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Gefangenen Austausch

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AutorBeitrag

murr


1.11.05 01:21:13
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Es gab in der Anfangsphase des zweiten Weltkrieges gefangenen Austausch Aktionen zwischen Briten und Deutschen. Die Abwicklung erfolgte in Frankreich und auch in Spanien, gab es diese Austausch Aktionen auch bei dem Fortschreiten des zweiten Weltkrieges und auch mit anderen Nationen möglicherweise sogar mit der Sowjetunion?

Gardes du Corps


1.11.05 06:56:21
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Mit der Sowjetunion gab es definitiv keinen Gefangenenaustausch.
Zu ersten machte der Russe bis Ende ‚42 so gut wie keine Gefangenen. die Kommissare riefen dazu auf, jeden Deutschen zu erschlagen, bis von der Stawka Befehle kamen, wenigstens einige am Leben zu lassen zum Verhören. Erst später erkannte man, dass man niemanden zum Überlaufen bewegen kann, wenn bekannt ist, dass keine Gefangenen gemacht werden. Zum zweiten waren es für ihn billige Sklaven und Faustpfand für die anderen Alliierten.
Für Stalin gab es auch keine Gefangenen Sowjetsoldaten. Diese waren für ihn Verräter. Selbst russische Gefangene, die sich befreiten und zu den eigenen Linien durchschlugen konnten, wurden bestraft. Im günstigsten Fall mit Strafeinheit.
Nach dem Krieg entließ Stalin erst zögerlich einige Todkranke Deutsche in Frankfurt an der Oder - in ihren freien Tod. Die offiziell Letzten behielt er bis 1955 als Geiseln zurück. Aber es wurde bekant, dass bis heute noch ehemalige Deutsche Soldaten in Russland sind. Ein Hochausgezeichneter Scharfschütze gelangte erst 1993 wieder nach Deutschland.
Mit seinen eigenen befreiten Gefangenen ging Stalin nicht sehr zimperlich um. Wer der Zusammenarbeit (Kollaboration) mit dem Feind verdächtigt wurde, wurde meist gleich erschossen, wie die Zehntausende, die heute in Massengräbern (1991 entdeckt) in Wittstock an der Dosse liegen. Die Masse wurde interniert und nach Russland in die Gulag verfrachtet. Wer überlebte hatte gute Chancen, unter Breshnew seine "Freiheit" wieder zu erlangen.

murr


1.11.05 12:45:01
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Gepostet von Gardes du Corps
Mit der Sowjetunion gab es definitiv keinen Gefangenenaustausch.
Zu ersten machte der Russe bis Ende ‚42 so gut wie keine Gefangenen. die Kommissare riefen dazu auf, jeden Deutschen zu erschlagen, bis von der Stawka Befehle kamen, wenigstens einige am Leben zu lassen zum Verhören. Erst später erkannte man, dass man niemanden zum Überlaufen bewegen kann, wenn bekannt ist, dass keine Gefangenen gemacht werden. Zum zweiten waren es für ihn billige Sklaven und Faustpfand für die anderen Alliierten.
Für Stalin gab es auch keine Gefangenen Sowjetsoldaten. Diese waren für ihn Verräter. Selbst russische Gefangene, die sich befreiten und zu den eigenen Linien durchschlugen konnten, wurden bestraft. Im günstigsten Fall mit Strafeinheit.
Nach dem Krieg entließ Stalin erst zögerlich einige Todkranke Deutsche in Frankfurt an der Oder - in ihren freien Tod. Die offiziell Letzten behielt er bis 1955 als Geiseln zurück. Aber es wurde bekant, dass bis heute noch ehemalige Deutsche Soldaten in Russland sind. Ein Hochausgezeichneter Scharfschütze gelangte erst 1993 wieder nach Deutschland.
Mit seinen eigenen befreiten Gefangenen ging Stalin nicht sehr zimperlich um. Wer der Zusammenarbeit (Kollaboration) mit dem Feind verdächtigt wurde, wurde meist gleich erschossen, wie die Zehntausende, die heute in Massengräbern (1991 entdeckt) in Wittstock an der Dosse liegen. Die Masse wurde interniert und nach Russland in die Gulag verfrachtet. Wer überlebte hatte gute Chancen, unter Breshnew seine "Freiheit" wieder zu erlangen.


Das war nicht die Frage. Und gegen die behandlung der Rotarmisten die in gefangenschaft gerieten war der Tod durch erschießen/erschlagen noch human.

AK 74 ZF


1.11.05 13:58:37
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Nu sind wieder beide Klischees bedient ... und gut ist´s.
Gibts mal was neues außer die alten ideologischen Phrasen ?Kopf-an-die-Wand-hau-Smiley

Hoth


1.11.05 14:21:58
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Gepostet von murr
Es gab in der Anfangsphase des zweiten Weltkrieges gefangenen Austausch Aktionen zwischen Briten und Deutschen. Die Abwicklung erfolgte in Frankreich und auch in Spanien, gab es diese Austausch Aktionen auch bei dem Fortschreiten des zweiten Weltkrieges und auch mit anderen Nationen möglicherweise sogar mit der Sowjetunion?


Wenn Du die Antwort schon weißt, weshalb fragst Du denn noch? Stalin hat nicht einmal seinen eigenen Sohn ausgetauscht, weshalb denn andere Soldaten?

[ Editiert von Hoth am 01.11.05 14:22 ]

waldi44


1.11.05 14:36:29
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1945 gab es soetwas ähnliches- kein Austausch, eher Rückgabe. Im Mittelmeer wurden einige deutsche Lazarettschiffe widerrechtlich von den Briten beschlagnahmt. Nach einigem hin und her wurden sie (also eins mindestens) zurückgegeben - allerdings ohne die Verwundeten. Sie wurden, ebenfalls widerrechtlich als Kriegsgefangene einbehalten!

Gardes du Corps


1.11.05 14:46:47
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Gepostet von murr
Das war nicht die Frage. Und gegen die behandlung der Rotarmisten die in gefangenschaft gerieten war der Tod durch erschießen/erschlagen noch human.

Ich habe die Frage so verstanden, als ob Du wissen wolltest, ob es auch zwischen UdSSR und Deutschem Reich Gefangenenaustausch gab.
Und darauf habe ich geantwortet. Den gab es nicht!
Gefangenschaft ist sicher in keinem Falle Zuckerlecken, insbesondere in dem Moment, wo man die Hände hebt und der Feind noch mit dem Bajonett angerannt kommt. Dennoch hatte es die Masse der Russen in deutschem Gewahrsam sicher nicht so schlecht, wie uns einige Gutmenschen einreden wollen.
Aus Erzählungen meiner Großeltern weiß ich, dass zwei Russen (und ein Franzose) auf ihrem Bauernhof gearbeitet haben. Sie durften zwar nicht im Haus wohnen, hatten dafür einen festen Platz in der Scheune und Essen, wie alle anderen auch, die arbeiteten. Dafür sorgte schon meine Großmutter. Am Ende des Krieges wollten sie nicht wieder nach Russland zurück. Es hat ihnen nichts geholfen. Meine Großeltern haben nie wieder etwas von ihnen gehört.
Es ist verbürgt, dass viele hunderttausend Russen mit der Wehrmacht und der Waffen-SS zusammen gingen. Ich weiß definitiv, dass es in Waffen-SS-Einheiten sogenannte russische Hilfswillige (HiWis) gab, die als Wagenlenker, als Köche, Schuster, Pferdepfleger, Munitions- und Essenträger bei den Kompanien freiwillig blieben. Es ist auch vorgekommen, dass diese zur Waffe gegriffen haben, wenn Not am Mann war - um die Deutsche Front zu halten!
Viele Angehöriger nichtrussischer Nation, die gegen ihren Willen in der Roten Armee kämpfen mussten, liefen über und bildeten eigene Einheiten, in denen sie gegen den „Bolschewismus“ kämpften. Dobrovolniki = Freiwillige.
Es ist auch kein Geheimnis, dass das deutsche Gefangenenwesen im Spätsommer/Herbst 1941 mit den Massen an Gefangenen einfach überfordert war. Es gab mehr Gefangene (zum 1.12.41 ca. 3 Millionen) im Hinterland als eigene Soldaten an der Front! Diese mussten bewacht und versorgt werden und trieb die Verwalter oft zur Verzweiflung. Insbesondere, als es an der eigenen Front an allem mangelte. Es ist in der deutschen Armee lange Tradition, Gefangene vernünftig zu behandeln.
Das bescherte Nachschubprobleme infolgedessen viele Tausend Russen hungerten und an Seuchen starben.
Dass das Schicksal der russischen Gefangenen unter deutscher Bewachung schlimmer gewesen sein soll als umgekehrt, wage ich zu bezweifeln. Und da überzeugt mich auch nicht die nachträglich errichtete Genickschussanlage in Buchenwald.

TheBlackman


1.11.05 16:41:56
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Beim lesen dieses Threads ist mir etwas aufgefallen was mich wahnsinnig interessieren würde:

...Aber es wurde bekant, dass bis heute noch ehemalige Deutsche Soldaten in Russland sind. Ein Hochausgezeichneter Scharfschütze gelangte erst 1993 wieder nach Deutschland...


Wer war dieser Scharfschütze ? Und was steckt dahinter das imme noch Deutsche Soldaten in Russland sein sollen ? Haben die dort geheiratet oder wie darf ich mir das vorstellen ?

Wär super wenn jemand mich mal aufklären könnte, auch über Links mit weiterführende Infos würde ich mich freuen.

Felix S


1.11.05 16:58:37
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Bestimmt ist hier Bruno Sutkus gemeint. Mehr als 200 bestätigte Abschüsse.

Empfehlenswert sein (Tage-)Buch Im Fadenkreuz.

Wurde mit "offenen Armen" und allen Egards in seiner Heimat Deutschland empfangen als er 1997 heimkehrte.

Keine Unterstützung vom Bund, keine Rente, kein Dach über dem Kopf.:(

So werden die damaligen Helden geehrt.

AK 74 ZF


1.11.05 17:01:35
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GdC .... es gab es schon ... auch an der Ostfront daß Gefangene ausgetauscht bzw. laufengelassen wurden.
Ich kenne mehrere Berichte von dt. Landsern welche von solchen Gesten der Menschlichkeit der Soldaten untereinander berichteten. Meist war das aber nichts offizielles über irgendwelche Stäbe, sondern von Seitens der Soldaten an der Front untereinander organisiert.
So gab es z.Bsp. einen solchen Austausch in der Nähe des Ilmensees. Die dt. Einheit hatte in einer ansonsten ruhigen Phase (soetwas gab es zwischen den Kämpfen auch) mehrere Russen gefangen. Zur gleichen Zeit gerieten auch ein paar dt. Soldaten in Gefangenschaft. Ein dt. Uffz. (Dgrd. Feldwebel) schickte einen Russen zu seiner Einheit und bot einen Tausch an. Der Russe ging drauf ein und im Endeffekt hatten beide Seiten ihre paar Leute wieder. Übrigens ... Meldung nach oben ... "Im Bereich des Zuges keine Vorkommnisse."
Es ist möglich daß dies evtl. nur lief weil keine höheren Offz. oder Scharfmacher (ob nun NSFO oder Politruk)dabei waren. Zum anderen war wohl in dieser eher ruhigen Phase zwischen den Kämpfen jede Seite froh ihre Kameraden unbeschadet wiederzubekommen. Zudem bedeuteten Gefangene auch "Arbeit", sie mußten versorgt und bewacht werden ... und außerdem ... wohin mit ihnen ? War nämlich in bestimmten Situationen auch so eine Frage. Ein weiterer Grund (aus einem anderen Bericht) hatte mit der offensichtlichen Jugend des Soldaten zu tun. Auf Seitens der Russen ... und später auch auf dt. Seite kämpften ja manchmal auch halbe Kinder ! ... Und da kam es auch schon mal vor daß man die Jungs, in seltenen Ausnahmefällen, aus Mitleid laufen ließ. Da dachte manch älterer Landser an seine eigenen Söhne und hoffte daß es auch auf der gegnerischen Seite im umgedrehten Fall Menschlichkeit gibt.

Ich kenne zumindest drei oder vier solcher Augenzeugenberichte. Davon mindestens zwei aus sehr verläßlicher Quelle. Sind zwar beide Männer inzwischen schon lange tot ... aber waren beides keine Lügner.

Übrigens ... auch wenn man sich bei bestimmten "Kampfpausen" in Ruhe ließ und teilweise sogar zuwinkte oder grüßte ... wenn es dann wieder krachte, brachte man sich wieder mit aller gnadenlosen Härte gegenseitig um. Da waren dann solche Sentimentalitäten wieder vergessen.

AK 74 ZF

P.S. Es gab an allen Fronten zwischen den Soldaten Zeichen von Menschlichkeit. Auch der böse "Russe" war häufig einfach nur ein Mensch !

Gardes du Corps


1.11.05 17:08:40
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Sorry, habe nachgesehen. Er kam erst 1997 nach Deutschland zurück!
Der Soldat heißt Bruno Sutkus und er hat ein Buch veröffentlicht "Im Fadenkreuz", welches man über den Buchhandel beziehen kann.

Zum Schicksal der deutschen Soldaten, die heute noch in Russland leben, weiß ich folgendes:

Nach der Kapitulation/Gefangenschaft kamen sie mit vielen anderen in weit entlegene Lager im tiefsten Sibirien. Nicht nur Soldaten, auch Frauen und Kinder – von der Strasse in Deutschland weggefangen! Dort gab es und gibt es auch heute noch selten Fernsehen, Zeitungen, Rundfunk. Den Lagerinsassen waren solche Dinge ohnehin untersagt. Wer von den gefangenen "Kriegsverbrechern" nicht – nach Verurteilung in 5-minütigen Schauprozessen - erschossen wurde, wurde z.Bsp. wegen Vernichtung sozialistischen Volkseigentums - wie Erich Hartmann, weil er 352 russische Flugzeuge abschoss - zu langjährigen, i.d.R. 20 Jahre, Lagerhaftstrafen verurteilt. Viele dieser Lager waren geheim, wie so vieles im Stalin-Land. Es gab verbotene Städte, die niemand Fremdes betreten durfte, ganze Gebiete und natürlich auch Lager (siehe Solshenizi).
Als Adenauer 1955 glaubte, alle, also auch den letzten Gefangenen mit nach Hause gebracht zu haben, gab es dennoch noch einige dieser Lager. Die genaue Anzahl werden wir wohl nie erfahren, dürfte aber angesichts 1,2 Millionen ungeklärter Schicksale nicht unbedeutend sein.
Nun muss man sich die Situation dieser Jungs vorstellen. In einem Land, ohne jegliche Information und als Sklaven gehalten. Keine Meldungen über Weltpolitik, nur sowjetische Erfolgsmeldungen ...
Viele töteten sich selbst, angesichts der ausweglosen Situation, viele resignierten, passte sich an ...
Wenn solch einer zum Beispiel von seiner Entlassung erfuhr, musste er davon ausgehen, dass er die Heimat nicht mehr verstehen wird. Laut sowj. Propaganda war ja die ganze Welt inzwischen Sozialistisch, bis auf ganz wenige Flecke auf der Landkarte "wo die Kinder eben noch nicht das Glück haben, unter der Sonne des Kommunismus aufzuwachsen“.
Bruno Sutkus stammte beispielsweise aus Ostpreußen, er hatte keine Heimat mehr!

In der Regel kam es sehr schnell zwischen Lagerinsassen und ansässiger Bevölkerung - der es in der Regel keinen deut besser ging (da Sozialismus) als den Gefangenen - auch zu Kontakten, bis zur Familiengründung. Wer will das den Jungs verdenken? (Und bei den Russen gibt es Frauen! Wow:D)
Erst in der jüngsten Zeit gab es ein kleines Informationsfenster, welches sich diesen Menschen öffnete. Unter Putin wurde dieses aber sehr schnell wieder verschlossen.
Nun, und wer diese Zeit nicht nutzte um die Kurve zu kriegen, wird dort bleiben - so er noch lebt. Wir sollten nicht vergessen, dass ein junger Bursche von 1945 heute rund 80-jahre alt ist.
Diese Menschen haben ihr Leben in Sklaverei gelebt. Ich kann mir vorstellen, dass es unendlich schwer für sie sein muss, einen neuen Anfang in ungewohnter Umgebung zu beginnen. Vielleicht noch in einem Staat, in dem sie heute noch als "Mörder" und „Verbrecher“ gelten - auch wenn sie nur glaubten, ihre Pflicht getan zu haben.

Gardes du Corps


1.11.05 17:13:52
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Gepostet von AK 74 ZF
P.S. Es gab an allen Fronten zwischen den Soldaten Zeichen von Menschlichkeit. Auch der böse "Russe" war häufig einfach nur ein Mensch !

Zustimmung!
Und es gab auch bei der Gefangennahme häufig die "Zigarette danach", oder das Verbinden der Wunden durch die jeweiligen Sanis.
Ich kenne selbst 2 ehemalige NSFO, Napola-Absolventen. Gerade von diesen kann ich mir nicht vorstellen, dass sie zu den Scharfmachern gehören, die Du oben schilderst, da sie Fronterfahrung hatten. Von Seiten der Kommissare kann ich mir das weniger vorstellen.

AK 74 ZF


1.11.05 17:15:21
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Blackman .. es gab deutsche Soldaten welchen es gelang im baltikum unterzutauchen bzw. welche auf Grund von Familienbindung in der UdSSR verblieben. In den jahren nach der Öffnung bzw. dem Zerfall der UdSSR sind einige dieser Männer (und auch Frauen -> vornehmlich aus Ostpreußen) wieder aufgetaucht. Sind zwar fast unglaubliche Geschichten ... aber es gab sie. Einige dieser Deutschen haben in Rußland Familie und sind dort bis heute verblieben. In einem Bericht über Ostpreußen kam auch ein Bericht über die sogenannten "Wolfskinder", welche nach 1945 im Baltikum ohne ihre dt. Eltern verblieben und von Litauern, Esten oder auch Russen aufgenommen oder auch adoptiert wurden.
Letztens gab es mal eine Meldung über einen ehemaligen dt. Kriegsgefangenen welcher aus einem sib. Gefangenenlager ausbrach und in Rußland verblieb, weil er dort eine Frau geheiratet hat. Alles Geschichten welche man bis vor wenigen Jahren garnicht für möglich hielt.
Wie gesagt ... Bruno Sutkus lebte ja auch lange in der UdSSR. Viele Ostpreußen sprachen ja häufig halbwegs gut Russisch und gingen dadurch beim Russen als Balte (Este, Litauer, Lette) durch. Die UdSSR war ja ein Vielvölkerstaat und für die meisten Völker war Russisch auch Fremdsprache. Und da fiel man mit schlechtem Russisch in einigen Gegenden garnicht so auf wie wir uns dies her so vorstellen.

AK 74 ZF
-----------
@ GdC ... auch bei den Politrucks gab es "Frontschweine" welche eher Mensch waren bzw. eine humanitäre Auffassung besaßen. Selbst und komischerweise häufig sogar unter jüdischen Intelektuellen, welche Politruck waren, gab es regelrechte Freunde der dt. Sprache und Kultur. Müßtest du doch aber wissen.

[ Editiert von AK 74 ZF am 01.11.05 17:18 ]

Gardes du Corps


1.11.05 17:25:48
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Gepostet von AK 74 ZF
@ GdC ... auch bei den Politrucks gab es "Frontschweine" welche eher Mensch waren bzw. eine humanitäre Auffassung besaßen. Selbst und komischerweise häufig sogar unter jüdischen Intelektuellen, welche Politruck waren, gab es regelrechte Freunde der dt. Sprache und Kultur. Müßtest du doch aber wissen.

Klar weiss ich das. Einer war Lew Kopelew. Du weisst doch, was Stalin mit ihm hat machen lassen, wegen:
Mitleid mit dem Feind!

murr


1.11.05 18:09:34
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War es nicht den deutschen kriegsgefangenen in den Ländern zu bleiben? Aus der Sowjetunion mussten die Gefangenen zurück nach Deutschland.

murr


1.11.05 18:11:44
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Gepostet von waldi44
1945 gab es soetwas ähnliches- kein Austausch, eher Rückgabe. Im Mittelmeer wurden einige deutsche Lazarettschiffe widerrechtlich von den Briten beschlagnahmt. Nach einigem hin und her wurden sie (also eins mindestens) zurückgegeben - allerdings ohne die Verwundeten. Sie wurden, ebenfalls widerrechtlich als Kriegsgefangene einbehalten!


Hatte die Marine etwa 1945 noch im Mittelmeer Militärpräsenz?

Gardes du Corps


1.11.05 18:28:42
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eben gefunden:

http://www.nfhdata.de/premium/newsboard2/dcboard.php?az=show_topic&forum=115&topic_id=375

es haben etwa 1.000.000 Sowjetsoldaten unter dem Hakenkreuz gegen den Bolschewismus gekämpft. Und diese Aussage kommt nicht(!) aus der rechten Ecke!

[ Editiert von Gardes du Corps am 02.11.05 14:20 ]

waldi44


2.11.05 11:15:33
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Gepostet von murr

Hatte die Marine etwa 1945 noch im Mittelmeer Militärpräsenz?


Am 28.o2.1945 befanden sich im Mittelmeer un d er Adria noch folgende aktive deutsche Flotteneverbände:

10. Torpedoboot - Flottille
13. Sicherungs - Flottille
22. U-Jagd - Flottille
1. Geleit - Flottille
2. Geleit - Flottille
3. Geleit - Flottille
6. Räumboot - Flottille
3. Schnellboot - Flottille
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