Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Gab es Hauptfeldwebel ?

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AutorBeitrag

nemo4you


16.3.04 14:59:54
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Gab es den Hauptfeldwebel als eigenständige Dienstgrad? Das Rangabzeichen eines Stabsfeldwebels sind 3 Sterne und ich hatte bis jetzt noch nie jemand mit 4 Sternen gesehen.
War ein Hauptfeldwebel nur eine Funktionsbeschreibung?

viele Grüße

waldi44


16.3.04 15:28:37
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Den Dienstgrad Hauptfeld gab es so nicht. Er war die Dienststellung- "Mutter der Kompanie", auch Spiess genannt. Litze und drei Sterne also immer ein Stabsfeldwebel!
Bei der SS hiess er "SS- Stabsscharführer" allerdings scheint man sich das nicht ganz einig.
Bei einigen steht nämlich "SS-Hauptscharführer". Bei der Kavallerie war es der Hauptwachtmeister.

Trapo


16.3.04 15:42:12
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Hallo,

Zeichneten sich Hauptfeldwebel nicht durch zwei Ärmelbstreifen aus??

Grüeß Trapo

waldi44


16.3.04 15:49:46
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Ja doch, habe nur noch ein Bild dazu gesucht:P:

Trapo


16.3.04 16:47:52
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Nicht schlecht Waldi, du hast immer gleich das richtige Bild oder den richtigen Link zur Stelle...Respekt-Smiley

Viele Grüße Trapo

Niwre


16.3.04 17:27:52
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Gepostet von waldi44
Den Dienstgrad Hauptfeld gab es so nicht. Er war die Dienststellung- "Mutter der Kompanie", auch Spiess genannt. Litze und drei Sterne also immer ein Stabsfeldwebel!
Bei der SS hiess er "SS- Stabsscharführer" allerdings scheint man sich das nicht ganz einig.
Bei einigen steht nämlich "SS-Hauptscharführer". Bei der Kavallerie war es der Hauptwachtmeister.

Stabsscharfuehrer ist schon die aeuquivalente Bezeichnung. Manche bringen das nur durcheinander, weil der Hauptfeldwebel, wie der Oberfeldwebel, zwei Sterne auf den Schulterstuecken hatte. Oberfeld waere dann Hauptscharfuehrer.

Ronny22


18.3.04 01:14:08
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Gepostet von nemo4you
Gab es den Hauptfeldwebel als eigenständige Dienstgrad? Das Rangabzeichen eines Stabsfeldwebels sind 3 Sterne und ich hatte bis jetzt noch nie jemand mit 4 Sternen gesehen.


Du verdrehst da auch die Reihenfolge:

Der Stabsfeldwebel steht in der Hierachie über dem Hauptfeldwebel. Also hätte in deinem Beispiel der Stabsfeldwebel 4 Sterne und der Hauptfeldwebel nur 3. :)

Westwall


20.3.04 13:41:14
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In der Wehrmacht/Heer gab es beide Dienstgrade und beide waren gleich, nur die Bezeichnung Stabs- oder Hauptfeldwebel wurden in verschiedenen Waffengattungen zu unterschiedlichen Dienststellungen benutzt.

Niwre


20.3.04 16:42:56
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Waren nicht Oberfeld- und Hauptfeldwebel gleich?

waldi44


22.3.04 11:31:08
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Ausführlich mit allem "Drum und Dran" wird dieses Thema in der DMZ 38 erklärt- in Schrift und Bild!

Niwre


22.3.04 11:58:19
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Gepostet von waldi44
Ausführlich mit allem "Drum und Dran" wird dieses Thema in der DMZ 38 erklärt- in Schrift und Bild!

Dann lies sie mal und schreib es dann hier rein. DMZ gehoert nicht gerade zu den Zeitschriften, die ich mir zulegen wuerde.

waldi44


22.3.04 12:06:52
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Hihi, ich eigentlich auch nicht, DAS war 'ne Reklamesendung:D!
Uff, da probier ich mal mein OCR aus, bevor ich vom Tippen Gicht in den Fingern bekomme;)- nehme an, der Andere Beitrag hat den selben Inhalt:P!

Hoover


22.3.04 16:11:50
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Ganz nebenbei: Es gab auch Feldwebel mit 2 Ärnellitzen, besonders in Rückwärtigen Einheiten mit geringer Mannschaftsdichte. Die taten zwar Hauptfeldwebeldienste, waren aber trotzdem nur Faeldwebel und wurden auch so angesprochen.

Es gibt übrigens auch in der Bundeswehr Feldwebel als Spieße, nur nennen die sich Innendienstleiter.

Westwall


22.3.04 18:04:15
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In der Regel war es ein Hauptfeldwebel, doch rein theoretisch konnte auch ein Unteroffizier den Spiess einer Kompanie stellen.
Je länger der Krieg dauerte, desto niedriger war der Dienstgrad in diesen und in anderen Dienststellungen gewesen, Spiesse in Stellenbesetzungen von 1944/45 sind fast nur noch Feldwebel oder Oberfeldwebel gewesen.

waldi44


22.3.04 18:30:40
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Leider ist mein Sonntagsscanner kaputt- muss eben der Alltagsscanner reichen!





Wie gesagt, aus der neuen "DMZ"!

Hoover


25.3.04 21:55:46
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Schön, ich mag die DMZ aber trotzdem nicht :D:D

Doberman


27.5.04 10:40:53
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Zur DMz habe ich gerade folgendes gefunden:

Die Deutsche Militärzeitschrift (DMZ):
Von Bundeswehr bis Waffen-SS
Profil - Die Deutsche Militärzeitschrift (DMZ)...

Patrick Schwarz

Seit dem Erscheinen der ersten Ausgabe der Deutschen Militärzeitschrift (DMZ) verbreitet das Hochglanzmagazin Geschichtsrevisionismus unter dem Deckmantel von Völkerverständigung und geschichtlicher Aufklärung. Der mehrmalige Wechsel der Herausgeber änderte nichts an dieser inhaltlichen Ausrichtung, so dass auch von den neuen inoffiziellen Herausgebern, Gerlind Mörig und Dietmar Munier, wenig Neues zu erwarten ist.



Die DMZ erschien erstmals im April 1995 und postulierte den Anspruch, »die Erlebnisgeneration zu Wort kommen (zu lassen) und all den Jüngeren (zu) schildern, was sie wirklich empfunden, erlebt und durchgemacht hat«.(1) Diese Erlebnisgeneration setzt sich aus ehemaligen Angehörigen der verschiedensten Waffengattungen der deutschen Wehrmacht zusammen, die nun als Autoren Geschichtsrevisionismus betreiben. Aber auch Fachhistoriker fanden ihren Platz in dem Magazin.

Den Schwerpunkt der Hefte bildeten und bilden eine verklärte Darstellung des Zweiten Weltkrieges und deutschen militärischen Führungspersönlichkeiten. So wird etwa in der jüngsten Ausgabe der »erste Feldzug der deutschen Wehrmacht« – die Bombardierung spanischer Städte durch die Legion Condor – als »Friedensmission« und »Befreiung Spaniens von der kommunistischen Unterwanderung« abgefeiert.(2) Abgerundet wird derartiges durch Berichte über die Bundeswehr, die Nationale Volksarmee und neueste Waffentechnik aus aller Welt.



Die Köpfe dahinter



Ins Leben gerufen wurde die DMZ im Jahre 1995 vor allem von Harald Thomas, dem ehemaligen Geschäftsführer des rechtsextremen Nationaleuropäischen Jugendwerkes (NEJ). Thomas übergab seine Herausgebertätigkeit aber bereits im März 1997 aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen an die Medien-Marketing-Team GmbH (MTM) aus Bad Soden-Salmünster, die bereits seit der Gründung Ende 1995 Erfahrungen im Vertrieb von verschiedenen geschichtsrevisionistischen Produkten gesammelt hatte, die sich an die gleiche Zielgruppe wie die DMZ wendeten. Die Zeitschrift sollte weiterhin »Brücken schlagen zwischen den Generationen« und die »Verknüpfung zwischen Geschichte und aktuellen militärischen und militärpolitischen Themen« vorantreiben.(3)

Die zahlreichen Werbeabzeigen reich(t)en vom rechtskonservativen Deutschland-Magazin über diverse militärische Fachverlage bis zu Verlagen und Versänden des rechtsextremen Spektrums.(4) Die redaktionelle Arbeit wurde im Auftrag von MTM von Oberstleutnant a.D. Wolfgang Dischert übernommen, welcher u.a. Erika Steinbach, Horst Lummer, Steffen Heitmann und Jörg Schönbohm als Interviewpartner für das revisionistische Blatt gewinnen konnte. Neben der Herausgabe der DMZ verfügte MTM über ein umfangreiches Vertriebsprogramm.



Die DMZ heute



Nachdem im Dezember 2003 das Insolvenzverfahren gegen die beiden Geschäftsführerinnen Hildegard Hardt und Martina Wassmuth, geb. Hardt eröffnet wurde, kündigte die Geschäftsführerin des Verlagsnetzwerkes Lesen & Schenken, Gerlind Mörig, den Abonnenten die Weiterführung der DMZ im neu gegründeten Verlag Deutsche Militärzeitschrift an.

Lesen & Schenken selbst ist mit seinen etwa 20 Mitarbeitern ein finanzstarkes rechtsextremes Unternehmen, das mehrheitlich dem Rechtsextremisten Dietmar Munier gehört. Somit ist die praktische Weiterführung der DMZ gesichert und der neue Chefredakteur Josef Gruber konnte ein Bekenntnis zur »Kontinuität deutscher Militärtradition«(5) für die Zukunft versprechen.



Autoren der DMZ



Bruno Bandulet (Hrsg. Deutschland-Brief), Rolf-Josef Eibicht, Heinz Höhne, Klaus Hornung (ehem. Präsident Studienzentrum Weikersheim), Gerd-Helmut Komossa (Gesellschaft für die Einheit Deutschland e.V.), Hans-Ulrich Kopp (Archiv der Zeit e.V., Rosenheim), Werner Maser, Claus Nordbruch, Reinhard Pozorny, Klaus Rainer-Röhl, Franz W. Seidler, Alfred Schickel (Vors. Zeitgeschichtliche Forschungsstelle Ingolstadt), Emil Schlee (ehem. MdEP der Rep), Walter Staffa (Witikobund, Deutsche Studiengemeinschaft), Franz Uhle-Wettler, Joachim von Leesen 3



1) Harald Thomas in DMZ Nr. 1, Apr-Jun ‘95, S. 5.

2) Richard Lobsien in DMZ Nr. 37 Jan-Feb ’95, S.22 ff.

3) DMZ Nr.8, Jan-Mrz ’97, S. 7.

4) Z.B. Nation Europa Verlag, Pour le Mérite-Verlag, Leopold Stocker-Verlag und Verlag Bublies.

5) Josef Gruber in DMZ Nr. 37, Jan-Feb ’04, S. 3.

APABIZ
Monitor – Rundbrief des Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin e.V. (apabiz) Nr.14 vom März 2004

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Also fällt so eine Zeitschrift durchaus zu den Propagandamittel der rechten Szene und wird dadurch äusserst bedenklich.

waldi44


27.5.04 11:53:09
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DAS habe ich auch nicht bestritten- lediglich die Bilder sind doch gut zum Thema und die Quellenangabe "DMZ" eben, damit man eventuell die Richtigkeit nachprüfen kann.
Habe zum Thema eben nichts anderes gefunden und da ja nichts falsches gesagt bzw gezeigt wirdSmiley mit verdrehten Augen...
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