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V1/V2 Startrampen

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AutorBeitrag

lesahr


28.11.02 14:22:02
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Inwieweit war die Org. Todt bei dem Bau der Startrampen V1/V2 beteiligt ??? Gruß, Constantin

jeannen


29.11.02 21:08:19
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Auf deine Frage kann ich leider nicht antworten.
Aber zur Info: die V-2 wurde nicht von einer Rampe aus abgeschossen, sondern von einer Art Plattform. Da war nicht viel aufzubauen. Es gab sogar mobile Abschussplattformen (auf LKWs).

indy


29.11.02 22:08:27
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Werd morgen mal nachgucken...glaub aber das die beteiligt waren...

gruß indy

Balsi


30.11.02 13:10:08
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^Hab folgendes Gefunden:
Als Hitler 1943 die gelungenen Versuche mit der V2 gemeldetw urden, befahl er den frühestmöglichen Einsatz dieser Waffe. Nach den Vorstellungen der Raketenexperten in Peenemünde sollte der Abschuss aus betonierten Bunkern erfolgen, von denen jeder mit 120.000 cbm Stahlbeton veranschlagt war. Die OT wurde beauftragt, diese Anlagen mit Kraftwerk, Ladestationen udn Tunnelbahnhöfen in 5. Stockwerken zu abuen. In St. Omer wurden 5000 Arbeiter zusmamengezogen, um das erste Bauwerk dieser Art bei Watten zu erstellen. Als es halb fertig war, zerschlug ein bomberverband den Riesenbauklotz mit 8-t-Bomben. Obwohl der 2. Bunker nicht von den Fundamenten ausgehend gebaut wurde, sondern von einer 5 Meter starken Stahlbetondecke nach unten, zerstörten alliierte Bomber die Anlage, bevor die decke abgebunden war. Der dritte Bau unter einer 5 Meter dicken Stahlbetonkuppel von 25m Durchmesser erlitt das gleiche Schicksal. mehr als 100.000 cbm Stahlbeton waren verschwendet.
Als die Alliierten in Frankreicvh landeten, gab es Anlagen für V-Waffen auf französischem Boden mit 437.500 cbm Stahlbeton."
Übrigens insgesamt waren es 16.428.700 cbm

xmen


1.12.02 08:52:42
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Also in dem Bericht über Ohrdruf hat ein UN Waffenkontroleur gesagt auf den alten Luftaufnahmen erkenne er eine Raketenabschussrampe! Für welche könnte die denn wohl gewesen sein!

indy


1.12.02 13:17:26
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Naja eher zweifelhaft...dort soll die 26m hohe A-10 gestartet worden sein...Schatzjagd>Militaria>Unterirdisches>Startplatz Rudisleben.

Gruß indy

lesahr


2.12.02 09:13:57
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war nicht sogar geplant die raketen (A4) von u-booten aus zu starten ???
ich hab das mal irgendwo gesehen ... schau mal nach. gruß, constantin

lesahr


2.12.02 11:06:14
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jepp ... die seite wars: http://www.luftarchiv.de/flugkorper/v2.htm
gruß, constantin

indy


2.12.02 12:47:46
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Moin, die zweite Anlage war in einen Steinbruch bei Wizernes gebaut (ca. 1Mio.t Beton) durch Tallboy-Bomben der 617. Bomberstaffel der RAF am 17.7.44 zerstört.
Um die Anlage in Watten ganz auszuschalten wurden mit Sprengstoff vollgepackte 'Totaleinsatz' B-17 verwendet (Ami Mistel).
Eine dritte im Bau befindliche Anlage in Sottevast (Normandie) wurde nach mehrern Luftangriffen halbfertig aufgegeben.
Daneben gab es noch die Bunker für die V-3, in Marquise Mimoyecques(nahe des Ärmelkanals), in die insgesamt 50 Geschütze eingebaut werden sollte um London zu beschiessen.
Aber auch diese verbunkerte Anlage wurde ein Opfer der 617. RAF Staffel...

Gruß indy

Svenson


5.2.03 21:58:37
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Mal ne andere Frage zur V2.
Warum hat man nicht 50 oder mehr gleichzeitig davon starten lassen? Wäre das nicht effektiver gewesen?

waldi44


5.2.03 23:23:25
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Die V2 war keine V1, also keine einfache fliegende Bombe mit einem Triebwerk, sondern eine echte Rakete und die konnte man im 3. Reich nicht gerade so aus dem "Ärmel" schütteln, zumal die Produktion durch die alliierten Bombenangriffe sehr behindert wurde, weswegen man sie unter die Erde bzw in die Berge (Mittelwerk Dora)verlegte.
Abschuss- und Startrampen der V1 und V2 waren bevorzugte Bomberziele und wenn man sie erkannte, auch die Baustellen!!

Svenson


6.2.03 21:09:35
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Also wär es die erhoffte "Wunderwaffe" mit der man England hätte in die Knie zwingen können? Abgesehen von den Behinderungen bei der Produktion.

jeannen


6.2.03 23:13:28
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Die V-1 hat in ihrer Anfangszeit die Briten wirklich sehr belastet. Man hatte im Prinzip kein wirksames Mittel um sie abzufangen und man hat sie auch nicht doll gehört (im Vergleich zu einem Bomberangriff).
Die Angst vor der V-2 war noch viel größer, weil man sie gar nicht hörte und es keine Möglichkeit gab, sie abzufangen. Jedoch in der eingesetzten Menge war es eher verschwendete Energie. Ich könnte mir aber vorstellen, dass größere Mengen den Kriegsverlauf schon hätten beeinflussen können. Vielleicht nicht direkt eine Kapitulation der Briten, aber zumindest eine Verlagerung der Bomberangriffe auf Produktions- und Forschungsstätten sowie die Abschussbasen, eventuell sogar in Waffenstillstandsbereitschaft.
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