Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

"Verbrechen der Wehrmacht" Anmerkungen zur Aust.

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AutorBeitrag

Revisionist


27.5.04 22:33:28
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Generalisierung, Fälschungen, Rufmord: Erste Ausstellung 1995-1999

Die erste Ausstellung hat trotz vieler Hinweise ernsthafter Kritiker auf verfälscht beschriftete Fotos und gravierende Textfälschungen beachtliche Zustimmung in den Medien und Förderung durch Politiker gefunden. Reemtsmas These „Die Wehrmacht war eine verbrecherische Organisation" blockierte eine wissenschaftlich fundierte Darstellung der Geschichte der Wehrmacht und eine sachliche Auseinandersetzung mit einer schuldhaften Verstrickung der Wehrmachtsführung und mit geschehenen Verbrechen. Der Ausstellungsleiter Hannes Heer erweiterte das Pauschalurteil Reemtsmas mit Sätzen wie: „Mordlust und Sadismus, Gefühlskälte und Perversionen konnte man nicht befehlen, die brachten große Teile der Truppe mit. Aber die Gelegenheit, diese Triebpotentiale auszuagieren, die stellten die Befehle der Kommandeure her." Der Militärhistoriker Rolf-Dieter Müller vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt schrieb dazu: „Jahre differenzierter Historiographie wurden durch den öffentlichen Eindruck der Aussteller zunichte gemacht.." Schließlich erwiesen sich zu viele Fotos als verfälscht, alle aufgeführten Massenmordaktionen einzelner Truppenteile als Fälschungen und Aussagen von namentlich genannten deutschen Kriegsgefangenen als erpreßt, erfoltert oder gefälscht. Die Ausstellung wurde schließlich abrupt von Reemtsma geschlossen und ihre Autoren entlassen.



Mohrenwäsche durch befangene Gutachter in Jahr 2000

Reemtsma beauftragte mit der Überprüfung seiner Ausstellung acht Gutachter, von denen sechs organisatorisch in ihr involviert waren. Der im November 2000 vorgelegte Bericht von 97 Seiten verursachte allgemeines Erstaunen über den Persilschein durch die Feststellung: „Die Ausstellung enthält jedoch keine Fälschungen" und durch die Bestätigung der „Intensität und Seriosität der von den Ausstellungsautoren geleisteten Quellenarbeit". Kein klärendes Wort zu den Textfälschungen wie dem „Heidenreich-Tagebuch", den Berichten über angebliche Mordaktionen und zur verletzten Würde der Soldaten, vor allem der mit Namen genannten und mit erlogenen Verbrechen belasteten Kriegsgefangenen.

Auch Reemtsma, wohl dankbar für diesen Freispruch, fand kein Wort der Einsicht oder Reue. Entschuldigt hat er sich auch nicht bei dem damals noch lebenden ehemaligen Unteroffizier Alfred Kerst, dem in der Ausstellung zum Beweis entsetzlicher Verbrechen der Wehrmacht die infame Aussage angedichtet wurde, ein Offizier habe den Befehl gegeben, mehrere tausend jüdische Einwohner von Borissow zu „beseitigen".

Vorgetäuschte Wissenschaftlichkeit in zweiter Ausstellung 2001-2004

Schon das fast unveränderte Titelthema „Verbrechen der Wehrmacht" und die Behauptung Reemtsmas, die Ausstellung solle „zeigen, wie weit verbreitet die freudige und freiwillige Beteiligung am Massenmord“ war, belegen, daß auch die angeblich wissenschaftliche Neukonzeption dieselbe Botschaft wie die erste schlampig gemachte Ausstellung verbreitet. Um alle Zweifel auszuschließen, bekräftigen die neuen Autoren diesen Anspruch mit der unverfrorenen Feststellung, die erste Ausstellung hätte keine Fälschungen und Manipulationen enthalten. Die mit enormem Aufwand hergestellte zweite Ausstellung hat keineswegs „zu einer ernsthaften wissenschaftlichen Erforschung zurückgefunden". Sie ist vielmehr das hervorragende Beispiel für selektive Geschichtsschreibung. Auf vielen Seiten des eigenen Textes und mit Exponaten wird alles denunziatorisch suggeriert und wenig direkt behauptet, um letztlich ein pauschales Urteil über die deutsche Armee fällen zu können und damit publikumswirksam ein breites und insbesondere junges Publikum zu erreichen. Diesmal sind Fehler, falsche Aussagen und geschickte Unterstellungen allerdings schwerer zu erkennen.

Einführung

- Kapitel, Katalogseiten, Titel oder Thema,

- eingerückt kursiv: Aussagen der Aussteller oder ihrer Exponate,

- Fragen, kritische Anmerkungen und Richtigstellungen,

- Quellen und Literatur als Beleg für Aussagen der Autoren der Broschüre.

Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland garantiert jedem Bürger die Meinungsfreiheit, auch dann, wenn seine Auffassungen falsch oder irreführend sind. Die Meinungsfreiheit findet ihre Grenzen, wenn die Wahrheit entstellt, falsche Tatsachenbehauptungen verbreitet oder die Menschenwürde verletzt werden. Das war der Anlass, diese Broschüre zu veröffentlichen. Die Besucher der Ausstellung und ihrer Begleitveranstaltungen sowie alle Interessierten können so die Aussagen der Ausstellungsautoren und die ihrer Kritiker vergleichen und sich ihr eigenes Urteil bilden.

http://swg-hamburg.de/Geschichtspolitik/Verbrechen_der_Wehrmacht/verbrechen_der_wehrmacht.html

waldi44


27.5.04 22:44:52
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Du beginnst zu langweilen!
Pass auf, dass Du nicht in den Verdacht des "Spamens" kommst. "Deine" Beiträge können wir uns selber kopieren - das ist nicht Sinn dieses Forums. Wir wollen Meinungen austauschen und diskutieren und nicht mit irgendwelchen Uraltstatemants vollgemüllt werden!

Im Übrigen erreichst Du immer mehr das Gegenteil von dem, was Du hier erreichen willst- glaub es oder lass es sein!

T34


1.6.04 16:58:31
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Gepostet von Revisionist
Generalisierung, Fälschungen, Rufmord: Erste Ausstellung 1995-1999

***Versuchen Sie nicht nur eine (relativ) oberflaechliche Ausstellung in Anspruch zu nehmen.

The Real Blaze


1.6.04 17:08:18
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Wer weiß,daß Reemtsma ein wirrer politischer Freak ist,kann sich diese verlogene Besudelungshow sparen.Verbrechen gab es in der Wehrmacht das bestreitet doch niemand.Vergleicht das aber mal mit dem Ausland,etwa das die französische Armee wegen ihrer Verbrechen in den Kolonien mit solch einer Wanderausstellung denunziert wird!
So was ist nur hier möglich,im einem Land mit Bürgern,die überwiegend ein gestörtes Nationalbewußtsein haben.

The Real Blaze

Leutnant


1.6.04 17:11:33
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Ich habe mir die Ausstellung in Hamburg zusammen mit zwei Geschichtsprofessoren angeschaut und wir sind einstimmig zur Erkenntnis gekommen, dass die Ausstellung schlecht ist. Dies ist aber nicht die Folge falschen oder gefälschten Materials, sondern das Urteil beruht auf dem schlechten Ausstellungskonzept...Fotos nur vereinzelt und zu klein dargestellt, riesige Wände voll kleinster Schrift, ein Austellungsführer der nicht genau weiss was er erzählt (falsche Dienstgrade, Dienststellungen, etc.). Außerdem kommt hinzu, dass keinerlei neue Fakten präsentiert werden konnten - die aufgezeigten Verbrechen sind seit mehr als 40 Jahren bekannt und in der Wissenschaft bestätigt.
Bedenkt man, dass die Austellung vor allem für Schulklassen ohne Vorwissen gedacht ist, so kann ich nur sagen: Liebe Lehrer präsentiert euren Schülern lieber ein entsprechendes Buch zum Thema!
Mein Fazit deshalb - nicht sehenswert!

Leutnant


1.6.04 17:12:04
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Ich habe mir die Ausstellung in Hamburg zusammen mit zwei Geschichtsprofessoren angeschaut und wir sind einstimmig zur Erkenntnis gekommen, dass die Ausstellung schlecht ist. Dies ist aber nicht die Folge falschen oder gefälschten Materials, sondern das Urteil beruht auf dem schlechten Ausstellungskonzept...Fotos nur vereinzelt und zu klein dargestellt, riesige Wände voll kleinster Schrift, ein Austellungsführer der nicht genau weiss was er erzählt (falsche Dienstgrade, Dienststellungen, etc.). Außerdem kommt hinzu, dass keinerlei neue Fakten präsentiert werden konnten - die aufgezeigten Verbrechen sind seit mehr als 40 Jahren bekannt und in der Wissenschaft bestätigt.
Bedenkt man, dass die Austellung vor allem für Schulklassen ohne Vorwissen gedacht ist, so kann ich nur sagen: Liebe Lehrer präsentiert euren Schülern lieber ein entsprechendes Buch zum Thema!
Mein Fazit deshalb - nicht sehenswert!

Hoover


1.6.04 17:31:01
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Ja, ich war "damals" mit dem Uffz-Korps in Hamburg. Mich hat die Ausstellung auch nicht umgehauen und nichts Neues gezeigt.

Die Wehrmacht war an Kriegsverbrechen beteiligt, das wurde auch noch nie von kritischen Historikern bestritten.

Rheingold


7.6.04 20:37:05
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Die Macher der "Wehrmachtsausstellung" glauben offenbar, unbedingt gegen einen verbreiteten Mythos ankämpfen zu müssen. Das "rechtsradikale" Ansichten noch heute in der Öffentlichkeit bestimmend seien, kann lediglich auf sich hartnäckig haltende Verschwörungstheorien zurückgeführt werden, die dem Arsenal politischer Aggitation der 1970er Jahre entspringen. Implizit spricht die Ausstellung ja die Mehrzahl "der Deutschen" für schuldig, obwohl kein Zweifel unter Historikern besteht, daß nur eine äußerst geringe Anzahl an Verbrechen direkt beteiligt gewesen ist, selbst höchste Generäle ihr Wissen lediglich aus "Gerüchten" gewannen.

Auf diese Weise soll anscheinend der Mythos der "Schuldigen Deutschen" aufrechterhalten werden, da sonst der "Gründungsmytos" der 68er-Bewegung in Frage gestellt werden würde. Diese erbärmliche und nicht lehrreiche Bewertung der eigenen Vergangenheit scheint sich trotz spürbaren Protestes weiter fortzusetzen.

Rheingold
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