Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Der deutsche Soldat ist unbesiegbar und...

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AutorBeitrag

waldi44


25.2.03 17:53:32
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...allen seinen Gegnern haushoch überlegen!" So sprach Hitler über "seine" Soldaten in der Öffentlichkeit. Ob er selber daran glaubte, steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls handelte er oft so!
Wenn Deutsche über die Leistungen deutscher Soldaten im 2. Weltkrieg reden/schreiben, geraten sie leicht in den Verdacht unverbesserliche Militaristen zu sein oder gar, noch schlimmer, Nazis!
Unsere ehemaligen Gegner im 2. Weltkrieg sehen das viel unverkrampfter, unbefangener und wie man heute zu sagen pflegt: Lockerer!!
Es gibt sogar einen, der hat die Soldaten des 2. WK und auch anderer Kriege berechnet und kam dabei zu folgendem, sehr bemerkenswerten Ergebnis:
Der deutsche Soldat war während der ersten Hälfte des Krieges den alliierten Gegnern in der Qualität um 20 bis 30% überlegen.
Nach diesem "Kampfmodell" bedeutete das, dass ein deutscher Soldat 120 bis 130 amerikanische oder britische Soldaten ausschalten konnte.
An der Ostfront war die anfängliche Überlegenheit noch grösser und lag bei 130 bis 200%, also 100 deutsche Soldaten vernichteten 230 bis 300 Russen (das ist keine moralische oder ethnische Wertung!)!
Der US- Brigadegeneral S.L.A.Marshall beurteilte seine deutschen Gegner als:"...die besten Kämpfer des Zweiten Weltkrieges. Er stand der grössten Übermacht gegenüber, musste an den meisten Kriegsschauplätzen kämpfen und mit den meisten Handicaps fertig werden!"
Er hob folgendes als typisch deutsche Stärken hervor:
1. Die taktische und geistige Beweglichkeit.
2. Die bemerkenswerte Härte und Entschlossenheit, Angriffe auch gegen stärkste Abwehr durchzuschlagen. (Was sich wohl hauptsächlich auf die Einheiten der Waffen SS bezieht, ohne dabei die Leistungen der anderen Einheiten schmälern zu wollen - Anm. von mir)
3. Sein auffällig guter Blick für das Gelände und
4. Seine im allgemeinen sehr gute Führung auf Zug- bis Regimentsebene.
Als Schwäche hingegen glaubte Marshall eine mangelnde Ausbildung im Wald- und Nachtkampf erkannt zu haben!?
US- Panzergeneral Patton urteilte wie folgt:
"Der deutsche Soldat wer ein durchaus einmaliges Produkt einer ganz speziellen Ausbildung, Motivation und soldatischen
Haltung und Einstellung. Er ähnelte keinem seiner Gegner ...
Im Sieg hat er fast immer alle Möglichkeiten die sich ihm boten ausgenutzt..... In der Niederlage erwiess er sich mei-
stens als tapferer Mann!
......
Eines ist jedoch Sonnenklar: Die Qualität der deutschen Soldaten in den Jahren 1944/45 unterschied sich enorm von der in den Jahren 1940 bis 1943!
Es gab Spitzenverbände und richtige Nullen. Mit wem sie es zu tun hatten, merkten die amerikanischen Soldaten immer schon im ersten Gefecht!"
Quelle für Quintus ;): Sonderheft "Das III. Reich" - "Das Heer"
John Jahr Verlag
Anmerkung:
Wie kam es nun eigentlich zu diesem krassen Widerspruch: Die besten Soldaten währen des Zweiten Weltkrieges, aber nur bis 1944?
Sollte man nicht annehmen, je länger der Krieg dauerte, um so besser würden sie werden?
Sicher, es gab einen "natürlichen" Abgang durch Tod, Verwundung und Gefangenschaft, aber das allein erklärt diesen
Kampfkraftschwund nicht. Vielmehr wurde der "Grundstein" dafür schon viel früher gelegt und konsequent bis zum Kriegsende durchgezogen.
So weigerte sich Hitler 1943, dem dringenden Wunsch Guderians nachzukommen und die erfahrenen Panzerbesatzungen aus Tunesien zu evakuieren. Sie hatten sowieso keine Panzer mehr und wenn doch, dann keinen Sprit!
Statt in neuen Panzern an die Ostfront zu rollen, gingen sie in Gefangenschaft und immer neue unerfahrene Panzerbesatzungen stiegen in die neuen Tiger und Pather!
Nicht viel anders verhielt es sich beim Heer, wo immer weitere neue Divisionen aufgestellt wurden anstatt die alten mit ihtrem kampferfahrenen Kern auf volle stärke zu bringen.
So urteilte der US General Bradly nach der Ardennenschlacht:
"Die Deutschen haben aus ihrem Angriff nicht herausgeholt, was militärisch herauszuholen war.....Sie haben ihre Chancen nur zum Teil genützt!"
"Auf den besten Panzern der Welt fuhren die am schlechtesten ausgebildeten Panzersoldaten der Welt!" Urteilte nach dem Krieg ein ehemaliger Panzermann. Anm.- sicher meinte er 1944/45!

Axel43


25.2.03 18:12:52
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Ja, die Einschätzung der deutschen Soldaten allgemein ist bestimmt richtig. Darin inbegriffen die WaffenSS, die zumindest hier in den Staaten als in vieler Hinsicht musterhaft betrachtet wird.
Der Qualitätsverlust ab spät 43 gilt auch der Luftwaffe.
Zu den Ausbildungsproblemen bei Panzern und Flugzeugen kam dann auch noch det Mangel an Sprit. Weil man nicht genug fahren bzw fliegen konnte, mußte die Ausbildung gekürzt werden. Im Einsatz führte das selbe Problem zu schlechter Ausnützung der Geräte. Ein Soldat aber, der nicht mehr seiner Waffe trauen kann, wird ein vorsichtiger Soldat sein.
Als mein Vater im Mai 1945 die Ausrüstung der amerikanischen Truppen sah, hat es ihn einfach umgehauen...

ralph


25.2.03 18:41:32
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ich für meinen teil denke, daß die verschlechterung ab 1944 ganz einfach darauf zurrückzuführen ist, daß die moral in der truppe stetig sank, es ging an allen fronten nur noch rückwärts, die kampfkraft und vor allem der siegeswille war in den deutschen soldaten gebrochen. der kampfwille war zwar noch vorhanden, allerdings war dies purer selbsterhaltungstrieb und die gedanken lagen in der heimat und bei den familien, um noch das bißchen erde und das was man liebte zu verteidigen.
ich möchte behaupten, daß bereits 1943 den meisten landsern
klar war, daß nichts mehr zu gewinnen ist, armeen, divisionen, regimenter die nur noch auf dem papier existierten, mangelnde ausrüstung, verpflegung und munition, parolen wie "aushalten bis zur letzten patrone", wer einigermaßen realistisch war, wußte, daß es zu ende gehen würde.
für die zahlenmäßige und teilweise auch materielle unterlegenheit hat der deutsche landser großartiges geleistet, improvisationstalent und das "durchreichen" der kommandierenden war einzigartig in der geschichte.

Sukram


25.2.03 19:03:38
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Die "Verschlechterung" von deutschen Truppen ab '43 hing wahrscheinlich damit zusammen, dass a) immer mehr junge, unerfahrene Soldaten in den Krieg zogen, b) die Moral stetig sank, da die Soldaten an allen Fronten viele Niederlagen davontrugen, c) die Ausrüstung immer knapper wurde , d) der Sprit immer knapper wurde, e) die West - und Ostaliierten (schreibt man das so?) immer näher kamen, f) die Bombenangriffe auf deutsche Städte zunahmen, g) das Essen in Deutschland immer knapper wurde (zumindest gegen Ende des Krieges) und h) der BBC und andere Sender immer mehr Siegesmeldungen berichten konnten (in Deutschland war es, so viel ich weiß, zwar verboten, das zu hören, aber trotzdem taten es einige Leute, schätze ich mal ...) . Das wäre meine Ansicht dazu.

floschi2003


25.2.03 20:53:13
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Der Deutsche Soldat war und ist der beste der Welt!
nur macht die BW ihren Preussischen Vorfahren leider nicht soviel Ehre weil sie nicht Selbstständig ist, durch die hiesige Gesetzgebung.!!!

ralph


25.2.03 21:45:53
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hey flauschi, du willst mir nicht erzählen, daß die bundeswehr eine schlagkräftige truppe ist.
bis auf ein paar einheiten, wie z.b. die KSK, die Kampfschwimmer oder die Fallschirmjäger ist es doch ein müder haufen. ich glaube kaum das deutschland, nein, besser gesagt der deutsche mann heutzutage nochmal im stande wäre so etwas zu leisten wie es unsere großväter getan haben !!!

Svenson


26.2.03 01:03:10
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Eben @ralph. Bei uns brauchen die doch nur ab Freitag mittag einmarschieren und übers ganze Wochenende Deutschland einnehmen,das ist leicht. Die Kasernen werden von Securityunternehmen bewacht.
Was das kostet will ich gar nicht wissen. Einfach nur peinlich.
Ein Wunder das noch deutsche Soldaten für auslandseinsätze gebraucht werden.

Quintus


26.2.03 04:40:16
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Ich schließe mich hier mehr oder weniger der kurzen stichwortartigen Zusammenfassung von Sukram (siehe oben) an.
Zuzüglich lässt sich noch, was die Ostfront betrifft, sagen, dass die deutsche Wehrmacht nach Stalingrad hohe Verluste erlitt (eine Folge der Reformen der Roten Armee ab 1942/43), die sie nicht mehr ausgleichen konnte. Die Russen hingegen verfügten über unglaubliche Massen von Menschen, so brachten sie nach katastrophalen Verlusten immer wieder neue frische Einheiten an die Front.
Diesem Potenzial konnte die abgekämpfte Wehrmacht, der die allergrößten Anstrengungen und Strapazen an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit abverlangt wurde, nicht mehr standhalten. Nicht umsonst sprach man - und spricht noch heute - vom 'ausbluten der Wehrmacht'.
Das trifft allerdings nicht auf die Westfront zu! Allein die für die Alliierten völlig überraschende Ardennenoffensive zeigt, dass da noch schlagkräftiges Potenzial vorhanden war. Allerdings brach die Offensive nicht zuletzt an Material- und vorallem Spritmangel zusammen.

Balsi


26.2.03 08:32:53
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das man aber 42/43 einen hohen Ausbildungsstand erreichen konnte zeigt aber die 12. SS-Div. Hitlerjugend laut Panzermayers Buch, wandte man dort neue Ausbildungsvorschriften an... letztlich zeigte die Division ja dann später aussergewöhnliches...und lehrte den alliierten Gegeners das Fürchten... die Frage ist halt inwieweit das propagandistische auf die Jungen Männer gewirkt hat...

waldi44


26.2.03 09:46:42
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Gepostet von Svenson
Eben @ralph. Bei uns brauchen die doch nur ab Freitag mittag einmarschieren und übers ganze Wochenende Deutschland einnehmen,das ist leicht. Die Kasernen werden von Securityunternehmen bewacht.
Was das kostet will ich gar nicht wissen. Einfach nur peinlich.
Ein Wunder das noch deutsche Soldaten für auslandseinsätze gebraucht werden.

Als ich rüber kam und sah, dass sich bis an die Zähne bewaffnete Soldaten von Zivilisten bewachen liessen, brach für mich eine Welt zusammen!
Wo sonst noch werden Soldaten und militärische Einrichtungen von Zivilisten bewacht und die Soldaten schaukeln sich daheim die Eier!
Dagegen waren die Soldaten der NVA ja richtig harte Kerle ;)!

ralph


26.2.03 10:56:38
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hmm, also ich war durch die bundeswehrzeit schon in einigen standorten und kasernen, muss aber sagen, daß ich zumindest bei diesen, keine security leute gesehen habe.
da hat das die bundeswehr alles noch selber gemacht, vielleicht liegt das an den bundesländern, bzw. wehrbereichskommandos, also in bayern und baden-württemberg hab ichs noch nicht erlebt !

~Rainer


26.2.03 21:25:43
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Hallo Ralph,
die LL/LTS wurde schon Anfang der 70er Jahre von der Lach-und Schiessgesellschaft bewacht. Ich habe da 1972 an einem Springen mit einem Bekannten teilgenommen, Einfahrt in die Schule mit einem seit 5(in Worten "fünf") Jahren abgelaufenen Urlaubsschein. Und in Ulm kenne ich eine kaserne, da schloss der letzte am freitagabend ab, und am Monntagmorgen schloss er wieder auf. Von Zeit zu azeit kam am Wochenende jemansd von einem Sicherheitsunternehmen und überprüfte ob das Tor noch zu war. Militärische Wache ist nicht unfehlbar, siehe Lebach und an zahlreichen anderen Standorten.
Gruss
Rainer

ralph


26.2.03 21:44:39
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hmm, in ulm war ich auf SAN 1 lehrgang, wilhelmsburgkaserne.
da gabs militärische wachen :) allerdings gibt es ja in ulm und um ulm herum mindestens 5 kasernen

~Rainer


26.2.03 22:02:07
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Hallo,
die Überlegenheit ergab sich durch eine konsequente fordernde Ausbildung. In der Reichswehr konnte fast jeder Gefreite mindestens eine Gruppe, wenn nicht einen Zug führen. Die Führerausbildung, auch in der Wehrmacht, war so angelegt, dass man auch die nächst höhere Ebene führen konnte, also konnte ein KpChef auch ohne Probleme ein Btl führen usw.. Im Verlauf des Krieges wurde die Ausbildungsdauer immer weiter gekürzt und das machte sich auch bemerkbar. Ausserdem hatten die Deutschen die dumme Unsitte, wenn es irgendwo brannte, z. B. in Nordafrika einen kompletten Unteroffiziersllehrgang als Feuerwehr bei irgendeinem feindlichen Einbruch zu benutzen. da wurden dann die besten Mannschaften sinnlos verheizt, an Stelle sie als Unteroffiziere und Gruppenführer einzusetzen, wo ihre Erfahrungen besser genutzt hätten werden können.
Ein weiterer Gesichtspunkt war das starre Festhalten am besetzten Gelânde, was sich nach meiner Meinung am besten in den Führerbefehlen zu Festungen äusserte. Da gingen dann(z. B. Witebsk 1944), teilweise zwar ausgebrannte Divisionen unter, die man aber wieder hätte auffrischen und zu einem schlagkräftigen Verband aufbauen können. Was auch noch wichtig war, Deutschland fehlte ganz einfach das Menschenmaterial, denn eine Armee, die sogar reine Magenkrankenbatallione hatte, war schon ziemlich arm dran. Es gab noch mehr dieser Krankenbatallione(Gehörlosen- etc.) Es wurde sogar daran gedacht Geschlechtskranke in einer Division(Tripperdivision) zusammen zu fassen, aber das wurde fallengelassen. Man befürchtete einen zu schlechten Einfluss auf die Volksmoral.
Nach meinem Wissen gab es ab der Ardennenoffensive keine Division mehr, die ihre Sollstärke hatte. Bei dieser Offensive gab es noch Divisionen(Waffen-SS), die bei Panzern sogar über Soll lagen(mit im Zulauf befindlichen fahrzeugen, aber es gibt keine Unterlagen wie viele tatsâchlich noch in den Ardennen ankamen.
Gruss
Rainer

waldi44


26.2.03 22:05:43
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Eben, statt besser, erfahrener und somit schlagkräftiger, trat genau das Gegenteil ein! Klar, viel bedingt durch den "natürlichen" Schwund des Krieges, aber wie Du es auch erkannt hast, durch sinnloses verheizen!!

Indy


27.2.03 15:55:27
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Im April ´45 gab es in Italien noch mehrere Div. mit über 19000 Mann....

Axel43


27.2.03 16:34:22
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Die Unteroffiziere sind wohl allgemein das Rückrad einer jeden Armee, und gerade hier waren die Deutschen sehr stark.
Apropos Italien: denkt mal an Norwegen und was dort alles noch an Truppen lagen, wie verankert. Mein Patenonkel ließ sich, aus Langeweilse, Ende 44 von dort nach Deutschland versetzen, wo er dann im Frühjahr 45 am Rhein gefallen ist.

Leutnant


27.2.03 16:50:09
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Meine Herren,
das Gefluche über die Bundeswehr kann man sich ja nicht mehr anhören. Glaubt ihr im Ernst es liegt an der Truppe, wenn vor dem Tor die Security marschiert - ganz sicher nicht! Viele Kommandeure und Standortälteste hätten gerne ihre militärischen Wachen zurück, aber es kostet den Staat (angeblich) zuviel. Mir hat man das wie folgt erklärt, ein Soldat bekommt für die Zeit der Wache mehr Geld (DZA/DZUZ) und fällt zudem am nächsten Tag komplett aus (Anspruch auf Ruhe), d.h. in einigen Standorten würde qualifiziertes Personal fehlen(z.B. Heeresflieger). Man sieht also die gesetzlichen Randbedingungen sind meist schuld an der Miesere.

Balsi


27.2.03 17:08:07
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ok der Aspekt Geld spielt leider eine entscheidende Rolle am Ganzen.. und auch ich sags mal zusammengefasst die Würde des Menschen... vielleicht liegts aber auch daran (ich gehe mal von mir persönlich aus) das ich zum beispiel in einer Einheit war die man im Grunde garnicht braucht (zumindest nach der Grundausbildung zu gehen).
Die Grundausbildung (ich war ja T7 und hatte nur ne Einführung..:_)..aber sonst bin ich ein super fitter Kerl..hehe) war ja noch ganz ansprechend (im Nachhinein).. aber der Rest war für mich nun wirklich für die Tonne... obwohl ich meine das zum Beispiel die wahren Soldaten die sind, die sich verpflichten (SAZ oder Berufssoldaten), dort ist die Ausbildung intensiver und zielgerichteter... ich denke das ist ja dann auch ein Unterschied zu den grundwehrdienstleistenden... Ich finde Grundwehrdienst bringt es nicht... 10 Monate absitzen, Kohle verdienen, den Kopf nicht anstrengen... naja wo macht man das schon?
Es ist also auch eine Frage der Einstellung der Bundeswehr zu den Soldaten und auch umgekehrt...

Leutnant


27.2.03 17:17:20
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Da stimme ich dir zu. Mich verwundert aber, dass du als T7 nur in AGA "hineingeschnuppert" hast, denn meine Rekruten "durften" alles mitmachen - sofern sie dies konnten(abgesehen von Fällen mit kaputen Beinen,Rücken,etc.).
Ich kann dir auch in Bezug auf die SaZ-Ausbildung recht geben - hab mich in den letzten 5 Jahren nie gelangweilt.

waldi44


27.2.03 17:35:26
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Hussa, haben wir hier einen echten Leutnant? Langsam wirds nobel ;)- Schrifsteller, Offiziere, Honorarconsul;) und ich :P!
Axel, nicht böse sein, aber das kann ich mir nicht verkneifen: Nicht der Hellste gewesen, Dein Onkel oder ein riesengrosser PatriotSmiley mit verdrehten Augen!
Tja, ich sag mal so, bei der NVA gab es 80 Mark im Monat, glaub ich und damit war alles abgegolten. Von wegen Zuschläge und ähnlichem Firlefanz.
Tja, in Norwegen standen wohl so um die 105.000 Mann in Kurland noch 208.000 glaub ich und in Böhmen und Mähren wohl so an die 500.000 Mann. Norditalien ettliche, auf den Holländischen Inseln, Bordeoux in den U- Bootbunkern und natürlich Norddeutschland und Dänemark und nicht zu vergessen, die Sommerfrische der Wehrmacht- Die Kanalinseln mit rund 20.000 Mann.

Balsi


27.2.03 17:42:09
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vielleicht kurz was zu meiner Einführung... unsere Kp. war nur aus T7 ern zusammengestellt... manche durften nciht mehr als 5 minuten stehen, nachts nciht raus, nicht mehr als 10kilo tragen, oder nicht mehr als 1,5 km laufen (meine Wenigkeit).. hatte beim arzt angegeben, das ich wenn ich schnell laufe (berg hoch hatte ich vergssen :-)) mir die Schienbeine weh tun.. nun hatte ich den Salat.. ich hatte eher so T2 -3 angestrebt... wollte mich mal im Schlamm suheln und solche Spässe wie ich mal das halt immer vorgestellt habe... aber so war es nicht... bei Appellen haben sich nach 5 minuten die ersten hinsetzen MÜSSEN.. welch ein klägliches Bild... letzendlich hat unser Hauptmann aber gesagt er wäre stolz auf uns und derart gute Rekruten hätte er noch nie gehabt er nannte uns "seine T7er".. haben wir gleich ein T-Shirt von gemacht... Mein Gruppenführer war 19 und fing in der Nacht beim Manöver an druchzudrehen.. der hat echt Rambo gespielt.. sowas hab ich nie wieder gesehen oder gehört.. aber im Fuchsbau hatte er Platzangst..hatte GA beim ABC-Abwehr-Bataillon 805 in prenzlau.. den Zodiac haben wir nur vorgeführt bekommen...

Gast


27.2.03 17:47:18
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Horrido!
Also... ;)
Die Security Uternehmen bewachen nur Schulen und nicht Kampfeinheiten.
In denen übernimmt es die Bw selbst.
Zur Führerausbildung (kling bös ;) ):
Auch heute noch wird ausgebildet um höhere Ebenen führen zu können (-> offzAusbildung Heer als Beispiel).
Geistige Flexibilität:
In der Bw wird nach wie vor mit "Auftragstaktik" anstelle von "Befehlstaktik" (wie zB bei den Amis) geführt, da hat sich quasi nix geändert.
Improvisationsfähigkeit:
Übertrieben ausgedrückt siehts bei manchen Einheiten ähnlich wie 44 an der Ostfront aus. Das Geld fehlt nun mal und damit liegt so manches Fahrzeug still.
Ohne eine gute Improvisationsfähigkeit würde wohl gar nix mehr gehen.
Qualität des Nachwuchses:
Ist schlechter geworden IMHo weil die Bw ein sclechtes Ansehen hat und niemand da hin will. Dementsprechend muß die bw auch Leute nehmen die sie "sonst" wohl eher nicht genommen hätte.
Desweiteren - jetzt wirds haarig in der Formulierung und ich möchte daß hier niemand jetzt was falsches denkt... - war die Indoktrinierung wesentlich intensiver (besonders bei den Einheiten der "Blitz-Blitz"-Truppe) woraus eine höhere Motivation resultierte. Ich sage NICHT daß die Indoktrinierung gut war!
Allerdings ist die Motivation Soldat zu sein bei vielen IMHO nicht sonderlich hoch und andere Gründe stehen - wieder subjetiv! - im Vordergrund.
Soviel zur Rede zur Lage der Nation...äh...Bw ;)
Gruß
[76]Chavez

waldi44


27.2.03 17:50:28
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Mann Balsi, dagegen waren ja die "Kampfgruppen der Arbeiterklasse" eine Eliteeinheit und der Volkssturm ein richtig flotter Verein:D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D Smiley mit verdrehten Augen!

Balsi


27.2.03 17:57:51
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ey ja... ich konnts ja auch nicht ändern... hab den einen Oberfähnrich mal gebeten mit mir durch ein Schlammloch zu robben..der war ganz erstaunt und froh das das einer mal mitmachen will.. leider kam da Oderhochwasseralarm... und ich war in der Gruppe die halbwegs als standhaft galt... letztlich durften wir nciht helfen, weil die Katastrophenleitung meinte sie will keine T7er haben, da letztens wohl eine solche Kompanie reihenweise umgefallen ist.
Ich weiss noch wir sind robbend mit nem G3 und Gasmaske auf... sage und schriebe 10m auf ner Wiese gerobbt.. das ganze 2 mal...dabei waren wir noch die Alarmgruppe und schon die besten!!!:D man stelle sich vor was der rest machte...:O

Leutnant


27.2.03 18:43:09
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@ waldi44,
da ich auch ein wilder Zoni bin möchte ich behaupten beide Armeen(NVA/Bw) zu kennen. Mein Vater, der wirklich kein Militärfan ist, hat mir genug Gruselgeschichten mit auf den Weg gegeben, aber komischerweise habe ich annähernd die gleichen Stories auch beim Bund zu hören bekommen. Fazit: so unterschiedlich waren die Armeen zu Zeiten des Kalten Krieges nicht.

Sniper 74


28.2.03 23:10:42
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@INDY
April 45 in Italien Divisionen mit 19.000 Mann?
Pro Division oder insgesamt?
Was soll der Unfug eigentlich? Italien war nur dazu da, um einen echten Mehrfrontenkrieg zu inszenieren! Daher gab es auch in Italien mehr als eine Invasion! Weil die Allies da nicht durchkamen!
Der Norden Italiens ist ausserdem auch heute noch größtenteils deutsch. Oder ist niemanden bei Olympia aufgefallen, das alle Athleten aus Tirol deutsche Namen haben?
Es ist schade, daß Soldaten verglichen werden und das man uns und der Bundeswehr heute mit erhobenen Finger sagt:
"F(r)üh(r)er war alles besser!", "F(r)üh(r)er waren das noch alles Männer und habe alles gekonnt!" - Nur leider ist heute nicht mehr früher. Und wir sind nicht seit unserer Geburt darauf getrimmt, daß es EINEN Führer oder König oder was-auch-immer gibt, der so unnahrbar ist wie eine Digitaluhr in der Steinzeit.
Die Holländer und die Briten, die haben auch gekämpft! Die Polen sind kämpfend und blutend unter gegangen. Die Russen haben einen Sturmangriff gegen MG-Stellungen gemacht. Wer ist tapfer? Wer wollte leben und wer sterben?
Die Leute hatten keine WAHL! Die konnten nicht sagen: "Nö, ich werd Zivi und schauffel Scheisse!!" Dann war es vorbei mit dir, wenn Du so einen Spruch gebracht hast.
Die Propagandamaschine hat einen NATIONALSTOLZ aufgebaut. Auf althergebrachter Weise haben die Menschen sich identifiziert mit dem was geschehen ist. Sogar viele aus den Anreinerstaaten sind zu den "Faschos" gegangen. Es war cool der Sieger zu sein ! In Schlachten wurden keine deutschen getötet! Nur Feinde besiegt!
Als das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist, war eh alles vorbei. Man konnte nichts mehr machen. Das Regime hat im Kindergarten Gehorsam gepredigt, Internate zu HJ-Sammelstelle ausgebaut und Armenhäuser in Munitionsfabriken verwandelt. Es lief... Und alle liefen mit.
Der Landser in Feldgrau, wollte bestimmt nicht im Kugelhagel liegen oder im Matsch neben seinen zerstückelten Kameraden. Der wollte das es aufhört! Er wollte nach Hause!
Und wie geht das am Besten? Man tötet alle und siegt oder stirbt bei dem Versuch. Schließlich waren die Russen böse und die Franzmänner doof !
Das die "Qualität" in der Armee nachgelassen hat ist doch nur ein Indiz dafür, wieviele Leute verheizt wurden! Nach dem WK1, durfte die Reichswehr 100.000 Mann betragen. Soldaten frisch aus dem Krieg mit Erfahrung!
1934 wurden in Spanien die Waffen getestet, und zwischendurch in Russland die Panzerwaffe aufgebaut. Alles erfahrene Leute. Da kein Krieg herrschte, konnten ja alle toll ausgebildet werden.
Aber ein Soldat brauchte ja anfangs etwa 18 Jahre, bis er ausgebildet werden konnte! Und das über ein Jahr lang. Was ist denn, wenn einfach mal 1.000.000 Leute abnibbeln? Woher nehmen? Man nehme 17 und 58 jährige und zeige denen 6 Wochen lang den Umgang mit der Panzerfaust! Na großartig!
Patton sprach voller Neid über die deutsch Kampfkraft. Ja, das waren ja auch "nur" zu 40% Ersatztruppen oder fanatische Leute denen ihr eigenes Leben egal war.
Wer keine Angst vorm Sterben hat, ist echt gefährlich!!!

Sukram


3.3.03 16:43:37
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Wenn ich so lese, wie die Bundeswehr geworden ist, ist's vielleicht doch angenehmer, den Urlaub in Kasernien zu machen anstatt in Krankenhäusern den Kloputzer zu spielen, oder?! ;)

CHERUSKER


24.9.03 21:05:04
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Gepostet von waldi44
Gepostet von Svenson
Eben @ralph. Bei uns brauchen die doch nur ab Freitag mittag einmarschieren und übers ganze Wochenende Deutschland einnehmen,das ist leicht. Die Kasernen werden von Securityunternehmen bewacht.
Was das kostet will ich gar nicht wissen. Einfach nur peinlich.
Ein Wunder das noch deutsche Soldaten für auslandseinsätze gebraucht werden.

Als ich rüber kam und sah, dass sich bis an die Zähne bewaffnete Soldaten von Zivilisten bewachen liessen, brach für mich eine Welt zusammen!
Wo sonst noch werden Soldaten und militärische Einrichtungen von Zivilisten bewacht und die Soldaten schaukeln sich daheim die Eier!
Dagegen waren die Soldaten der NVA ja richtig harte Kerle ;)!

waldi44


24.9.03 23:03:10
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Naja, da sind wir wohl irgendwie vom Thema abgekommenSmiley mit verdrehten Augen, aber dennoch, was ist am "Dienst am Vaterland" so schlecht?
Man kann ihn mit der Waffe tun oder beim THW oder eben im Sozialdienst und ich fände es angebracht, diesen Dienst wieder auf mindestens 18 Monate "hochzuschrauben" und die Dienstbezüge auf das Mass eines symbolischen Beitrages zu senken!

CHERUSKER


25.9.03 21:14:18
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Ich bin auch für den Dienst am Vaterland , aber es soll ein Soldatischer sein , Leute die den Dienst an der Waffe verweigern wollen sollen dies tun , aber trotzdem Dienst in Uniform leisten . Sie sollen Dienst in der BW leisten als Bausoldaten oder eben Dienst als Fahrer oder zb als Bürodienstler oder Dienst im Sanbereich leisten .
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