Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Entwicklung der Waffentechniken in dem letzten100J

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AutorBeitrag

Hofboy86


6.3.05 15:26:59
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Alos ich habe da en Problem- ich würde bzw müsste wissen, welche entwicklungen es in den Waffentechnicken in den letzten 100 Jahren gab!
ich bräuchte die Infos allerdings sehr schnell ;(
entweder so ab 1900 oder kurz davor, wo es ein wichtiges Ereignes gab!

Ich selbe habe schon das halbe I-Net bei Google durchforstet, aber leider nichts bracuhbares gefunden- von dahher bitte ich um Hilfe

THX

Smiley mit Danke-Schild

Hofboy!

Quintus


7.3.05 07:08:58
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Ein weites Feld, da weiß man kaum, wo man beginnen soll.

Zumindest war der Erste Weltkrieg der erste totale industrielle Krieg in der Weltgeschichte (wenn man es genau nimmt, war sogar schon der Amerikanische Bürgerkrieg [1861-1865] ein "moderner" Krieg). Aber nicht nur im Ersten, sondern auch oder insbesondere während des Zweiten Weltkrieges setzten sich bis dahin unbekannte oder völlig unterschätzte Waffensysteme durch:

> Beispielsweise die Eisenbahn. Sie ermöglichte konzentrierte und rasche Truppenbewegungen bis dahin unvorstellbaren Ausmaßes;

> die Erfindung des Maschinengewehres;

> die Artillerie. Sie verfügte über immer größere und weiter reichende Kaliber/Geschosse;

> Panzerfahrzeuge (genannt "Tanks", da die ersten Modelle an Tankbehälter erinnerten) - wobei ihre wirkliche strategische Stärke erst während des Zweiten Weltkrieges in der konzentrierten Einsatzweise erkannt wurde (Wegbereiter waren in Frankreich Charles de Gaulle und in Deutschland Heinz Guderian - wobei de Gaulle bei seiner überalterten Generalität zunächst auf taube Ohren stieß, Guderian dagegen auf die Begeisterung seines "Führers");

> Die Luftwaffe, die es ermöglichte, die Kontrolle des feindlichen Luftraumes/Kampfgebietes zu gewinnen. Besonders während des Zweiten Weltkrieges spielte in der deutschen Blitzkriegstrategie die Luftwaffe eine entscheidende Rolle (übrigens eine Strategie, die die Amerikaner noch Heute anwenden und die sie zu ihren militärischen Erfolgen bringt [siehe z.B. Golfkrieg 1991 u. 2003]); nach dem Zweiten Weltkrieg Weiterentwicklung/Ausbau des Düsenantriebs;

> die U-Boote - während des Ersten, aber zunächst auch während des Zweiten Weltkrieges arg unterschätzt. Erfolgsbeispiele: U-9 während des WK1 (versenkte hintereinander 3 britische Panzerkreuzer), oder U-47 im WK2 (Einsatz bei Scapa Flow) b.z.w. auch U-Prien genannt.

> Raketentechnik: Die deutschen Geschosse/Raketen V1 und V2, mit denen während des Zweiten Weltkrieges England bombardiert wurde, waren nicht nur die Vorläufer der heutigen Cruises Missiles, sondern Vorläufer jener Raketen, welche die ersten Menschen in den Weltraum (und auf den Mond) schossen.

> Hinzu zählen muss man auch etliche technisch/elektronische Entwicklungen oder Erfindungen wie Radar, Chiffriertechnik, Lasertechnik oder Stealthtechnologie, etc.

> Und - last but not least - die Entwicklung der Atombombe...


Soweit einige Stichpunkte (hoffe weitegeholfen zu haben).


Saludos!

waldi44


7.3.05 10:24:20
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Ich finde das "Feld" von 100 Jahren viel zu "weit"!

Nicht zu vergessen, dass die Einführung neuer Waffen mit der technischen und industriellen Entwicklung einher ging!
Erst die Erfindung bestimmter Produktionsweisen oder Technicken ermöglichte den Bau bestimmter Waffen!
Aber das Thema ist echt viel zu gross! Im Normalfall nimmt man eine Waffengattung und das ist schon viel bei den letzten 100 Jahren!

Petronelli


7.3.05 11:48:22
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Quintus hat die meisten Sachen schon angeführt!
Das Flugzeug ist sicher ein Meilenstein, vor allem nachdem es mit Bomben und Bordwaffen ausgestattet wurde.

Bio und Gaswaffen sicher auch noch und natürlich die Atomwaffen!
Der Panzer und die U-Bootwaffe auch.

Den Rest gab es schon mehr oder weniger gut funktionierend vorher.

Gruß
Peter

waldi44


7.3.05 12:23:24
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Tja und nun sag mir mal einer, wie man das geordnet in EINEN Beitrag unterbringen soll!
Allein die Entwicklung der Raketen bis 1945 füllt ganze hochwissenschaftliche Bände oder die der Panzer!

Hofboy86


8.3.05 20:35:38
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naja- es soll ja auch nicht ein buch darüber geschrieben werden, sondern ich möchte nur ein A3-Blatt voll bekommen- ich habe mir mal dahher an den Militarismus rangemacht von 1870 bis 2000 (200 seiten) und da schon bei dem jahr 1930 das ding voll =/
also grob mit ein paar Jahreszahlen würde schon reichen...
also mich selber würde aber nur das interessieren, was in Deutschland passiert ist, nich woanders... bzw , wie Entwicklungen woanders sich auf das deutsche Militär ausgeübt haben! (so meinte ich das)

also die Entwicklung der A-Bombe ist zwar wichtig, aber bei mir nicht von belangen, da es nhct auf das deutsche Militär zutrifft!

MFG Hofboy86

Petronelli


10.3.05 10:08:17
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Hallo, habe mir mal im Hinblick auf Deine Fragestellung was zusammengedacht:

1. U-Boote
Deutschland baute wie kein anderes Land auf der U-Bootwaffe seine Taktik auf. Sie waren relativ billig und effektiv.
Da Deutschland nicht in der Lage war so effizient und schnell eine Überwasserflotte aufzubauen, wie England.

2. MG
Die ersten halbwegs funktionstüchtigen brachte schon die Mitte des 19.Jhrd. mit der Gatling, dem Nordenfeld oder der bayerischen "Kugelspritze" oder franz. Mitralleuse.
Aber den Durchbruch brachte wohl das Bauprinzip Maxim, dass man dann in allen wassergekühlten Typen des WK 1 findet!
(Deutsches 08, Vickers aus England)
Deutschland hatte aber im Vergleich eine Taktik die auf mittlerer Ebene mehr MGs vorsahen als bei anderen Armeen.
Auch funktionierte das 08 sehr gut und hatte einen "guten" Ruf beim Gegner, ähnlich dem 42iger im WK2.

3. Infanteriefeuer
Deutschland setzte darauf, den einzelnen Schützen als zielsicheren "Jäger" auszubilden. Das heißt der erste Schuss sollte den Gegner gezielt treffen.
Andere Staaten lehrten die Taktik der Feuerwand, wo es vor allem darauf ankam dass ständig eine Wand aus Geschossen den Gegner niederhält.

4. Sturmtruppentaktik
Deutschland hatte im WK1 weniger Reserven an Material und Menschen. Diese Lage zwang eine Änderung der Taktik auf um die stehenden Fronten im Westen aufzubrechen.
Dazu wurden die Sturmtruppentaktik entwickelt in der eine relativ kleine Gruppe von Spezialisten mit Flammenwerfer, Handgranate und Spaten, sowie dem tragbaren MG08/15, vor einer Offensive den Gegnerischen Graben "aufrollen" sollte, um den nachfolgenden Sturm der regulären Infanterie vorzubereiten.
Die moderne Infanterietaktik war geboren.

5.Panzertaktik
Deutschland bzw. General Guderian vertrat die Ansicht, dass Panzer der Schlüssel zu Erfolg seinen, eingesetzt als Stoßkeil gegen den Feind, nachfolgend die leichteren Waffen und die Infanterie.
Dieses "Klotzen" brachte den Taktischen Vorteil gegen Frankreich mit seinen viel besseren, aber "verkleckerten" Panzern. Viele Panzer II und III machen halt auch einen Char 1bis fertig. (gleiches geschah umgekehrt mit den Deutschen Tigern wenn die Shermans zu zahlreich wurden!)
Aber Deutschland setzte diese Taktik als erstes Land erfolgreich ein.

6. Flieger
Die Erfindung des Holländers Anthony Fokker, nämlich die Synchronisation des Bord-MG mit der Stellung der Propellerblätter, brachte den Deutschen den Vorteil mit dem ganzen Flugzeug zu zielen und durch den Propellerkreis schießen zu können. (parallel hatte man das aber bald nachgebaut)

7. Panzerfaust
Um ein billiges Mittel gegen die Massen der Sowjetpanzer im WKII zu haben, ersann man die Faustpatrone, die sich zur sehr effektiven Panzerfaust mauserte.
Einfach zu bedienen, billiger als Hartkernmunition und durchschlagskräftig, lag der Nachteil nur daran, dass man auf unter 100m an den Panzer ran musste!
(inwieweit diese Geschosse dann auch damals in Panzermunition zum Einsatz kam ist mir nicht bekannt)

8. Infanterieausbildung
schon unter dem alten Fritzen wurde Wert auf ein "Mitdenken" gelegt. Diese Ansicht wurde an die einfachen Soldaten weitergegeben. Das hatte zur Folge, dass ein Deutscher Soldat meist fähig war auch die Aufgaben des nächst höheren Dienstgrades auszuüben. Der Überblick und die Zielvorgaben eines Einsatzes wurden bis nach ganz unten weitergegeben.
Das zeigte sich dann auch in der taktischen Überlegenheit der deutschen Infanterie im WK2 wenn Massen an Gegnern an sträflich dünn besetzten Frontabschnitten aufgehalten werden konnten. Oder eben in den vielen Einzeltaten von Soldaten. Das Schlagwort: "Der Obergefreite sei das Rückgrat der Deutschen Armee" wurde geboren.

So, jetzt muss ich wieder was arbeiten, aber vielleicht fällt mir oder anderen noch was ein.

Gruß
Peter

[ Editiert von Petronelli am 10.03.05 10:24 ]

[ Editiert von Petronelli am 10.03.05 10:35 ]

Hoover


10.3.05 10:32:44
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Hinzufügen würde ich noch den Quantensprung in der Feuerwaffentechnik, vom Gewehr 88 zum Sturmkarabiner in nicht mal 60 Jahren.

FritzR


10.3.05 11:57:28
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Wann wurde eigentlich die Handgranate erfunden?

Hoover


10.3.05 12:27:19
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Die ersten wurden im 16. Jahrhundert eingesetzt, waren aber da noch recht wirkungslos.
Die ersten brauchbaren gab es m.W. beim alten Fritz, der seine "Grenadiere" damit austattete, also Mitte des 16. Jhrdts.

waldi44


10.3.05 13:03:43
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Giftgas, Granatwerfer, tragbare Funkgeräte, Raketen, Radar, Hohlladung....

Noch mal was zum schiessen "durch den Propeller". Bevor Fokker die Synchronisation entwickelte, schoss man schon durch den Propeller, allerdings musste dieser gepanzert sein!
Vorher und auch noch nachher befanden sich MG's auch auf Drehringlafetten.

Eine der grausamsten Erfindungen im Militärwesen war die des Giftgases. Untrennbar damit ist der Name des deutschen Chemikers und Nobelpreisträgers Fritz Haber.
Besonders pikant: Haber war Jude.
Auch die Ammoniaksynthese war seine Erfindung, ohne die der 1.WK wohl nur ein halbes Jahr gedauert hätte, da Deutschland von der Salpeterzufuhr abgeschnitten war und somit der Rohstoff für die Herstellung von Explosivstoffen und Düngemitteln, Salpeter, fehlte.

Den Einsatz von Giftgas schlug Haber selber vor und überwachte persönlich seinen Einsatz bei Ypern, wo 180 Tonnen aus 5730 Stahlflaschen auf 6Km breite gegen französische Kolonialtruppen abgeblasen wurden.
Schlacht oder gar kriegsentscheident wurde es nicht, aber im 1.WK gan es rund 500.000 Gasverwundete von denen 18.000 Starben!
Das Gas wurde im 2.Wk kaum eingesetzt, aber war eben die erste Komponente der sogenannten "ABC Waffen"!

Hoover


10.3.05 13:21:02
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Besonders pikant: Haber war Jude.


Im Ersten Weltkrieg sehe ich da nichts pikantes. Es gab viele jüdische Offiziere bis hoch in den Generalstab, die Sache mit den Juden fing ja erst in den 20ern an.

waldi44


10.3.05 13:38:15
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Jup, ich bezog es ja auch auf das 3. Reich!
Ich habe nämlich schon von einigen gehört:Die Juden selber haben doch das Giftgas erfunden!....."

Haber hatte aber das "Glück des frühen Todes"(in Anlehnung an das Kanzlerzitat vom "Glück der späten Geburt"), nachdem er schon die Anfänge dessen zu spüren bekam, was ihn wohl noch erwartet hättet!

Hoover


10.3.05 14:13:40
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Zyklon B war kein Kampfgas, sondern ein Pestizit. Hat also mit dem Militärischen nicht viel zu tun.

waldi44


10.3.05 14:33:33
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Tja, wenn man das weiss bzw diesen "feinen" Unterschied macht!
Wer aber böswillig argumentiert, vergisst das leicht und im Zusammenhang mit dem 3.Reich wird schnell etwas vergessen, übersehen, verdreht, weggelassen- wie man es eben braucht!
Für manche ist Haber der Jude, eben der Erfinder des Giftgases!
DAS war aber nur eine Randbemerkung und hat mit dem Thema, "Waffenentwicklung" nichts zu tun! "Pikant" ist es dennoch, dass ausgerechnet ein Jude Giftgas als Massenvernichtungsmittel empfahl und an Menschen ausprobieren liess! Vielleicht auch Ironie des Schicksal-nenn es wie Du willst!

Walter23


10.3.05 15:29:39
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Bzgl. "vom Karabiner zum Sturmgewehr"
Hier sollte man nicht außer acht lassen, dass man (Generalität usw) den Sinn und Zweck von (handlichen) Voll- und Halbautomaten recht lange unterdrückt hat. Also der Weg "vom Karabiner zum Sturmgewehr" hätte durchaus schneller gehen können, aber da lag das schon genannte Prinzip des "gzielten Schusses" an erster Stelle und schon ein Halbautomat kann dieses Prinzip leicht untergraben.

- - -

Bzgl. Haber und das Giftgas
Nun wie schon Hoover beschreibt war ZyklonB ja nicht als Mittel zur Tötung von Menschen entwickelt worden. Für eine "kriegsmäßige" Anwendung (auf offenem Feld) ist es auch eher unbrauchbar.

Diese Argumente "Die Juden haben das Giftgas erfunden" sind sowieso für den Papierkorb, weil es schon mit einem "Die Juden" anfängt. Da sich mir persönlich darauf die Frage anschließt "wer sind denn "Die Juden"?".
Nun Bekannterweise hatte Haber einen jüdischen Hintergrund, aber war an sich kein praktizierende Jude. Diesbezüglich fällt mir ein Zitat ein (Sinngemäß)
Wäre Hitler kein Antisemit gewesen, hätten die Juden auch mitgemacht

zu finden irgendwo auf
www.henryk-broder.de
Damit meinte Broder eben, dass es im ersten Weltkrieg auch glühende Nationalisten gab, welche einen jüdischen Hintergrund hatten und eben in Deutschland lebten und auch an der Front gab.
Haber ist übrigens 1933 in die Schweiz emigiriert und 1934 verstorben.

- - -

bzgl. "Blitzkrieg" (so hieß er erst nachdem er so verlief wie er verlief...)
Heutzutage heißt das Ganze ja ~"Gefecht mit verbundenen Waffen"
Hier muss man wohl hervorheben, dass man eben eine neue Kriegstaktik anwendete, während in anderen Länder noch das "alte Denken" vorherrschte. Es wurde die Luftwaffe in Kombination mit den Bodentruppen eingesetzt und (wie auch schon erwähnt) die Panzerwaffe in Kombination damit und mit Schwerpunktlegung genutzt.

Hoover


10.3.05 15:58:02
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@Walter: Jup, meine Meinung.

Hofboy86


10.3.05 17:24:45
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hmm in den zusammenhang habe ich jetzt auch noch mehr im Internet gefunden, aber was ist denn mit der Zeit dannach bzw davor also <1910 und 1945> (also die Entwicklungen im Krieg mal ausgeschlosse, wer da was hat solls mal posten, aber gerade die jahre davor und nach sind schwierig finde ich!)
ansonsten Respekt-Smiley für die Arbeit ^^

steffen04


10.3.05 17:25:03
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Gepostet von Walter23

Wäre Hitler kein Antisemit gewesen, hätten die Juden auch mitgemacht

zu finden irgendwo auf
www.henryk-broder.de
Damit meinte Broder eben, dass es im ersten Weltkrieg auch glühende Nationalisten gab, welche einen jüdischen Hintergrund hatten und eben in Deutschland lebten und auch an der Front gab.


Weil´s so schön passt: der belgische "vlaams belang", ein Klon des guten alten "vlaams blok" sammelt erfolgreich Wählerstimmen bei jüdischen Bürgern. Grund: marodierende muslimische Jugendliche sind beiden ein Ärgernis. So ist jeder dem andern sein Rassist (Spiegel 10/05)

waldi44


10.3.05 17:39:28
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Danach setzte man in vielem da an, wo die Deutschen aufhören mussten (Kriegsende)! Vieles hatte man schon selber in Angriff genommen- Düsenjäger zB- aber durch die deutsche Beutetechnologie gab es in den Siegerstaaten einen gewaltigen Technologieschub!
Marine (U-Boote), Luftwaffe (Düsenjäger) und Raumfahrt ((V2 (A4)).

Vor 1910 dümpelte alles so etwas vor sich hin oder, wenn man so will: Es wurde "Grundlagenforschung" betrieben!
ALLES was im 1.WK an Waffen eingésetzt werden sollte, war schon da, aber eben nur in den Anfängen.
Ja selbst über Panzer (Tanks) wurde nachgedacht, aber wieder verworfen.....
In der Marine trat ein neuer Schiffstyp 1906 seinen Dienst an H.M.S."Fürchtenichts"(Dreadnought) und das MG "feierte" 1905 im Russisch Japanischen Krieg seinen ersten "Geburtstag", ohne dass man es weltweit so richtig zur Kenntnis nahm!

Hofboy86


10.3.05 20:04:20
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das habe ich in einem Bericht gefunden.. kann mir jemand mehr darüber erzählen?

"1945 Die US-Army berichtet über die
entdeckten deutschen Pläne zum Bau eines
riesenhaften Weltraumspiegels zur
Zerstörung feindlicher Städte (kein
Scherz!). Ein weiteres deutsches
Rüstungsprojekt war die Schallkanone,
die Soldaten in 60 m Entfernung töten
konnte. "

Merlin61


11.3.05 06:47:44
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Hofboy86 hat u.a. geschrieben:
...riesenhaften Weltraumspiegels zur
Zerstörung feindlicher Städte (kein
Scherz!)...

Poste mal den Link dazu, wo du die Info genau gefunden hast.


Die Amis haben im Nachkriegsdeutschland sicher einiges "gefunden" und auch
...äääh mitgenommen, aber die Behauptung hört sich nur (wahn-)witzig an - sorry :D

Petronelli


11.3.05 06:54:09
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An der Schallkanone wurde gearbeitet, aber es wurde nichts draus. Es gab mal vom Moewig verlag so kleine rote Taschenbücher in den 80igern. Da gabs eins mit dem Titel "Deutsche Geheimwaffen".
Diese Kanone bzw. die Theorie dieser wird dort, neben vielen anderen mehr oder weniger kuriosen Waffenideen beschrieben.
Die Sache mit dem Spiegel halte ich für Unsinn!
Rechnet mal aus, welchen Durchmesser so ein Ding haben müsste, um einen genügend großen und intensiven Brennfleck zu erzeugen. Man kann das zwar auch mit vielen parabolisch angeordneten Einzelspiegeln machen, aber wer hätte das damals realisieren sollen? Das ist "antike" Science fiction.
Damals wurde viel leeres Stroh gedroschen und von den Gegnern nur allzugerne in der Presse breitgetreten um den Krieg auf diese Weise auch zu rechtfertigen.
Gruß
Peter
Wann antwortet eigentlich mal wieder einer auf die konkrete Frage von Hofboy?

Petronelli


11.3.05 07:09:28
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Für < 1910 sollte man auch das Zündnadelgewehr und die Erfindung des Repetierers an sich festpinnen.
(Womit man auch die in den USA entwickelte Winchester beachten sollte)
Hat jemand eigentlich mal die Logistik einbezogen und die Nachrichtentechnik? Eisenbahn als Truppentransporter und erste Morse und Feldfernsprecher so um 1866 herum? Information ist Macht in einem Krieg, wo Melder und Fernrohre nicht mehr ausreichen....

Viel Neues in der Waffentechnik brachte damals auch der Dreißigjährige Krieg. (Salvengeschütze, Hand-und Gewehrgranaten)

Leider kenne ich zu dem Thema kein kompaktes Buch....
(Wäre toll, wenn einer was wüsste)

Nach 1945 ist auch die Weiterentwicklung der lenkbaren Raketen weitergegangen, und nicht zu vergessen die Infrarot-Nachtsichttechnik, die Deutschland und die USA bereits gegen Ende des WK2 einsetzten.
Sicher ist auch die Raketen- und Strahltriebwerksentwicklung und die Verbesserung der Hubschrauber (bei deren Erfindung auch Deutschland im WK2 maßgeblichen Anteil hatte)ein Kerngeschäft geworden.
Die Atom-Antriebstechnik für Maritime Waffensysteme ist auch nicht zu verachten!
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