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Luftkrieg

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AutorBeitrag

waldi44


15.11.01 14:34:01
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Na, das ist ja eine Interessante Sicht der Dinge! SOOOOOO hab ich das ganze ja noch gar nicht gesehen!!!
Albert Speer über die Bedeutung des Luftkriegs
Alber Speer, 1905 in Mannheim geboren, studierte in Karlsruhe, München und Berlin Architektur. 1931 trat er der NSDAP bei. 1937 wurde er Generalbauinspekteur für Berlin, 1942 zum Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion ernannt. Im Nürnberger Prozeß wurde er zu 20 Jahren Haft verurteilt, die er bis 1966 in Spandau verbüßte. Speer starb 1981 in London.

Spandauer Tagebücher: 12. August 1959.
In die Zelle geschmuggelt wurde unlängst das Buch The Army Air Forces in World War II, ein halboffizielles Geschichtswerk von Craven und Gate, an dem George Ball mitgewirkt hat. Trotz aller Materialfülle verfehlt es den, wie ich glaube, entscheidenden Aspelkt. Gleich allen anderen Darstellungen des Bombenkrieges, die mir bisher zu Gesicht kamen, legt es den Nachdruck auf die Zerstörungen, die die Luftangriffe dem deutschcn Industriepotential und damit der Rüstungsproduktion zufügten. In Wirklichkeit waren diese Ausfälle nicht kriegsentscheidend, wenn ich auch 1944 die Produktionsverluste, die die Ostfront erlitt, mit weit über 10 000 schweren Geschützen über 7,5-cm-Kaliber und ungefähr 6ooo mittelschweren und schweren Panzern ermittelte.
Die wirkliche Bedeutung des Luftkrieges lag darin, daß er ,lange vor der Invasion, schon eine zweite Front errichtete. Sie war gegen den Himmel über Deutschland gerichtet. Jederzeit konnten über jeder großen Stadt oder über jedem wichtigen Werk die Bomberflotten erscheinen. Die Unberechenbarkeit der Angriffe machte diese Front riesenhaft groß, jeder Quadratmeter des von uns beherrschten Gebietes war gleichsam Front. Die Abwehr erforderte die Bereitstellung von Tausenden von Flakgeschützen, die Stapelung ungeheurer Munitionsmengen an unzähligen Orten und die Bereitschaft von Hunderttausender von Soldaten, die noch dazu monatelang untätig bei ihren Geschützen in Stellung liegen mußten.
Soweit ich den Berichten entnehmen kann, hat noch niemand gesehen, daß dies die größte verlorene Schlacht auf deutscher Seite war. Die Verluste bei den Rückzügen in Rußland oder bei der Kapitulation von Stalingrad treten demgegenüber zurü. Überdies hätten die fast 20 000 Flakgeschütze, die in der Heimat stationiert waren, die Panzerabwehr an der Ostfront fast verdoppelt; es kam hinzu, daß sie im Reichsgebiet fast nutzlos waren, denn sie veranstalteten über den angegriffenen Städten nur noch eine Art von Beruhigungsfeuerwerk fü die Bevökerung; die unterdes erreichten Flughöhen der Bomber wurden nämlich von den Granaten der 8,8-cm-Flak nur mit einer so geringen Geschwindigkeit erreicht, daß keine Zielgenauigkeit mehr gegeben war.

http://www.salvator.net/salmat/pw/pw1/2wk/speer2.htm

DER Alte


15.11.01 23:22:46
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ja darüber hab ich auch noch nie nachgedacht aber wenn man sich das überlegt ...
da ist was dran.

Franz00030


15.11.01 23:51:04
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Im "Atlas zum 2.WK" steht auch sowas drin:
Luftverteidigung: 2 Millionen Mann (allerdings zum großen Teil Luftwaffenhelfer, Flakwehrmänner und nicht mehr frontverwendungsfähige Flaksoldaten)
Für Luftverteidigung wurden verwendet:
1 Drittel der gesamten Artillerieproduktion
1 Fünftel der gesamten Munitionsproduktion
1 Drittel der gesamten Optikproduktion
die Hälfte der gesamten elektrotechnischen Produktion
Allerdings, so denke ich, ist das so ein bisschen eine "Milchmädchenrechnung". Denn die industrielle Leistungsfähigkeit in Deutschland wurde bis 1944 ohnehin nicht voll ausgenutzt. Man hat immer nur soviel gebaut wie man dachte, daß man braucht. Man kann also nicht automatisch sagen, daß wenn es keinen Luftkrieg gegeben hätte, genausoviel Kanonen für die Panzerabwehr gebaut worden wären.
Gruß
Franz

jeannen


19.11.01 16:17:04
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Ein interessanter Standpunkt. Hierzu noch ein paar Zahlen, die ich mal in einem entsprechenden Buch gelesen habe.
Um einen Bomber (B-17) mit Flakkanonen abzuschießen, bedurfte es durchschnittlich 4.000 Granaten, die je 100 RM kosteten. D. h. insgesamt Produktionsgüter im Wert von 400.000 RM. Demgegenüber hätte die Herstellung einer Boden-Luft-Rakete (ich glaube, die Rede war vom Enzian) nur 4.000 RM gekostet, beim gleichen Ergebnis. Doch leider wurde die gesamte Raketenforschung in Boden-Boden-Raketen gesteckt, anstatt in Boden-Luft-Raketen, mit deren Entwicklung man vielen Menschen in Deutschland das Leben hätte retten können.

Balsi


19.11.01 16:30:03
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ich habe letztens auch in einem buch gelesen... das bei der operation Bodenplatte - letzter grosseinsatz dt. Jäger - rund 200 Flugzeuger von der eigenen Flak abgeschossen wurden...dort jedenfalls waren sie wohl erfolgreich ...
ich halte aber die Zahl 4000 Granaten für einen Bomber...etwas überhöht... allein 4 Treffer hätten genügt um die Motoren auszuschalten.... und dann ade Marie...
das hätte man sich doch nie im leben leisten können...
oder???

waldi44


19.11.01 16:50:10
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Nun, ersteres lag wohl daran, weil die Jäger einfach nicht damit rechneten von der eigenen Flak beschossen zu werden. Besagte Aktion war so geheim, daß man schlicht vergessen hatte die entsprechenden Flakeinheiten zu benachrichtigen, daß da eigene Flugzeuge kamen!
Zweitens: DAS IST STATISTIK!
Man nahm wohl alle abgefeuerten Granaten, teilte diese durch die Bombereinsätze und schon hatte man die Zahl 4000! ;) Oder?

xmen


19.11.01 17:27:32
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jawohl,so wars ganz eindeutig nur Statistik!
Aber Luftkrieg ist eindeutig die beste alternative...das sehen wir noch heute in Afgahnistan wer die Lufthoheit hat ist eigentlich nicht zu schlagen.
Das größte Problem ....wenn die Deutschen damals alles richtig gemacht hätten , ja dann hätten wir die netten Boys bekommen,geändert hätte alles nichts ausser der Bau einer eigenen Atombombe.:)

waldi44


19.11.01 17:42:42
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Gepostet von xmen
Aber Luftkrieg ist eindeutig die beste alternative...

Hm und Vietnam?

jeannen


20.11.01 10:15:13
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Sicher hätten 4 Treffer gereicht, um einen Bomber abzuschießen (manchmal auch einer), aber wieviele Schuss brauchte man im Schnitt, um diese Treffer zu erzielen? 4000! Denn wie bereits hier geschildert, traf die 8,8er in den höheren Höhen eigentlich nur noch "zufällig".
Das Problem bei "Bodenplatte" war auch, dass die Jäger sehr tief geflogen sind, um unentdeckt zu bleiben. Tja, und jetzt stell dir mal vor, was eine 37mm Doppel-Schnellfeuerkanone oder ein 2cm Vierling mit einem einmotorigen Flugzeug in einer Höhe von 200 m machen?

Balsi


20.11.01 10:35:41
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nee na das ist ja klar... so eine 2cm-Vierling die hats in sich da geb ich Dir recht... die Frage ist nur... wieso ist die Zahl der abgesch. dt. Flugeuge deart hoch...eine entsprechende Zahl bei amerik. Tieffliegern gibt es nachweislich jedoch nicht oder???
da fragt sich auch für wieviel Schüsse eine 8,8-Flak-Kanone ausgelegt war insgesamt ... nach einer best. Schusszahl war ja ein Rohwechseln nötig usw. die schussfolge ...
möglicherweise ist die Anzahl der hohen Schusszahl pro treffer...darauf zurückzuführen das man eher Sperrgürtel schoss als auf einzelne Flugzeuge???
also man konnte theoret. 15 - 20 Schuss/min abgeben, Scusshöhe war 10.600 m für eine Flak 36
für eine Flak 41
22 - 25 Schuss/&min und eine Höhe von 15.000 m

jeannen


20.11.01 10:45:18
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Die Amerikaner haben ja auch immer nur in kleinen Gruppen angegriffen, nie in solchen Massen (also bei Tieffliegerangriffen). Die sind doch oft nur Patroullien zu zweit/dritt oder allein geflogen und sobald da ein Anzeichen einer Flak war, sind sie abgehauen und haben ihre Mosquitos gerufen (mal etwas verallgemeinert).
Mit dem Sperrgürtel hast du recht, aber es dürfte auch schwer sein, bei einem 1000-Bomber-Angriff auf einzelne Flugzeuge zu zielen.
Und zu der Schussfolge: Du darfst nicht vergessen, dass die meisten Flaks nicht von erfahrenen Flaksoldaten, sondern von Kindern, Frauen und Rentnern bedient wurden. Ich glaube kaum, dass die so eine Schussfrequenz erreicht haben.

Balsi


20.11.01 10:55:38
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nun gut über Bodenplatte... muss man mal einen eigenen Thread machen...
zu der Schussfolge... natürlich war diese ja kaum zu erreichen..deswegen sagte ich ja auch "...theoretisch"... wenn sie gut waren dann bestimmt...so an die 10 Schuss pro Minute...würde ich sagen... die würden dann also 7 Stunden lang schiessen um ein Flugzeug runterzuholen ...klingt etwas phantastisch (also irreal) ...
jeannen...ich fahr jetzt gleich zur Staatsbibliothek.. brauchst Du noch irgendwas an Infos oder sowas...???

Franz00030


20.11.01 18:03:10
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Die Schwere Flak (8,8 und größer) war nicht dafür gedacht ein einzelnes Flugzeug durch einen Volltreffer zu zerstören. Viel wichtiger war die Raumwirkung der Granate. Deshalb hatten die Granaten Zeitzünder, die mit Hilfe der Daten des Funkmeßgerätes eingestellt wurden.
Die Splitterwirkung einer 8,8cm-Granate erstreckte sich über einen Bereich von etwa 200 Metern in der Luft. Dadurch wurden Schäden an den vorbeifliegenden Bombern hervorgerufen. Die betroffenen Flugzeuge waren dann oft nicht mehr schnell genug mit dem Hauptverband mitzuhalten, mußten umdrehen oder wurden später als Einzelflieger von den deutschen Jägern leicht abgeschossen. Volltreffer waren bei der schweren Flak eher selten. Dazu mußte die Granate sehr nahe am Feindflugzeug explodieren, das war aber mit der damaligen Meß- und Rechentechnik noch nicht möglich, zumal die Bomber auf das Flakfeuer reagierten und Kurs oder Höhe änderten um die Feuerleitstellen zum Berechnen neuer Richtwerte zu zwingen.
Gruß
Franz

xmen


20.11.01 19:33:32
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Das ist ne gute technische Ausführung über die Flak!
Die Wirkungsweise habe ich gar nicht gewußt THX :)

Balsi


20.11.01 20:05:16
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so gesehen... klingen die 4000 Schuss schon etwas logischer ... so hat man also mit 4000 Schuss nicht ein Flugzeug GETROFFEN sondern mehrere...
klingt auch logisch mit der Splitterwirkung... es ist vom natürlichen her schon fast undenkbar ein Flugzeug in dieser Höhe mit einer ca. 9cm dicken Granate zu treffen... so war der erfolg grösser...
sehr schön danke für den Einwurf

waldi44


20.11.01 22:48:57
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Zur Flak mal nen paar Links:http://www.xs4all.nl/~hhoe/olmen01_d.html?radio12138=radio&radio12457=radio&radio12785=radio&radio13099=radio&radio13876=radio&radio14190=radio&radio14499=radio&radio14903=radio&name=Oben
http://www.hco.hagen.de/ruhr/flak/flak0.htm
http://home.arcor.de/yank/b17fortress/einsatzablauf_3.htm
Ich weiß ich weiß, aber dennoch findet nicht immer jeder alles und mancher möchte sich etwas genauer informieren!
Übrigens: http://www.dream-style.de/search/submit.php3! Kann ich nur empfehlen ;)!
B-17: "Das beste Kampfflugzeug, das jemals gebaut wurde. Sie konnte die meisten Schäden verkraften und blieb immer noch in der Luft".
General Ira C. Eaker
http://www.b17fortress.de/
Hab ich eben noch gefunden:
....Statt dessen hängt man weiterhin mit verklärtem Blick am Zeppelin-Mythos. Dabei liegt beim militanten Grafen tatsächlich der Schlüssel zum Verständnis der nachfolgenden Stadtgeschichte. Im Kriegsjahr 1916 forderte er gegenüber Generaloberst von Einem: "Ganz England muß brennen!" (Karl von Einem, Erinnerungen eines Soldaten, Leipzig 1933, 5. 164) und träumte davon, eine Tausendkilo-Bombe in das Londoner Hafenbecken werfen zu lassen. Die militärischen Hoffnungen, die er in seine Luftschiffe gesetzt hatte, erfüllten sich nicht, auch wenn mit ihnen schon 1915 die ersten strategischen Luftangriffe der Kriegsgeschichte durchgeführt wurden, die keine taktische Luftunterstützung von Boden- oder Seeoperationen mehr waren, sondern unterschiedslose Bombardierungen militärischer, kriegswirtschaftlicher und eben auch ziviler Ziele.
http://www.seeseiten.de/user/linksrhein/azw/04/g.htm
Letzteres hab ich nur gepostet, weil es mir auf der "Flaksuche" aufgefallen ist und ein gaaaaanz typisches Breispiel ist! Unser guter Graf Zeppelin!
Man muß entlich mal aufräumen mit diesem: Aber so war das nicht gemeint! So haben wir das nicht gewollt! Wir nicht, aber die Andern! Wenn wir, dann aber auch die Andern!
Na, da haben wir ja was ...;)!

xmen


21.11.01 07:48:52
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Spitze Links,..das geht voll ins Detail!
Wenn man sich ein gutes Bild über die Themen machen will gibts wirklich noch viel zu lernen.:P

jeannen


21.11.01 10:23:17
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Also, nochmal zu den 4000 Schuss: Mit 4000 Schuss hatte man vielleicht 40 oder 70 Bomber beschädigt, aber im Durchschnitt kamen eben z. B. auf 20.000 Schuss 5 (allein durch die Flak) abgeschossene Bomber. Dabei zählen natürlich nicht die beschädigten, die dann durch Jäger abgeschossen wurden. Die wurden ja komplett den Jägern zugerechnet.
Und mit den 9 Stunden: Es stand nicht nur eine einzige Flak in ganz Deutschland rum. Allein um Berlin standen 1944 teilweise über 500 Flaks. Die machen 4.000 Schuss in einer knappen Minute (wenn man mal von unseren 10 Schuss/Minute ausgeht). Nicht zu vergessen die Flaks, die auf dem Weg, den die Bomber flogen, postiert waren.
Erstaunlicherweise wurde die Effektivität der Flaks erhöht, als man sich auf deutscher Seite entschied, vom Annäherungszünder auf Aufschlagzünder zu wechseln. (D. h. die Flak-Granaten explodierten bei Kontakt, nicht wie vorher, wenn eine bestimmte Entfernung zu einem Objekt erreicht war)
Ich denke, jetzt haben wir fast alles über Flaks gesagt...
(Ach übrigens, danke fürs Angebot, ich brauche zunächst keine Infos aus der Staatsbibliothek. - Hab zu dem Thema meine eigene Bibliothek zu Hause ;). Und das reicht auch.)[ Editiert am: 21-11-2001 10:34 ]

Franz00030


21.11.01 17:38:53
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Nach meinen Informationen, hatten die deutschen 8,8cm-Granaten ganz simple Zeitzünder. Diese wurden vor dem Abfeuern in der sogenannten "Zünderstellmaschine" so eingestellt, das sie nach Zurücklegen der berechneten Distanz zum Zielverband detonierten.
Die Verwendung von Annäherungs- oder Aufschlagzündern allein hätte dazu geführt, daß die schweren Brocken bei Fehlschuß wieder runterfallen und die Flak sich selbst oder die zu beschützenden Objekte beschießt.
Es wurden sogar kurzzeitig "Aerosolgranaten" verwendet. Die wurden in Bereiche geschossen, welche voraussichtlich von den Bombern passiert werden. Diese erzeugten riesige Wolken aus brennbaren Aerosolen. Im richtigen Moment wurden diese Wolken mit herkömmlichen Sprenggranaten entzündet. Das hatte verheerende Wirkung.
Allerdings wurde der Einsatz der Granaten schnell wieder eingestellt, da die Alliierten mit dem Einsatz chemischer Kampfstoffe drohten (Aerosole waren wohl lt. Genfer Konvention verboten).
Gruß
Franz

xmen


21.11.01 18:57:10
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Das is ja nen Ding,was sagte denn die Genfer Konvention zu der Bombardierung von (Dresden etc.) Also manchmal komm ich ins Grübeln.Wenn Hitler nun so ein Arsch war wie immer gesagt dem alles scheiß egal war, wieso hat er denn wegen so einer(Kleinigkeit) nen Rückzieher gemacht?
Ich denke mal sein Ende war ihm doch lange klar,..wieso dann Rücksicht auf irgend etwas ? Irgendwas passt da in etlichen aussagen nicht ganz!;)

Franz00030


21.11.01 22:09:05
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Ja, das ist eine gute Frage. Fakt ist ja, daß auch kein Giftgas o.ä. von deutscher Seite militärisch im großen Stil eingesetzt wurde, obwohl genug Kampfstoffe verfügbar waren.
Ob nun wirklich die Drohung der Alliierten der Grund für die Einstellung der Verwendung o.g. Granaten war, konnte ich bisher in keinem Dokument finden. Das ist die Aussage meines Großvaters, der damals bei der Flak Ausbilder war, und dessen Batterie diese Granaten auch verschossen hat. Dieser Grund wurde den damaligen beteiligten Soldaten mitgeteilt, was damals keiner verstanden hat, da die Erfolge wirklich außergewöhnlich gut waren. Da sind dann mit einem Schlag gleich 3 bis 4 viermotorige Maschinen runtergekommen.

waldi44


21.11.01 23:15:32
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Mal was zu "runtergefallenen" Flakgranaten/Geschossen:Für 1940 meldete der Verwaltungsbericht: "Angriffe auf den LS[Luftschutz]-Ort sind 1940 nicht erfolgt. Auf das Stadtgebiet Pinneberg sind 1940 zwei Brandbomben, von denen 1 detoniert ist, abgeworfen. 50 Flakgranaten fielen auf das Stadtgebiet. Hiervon sind 41 detoniert. In einigen Fällen wurde Sachschaden angerichtet. Personen wurden nicht verletzt. Weiterer Sachschaden entstand durch herabfallende Flakgranaten-Sprengstücke.
[url}http://www.vhs-pinneberg.de/aktuell/folge59.html
Hier ein Superlink zu Dresden!
http://www.altes-dresden.de/html/body_zerstorung.html

Die hätte man eben vorher haben sollen:http://www.unsere-luftwaffe.de/flugkorper/c2.htm

jeannen


22.11.01 08:44:39
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http://www.vhs-pinneberg.de/aktuell/folge59.html ;)
Das mit den herunterfallenden Flakgranaten ist ein interessanter Aspekt, auf diese Idee bin ich noch nie gekommen. Werd ich heute gleich mal in meiner "Bibliothek" nachschlagen...

Franz00030


22.11.01 10:21:26
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Besonders extrem mit runterfallenden Granaten soll es in Pearl Harbor gewesen sein (habe ich mal in einem Buch gelesen). Dort hatten die Amis in der Panik und Hektik vergessen die Zünder einzustellen.

xmen


22.11.01 13:54:33
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Aha,also doch nen anderer Grund,zu Dresden hät ich mal ne Frage, war die Atombombe zu der Zeit schon einsatzbereit gewesen oder nicht?

Balsi


22.11.01 14:03:15
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ich schätze mal du meinst die amerikanische...die war zu der zeit noch nicht fertig...

xmen


22.11.01 14:13:21
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Das bedeutet das wenn sie sie gehabt hätten Dresden auf die Birne geworfen hätten!Denn wenn man die Planung und Ausführung sieht war die direkte Zerstörung der eigentliche Sinn,..nun kann man ja sogesehen noch fast froh sein oder?

Balsi


22.11.01 14:37:23
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nun ja... bei den Amis...galt schon immer...germany first...also Niederwerfung deutschlands....Atombombe möglicherweise auf uns... hätte die Ardennenoffensive gegriffen...hätte dies den krieg um 2 - 3 Monate verlängert... dann hätten die Amis die Bombe gehabt

Kübelfan


22.11.01 15:05:47
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ich glaube nicht das die Amis die A-Bombe auf Deutschland geworfen hätten. Auch wenn der Krieg noch 2-3 Monate länger gedauert hätte. Deutschland war zu zentral in Europa und außerdem zu wichtig für spätere politische Zwecke nach dem WK II. Japan dagegen war weit vom Schuß und somit ein interessantes Testgebiet.

jeannen


22.11.01 15:38:15
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Es gab konkrete Pläne für die Atombomben und ihre Verwendung. Demnach sollte die 1. (Hiroshima) auf Berlin geworfen werden und die 2. (Nagasaki) auf Dresden. (Haben sie sich extra Städte ausgesucht, die nach der geplanten Verteilung des Landes im Teil der Russen lagen.)
Aber sie waren im Mai noch nicht einsatzbereit.

Knut


22.11.01 15:47:56
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Gepostet von Kübelfan
ich glaube nicht das die Amis die A-Bombe auf Deutschland geworfen hätten. Auch wenn der Krieg noch 2-3 Monate länger gedauert hätte. Deutschland war zu zentral in Europa und außerdem zu wichtig für spätere politische Zwecke nach dem WK II. Japan dagegen war weit vom Schuß und somit ein interessantes Testgebiet.

Wie jeannen schon sagte, war es tatsächlich geplant, die A-Bomben auf Berlin und Dresden zu werfen. Das diese Orte zu zentral liegen, spielte hierbei keine Rolle, da sie ja so oder so eingeebnet worden sind. Die Strahlung und die damit verbundene verseuchung des Gebietes war damals zwar auch schon bekannt, aber man kannte ncoh nicht die enormen Ausmaße der Folgeschäden.
Und als Deutschland dann kapitulierte, suchte man sich ein neues Ziel, welches man in den beiden bis dato unbombardierten Städten fand.

xmen


22.11.01 17:17:59
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Habe mal ne Reportage gesehen da haben sie gesagt das die sich über die folgen der Strahlung überhaupt nicht im klaren waren,so gesehen ging es nur um die Zerstörung und
da Deutschland net mehr zur Debatte stand haben sie halt Japan genommen,war doch neulig der zigste Jahrestag und in der Reportage wurde gesagt das die Amis extra HIro. u. Nagasaski ausgewählt haben weil es so schön erhalten war!
Auf jedenfall hatten wir so gesehen jawohl verdammt Schwein man stelle sich das mal in Berlin vor,..oh man dagegen war Dresden wohl ne Granate.:(

waldi44


22.11.01 23:33:18
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Mag sein, mag nicht sein! Egal, ich denke, die Amis hätten die Bomben nicht abgeworfen!
Es stimmt: Deutschland zuerst(wichtigster Feind), aber die Japaner (Schlitzaugen)waren die moralsich "verwerflichsten" Gegner und es galt für PH Rache zu nehmen!
Da der Krieg in Europa eigentlich schon zu Ende war und man sich der weißen/europäischen Rasse verbundener fühlte als den "gelben" Asiaten, glaube ich nicht daran!
Anders, der Krieg hätte noch länger gedauert! Bitte nicht vergessen: Es gab Jalta!
Außerdem: Hunderttausende alliierte Kriegsgefangene und Zwagsarbeiter im Reichsgebiet!

Knut


23.11.01 01:14:20
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@ waldi
Deine Argumente haben sie auch nciht davon abgehalten, Dresden einzuäschern. Warum sollten sie dann davon zurückschrecken, Dresden mit ner A-Bombe einzuäschern. Bedenke: die Strahlung kannte man damals ncoh nciht.

jeannen


23.11.01 08:03:14
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Seh ich genauso wie Knut. (Seit wann eigentlich "Knut"?)
Die Amis hatten da keine Skrupel. (Wobei das in Dresden ja eigentlich hauptsächlich die Briten waren)

xmen


23.11.01 09:03:37
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Ich denke auch das für die amis damals der unterschied ob bombe oder a-bombe keine bedeutung hatte, wichtig war der
effekt.Außerdem stelle man sich vor das die a-bombe auf berlin die ganze führungsriege mit getötet hätte,das wäre der erfolg gewesen!

Knut


23.11.01 11:41:20
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Gepostet von jeannen
(Seit wann eigentlich "Knut"?)

Wenn du damit auf das CDV-Board anspielst, so fand ich meinen dortigen Namen einfach nur schlecht. Weiß auch nciht was mich damals dazu geritten hat

waldi44


23.11.01 12:25:58
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Ich glaub's dennoch nicht! Wissen wird man es ja nie und zugetraut hätte ich es ihnen auch! Darum geht es nicht und Dresden war eben "nur" irgendeine deutsche Stadt, die man eben noch nicht ganz zerdeppert hatte!
Vielleicht wollte man ja auch ganz einfach noch einige tausend Bomben billig loswerden :D?
Außerdem war man beim hohen Millitär durchaus bereit mit den Deutschen zusammen gegen die Russen zu gehen, falls notwendig, aber ob das nach der "A- Bombe" noch möglich gewesen wäre?
Mit den gelben Schlitzaugen hatte man dergleichen nicht im Sinn. Außerdem: Habt ihr die Bilder mal genau betrachtet?
Fast alle Steinbauten sind zumindest als Ruinen stehen geblieben und nun stellt euch mal Berlin vor, also daß was davon noch stand ;)!
Die Wirkung der Bomben (Spreng/Druck,Brand) währe um ein vielfaches geringer gewesen!

Balsi


23.11.01 12:34:15
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nun es ist ja so... es gab ja amerik. Pläne...Marshall oder Morgenthau...weiss nciht mehr... aus deutschland eine art landwirtschaftliches Feld zu machen und zwar für tomaten...oder so...hehe... klingt lustig aber das gab es...soll heissen alles platt machen damit die nie wieder auch nur auf die Idee kommen ein Holzgewehr zu bauen...

waldi44


23.11.01 13:29:25
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Morgenthau! Ähnlich Pläne gab es schon zum 1.WK!
Naja, aber Tomaten allein wohl nicht;)! Rüben hätten wir auch noch anbauen dürfen und natürlich "Kraut":D!

xmen


23.11.01 14:08:42
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Und meine lieben Kartoffeln!:D

waldi44


27.11.01 23:08:14
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Am 14. Oktober kommt es über Schweinfurt zu einer der größten Luftschlachten, bei der die Alliierten schwere Verluste erleiden. 77 der 291 Bomber werden abgeschossen oder stürzen ab, weitere 122 werden beschädigt. Die Deutschen verlieren etwa 50 Jagdflugzeuge.

waldi44


12.1.02 22:04:34
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Ich hab da ne zahl im Kopf, von der ich nicht so recht weiß, wie ich sie einordnen soll.
105 000 Flugzeuge wurden abgeschossen! Deutsche? Alle zusammen? Nur über Deutschland?
Übrigens:http://home.t-online.de/home/re_mail.ede/pds.htm
Als der Angriff auf Dresden begann, gab der Zirkus Sarrasani gerade die Schlußnummer, Eselreiterei mit Clown, auf dem König-Albrecht-Platz. Nach dem ersten Angriffswelle, schlugen sich die Menschen durch die Kellerwände zu diesem freien Platz durch, um Atmen zu können. Von einer Gruppe Zirkuspferde, überlebten 48 Araber-Hengste, die völlig verängstigt eng im Kreis zusammenstanden, den Zweiten Schlag nicht mehr und wurden danach an das nördliche Elbufer, zwischen Albert- und Augustusbrücke geschleppt, wo es am 16.Februar ein grausiges Schauspiel gab, als sich dort ein Schwarm Geier einfand, der aus dem Zoo entkommen war. Die Russen waren kurz davor, die Oder zu überqueren, die Amerikaner standen fast am Rhein. Die gesamte Eisenbahnanlage war in drei Tagen wiederhergestellt, die wichtigste Eisenbahnbrücke lag außerhalb des Angriffkorridors und blieb unbeschädigt, "man mußte staunen, mit welcher absoluten Genauigkeit ausschließlich Wohnviertel zerstört wurden, ohne wichtige Anlagen zu treffen." (SZ,22.2.53)
Ein Pilot schrieb in sein Tagebuch: "Die RAF bombardierte die Stadt zum Ersten Mal - ich glaube nicht, daß der Angriff wiederholt werden muß." Er hatte den Feuertornado noch in 320km Entfernung gesehen.

xmen


13.1.02 09:15:07
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Ja,Dresden war im traurigen Sinne was ganz besonderes!
Der Vater meiner ersten Freundin hat dabei seine ganze Familie verloren,da ist es wohl verständlich wie er über die Aliierten denkt.:)

Yankee - b17flyingfortres


13.1.02 12:55:06
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es war meiner meinung nach, sowieso schwachsinnig dresden anzugreifen, weil der krieg zu dem zeitpunkt schon längst endschieden war..
und außerdem hätten die briten aus den fehler der deutschen in der luftschlacht um england lernen müssen, das es nichts nützt die zivilbevölkerung absichtlich anzugreifen...
1990 wurde in london (glaub ich) eine statue von arthur "bomber" harris aufgestellt.....

waldi44


13.1.02 15:45:06
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xmen


13.1.02 19:59:15
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Ja das ist mal wieder Superpervers!
Ich habe damals schon fast Herzatacken bekommen aber wenn ich das jetzt wieder sehe fliegt mir der Hut weg, wie kann man nur einem Massenmörder ein Denkmal setzen?
Nochmal auf dem Mann zurück zukommen das ist nicht gespielt,stellt euch mal vor ihr hättet die ganze Familie verloren bei sowas, würdet ihr nicht auch Heute noch weinen sobald ihr dran denkt?
Und sowas setzen die Briten nen Denkmal,einfach unvorstellbar was Deutschland viele Freunde in der Welt hat!:(

Alt+F4


13.1.02 20:17:19
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Ich muss sagen, so ein TExt geht unter die Haut. Und das ist eine gänzlich andere, als die von dem US-Pfarrer.
Wenn ich mich aber recht entsinne, dann wollten die Tommys schon mal in Deutschland Bomber Harris ein Denkmal errichten. Frag mich bloß wo.

waldi44


13.1.02 20:23:07
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Übrigens: Wer die Seite aufmerksam gelesen hat, wird feststellen können, aus welcher "Ecke" sie stammt!
Hab trotzdem den Link gepostet, weil ich finde, sie gibt die ganze grausame Wahrheit wieder und da ist es mir egal, aus welcher "Ecke" sie kommt!
Noch ein "übrigens": In England selbst war die Aufstellung dieses Denkmals umstritten! Viele Briten denken heute auch anders als damals. Sollte man nicht vergessen!!!

xmen


13.1.02 20:28:45
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Na das wollen wir doch wohl stark hoffen, ansonsten müßte man ja wirklich aufrüsten!;)
Muß jetzt weg, viel Spaß noch unseren Nachtschwärmern :D

waldi44


14.1.02 17:28:26
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Übrigens: Hört Euch das mal an! Wie lustig und fröhlich man da von Bomben auf Engeland sang!
Hört ihr's in den Ohren klingen:
Ran an den Feind!
Bomben! Bomben! Bomben auf Engeland!

Ps: Zum nachdenken gepostet, nicht zum mitsingen!!!!!!!
http://www.skalman.nu/third-reich/song-bomben-england.mp3
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