Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Panzerfaust

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AutorBeitrag

Balsi


26.2.05 09:37:36
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Wie war die Entwicklung, sprich wer entwickelte und welche Firmen stellten sie her?

Dankeschööön

SPAEHTRUPPLER


26.2.05 11:37:51
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Entwickelt wurde dei Panzerfaust von der Firma HASAG(Hugo Schneider AG) in Leipzig.

Andreas

Dracula


26.2.05 11:50:49
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Eine detaillierte Seite findest Du hier:

http://www.waffenhq.de/infanterie/panzerfaust.html

Auch mal interessant die Film-Downloads von u.a. die Probefahrt des Panthers.

[ Editiert von Dracula am 26.02.05 11:55 ]

steffen04


3.3.05 13:30:45
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Gepostet von SPAEHTRUPPLER
Entwickelt wurde dei Panzerfaust von der Firma HASAG(Hugo Schneider AG) in Leipzig.


Genauer, der dort beschäftigte Ingenieur Dr. Langweiler (!) im Jahr 1941

waldi44


3.3.05 13:35:48
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Gepostet von steffen04
Gepostet von SPAEHTRUPPLER
Entwickelt wurde dei Panzerfaust von der Firma HASAG(Hugo Schneider AG) in Leipzig.


Genauer, der dort beschäftigte Ingenieur Dr. Langweiler (!) im Jahr 1941


Donnerwetter, was einem so aus langer Langeweile(r) einfälltRespekt-Smiley!
Laola-Smileys

Heat


3.3.05 14:24:44
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Lustig das auch hier wieder das Hohladungsprinzip nicht richtig erklärt wird!weinender Smiley
Aber beim Bund weiß auch keiner wie die Funktioniert außer der eine oder andere Kampfmittelbeseitiger...

waldi44


3.3.05 15:22:17
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Gepostet von Heat
Lustig das auch hier wieder das Hohladungsprinzip nicht richtig erklärt wird!weinender Smiley
Aber beim Bund weiß auch keiner wie die Funktioniert außer der eine oder andere Kampfmittelbeseitiger...


Hat doch niemand HIER danach gefragt! Oder hab ich da was falsch verstanden?
Balsi wollte doch nur wissen;"...sprich wer entwickelte und welche Firmen stellten sie her?"

Heat


4.3.05 09:23:39
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Ja hast du schon recht Waldi aber der Link, welcher gepostet wurde, erklärt das nicht ganz richtig. Wollte niemanden brüskieren!!!

Balsi


4.3.05 09:53:04
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naja.. letztendlich ist es auch interessant zu erfahren wie die funktionierte.. haste schon richtig gemacht heat..)))

Petronelli


4.3.05 11:15:41
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Ich klugschießere hier mal rum, da ich gerade hier bin:

Wirkung entfaltet bei der Hohlladung nicht wei oft beschrieben ein heißer Strahl aus Explosionssgasen, sondern die penetrierende Wirkung folgt aus einer Einlage aus möglichst dichtem Metall, meist Kupfer, umgeben vom Sprengstoff!
Zündet der Sprengstoff, so wird die keglige Einlage quasi wie ein Socken "umgekrempelt" und erzeugt dort wo sich das Material dann wieder trifft, einen Metallstrahl, der als Jet bezeichnet wird und eigentlich wie ein ganz normales Wuchtgeschoß mit sehr kleinem Durchmesser wirkt.
Nebenher entsteht noch der langsamere und dickere Stößel der die Hauptmasse der Einlage beinhaltet. (Das müsste der mysteriöse Stift sein, den man dann im M1 findet :D)
Es ist also nicht in erster Linie die Hitze sondern die kinetische Energie des sich bildenden Metall-Jets, der übrigens wie ein Fluid wirkt (spühlt die Panzerung weg).
Der sekundäre Stößel sorgt nebenbei für eine Splitterwirkung.
Die wirkung ist optimal, wenn das Geschoß ein klein wenig vor der Panzerung explodiert.
(deswegen haben heute einige Panzerfaustköpfe diesen Dorn vorne)

Korrigiert mich bitte, wenn ich was falsch erklärt habe!
(denn ganz gerafft, hab ich das auch nicht, man müsste mal einen Zeitlupenfilm sehen)
Gruß
Peter

Heat


4.3.05 12:27:57
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hey hey hundert PunkteRespekt-Smiley

Nur noch eins. Man hätte gern ein Wuchtgeschoss mit den Eignschaften einer Hohladung, da ein echtes Wuchtgeschoss leider anders, sprich noch nicht ganz erforscht, wirkt.
Dies beruht auf der ungleich anderen Auftreffgeschwindigkeit zwischen "Stachel" der Hohladung und Penetrator der handelsüblichen Treibspiegelgeschosse.
Hauptgrund für die andere Wirkungsweise der Hohladung ist das komplett Versagen dieser bei Keramiken (Composit-Panzerung).
Der stachel bewegt sich wie vorher korrekt genannt mit ca. 8000m/s (KE-Geschoss Bund ca. 1800m/s). Diese Geschwindigkeit liegt weit über der Schallgeschwindigkeit von allen Metallen(3000-5000m/s). schnarchender Smiley Nur was hat der Schall damit zu tun...ganz einfach mit dem Schall breiten sich auch gleichzeitig die Informationen im Metall aus. Also wenn mein "unterschall" schnelles Geschoss eine Panzerung trifft muss es gegen erheblich mehr Atome ankämpfen als zum reinen durchdringen nötig wären, die gesamte Panzerung "wehrt" sich gegen den Durchbruch, wodurch ERHEBLICH mehr Energie von nöten ist um diese zu durchbrechen.
SO die Hohladung umgeht diesen Prozess des "Zusammenhaltens" der Atome, sie ist schneller als die ATome reagieren können, muss deshalb auch nur die Atome überwinden welche der Stachel direkt trifft/beeinflusst.
Keramiken haben aber Schallgeschwindigkeiten von über 10.000m/s und schon reagiert wieder das kollektive ATomgitter und da unsere Hohladung zu wenig kinetische Ernegie für einen "harten" Durchbruch(im Gegensatz zum KE-Geschoss) hat, scheitert sie einfach. Es gibt sogar Bilder von Schussversuchen wo die Hohladung einfach "umgeleitet" wir und an einer anderen Stelle der Panzerung wieder austritt.
Übrigens wird der Stachel bis zu 3 Meter lang...

Petronelli


4.3.05 12:35:12
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Geil! Und ich habs auch noch gechekt!
Super Beitrag!
Bin eh sehr interessiert an den Wirkungsweisen und Schadensbildern von Munition aller Art!
Hast Du Literaturempfehlungen?
Erlaube mir noch ne Frage:
Die Schallgeschwindigkeiten in diesen Panzerkeramiken sind ja der Wahnsinn (ca. doppelt soviel wie in den härtesten sonstigen Substanzen)...gibt es Hinweise auf die groben Atomaren Zusammensetzungen und das Gefüge? Die müssen dann aber äußerst hart und spröde sein!? Müsste sich in der Nähe von Korund oder Diamant bewegen!
Da die Schallgeschwindigkeit in Festkörpern mit:

c=Wurzel(E-Modul/Dichte)

sich errechnet!
Das heißt, man braucht als Panzerung möglichst spezifisch leichte Materialien, mit möglichst steiler Spannungs-Dehnungs-Kurve.

Oder werden die Jets einfach abgelenkt weil sie durch die harte Nusschale nicht durchkommen?
Es gibt doch auch die Theorie, die Metalleinlage aus weicherem, also weniger dichtem Metall vorzusehen, was dann aber eher mal zu Ablenkern bei normaler Panzerung führt!

Gruß
Peter

[ Editiert von Petronelli am 04.03.05 14:15 ]

[ Editiert von Petronelli am 04.03.05 14:30 ]
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