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Wehrmacht und sexuelle Gewalt

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AutorBeitrag

Niwre


16.8.04 16:32:38
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Zum Thema Wehrmacht und sexuelle Gewalt ist jetzt ein neues Buch von Birgit Beck erschienen. 200 Faelle wertete die Historikerin (Uni Bern) dafuer aus...

Leider war der Text, der dieses Buch als weiterfuehrende Literatur empfahl nicht gerade brauchbar - eigentlich sogar schlecht.

Popski


16.8.04 21:59:12
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Eine Kritik dazu:

Sächsische Zeitung
Samstag, 14. August 2004

Vergewaltigungen im Krieg
Die Historikerin Brigitte Beck untersucht sexuelle Verbrechen der Wehrmacht
Von Wolfgang David

Als der selbst ernannte Führer Adolf Hitler mit den Worten, Kampf und Liebe gehörten zusammen, Militärbordellen seinen Segen erteilte, stand er zweifellos unter dem Einfluss der so genannten „Dampfkesseltheorie“: Wird der Sexualtrieb dauerhaft unterdrückt, räche er sich an der Wehrkraft; Geschlechts-krankheiten und homoerotische Beziehungen zersetzten angeblich die Armee. Begünstigte diese Einstellung das Einverständnis mit sexueller Gewalt gegenüber unterworfenen Zivilisten?

Die durch deutsche Wehrmachtssoldaten begangenen Vergewaltigungen zu schätzen, ist unmöglich. Selbst für „Friedenszeiten“ nimmt man eine Dunkelziffer von mindestens 95 Prozent an. Um wie viel höher mag sie liegen, wenn neben Scham noch die Furcht vor der fremden Macht zu überwinden ist? Feldpostbriefe an Angehörige sind aus naheliegenden Gründen keine ergiebige Quelle. Gerichtsunterlagen fielen oft dem Bombenkrieg zum Opfer. Soweit Akten existieren, sind sie selten deliktspezifisch archiviert.

Knapp 200 Fälle wertete die Historikerin Birgit Beck von der Universität Bern aus. Eine Zahl, die an-gesichts von rund anderthalb Millionen Wehrmachtgerichtsurteilen natürlich nicht repräsentativ ist. Das Material lässt indes erkennen, welchen Grundsätzen die Richter folgten. Priorität hatte das Ansehen der Wehrmacht; wer es schädigte, erschwerte ihr die Arbeit. Denn Übergriffe, von der Feindpropaganda ausgeschlachtet, verschafften den Partisanen Zulauf.

Das gilt mit Einschränkungen auch für die besetzte Sowjetunion. Zwar war dort der Verfolgungszwang in bezug auf Verbrechen gegen die Bevölkerung per Erlass außer Kraft gesetzt worden. Die Gerichte durften (und sollten) „geschlechtliche Hemmungslosigkeit“ aber ahnden, wenn sie das Erreichen des Kriegsziels gefährdete. Dies erklärt vielleicht, warum die Zahl einschlägiger Verfahren ab 1943 anstieg.

Gleichwohl wurde auch bagatellisiert. Auf Nachsicht (nicht Straflosigkeit) durfte hoffen, wer während der Tat sturzbetrunken war, die Nähe eines Bordells entbehren musste oder lange nicht auf Heimaturlaub gewesen war. Tüchtige Krieger schlagen zuweilen über die Stränge, war die Meinung. Keine Milde hatte zu erwarten, wer, zumal im Wiederholungsfall, mit „viehischer Rohheit“ vorging. Um der „Volksgemeinschaft“ eine spätere Auseinandersetzung mit diesem Tätertyp zu ersparen, wurden vereinzelt Todesurteile verhängt. Manche Richter hoben zusätzlich auf die weibliche „Geschlechtsehre“ ab. Ein Rechtsgut, das ihnen in unterschiedlichem Maße schutzwürdig erschien: hochgradig bei Italienerinnen, schwächer bei den „leichtlebigen“ Französinnen, kaum bei Russinnen.

Massenvergewaltigungen durch sowjetisches und japanisches Militär bei der Besetzung Deutschlands und Chinas werden oft als Mittel der Kriegsführung charakterisiert. Trifft das auch für die Übergriffe von Wehrmachtssoldaten zu? Die Amerikanerin Susan Brownmiller beispielsweise hält es für „nur zu logisch“, dass eine dem Herrenmenschen-Mythos verpflichtete Armee auch diese Waffe in ihrem Arsenal hatte. Becks Studie bestätigt das nicht. Zwar wurden Sexualverbrechen in „Feindesland“ längst nicht so konsequent verfolgt wie etwa Fahnenflucht oder Befehlsverweigerung, namentlich im Osten wohl sogar zunächst geduldet. Erwünscht scheinen sie im Hinblick auf die Schlagkraft der Truppe nicht gewesen zu sein.

Birgit Beck: Wehrmacht und sexuelle Gewalt. Verlag Ferdinand Schöningh, 370 Seiten, 39,90 Euro

Niwre


16.8.04 22:05:42
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Popski liest Sächsische Zeitung?!

Petronelli


17.8.04 07:51:38
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Hi Popski,
was meinst Du mit 95%???
gruß
Peter

Balsi


17.8.04 08:10:44
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habe dazu mal in der Divisionsgeschichte der leibstandarte was gefunden.. und zwar schwängerte ein Soldat 1942 (glaub ich) eine frz. Frau er weigerte sich das Kind anzunehmen und wurde dafür erschossen!!!.. Muss mal schauen wo ich das hab. Stand aber in der einschlägigen Literatur.. viell. hats auch ein anderer gelesen..

Petronelli


17.8.04 08:11:01
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Sorry, ja, habs gechecked! Du meinst dass 95% der Fälle nicht aufgeklärt werden!
Gab es bei der Wehrmacht eigentlich so ne Art Hängolin?
Wie man es bei der Bundeswehr angeblich verwendet?
Ich muss dazu sagen, dass alleine das Umfeld bei der BW und sicher auch bei anderen Armeen eher einen psychischen Effekt und zwar negativ auf den Geschlechtstrieb hatte!
So war meine Erfahrung!
Übrigens gab es auch schon im 1.WK Bordelle (auch fahrende)
Das ist nunmal menschlich! Einer der Haupttriebe'! Und wo viele Männer sind, wird viel verdient bei den Damen!
In fast allen Kriegen sind Huren mitgezogen das ist doch normal gewesen!
Soweit ich mal gelesen habe gab es wohl um die 2000 gerichtlich geahndete Vergewaltigunsfälle, die bekannt wurden, jetzt ohne die verlorenen Akten! Die Dunkelziffer liegt sicher wesentlich höher, da hast Du recht, leider!
Die Sache mit dem Vertuschen und untern Tisch fallen lassen haben die Amis auch gerne gemacht! Über die Sowjetischen Siegesfeiern braucht man nicht reden!
Tja, da muss man sich halt fragen: Was ist eine Armee??
Ein Haufen Männer....wer soll da kontrollieren? Wieder so ein unabwendbarer (ekliger) Nebeneffekt von Krieg und Not!
So schlimm es klingt, aber das gabs immer und wird es immer geben! Warum hat die gute Dame nicht ein Buch zur Untersuchung der Vergewaltigungen aller am zweiten Weltkrieg in Europa beteiligten Hauptakteure geschrieben
Je mit 3-5 Beispielen und einem Resumee der Verurteilungen und einem Vergleich der Reaktionen der jeweiligen Kriegsgerichte??
(Sorry, aber für mich passt so ein Dokument wieder eher in die Schublade Tendeziöser Geschichtsschreibung! Mit Vorsicht zu genießen! Aber das ist nur meine Meinung! Schad fürs Geld! Denn dass sowas vorkam, auch bei der Wehrmacht, sollte wohl jedem mit gesundem Menschenverstand klar sein)
Schaut Euch doch mal an, was im Irak los ist! Das ist Gegenwart! Und hat einer was dagegen gemacht? Obwohl man aus genug Kriegen Erfahrungen hat?
Gruß
Peter

Balsi


17.8.04 08:37:17
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ich sehe das ähnlich... bei 20 Millionen Wehrmachtssoldaten sind 200 Fälle ja nun garnichts.. und lässt auch nicht im geringsten ein Gesamturteil über die Soldaten zu. Wie man so "schön" sagt, die Armee ist ein Querschnitt der Bevölkerung.

Als wolle man versuchen mittels solcher Bücher ständig das Böse zu suchen und ggf. auch zu finden. Wenn das so stimmt.. dann ist die US-Armee heute bspw. eine Armee von Sadisten und Prüglern (siehe Irak). Das dies nicht der Fall ist dürfte hier jeder wissen. Ebenso wenig wie die Wehrmacht eine Armee von Vergewaltigern und Mördern war. Ich kann solche Bücher bald nicht mehr sehen:Schulter:

Popski


17.8.04 08:42:06
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Petronelli schrieb:

"Hi Popski, was meinst Du mit 95%???"

Petronelli, wenn Du das Posting erneut aufmerksam liest, dann wirst Du nicht nur die Bedeutung der Aussage "Selbst für „Friedenszeiten“ nimmt man eine Dunkelziffer von mindestens 95 Prozent an" erkennen (wie Du ja inzwischen bereits hast), sondern auch, daß der Text nicht von mit stammt, sondern deutlich die Quelle angibt:

Sächsische Zeitung, Samstag, 14. August 2004 ... Von Wolfgang David

Und:

" ... muss man sich halt fragen: Was ist eine Armee?? Ein Haufen Männer... "

Die Zeiten sind zunehmend in etlichen Armeen vorbei. Der Anteil an Frauen in den Armeen hat rasant zugenommen. Mit allen Konsequenzen.

An Niwre:

"Popski liest Sächsische Zeitung?!"

Gelegentlich, jedoch nur per Internet.

Grüße

[ Editiert von Popski am: 17.08.2004 8:42 ]

Petronelli


17.8.04 09:08:22
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Ja, sorry, sollte ja kein Vorwurf sein wegen der Textherkunft!
Aber wegen der Frauen beim Militär ist zu sagen, dass der Anteil ja noch eher gering ist und sicher die Frauenquote keine 40% erreichen wird! Das ist aber nur meine Meinung!
Und wie viele Frauenbattallione kämpfen denn wirklich an vorderster Ecke mit? Soweit ich weiß nicht so wirklich viele und der Kampfwert ist auch eher zweifelhaft, jedenfalls nach Aussagen von heutigen Militärs, die (vielleicht auch dagegen sind) solche Erfahrungen im Einsatz gemacht haben! (Auch in Zeitungen und Zeitschriften der BW und ausländischen Blättern mal gelesen! Aber auch in der DMZ, die zwar zweifelhaften Ruf hat, aber durchaus informativ ist!)
Und wenn die Folterungen in amerikanischen Gefangenenhäusern im Irak stimmen, können die Weiber ja kaum besser sein! Deutsche Soldaten berichten öfter vom Fanatismus der Russischen Frauen-Battallione! Ich persönlilch möchte nicht auf Frauen schießen müssen! Wenn diese Hemmschwelle mal überwunden wird, ist es sicher keine gute Richtung in der Emanzipation! Eher eine traurige Entwicklung! Mich befremdet auch der Trend zu Rambo-Weibern in der Computerspielbranche und im Film, was soll dass? Ich denke Frauen machen alles besser??? Für mich hat es eher den Eindruck dass sie die Fehler später machen! Also hinterherhinken in der Entwicklung!!!!
gruß
peter

Djehuti


17.8.04 15:04:39
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Hallo,

das erinnert mich gleich wieder an die Wehrmachtsausstellung. Die Legende von der "sauberen Wehrmacht" hat lange Zeit das öffentliche Geschichtsbild bestimmt. Der eigentliche Bruch dieser Wahrnehmung kam erst im Jahr 1995 - mit der ersten, kontrovers diskutierten Wehrmachtsausstellung.

<b>Ein Österreichmythos:</b>
Wenn wir einen Blick zurück werfen und die mediale Entwicklungsgeschichte der Wehrmachtsbilder in Österreich verfolgen, so fällt auf, dass die Wehrmachtslegende - das Bild von der "sauberen und anständigen Wehrmacht" - in den ersten Jahren nach Kriegsende noch nicht im medialen Diskurs verankert war.
Die unmittelbare Nachkriegszeit war von den zahlreichen Kriegsverbrecherprozessen - auch gegen Wehrmachtsangehörige -, der Kriegsgefangenenrückkehr und vom österreichischen Opfermythos als Rahmenerzählung geprägt.
Die österreichischen - und nur die österreichischen - Soldaten wurden in das österreichische Opferkollektiv integriert. Diese hätten "in fremde Uniformen gezwängt" für eine "fremde Armee" Dienst leisten müssen und wären der "deutschen Soldateska" unterworfen gewesen.
Mit den Jahren 1947/48, dem aufkommenden "Kalten Krieg" und dem Beginn der Staatsvertragsverhandlungen agierte die mediale Berichterstattung mehr und mehr im Zeichen diverser "Aufträge", auf deren Erfüllung es hinzuarbeiten galt: die Erlangung des Staatsvertrags, die Integration der "Heimkehrer", die Schaffung eines österreichischen Nationalbewusstseins sowie das Abweisen von Wiedergutmachungsforderungen.
Ein wesentliches Mittel zur Erfüllung dieser "Aufträge" war weiterhin die Verfechtung der Opferthese. Darüber hinaus kam es auch zur Überbetonung und Übertreibung des österreichischen Widerstandes und des österreichischen Anteils an der militärischen Niederlage und am Sturz des NS-Regimes.
Spätestens ab Mitte der fünfziger Jahre kristallisierte sich mit den Stalingraderzählungen jener Erinnerungsstrang heraus, der eine dominante Stellung in der medialen Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg einnehmen sollte.
Das Bild der leidenden, verratenen, unschuldigen Soldaten nahm eine tragende Funktion in der Konstruktion eines ganz bestimmten Wehrmachtsbildes ein - eines Wehrmachtsbildes, das die Soldaten nur in einer Rolle sah: als missbrauchte Opfer des Krieges.
Trotz erster Ansätze von Vergangenheitsdebatten ab Mitte der sechziger Jahre fand eine Diskussion über die Involvierung der Wehrmacht in NS-Verbrechen bis in die achtziger Jahre hinein nicht statt.
Der Wendepunkt war das Jahr 1985, als es im Zuge der Frischenschlager-Reder-Affäre erstmals in Teilen der Medien, allen voran dem "Kurier", zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Beteiligung der Wehrmacht an der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik kam.
Die Auseinandersetzung rund um den "Staatsempfang" für den Kriegsverbrecher Reder bereitete den Weg für die "große" vergangenheitspolitische Debatte, die im Jahr 1986 mit der Waldheim-Affäre (Altbundespräsident) entbrennen sollte.
Von wesentlicher Bedeutung im Rahmen der Vergangenheitsdebatte ab 1986 war die Thematisierung des von Waldheim verwendeten Begriffs der "Pflichterfüllung".
Mit der Frage der "Pflichterfüllung" ging es nun nicht mehr nur um eine Teil- oder Gesamteinschätzung der Wehrmacht und die Bestätigung oder Verleugnung deren Involvierung in den NS-Vernichtungskrieg, sondern um die konkrete Verantwortung der einzelnen Wehrmachtsangehörigen.
Die Debatte schwankte zwischen einer vergangenheitskritischen Position, wie sie etwa Gerhard Botz im "Kurier" vertrat, der darauf hinwies, dass die Kriege des Dritten Reiches Vernichtungskriege gewesen seien, die weit über das normale Kriegshandwerk und die bloße "Pflichterfüllung" hinausgegangen seien, und einer Sichtweise, wie sie Viktor Reimann in der "Kronen Zeitung" vertrat, der meinte, dass die Berufung auf die "soldatische Pflicht" gerechtfertigt und die Soldaten keinesfalls schuldig seien.
Das Thema "Wehrmacht und NS-Verbrechen" war ab Mitte der achtziger Jahre kein gefestigter Tabubereich mehr, die Fassade der "Unschuld" und "Anständigkeit" hatte bereits deutliche Risse bekommen.
Dennoch war das Bild von der "sauberen" Wehrmacht noch immer ein in der Öffentlichkeit dominantes, die Stalingraderzählungen nahmen auch noch in den neunziger Jahren breiten öffentlichen Raum ein. Die Geschichten von den Weltkriegsschlachten und den Werten des Soldatentums waren bis auf wenige Ausnahmen ungebrochen.
Der eigentliche und nachhaltige Bruch kam tatsächlich erst im Jahr 1995 mit der ersten Wehrmachtsausstellung, welche die Wahrnehmung der Wehrmacht in der Öffentlichkeit und den Umgang mit dem Wehrmachtsthema grundlegend veränderte.

Grüße

Niwre


17.8.04 16:43:26
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Hoth


17.8.04 19:27:51
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Ein Buch, auf das die Welt ganz sicher gewartet hat, zumal sich die Autorin ja augenscheinlich nur auf sehr wenig Fälle berufen kann, in einer dt. Armee, in der die Militärgerichtsbarkeit und deren auch notwendige Handhabung und Durchsetzung aus ethischen, soldatischen und moralischen Gründen und auch gerade im 2.WK vor allem in den Besatzungsgebieten aus polit. Gründen schon immer einen hohen Stellenwert hatte.

Die dt. Wehrmacht war mit Sicherheit einer der diszipliniertesten und saubersten Armeen der Welt, was solche oder andere Disziplinarmaßnahmen betraf.

Die Gegner der Wehrmacht mögen ja immer wieder Oradour o.ä. hervorholen, aber selbst in der Ausstellung der Herren Remtsma und Heer konnten weder Plünderungs-noch Vergewaltigungsorgien angeführt werden. Darüber hätten sich die Herren sicher zutiefst gefreut, aber ...

Also auf den Müll mit diesem Buch einer wahrscheinlich linken Feministin.



[ Editiert von Hoth am: 17.08.2004 19:32 ]

Petronelli


18.8.04 08:06:55
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Hi Djehuti,
das ist eine sehr interessante Zusammenfassung, hab ich so noch nicht gesehen, nur für mich irgendwie zu hoch, denn ich sehe den Zusammenhang mit dem Buch nur am Rande!
Desweiteren frage ich mich eigentlich immer wieder, warum nur die Deutsche Armee so kniebohrerisch beäugt und deren Taten immer schräg betrachtet werden! Machen dass andere Länder auch so? Ich glaube nein! Krieg ist Krieg und Schnaps ist Schnaps!
Ein Vernichtungskrieg waren auch die Kreuzzüge, der Dreißigjährige Krieg ebenso, das ging voll auf die Zivilisten, da blieb kein Auge trocken! Aber darüber diskutiert man eigentlich recht sachlich! Klar, es gibt keine Filmdokus und Fotos, oder Aussagen sog. Überlebender!
Aber Fakt bleibt, dass die Deutsche Militärjustiz bis zum Schluß sauhart mit den eigenen Leuten umsprang! Und es die anderen Beteiligten aus dem anderen Lager damit nicht so ernst meinten! Ich kenne keine Stories von Deutschen Jagdpiloten, die Bauern auf dem Feld vom Pflug geballert haben!(jedenfalls nicht aus dem 2.WKseilspringender Smiley) Oder einen Deutschen Hemingway, der seine Großwildjäger-Mentalität auf Deutsche Soldaten, auch wenn sie gefangen waren-übertragen hat, nur um sich ne neue Kerbe in den Colt zu schnitzen! Dieses Cowboy-Verhalten kannte man in Europa nicht! In keiner Armee!
Um zu einem objektiven Geschichtsbild zu kommen muss meiner Meinung nach verglichen werden dürfen! Und das hat die gute Dame einfach nicht getan!
Meiner Meinung nach schrieb sie diesen Buch nur, weil sie genau weiß, dass man mit so einer Art Buch im Moment gut bekannt wird und die Chancen groß sind damit Kohle zu machen!
Stimme Hoth voll zu!
Gruß
Peter
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