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Tibeter in der Wehrmacht?

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AutorBeitrag

Mimung


27.10.03 14:53:49
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Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges entdeckten sowjetische Soldaten in Berlin mehr als 1000 tote Tibeter, die Uniformen der Wehrmacht trugen.
Diese Behauptung wir hier aufgestellt. Ist das richtig? Gab es Tibeter in der WH?[ Editiert von Mimung am: 01.11.2003 17:28 ]

Erich


27.10.03 15:43:50
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Irgendwo stand etwas über einen rituellen Selbstmord von Tibetern in Berlin. Die Russen haben sie im Keller gefunden, kreisförmig angeordnet.
Kleine Bestätigung:
http://english.pravda.ru/main/2002/09/12/36496.html
Ahnenerbe:
http://www.shoa.de/pictures/ss_amt_a.jpg

Mimung


27.10.03 16:19:36
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Wenn man mal von den Dingen ausgeht, die mir bereits bekannt waren, wie z.B. diese:
Harrer sowie der Wissenschaftler und Tibetspezialist Ernst Schäfer glaubten, Tibet sei die Wiege der Menschheit, ein Zufluchtsort wo eine Priesterkaste ein geheimnisvolles Reich namens Shambhala geschaffen habe – dekoriert mit dem buddhistischen Symbol vom Rad der Lehre, einem Hakenkreuz. Schäfer arbeitete nicht nur als ein einfaches Mitglied der SS, sondern zählte zum persönlichen Stab Heinrich Himmlers und wurde später Leiter der Abteilung „Ahnenerbe“.
Sowie Stichwort Thule-Gesellschaft und die „Innere Erd Gemeinschaft“ etc.
Ist es nicht besonders verwunderlich, wenn man dann plötzlich davon hört, dass Tibeter in deutschen Uniformen gefunden werden. Jetzt kann es einen vielleicht noch wundern, warum sie nicht gleich Uniformen der SS getragen haben. Am besten noch mit einem Ärmelband „Shamballah“…[ Editiert von Mimung am: 27.10.2003 16:20 ]

Indy


29.10.03 01:03:13
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Hi Mimung, schön das Du auch hier bist.
Schäfer leitete auch die Expeditionen nach Tibet...1943 sollte eine ca. 1000 Mann starke Geb.KaGru unter seiner Führung dorthin entsandt werden um den Kampf der tibetischen Armee (ja die gabs) gegen die UK Truppen zu unterstützen.
Nur kam dann Stalingrad und der Traum war aus.

Mimung


29.10.03 08:46:31
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Moin Indy,
dieses Forum war ein guter Tipp von dir! Das es den Plan gab, Gebirgsjäger nach Tibet zu entsenden, hatte ich irgendwo mal am Rande mitbekommen. Gut, daraus wurde nichts, aber unsere tibetanischen Freunden haben uns in der Stunde der Verzweiflung tapfer, in der Reichshauptstadt, zur Seite gestanden… Oder etwa nicht? Zu welcher Einheit gehörten diese Tibeter und wem war sie unterstellt? An welchen, wenn überhaupt – wobei ich an die Indische Freiwilligen Legion der Waffen-SS denken muss, Kämpfen haben diese Tibeter teilgenommen?

[ Editiert von Mimung am: 29.10.2003 10:02 ]

waldi44


29.10.03 11:40:57
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Hm, Tibeter sind zwar keine Inter, aber durchaus möglich, da ich auch noch kein Tibetanisches Kennzeichen gesehen habe- hähä, Gebetsfahnen vielleicht :totlach:!
Ach ja, tapfer bei der Verteidigung zur Seite gestanden! Das haben sie alle die armen Schweine, die sich blenden und einfangen liessen. Was blieb ihnen auch anderes übrig:Schulter:??

Indy


29.10.03 16:41:11
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Diese "Verblendeten" hatten mit RFSS als Chef aber einen der (stellenweise) an das gleiche 'glaubte'(u.a. Shamballa).
Churchill hätte über sowas wohl eher gelacht.
Und der Nationalsozialismus war an Sich nicht schlechter als der Kommunismus.

Auf die kath. Kirche war Himmler wohl nicht so gut zu sprechen...eine Vorfahrin war im 17.Jh. als Hexe verbrannt worden.
Von 1935 bis 1944 durchkämmten SS beziehungsweise SD-Leute im Auftrag von Heinrich Himmler Archive und Bibliotheken auf der Suche nach den Spuren der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung. Das Ergebnis war eine Kartei aus über 33.000 Erhebungsbögen. [ Editiert von Indy am: 29.10.2003 16:41 ]

Mimung


29.10.03 22:53:42
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@Indy
Na was jetzt – Waren die Tibeter bei der (Waffen-)SS (RFSS= Reichsführer SS) oder bei der Wehrmacht?
Churchill der alte Freimaurer, oder sollte man vielleicht besser sagen Illuminat, spielte bei dem Ganzen vielleicht auch eine andere Rolle, als uns durch die Geschichtsschreibung der Sieger suggeriert werden soll... Stichwort neue Weltordnung. In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Buch von Carmin, Das schwarze Reich verweisen, dass ein Leckerbissen für all diejenigen ist, die sich ein bisschen intensiver mit dem Thema Verschwörungstheorien beschäftigen wollen. Leider kann ich gerade kein passendes Zitat bringen, da ich dieses Buch im Moment an einen interessierten Zeitgenossen verliehen habe...
Der Mord an Himmlers Großmutter, sie wurde Passaquay genannt, war nicht der einzige Grund für ihn die christliche Kirche und diesen Glauben zu hassen. Obwohl selber in einem streng katholischen Elternhaus aufgewachsen, setzte er in seiner späteren Machtposition vieles daran, die Kirche und diesen Glauben kurz zu halten. Die christliche Religion steht gegen die Ideale der SS. Sie waren der Ansicht, das ursprüngliche Werte wie Mut, Würde, Ehre und Treue durch Nächstenliebe, Feigheit und Schwäche ersetzt worden seien. Himmler war seit frühster Jugend sehr an Mystik, Esoterik, Okkultismus etc. interessiert und gelangte auch dadurch zur Gegnerschaft gegenüber der christlichen Kirche.
Die okkulten Wurzeln des dritten Reiches, sind entscheidend um viele Sache zu Begreifen, die in dieser Zeit passiert sind.

Erich


29.10.03 23:48:41
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Bei der Aufstellung der SS da hat er sich aber an den Jesuiten orientiert - wieder so ein Widerspruch im SS-Staat.

Mimung


30.10.03 10:52:59
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Die Parallelen zwischen den beiden Orden Jesuiten und der SS sind eindeutig.
Die Jesuiten hatten sich auf dem Montmartre in Paris, im Jahr 1534 unserer Zeitrechnung, unter dem Gelübde der Armut und der Keuschheit zusammengetan. Ursprünglich war es ihr Ziel, durch die Gründung einer Ordensgemeinschaft eine Pilgerreise nach Palästina durchzuführen, um die Muslime zu bekehren. Von Anfang an strebten die Jesuiten danach, dem Papst direkt untertan zu sein. Schon 1540 wurde die Gemeinschaft von Papst Paul III. als Orden anerkannt und die Erlaubnis erteilt, Missionsreisen in seinem Auftrag übernehmen. Das Leitmotiv des Ordens lautet: "Ad majorem Dei gloriam", "zum höheren Ruhme Gottes". Sein Anliegen ist, durch Predigt den Glauben zu verbreiten und alle Erfordernisse der Kirche zu erfüllen. Der Gehorsam spielt eine wichtige Rolle, er wird nur eingeschränkt durch das persönliche Gewissen.
Das gleiche kann man auch für die SS sagen; man braucht nur ein paar Wörter auszutauschen: Statt Muslime könnte man Juden oder, was ja gleichgesetzt wurde, Bolschewisten sagen. Statt Papst Führer und statt Gott könnte man Götter, die Germanischen Götter wie Thor, Odin, Heimdall, Balder, Freyr, Loki usw. oder auch die hinduistische Weisheitslehren, den Glaube an Atlantis usw., sagen.
Himmler waren Leute wie Göring, die nur ihrer Genussucht nachgingen, zuwider. An sich ist die Übernahme eines bewährten Musters keine Konzession an die christliche Kirche, da der Orden der „Nordisch bestimmten Männer“ mit anderen Inhalten aufgeladen war. Solche Tugenden wie Treue, Hingabe, Selbstaufopferung, Genügsamkeit was die eigenen Ansprüche betrifft, die nichts mit den Zielen des Ordens zu tun haben usw. sind eine schon fast archaische Form des Kriegers, wie er in vielen Kulturen, Beispiel japanische Samurai, vorhanden war bzw. ist.
Das Individuum stellte sich in den Dienst einer Höheren Sache – Eines Glaubens, wie auch immer der geartet war.

waldi44


30.10.03 11:36:11
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Wenn es vielleicht etwas gibt, dem man am 3. Reich "Nachtrauern" könnte, dann eben der Umstand, dass Himmler, aus welchen Gründen auch immer, versuchte mythischen und spirituellen Geheimnissen auf die Spur zu kommen.
Dabei kannte er keine Skrupel oder Traditionen und ich meine, er hätte auch die Pyramiden abtragen gelassen, wenn es ihm was gebracht hätte!
So manches Geheimnis bleibt vielleich für immer ungelüftet...

Indy


30.10.03 22:39:29
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@Mimung
Nichts ist so wie es scheint!

Hab keine Ahnung ob die Tibeter der SS o. der WH angehörten.

Mimung


31.10.03 08:22:15
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@Indy
So ist dass… Dazu passt auch einer von Himmlers Wahlsprüchen für seinen Orden: „Mehr Sein als Schein!“
Dieser Orden lebte von seinem Mythos…
[ Editiert von Mimung am: 31.10.2003 8:32 ]

Indy


31.10.03 22:25:56
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Hab mir das Büchlein heut auch mal zugelegt:)

Mimung


1.11.03 11:17:16
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Büchlein...:D genau
Gute Wahl! Viel spaß bei der Arbeit... Denn das Buch ist kein Spaß!

Erich


1.11.03 11:24:21
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waldi44


1.11.03 11:30:44
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Interessante Seite, Erich, aber ist der Autor vielleicht FarbenblindSmiley mit verdrehten Augen? Blau auf rot- überhaupt Rot als Hintegrund:tzzzz:!
Interessant auch die Ansicht zu Gott!

Erich


1.11.03 13:58:07
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Bei mir ist der Text schwarz (auf rot) :Schulter:

Indy


1.11.03 19:11:21
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Verdammt...is das rot :kiffkuff:

Polarfux


13.12.03 12:50:09
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Hallo Mimung,
das Abzeichen, das Du abgebildet hat gehört zu indischen Freiwilligen der WEHRMACHT. Hab grad keine Quelle zur Hand, aber hab es in MILITARIA (10/03?) gelesen. Wenn ich mich recht entsinne, so waren es insgesamt nur wenige Hundert Mann. Wenn Dich das Thema näher interessiert, schreibe ich dazu, was jedoch frühestens nächstes Wochenende möglich ist. Ich meine, noch zu wissen, dass der „Anführer“ der Inder NOCH HEUTE als Held verehrt wird, da er gegen die britischen Besatzer kämpfte (Name gerade entfallen). Aber hier gings ja eigentlich um Tibeter und da hab ich keine Ahnung.
„Das Schwarze Reich“ ist tatsächlich „Pflichtlektüre“ für Leser dieses Forum! Ist leider Jahre her, dass ich es gelesen habe und da nur auszugsweise. Habe aber seitdem nichts annährend so interessantes gefunden!
Beste Grüße vom Polarfux
P.S. Kennst Du „Die heilige Lanze“ von Ravenscroft? Was hältst Du davon?
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