Dieses Archiv enthält einen Auszug des Forums für deutsche Geschichte vom 12.10.2001 bis zum 22.12.2005. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, besuchen Sie unser Forum unter forum.balsi.de.

Vergessenen von Freund + Feind ( Wettertrupps )

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AutorBeitrag

Hito


26.2.03 09:52:05
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Hallo!!!
habe neulich einen interessanten Artikel von vergessenen deutschen Wettertrupps des 2.Wk gelesen,den ich euch nicht vorenthalzen will.
Demnach hat wohl eine deutsche Wetterstation(Trupp Haudegen) erst am 4.9.45 gegenüber einem norwegischen Robbenfänger "kapituliert", der den Trupp zurück in die Heimat bringen sollte.
Zitat:
Ein weiterer Trupp war auf den Bäreninseln agbesetzt worden, während eine 2.Gruppe "Kulik" mit ihrer Funkanlage nach König-Wihlhelm-Land 50 km westlich von Lombvik übersetzte.Amerikanische Einheiten nahmen im Sommer 1947 die deutschen Soldaten in Lombvik gefangen.Wohl in der Annnahme, dass alle Soldaten in Gewahrsam waren, wurde die 1.Gruppe gegnüber den Amerikanern anscheinendd weder von den Einheimischen noch von den deutschen Kameraden erwähnt und verblieb daher weiter auf der Insel.
Erst 1949 konnte der Funker eine Amateurfunkstation im Ruhrgebiet kontaktieren.Nach den Erkenntnissen der Lage im geteilten Deutschland hätte man das Leben bei den Eskimos jedoch einer eventuellen Gefangennahme durch russische Einheiten vorgezogen.Der Funkspruch aus dem hohen Norden war aber von drei Amateurfunkstationen im Raum Essen und Grönland sowie von einer russischen Torpedobootsflottille im Rauum Spitzbergen aufgenommen worden.
Vier Jahre nach Kriegsende dürften die aus dem Eis kommenden Rufzeichen an die deutschen Oberkommandos dort sicherlich für Aufregung gesorgt haben.
Doch erst nach dem Winter nahmen 150 Rotarmisten die kleine Gruppe 1950 schließlich gefangen.
Zitat Ende
1950!!!! 5 jahre nach Kriegsende, ich fasse es nicht. Ich kenne sowas eigentlich nur von vereinzelten japanischen Soldaten, die sich wohl bis in die 70er Jahre irgendwo im Dschungel versteckten bzw.denen man einfach "vergessen hatte" ihnen die Kapitulation mitzuteilen.
Auf die Austellung einer Kapitulationsurkunge wird man von russischer Seite gegenüber dem Wettertrupp dann wohl verzichtet haben.
Es grüßt
Hito

ralph


26.2.03 10:58:52
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cool, aber von was haben die da oben gelebt, so 5 jahre ohne versorgung im eis ?????

waldi44


26.2.03 11:37:42
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Nehme an von Fisch, Robben- oder Eisbärenfleisch! Waffen und Munition werden sie ja wohl gehabt haben. Ausserdem hatte man auf solchen Stationen mehr als nur für vierzehn Tage Verpflegung!

Balsi


26.2.03 13:28:13
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also hab das mal in einem anderen Forum bekaspert...
dort gab es interessante Ansätze:
1. 1947 - 49 war der Privatfunkbetrieb wohl besatzungstechnisch verboten
2. laut Artikel wussten die Funkenden von der Situation "im geteilten Deutschland" schickten aber trotzdem Funksprüche ans OKW???

ralph


26.2.03 14:50:49
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hmm, ich stell mir das doch recht barbarisch vor, nur fisch und so, nach 2-3 jahren hat man sicher kein mehl, zucker etc. mehr, vielleicht haben sie ja handel mit den eskimos oder so betrieben.
wenn sie ans okw funkten is doch sicher keiner mehr rangegangen :D , kam das denen nicht merkwürdig vor ?!

~Rainer


26.2.03 21:14:33
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Hallo,
zu einem Zitat gehört eine Quelle, man sollte nicht schreiben, ich hab da was gelesen und hier Zitat, sondern auch wo das steht.
Ich betrachte es als äusserst unwahrscheinlich, dass bis 1950 ein derartiger Wettertrupp noch dort gelebt und gearbeitet hat, erscheint mir ein Versorgungsproblem. Die müssten doch schon 1945 gemerkt haben, dass der Krieg zu Ende war. Ausserdem müsste die Funkerei zwischenzeitlich eingestellt worden sein, um erst wieder später aufgenommen worden zu sein? Und zufällig holte dann ein russisches Schiff die Leute da ab. Scheint mir eher in das Reich der Legenden zu gehören.
Gruss
Rainer

waldi44


26.2.03 21:36:59
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Oft ist es aber eben so, dass man mal irgendwo was gehört oder gelesen hat und man weiss ums Verrecken nicht mehr wo es war.
Dass es vergessene Solaten gab ist überliefert, ob das nun mit den Wetterfröschen stimmt, ist wieder eine andere Kiste- möglich ist aber alles, auch dass eine Stewardess einen Absturz aus 10.000 Meter höhe überlebte oder Schiffbrüchige 30 Tage im Meer trieben usw uswSmiley mit verdrehten Augen!
Ausserdem, wir sind doch alle, äh fast alle Smiley mit verdrehten Augen, nur Hobbyhistoriker und da passen doch solche Geschichten ganz gut rein....über Neuschwabenland reden wir ja auch :D!
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