kamen nichtmehr zu uns zurück. Was mit Ihnen letztlich passierte entzieht sich meiner Kenntnis.


Im Juni 1946 ist auch diese Lager aufgelöst worden. Mit offenen Sattelschleppern sind wir dann nach Artichy bei Paris gebracht worden.

Ich werde meine Erlebnisse bald fortsetzen.


Grüße


verwundet121944:

verwundet121944


14.11.05 12:42:14
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Sehr geehrter JanHendrick,
Sehr geehrter SchwarzerMai,
Sehr geehrter Herr Felix,

wenn ich meine Erlebnisse noch etwas ausführen darf:

in Attichy habe ich einen Kameraden aus dem Lehrgang in Butzbach getroffen, der mit mir als GrenOB in dem Einsatz war. Der Kamerade war mittlerweile Fahnenjunker Feldwebel. Er konnte mir aber keine Auskunft über die Zeit in Reichenweiher geben, außer daß er aus dem Kessel herausgekommen ist und es zu entsprechenden Beförderungen gebracht hat. Ich wurde danach zu dem Kommando Shipment Frankfurt mit dem Zug hingebracht. Die Endstation war Babenhausen/Hessen. In diesem Lager habe ich in 6 Wochen 15 Kg abgenommen. Hier habe ich auch das traurigste Kapitel meiner Gefangenschaft erlebt. Der Lagerleiter hatte die 2000 Mann, die mit dem Transport ankamen auf dem Kasernenhof antreten lassen. Vom Balkon schrie er uns zu "Ob Mann ihn hören könne". Nachdem ein Teil der PW's Nein gerufen hatten, ging er auf den nächsten Balkon, von dort hat er uns dann klargemacht, wer bisher über Partei oder sonstige Organisationen falsche Angaben gemacht hat, haben jetzt die Möglichkeit dies richtigzustellen. Wenn er einen erwischt, der falsche Angaben gemacht hat, dem würde er die Zähne einschlagen, ein Ohr abschlagen und das linke Auge würde er in der rechten Hand behalten und der Pfarrer würde zu spät kommen. Diese Aussagen hat er unter großem Geschrei über uns losgelassen. Dies Mann hieß Leutnant Stark. Nach unseren Recherchen haben wir festgestellt, daß er ein Wiener Jude war. Ein PW hatte ihn gefragt, ob er angeben muß, daß seine Frau in der Frauenschaft war. Leutnant Stark erwiderte von Oben: "Bist Du hier oder ist Deine Frau hier?" Etwas später hat er gesehen, daß dieser PW einen Keks knabberte, dann hat er die Lagerpolizei gerufen und diesen PW zu 30 Tagen Caesar (Bau) verurteilt. Das war das Unanständigste Benehmen, was ich in Gefangenschaft erlebt habe. Dies hat sich bis heute in meiner Erinnerung geprägt. Nach 6 Wochen wurden wir entlassen. Wir durften aber nicht in Babenhausen in den Zug einsteigen. Wir mußten ca. 5 - 10 km in den nächsten Ort marschieren, bei Nichtbefolgung hätte er uns ins Lager zurück gebracht. Die Marschverpflegung war genauso verrückt, wie Leutnant Stark persönlich. Ein Stück Weißbrot darauf Erdnussbutter, dann wieder ein Stück Weißbrot und darauf eine Art Wurst, dann wieder ein Stück Weißbrot und 10 getrocknete Pflaumen. Vor lauter Hunger haben wir alles sofort gegessen. Dann sind wir auf dem schnellsten Weg an den nächsten Bahnhof gelaufen und von dort sind wir mit dem Zug Richtung Heimat gefahren.

Die nächsten Episode meiner Berichterstattung werde ich Ihnen in den nächsten Tagen kundtun.

Grüsse
Euer
verwundet121944

JanHendrik


14.11.05 15:17:20
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Herzlichen Dank für Ihre Mühe !

Jan-Hendrik

Felix S


14.11.05 16:43:51
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wenn ich meine Erlebnisse noch etwas ausführen darf

Sogar sehr gerne!
Mag es eben wenn Veteranen aus erster Hand erzählen.

Hatten Sie damals mit Ihrer Einheit auch Kontakte zur, oder gar mitgekämpft mit, der 6. SS Gebirgs-Division?

Ich bekomme bald ein Buch über diese Division, und das Geschehen in dieser Region Elsaß/Vogesen 1944/1945.

Rollbahnkraehe


14.11.05 22:32:29
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Hallo :)

Ich hätte zum Thema vielleicht auch noch etwas, es geht hier um die Schlacht in Hatten/Elsaß, dort ist ein Museum, war schon zweimal dort, sehr informativ.

Klick

Grüße

Krähe

Merlin61


14.11.05 23:15:04
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Rollbahnkraehe hat u.a. geschrieben:

Ich hätte zum Thema vielleicht auch noch etwas, es geht hier um die Schlacht in Hatten/Elsaß, dort ist ein Museum, war schon zweimal dort, sehr informativ.

Infos zum Museum:

Geöffnet vom 1. März bis 11. November jeden Donnerstag und Freitag von 10-12 und von 14-18 Uhr
Samstag , Sonntag und Feiertags von 10-18 Uhr
Vom 15 Juni bis 15 September
Täglich geöffnet.
Dauer der Besichtigung 2-3 Stunden
Auskunft unter 0033 3 88800026

Bevor ichs vergesse: Danke für den Tipp ;)

verwundet121944


19.11.05 22:01:04
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Sehr geehrter FelixS,
sehr geehrter "Rollbahnkraehe",
sehr geehrter Merlin61,

zuerst vielen Dank für Eure Antworten.

Zu FelixS:

Die von Ihnen angesprochene 6. SS Gebirgs-Division war nach meinem Stand nicht mit unserer Einheit in Kontakt.

Zu "Rollbahnkraehe", Merlin61,:

recht herzlichen Dank für den Hinweis auf das Museum in Hatten, Elaß. Leider ist es mir nichtmehr so lange Auto zu fahren, ich werde daher das Museum nicht besuchen können.
Trotzdem viel Dank. Ich suche nach einer Internetseite zu diesem Museum.


Wenn ich wieder zu meinem Bericht zurückkommen darf:

Ich bin nach wie vor stark daran interessiert, ob Kameraden gefunden werden oder worden sind, die mir noch Auskunft über die Kampfgruppe "Reimer" geben können. Wichtig ist mir auch der Verbleib von Kameraden an der Vogesenfront.

Ich möchte gerne Namen von Kameraden nennen, die mir noch in Erinnerung sind:

Grenadier OB:
1. Fritz (Friedrich) Frenger, aus der Gegend Mayen
2. XYZ Römer, Wiesbaden
3. XYZ Helfrich, Wiesbaden
4. Gerd AX, Lahnkreis
5. XYZ John, Saarland
6. XYZ Speicher, Saarland
7. XYZ Röper, Westerwald
8. René Bonischott, Lützelbourg, Elsaß

Unteroffizier:

9. XYZ Rück ? Bück ?

Feldwebel:

10. XYZ Riemer
11. XYZ Biewer

Oberfeldwebel:

12. XYZ Jakob

Leutnant:

13. XYZ Dröge
14. XYZ Hüttenrauch, Mayen / Trier
15. Walter Polenz
16. XYZ Hepp
17. XYZ Engelmarten

Vielleicht ist es möglich über diese Kameraden/Veteranen etwas über die Kapfgruppe Reimer zu erfahren.

Aus den Buch der Panzerbrigarde 106 Fhh ist darüber leider nichts zu erfahren.

Ich werde da nächste mal mir den Ausführungen der "Dank" des NEUEN Vaterlandes fortfahren.

Grüße

verwundet 121944

Felix S


24.11.05 15:58:36
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Schade, das Buch von Wolf Zoepf (Sieben Tage in Januar) gibt leider auch keine Info zu den Kämpfen um Colmar her.

Die 6. SS Gebirgsj. war etwas nördlicher (bei Haguenau) im Einsatz. Für Interessenten kann ich das Buch aber sehr empfehlen, sehr detaillierte Übersichtskarten und Kampfberichte zu Operation Silberfuchs 1941, Birke 1944, Nordwind Dezember 1944/Januar 1945, u.v.m.

[ Editiert von Felix S am 24.11.05 16:09 ]

verwundet121944


28.11.05 21:27:37
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Liebe interessierte Leser,

nun möchte ich zu meinem letzten Kapitel meiner Kriegserlebnisse kommen.

Nach dem ich aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause gekommen war (September 1945) ging es wenig später darum die Kriegsbeschädigten Anerkennung zu erhalten. Der erste Bescheid war eine Mitteilung vom 11.12.1949 in dem mir 20 % Kriegsbeschädigung zugesagt wurde, d.h. eine Rente war mir nicht zugestanden worden. Im Oktober 1952 ging es mir gesundheitlich nicht gut. Daraufhin habe ich Einspruch eingelegt. In einer Ausfertigung des Versorgungsamtes vom 1.12.1952 wurde mir wieder eine Erhöhung der Kriegsbeschädigung versagt, Am 8.12.1952 habe ich daraufhin nochmals Berufung eingelegt, mit entsprechenden Nachweisen und Argumenten. Es kam zu einer Verhandlung beim Versorgungsamt. Obwohl ich zusätzlich auch Mitglied beim VDK (Verband der Kriegsbeschädigten) war, hat das Gericht wiederum abgelehnt. Meine Absicht sah so aus, dass ich auf Gerechtigkeit der NEUEN Bundesrepublik gehofft hatte. Diese wurde leider enttäuscht. Hätte ich den Beschädigtengrad von 30 % erreicht, wäre mir eine Rente von DM 19/Monat zugestanden. Bei dieser Rente ging es mir persönlich nicht um das Monetäre oder die Einschränkungen mit denen ich leben mußte, sondern um den "Dank des Vaterlandes für den Einsatz meines Lebens". Es ist schon seltsam, dass der Einsatz eines jungen Menschenlebens in unserem Kulturkreis nichteinmal 19 DM wert ist. Da fällt mir ein aktueller Slogan ein der heißt "Du bist Deutschland". Ich war natürlich über das Urteil sehr verärgert, das ich dem Gericht sagen mußte "die Herren mögen mich im Adler treffen, wen es im Ochsen zu voll ist". Das war ein heute recht unbekannter Ausdruck des Götz von Berlichingen Zitats.

Einweiterer Versuch, der mit der Stellungnahme von zwei Ärtzen unterlegt war habe ich im Januar 1996 eingerecht.
Darausfhin wurde ich vor das höchste ärztliche Gremium von Rheinland-Pfalz zu einer Nachuntersuchung gebeten wurde. Nun 50 Jahre nach meiner Verwundung kam doch die späte Gerechtigkeit, dass mein Kriegsbeschädigung auf 30 % erhöht wurde. Zehn Monate danach erhielt ich pro Monat 45 DM Kriegsbeschädigtenrente.

Ich frage mich, wie vielen Kameraden, die es vielleicht noch schwerer getroffen hat als mich, ging es wohl genau so.

Wenn ich nochmals zurückkommen darf auf die Anfrage aus meinem vorangegangenen Aufschrieb. Kennt jemand die Namen der aufgeführten Kameraden. Nebenbei, die Grenadiere OB waren wohl Jahrgang 1926.

Nochmals Vielen herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit und natürlich für Eure Hilfe in bezug auf die gemeldeten Quellen.

Ich werden regelmäßig auf dieser Seite nachschauen, ob der ein oder andere Hinweis eingegangen ist. Gerne werde ich auch weiterhin Fragen beantworten.

Viele Grüße

verwundet121944
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