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Drogen für Soldaten!?

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AutorBeitrag

Datcheffe


15.6.04 05:48:36
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Ich lese zur Zeit das Buch IM AUGE DES JÄGERS. Dort wird u.a. knallhart das Überleben der Soldaten an der Ostfront ab 1943 beschrieben. Dieses Buch beschreibt völlig unverblümt , was die armen Schweine ertragen mußten. Viele beschriebene Stellen sind auch dann noch bebildert, so das man davon ausgehen kann, das es wohl realistisch ist.

Nun meine Frage. Es wird auch von Pillen mit dem Namen PERVITIN geschrieben. So, wie sich das dort liest , gab man diese Tabletten an die Soldaten aus, um teilweise in einen Rauschzustand zu verfallen und das Ganze *gelassender* hinnehmen zu können.U.a. sollten sie enthemmende Wirkungen gehabt haben .

Weiß jemand , ob das wirklich stimmt , das Soldaten *high* gemacht wurden!?

Quintus


15.6.04 06:44:58
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Deichgraf


15.6.04 07:20:47
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Es stimmt. In mehreren Biographien einfacher Soldaten der Wehrmacht und der SS wird die Verabreichung von solchen Pillen erwähnt. Primär dienten sie aber nicht dazu, die Soldaten "high" zu machen, sondern sie wesentlich länger wach zu halten. Auch die alliierten Soldaten die am D-Day die Küsten Frankreichs erstürmten bekamen vorher Pillen um das Schlafbedürfnis hinauszuzögern da die Angriffshandlungen zur Sicherung des Landekopfes z.T. die Nacht und den folgenden Tag anhielten.
Das Problem solcher Pillen war allerdings, daß sie die Hemmschwelle der Soldaten senkten.

Grüße

Jürgen

Datcheffe


15.6.04 07:25:54
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Das Problem solcher Pillen war allerdings, daß sie die Hemmschwelle der Soldaten senkten.


Nun ja , vielleicht für das spätere Gewissen des Einzelnen.
Ich denke , denen , die es verabreicht bzw. angeordnet haben , war DAS bestimmt garnet so unrecht.

[ Editiert von Datcheffe am: 15.06.2004 7:26 ]

Balsi


15.6.04 07:31:58
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~Rainer


15.6.04 11:24:03
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Hallo,
in der Bundeswehr gab es das bei uns die gelben Pillen auch zu bestimmten Anlässen.
Gruss
Rainer

Richtschuetze


15.6.04 13:09:33
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Mein Vater und mein Onkel erzählten immer was von Schoka Cola!!(ich meine da wäre sehr viel Koffein drin)
Aber ob man da direkt von Drogen sprechen kann??

Gruss

P.S Hat einer genaue Information über diese Schoka Cola!?
Gibt es sie noch?wie schaut die aus?wie schmeckt die usw??

Taude


15.6.04 13:19:44
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Hier kannste die bestellen!


http://www.schokakola.de/index_statisch.html

Grüße

Richtschuetze


15.6.04 13:32:15
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@Taude die gibt es noch!Ich fasse es nicht!
Also ich werde mir das mit dem bestellen mal überlegen!!
Aber auf jedenfall erstmal Smiley mit Danke-Schild

Gruss

Taude


15.6.04 13:45:42
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Sag dann gleich bescheid wie sie schmecken wenn du sie hast! Und ob die wirklich so ne tolle Wirkung haben wie es in de Werbung steht.
Wenn ja, dann sind die auf jeden Fall ne tolle Alternative zu den Energy Drinks.

Übrigens: Bei Ebay wird gerade eine Originaldose aus dem zweiten Weltkrieg versteigert. Leider leer, aber das Flair stimmt dann sicher, hehe!
:D

Grüße

Axel43


15.6.04 16:08:22
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Es handelt sich hier im Wachhaltemittel, um es den Soldaten bzw den Piloten moeglich zu machen, weiter zu kaempfen auch wenn sie schon durch Schlaf- und Nahrungsmangel und dem allgemeinen Stress total fertig waren.

Popski


15.6.04 16:25:54
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Gepostet von Axel43
Es handelt sich hier im Wachhaltemittel, um es den Soldaten bzw den Piloten moeglich zu machen, weiter zu kaempfen auch wenn sie schon durch Schlaf- und Nahrungsmangel und dem allgemeinen Stress total fertig waren.

Genau, einfach gesagt. Andere nehmen ihr Käffchen, andere einen Tee (3 Minuten), wieder andere ihre Zigarette.

Grüße

waldi44


15.6.04 20:19:21
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Neulich kam was über den Irakkrieg. Da wurde ganz offen darüber gesprochen, dass zB US Piloten irgendwelche Drogen erhielten, mit der Folge, dass ihr Wahrnehmungsbewustsein getrübt wurde(ja ja, auch im Jet) irgendwie war es eine Psychodroge. Führte schlussendlich dazu, dass ettliche Piloten die Truppen der Allianz beschossen, obwohl sie nachweislich die eigenen Leute erkannt haben mussten!
Naja und dann bleibt noch die Frage, wann hört das Genussmittel oder die Medizien auf, wann fängt die Droge an?

AK 74 ZF


15.6.04 20:42:02
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Hallo Männer,

Pervitin war ein ganz normales Aufputschmittel/Antischlafmittel -> sprich die Pervitintabletten wurden gegen Müdigkeit,um länger wach zu bleiben, eingenommen. Die Spinnerei mit "Droge" kommt eigentlich daher daß es zur Gruppe der Amphetamine gehört, welche heut zu Tage teilweise mißbräuchlich als Drogen vernascht werden. Sie gehörten ebenso zur Sonderausstattung/Einsatzverpflegung der Flieger und Fallschirmjäger wie Schoca-Cola-Schokolade.Ich vermute mal daß diese zur Zeit des II.WK mehr Koffeein enthielt wie heute.
Mir zumindest schmeckt sie sehr gut. Hab eigentlich fast immer eine Schachtel (die sieht genauso aus wie die olle Blechdose aus Opas Einsatzverpflegung) Schoca-Kola im Auto.
Ist ein schneller Energiespenderund hält auch etwas munter. (Zumindest hab ich das Gefühl).
Schmeckt mir zumindest besser als dieses eklig süße klebrige "Red Bull"- Gelumpe auf welches unsere "Kids" (amerikan. Slangausdrúck für Straßenkinder/Göhren)so abfahren.

AK 74 ZF


[ Editiert von AK 74 ZF am: 15.06.2004 20:43 ]

Axel43


15.6.04 23:28:19
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Waldi, jemand mit wirklich vermindertem Wahrnehmungsbewusstsein kann einen Duesenjaeger nicht landen.

Poorboy


16.6.04 00:11:25
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Alte Offiziersnummer:

Im US-Bürgerkrieg waren die Soldaten bei jedem Angriff völlig besoffen!!

Poorboy

Taude


16.6.04 04:21:52
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hey @ AK 74 ZF:

und wie schmeckt das Zeug jetzt? da es ja von stollwerck(?) kommt, vielleicht nach Karamel? Bestellst du die übers Internet oder haste da nen shop in der Nähe?

Grüße

Datcheffe


16.6.04 06:08:20
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Gepostet von Axel43
Es handelt sich hier im Wachhaltemittel, um es den Soldaten bzw den Piloten moeglich zu machen, weiter zu kaempfen auch wenn sie schon durch Schlaf- und Nahrungsmangel und dem allgemeinen Stress total fertig waren.



Nun wie sah es denn mit Zusatzstoffen aus???
Ich frage mich eigentlich schon immer , wie ein gesunder Menschenverstand mit all dem Gesehenden fertig wurde. Ich meine jetzt nicht etwa das Töten von Feinden, denke das kann man irgendwann wegstecken , aber vorallen zum Schluß als die Sowjets in den eroberten Gebieten ja teilweise völlig ausgeharkt sind.
Hiermit komme ich zur nächsten Frage, was haben die denn so geschmissen!? Nichts,kann auch nicht sein , den wie könnten z.B.24 Kerle ihren Dödel immer in die gleiche Frau halten und sie solange vergewaltigen bis sie fast tot ist und dann eine Pistole mit Leuchtkugeln zwischen ihre Beine halten und abdrücken.... und,und und ......na , ihr wißt schon , was ich sonst noch so meine.Kann man ja überall nachlesen.

Richtschuetze


16.6.04 06:36:50
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@Taude ich habe mir eine Packung(oder etwas mehr:D)bestellt!
Bin mal gespannt!!!


Gruss

P.S Für Redbull und diese neuen Sachen bin ich zu alt!

Quintus


16.6.04 07:30:39
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Gepostet von Poorboy
Im US-Bürgerkrieg waren die Soldaten bei jedem Angriff völlig besoffen!!

Und im Algerienkrieg (1864 - 1871) bekamen die französischen Soldaten Absinth, einen aus Branntwein plus Wermutkraut, Anis Zitronenmelisse und Fenchel destillierten Kräuterschnaps, pflichtgemäß in täglicher Ration. Man erhoffte sich durch die "bekiffende" Wirkung (ähnlich der von Cannabis) mehr Mut und Kampfesgeist.
Als die Soldaten nach Kriegsende heimkehrten, blieben sie bei ihrem Drink, der sogenannten "Grünen Fee".

So kam's, dass Absinth-Trinken im ausklingenden neunzehnten Jahrhundert in Frankreich bald zur allgemeinen Mode wurde.
Viele bekannte Persönlichkeiten der Geschichte erlagen dem Wahn dieses Getränks: Toulouse-Lautrec, Gauguin, Rimbaud, auch Picasso, Vincent van Gogh, oder der Dichter Charles Baudelaire, der später als mittelloser Alkoholiker in einem Armenhaus starb.

Der Schnaps verursachte Halluzinationen, Krampfanfälle, Magen-Darm-Probleme, Bewusstseinsstörungen, Nierenversagen (bei massiven Gebrauch).
Van Gogh, am Ende total verarmt, schnitt sich aufgepeitscht vom Absinth zunächst ein Ohr ab und gab es einer Prostituierten zur Aufbewahrung. Kurz darauf, am 27. Juli 1890, schoss er auf sich - zwei Tage später starb er, gerade 37 Jahre alt...

Poorboy


16.6.04 20:53:57
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Da sage noch einer; Krieg ist nicht gefährlich!

Poorboy

AK 74 ZF


16.6.04 21:23:07
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Kurz zur Frage Scho-Ka-Kola.
Schmeckt wie gute Bitterschokolade mit ein klein bissel Kaffeegeschmack. Also mir schmeckt sie.

Übrigens war die Geflogenheit vor Angriffen/schweren Gefechten Schnaps auszugeben bei allen Armeen verbreitet.
Gerade zum Kriegsende hin waren viele Soldaten seelisch so fertig daß sie ohne Schnaps kaum noch zum Angriff angetreten wären.
Und wer hier das hohe Lied des edlen "Deutschen Soldaten" versus den "russischen Horden" pflegt dem mal zwei Aussagen meines Großvaters (Fallschirmjäger vom ersten bis zum letzten Kriegstag).

- "Vor Angriffen haben wir uns ein halbes Kochgeschirr Schnaps reingezogen, dann war dir alles egal und los gings!

- "Die Iwans waren teilweise so besoffen daß sie beim Angriff torkelten."

Sicher waren die Soldaten (egal welcher Seite) nicht ständig betrunken, und unter normalen Umständen gab es vor Einsätzen auch keinen Alk. Aber was war schon normal ???
Zumindest Männer welche längere Zeit im Kampfeinsatz standen (damit meine ich richtigen Kampf an der HKL !) stumpften mit der Zeit ab und betäubten sich häufig mit Alkohol. Dies war wohl auch damals so ziemlich die einzige an der Front frei erhältliche "Droge". Dazu kommt noch daß der Alkohol zumindest gesellschaftlich aktzeptiert war, bzw. in Männergesellschaften das Saufen ein ziemliches Ritual darstellt.

Ob nun bei der Wehrmacht, NVA oder BuWe oder Bauarbeitern (Montagearbeitern) -> Alkoholgenuß hart am Mißbrauch !!!

Der Unterschied hier -> beim Thema Krieg -> ist doch nur das der Alkohol in diesem Falle zwecks Enthemmung oder aber als Mittel zur Verdrängung benutzt wurde.

AK 74 ZF

P.S. Im Film "Das Boot" wird gleichzum Anfang ziemlich gut dargestellt wie es mit dem Alk aussah. Übrigens ein absolut realistischer Film, welcher auch zeigt welche seelischen Belastungen (bis hin zur permanenten Todesangst) die Soldaten ertragen mußten.

[ Editiert von AK 74 ZF am: 16.06.2004 21:27 ]

waldi44


17.6.04 00:51:45
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Dann stellt sich in dem einen oder anderen Fall auch die Frage, inwieweit waren die Soldaten für ihre Taten verantwortlich?
Vollgedröhnt(mit Alkohol oder Drogen) taten sie vielleicht Dinge, deren sie sich im nüchternen Zustand geschämt hätten....

~Rainer


17.6.04 01:17:22
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Hallo,
@Waldi: das kann durchaus so sein, habe einmal erlebt wie Kameraden abends die kleinen gelben einschütteten und dann nicht mehr zur Ruhe zu bringen waren.
Nur im Frieden mit Alk durch die Gegend springen ist auch so eine Sache. Rum mit Tee gab es bei uns erst ab so - 15 und weniger, und wenn die Feuerwache im Biwak in Baumhütten zuviel Tee trank pennte sie ein und wir froren ganz furchtbar.
Gruss
Rainer

Axel43


17.6.04 02:45:20
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Waldi hat gewiss in vieler Hinsicht recht; dazu kommt natuerlich noch der Affekt/Blutrausch. Krieg ist ein unnormaler Zustand, und die Menschen benehmen sich dementsprechend.
Auch muss man im Zusammenhang bedenken, dass die Durchschnittsqualitaet der Soldaten am Ende des Krieges wohl bedeutend niedriger war als in den ersten Kriegsjahren.

Rollo der Wikinger


20.6.04 04:45:28
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Servus Kameraden!:)
Das Pervitin war demnach nicht nur ein harmloser Aufputscher,sondern eine knallharte Psycho-Droge,die man nicht mit Alkohol oder irgendwelchen Kreislaufpushern (RedBull...) vergleichen kann!
Die Wirkung und Anwendbarkeit von Amphetaminen/ Metamphetaminen,sollte man sich am Besten vorher überlegen,
da man sich auch mit kleinen Dosierungen,locker 2-3 Tage
wachhalten kann!
Soll übrigens schon Ernst Udet, zum `Fliegen` gebracht haben.:D

Gruss Rollo

AK 74 ZF


20.6.04 17:46:53
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Hi Rollo,

das Pervitin wurde in der Regel als Aufputschmittel zum Wachhalten und nicht als "Droge" bzw. zum "Aufputschen" wie es heute viele verstehen genutzt. Es hatte eindeutig die Aufgabe wach zu halten um die Gefechtsaufgabe zu erfüllen.

Mit unserem in Germanisch-Wikinger-Zeiten verwendeten Fliegenpilz-Sud also nicht vergleichbar.

Nun unsere Juged heute hat da mehr Erfahrung als ich oller Knacker. Die hauen sich in der Disse die blauen Pillen rein (nee nich Viagra-> würd ich ja noch verstehen)und sind Montag früh so zugebimmelt, daß sie zu Krank zum arbeiten sind.Oder man braut sich mal ganz schnell einen Trompetenblumen-Stechapfel-Bilsenkraut-Tee und muß dann mit dem Rettungshubi auf Krankenkassenkosten ins Krankenhaus geflogen werden.Smiley mit dagegen-Schild

Na dann lieber ein Hoch auf die ollen Wikinger, welche mittels Hallizinogenen aus Fliegenpilzen zum Berserker mutierten.(Hoffe hab jetz nicht wieder einige "Kiddies" auf Ideen gebracht und bin Schuld und Regreßpflichtig für demnächst auftretende Pilzvergiftungen).

AK 74 ZF

[ Editiert von AK 74 ZF am: 20.06.2004 17:48 ]

Rollo der Wikinger


24.6.04 05:27:27
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...wir saufen den Met,bis keiner mehr steht....!:D

seilspringender Smiley

Richtschuetze


16.7.04 13:10:40
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Habe noch was interressantes gefunden zum Thema,in dem Buch "Westfront 1944"von Helmut Ringen erzählt der Autor von einem Zwischenfall wonach kanadische Truppen(sowie andere alliierte Einheiten auch)das Mittel "Benzies" einnahmen um länger Wach/Leistungsfähiger bleiben zu können.
Diese Mittel hatte aber den Nachteil das wohl auch die Hemschwelle schneller überschritten wurde.
So ist es vorgekommen das der Kommandeur der III Abteilung (der 21 Panzerdivision?) Oberst Luxenburger von kanadischen Truppen überrascht und niedergeschlagen wurde.Danach ist er als Kugelfang an einen Panzerspähwagen festgebunden worden!
Dieser Spähwagen ist von einer Pak II/SS-Panzergrenadierregiment 26 abgeschossen worden!(diese haben auch den Vorfall bestätigt,sowie der Adjudant Oberst Luxemburger Major Zeisler!)

Jetzt Frage ich mich nur wie oft sowas noch vorgekommen ist auf Alliierter Seite,von deutscher Seite hört man so was ja immer wieder.
Wichtig wäre es auch zu wissen ob man dieses Mittel oder ein anderes für solche Verbrechen verantwortlich machen kann!

Gruss

Popski


16.7.04 16:29:00
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Richtschuetze schrieb u.a.:

... Buch "Westfront 1944"von Helmut Ringen ... vorgekommen das der Kommandeur ... Oberst Luxenburger von kanadischen Truppen überrascht und niedergeschlagen wurde. Danach ist er als Kugelfang an einen Panzerspähwagen festgebunden worden! Dieser Spähwagen ist von einer Pak II/SS-Panzergrenadierregiment 26 abgeschossen worden!(diese haben auch den Vorfall bestätigt,sowie der Adjudant Oberst Luxemburger Major Zeisler!) Jetzt Frage ich mich nur wie oft sowas noch vorgekommen ist auf Alliierter Seite,von deutscher Seite hört man so was ja immer wieder.

„Sowas“ ist nicht (!) „noch (öfter) vorgekommen“, da es keine "hard facts" für den Vorfall gab oder gibt. Eher im Gegenteil:

1) Bei den angesprochenen Truppen handelte es sich nicht um „kanadische Truppen“, sondern um britische Truppen des „Inns of Court“ Regiments.Die Aufklärer 2 und 6a hatten unbemerkt die Linien der 12. Panzeraufklärungsabtl. überquert, hierbei überraschten sie Stabsmitglieder der 130. Panzerartillerieregiments der 130 Panzer-Lehr-Division.

2) Gefangengenommen wurden Oberst Luxenburger, Major Zeissler, Hauptmann Graf Clary-Aldringen und weitere drei Soldaten.

3) Graf Clary machte 1948 vor einem britischen Gericht die Aussage, die von Dir oben zitiert wird.

4) Die offiziellen Berichte des „Inns of Court“ Regiments beschreiben die Gefangennahme der drei Offiziere und drei weiterer Soldaten, berichten weiterhin von keinen Tötungen deutscher Soldaten, sondern den Verlust von vier eigenen Soldaten (u.a. Leutnant Yodaiken bzw. Wigram). Nun könnten man unterstellen die Briten schönen oder fälschen ihre Berichte. Nun wird es jedoch amüsant ...

5) In einer Geschichte der Panzer-Lehr-Division, publiziert im Jahr 1989 wird obiger Fall mit keinem Wort erwähnt.

6) Zeissler erhielt eine Auszeichnung durch die Wehrmacht drei Monate nach (!) seiner angeblichen, vorherigen Erschießung durch die Briten.

7) Das in 1995 in Frankreich veröffentlichte Buch “Album Historique of the Panzer Lehr Division,” hat sogar ein Photo vom angeblich zu diesem Zeitpunkt erschossenen Zeissler. Identifiziert als “Major”, aufgenommen drei Monate nach seinem “Tod”.

Grüße

Richtschuetze


19.7.04 10:23:19
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@Popski dieser Vorfall wird aber auch von Erich Kern beschrieben?(Verbrechen an der Wehrmacht)Hier liegen wohl Ausagen von Angehörigen der II/SS-Panzergrenadierregiment vor!

Helmut Ringen war selbst Angehöriger der Panzer-Lehr-Division!
Der Text lautet:

Ganz früh war der Kommandeur,Oberst Luxemburger.mit Major Zeisler(Kommandeur III.Abteilung)und zwei weiteren Offizieren den Panzergernadieren gefolgt,um Stellungsräume zu erkunden.Am Übersichtspunkt PT 102 bei Christot überraschte ein kanadischer Panzerspähtrupp auf der Rückfahrt zu seiner Truppe die Kommandeurgruppe.Der einarmige Oberst Luxenburger wurde niedergeschlagen und als Kugelfang auf einen Spähpanzer gebunden,den später eine Pak des II/SS-Panzergrenadierregiment 26 bei Putot Abschoß!

Nur Major Zeisler konnte unverletzt entfliehen und nachmittags die Führung der Artillerie der Panzerlehrdivision übernehmen.Die kanadischen Angreifer hatten zur Überwindung der Müdigkeit nach der Kanalüberquerung mit den anschließenden tagelangen Kampfhandlungen Wachhaltetabletten,Benzamine erhalten.Diese "Benzies" setzten ähnlich wie das deutsche "Previtin die körperlichen leistungsfähigkeit herauf,aber auch die Hemmschwellen herab!


Ich glaube wir haben aneinander Vorbei geredet!
Den Major Zeisler hat ja überlebt!Es ging um Oberst Luxemburger!

Desweitern ist dieses Buch von verschiedennen Ehemaligen Angehörigen der Panzer-Lehr-Division mitgestaltet worden!

Ich denke Du hast micht falsch verstanden!

Gruss

P.S das Buch der "Brand" ist da,fange Morgen an zu lesen!

Popski


19.7.04 11:56:09
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Gepostet von Richtschuetze

... dieser Vorfall wird aber auch von Erich Kern beschrieben? ... Ich denke Du hast micht falsch verstanden!

Kann schon sein, obwohl allein das von Dir erwähnte Zitat wirkt wie ein Musterbeispiel (wofür Du natürlich nichts kannst, Du zitierst ja lediglich) der typischen "Zitatinzucht" (Zitate werden ohne Ende unkritisch von Schreibern benützt, nur fehlt jede Quellenangabe einer Primärquelle etc. Keiner machte eine wirkliche Quellenrecherche und anschließende Bewertung). Es beginnt doch erneut schon damit, das es keine kanadische Aufklärungseinheit war. Sondern ein britische. Und wenn man angeblich auf so engen Kontakt mit den vermeintlichen Kanadieren war, dann wundert es schon. Denn Briten und Kanadier konnte man bereits auf ca. 10-15 Meter Entfernung erkennen (Uniform). Bei Fahrzeugen auf noch weiterer Entfernung.

Grüße

Viel "Spaß" beim Lesen vom "Brand".

ZensiertWeilZuBloed


17.8.04 15:37:00
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Also, wenn Pervitin ein Amphetamin ist wären manche Verbrechen und übertriebene Brutalität keine Überraschung.
Amphetaminpsychosen sind die Folge, besonders noch bei diesen Umständen.
Alle Amokläufer an der Columbine High waren z.B Ritalin Kinder.

Gut das es damals noch keine Dissoziativa Drogen gab.

Petronelli


23.8.04 14:36:48
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Ja, aber das passiert nur bei Überdosis!
Kann mir nicht vorstellen, dass jeder Soldat so ein 20Pillen-Röhrchen im Rucksack hatte!
Das ist kontraproduktiv! Mißbrauch kam sicher nur in Ausnahmefällen vor und war nicht von "Oben" so gesteuert!
Denn danach kriegt man einen Riesenkater mit allem was dazugehört!
Gruß
Peter

Hoth


23.8.04 20:22:26
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Gepostet von Richtschuetze
Jetzt Frage ich mich nur wie oft sowas noch vorgekommen ist auf Alliierter Seite,von deutscher Seite hört man so was ja immer wieder.
Gruss


Das würde mich ja mal brennend interessieren, wo man so etwas von deutscher Seite immer wieder hört!

ZensiertWeilZuBloed


23.8.04 20:29:04
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Also bei den AMis gab es so eine Pille... blaue 88 (blue88)
von den Soldaten so genannt wegen ihrer Wirkung (deutsches 88mm geschütz)



[ Editiert von ZensiertWeilZuBloed am: 23.08.2004 20:30 ]
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