Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Geheime Bunkerbauten im 3. Reich

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AutorBeitrag

Alt+F4


4.1.02 15:28:43
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Was wisst ihr über diese geheimen Bunker, die oft mit großem Aufwand gebaut wurden?
Ich meine jetzt bekanntere ala Hitlers Führungs- und Lagebunker ("Wolfsschanze"?) aber auch geheime Produktions- und Entwicklungseinrichtungen tief unter der Erde, siehe dem "Jonastal".
Hat da wer Infos oder aufschlussreiche Links?

Balsi


4.1.02 15:55:30
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hui... das ist ein interessantes Thema, ich lese gerade ein buch über die Führerhauptquartiere... wie Riese zum beispiel ...links gibts zuhauf im netz... auch übers jonastal...

waldi44


4.1.02 20:17:29
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Hm, wird da nicht extra viel Geheimnis um Sachen gemacht, bei denen man (Russen/Amis und sonstwer) Jahrzehntelang die Möglichkeit mit allen (auch staatlichen Mitteln) hatte sie zu erforschen (ich meine: man hat sie erforscht!)!
Area 51 in den USA ist doch auch nur ein Mythos! Ein in jeder Hinsicht nützlicher (für Hollywood alle Male;))!

Panzermayer


5.1.02 00:20:16
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Hmmm...hab auch ein Buch über Führerhauptquartiere, gab's vor kurzem bei Weltbild für wenig Mäuse! Bin grad noch mit anderem beschäftigt, aber beim Durchblättern schien es mir höchst interressant zu sein!
Hab auch ein super Buch über die Atlantikwall-Bauten in Dänemark, worin genau beschrieben wird, wieviel Beton für welchen Bunker benötigt wird...für die Bauingenieure was!;)
Herzlichst, Panzermayer

Balsi


5.1.02 08:12:20
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ho...das hört sich gut an...Titel und so weiter hätt ich gerne mal

xmen


5.1.02 08:40:32
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Interessant ist das ,Klar!
Aber ansonsten geb ich Waldi Recht,ich denke nicht das einer was findet was die anderen nicht schon längst wüssten.;)

Balsi


5.1.02 08:52:01
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also da wär ich mir nicht so sicher...es gibt überall in deutschland gesprengte Stollen oder Bunker den die Deutschen noch sprengen konnten... und auch in den grossanlagen gibt es 100% noch das ein oder andere geheimniss, letztens hat man in einer Brauerei im keller ein ganzes Arsenal gefunden von Waffen und Munition... dann Stichwort Bernsteinzimmer... auch wenn es so ist...das die Amis es wissen... sagen sie jedoch nichts... Grund genug dem nachzugehen oder??? und ausserdem ist es Abenteuer pur... macht irsinnig viel Spass wenn du mal im SDE nachschaust... wie die Leute fachsimpeln...einfach herrlich... alleine dafür lohnt es sich schon...

Panzermayer


5.1.02 10:21:21
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Morgen Leute!
@ Balsi: Was ist denn SDE, erläuter das nal bitte..
Titel des Buches folgt, sobald ich wieder in der Heimat bin (meinst bestimmt das vom Atlantikwall..?!).
Herzlichst, Panzermayer ;)

Balsi


5.1.02 10:37:48
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schatzsucher.de ...(SDE)... genau das Buch meinte ich....
gleich noch ne Frage hinterher, habe ein buch gekauft das deutsche Heer 1939 alle regimenter und Einheiten ..alle offiziere verzeichnet... brauch jemand ne Nachprüfung...will mal sehen ob das Buch auch passt

Panzermayer


5.1.02 10:46:11
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Mal so aus dem Stehgreif: Gerd Pleiß, Führer 1.Komp.der Auklärungsabteilung der Leibstandarte unter Panzermayer ab (glaube) 1938! Wann und wo gefallen?

Balsi


5.1.02 11:25:55
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:D --- es geht nur um das dt. Heer...nicht Waffen-SS... da gibts auch dienstalterlisten von...kostet ein jahrgang 120 DM ach sorry... knappe 60 Euro

Panzermayer


5.1.02 11:40:57
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Naja, war ja nur ein Test!
Die Bücher sind verdammt teuer, das stimmt! Wollte mir so ein Buch mit Uniformen zulegen (eines das taugt), hätte auch über 150 Märker gekostet, und das hab ich grad echt nicht! :D
Herzlichst, Panzermayer ;)

xmen


5.1.02 15:30:41
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Zum Thema, da kann man noch was finden!

:D

Alt+F4


5.1.02 19:25:52
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Ist ja goile :D
Aber nochmal zum Thema, hat da wer was? Links, Buchtipps? Bilder?
@Balsi
Bernsteinzimmer, jaja, das gute Alte :D Hast du was dazu an Lektüre oder so? Oder einfach nur eine Seite im Internet?
Habe mir nämlich neulich einen Link von Waldi reingezogen, worum es um die Fesumg Maxim Gorki I + II ging, total genial! ;)

waldi44


5.1.02 20:10:01
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Also Leute, zum Thema Bücher! Glaubt mir und geht immer brav zu Ebay! Hab da schon mächtig billig, mächtig gute Brocken erstehen können!
Werde mal auf meiner HP ein Foto von meiner Bibliothek anbringen!(Dauert noch! Fotoapparat zu Silvester beim Gastgeber Vergessen:D!)
Zu den Bunkern: Für "Schatzsucher" sicher immer sehr aufregend und die bergen vielleicht auch noch so manche Überraschung! Aber Top Geheimnisse?!
Tja, das Bersteinstübchen :)! Womöglich jagt man da schon Jahrzehnten einem Phantom nach! Ist eben zerstört worden, verbrannt(ich glaub Bernstein brennt gut!), ist aber eben nicht bewiesen;)!
Übrigens Balsi: Ich bin ja auch ein alter Berliner und ich kenne die Faszination in Ruinen rumzukrabbeln. In Ostberlin gab es zu Beginn der 60 Jahre noch genügend!

Panzermayer


13.1.02 15:06:22
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So, hab's nicht vergessen!
Das Buch ist eigentlich eher so 'ne Art Katalog für versch. Bunkerarten!
kurz über den Inhalt:
1. Verlauf der Entwicklung
2. Grundsätze der Verteidigung
3. Takt. Grundsätze des Bunkerbaus
4. Techn. Formen des feldm. und ständigen Ausbaus
5. Techn. Einzelheiten des ständ. Ausbaus
6. Aufg. und Gliederung des Festungspionierkorps
7. Ausbildung des Fest.Pi.Korps
8. Erfahrungen
9. Schlusswort
Anhang: Technik (Betonart usw.)
Titel: Der deutsche Festungsbau 1933-45, Coproduktion von Dänen und Deutschen!
ISBN:87-503-8344-2
Hat aber leider nur 70 Seiten (DIN A4), müßt ihr mit dem Preis vergl., denn den weiß ich nicht, weil ich's direkt "an der Front" in Dänemark gekauft hab (Hanstholm)!
Gruß Panzer

xmen


13.1.02 19:52:41
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70 Seiten?
Die könnste uns doch einsc.(psst):D
Freue mich über jede mail ;)

Alt+F4


13.1.02 20:18:35
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Ich mich übrigens auch :D

Panzermayer


13.1.02 20:27:18
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Wirklich schade ( :D ) dass ich hier keinen Scanner hab...

Panzermayer


13.1.02 20:35:12
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Durchgeblättert:
Es gab zwei versch. Ausbaustufen, A und B.
=> B war der "mittlere Ausbau" mit einer Deckenstärke von 2,0 m und einer Sohlenstärke von 0,80 m (Stahlbeton).
=> A war "schwerer Ausbau" mit 3,50 m und 12,0 m.
hmmm...ich scan dann doch bei Gelegenheit mal, da sind nämlich super Skizzen drin! Versprochen!

xmen


14.1.02 18:16:31
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THX:D

waldi44


14.1.02 19:28:04
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Leute, auch hier wollen wir nicht vergessen:http://members.tripod.de/MichaelLang/KZ/KZ.html

Panzermayer


14.1.02 19:42:03
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Hmmm...den Wink versteh ich jetzt nicht ganz...ich sprach vom Festungspionierkorps, nicht von der Orga Todt!!!!

waldi44


14.1.02 19:48:04
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Ach gottchen :)! Wieviele Leute winken Dir auf der Autobahn zu (nicht die mit dem EINEM Finger) und Du verstehst Sie auch nicht :D!
Nein, war nur so eine Anmerkung! Ich bin euer "Gewissen", daß die Nacht durchflattert.... ich bin Darkwing Duck!:batman:

waldi44


14.1.02 20:19:46
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Zwar nicht geheim, aber mächtig!
Die stehen in Frankreich.

Der in Bremen!

http://www.zenza.se/valentin/

Die Wolfsschanze
Die Wolfschanze befindet sich im Wald in der Naehe von Rastenburg/Ostpreussen.Der Wald gehoerte seit dem 15.Jahrhundert der Stadt Rastenburg und nannte sich Rastenburger Wald.Der Standort des FHQ (Fuehrerhauptquartier) wurde vom deutschen Generalstab gesucht,als der Plan entstand die Sowjetunion anzugreifen.Der Platz im Rastenburger Wald wurde dann auf Befehl Hitlers im November 1940 von Dr.Fritz Todt,Hitlers Adjutant Engel und verschiedenen anderen Stabsangehoerigen und Bauspezialisten ausgesucht.Fuer diesen Platz sprachen folgende wichtige Kriterien :
I.
Ein natuerliches Hinderniss wurde durch die oestlich gelegenen masurischen Seen gebildet,die sich von Angerburg bis nach Johannisburg erstecken,
II.
Es konnten das ganze Jahr Tarnnetze verwendet werden,da das Gebiet abseits der wichtigen Verkehrsverbindungen in einem dichten Mischwald lag,
III.
Die Naehe zur russischen Grenze (Fall Barbarossa sah einen Angriff auf die Sowjetunion vor)
Obwohl es mehrere Hauptquartiere Hitlers gab,(Wolfschlucht,Werwolf waren zwei weitere)war die Wolfschanze das bekannteste.Der Name war angelehnt an Herrn Wolf,einen Decknamen den Hitler in den 20er Jahren oft benutzt hat.Weitere Hauptquartiere wurden Adlerhorst,Tannenberg,Wiesental und Felsennest genannt.Die Wolfschanze jedoch glich in ihrer Art einer kleinen Stadt.Es gab neben Elektrizitaetswerk und Klimaanlagen einen Bahnhof,Kanalisation,Wasserleitungen,Nachrichtenzentrale und Heizhaus.In der Wolfschanze wurden auch mehere Staatsoberhaupter empfangen,sowie deutsche Minister,Feldmarschall und Empfaenger sehr grosser Kriegsauszeichnungen.Im ersten Sperrkreis wohnten staendig ca 75 Personen.Fuer Gaeste wurde eigens ein Gaestebunker errichtet,der zu den schweren Bunkern gehoerte.
Mit dem Bau der Wolfschanze wurde die Organisation Todt beauftragt,die auch Autobahnen,Eisenbahnlinien, Bruecken,Flugplaetze,andere Hauptquartiere sowie Atlantik und Westwall baute.Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1940.Die Bauarbeiten koennen in 3 Phasen eingeteilt werden :
Phase 1 : 1940 - 1941
Es wurden hoelzerne Baracken,Backsteinhauser und leichte Objekte gebaut.Die Fensterlaeden waren mit Stahl gesichert gegen leichten Beschuss oder Splittergranaten
Als Hitler erstmals die Wolfschanze betrat bestand sie aus 8 oberirdischen Bunkern,jeweils mit mehreren kleinen Raumen,sowie einige leichte Holz und Steinbauten.
Phase 2 : 1942 - 1943
Um ein angenehmeres Arbeitsklima zu schaffen wurden hauptsaechlich Holzbauten mit Backsteinwaenden errichtet die als Bueroraeume diensten.Diese Bauten waren auch mit Betondecken ummantelt.
Phase 3 : 1944
Hitler verliess die Wolfschanze am 15.03.44 fuer einen 4-monatigen Aufenthalt auf dem "Berghof" bei Obersalzberg.In dieser Zeit wurden die bestehenden Bunker verstaerkt sowie einige neue errichtet.So zum Beispiel der Gaestebunker,der Bunker Hermann Goerings,Nachrichtenzentrale und zwei weitere Luftschutzbunker.
Die Verstaerkungsarbeiten am Fuehrerbunker waren noch nicht beendet als Hitler am 14.07.44 wieder in der Wolfschanze eintraf,dies zwang ihn dazu vom 14.07.44 bis 1.10.44 im Gaestebunker zu wohnen.Dieser Gaestebunker hatte ein doppeltes Dach mit einer dicke von 5,50m (1 Kubikmeter des verwendeten Betons hatte ein Gewicht von 2,4 t )

Beim Bau der Anlage wurden ca. 3000 Arbeiter beschaeftigt,die in Holzbaracken bei der Rastenburger Zuckerfabrik wohnten.Jedoch arbeiteten niemals mehr als 500 Personen gleichzeitig.Wenn ein Bauabschnitt fertig war,wurde die Arbeitskolonne durch eine weitere ersetzt und an einen anderem Bauabschnitt wider eingesetzt.
Der sinn dieser Aktion war,das niemand erkennen konnte,was das Endprodukt ihrer Arbeit war und welchem Zweck die Anlage dienen sollte.
Das Gebiet,was durch 50-100m breite Minenfelder und Stacheldrahthindernisse begrenzt war,war ca 250 ha gross.Der dazugehoernde Wald war ca 800 ha gross.In den Minenfeldern lagen mehr als 50000 Minen.Die Anlage bestand aus 40 Objekten,darunter viele schwere Bunker.Alle Objekte waren durch ein asphaltiertes Wegenetz miteinander verbunden,unterirdische Verbindungen gab es nicht.

Die Bunker,Daten u. Fakten
Obwohl die Wolfschanze mehrere schwere Bunker hatte,moechte ich hier nur auf die wichtigsten eingehen.

Stenographenhaus
Groesse:50 x 14 m


Hermann Goerings Bunker (im Hintergrund rechts Reichsmarschallhaus)
Groesse: 27 x 20 m

Der Gaestebunker
Groesse 45 x 27 m ,Deckenstaerke 5,50


Bormanns Bunker
Groesse 25 x 20 m,Hoehe 10,50 m


Hitlers Bunker
Wandstaerke 5 m,Deckenstaerke 8 m


Bunker des Fuehrerbegleitbatallions
Groesse 56 x 30 m,Hoehe 10 m


Die schweren Bunker wurden alle nach folgendem Prinzip gebaut:
Ein innerer Bunkerkern wurde durch einen aeusseren Bunker ummantelt.Der Abstand zwischen Bunkerkern und Ummantelung betrug ca 60-80 cm und war mit Steinsplitt aufgefuellt um im Falle eines Treffers die Wucht des Aufpralls abzufedern.Die Besonderheit am Goeringbunker war,dass auf dessen Dach 2 Geschuetze sowie eine MG-Stellung stationiert waren.
Der Hitlerbunker hatte die staerkste Decke von allen Objekten.
"Wenn etwas als Sinnbild einer Stuation,ausgedrueckt durch einen Bau,angesehen werden kann,dann dieser Bunker: Von aussen einer altaegyptischen Grabstelle aehnlich,war er eigentlich nur ein riesieger Betonklotz ohne Fenster,ohne direkte Luftzufuhr,im Querschnitt ein Bau,dessen Betonmassen den nutzbaren Raum um ein vielfaches ueberstiegen.In diesem Grabbau lebte,arbeitete und schlief Hitler.Es schien,als trennten ihn die 5m dicken Betonweande,die ihn umgaben,auch im uebertragenem Sinne von der Aussenwelt und sperrten ihn ein in seinem Wahn"
Albert Speer,Erinnerungen
Die Wolfschanze heute

Im Oktober 1944 erreichte die Rote Armee das ostpreussische Grenzgebiet und die Wolfschanze wurde als potentielles Kriegsgebiet erklaert.Hitler verliess die Wolfschanze am 20.11.44 fuer immer.
Feldmarschall Keitel erliess demzufolge am 22.11.44 den Befehl zu Raeumung.
Die technischen Vorbereitungen zur Sprengung wurden getroffen vom General der Pioniere,General Jacob.Der Deckname fuer die Sprengung war Inselsprung.Am 23./24.1.45 wurde die Anlage in die Luft gesprengt.Die Betonmassen explodierten in einer gewaltigen, das Eis auf dem entfernten Moysee berstenden,Explosion.In der 1,5 Km entfernten Ortschaft Partsch flogen die Ziegel von den Daechern.Die Betonkloetze flogen teilweise ueber 20 m weit durch die Luft.
Berechnungen ergaben,dass zur Sprengung eines schweren Bunkers 8 Tonnen TNT verwendet wurden.
Russische Truppen eroberten am 27.01.45 kampflos den Rastenburger Wald und fanden die Wolfschanze voellig verlassen vor.(Stalin war nicht bekannt,wo Hitler sein Hauptquartier hatte.)Es fiel waehrend des Krieges nicht eine einzige Bombe auf das Gebiet der Wolfschanze.Sie haetten ohnehin keine Zerstoerungen angerichtet.
Die Raemung der Minen in den Sperrkreisen dauerte bis in die Zeit der 50er Jahre.Das Gebiet der Wolfschanze ist heute frei zugaenglich und zu besichtigen.Es ist in ihrer Einzigartigkeit Sinnbild fuer wahnsinnige Vorstellungen eines Mannes,eines Saates einer Politik die nicht funktionieren konnte,weil sie sich gegen den friedlichen Lauf der Geschichte richtete.In der Wolfschanze wurden die verbrecherischen Vernichtungskriege gegen das uebrige Europa gaplant,ueber den Tod von Millionen Menschen entschieden.Das Attentat vom 20.Juli auf Hitler ist allerdings Zeuge dafuer,dass es nicht nur eine breite Masse gab,die sich dem Nationalsozialismus hingab,sondern es auch Menschen gab,die sich gegen das System auflehnten.

"Der Mensch sollte nur eine Form
der Macht anstreben,
die ueber sich selbst".
ELIE WIESEL
http://home.arcor.de/janzen/wolfschanze/schanze.htm

Panzermayer


14.1.02 20:32:20
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Sicherlich hatten alle Bauwerke, die die Orga Todt erstellte etwas mit Kriegsgefangenen und Zwqangsarneitern zu tun, das hab ich ja nicht von mir weisen wollen! Aber das Festungspionierkorps war die planende Kraft und hat nur theoretisch gewirkt, man kann doch nicht immer alles gleich sezten! Die Ausführung war alleine Sache des OKH oder des OKW, und die BEAUFTRAGTEN den Einen oder den Anderen !

waldi44


14.1.02 20:48:29
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Hast ja recht! ABER: Die Arbeiter, die das Zyclon B herstellten wußten mit Sicherheit auch nicht, daß damit Menschen vergaßt wurden!
Das Thema 3. Reich ist NICHT so einfach und nur auf Wehrmacht und eventuell noch Waffen SS zu beschränken!
Man muß dieses Thema einfach "Global" angehen!
Ich hoffe nur, daß ich durch mein ewiges Mahnen nicht zum Störenfried werde?!
Ps: Das Bild vom Bunker oben ist zu groß und ich werde es morgen wieder löschen!
PPS: Komisch, ein Wehrmachtskombikübel in Rot?

Loki47


4.5.02 00:11:57
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Waldi du hast in vielen Dingen den Druchblick aber wenn du diese Schiene langfährst dann musst du das Forum dichtmachen, deine Bücher verbrennen und alles was sich mit Gesschichte befasst verbrennen den letztlich ist ALLES und JEDES Gerät/Gebäude/Patent was im dritten Reich entwickelt/gebaut wurde in IRGENDEINER Form mit der Beschäftigung (und Ermordung) von Zwangsarbeitern verbunden. Ich denke jeder hier im Foum ist sehr gut über den Holocaust informiert und mit mir (und dir) einer Meinung wenn ich sage das sich soetwas niemals wiederholen und in Vergessenheit geraten darf. Nur sollten wir, wenn wir über technische Details diskutieren diese schrecklichen Dinge aussen vor lassen.

waldi44


4.5.02 12:05:08
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Stimmt schon!
Damit man über das 3. Reich und den 2. WK überhaupt reden und diskutieren kann, Muß man natürlich bestimmte Dinge und Ereignisse oder Verfahrenseisen "außen vor lassen"!
Aber immer mal wieder daran erinnern ;), sonst kann man ja auch bei den KZ,s nur deren perfekte(?) Organisation "bewundern" und alles andere "außen vor lassen" ;)!
Bei den Bunkerbauten in Frankreich, sollte man auch bedenken, daß viele franzosen aus Subunternehmen daran beteiligt waren. Aber welche Alternative hatten die denn?
1. Brauchten sie Arbeit zum überleben und 2.Hatten sie die "Wahl" zur Arbeit zB am Atlantikwall in Frankreich oder der Arbeit im Rüstungsbetrieb im Reich!
Abschließend zu den Bunkerbauten im Allgemeinen: Eigentlich haben die nicht sehr viel gebracht!
Ich denke, die U- Bootbunker und diverse Flakbunker im ganzen Reich waren effizienter als alles andere, einschließlich Atlantikwall und Ostwall!! Oder?

waldi44


8.6.02 15:15:11
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"Riese" - ein Rätsel des Zweiten Weltkriegs
An einem sonnigen Sommertag desJahres 1943 kamen einige Militärfahrzeuge und Limousinen mit wehenden Wimpeln in das am Fuß des Eulengebirges (Gory Sowie) gelegenen Wüstewaltersdorf (Walim). Sie hielten hinter der Ortschaft an einem dicht bewaldeten Gebirgsmassiv. Den Wagen entstiegen mehrere deutsche hochrangige Offiziere in Uniformen der Wehrmacht, der Luftwaffe und der SS sowie einige geheimnisvolle Gestalten in dunklen, sehr gut sitzenden Maßanzügen. Über Landkarten gebeugt, die sie auf den Kühlerhauben der Fahrzeuge ausgebreitet hatten, diskutierten sie stundenlang. Gleichzeitig wurden Zeichnungen und Notizen gemacht. Vor Einbruch der Dämmerung führen alle wieder ab.
Nach etwa zwei Wochen erschienen Arbeiter deutscher Unternehmen, die von der Schlesischen Industriegemeinschaft A.G. aus Breslau (Wroclaw) Aufträge erhalten hatten. So begann im Eulengebirge die Tätigkeit der OBERBAULEITUNG RIESE, deren Bauunterfangen eines der größten während des Zweiten Weltkriegs war. Mit den Arbeiten wurde von einem Tag zum anderen begonnen. Zufahrtsstraßen wurden gebaut, die alten Waldwege repariert. Für eine Kleinbahn wurden Schienen gelegt. Gleichzeitig entstanden Baustellen für die Errichtung von Baracken für die deutsche Bauleitung, die Soldaten sowie für die Kriegsgefangenen, russische Soldaten und danach auch für die Häftlinge des Konzentrationslagers Groß Rosen, die spätere Quelle von Arbeitskräften.
Ins Gebirge rollten Transporte mit Menschen, Bergbau-und Baumaschinen. Auch Gefangene kamen. Das Aushöhlen und Auffahren begann. In das riesige Massiv des Wolfsbergs (WIodarz) stieß man von vier Seiten vor: von Wüstewaltersdorf (Walim) im Osten, von Falkenberg (Sokolec) im Süden, von Wüstegiersdorf (Gluszyca) im Westen und von Hausdorf (Jugowice) aus im Osten. Das Labyrinth von Gängen und Hallen sollte wahrscheinlich in mehreren Ebenen entstehen, die man mit einige zehn Meter langen Transportschächten verbinden wollte. Trotz der aufs eingehendste ausgearbeiteten Baupläne, war es unmöglich, das festgelegte Bautempo einzuhalten. Die Würdenträger des Dritten Reiches waren ungehalten. Man wechselte mehrmals die Bauleitung, neue Transporte mit Arbeitskräften wurden herangebracht - alles vergebens. Es war unmöglich, den Bau zu vollenden. Im Winter 1945 wurde den Deutschen bewusst, dass sie eine furchtbare Niederlage erleiden würden.
Das allgemeine Organisationschaos gelangte auch in die ruhige Umgebung von Wüstewaltersdorf, für das der Krieg bisher nur in den Nachrichtenkommu-niques und in der Wochenschau präsent gewesen war. Es wurde angeordnet, die Häftlinge zu evakuieren, die Schwachen und Kranken zu liquidieren. Aber jemand, der in der Hierarchie der Anführer Nazideutschlands mit ganz oben stand, versuchte, das allgemeine Chaos in den Griff zu bekommen. Diese Person war sich der Bedeutung und des Nutzens des Objekts für Deutschland bewusst. Daher erteilte sie Order, die Arbeit wieder aufzunehmen und neue Transporte ausgezehrter Häftlinge zum 7 Aushöhlen von Gängen und zum Betonieren der Hallen in den Berg zu schicken. Man wollte alles Wesentliche maskieren, um bei den nahenden russischen Truppen den Eindruck zu erwecken, dass der Bau nicht beendet worden sei und keinen Wert als strategisches Objekt besitze. Am 6. Mai 1945 traf jedoch der Befehl ein, die Arbeiten abzubrechen und die Häftlinge herauszubringen. In den Bergen zog Ruhe ein. Alles endete so plötzlich und leise, wie es begonnen hatte.
Am 8. Mai rückten die Russen in Wüstewaltersdorf und anderen Ortschaften des Eulengebirges ein. Das, was sie erblickten, versetzte sie in Staunen. Sie waren auf mehr als 10 größere und kleinere Gefangenenlager gestoßen, auf zig Stollen, die in den Berg hinein führten, wo das Innere zu Eabirynthen mit Hallen ausgebaut worden war. Eetztere waren so groß, das darin Häuser Platz gehabt hätten. In den Wäldern standen Betonbaracken und merkwürdige Baukonstruktionen, ebenfalls aus Beton. Alles leer ... Sicher faszinierte sie dieses riesige Bauvorhaben, von dem sie gehört hatten, es sei zu Hitlers Hauptquartier bestimmt gewesen, oder -dass hier Industriebetriebe verborgen werden sollten, deren Produktion für die kämpfenden Truppen der Wehrmacht bestimmt war. Können wir bei der Besichtigung des unterirdischen Komplexes Dorfbach (Rzeczka), seiner Rätsel, seiner Hallen mit ungeklärter Bestimmung und seiner seltsamen Kammern die Frage beantworten, zu welchem Zweck sie gebaut wurden? Wie bitter und tragisch klingt heute die Frage: Mussten für dieses wahnwitzige Vorhaben von 1943 mehrere Tausend Menschen ihr Leben lassen?
"Riese"

wadentritt


17.6.02 17:54:54
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Eines der Bunkerbauten mit Führerhauptquartier ist in meiner nähe,es handelt sich um Schloß Ziegenberg im Taunus Deckname Adlerhorst mit mehreren Bunkerbauten die noch vorhanden sind und den Bauten im Wiesenthal die aber gesprengt wurden.Auf den Bunkern hat die BW ein Depot,im Wald auch ein großes Munitionsdept errichtet.Mehr im Buch Adlerhorst www.wehrtechnikmuseum.de dort gibt es das Buch was sehr zu empfehlen ist.Vielleicht wird in kürze wieder ein Tour durch den Adlerhorst veranstaltet(dauer ca 6-7 Std)
sobald ich mehr weiß Poste ich es hier!!!!

Gruß
Wadentritt

TÜP


17.6.02 22:35:35
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Hi Waldi - hast du auch etwas über die Verbindung OT und Jonastal?

bobo


25.6.02 18:08:19
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Wie war eigentlich der Ablauf bei der U-Verlagerung? Man hat eine Firma in seiner Stadt. Wer gab im einzelnen dann die U-Verlagerungsbefehle? Ich meine - bekam die besagte Firma einen Auftrag, und mußte die Verlagerung selbst organisieren, oder wurden Anlagen gebaut, die dann bezugsfertig den jeweiligen Firmen übergeben wurden. Wie könnte es im Fall "Coburg" geschehen sein? Mir ist auch mal mitgeteilt worden, daß hierfür der Bürgermeister verantwortlich war. Da denke ich aber eher an den zivilen Luftschutz.
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