Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Rauch(Pulvergas)abzug

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AutorBeitrag

Axel43


10.11.03 18:04:22
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An die Artilleristen unter uns: nach dem 2.WK ist es anscheinend normal geworden, bei Panzern (und zumindest einigen Schiffsgeschützen) die Reste der Pulvergase irgendwie abzusaugen bzw auszustoßen, ehe der nächste Schuß gefeuert wird. Habe ich das so recht verstanden ? Was ist der Anlaß hierzu ? Personal vor den Gasen zu schützen ?Ballistische Faktoren ?

waldi44


10.11.03 18:11:48
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1. Personal (Panzerbesatzung) vor den Gasen zu schützen.
2. Bessere Sicht beim direkten Schuss.
3. Ähnlich wie bei der Mündungsfeuerbremse(langes Mündungsfeuer) die eigene Stellung nicht durch zu starke Pulvergase(Rauchwolke) zu verraten.
Würde ich sagenSmiley mit verdrehten Augen!
Äh vielleicht noch das: Ein Teil der Gase wurde dazu benutz den Verschluss zu öffnen und die leere Hülse auszuwerfen!
Bei anderen Geschützen wurde die Gase der Schussrichtung entgegengelengt und somit der Rückstoss verringert.

FritzR


10.11.03 19:07:04
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Wie Waldi schon sagt...
Das gab es auch schon IM 2.WK. Zumindest bei Tiger und Panther ist es mir bekannt. Es wurde entweder der Rücklauf der Kanone dazu benutzt (Zylinder) oder ein extra hierfür eingebauter Kompressor.
Die Notwendigkeit war auch absolut gegeben. Es bildeten sich bei diesen Kalibern/Rohrlängen soviel Gase, dass die Ventilation im Turm eines Panzer oft nicht mehr ausreichte, um alle Gase abzuführen.
Bei den ersten Panthern war nach ca 3 Schuss wegen der Pulvergase für die Kommandanten die Sicht gleich Null.
In Berichten aus damaliger Zeit kann man oft lesen, dass z.B. der Ladeschütze wegen der Pulvergase (er war am dichtesten am Verschluss) ohnmächtig wurde. Im Einsatz ganz schön peinlich.
mfg
FritzR

Axel43


11.11.03 18:58:45
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Ich danke fuer die Erlaeuterungen !

TiKi111


17.11.03 22:14:31
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Mein Großvater meinte dazu nur,
dass im Panzerkampf deswegen die Kommandantenluke und die hintere Ladeschützenluke offen blieb! Immer solange, bis Feindinfantrie auf Nahkampfentfernung kam.
Der Pulverstaub setzte sich vor allem auch in die Nasenschleimhäute, was nicht immer das angenehmste für die Besatzung war!!
TiKi
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