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Die Weimarer Republik - Probleme mit dem Einleitungssatz

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AutorBeitrag

th3godofwar


24.11.2007 10:22:55
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Hallo,
ich habe auf dieses Forum getroffen und bin sehr froh. Also bald habe ich eine Prüfung und muss ich über die Weimarer Republik reden. Ich habe alles schon geschrieben aber ich bin nicht sicher ob ich den Einleitungssatz gut geschrieben habe. Vielleicht können sie mir helfen und Vorschläge geben wie die Einleitung besser werden kann.

Die Weimarer Republik wurde infolge der November Revolution gegründet und daurte zwischen den beiden Weltkrigen. Sie ist eine Mischung von vielen politischen Unruhen, die zu ihrem Ende und zur Ernnenug Adolf Hitler zum Reichskanzler führten.

Danke im Voraus.

waldi44


24.11.2007 11:36:00
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Revolutionen entstehen nicht aus "heiterem Himmel"! Ein Hinweis auf das für Deustchland unglückliche Ende des 1. Weltkrieges wäre sicher nicht fehl am Platz.
Auch eine kurze Bemerkung, dass die Weimarer Republik nicht die einzigste Republik war, die fast zeitgleich gegründet wurde. Am 9. November 1918 rief Liebknecht kurz nach Philipp Scheidemann vom Berliner Stadtschloss aus die „Freie Sozialistische Republik Deutschland" aus in dessen Folge es zum "Spartakusaufstand" und der Gründung der KPD kam.
Schlussendlich aber folgte die Mehrheit der Arbeiterschaft, den Sozialdemokraten und widerstand auch Putchversuchen von rechts- "Kapp Putsch" 1920.

Balsi


24.11.2007 12:13:56
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hmm.. also der Satz gefällt mir so nicht.
Letztlich war die WR ein Ergebnis der Kriegsführung im Einklang mit der Verschlechterung der sozialen Umstände der Zivilbevölkerung. Gegründet wurde die Republik ja meines Erachtens so nicht. Weimar war ja der Zufluchtsort der Nationalversammlung

Wenn dann würde ich den Satz in etwa so formulieren:

Die Weimarer Republik, das Ergebnis eines nicht zu gewinnenen Weltkrieges und der daraus resultierenden Perspektivlosigkeit der Zivilbevölkerung mit Hunger, Not und Tod, war die erste Demokratie auf deutschen Boden. Nie wirklich anerkannt, nicht wirklich durchgesetzt und ständigen Angriffen von der Opposition bzw. der alten Eliten ausgesetzt, hielt sie sich knapp 25 Jahre. Bis heute gilt sie jedoch als Vorreiter der deutschen Demokratie, an der die zweite und damit erste wirklich anerkannte Demokratie auf deutschen  Boden ab dem Jahre 1949 lernen konnte.

Balsi


24.11.2007 12:14:51
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welche Klassenstufe ist das denn? In der Uni lernt man das man immer gewisse Fragen stellen muss, denn nur so entstehen neue Perspektiven. Sollst du die WR an sich erklären, oder wie soll es ablaufen?

IM


24.11.2007 13:15:51
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hielt sie sich knapp 25 Jahre

Wenn dann wären es 15 Jahre.

Balsi


24.11.2007 13:48:26
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stimmt natürlich... rechnen ..naja... ich weiss halt dafür wie ein Ritterkreuz aussieht..,-)

th3godofwar


24.11.2007 14:15:07
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und was meinen sie zu diesem Satz? -
Die Weimarer Republik war eine Epoche der deutschen Geschichte, die zwischen 1918 und 1933 anzusetzen ist. Erstmals in der Geschichte Deutschlands kam es zu einer Staatsform mit demokratischen Zügen. Ihr Ende findet die Weimarer Republik durch die extrem starke Position des Reichspräsidenten mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30.01.1933.

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24.11.2007 17:35:16
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Ist sachlich falsch !
Weil die Weimarer Republik keine Republik mit "demokratischen Zügen" war, sondern im Kern eine bessere Demokratie als wir heute hier haben ! Der Grund liegt einfach darin das die Siegermächte nach Weltkrieg II in unser Grundgestz und Demokratie mitbestimmend waren.
Beispiele. keine 5% Klausel, Direktwahl von Kanidaten einschl. Präsidenten, Volkabstimmung, Volksentscheid.
Das die Demokratie letztendlich versagte, hat einen anderen Grund der liegt aber bestimmt nicht in der demokratischen Ordung begründet.
Das Ende der Republik hat nichts mit dem Reichspräsidenten zu tun und endete auch nicht am 30.01.33 , sondern spätestens nach den letzten "fast" freien Wahlen im März 33!
Dem Reichspräsidenten blieb laut Verfassung gar nichts anderes mehr übrig als von der stärksten Partei in Deutschland die Regierung bilden zu lassen! Wie sollte er die Zukunft beurteilen, wenn es soviele in Deutschland und Europa es nicht konnten?
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Balsi


24.11.2007 18:32:08
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das Problem der WR war die 5% Hürde, die Präsidialkabinette...und die Macht des Reichspräsidenten... der allmächtig zum Teil ohnmächtig die Regierung führte und bestimmte. Na klar war die WR nicht eine Demokratie wie wir sie heute "kennen", doch ist sie gemeinhein eine Staatsform in der das Volk "entschied" welche Parteien die Regierung bilden sollten und das erstmals in der dt. Geschichte

th3godofwar


24.11.2007 20:38:06
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und wie soll dieser Einleitungssatz sein. ich bin schon verwirrt und wollte der Satz nicht sehr kompliziert sein.

Die Weimarer Republik war eine Epoche der deutschen Geschichte, die zwischen 1918 und 1933 anzusetzen ist. Erstmals in der Geschichte Deutschlands kam es zu einer demokratischen Verfassung. Ihr Ende findet die Weimarer Republik durch die extrem starke Position des Reichspräsidenten mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler.

Ist schon alles richtig?

waldi44


24.11.2007 20:46:21
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Eben! Die angebliche "Verbesserung" - ohne 5% Klausel- war einer der Totengräber der Weimarer Republik. Die stärkere Mitwirkung des Volkes- Volksabstimmung-  an der Regierung, fehlt mir allerdings auch an der echten Demokratie! Ein weiterer "Totengräber" war das Berufsbeamtentum, dass sich eher der vergangenen Monarchie als der aufkeimenden Demokratie verpflichtet sahen und schlussendlich auch das Berufsmilitär. Mit anderen Worten: Alle im Staat massgeblichen Amtsträger!
Dass Hindenburg Hitler den Weg an die Macht ebnete war ja nur eine Folge der vorangegangenen Ereignisse. Weimar war schlichtweg so nicht lebensfähig und die Nazis die stärkste demokratisch gewählte politische Macht in Deutschland. Ein Umstand, den man uns bis heute vorhält: Deutschland wähle/wollte Hitler!

Balsi


24.11.2007 20:54:03
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interessant dabei ist ja... das Hindenburg Hitler ja nun garnicht abkommte.. er als Felödmarschall sollte einem Gefreiten die Hand reichen.. unmöglich normalerweise. Weimars Problem waren tatsächlich die alten Eliten. Alleridngs muss ich sagen das ein von Seeckt immer nur bedacht war Deutschland eine gewisse milit. Stärke zu erhalten. Mit 100.000 Mann kann man nix richten. Die WR stand immer unter dem Druck den europ. Mächten ausgeliefert zu sein....Polen, England, Frankreich (Rheinland)... das man Stärke zeigen muss ist daher nur logisch.... Da stellt sich natürlich die Frage, ob Demokratie in einer Zeit der staatlichen in Beonderen milit. Schwäche die richtige Staatsform darstellte.

waldi44


24.11.2007 21:03:12
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Tja, aber schlussendlich wurde die WR auch mit ihren 100.000 Mann nicht angegriffen, sondern man nutzte die Zeit zum Aufrüsten (Nachrüsten), um dann so war es eben, Revange zu üben. Es blieb bei der Übung, die zwar millionen Tote kostete, aber die Verhältnisse (territorial zumindest) eher noch weiter verschlechterte.

IM


24.11.2007 22:00:31
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aber schlussendlich wurde die WR auch mit ihren 100.000 Mann nicht angegriffen

Das sah aber bis Mitte der 20er Jahre anders aus. Franzosen und Belgier marschierten wiederholt in Reichsgebiet ein. Und noch bis Ende der 30er Jahre drohten die Polen mit einem Marsch auf Berlin.

Balsi


24.11.2007 22:06:54
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Man musste da sicherlich wohl überlegen und die Regierung der WR stand bei der Besetzung des Rheinlandes kurz vor ner Kriegserklärung. Alle Parteien wollten die Revision des Versailler Vertrages un der Einmarsch der franz. Armee war da ja nicht förderlich mit Blick auf die Alleinschuld und die Reparationen. Letzlich muss ich sagen die WR lässt sich nicht mit dem heutigen Deutschland vergleichen. Die Gefahr eines Angriffs bestand immer (siehe Grenzschutz Ost usw.), die Reparationen schwächten Dtl. erheblich (siehe nur bspw. die Abgabe 2/3 der Steinkohle-Förderung) und die Menschen wollten Arbeit und Frieden.. die Ihnen aber durch die Alliiertehn nicht gegeben wurden, da diese Ihre im VV gemachten versprechen der Abrüstung nciht einhielten... und da denke ich liegt der springende Punkt.. alle rüsteten auf, bzw. waren aufgerüstet und Dtl. sass im nest... ungeschützt.

th3godofwar


25.11.2007 01:21:59
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 also ist schon der Satz gut?

Balsi


25.11.2007 11:11:33
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neee...,-)))

Zunächst solltest Du immer schrieben wie Du sprichst... also ich denke mal nicht das Du "anzusetzen" verwendest. Klingt auch nciht so schön das Wort. Weiterhin ist die WR ja nun keine Epoche... eine Epoche dauert nicht nur 15 Jahre. Letztlich kann man sagen das die WR mit Blick der dt. Geschichte bis 1945 ein Lichtblick mit kurzer Dauer, nachhaltig aber auf die Entwicklung Dtl.`s. nach 1945, ist.

Einbringen würde ich durch die Abdankung des Kaisers und der Aufbegehrung der Massen bildete sich erstmals demokratische Strukturen innerhalb der Verfassung heraus. Dein satz klingt in etwa so, das Hindenburg Hitler wollte... Du solltest einbringen, das durch die Präsidialkabinette ein Regieren kaum noch möglich war... getrieben durch Inflation, Reparation usw. Irgendwie sieht es fast so aus, das jeder mal durfte der es sich zutraute. Hitler wurde ja Reichskanzler durch eine Koalition und von papen versicherte Hindenburg Hitler zu kontrollieren.. was ja dann aber ncith geschah.

th3godofwar


25.11.2007 12:40:22
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Balsi schrieb:
neee...,-)))

Zunächst solltest Du immer schrieben wie Du sprichst... also ich denke mal nicht das Du "anzusetzen" verwendest. Klingt auch nicht so schön das Wort. Weiterhin ist die WR ja nun keine Epoche... eine Epoche dauert nicht nur 15 Jahre. Letztlich kann man sagen das die WR mit Blick der dt. Geschichte bis 1945 ein Lichtblick mit kurzer Dauer, nachhaltig aber auf die Entwicklung Dtl.`s. nach 1945, ist.

Einbringen würde ich durch die Abdankung des Kaisers und der Aufbegehrung der Massen bildete sich erstmals demokratische Strukturen innerhalb der Verfassung heraus. Dein satz klingt in etwa so, das Hindenburg Hitler wollte... Du solltest einbringen, das durch die Präsidialkabinette ein Regieren kaum noch möglich war... getrieben durch Inflation, Reparation usw. Irgendwie sieht es fast so aus, das jeder mal durfte der es sich zutraute. Hitler wurde ja Reichskanzler durch eine Koalition und von papen versicherte Hindenburg Hitler zu kontrollieren.. was ja dann aber ncith geschah.




 Würdest du bitte mir ein Beispiel geben, wie nach deiner Meinung den Satz geschrieben sein soll.

Balsi


25.11.2007 12:45:21
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für welche Klasse ist das denn? und wofür?

th3godofwar


25.11.2007 13:00:50
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 Also es ist für eine Prüfung für eine deutsche Sprachdiplom. Ich habe ein Project geschrieben und jetzt muss ich etwa 3,5-4 Minuten über Innenpolitik, Außenpolitik und der Untergang reden. Deshalb wollte ich ein guter Einleitungssatz, der nicht ziemlich kompliziert ist.

Noch etwas : Das ist eine Gruppenarbeit und ein meiner Mitschüler wird über die Gründung der WR, die Nachkriegskrise und Inflation reden.

Und so : Die Weimarer Republik war eine Periode der deutschen Geschichte, die zwischen 1918 und 1933 anzusetzen ist. Erstmals in der Geschichte Deutschlands kam es zu einer demokratischen Verfassung. Ihr Ende findet die Weimarer Republik durch die extrem starke Position des Reichspräsidenten mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler.

Schon kann ich nichts mehr erdenken.

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25.11.2007 17:34:44
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Das würde ich so als korrekt bezeichnen !
@waldi ist schon komisch , das Einmarsch ins Rheinland, Hinwegsetzung über Abstimmungsergebnisse (im Osten) , Aufstände initiiert durch reguläre poln. Truppen in Schlesien für Dich keine Angriffe darstellen ? Da wurde in der Welt schon für weitaus weniger Krieg geführt, nur das Deutschland nicht mit der 100.000 Mann Armee zurückschlug ist doch wohl klar.Bitte komme hier nicht mit Auf-oder Nachrüstung ist einfach lächerlich. Nachdem sich keine einzige Nation in den '20iger Jahren an Abrüstungsabmachungen hielt und weiter aufrüstete was das Zeug hielt, ist das was Deutschland in den '20igern machte noch weniger als ein Status Quo in der Rüstung gewesen.
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waldi44


25.11.2007 21:06:19
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Wieso komisch? DAS waren KEINE Angriffe, es war kein Krieg und entstand daraus auch nicht. Was ist daran "komisch"?

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26.11.2007 18:00:16
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was daran komisch ist ? Weil im Zuge der damaligen Zeit, jede Nation bei solchen "Aktionen"in den Krieg eingetreten wäre und auch ist ! Nur Deutschland konnte aus besagten Gründen dies überhaupt nicht! Wenn ich nur an die Unterdückung Deutscher in der CSR oder Polen denke , entgegen der Verträge des Völkerbundes hätte Deutschland zur Wahrung seiner Interessen schon Krieg haben müssen und das in den '20igern. Eine Besetzung eines souveränen Landes bei Nichtbezahlung fälliger Reparationen ist natürlich auch kein Angriff rein völkerechtlich, wurde nur von der ganzen Nation als solcher bewertet und zwar von ganz links bis ganz rechts.
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