Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Wehrdienstzeit im III.Reich

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AutorBeitrag

Kai


13.2.04 03:12:14
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Hallo, wie lange war eigentlich der normale Wehrdienst im Heer der Deutschen Wehrmacht?
Ist es richtig das es unter verschiedenen Waffengattungen unterschiedliche Wehrdienstzeiten gab?

Balsi


13.2.04 07:34:21
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soweit ich weiss dauerte er 2 Jahre..

Axel43


13.2.04 19:45:52
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Zuerst Reichsarbeitsdienst, dann gleich Wehrpflicht.

Kai


13.2.04 22:53:56
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Soweit ich weiß dauerte die normale Dienstzeit im RAD 6 Monate lang und dann soll direkt im Anschluss die Wehrzeit von 2 Jahren begonnen haben?
Ab welchem Alter war man den damals Wehrpflichtig, bzw. reif für den RAD?

Gast


2.4.04 20:40:07
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Hi,

hier ein Artikel zum Wehrdienst:

http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Soldat/Wehrdienst.htm

Andreas

Fedor41


3.11.05 23:35:39
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Hallo!

Gilt das auch für Kriegszeiten?

Gruß
Mario

denkender Smiley

Gardes du Corps


4.11.05 07:24:30
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Die Wehrpflicht begann mit dem 18. Lebensjahr. Davon wurde auch bis kurz vor Ende des Krieges nicht abgerückt.
Deshalb wurden die Freiwilligen für die Waffen-SS auch vor ihrem 18. Geburtstag einberufen, weil der Dienst in der Polizei oder Waffen-SS ein Wehrersatzdienst war.
Wer eine Einberufung zur Wehrmacht hatte, konnte sich auch nicht mehr zur Waffen-SS melden (Ausnahmen bestätigten die Regel, insbesondere zu gegen Ende de Kieges).
RAD war ein halbes Jahr und vor dem Wehrdienst, in der Regel nach Abschluss der Lehrausbildung, abzuleisten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst
Im Kriege war der Wehrdienst mal kürzer, mal länger als 2 Jahre, je nach den "Lebens"-umständen.

[ Editiert von Gardes du Corps am 04.11.05 7:26 ]

[ Editiert von Gardes du Corps am 04.11.05 7:27 ]

waldi44


4.11.05 12:05:57
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"Im Kriege war der Wehrdienst mal kürzer, mal länger als 2 Jahre, je nach den "Lebens"-umständen."

Mal abgesehen von den "(Über)lebensumständen", gab es ja wohl während des Krieges keine Begrenzung der Wehrdienstzeit, oder?

DAS war ja auch eines der grossen Probleme Deutschland's im 1. und 2. Weltkrieg. Während in anderen Heeren die abkekämpften Soldaten durch frische ersetzt werden konnten, blieb den deutschen Soldaten nichts anderes, als bis zum bitteren Ende, egal wie, zu kämpfen!

Thomas123


4.11.05 13:40:29
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Ein Onkel von mir, Baujahr 1920, wurde 1938 für 6Mon. zum RAD einberufen, anschließend kurz nach Hause und 4Wochen später zur WH, "als Schützearsch". Er hat Polen, Frankreich und Rußland (vor und zurück) erlebt und außer 2mal verwundet, als Feldwebel, überstanden. Laola-Smileys

Gruß Thomas

Gardes du Corps


4.11.05 14:30:58
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Gepostet von waldi44
Während in anderen Heeren die abkekämpften Soldaten durch frische ersetzt werden konnten, ...

Bei wem, ausser den Amerikanern, war das noch der Fall?

waldi44


4.11.05 14:44:40
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Bei den Briten UND Franzosen! Diese brachten ihre Kolonialtruppen an die Front - bei den Briten waren das oftmals keine Farbigen (Neuseeländer, Australier, Kanadier, Südafrikaner) und schlussendlich konnten beide ihre Soldaten durch den Einsatz der Amerikaner entsetzen, austauschen.
Nicht nur die Amerikaner unter sich, sondern auch die anderen Alliierten durch die Amerikaner.
Wie das bei den Russen war weiss ich nicht!

steffen04


5.11.05 11:15:30
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Gepostet von waldi44

DAS war ja auch eines der grossen Probleme Deutschland's im 1. und 2. Weltkrieg. Während in anderen Heeren die abkekämpften Soldaten durch frische ersetzt werden konnten, blieb den deutschen Soldaten nichts anderes, als bis zum bitteren Ende, egal wie, zu kämpfen!


Stimmt so nicht. Einer meiner Großväter wurde 38 kurz ausgebildet, dann 40 gezogen und wieder entlassen. Einrücken musste er erst 44 wieder. Ich meine mich zu erinnern, daß 41, weil die Russen so schön am Boden lagen, bereits Soldaten entlassen wurden, wg. Ruhe an der Heimatfront.

Opa II war aber von 39 bis 45 dabei, dafür hat er es überlebt.

Beide waren zivil im Staatsdienst.
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