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FG 42

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AutorBeitrag

Kübelfan


29.1.05 00:44:44
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Kann mir jemand das FG 42 etwas näher bringen, denn leider kann ich diese Waffe gar nicht so richtig einordnen. Sollte diese Waffe das MG 42 in der Fallschirmjägertruppe ersetzen, weil es leichter war und eine gute Feuerkraft bieten konnte? Wurde diese Waffe wirklich nur bei den Fallschirmjägern eingesetzt oder auch in anderen Teilen der Wehrmacht, Waffen SS?

bani


29.1.05 10:12:22
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Guckst Du hier: FG 42

Ich halte das FG 42 für eine ideale Waffe.
Aber das ist rein subjektiv ...

[ Editiert von bani am 29.01.05 10:13 ]

waldi44


29.1.05 12:15:15
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Ideal wofür? Waffen die mehrere Funktionen gleichzeitig ausführen bzw ersetzen sollen, sind in den wenigsten Fällen "ideal", selbst wenn sie, wie beim FG42, richtungsweisende Neuerungen haben, die geradlinige Schulterstütze zB!
Ein besseres(?) lMG!

Nightwish


29.1.05 12:42:55
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@ bani

Schöner Link!

Das FG42 sollte zuviele Aufgaben übernehmen können. Es sollte die Durchschlagskraft des K98, die Option des Dauerfeuers wie bei der MP40, und den Einsatz als leichtes MG ermöglichen. Es sollte also eine eierlegende Wollmichsau werden.

Um die potentielle Energie und Reichweite der Patrone ausnutzen zu können - also in der Rolle des lMG und als Ersatz des K98 war der Lauf zu kurz. Auch war eine Gurtzuführung nicht vorgesehen, was die Rolle als als MG sehr fraglich erscheinen lässt. Als Ersatz für die MP war die Waffe wiederum fast zu groß.

Allerdings hat sie viele Merkmale eines modernen Sturmgewehrs und lMG bereits aufgewiesen und war so eine sehr fortschrittliche Waffe.

Ach, soviel ich weiss, ist sie nur von den Fallis der Luftwaffe genutzt worden. Kann aber sein, dass die SS Fallis auch welche hatten.

Nightwish

[ Editiert von Nightwish am 29.01.05 12:45 ]

waldi44


29.1.05 13:32:22
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Ist mir gerade so als Gedanke gekommen: Das Magazin fässt 10 bis 20 Schuss, ist also recht schnell verschossen!
Wieviel Magazine schleppte man denn so mit sich rum?
Gurtzuführung gab es ja nicht! Da war ein Dauerbeschuss kaum möglich

Kübelfan


29.1.05 14:04:32
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Sehr interessant!! Danke!

Wieso kann man eingentlich mit einer geraden Schulterstütze den Rückstoß besser kontrollieren?

Nightwish


29.1.05 15:01:42
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@ Waldi

Das meinte ich ja. Für die Fallis wurden Bandoliere entwickelt, welche um den Hals getragen wurden und Magazine bzw. Ladestreifen enthielten. Die gab es für alle Waffen! Die FG42 Schützen trugen eine Bandoliere, welche acht 20-Schuß Magazine aufnehmen konnte.



FG42 Bandolier

@ Kübel

Durch die gerade Schulterstütze wird die Kraft, welche beim Abfeuern entsteht, auf einer geraden Achse in die Schulter des Schützen geleitet.

Bei einer nach unten gewinkelten, wird die Kraft in einem gewissen Winkel zur Schulter weitergeleitet und es kommt so zum Hochschlagen.

[ Editiert von Nightwish am 29.01.05 15:13 ]

Hoover


30.1.05 13:40:16
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Das FG 42 war zwar interessant, aber nicht der große Wurf. Das StG 44 halte ich für revolutionärer.

In der Herstellung zwar einfach wurden nur etwa 12000 FG produziert (Manche sagen gar, nur 8000 wurden genaut).

Es gibt Fotos, wo SS-Fallschirmjäger FG tragen.

Nightwish


30.1.05 14:49:46
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Ja, mir war auch so, dass ich schon SS-Fallschirmjäger mit FG42 gesehen habe, hab das Bild aber nicht mehr in meinen Büchern gefunden.

Ich denke auch, dass das Stgw44 der bessere Entwurf war. Aber das FG ist waffentechnisch interessant. Eben ein Versuch, was möglich ist.

waldi44


30.1.05 20:45:50
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Wenn man nichts besseres hat, ist das was man hat immer das Beste:D!
Man stelle sich mal den "armen" Schützen mit Dauerfeuer vor!
"Schiess mal Sperrfeuer!" und das mit Magazinen von 10 bis 20 Schuss;(! Wenn man bedankt, dass auf so einen Gurt 250 Schuss passtenSmiley mit verdrehten Augen und das ohne zu wechseln!

SIG Fan


30.1.05 20:54:00
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das FG hatte den komischen Schaft, damit man schon aus der Luft den Feind bekämpfen konnte/sollte :(

das StG44 war eindeutig der Vorläufer der AK 47

Nightwish


30.1.05 21:01:49
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Komischer Schaft? Wie meinst du das?

Naja, das Stgw44 sieht dem AK ein wenig ähnlich und Michael Kalaschnikow hat ihm und anderen deutschen Waffen sicher einiges abgeschaut, aber es nicht der Vorläufer der AK.

Zwar wird das Stgw44 als Urvater aller modernen Sturmgewehre bezeichnet, aber es ist eher als direkter Vorläufer - über Stgw45 und das CETME - des G3 zu betrachten. Was die technischen Lösungen, wie Aufbau/Zerlegbarkeit, Gaszuführung und Verschluß angeht hat das Stgw44 mehr Ähnlichkeit mit dem G3 als dem AK.

Walter23


30.1.05 21:58:08
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@Nightwish

Bitte streiche das Wort "Gaszuführung" im Zusammenhang "Stg44 ist ein Vorgänger des G3"...In diesem Punkte hat das Stg44 eher "Ähnlichkeit" mit der AK47 Smiley mit verdrehten Augen

---

[ Editiert von Walter23 am 30.01.05 22:00 ]

SIG Fan


30.1.05 22:18:40
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siehe John Walter "Kalaschnikow - das Sturmgewehr und seine Ableger"
Zitat ebenda:
"Zweifellos lieferten die an der Ostfront erbeuteten Waffen dieses Baumusters ( Mkb 42 H und deren Nachfolger) sowohl A. Sudajew als auch M. Kalashnikow wichtige Denkanstösse"

sogar die "Mittelpatrone" wurde vom deutschen Sturmgewehr als M43 (7,62 x 39) übernommen (siehe AK 1 und AK 2).

Gruß

Nightwish


30.1.05 23:47:39
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@ Walter

Die Gasabnahme erfolgt beim AK zwischen Mündungsfeuerdämpfer und Hanschutz. Beim Stgw als auch beim G3 ist sie in das Gehäuse integriert.küssende Smileys







Auf den Bildern kann man das sehen!

@ SIG

Ja, er hat sich Denkanstöße geholt, sicher. Und nichts anderes habe ich geschrieben. Aber das Stgw ist kein direkter technischer Vorfahre des AK. Und ja, die Kurzpatrone 'basiert' auf der deutschen 7,92 Kurzpatrone.

SIG Fan


31.1.05 00:19:31
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na, da sind wir uns doch fast einig :P
auf den Bildern sieht man (alles und nix :P,) dass die Gasentnahme beim StG dieselbe ist wie bei der AK und beim H&K is alles verkleidet, da sieht man nämlich gar nix

übrigends,wenn du mal richtig damit schiessen möchtest, in Israel gibt es genügend Möglichkeiten dazu , auch MP 38/40 oder Tommy Gun, ich fliege mit ElAl da jedes Jahr hin

PS: hat das G 3 nicht zusätzlich noch einen Rollenverschluss ;), und den hat das StG garantiert noch nich gehabt

[ Editiert von SIG Fan am 31.01.05 0:29 ]

Walter23


31.1.05 00:42:52
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Also Stg44 und AK47 sind beides Gasdrucklader, während das G3 ein Rückstoßlader ist.
Dies hat SIG Fan richtig angemerkt.

Der Verschluss des G3 beruht an sich auf dem Verschluss des Stg 45, welches insgesamt auch der konstruktive Vorfahre ist. Zwischenstufe ist spanische "CETME"-Gewehr.

Bzgl der Verschlusssysteme an sich müsste ich nochmal nachlesen.

Nightwish


31.1.05 10:22:41
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Mmh, irgendwie treffen wir uns doch mit unseren Meinungen. Da das Stgw 45 als Verbesserung/ Vereinfachung des Stgw 44 herhalten sollte, kann man doch eher darauf schließen, dass das CETME und das G3 - wie ich bereits weiter oben anmerkte - eine größere Verwandtschaft zum Stgw44 haben als das AK.

Ich habe irgendwo Seiten aus einer 'VISIER' welche die Systeme Stgw44 und AK47 gegenüberstellt. Da sieht man sehr deutlich Unterschiede. Wenn ich sie finde, stelle ich sie hier rein! Aber ich bin gerade am umziehen. Kann sich nur um Wochen handeln!:D

Aber mit der lieben Verwandschaft hat man ja immer seine Problemchen.

@ SIG

In Kanada kann man auch ganz gut in die Prärie schießen. AK47, M16, C7:D, M2;) usw..

Walter23


31.1.05 22:35:42
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Bzgl. FG42
Was die Munitionskapazität eines Magazines betrifft und die Idee es auch als lMG zu verwenden, ist mir gerade in den Sinn gekommen, dass es zu jener Zeit ja so einige lMG mit Magazinen gab. Letztendlich scheint es zwar nicht gerade zweckmäßig, aber scheinbar hielten einige damals wohl eine solche Kombination für durchaus zweckmäßig.

Bzgl. "Verwandtschaften" von Sturmgewehren
Also Konstruktiv haben Stg44 und Stg45 (& CETME und G3) soviel miteinander gemeinsam wie eine Bf109 mit der FW 190. Das Stg45 wurde quasi als Gegenentwurf zu der Walther-Konstruktion von Mauser entwickelt, wobei die Konstruktion und Testphase der späteren Waffe names Stg44 einen zeitlichen Vorsprung besaß.

[ Editiert von Walter23 am 31.01.05 22:37 ]

Nightwish


1.2.05 19:43:19
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ÄÄh, du machst mich fertig ;) , da muss ich erstmal nachlesen! Mag sein, dass ich mich vergallopiert habe. (War lange nicht auf dem Rücken eines Pferdes.)

Ja, das BAR zum Beispiel hatte auch eine Magazinzufuhr. Es war zwar nicht unbeliebt, konnte seine Rolle als lMG aber auch nicht voll erfüllen.

Aber um deinen Messerschmitt - Focke-Wulff Vergleich aufzugreifen - ebenso verhält es sich mit dem Stgw44 und dem AK47. Und da muss ich nicht nachschlagen.

Gruß, Nightwish

[ Editiert von Nightwish am 01.02.05 19:45 ]

Walter23


1.2.05 20:46:55
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@Nightwish

Was den "Vergleich" betrifft => Es kaommt an welche Vergleichsmaßstäbe man setzt :D

So sind Stg44 und Stg45 als Waffen in der Blechprägetechnik konzipiert wurden. Die AK47 anfangs, soweit ich es mal gelesen habe, noch nicht.

Stg44 & AK47 sind beide Gasdrucklader
Stg45 ist ein Rückstoßlader

Wie ich es auch die Schnelle überlicke sind die Verschlusssysteme bei allen drei Waffen verschieden.

Für genauere Info müsste ich erstmal genau nachlesen, wofür mir akut die Zeit etwas fehlt.

---
Da fällt mir nochwas ein beim Artikel auf der Waffen-HQ-Seite wird erwhänt, dass einige meine, dass das amrerikanische MG M60 in gewisser Weise auf dem FG42 beruht, aber das benötigt auch etwas Lesezeit :)

Das FG42 sollte wie schon erwähnt die eierlegende Wollmilchsau der Fallschirmjäger werden, aber eine wohl nicht ganz zu vernachlässigende Forderung wurde nicht erfüllt => es wurde hochvergüteter Stahl benötigt.

Nightwish


1.2.05 22:08:02
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Gepostet von Walter23
@Nightwish

Was den "Vergleich" betrifft => Es kaommt an welche Vergleichsmaßstäbe man setzt :D

Ja, das stimmt natürlich.

So sind Stg44 und Stg45 als Waffen in der Blechprägetechnik konzipiert wurden. Die AK47 anfangs, soweit ich es mal gelesen habe, noch nicht.

Die ersten Serien der AK47 wurden aus Vollstahl gefräst.

Stg44 & AK47 sind beide Gasdrucklader
Stg45 ist ein Rückstoßlader

Wie ich es auch die Schnelle überlicke sind die Verschlusssysteme bei allen drei Waffen verschieden.

Für genauere Info müsste ich erstmal genau nachlesen, wofür mir akut die Zeit etwas fehlt.

Ja, das kenne ich! Geht mir derzeit genauso!

---
Da fällt mir nochwas ein beim Artikel auf der Waffen-HQ-Seite wird erwhänt, dass einige meine, dass das amrerikanische MG M60 in gewisser Weise auf dem FG42 beruht, aber das benötigt auch etwas Lesezeit :)

Ja, die Schulterstütze, der vordere Handschutz und die Art des Zweibeins sollen vom FG42 stammen, während andere Dinge vom MG42 sein sollen.

Das FG42 sollte wie schon erwähnt die eierlegende Wollmilchsau der Fallschirmjäger werden, aber eine wohl nicht ganz zu vernachlässigende Forderung wurde nicht erfüllt => es wurde hochvergüteter Stahl benötigt.


[ Editiert von Nightwish am 01.02.05 22:08 ]

steffen04


3.3.05 10:15:45
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Gepostet von SIG Fan
das FG hatte den komischen Schaft, damit man schon aus der Luft den Feind bekämpfen konnte/sollte


Vor allem hatte es den "Komischen", weil geraden Schaft weil der Verschluß in den Schaft ragt. Damit ist das FG42 das erste serienreife Bullpup-Gewehr (wie FAMAS und Steyr AUG). Das FG42 baut mit 10cm weniger Lauf(50 statt 60cm) 20cm kürzer als der k98, bzw. ist genauso lang wie das StG44, das nur 40cm Lauf hat und durch die Kurzpatrone auch mit kürzerem Verschluß auskommt.

@Hoover: so gesehen ist das FG schon das revolutionärere Gewehr. Bei Verzicht auf die militärisch unnötige starke 8*57 hätte die Waffe noch handlicher und die Magazinkapazität größer ausfallen könnte, damit wäre es ein echter Reisser geworden.

Petronelli


4.3.05 07:39:53
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Habe das mit dem M60 auch mal gehört.
(Sind die Deutschen Fallis eigentlich mit diesen Waffen überhaupt am Mann abgesprungen? Soweit mir von Bildern bekannt führte man lediglich Munition und Handgranaten am Mann mit evt. Pistolen und SigPis. Aber schon bein K98 und MP40 war es so dass die in Transportkisten mitabgeworfen worden? Der Deutsche Fallschirmjäger sprang hechtend aus dem Flugzeug! Solche Waffen würde man da auf Fotos gut erkennen und sie wären meiner Meinung nach hinderlich)
Würde mich interessieren, fand aber nichts konkretes dazu!
Gruß
Peter

[ Editiert von Petronelli am 04.03.05 7:41 ]

steffen04


4.3.05 08:31:36
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Im M60 wurde wohl der Verschluß übernommen.

Da das FG42 erst Ende43/Anfang 44 zur Truppe kam, sind die Fallschirmjäger damit nicht mehr im Ernstfall gesprungen, geübt haben sie es aber wahrscheinlich noch.

Petronelli


4.3.05 12:30:59
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Ich meine eigentlich, dass die Deutschen Fallschirmjäger überhaupt nicht mit Waffen, die größer als eine Pistole waren, am Mann gesprungen sind!
Wenn ich mich richtig erinnerer sammelte man das Zeug dann erst aus den Kisten zusammen.
Ich fand die Vorstellung, in der Taktik, befremdlich wärend des Herabschwebens zu schießen. Hast Du da nähere Infos?
Gruß
Peter

steffen04


4.3.05 15:14:34
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Nur ein paar Eckdaten:

Die Paras sind in einer Höhzwischen 90 und 120m ausgestiegen, danach 30m freier Fall, danach Schrimflug mit einer Geschwindigkeit von 3-5m/sec. Das heißt sie waren etwa eine halbe Minute in der Luft. Ausgestiegen wurde aus der Ju mit 160 - 180km/h, nee: keine Chance für einen gezielten Schuss. Außerdem sollten 12Mann in 7sec abgesetzt werden, das heißt, sie standen sich in der Luft praktisch auf den Schirmen.

Nightwish


15.4.05 22:45:02
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[URL=http://img118.echo.cx/my.php?image=nichtmogeln0yz.jpg][/URL]

Kleines Rätsel! Na, was sehen wir?

[ Editiert von Nightwish am 15.04.05 22:49 ]

Illuminatus


15.4.05 22:53:07
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Ein Krach-Bumm-Gerät!

Walter23


15.4.05 23:10:25
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@nightwish
FG42(Prototyp) mit Gurtzuführung ?!?

An sich finde ich die Gurtführung etwas "unglücklich" geraten.

- - -

Achja...ich wollte ja mal...demnächst hier in diesem Thread...

Nightwish


15.4.05 23:32:11
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Illuminatus: Richtig :P

Walter: Naja, fast, ich sage mal - fast...

Illuminatus


15.4.05 23:59:03
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Ich hab's gewusst.:D

Nightwish


17.4.05 00:08:14
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Hm,keiner?

Soll ich auflösen, oder ist noch jemand am forschen?

waldi44


17.4.05 00:17:58
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Gab es denn überhaupt eine GurtzuführungSmiley mit verdrehten Augen?

Nightwish


17.4.05 00:30:51
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Also das Foto ist kein Fake! Und wie geschrieben, ...fast richtig...

Nightwish


17.4.05 19:22:53
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Na gut, dann will ich das Rätsel mal auflösen und des Rätsels Lösung bekannt geben:

Es handelt sich bei der abgebildeten Waffe um einen, wohl sehr frühen, M60 Prototypen, der Versucht FG42 und MG 42 zu kombinieren.

Hoover


18.4.05 15:54:09
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Muss gar kein M60-Prototyp sein. Es wurde auch an einer Gurtzuführung für das FG gearbeitet, aber nicht eingeführt.

Der M60-Prototyp sah anders aus.

Nightwish


18.4.05 20:08:10
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Es kann durchaus mehrere M60 Prototypen gegeben haben :D

Hoover


19.4.05 00:00:19
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Es ist eines der drei Prototypen des FG 42 mit Gurtzuführung, das die Amis erbeuteten und auswerteten.
Zwar ein Vorläufer des M60, aber deutsch.

Math21


22.4.05 18:20:15
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Hab hier das orginal Bild des FG42 mit Gurtzuführung.
Das vom entwickler der Waffe gebaut wurde .
Er hat auch gesagt das das FG42 ein vorzügliches lmg
geworden wäre natürlich mit Gurtzufürung und einem etwas längerem Lauf.
Weiterhin das Stg45 war der vorläufer des G3 mit dem revulutionären beweglichen Rollenverschluss und viel besser als das Stg44.
Ich könnt jetzt noch viel schreiben aber muß erst mal die pizza essen.

Hoover


23.4.05 13:14:08
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Los gehts:
@Hoover: so gesehen ist das FG schon das revolutionärere Gewehr. Bei Verzicht auf die militärisch unnötige starke 8*57 hätte die Waffe noch handlicher und die Magazinkapazität größer ausfallen könnte, damit wäre es ein echter Reisser geworden.


Leider kam die Materialqualität nicht mit. Ich denke, das Sturmgewehr 44 wäre die bessere Alternative gewesen.

Sind die Deutschen Fallis eigentlich mit diesen Waffen überhaupt am Mann abgesprungen? Soweit mir von Bildern bekannt führte man lediglich Munition und Handgranaten am Mann mit evt. Pistolen und SigPis. Aber schon bein K98 und MP40 war es so dass die in Transportkisten mitabgeworfen worden?


Also, nach Kreta gab es keine Gefechtssprünge mehr. Auch der Sprung auf Sizilien ging nicht in vom Feind gehaltenes Gebiet. Aber ab 1943 trainierten die Fallschirmjäger den Absprung mit Mp und K98 am Mann. Nur MG und größer mussten im Abwurfbehälter trsp werden.

~Rainer


27.4.05 22:18:27
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Hallo,
nach Kreta keine Gefechtssprünge mehr? Was war denn das in den Ardennen 1944?
Gruss
Rainer

Walter23


27.4.05 22:43:44
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Gepostet von Hoover
[..]
@Hoover: so gesehen ist das FG schon das revolutionärere Gewehr.[..]


Leider kam die Materialqualität nicht mit. Ich denke, das Sturmgewehr 44 wäre die bessere Alternative gewesen.
[..]


ÄHM...?!?

Das FG42 hatte den Nachteil, dass man hochvergütete Stähle brauchte... wie ist das mit der Materialqulität bei Dir zu verstehen ?

Hoover


27.4.05 22:48:49
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Genau das meinte ich. Die Qualität war nicht zu halten.

Hallo,
nach Kreta keine Gefechtssprünge mehr? Was war denn das in den Ardennen 1944?
Gruss
Rainer


Die OP Stösser war kein Gefechtssprung. Es wurde bei Baraque Michel ohne Feindkontakt gesprungen.

~Rainer


28.4.05 01:57:21
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Hallo,
ich glaube ich habe da was bei der 1. LLD verpasst, Hoover.
Gruss
Rainer

Hoover


28.4.05 08:09:11
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Warum? Ich habe die Gefechtsberichte, die von der Heydte nach seiner Gefangennahme abgab.

In der Nacht, als er seine 400 und paar zerquetschte Soldaten zusammensammelte hatten sie kene Feindberührung. Die kam erst am nächsten Morgen, als sie die Straße im Hochmoor zu besetzen versuchten.

Im obigen Post war aber von Gefechtssprüngen im Sinne von unter Feindkontakt die Rede.

Eine Abschrift des Berichtes habe ich in der LTS Altenstadt gelesen (Bibliothek).

AK 74 ZF


28.4.05 14:26:02
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Hallo Hoover,

Es gab auch nach Kreta noch Gefechtssprünge ! Allerdings nur in kleinem Rahmen und eher unbekannteren Unternehmen.
Bei der Eroberung der Inseln Leros und Kos oder auch beim Unternehmen "Rösselsprung" sprangen dt. Fallschirmjäger -> Fj der Luftwaffe, Brandenburger aber auch Wa-SS -> sehr wohl in den Feind. Viele Einsätze der Brandenburger bzw. auch der Frontaufklärungskompanien oder gar der Wa-SS sind zudem auch meist selten in Publikationen über die Fallschirmjäger der Wehrmacht erfaßt.

Wobei ich den Gefechtsabsprung nicht durch gegnerisches Feuer definiere, sondern hinsichtlich Sprung in das Gefecht. Dabei gehört bei mir auch die unbemerkte Landung hinter den feindlichen Linien zu den "Gefechtssprüngen". In dem Fall sicher eine Frage der "Definition". Zumindest ist die mir geläufige Unterteilung -> Übungssprünge, Übungsgefechtssprünge und Gefechtssprünge. Wobei Gefechtssprünge mit und ohne feindliches Abwehrfeuer möglich sind.

Auch hinsichtlich mitgeführter Infanteriewaffen beim Sprung stimmt es nicht ganz. Auch wenn es zu der Zeit im allgemeinen noch unüblich oder selten war -> mein Großvater und seine Gruppe (Angehörige des Fj.-Sturm-Regimentes) sprangen schon in Kreta mit Waffe. Dies lag daran daß sie sich noch böse an den Absrung in Holland erinnerten wo sie nur mit der 08 in der Hand losstürmen mußten, weil die Waffencontainer abgetrieben waren und auf freier "Pläne" lagen. Zumindest war der Sprung mit Karabiner/MP auf Kreta zumindest ungewöhnlich. Die Berichte der nur mit Pistole abgesprungenen Fj und das Drama mit den Waffencontainern auf Kreta ist mir sehr wohl bekannt. Ich denke mal daß die wenigen Männer welche schon auf Kreta den Verletzungsriskanten Sprung mit Waffe wagten Ausnahmen (schon erfahrene Männer mit Kampfabsprüngen) waren. Lt. Erzählung meines Großvaters sprang er mit Waffe (Karabiner) in Vorhalte ab, welcher zusätzlich mit Strick am Koppel festgebunden war. Die GF hatten wohl die MP 40 schon unters Gurtzeug geschoben. Zumindest wurde das später dann so praktiziert. War ja damals alles noch "Neu" und "Pionierarbeit". Die Sache mit dem Karabiner erzählte er definitiv -> gerade im Hinblick darauf daß er einer der wenigen Kameraden mit Langwaffe nach der Landung war. Nachdem sein GF gefallen war übernahm er dessen MPi und faßte (so sagte er es zumindest) nie wieder einen Karabiner an. Zumindest war er hinsichtlich Bewaffnung sehr praktisch veranlagt. Erfahrungswerte eben.

"Versuch und Irrtum" spielten auch später eine Rolle. Auch in der NVA wurde das Verstauen der MPi Kalaschnikow bei den Fj. der NVA mehrfach geändert. Anfangs waagerecht unterm Gurtzeug wurde sie lange Zeit mit der Mündung schräg nach oben unters Gurtzeug geschoben, nach Verletzungen im Gesicht durch die Mündung, wurde sie später beim Sprung mit der Mündung nach unten getragen. Schwerer Kampfmittel wurden i.d.Regel im ablaßbaren Fallschirmjägertornister verstaut. Praktiziert die BuWe, so ich weiß, fast genauso

Mir sind übrigens sogar Filmaufnahmen bzw. Fotos geläufig wo Fj. der Wehrmacht mit MG (am Riemen in der Hand !) landen. Auch Übungssprünge mit Holzattrappen hab ich auf Film. Problem dieser Aufnahmen -> das genaue Aufnahmedatum fehlt.

AK 74 ZF

Hoth


28.4.05 18:51:49
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Also nach meiner Kenntnis und Praxis, und da gebe ich AK /4 völlig recht, sind Gefechtssprünge Sprünge hinter oder auch in den feindlichen Linien. Und dabei spielt es auch keine Rolle ob gegn. Abwehr am Boden unmittelbar vorhanden oder nicht.

Die Bezeichnung Gefechtssprung bezieht sich in aller erster Linie auf den jeweiligen Auftrag und nicht auf die am Landeort vorgefundenen Situation.

Sowohl die alliierten FJ in der Normandie oder bei Njimwegen, Arnheim, Wesel usw., als auch die gesprungenen dt. FJ auf Sizilien oder in Griechenland/Jugoslawien haben bei ihren Missionen Gefechtssprünge absolviert.

Alles andere zu behaupten wäre absurd. Denn auch die auf Kreta durchgeführten Sprungeinsätze mitten in den Feind hinein waren so nicht geplant, vorausgesehen oder gar vorgesehen worden, sondern die bekannten Faktoren Zufall, Pech und gegn. Kriegslist-und Aufklärung.

Hoover


28.4.05 19:59:15
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Im obigen Post war aber von Gefechtssprüngen im Sinne von unter Feindkontakt die Rede


Ich zitiere mich mal selber, damit Ihr ruhig seid! Lesen und verstehen, danke!

Und ein Veteran, den ich am Tag der Fallschirmtruppe in Altenstadt traf sagte mir, Sizilien war ein Urlaubssprung, der als Gefechtssprung gewertet wurde. Wir können jetzt gerne die nächsten 2 Jahre hier über Definitionen reden.

Es ging um Absprünge unter Feindbeschuss. Nach Kreta würde ich höchstens den Balkan noch dazuzählen, nebst einigen Spezialeinsätzen.

Und in der Rgt-Geschihcte des FJR 3 steht zu lesen, dass ab 1943 Sprünge mit allen Waffen am Mann Standart wurde (Außer schwere Waffen).

~Rainer


28.4.05 21:09:59
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Hallo,
Zitat: "Urlaubssprung, der als Gefechtssprung gewertet wurde"
Was ist daran so verwerflich?
Auch die ersten Sprünge der Sprungschüler an der LL/LTS sind Hollywoodsprünge, die werden auch mitgezählt.
Gruss
Rainer

AK 74 ZF


28.4.05 23:43:48
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Hi Hoover,

die alten Hern haben bzw. hatten (sind ja nicht mehr viele) meist eh den Hang zu ein bissel Sarkasmus oder gar Zynismus.
Daß dieser Veteran den Absprung auf Sizilien im Vergleich zu Kreta oder anderen als Urlaubssprung wertet -> es sei ihm gestattet !

Widerspricht übrigens der Einteilung der Sprungarten nicht. Und auch daß das Springen mit Waffe ab 1943 Standart wurde, heißt nicht daß es nicht schon vereinzelt vorher getan wurde.
Die ganze Fallschirmjägerei ist ein ständiger Lernprozeß.

"Zwischen Himmel und Erde ist nichts sicher !"

AK 74 ZF

P.S. Übrigens war selbst die Landung (bedingt durch die Rückenaufhängung des RZ-Fallschirms der Wehrmacht) damals noch schwieriger und härter als heute !Respekt-Smiley Und auch die Absrunghöhen waren teilweise viel tiefer als heute normal üblich.Respekt-Smiley

Hoth


29.4.05 01:23:44
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Gepostet von Hoover
Im obigen Post war aber von Gefechtssprüngen im Sinne von unter Feindkontakt die Rede


Ich zitiere mich mal selber, damit Ihr ruhig seid! Lesen und verstehen, danke!

Und ein Veteran, den ich am Tag der Fallschirmtruppe in Altenstadt traf sagte mir, Sizilien war ein Urlaubssprung, der als Gefechtssprung gewertet wurde. Wir können jetzt gerne die nächsten 2 Jahre hier über Definitionen reden.

Es ging um Absprünge unter Feindbeschuss. Nach Kreta würde ich höchstens den Balkan noch dazuzählen, nebst einigen Spezialeinsätzen.

Und in der Rgt-Geschihcte des FJR 3 steht zu lesen, dass ab 1943 Sprünge mit allen Waffen am Mann Standart wurde (Außer schwere Waffen).


Natürlich war Sizilien im Gegensatz zu Kreta ein "Übungssprung", auch wenn man vielleicht nicht genau wissen konnte, wie sich zwischenzeitlich die Lage dort entwickelte. Dennoch war dies wohl kein beabsichtigter "Übungssprung", sondern ein Gefechtssprung. Das würde Dir jeder beteiligter FJ blanko unterschreiben. Genauso wie die anderen angeführten Sprünge zwischenzeitlich.

Weshalb Du also hier, trotz aller Deiner ansonsten sachlichen und informativen Beiträge gerade zu diesem Thema "Wortreiterei" betreibst ist mir schleierhaft, zumal Du als Militär genau weißt, was gemeint ist.

Und nochmals ganz deutlich, jeder Fj damals und heute wertet jeden Sprung in oder hínter die feindlichen Linien als Gefechtssprung, ob nun mit oder ohne Beschuß. Nicht anders Deine geliebten Alliierten. Frag doch mal nach, ob diese die Luftlandungen bei Nijmwegen oder Arnheim nicht als Gefechtssprünge werten, nur weil sie in der Luft oder am Boden unmittelbar kein Feuer erhalten haben.

Also hör auf mit der billigen Rumeierei!

[ Editiert von Hoth am 29.04.05 1:31 ]
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